Kölner Demo gegen Kopftuch-Werbeclip: „Lieber woke als tot“

(c) K. Gercek

Wie bereits berichtet, rief der Zentralrat der Ex-Muslime zum Protest nach Köln zum WDR gegen die Hijab-Propaganda der gebührenfinanzierten „Datteltäter”, einem Jugendformat von ZDF/ARD, für Samstag, den 05. Februar auf. Die Ruhrbarone schauten vorbei.

Zeitlich platzierte der civis-ausgezeichnete Satirekanal „Die Datteltäter“ des jungen Online-Content-Netzwerks von ARD/ZDF Mitte Januar ein Video mit der Ankündigung „Staffel 1 – Episode 1: Mein Kopftuch, meine Wahl. Ich bin mehr als meine Kopfbedeckung und das ist MEIN Video!“.

Ein Schelm, der böses dabei denkt, dass das Video zeitlich nahe bei der islamistischen Aktion „World Hijab Day“ (01. Februar) veröffentlicht wurde.

Wegen dieser zeitlichen Übereinstimmung und der Tatsache, dass das Kopftuch in vielen islamischen Ländern nicht Symbol von „Empowerment“, sondern der Unterdrückung und Entrechtung dient, rief der Zentralrat der Ex-Muslime zu einer Demonstration „Free From Hijab – Protest-Demo gegen funk – Stoppt die Hijab-Propaganda“ nach Köln ein.

Mina Ahadi und ihre Mitstreiterinnen machten genau auf diese Zusammenhänge, diesen Grundwiderspruch und die Todesurteile und Hinrichtungen im Zusammenhang mit dem Kopftuch aufmerksam und regten sich zu Recht darüber auf. Das Video mit den Reden hier.

(c) K. Gercek

Das Datteltäter-Kopftuchvideo ist als Provokation, aber auch als selbstbewusstes, weibliches Statement in einer vermeintlich feindlichen Mehrheitsgesellschaft zu sehen. Nicht anders können die Einblendungen „Glaube. Disziplin. Schutz. Gottesdienst.“ gesehen werden.

Screenshot aus dem Funk-Video

Dieser narzisstische Blick auf das bunte, islamische Selbst aka Kopftuch soll imitieren, sich behaupten und einfügen in den jugendtypischen Weltenklang der Sozialen Medien und wohl ansonsten blind sein.

Hannah Wettig hat es zutreffend auf den Punkt gebracht:

„…Das ist ein Werbe-Video in der Machart wie uns sonst die Regierung erinnert, uns anzuschnallen, Kondome zu nutzen oder nicht rassistisch zu sein. Bei solchen pädagogischen Maßnahmen wird am Schluss das entsprechende Ministerium genannt – und das ist irgendwie demokratisch zustande gekommen und hält sich auch meist an die Ideale des Grundgesetzes. Hier sind nur die Logos von ARD und ZDF eingeblendet. Das öffentlich-rechtliche ergreift also von sich aus eine pädagogische Maßnahme, die Frauen das Kopftuch als besonders frei und feministisch empfiehlt. Geht’s noch?…“

Screenshot funk Video

Wer wissen will, worum es im Kern geht, sollte, mal bei
„My Stealthy Freedom“ vorbeischauen und sich von den Frauen beeindrucken lassen, die um echte Selbstbehauptung kämpfen, weil sie ihren Kopf behalten wollen.

In der Welt am Sonntag wurde das Online-Netzwerk funk als „medialer Arm der Identitätspolitik“ bezeichnet. (Johannes Boie, WamS, 03.10.2021)  Wenn ich im funk Universum eher beiläufig bemerke, dass Stimmen kolportiert werden, die die Ablehnung von Religion als rassistisch brandmarken, dann stimmt das Verdikt zwar immer noch nicht, aber es lässt mich zweifeln.

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12 Kommentare

  1. #1 | Mehmet-Yılmaz sagt am 9. Februar 2022 um 16:16 Uhr

    Kopftuchfeindlichkeit ist nichts anderes als Ausdruck von antimuslimischem Rassismus, der von Ruhrbarone immer wieder verbreitet wird. Sonst nichts. Deswegen ist Ruhrbarone sowie die oben geschilderte Aktion aufs schärfste zu verurteilen. Das Tragen des Kopftuchs gehört zur Religionsfreiheit. Und die lassen wir Muslime uns nicht nehmen. Auch von einem Stefan Laurin nicht. Antimuslimischen Rassismus werden wir nicht mehr länger tolerieren und ihm entschieden entgegentreten. Egal wo. Und egal zu welchem Preis.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 9. Februar 2022 um 18:08 Uhr

    @Mehmet-Yılmaz: Herr Yilmaz, niemand will Ihnen verbieten, ein Kopftuch zu tragen.

  3. #3 | DEWFan sagt am 9. Februar 2022 um 18:52 Uhr

    #2 Stefan Laurin: 😃😂🤣
    Bei den Autothemen bin ich ja oft anderer Meinung als Sie, aber hier kann ich nur sagen: Treffer versenkt.

    Ausgerechnet ein MANN setzt sich für die FREIHEIT des Kopftuchtragens ein – das ist Realsatire pur! Und muss es eigentlich gendergerecht Kopftuchträger*innen heißen, oder reicht hier das generische Feminin? 🙄

  4. #4 | Helmut Junge sagt am 9. Februar 2022 um 19:08 Uhr

    Zwei Männer mit dicken Hosen um pokern Einflußspären. Ein dritter Mann mit ähnlichen Ambitionen schaut zu. schaut zu. Das Spiel ist so alt wie die Menschheit. Aberjetzt könnten diese Männer alle Erdenbewohner umbringen. Und das 100 mal hintereinander. Die Kerle lassen sich weder von irgendwelchen Demonstranten ablenken, noch von Laurin, noch von mir.
    Welche Stellung sollte ich da beziehen? Wer daStellung bezieht, hofft, daß es für ihn und die Menschheit eine Zukunft geben könnte, wenn "seine" Seite gewinnt. Daran glaube ich nicht. Nach einen nächsten Krieg wird es keine Zukunft geben. Wie denn? Wo denn? Wer das überlebt, hat den Strahlentod zu erwarten. Die Demonstranten, aber auch Stefan Laurin scheinen zu erwarten, daß es Überlebenschancen geben wird, wenn sie nur auf die richtigen Seite setzen. Der Glaube ist des Menschen Himmelreich und der Glaube macht selig. Selig wird man posthum, aber nur wenn es dann nch jemanden gibt, der das weitergeben kann. Falls ein Demonstrant oder Stefen Laurin überleben sollte, sei ihm mein Vortodsegen (Achtung, neues Wort)gewiß. "Vortodsegen")
    Trotzdem könnt ihr mich.
    Da pokern zwei um das Recht die Welt zu verkaufen.

  5. #5 | SvG sagt am 9. Februar 2022 um 19:58 Uhr

    #1: Es gibt keinen religiös begründeten Rassismus. Zwar ist die Teilnahme an der Opferolympiade z.Zt. wohl angesagt, aber wenig zielführend.

    "Antimuslimischen Rassismus werden wir nicht mehr länger tolerieren und ihm entschieden entgegentreten. Egal wo. Und egal zu welchem Preis."
    Auf in den Djihadd, oder was wollen Sie uns damit sagen? Müssen die Autoren der Ruhrbarone jetzt Personenschutz beantragen, weil Sie von Islamisten bedroht werden?

  6. #6 | nussknacker56 sagt am 9. Februar 2022 um 20:02 Uhr

    #2

    Ein großartiger Konter.
    Mehmet-Yılmaz hat ihn sich redlich verdient.
    :-)))

  7. #7 | Mehmet-Yılmaz sagt am 9. Februar 2022 um 23:32 Uhr

    @Stefan Laurin

    Ihre Antwort entlarvt Sie selbst als jemand, den man gar nicht für voll nehmen kann. Sie machen Ihrer Armseligkeit alle Ehre. Mehr nicht. Tun Sie was Sie nicht lassen können.

  8. #8 | Arnold Voss sagt am 10. Februar 2022 um 02:06 Uhr

    @ Mehmet-Yilmaz # 1

    "Antimuslimischen Rassismus werden wir nicht mehr länger tolerieren und ihm entschieden entgegentreten. Egal wo. Und egal zu welchem Preis."

    https://www.ruhrbarone.de/von-der-goettlichen-totalitaet-zum-religioesen-terror-die-demagogie-des-jenseits/143254

  9. #9 | Manni sagt am 10. Februar 2022 um 02:50 Uhr

    @Mehmet-Yılmaz:
    "Kopftuchfeindlichkeit ist nichts anderes als Ausdruck von antimuslimischem Rassismus,"

    Sie dürfen Ihren Unsinn von sich geben, das nennt sich Meinungsfreiheit. Ein Recht darauf, dass man Ihnen nicht widerspricht, ist damit nicht inklusive. Und natürlich geht es nicht um Kopftücher (ich habe dieses Lügenmärchen satt), sondern um Nikab, Hijab etc, die Parteiabzeichen der Islamisten. Die will ich in Deutschland nicht sehen. Genausowenig will ich von Lehrern in SS-Uniform (ist auch ohne Abzeichen deutlich erkennbar) bespasst werden.
    Also tragen sie ihre Kopftücher sonstwo, aber nicht hier, zumindest solange ich noch schnaufe.

  10. #10 | Robert sagt am 10. Februar 2022 um 08:00 Uhr

    @#7: Mehmet, das waren jetzt aber viele Argumente auf einmal. Hat dein imaginärer Freund dir die eingeflüstert?
    Es mag dir nicht gefallen, wenn die sexistischen und homophoben Verbrechen der Islamisten – zu denen du ja sicher nicht gehörst – thematisiert werden. So etwas muss man in einer freien Gesellschaft allerdings aushalten. In Afghanistan oder dem Iran fändest du aber sicher Schutz vor diesem "antimuslimischen Rassismus".

  11. #11 | momentsofalwaysness sagt am 20. Februar 2022 um 23:47 Uhr

    Ihr sagt, es nimmt einer Frau die Freiheit, wenn sie ein Kopftuch trägt. Wenn sie SELBER, aus EIGENER Überzeugung sich bedecken möchte, sagt ihr nein und wollt es verbieten?? Weil es die Freiheit raubt?? Ihr raubt doch einer Frau die Freiheit, zu entscheiden was sie trägt, wenn ihr es verbieten wollt? Doppelmoral!!

  12. #12 | abraxasrgb sagt am 21. Februar 2022 um 15:30 Uhr

    Ich finde den Neologismus "Bolschewok" ja sehr charmant 😉

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