Kleiner Russischkurs für Olaf Scholz: „Wolodymyr Selenskyj? Tut mir leid, den Namen habe ich noch nie gehört“

Olaf Scholz (SPD), Foto: Roland W. Waniek

Russland arbeitet an der Unterwerfung des Westens und Deutschland Bundeskanzler Olaf Scholz hat offenbar nicht vor, sich dem in den Weg zu stellen. Für alle Fälle sollte der Kanzler ein paar russische Vokabeln lernen, die ihm das Leben in ein paar Monaten vielleicht leichter machen werden:

Guten Tag Herr Offizier, mein Name ist Olaf Scholz. Ich bin der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Добрый день, офицер, меня зовут Олаф Шольц. Я – канцлер Федеративной Республики Германия.

Das sind die Schlüssel zum Kanzleramt. Übrigens: Die Kaffeemaschine in der Teeküche ist kaputt.

Это ключи от канцелярии. Кстати, кофеварка в мини-кухне сломана.

Richten Sie Präsident Putin aus, dass ich mich sehr über sein Angebot freue, die deutsch-russischen Beziehungen auf eine neue Basis zu stellen.

Передайте президенту Путину, что я очень рад его предложению поставить германо-российские отношения на новую основу.

Ich bin sehr froh, dass wir in unserer Zeit weiterhin Frieden haben werden.

Я очень рад, что и в наше время у нас будет мир.

Wolodymyr Selenskyj? Tut mir leid, den Namen habe ich noch nie gehört.

Владимир Селенский? Простите, я никогда раньше не слышал этого имени.

Ja, Nordstream 3 ist eine sehr gute Idee.

Да, „Северный поток 3“ – это очень хорошая идея.

Bitte grüßen Sie den Stadtkommandanten Berlins von mir.

Пожалуйста, передайте мой привет коменданту города Берлина.

Aus Mecklenburg-Vorpommern jetzt auch offiziell einen russischen Oblast zu machen, ist eine gute Idee.

Сделать Мекленбург-Переднюю Померанию официально российской областью – хорошая идея.

Wie kann ich der russisch-orthodoxen Kirche beitreten?

Как я могу присоединиться к Русской православной церкви?

Natürlich können Sie mich auch Aljoscha nennen. Der Name ist sowieso schöner als Olaf.

Конечно, вы можете называть меня и Алешей. В любом случае, это имя красивее, чем Олаф.

 

Übersetzung mit DeepL

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12 Kommentare

  1. #1 | Werntreu Golmeran sagt am 21. April 2022 um 10:25 Uhr

    Wenn ich die Stimmen aus der Bundeswehr richtig verstanden habe, die in den letzten Tagen teilweise zu hören waren, sollen die schweren Waffen gerade deswegen nicht geliefert werden, weil man sie für die eigene Verteidigung brauche.

  2. #2 | Wolfgang Wendland sagt am 21. April 2022 um 14:33 Uhr

    Ich finde den Artikel etwas unsachlich.

  3. #3 | Lieschen sagt am 21. April 2022 um 15:02 Uhr

    Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Bundeswehr uns verteidigen wird. Es ist kein Vergleich mit der Armee der Ukraine, weder mit den Waffen, noch mit der Ausbildung, geschweige denn mit der Motivation. Es kommt einfach ein Befehl von der Regierung (der Fisch stinkt vom Kopf, was man ja gerade jetzt gut merkt) sich zu ergeben. Was uns dann erwartet, sehen Sie ja täglich im Fernsehen. Und Gott steht uns bei. Oder NATO.

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 21. April 2022 um 15:36 Uhr

    @Wolfgang Wendland: Es ist ja auch Satire. Steht dran.

  5. #5 | Indigo Hermann sagt am 21. April 2022 um 17:16 Uhr

    Das ist keine Satire, das ist Blödsinn von einem, dem im Hipster-Kiez der Zeitgeist über den Kopf wächst.

  6. #6 | Georg Hofrichter sagt am 21. April 2022 um 18:01 Uhr

    Herr Laurin, das ist nicht witzig, es ist kleinkariert.

  7. #7 | Hermann B jun. sagt am 21. April 2022 um 19:18 Uhr

    когда тебе больше нечего делать

  8. #8 | Wolfram Obermanns sagt am 21. April 2022 um 20:15 Uhr

    Satire ist nicht, wenn man zusammen mit Freunden über andere lachen kann. Das haben aber selbst viele liebedienerische "Satiriker" noch nicht begriffen. Satiriker gibt es in D vielleicht eine handvoll, im Fernsehen jedenfalls sehen wir vor allem Personal, das seinem Publikum das erzählt, was es hören will.

  9. #9 | Lehmbruck sagt am 22. April 2022 um 09:02 Uhr

    Olaf Scholz ist eines ganz sicher nicht: ein Putinversteher. Im Petersburger Dialog hat er sich als Hamburger Erster Bürgermeister 2016 an Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg gewandt, die Krim-Annexion und die Destabilisierung der Ostukraine unmissverständlich verurteilt.
    Die Fehler der deutschen Russlandpolitik gehen nicht allein auf die Urheberschaft der SPD zurück. Merkel kann sich einfach nicht aus der Verantwortung für Nord Stream 2 und den gescheiterten Minsker Prozess herausstellen, auch wenn es ihre Masche war, die negativen Folgen ihrer Politik gerne auf andere zu externalisieren. Hier schaukelt sich gerade eine Kampagne hoch zwischen Melnyk/Selenskij, Teilen der Medienlandschaft und Unionsparteien, die kurz vor Landtagswahlen stehen und nun endlich wieder ihre Lieblingserzählung aus dem Kalten Krieg bedienen, die SPD sei die 5. Kolonne Moskaus. Eine Erzählung, die nach den neuen Enthüllungen, wie Konrad Adenauer mit Hilfe von Reinhard Gehlen und Hans Globke die SPD ausspionieren ließ, einen sehr bitteren Beigeschmack erhält. Das Narrativ, der politische Gegner sei eigentlich aus dem Ausland gesteuert, sollten wir besser Putin und Orbán überlassen und diese sehr überhitzte Diskussion wieder sachlich führen.
    Denn wir sind nun nicht über Nacht alle zu 80 Millionen Feldherren mutiert. Scholz ist kein großer Kommunikator, aber ein verantwortungsbewusster, abwägender Politiker, der Deutschland nicht in einen 3. Weltkrieg hineinziehen will, wenn es sich vermeiden lässt. Der Ton seitens Selensky und Melnyk hat leider seit der Ausladung Steinmeiers jedes Maß verloren, da wird nicht mehr zwischen Freund und Feind unterschieden – und wie Ulrike Herrmann es so treffend ausdrückte, der deutsche Staat ist nicht die militärische Bestellabreilung der Ukraine. Ich meine, bei so langer Zeit, sich auf diesen Krieg vorzubereiten, und so vielen Verbündeten, die Waffen liefern, hängen Sieg und Niederlage gewiss nicht von den deutschen Mardern ab. Wir sollten uns eine solche Dolchstoßlegende nicht bieten lassen.

  10. #10 | Stefan Laurin sagt am 22. April 2022 um 09:21 Uhr

    @Lehmbruck: Ich halte ihn auch nicht für den großen Putin-Versteher. Aber wenn Russland nicht in der Ukraine gestoppt wird, geht Putin weiter nach Westen. Und dann wird es auch für uns gefährlich. Die Ukrainer kämpfen auch für unsere Freiheit.

  11. #11 | Lehmbruck sagt am 22. April 2022 um 09:47 Uhr

    @Stefan Laurin
    Da stimme ich zu, nur ist die Zurückhaltung kein Spezifikum der SPD. Auch Grüne, FDP und CDU/CSU tragen die deutsche Verweigerung eines Energieembargos mit. Kann man machen, um unseren industriellen Wohlstand hinüberzuretten – aber die Ehrlichkeit, dass man mit den gesteigerten Energiepreisen Putins Krieg mehr denn die finanziert, die vermisse ich dann doch vor den anstehenden Landtagswahlen. Das Appeasement hat auch außerhalb der SPD viele Vater und eine (North-Stream-2-)Mutti, die nichts mehr davon wissen wollen. Die mangelnde Bereitschaft zum Verzicht auf SUV und Urlaubsflug, der auf eine Rationierung oder Verteuerung des Öls folgen könnte, ist in Deutschland ein mehrheitsfähiges Phänomen, dort endet mit oder ohne SPD offenbar die Solidarität mit der Ukraine. Alleine der Tankrabatt und der Widerstand gegen ein Tempolimit, obwohl man damit ohne einen Cent Verlust Sprit sparen könnte, zeigen auf, wie schnell diese Grenze insbesondere bei FDP und Union erreicht ist.

  12. #12 | Nansy sagt am 22. April 2022 um 14:03 Uhr

    @Lehmbruck:
    Das ist keine Zurückhaltung bei Scholz und der SPD, das kann man schon als Sabotage der Hilfe für die Ukraine bezeichnen. Und die deutsche Verweigerung eines Energieembargos ist für mich bisher das einzig richtige, dass Scholz bisher gemacht hat. Putin nimmt gerne das Geld, er wird aber wegen des Energieembargos nicht aufhören Krieg zu führen. Er wartet auch gerne darauf, dass der Westen sich selber schwächt und seine Bevölkerung spaltet. Und was unser moralisches Gefühl angeht, wenn man sich im Krieg das eine Bein verletzt hat, dann schneidet man sich aus moralischer Überlegenheit nicht auch noch das andere Bein ab. Für diese schwierige Lage kann man nicht die Bürger verantwortlich machen – da muss man sich bei der vorherigen Regierung bedanken.
    Hier geht es auch nicht um die mangelnde Bereitschaft zum Verzicht auf SUV und Urlaubsflüge. Hier geht es um Industrie und Arbeitsplätze und damit auch um Staatseinnahmen, mit denen wir schließlich auch der Ukraine beistehen wollen.
    Wirklich überflüssig sind die linken Stereotype von "Verzicht auf SUV und Urlaubsflug" und "Widerstand gegen ein Tempolimit" mit denen wir jetzt schon über Jahrzehnte aus dem woken Milieu erzogen werden sollen. Fehlt noch Fleischverzicht und frieren für die Ukraine.
    Ach ja, für viele kleine Leute geht es tatsächlich um Arbeitsplätze und bezahlbare Energie und nicht um Verzicht auf SUV´s und andere linke Zwangsvorstellungen.

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