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Lesefreude für das Stayhome-Office-Sofa: Die Tränen des Teufels

Mit den Werken von Thriller-Bestsellerautor Jeffery Deaver, kommst Du – soweit es Thriller-Content betrifft  – zumindest für 14 Tage locker durch diese Krise; Foto: Garry Knight / CC BY-SA 

Irgendwas muss man ja mit seiner Zeit, während des COVID-19-Shutdowns, anfangen. Die Ruhrbarone lassen Dich nicht an Langeweile sterben!

Du hast „Kleine grüne Männchen“ durch? Prima! Denn heute gibt es den zweiten Buchtipp von mir für’s Stayhome-Office-Sofa. Einen Thriller von Jeffery Deaver.

Jeffery Deaver: Ein Thriller-Gott

Vorab: Ich bin süchtig nach den Thrillern dieses Autors. Einigen Lesern dürfte der Film „Der Knochenjäger“ bekannt sein: Dieser basiert auf dem ersten Roman der Lincoln-Rhyme-Reihe.

Diese Thriller-Reihe ist durch die Bank durch zu empfehlen. Die Romane bauen, bis zum siebten Teil der Serie, nicht aufeinander auf. Ab dem achten Teil wird häufig auf das Verbrechergenie „Der Uhrmacher“ hingewiesen, was Quereinsteiger stören könnte.

Was ich an Deaver liebe: Die Charaktere seiner Bösewichte. Diese sind scharf gezeichnet. Ich habe bisher alle seine Werke gelesen und kann, bis auf eine Ausnahme, alle empfehlen:

„Lautloses Duell“ würde das Taschenbuch, bei der aktuellen Klopapier-Krise und wenn es greifbar wäre, vermutlich als Ersatz auf meinem WC landen. Bei Amazon hat das Werk im Bewertungsdurchschnitt vier von fünf Sternen erhalten, was für mich nicht nachvollziehbar ist, wenn man den ansonsten extrem hohen Realitätsstandard von Jeffery Deaver berücksichtigt.

Man merkt bei Deavers Büchern: Da recherchiert einer wirklich im Hintergrund. Lautloses Duell dagegen wirkt beim Lesen, als hätte der Verleger gesagt: „Hey, Internet ist in aller Munde und ein cooles Thema. Mach mal irgendwas dazu.“ Die Story ist an den Haaren herbeigezogen. Ich hasse dieses Werk.

Alle anderen Werke des Bestseller-Autors würden bei mir durchgehend eine Eins+ bis Zwei auf einer Notenskale bekommen: Lautloses Duell würde im deutschen Schulnotensystem, nach meiner Skala, nicht mal erfasst sein.

OK: Zu den WESENTLICH erfreulicheren Werken von Deaver:

Die Lincoln-Rhyme-Reihe handelt von einem, ab dem Halse abwärts, gelähmten Top-Forensiker, der zusammen mit seiner Partnerin – einer ehemaligen Streifenpolizistin – die kniffligsten Fälle löst. In der Verfilmung „Der Knochenjäger“ spielen Denzel Washington und Angelina Jolie dieses ungleiche Ermittlerduo.

Bücher aus der gerade genannten Reihe werde ich, definitiv, im Zuge dieser Reihe noch vorstellen.

Die zweite, größere, Reihe des Autors handelt von den Ermittlungen der Verhörspezialistin (Erster Roman der Reihe: „Die Menschenleserin“) Kathryn Dance: Ebenfalls gut zu lesen.

Auch diese Reihe werde ich, im Laufe des Shutdows, in dieser Rubrik vorstellen.

Heute geht es um ein Einzelwerk, welches wohl ursprünglich den Auftakt zu einer Reihe bilden sollte:

Die Tränen des Teufels

Der Ermittler in diesem Buch, ist der Graphologe Kincaid Parker: Der nach einem  Vorfall – ein von ihm verfolgter Verbrecher ist in das Privatleben des Schriftexperten eingedrungen und hat seinen Sohn traumatisiert – den Polizeidienst quittiert hat. Mit seiner Ex-Frau führt er einen erbitterten Streit um das Sorgerechts seines Sohnes. Als die Polizei ihn um Mithilfe bittet, ist er deshalb zuerst eher abgeneigt zu helfen. Ein Termin mit dem Jugendamt steht kurz bevor – und er möchte seinen Sohn unbedingt im Hause behalten.

Das die Reihe mit diesem Buch endete ist traurig, denn die Geschichte hinter dem Ermittler und die Persönlichkeit von Kincaid Parker hatten durchaus Potenzial.

Die Tränen des Teufels; Foto: Amazon

Die Tränen des Teufels; Foto: Amazon

Zur Handlung des Buches…

Es ist die Zeit um Silvester. Alles ist auf den Beinen. In einer U-Bahn-Station begibt sich ein Mann auf die Rolltreppe: Er hat zuvor vermutlich seine Tomatensuppe gegessen, die liebt er anscheinend. Zumindest ist mir dieses Gericht aus dem Buch in bester Erinnerung geblieben.

Mit einer Einkaufstasche begibt er sich auf die Rolltreppe. Die Einkaufstasche ist mit Hundemotiven verziert und sieht harmlos aus. Der Inhalt ist es nicht. Der Killer zieht eine Uzi aus der Tasche und beginnt zu schießen: Ein Massaker in der U-Bahn, irgendwann zwischen den Feiertagen. Dreißig oder mehr Tote. Viele Verletzte. Nicht gerade ein Event, um das Jahr glücklich zum Ende zu bringen.

Beim Bürgermeister oder der Polizei geht daraufhin ein Erpresserschreiben ein: Der Killer, der „Digger“ genannt, hat weitere Aufträge Menschen zu töten – außer sein Hintermann stoppt ihn. Dieser verlangt eine enorme Geldsumme: Sonst werden weitere Anschläge, mit natürlich hoher menschlicher Verlustquote, folgen.

Der Schrift- und Linguistikexperte Kincaid Parker wird hinzugezogen um den Erpresserbrief, der vor Grammatik- und Rechtschreibfehlern nur so strotzt, zu analysieren. Sie kommen dem Hintermann des Anschlages auf die Spur: Dem einzigen Mann, der den teuflischen Serienkiller stoppen kann.

Pech für die Ermittler:‘ Der Erpresser kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Das Rennen gegen die Zeit, um den sinistren Massenmörder aufzuhalten, beginnt…

Audiobook und normales Buch: Beide Versionen sind klasse!

Ich besitze das Buch und die Hörbuch-Version von „Die Tränen des Teufels“. Auf YouTube kann man in das Hörbuch reinschnuppern – OK – reinhören und sich einen Eindruck von der Erzählweise verschaffen:

Ich habe diesen spannenden Roman, mit vielen Wendungen, bei der ersten Lektüre nicht mehr aus der Hand gelassen. Das Audio-Book ist ebenso spannend erzählt und ich empfehle es uneingeschränkt.

Die Persönlichkeit und der Hintergrund des Killers werden detailreich und präzise umschrieben, man ist mitten im Geschehen drin.

Mein heutiger Tipp für Anhänger spannender Unterhaltung. Für Deaver-Fans ist dieses Werk ein absolutes Muss!

Die Tränen des Teufels

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Hörbuch:  Spieldauer 12 Stunden und 56 Minuten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783734103643
  • ISBN-13: 978-3734103643

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