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Khola Maryam Hübsch und der Antisemitismus

Khola Maryam Hübsch Foto: Superbass Lizenz: Copyright/CC BY-SA 4.0

Nach dem Angriff auf eine Kippa tragenden Israeli in Berlin, fühlen sich viele Elendsgestalten dazu berufen sich nun irgendwie zu positionieren und kämpfen dabei um Street-Credibility, wie ein paar Prostituierte auf dem Drogenstrich, um so zu ihren 15 Minuten Ruhm zu kommen. Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani.

Eines der Subjekte ist die Islam-Lobbyistin/-Apologetin Khola Maryam Hübsch, welche trotz ihres Engagements, in welches sie sich ja nun wirklich reinkniet, nur ihre Ahmadiyya-Sekte, und nicht die Ummah an sich, repräsentiert. Besagte Ahmadiyya werden in der Ummah übrigens gemieden und verfolgt, wie Aussätzige und müssen deshalb, welche Ironie, oftmals im Westen Schutz suchen.

Aber das kümmert Frau Hübsch nicht so sehr, wie die Tatsache, dass die Medien darüber berichtet haben, wie ein Israeli, der in Berlin, an einem lauen Frühlingsabend, in einem gutbürgerlichen Bezirk angegriffen wurde, weil er eine Kippa trug. In einem Beitrag für die «Zeit» echauffiert sich Frau Hübsch darüber, dass die Medien nun über Antisemitismus berichten, obwohl Frauen im Hijab, angeblich, täglich Diskriminierung erdulden müssen. Sie vergleicht den Angriff auf den Israeli, welcher auf offener Strasse von einem wildgewordenen Judenhasser mit einem Gürtel gezüchtigt wurde, mit Fällen, in denen Frauen im Hijab Kaffee auf die neuen, weissen Sneakers gegossen wurde. Das bedeutet: Frau Hübsch will hier nicht sogenannte „islamophobe“ Angriffe auf antisemitische Angriffe „anrechnen“, tut aber genau das und relativiert somit Antisemitismus. Denn und dies weiss man, wenn man etwas recherchiert und/ oder von tatsächlicher Diskriminierung betroffen ist: Es werden mehr antisemitische Straftaten begangen, als antimuslimische Straftaten und dies, obwohl es in Deutschland im Besonderen und in Europa im Allgemeinen mehr Muslime als Juden gibt. Den nackten Zahlen nach, welche übrigens von der «Zeit» publiziert wurden, gab es 2017 in Deutschland 1495 antisemitische Straftaten und das bei einer jüdischen Population von knapp 200 000 Personen, während es nur 1069 Angriffe auf Muslime  und muslimische Einrichtungen gab und dies, obwohl 4,5 Millionen Muslime in Deutschland Zuhause sind. Das wiederum bedeutet für mich, dass Frau Hübsch einen tiefsitzenden Opferneid und damit einhergehende antisemitische Ressentiments hat und uns Juden nichts gönnt, weder den Dreck unter unseren Fingernägeln noch die Berichterstattung nach einem antisemitischen Angriff, von einem wildgewordenen Judenhasser auf einen Israeli mit Kippa. Stattdessen suhlt sich Frau Hübsch in ihrem eigenen, selbsterschaffenen Opfermythos und bläst sogar zum Kampf FÜR den Hijab, welcher, was nicht oft genug betont werden kann, mehr mit einem Keuschheitsgürtel als mit einer Kippa oder einem Kruzifix zu tun hat.

Alles in allem ist eine Schande, dass diese Schreibe überhaupt von der «Zeit» veröffentlicht wurde, denn ausser Antisemitismus zu relativieren und Frau Hübsch Raum zu geben sich zu echauffieren, tut dieser Text überhaupt nichts. Es ist generell eine zeitgenössische Unsitte jedem Islam-Apologeten eine Plattform für seine Aussonderungen zu geben, denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob Khola Maryam Hübsch und Martin Lejeune Twitter, eine Obstkiste im Park als Plattform für ihre Agitation nutzen, oder die Möglichkeit kriegen in einem Medium, wie der «Zeit», dem «Standard» oder der «TAZ» etwas zu publizieren und so dieser krude Versuch der Agitation zur Normalität erhoben wird.

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23 Kommentare zu “Khola Maryam Hübsch und der Antisemitismus

  • #1
    ke

    Stimmt der Link zur "Zeit"? Dort sehe ich nur Zahlen, die ich so nicht zusammengefasst hätte und auch in Relation gesetzt hätte.

    Insgesamt bleiben die Zahlen abstrakt. Der widerwärtige Berliner Angriff spricht für sich. Was geht nur im Kopf dieser Angreifer vor?
    Was passiert in den Communities im Land bzw. außerhalb, damit es zu solchen Reaktionen kommt?
    Wohin wird sich Deutschland entwickeln?

    Ein Relativieren ist erforderlich, um die Dimension zu betrachten. Dafür eignet sich bspw. die Anzahl der Straftaten bezogen auf die "Anzahl der Opfergruppe".

    Wenn ein solcher Einzelfall auftritt, kann ich nicht nachvollziehen, warum dieser nicht einfach mal bedingungslos und ohne Agenda verurteilt wird.

    Ist auch hier wieder die Motivation, den in der Zeit genannten "rechtsextremen Vereinfachern" nicht in die Hände zu spielen?
    Es ist aber einfach. Ein solches Verhalten ist nicht zu akzeptieren, und wir müssen uns Gedanken machen, wie es zu einer solchen Haltung kommt.

    Dann bleibt es offen, ob man solche Haltungen hier therapieren will oder ob man die einfache Lösung wählt und solchen Menschen, falls rechtlich möglich, erklärt, dass für sie in unserer Gesellschaft kein Platz ist und dass sie unser Land verlassen müssen.

  • #2
    Helmut Junge

    Kaum jemand kennt einen Juden in Deutschland.
    Aber um gegen Juden zu sein, scheint das auch gar nicht erforderlich.
    Ich kann mir vorstellen, daß auch der judenhassende Gürtelpeitscher noch nie zuvor einen Juden gesehen hat. Aber gehaßt hat er sie auch so.
    Irrationaler geht es kaum.
    Laut Statistiken kommt auf etwa 45 Muslimen in Deutschland lediglich ein einziger Jude.
    Und der kleidet sich normalerweise nicht auffällig und benimmt sich auch nicht auffällig, so daß ein judenhassender Mensch, Geschlecht, Herkunft oder Religion spielen ja keine Rolle, oft nie in seinem Leben je einen zu Gesicht bekommt.
    Und diese Frau Hübsch denkt dann auch noch, daß dieses Peitschenschlagen vergleichbar ist mit einem mißbilligenden Blick auf eine Kopftuchfrau. Wie kann man so denken? Was weiß ich.

  • #3
    Gerd

    Das gleiche Bild wie in den USA. Trotz all dem Gerede über Islamophobie sind Juden die am stärksten verfolgte Minderheit. Und das mit stark steigender Tendenz.

  • #4
    Walter Stach

    Helmut,
    nur so nebenbei:

    Ich begrüße es sehr, wenn Du von Judenhassern statt von Antisemiten sprichst.
    Ich versuche jedenfalls, den Begriff Antisemitismus zu vermeiden und stattdessen von Judenhass zu sprechen -klappt "im Eifer des Gefechtes" nicht immer.

    Warum Judenhasser, Judenhass?
    1.
    Es dient der sprachlichen Präzision. Denn zu den Semiten zählen bekanntlich nicht nur die Juden, sondern auch die Araber und die Äthiopier; Antisemitismus wäre also sprachlich auch….

    2.
    Zudem, so meine ich, wird mit dem Begriff Judenhasser (Judenhass) klar, zweifelsfrei, nicht weiter fragebedürftig derjenige und sein Tun benannt, um den es z.B. in der hier laufenden Diskussion geht.
    3.
    Darüberhinaus könnte die Verwendung des Begriffes Judenhasser (Judenhass)dazu beitragen, den Hass auf Juden einzuordnen und zusammenzubringen mit einem grundsätzlichen Nachdenken über "die Ursachen und die Folgen des Hasses von Menschen auf andere Menschen" aus rassischen, religiösen, nationalistischen oder anderen Gründen, um darauf aufbauend sich speziell mit den extremen Auswüchsen des Hasses auf Juden -seinen besonderen Ursachen und seinen exorbianten Folgen in Geschichte und Gegenwart- zu befassen.

  • #5
    ke

    Ein interessanter Artikel zur religiösen Verfolgung mit Schwerpunkt Christenverfolgung:
    https://www.heise.de/tp/features/Sind-Christen-die-meistverfolgte-Religionsgemeinschaft-der-Welt-3751346.html?seite=all

  • #6
    Chajm

    Da fehlt die Verbindung zum Originalartikel in der ZEIT, oder Auszüge, die diese Polemik irgendwie unterfüttern. Der verlinkte Artikel stammt aus dem Februar. Aber irgendwie verheddert sich dieser Text im polemischen und außer der Aussage, dass Frau Hübsch (was hat sie jetzt eigentlich geschrieben?) relativiert. Da ist sie, auf den konkreten Anlass bezogen, nicht die einzige.
    Aber auch die Autorin/der Autor dieses Artikels irrt sich, wenn er oder sie meint, Juden »wollten« »Opfer« sein oder sich als solche sehen. Antisemitismus ist ein Problem der gesamten Gesellschaft.

  • #7
    Nadi Ali Karim

    Sehr geehrter Gastautor,

    Ich zitiere aus Ihrem Artikel :,, während es nur 1069 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen gab ,, .

    Das ist ein Schlag aufs Gesicht für alle Opfer der Angriffe und nicht nur , dass es ziemlich unmenschlich klingt, tun Sie das , was sie der Frau Hübsch vorwerfen. Sie positionieren sich in einer Opfer Rolle und reden die Angriffe auf Muslime schön.
    Ich hoffe, dass bevor Sie nächstes Mal auf jemanden losschießen , sich erst Mal die eigene Worte durchlesen.

  • #8
    Achim

    #4
    Sind Judenhasser nun Judenhasser oder Antisemiten?

    Für mich sind es Antisemiten, denn:
    Im deutschen Sprachraum (Kaierreich und Deutsch-Österreich)
    haben sie sich selbst als Antisemiten bezeichnet. So traten bei
    den Reichstagswahlen bis 1912 regelmässig Kandidaten unter
    dem Label Antisemit auf und wurden auch gewählt. In Wien
    gab es jahrelang einen Oberbürgermeister, der als Antisemit
    kandidierte.

    In Deutschland gab es bereits in vordeutscher römischer Zeit
    jüdische Gemeinden. In späteren Jahrhunderten waren
    Juden ein integraler Bestandteil der Deutschen Ostkol9nialisatiom von der Elbe nis an die Wolga.
    Die Antisemiten erklärten diese einheimischen Deutschen
    gür rassisch minderwertig und ausländisch wie die
    immer im Ausland lebenden semitischen Araber.

    Die Nazis beschränkten sich nicht auf die Verfolgung
    von Judenm sondern verfolgten auch Christen und Atheisten.
    die mit dem Judentum als Religion nichts zu tun hatten.
    Die Deutschen mussten Abstammungsnachweise führen
    um ihr Ariertum zu bewesen.

    Achim

  • #9
    Nadi Ali Karim

    ,,Alles in allem ist eine Schande, dass diese Schreibe überhaupt von der «Zeit» veröffentlicht wurde, denn ausser Antisemitismus zu relativieren und Frau Hübsch Raum zu geben sich zu echauffieren, tut dieser Text überhaupt nichts,,

    ARTIKEL 5 GG scheint Ihnen wohl ein Fremdwort zu sein.
    Hat Frau Hübsch in irgendeiner Hinsicht Hetze betrieben?
    Hat Sie Menschen zu Gewalttaten aufgerufen ?

    Nein hat Sie nicht. Wieso sollte Sie also gemäß Artikel 5 von Ihrer Meinungsfreiheit nicht Gebrauch macht ?

    ,,Nach dem Angriff auf eine Kippa tragenden Israeli in Berlin, fühlen sich viele Elendsgestalten dazu berufen sich nun irgendwie zu positionieren und kämpfen dabei um Street-Credibility, wie ein paar Prostituierte auf dem Drogenstrich, um so zu ihren 15 Minuten Ruhm zu kommen. Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani,,

    Frau Iosseliani benutzt also einen ziemlichen vulgären Schreibstil und anscheinend scheinen Ihr die Argumente auszugehen und Sie muss nun leider Beleidigungen, die unterstes Niveu anwenden.
    Bleiben Sie doch bitte sachlich bei der Sache .

  • #10
    Haseeb Malik

    Wir, die Ahmadiyya Gemeinde, wollen nur unserem Schöpfer gefallen und verzichten auf die 15 min Ruhm!

    Wir sind eine „Sekte“ und nicht anerkannt von anderen Muslimen? Ja, das ist so!. Wir distanzieren uns bewusst von diesen.

    Genauso wie folgendes Zitat beschreibt:
    „Millionen von Fliegen können sich nicht irren, Scheiße muss gut schmecken!“
    Na dann Guten Appetit!
    Zitat:
    „Es fühlen sich VIELE „Ehlendsgestalten“ dazu berufen…“, warum wird sich dann nur eine Journalistin von der Ahmadiyya Gemeinde ausgesucht? Und warum wird hier dann nur über die Ahmadiyya Gemeinde gesprochen? Das ist ja wohl ein Angriff allein auf Frau Hübsch und die Ahmadiyya Gemeinde!
    Warum wird nicht gegen die vielen anderen geschrieben? Das ist Propaganda und überhaupt nicht ernst zu nehmen.
    Ich werde garnicht auf die billigen Provokationen eingehen und den Vergleich mit Prostituierten. Wer solche Vergleiche zieht ist niveaulos.

    Also dieser Artikel ist einfach ein Witz, man muss noch nichtmal auf die Lügen eingehen.

    Jüdische Feministin und Islamhasserin? Anastasia Iosseliani.
    http://juedischerundschau.de/ein-offener-brief-an-kulturrelativisten-dschihadismus-apologeten-135910694/

    „…Aus den Löcher kriechen lassen…“. Wer will denn bitte schön die 15 min Ruhm?! Wohl eher eine Anastasia Iosseliani!
    Und das sieht eher nach Prostitution aus als der Artikel von Frau Hübsch.
    LOL
    „…selbsterschaffenen Opfermythos…“ ?!
    Anastasia Iosseliani schreibt selbst „…1069 Angriffe aus Muslime…“ aber man kann es nicht mit den Angriffen auf Juden vergleichen!
    Mit dem Artikel kehrt das Innere nach Außen.

    Es sind ja wohl eher die Juden die, die Opferrolle nur für sich beansprucht haben!

    Ein Krizifix und eine Kippa kann man nicht vergleichen mit einem Kopftuch?
    Ja!! Der Meinung bin ich absolut! Ein Symbol das, dass Leid eines Proheten zeigt ist ja wohl eine Schande!

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kippa

    „Die Kippa signalisiert Gottesfurcht und Bescheidenheit vor Gott; es ist verboten, mehr als vier Ellen (ca. 2,40 m) mit entblößtem Haupt zu gehen. Im Laufe der Zeit ist die Kippa zu einem Erkennungszeichen des Juden geworden, der den Sitten Israels treu ist und die Erfüllung aller Pflichten auf sich genommen hat.“

    Müssen wir uns nicht immer anhören wir sollen uns an Deutschland anpassen, „…wir sind in Deutschland…“?
    Wir behaupten nie, dass wir uns nach den Sitten von Pakistan, Türkei, Arabischen Ländern oder sonst einem Land treu sind.

    Wir leben nur den Islam im Rahmen des Grundgesetzes, egal wo wir sind. Unsere Frauen tragen kein Kopftuch aus einer Sitte heraus es ist deren Überzeugung.

    Die Kippa ist nicht auf dem Niveau des Kopftuch einer Muslima. Die Kippa ist mittlerweile ein Symbol und weit entfernt von einem Kopftuch.

    Die Juden haben ein Problem, dass wir die Situation vergleichen! Aber das Motiv für diesen und anderen Angriffen ist das selbe!
    Anastasia Iosseliani ist nur Neidisch auf echte Journalisten wie Khola Maryam Hübsch und die vielen anderen Journalisten die Raum bekommen haben in Zeitungen wie TAZ, Zeit, Standard, etc.
    Frau Iosseliani wenn Sie aufhören zu hetzen und den Hass aus Ihren Reden/ Artikeln herausnehmen und Vergleiche die unter die Gürtellinie gehen und damit niveaulos sind schaffen Sie es vielleicht auch in eine Zeitung.

    Gruß
    H. Malik

  • #11
    Nasir Ahmad

    Fr. Khola Maryam Hübsch hat es auf den Punkt gebracht. Antisemitismus, der, so wie in den letzten Tagen, jedem vor die Nase gehalten wird und einen derartig exzessiven Medienhype bekommt, weil ein "Jude", der keiner war, angegriffen wurde (der offensichtlich zudem noch den Täter, Knaan S., syrischer Flüchtling, mit "WIR ZERBOMBEN GAZA" provoziert hatte, obwohl der in Deutschland seit 3 Jahren lebende Israeli Adam A. gewarnt wurde), sein geschnittenes Video, dessen Anfang er absichtlich ausließ, massenhaft im Netz verteilte.

    Ein Paar Fragen sind hier interessant:

    Die Polizei geht derzeit davon aus, „dass sie (Adam und sein Kumpel d. Red.) die Wahrheit berichtet haben, und es gibt keinerlei Erkenntnisse, dass die Sache irgendwie konstruiert ist.“ – Allein diese öffentliche Verlautbarung macht mich stutzig. Was veranlasst die Polizei – gewissermaßen in vorauseilendem Gehorsam – dazu, ein solches Statement abzugeben, ehe der Tatverdächtige von einem Richter vernommen wurde?

    Wieso will dieser Israeli mit einer "geschenkten Kippa" dieses Experiment in einem Araber-Viertel machen, wo er doch genau weiß, dass es eskalieren wird?
    ———

    Unterm Strich heißt das, dass man Sanktionen für Muslime fordert, indem man mit ihnen durch Leute (hier Israeli), die sich als Juden ausgeben, Pro-palästinensische Muslime provoziert?

    Genausogut könnte man sich als Muslim verkleiden und durch die Gassen der kleinen Dörfer rund um Leipzig schlendern und dort deutsche Bürger provozieren.

    Ist das die Art und Weise, wie man nun die antisemitische Keule auf den Rücken der Muslime schwingt?

    Antisemitismus ist kein Exklusivrecht! Das ist die Aussage von Fr. Hübsch in dem Artikel.

    Wer nur bei Judenhass aufschreit, aber bei Anti-Muslimischen Übergriffen schweigt, ist ein Heuchler. Das der Islam nicht nur durch jene, die in dessen Namen falsche Taten ausüben, sondern auch durch dessen Kritiker, maßlos in den Dreck gezogen wird, zeigt überdeutlich, dass hier mit zweierlei Maß geurteilt wird.

    Als Jude sollte man es besser wissen. Viel besser.

  • #12
    Sara

    @Nasir Ahmad

    Adam A. ist nur so nebenbei auch Araber. Verstehe nicht warum du auf seine Staatsangehörigkeit rumreiteest.

  • #13
    ke

    @11 Nasir Ahmad:
    Was ist so schwer daran einfach ohne irgendwelche Vergleiche ein Verhalten, bei dem Menschen angegriffen werden, zu verurteilen?

    Natürlich leben wir in einem Rechtsstaat und der Einzelfall wird vom Richter beurteilt werden. Natürlich wird dann überprüft, was genau dort passiert ist und was vorher/nachher passierte.

    Es ist nicht zu akzeptieren, dass Menschen in Deutschland auf der Strasse angegriffen werden.
    Wenn dann noch Judenhass bei einer Einzelperson diesen Angriff motiviert, ist das etwas, dass die Gesellschaft verurteilen/verhindern muss. Ohne wenn und aber.

    ‚Erschreckend finde ich die folgende Aussage:
    "Wieso will dieser Israeli mit einer "geschenkten Kippa" dieses Experiment in einem Araber-Viertel machen, wo er doch genau weiß, dass es eskalieren wird?"

    Wir leben in einem freien Land, und ich erwarte, dass der Staat und die Gesellschaft die Voraussetzungen schaffen, dass sich jeder überall ohne Angst/Bedrohungen und im Extremfall Angriffe bewegen kann.
    Das sind Basics! Wie soll eine Gesellschaft sonst funktionieren?

  • #14
  • #15
    Gerd

    Besser als in #11 kann man nicht verdeutlichen warum Judenhass das Problem ist, das es ist: Juden ‚provozieren‘ dadurch, dass sie sich als solche zu erkennen geben.

    Wie entlarvend!

  • #16
    Irgend Jemand

    @Gerd
    zum Juden sein gehört mit "WIR ZERBOMBEN GAZA" provozieren?
    Sie haben sich gerade selber entlarvt.

  • #17
    paule t.

    Hübsch verurteilt solche antisemitischen Attacken ohne Wenn und Aber. Direkt am Anfang ihres Artikels schreibt sie, es sei "wichtig, das zu verurteilen". Damit ist ein wesentlicher Punkt in der hier zu lesenden Attacke, sie "echauffiert sich […] darüber, dass die Medien nun über Antisemitismus berichten", eine leicht erkennbare Falschbehauptung. Sie begrüßt diese Berichterstattung ja vielmehr ausdrücklich.

    Sie gibt allerdings – das ist etwas ganz anderes als das angebliche Echauffieren – einen zusätzlichen Hinweis (hier in meiner eigenen Gegenüberstellung):
    Während sich bei einer solchen Attacke quasi das ganze Land stante pede solidarisiert (zu Recht selbstverständlich), interessieren Attacken auf sichtbare Angehörige einer anderen Minderheitenreligion deutlich weniger.
    Während das Recht der Angehörigen der einen Religion, sich zu dieser sichtbar durch traditionelle Symbole zu bekennen (Kippa), von höchsten Repräsentanten des Staates im Rahmen dieser Solidarisierung verteidigt wird, wird ebenfalls von hohen Amtsträgern bezüglich bestimmter Symbole der anderen Religion (Kopftuch) immer wieder neu eine Verbotsdebatte geführt, ohne auch nur den Anschein zu erwecken, die verschiedenen Religionen gleich behandeln zu wollen.
    Während das Heimatrecht der einen Religion aus Anlass solcher Attacken klar herausgestellt wird (angesichts der vorhergehenden Verfolgungsgeschichte ist das nur gut so), wird das Heimatrecht der anderen Religion, deren Angehörige teilweise nun auch jahrzehntelang hier ihre Heimat haben, von höchsten Amtsträgern ganz ausdrücklich verneint.

    Die Solidarität gegenüber der einen Religion ist völlig richtig, und das verneint Hübsch auch mit keinem Wort. Das wird auch nicht dadurch in Frage gestellt, wenn auf Doppelstandards beim Umgang mit der anderen hingewiesen wird. Dieser Hinweis ist im Gegenteil völlig legitim. Insofern ist mE am Artikel Hübschs wenig auszusetzen.

    Natürlich kann man über die verschiedenen Punkte Hübschs – insbesondere, ob die Vergleiche tatsächlichlich genau so passen – kontrovers diskutieren. Ganz sicher ist ihre Argumentation aber nicht so aus der Luft gegriffen, dass man ihn einfach so in Bausch und Bogen verwerfen könnte, wie es die Autorin dieses Gastbeitrags hier versucht. Ein bisschen mehr Argumentation wäre also durchaus angebracht. Mit diesem Mangel, mit der oben erwähnten Falschbehauptung, vor allem aber mit ihrer aggressiv pöbelnden und vulgären Schreibweise stellt sich die Autorin selbst ein ganz schlechtes Zeugnis aus.

    Da ich ziemlich das Gleiche schon vor nicht allzu langer Zeit an einem anderen Artikel der Autorin konstatieren konnte, wenig überraschend bezüglich desselben Feindbildes, frage ich mich, ob hier nicht jemand für die Rolle als weibliches Pendant zu Akif Pirincci trainiert.

  • #18
    paule t.

    @ #16
    Gibt es für diese angebliche Provokation "WIR ZERBOMBEN GAZA" denn irgendeinen Beleg?
    Ich kenne den Vorfall nur so, dass er ohne Provokation stattgefunden hat. Letzteres erscheint mir auch plausibler

  • #19
    Christian Perzl

    Mal zur genaueren Verortung, woher kommt das "Wir zerbomben Gaza"?

    Wenn man nämlich Google anwirft bekommt man genau einen Treffer, halt diesen Artikel hier. Nicht gerade eine ergiebige Quelle.

    Also, kann einer von den Zwitschern mal aufzeigen woher sie wissen was da passiert ist?

    Zum Text allgemein, schön bissige Erwiderung auf einen "Ich will nichts aufrechnen, mach’s aber" Durchfall.

  • #20
    Daniel

    Die muslimischen antisemiten hier verdeutlichen sehr schön, warum sie das Problem sind. Da werden absurde Behauptungen aufgestellt, um ihre menschenfeindlichkeit zu rechtfertigen. Endlich fällt die Maske. 😉

  • #21
    paule t.

    @ Hasseb Malik, Zitat:
    "Ein Krizifix und eine Kippa kann man nicht vergleichen mit einem Kopftuch?
    Ja!! Der Meinung bin ich absolut! Ein Symbol das, dass Leid eines Proheten zeigt ist ja wohl eine Schande!"

    Ich möchte Sie doch sehr bitten, nicht die Symbole einer anderen Religion zu beleidigen. Das sollte man im respektvollen Zusammenleben doch eher bleiben lassen.
    Ja, es gibt hier bei den Ruhrbaronen leider auch manche Diskussionsbeiträge, die in eine andere RIchtung respektlos sind. Das ist aber keine Rechtfertigung.

  • #22
    Ajnabi

    Mit diesem unqialifizierten Beitrag hat Frau Iosseliani ihren Ruhm erlangt. Vielen Dank. Schade das Sie jemanden als Prostituierte bezeichnen müssen um Ihre Meinung kundzutun.

  • #23
    Nina

    Triggerankündigung: Dieser Kommentar bedeutet derailing
    *****
    Jetzt muss ich Ex-Hure doch wieder meinen Mund aufmachen.
    Irgendwie klang die Einleitung ja tatsächlich nicht so nett. Zitat:
    "Nach dem Angriff auf eine Kippa tragenden Israeli in Berlin, fühlen sich viele Elendsgestalten dazu berufen sich nun irgendwie zu positionieren und kämpfen dabei um Street-Credibility, wie ein paar Prostituierte auf dem Drogenstrich, um so zu ihren 15 Minuten Ruhm zu kommen."
    Die "Elendsgestalten" (ein schönes Wort, ich mag es!) werden mit "Prostituierte" verglichen. Na na. Ich persönlich hätte einen anderen Vergleich genommen. Warum? Weil der Beitrag von Iosseliani ein Sachtext sein möchte und kein Gonzo. Und ich werde das Gefühl nicht los, als seien auch Prostituierte irgendwie "Elendsgestalten".
    Ich kann nur sagen-lasst doch einfach die Leute in Ruhe, die mit Sex-Angebot ihr Geld machen.

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