Krieg um Nokia – Das Dreckschleudern beginnt

Wenn es um Millionen geht, um ein Handy-Werk in Bochum und einen Finnischen Konzern, muss man damit rechnen, dass es schmutzig wird. Die Wahrheit wird dabei leicht verdeckt.

Heute widersprach der Nokia Betriebsrat Jens König Behauptungen des finnischen Konzerns in der Bild-Zeitung, das der Betriebsrat von den Schließungsplänen vorab gewusst habe. „Natürlich haben wir immer über die Optimierung des Standortes Bochum gesprochen und natürlich standen wir unter Kostendruck. Von einer Schließung des Standortes war aber nie die Rede“, sagte König. So habe Nokia noch im März 2007 in einer internen Mitarbeiterinformation im Intranet mit dem Titel „Questions and Answers: New mobile device factory in Romania“ keinerlei Schließungsabsichten erkennen lassen.

Auf die Frage: „Does the Cluj County factory take production away from other Nokia factories?“ (Wird das Werk in Cluj Produktion von andren Fabriken übernehmen?) antwortete Nokia: „Although demand and factory loading are very much seasonally driven in mobile device business, our existing factories have been operating at a very high capacity due to the global market growth in mobile devices. The reason for the new production facility is to increase our capacity to cater for the demand in markets in Europe and Middle East and Africa.“ (Obwohl die Nachfrage und die Auslastungen der Fabriken wegen des weltweit stark saisonabhängig Mobilfunkmarktes schwankt, produzieren unsere bestehenden Fabriken auf einem sehr hohen Kapazitätsniveau. Der Grund für die neue Produktionsstätte ist die Erhöhung unserer Kapazitäten, um die Nachfrage in den Märkten in Europa und im Nahen und Mittleren Osten und Afrika zu befriedigen.)

Der Kampf wird weitergehen, denke ich. Und es wird immer härter werden.

 

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