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Kim droht Donald, Donald droht Kim, doch was droht uns?

„What I did on my summer vacation“ by Donald J. Trump… (Foto-Illustration von Lorie Schaull/ CC-BY-SA 2.0)

Es gibt Bedrohungsszenarien, die eine Generation geprägt haben, während die Nächste augenscheinlich nichts mehr davon weiß. Menschen, die den Kalten Krieg in seiner heißen Phase miterlebt haben, erinnern sich vielleicht noch lebhaft an die Zivilschutzübungen und die Ratgeber zum Überleben, wenn die Atombomben fallen. Das Jahr 1989 markiert das Ende des Kalten Krieges, und obwohl ich bereits 3 Jahre später das Licht der Welt erblickte, ist die damals allgegenwärtige Bedrohung für mich heute nicht mehr, als ein weiteres Kapitel der Geschichte.

Allerdings wird diese Geschichte wieder sehr lebendig, wenn man einen Blick auf die USA, ihren amtierenden Präsidenten und den nordkoreanischen Diktator wirft. Eine Einschätzung von Gastautor Sebastian Schmalz.

Donald Trump und Kim Jong-un bemühen sich beide zurzeit redlich darum, einen schwelenden Konflikt eskalieren zu lassen und drohen sich dabei mit dem Einsatz von Atomwaffen.
Zwar verhalten sich beide Parteien dabei noch diplomatisch und vermeiden das Wort „Krieg“, allerdings sind sie dabei ungefähr so subtil, wie der Nachbar, der mit dem Baseballschläger auf seiner Schulter an meiner Tür klingelt, weil die Musik schon wieder zu laut ist.

Und auch wenn im Moment nichts danach aussieht, als stünde die Uhr bereits auf 5 vor 12, so fragen sich dennoch viele Menschen, was ein Krieg mit Atomwaffen für sie und den Rest der Welt bedeutet. Ich will zumindest einen Teil der Frage beantworten und darauf eingehen, wie sich die Eskalation des Konflikts auf Deutschland und Europa auswirken würde. An dieser Stelle kann ich direkt vorgreifen, denn selbst wenn die Raketen doch fliegen sollten, hat Europa mal einen – zugegebenermaßen ziemlich zynischen – Vorteil: Der Konflikt wird zur Abwechslung nämlich nicht über dem europäischen Festland ausgetragen, sondern über dem pazifischen Ozean. Das reduziert die Gefahr von verirrten Raketen die hier niedergehen, natürlich immens.

Atomare Strahlung über dem Pazifik – und dann?

Aber selbst wenn wir von Raketen verschont bleiben, werden wir die Auswirkungen einer Explosion von atomaren Sprengkörpern über dem Pazifik spüren. Die Frage ist nur, wie hoch die Strahlenbelastung für uns dabei ausfallen wird. Diese Frage ist in erster Linie daran gekoppelt, wo die Bomben explodieren. Es ist davon auszugehen, dass die USA über das präzisere Kriegsgerät verfügen, also in der Lage sind, Sprengkörper gezielt über dem nordkoreanischen Festland zur Detonation zu bringen. Der daraus resultierende Fallout – also die Verteilung von radioaktivem Uran und Plutonium aus der Bombe – wird in erster Linie auf der koreanischen Halbinsel sowie China niedergehen. Jede weitere Verbreitung von radioaktivem Material hängt stark von den Wetterbedingungen ab, die in den darauffolgenden Tagen herrschen. [1]

Geht man von den Winden aus, die im Sommer in Asien vorherrschen, werden neben China vor allem die Mongolei, teile Russlands, sowie Indien und die meisten Staaten mit Anbindung an den indischen Ozean betroffen sein. Es gibt noch keine belastbaren Daten darüber, wie sich der Abwurf einer Kernwaffe auf dem koreanischen Festland auf Europa auswirken würde. Nimmt man aber die Daten des Reaktorunglücks von Fukushima als Anhaltspunkt, kann man zumindest Prognosen anstellen. Das Bundesamt für Strahlenschutz misst quer durch Deutschland regelmäßig die regionale Strahlenbelastung. Im Zeitraum nach dem GAU in Fukushima konnten keine nennenswert erhöhten Strahlungswerte in Deutschland gemessen werden.[2] Es ist also anzunehmen, dass radioaktive Materialien aus Nordkorea ebenfalls keine Auswirkungen auf die Strahlenbelastung in Deutschland haben werden.

Nordkoreas Waffen sind unberechenbarer

Anders verhält es sich, wenn Nordkorea Raketen startet. Es ist naturgemäß schwierig, belastbare Zahlen über das genaue Arsenal dieses Staates zu bekommen, aber ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass Nordkorea den USA in Sachen Effizienz und Zuverlässigkeit der Raketen um einige Jahrzehnte hinterherhinkt. Obwohl einige Raketen mit Sicherheit Guam treffen werden, so dürfte ein nicht unerheblicher Anteil im Pazifischen Ozean detonieren und das radioaktive Uran bzw. Plutonium dort freisetzen. Hierbei handelt es sich um Uran-235 und Plutonium-239. Diese beiden Elemente werden wohl auch dazu verwendet werden, nachzuweisen, wie viele Raketen Nordkorea gezündet hat. Denn während die USA über eine Jahrzehntelange Expertise in der Entwicklung von Kernwaffen verfügen, konnte Nordkorea diese Technologie erst vor einigen Jahren wirklich nutzbar machen. Während die USA mittlerweile über genug Erfahrung verfügen, um aus so ziemlich jedem Uran- bzw. Plutoniumisotop eine Waffe zu machen, muss Nordkorea noch auf oben genannte Isotope zurückgreifen. Isotope sind übrigens nichts anderes als das herkömmliche Element (also z.B. Uran) mit einer anderen Zahl von Neutronen. Neutronen sorgen im Atomkern dafür, dass ein Atom nicht zerfällt. Sind zu wenig Neutronen im Atomkern, wird ein Atom radioaktiv – es zerfällt also und gibt dabei Strahlung ab.

Während Plutonium-239 eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren hat, also nach 24.000 Jahren die Hälfte des Plutoniums abgebaut ist, beträgt die Halbwertszeit von Uran-235 rund 700 Millionen Jahre. Dabei bereitet mir das Plutonium mehr Sorgen als das Uran. Denn allgemein gilt, je länger die Halbwertszeit eines Elements ist, also je weniger Strahlung es aussendet, desto ungefährlicher ist seine akute Wirkung auf den Körper. Man sollte nicht unbedingt mit einer Ladung Uran-235 im Keller leben, aber eine kurzfristige Exposition stellt hierbei auch keinen Grund zur Sorge da. Plutonium-239 ist mit einer signifikant kürzeren Halbwertszeit um einiges gefährlicher. Um Uran oder Plutonium in den Meeren müssen wir uns trotzdem keine großen Sorgen machen. Denn beide Elemente sind sogenannte Alphastrahler. Der Vorteil von Alphastrahlung ist der, dass man sich vor ihr vergleichsweise einfach schützen kann.

Und was ist mit dem Wasser? Und den Fischen?

Ein dünner Karton genügt bereits, um sich wirkungsvoll vor Alphastrahlung abzuschirmen. Genau so kann eine ausreichend große Menge Luft oder auch Wasser als effektiver Schutz vor dieser Form von Strahlung dienen. Das heißt wir müssen auch keine Sorge davor haben, dass wir nicht mehr in Nord- und Ostsee schwimmen können, weil eventuelle radioaktive Elemente durch die Meeresströmung aus dem Pazifik bis zu uns transportiert werden.

Selbst wenn es dazu kommen sollte: Im Pazifik und im Atlantik gibt es wirklich sehr viel Wasser. Sämtliche Überreste eines nordkoreanischen Angriffs wären also bereits so stark verdünnt, bzw. so schwach strahlend, dass sie keine Gefahr für die Menschen hier darstellen, da unsere tägliche Belastung aus natürlichen Strahlenquellen um einiges größer ist.
Um das ganze nochmal in absurd hohe und völlig ausgedachte Zahlen zu packen: Selbst wenn Kim Jong-un persönlich 30.000 Tonnen Uran und 10.000 Tonnen Plutonium in den Pazifik feuert, fänden sich in der Nordsee anschließend pro Kubikmeter Wasser ungefähr 37,5 Mikrogramm Uran und 12,5 Mikrogramm Plutonium. Zum Vergleich: In Bayern hat man bei Stichproben einen Gehalt zwischen 10 und 20 Mikrogramm Uran in Trinkwasser aus natürlichen Quellen gefunden. [3]

Aber was wäre, wenn wir das radioaktive Material nicht über das Wasser aufnehmen, sondern z.B. über unsere Nahrung? Der Pazifik bietet ein reichhaltiges Angebot an Speisefischen, unter anderem der Seelachs, Schwertfisch oder auch der Seehecht. Momentan gibt es natürlich keine belastbaren Daten für die Menge an radioaktivem Material, das sich nach der der Detonation eines atomaren Sprengkörpers in der Fischpopulation anreichern würde. Allerdings gibt es mittlerweile Messreihen für die Fische, die nach dem Unglück von Fukushima nahe der Küste gefangen wurden.[4] Untersucht wurden diese Fische auf die Menge an radioaktivem Cäsium das sich in ihnen angesammelt hat. Die Untersuchungen zeigten, dass die Werte lediglich bei den Fischen signifikant erhöht waren, die unmittelbar um Fukushima herum gefangen wurden. Abseits dieser Zone sanken die Werte schnell drastisch ab, weit unterhalb der erlaubten Höchstgrenze.

Möchte man die Konsumenten in Deutschland und dem Rest der Welt also auf jeden Fall vor den Auswirkungen eines atomaren Angriffs schützen, wird es genügen, eine Fischereiverbotszone rund um Guam zu erlassen.

Aber was wäre, wenn all diese Vorsichtsmaßnahmen nichts nützen? Wenn trotzdem Speisefische die mit Uran oder Plutonium belastet sind, auf unseren Tellern landen? Das wäre erstmal nichts Neues. Da insbesondere Uran ganz natürlich im Erdboden vorkommt, finden wir es auch in Gemüse. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat z.B. in einem Kilogramm Gemüse im Schnitt eine Uranbelastung von weniger als 2 Mikrogramm festgestellt, bei einem Kilo Getreide lag die Belastung zwischen 0 und 6 Mikrogramm. [5]

Betastrahler, Leukämie, Tod

Bei der Wirkung von Strahlung im Körper reicht es nicht, nur über die Menge des radioaktiven Stoffes zu reden, die man aufgenommen hat. Wichtig ist zu wissen, ob sich der Stoff im Körper anreichern kann, welche Art von Strahlung er aussendet, wie lange er im Körper verbleibt und natürlich, welche Organe betroffen sind. Bei Reaktorunglücken tritt oft radioaktives Iod aus, das sich in der Schilddrüse anreichern kann, und diese unter Umständen dauerhaft schädigt. Aus diesem Grund gibt man nach solchen Unfällen an die umliegende Bevölkerung provisorisch Iodtabletten aus, da dieses Iod die Schilddrüse sättigt und die Aufnahme von radioaktivem Iod verhindert.
Reichert sich ein radioaktiver Stoff im Köper an, stellt sich die Frage, welche Art von Strahlung er abgibt. Gammastrahlung (wie sie auch vom radioaktiven Iod emittiert wird) ist eine Form der radioaktiven Strahlung, gegen die man sich schwer abschirmen kann, die aber im Vergleich zu anderen Formen wenig akute Schäden im Körper anrichtet. Anders verhält es sich zum Beispiel bei Strontium-90. Dieses Element ist ein sogenannter Betastrahler. Es reichert sich unter anderem im Knochenmark an und führt dort zur Leukämie oder – wenn die Dosis hoch genug war – schon nach wenigen Tagen zum Tod. Dies beruht auf der Tatsache, dass radioaktive Strahlung bei Gewebe das sich schnell und häufig teilt, die größten Schäden verursachen kann. Je schneller sich eine Zelle teilt, desto schneller kann sie unter Umständen auch die Schäden weitergeben, die an ihrem Erbgut verursacht wurden. Bei Zellen wie den Muskelzellen, die sich seltener teilen, tritt der schädliche Effekt der Strahlung somit langsamer zutage und lässt mehr Zeit um adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Aber wie sieht es jetzt genau mit dem Uran und Plutonium aus, das Nordkorea einsetzen kann?
Zuerst mal die guten Nachrichten: Wir haben schon festgestellt, dass wir mit einer sehr geringen Menge dieser Stoffe in Berührung kommen. Noch dazu strahlt Uran sehr schwach. Plutonium strahlt zwar stärker, kommt aber dafür in noch geringeren Mengen vor. Beide Stoffe reichern sich nicht im Körper an, werden also nach der oralen Aufnahme über die reguläre Verdauung wieder ausgeschieden.

Allerdings sind beide Stoffe sogenannte Alphastrahler, die unter radioaktiven Strahlern am meisten Schaden anrichten können, wenn sie in den Körper gelangen. Es ist vergleichbar mit einer Abrissbirne. Man kann sich wunderbar davor schützen, aber wenn sie einen erwischt, dann ist der Schaden immens – vorausgesetzt die Stoffe geben eine entsprechende Menge Strahlung ab. Hier kommt die Einheit Becquerel ins Spiel. Ein Becquerel ist definiert als ein atomarer Zerfall pro Sekunde. Nur wenn radioaktive Atome zerfallen, wird die entsprechende Strahlung frei und natürlich hat die EU auch für Becquerel pro Kilogramm Lebensmittel eine Verordnung, die im Jahre 2011 auch für Lebensmittel aus Japan angepasst wurde.[6]
Es ist davon auszugehen, dass im Falle einer Verstrahlung der Fischbestände ähnliche Grenzwerte für Importe aus dem Pazifikraum eingeführt werden, was verhindern würde, dass insbesondere Fische mit einer hohen Belastung an Plutonium-239 eingeführt werden, da dieses eine Aktivität von über 2 Millionen Becquerel pro Milligramm aufweist. Uran-235 ist da um einiges harmloser, es hat lediglich eine Zerfallsrate von 80 Becquerel pro Milligramm. Zum Vergleich, eine Banane beinhaltet radioaktives Kalium mit einem Wert von 12 Becquerel pro Milligramm und der komplette Mensch strahlt selbst mit 5000 Becquerel.

Objektiv wenig Gefahr für Europa

Was sich allerdings nicht mit Sicherheit sagen lässt ist, wie sich diese geringe Strahlenbelastung mit z.B. Uran-235 auf den Körper auswirkt. Denn während die Auswirkungen von hohen und mittleren Strahlendosen auf den Organismus zu genüge Erforscht sind, kennt man die Auswirkungen von geringen Strahlendosen, insbesondere wenn man sie über einen längeren Zeitraum appliziert, nicht genau. Der dahinterstehende Mechanismus scheint nämlich komplizierter zu sein, als zuerst angenommen.[7] Ein anschauliches Beispiel hierfür stellt der Schwarzwald dar. Obwohl es dort umfangreiche Uranvorkommen gibt und die dort ansässige Bevölkerung eine leicht höhere Strahlendosis abbekommt, als der Rest Deutschlands, gibt es keinen Anstieg der Krebserkrankungen der auf eine Kausalität schließen lässt. Es muss in unserem Organismus also einen Reparaturmechanismus geben, der in der Lage ist, die Schäden der geringen Strahlenbelastung effizient zu reparieren.

Natürlich sind Uran und insbesondere Plutonium ausgesprochen Schädlich für den Organismus und man sollte versuchen die jährliche Belastung mit radioaktiven Stoffen so gering wie möglich zu halten – vor allem da man nie weiß, wann vielleicht mal wieder ein Röntgenbild oder ein CT fällig sind. Allerdings werden wir jeden Tag aus quasi jeder Richtung bestrahlt, radioaktive Stoffe sind überall – in unserem Essen, unserem Wasser, dem Boden, selbst Sonnenstrahlen sind leicht radioaktiv, da macht der winzige Anteil der eventuell aus dem Pazifik zu uns kommt auch keinen nennenswerten Unterschied.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Einsatz von Atomwaffen im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea für Deutschland und Europa weitgehend folgenlos bliebe (von den geopolitischen Folgen mal abgesehen). Durch die Atmosphäre wird sich kaum ein radioaktiver Stoff zu uns verirren, wenn die Stoffe übers Wasser kommen sind sie bereits so stark verdünnt, dass uns keine Gefahr droht und selbst wenn die Lebensmittelkontrollen der EU Fische auf unsere Teller lassen, die über dem Bereich der Grenzwerte liegen, werden die radioaktiven Elemente schnell aus dem Körper ausgeschieden. Außerdem gibt es diverse Hinweise darauf, dass eine leichte, aber dauerhafte Erhöhung der Strahlendosis beim Menschen nicht zwingend zu einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen oder andere Strahlenkrankheiten führt.


Der Autor Sebastian Schmalz ist seit Jahren als Wissenschaftsjournalist tätig und schreibt mit Vorliebe über Themen, bei denen Mensch, Natur und Wissenschaft aufeinander treffen.



[1] http://www.heimatundwelt.de/kartenansicht.xtp?artId=978-3-14-100271-3&seite=105&id=23301&kartennr=3

[2] http://odlinfo.bfs.de/DE/index.html

[3] https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasserhygiene/doc/uranbericht.pdf

[4] http://science.sciencemag.org/content/338/6106/480

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9 Kommentare zu “Kim droht Donald, Donald droht Kim, doch was droht uns?

  • #1
    Helmut Junge

    Bleiben zwei gefährliche Möglichkeiten. a- Der konflikt weitet sich aus und b- eine Rakete ist falsch programmiert und kommt uns nahe.
    Ich persönlich glaube allerdings, daß wir einfach nur mit der -Renaissance der Säbelrasselsprache meiner Kindheitsjahre klarkommen müssen. Ich war Schüler während der Kuba krise und war der Einzige in meiner Klassen, der etwas darüber gehört hatte. Man hat das in dem Vorort, in dem ich wohne, damals gar nicht als Gefahr eingestuft. Da habe ich mich in den vergangenen Jahrzehnten immer mal gefragt, wie das sein konnte. Heute glaube ich, daß beide Kontrahenten Poker spielen. Am Ende wird Trump Schutzgeld für den Frieden zahlen müssen. Er weiß es nur noch nicht. Es ist einfach eine Kosten-Nutzenrechnung. Ein Krieg kann ja durchaus als Kostenfaktor gesehen werden.
    Und Korea als Agressor ähnelt den Hunnen, die vom militärisch viel stärkeren Rom Tributzahlungen als Preis für Freidfertigkeit bekamen, einfach weil Rom andere Pläne hatte, die viel Geld kosteten. Da wäre ein Krieg gegen die Hunnen kontraproduktiv gewesen.

  • #2
    Gerd

    Vermutlich ist den mit Selbstverteidigung drohenden Trump bekannt wie das mit den Hunnen ausgegangen ist. Appeasement hat sich weder in der Antike, noch in der Neuzeit je ausgezahlt.

    PS: Wie ich sehe wurde der Zusammenhang zwischen knapper Bademode und der Gefahr durch radioaktive Strahlung nicht verstanden.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kernwaffentests

    Fällt der Groschen?

  • #3
    Helmut Junge

    @Gerd, Geschichte ist wohl nicht dein Spezialgebiet? Die Hunnen hatten von ihrem Einfall in Europa im Jahre 375 bis zur Schlacht auf den katalaulischenFeldern 451 entweder Tribute bezahlt bekommen, oder sie haben geplündert. In dieen 76 Jahren haben sie viele Kinder in Europa hinterlassen, so da0 jeder heutige Euripäer einpaar hunnische Vorfahren hat. Nach der erwähnten Schlacht, die sie nicht verloren haben, sind sie in Norditalien einmarschiert und haben dort geplündert. Allerdings waren sie nach der Schlacht in Frankreich sehr geschwächt und ihre Beutezüge kleiner angelegt, aber der Rest hat sich erst Karl Dem "Großen", einem bekannten Belgier, der in Paris seine Hauptstadt hatte, und gerne in den warmen Quellen bei Aachen gebadet hat, ergeben müssen. Und das soll Trump wissen? Glaub ich nicht.
    Die Römer haben gezahlt, bis es ihnen zu teuer wurde. Sie haben länger gezahlt, als ich an Lebensjahren habe.

  • #4
    Gerd

    Das kleine, dicke Führerlein hat seinen Schwanz eingezogen. Er will "vorerst" keine Raketen Richtung Guam abschießen. Was eine glaubwürdige Drohung so alles bewirken kann. 🙂

  • #5
    Helmut Junge

    @Gerd, Kim wird nicht aufhören und die USA muß irgendwann ihre Flotte woanders hinschicken. Dann geht es wieder los. Und das wird mit der Zeit teuer. Und wenn das zu teuer wird, wird Trump als erster schießen müssen, oder er muß sich eine andere Lösung einfallen lassen. Trump will vermutlich nicht als Erster schießen. Und Kim denkt vermutlich auch nicht dran. Eines Tages gibt es eine Lösung über Geldtransfers, damit der Kerl Ruhe gibt.

  • #6
    Arnold Voss

    Ich denke, dass die chinesische Regierung durch ihren Importstopp mehr erreicht , als die militärischen Drohungen der USA.

  • #7
    Gerd

    @5: Wurde schon versucht, ist schon gescheitert: Ein Öl gegen Atomwaffenprogramm wurde unter Bill Clinton angeleiert. NK hat das Öl genommen und weiter an den Atomwaffen gearbeitet.

    @6: Und aus welchem Grund setzt China jetzt auf einmal UNO Sanktionen um, während es das in der Vergangenheit *räusper* mit sehr wenig Nachdruck getan hat?

  • #8
  • #9
    Helmut Junge

    Sie hatten bisher seine Möglichkeiten nicht so eingeschätzt, daß er selbst ihnen gefährlich werden könnte. Das aber ist jetzt überdeutlich zu erkennen.

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