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Linke NRW: Bundestagsnachrückerin tritt aus der Partei aus


Hannah Bruns steht auf Platz 13 der Landesliste und war die erste Nachrückerin, wenn eines der zwölf Bundestagsmitglieder der NRW-Linken sein Mandat aufgegeben hätte.  Gerade eben hat sie mit einer außergewöhnlichen Begründung ihren Austritt aus der Linkspartei auf Facebook bekannt gegeben:   

„In den letzten 6 Jahren meines politischen Lebens ist viel passiert. Gerade das letzte Jahr hat mich an einen Punkt gebracht, an dem ich grundsätzlich umdenken muss. Hiermit gebe ich meinen Austritt aus der Partei „Die Linke“ bekannt. Im Folgenden will ich begründen wie es dazu kommt und wie es für mich weitergeht:

Ich bin Ende 2012 mit Enthusiasmus und Tatendrang in die Linkspartei eingetreten. Ich wollte „raus aus der linken Szene“ und „rein ins Proletariat“. Ich hatte keine Lust mehr auf die Selbstbespaßung der linken Szene. Auf Debatten und Diskurse, die so meilenweit von der Realität der arbeitenden Menschen weg sind, das sie sich bloß um die Diskutierenden selbst drehen. Ich wollte dahin, wo die arbeitenden Menschen sind. Zu den Volksmassen. Zu den ganz normalen, kleinen Leuten. Ich erhoffte mir, in der Parteibasis der Linken die Menschen zu finden, an denen ich meine Politik ausrichten wollte. Ich trat also bei und begann in der Linkspartei zu arbeiten. 

Ich muss dazu sagen, dass ich von Anfang an – wie viele, die in dieser Partei arbeiten – ein ehrlich revolutionäres Anliegen hatte. Ich hatte nie die Illusion auf parlamentarischem und legalem Wege eine Veränderung in Richtung Sozialismus erwirken zu können. Das mag in den Ohren vieler naiv klingen, doch die Linke war für mich ein Werkzeug für die Revolution. Es war der Ort, an dem ich meinte das Proletariat vorfinden zu können. Eine Organisation, in der es zusammenkommen und sich vernetzen kann. Eine Plattform für die Organisierung und eine Bühne um zu ihnen sprechen zu können. Ich glaubte, diese Plattform nur noch nutzen zu müssen. 

Meine Aufgabe sei es, die Massen in der Linken zu politisieren und somit im richtigen Moment zur spontanen Aktion zu bewegen. Die Revolution, oder das was ich unter ihr verstand, war für mich etwas sehr spontanes, eine Erhebung und ein Aufstand der zu Bewusstsein gekommenen Massen in den sozialdemokratischen Parteien und Organisationen wie der Linkspartei. 

Ich hatte vor meinem Parteieintritt ein sehr diffuses Verständnis von Marxismus und Revolution. In der Partei kam ich das erste mal so richtig in Berührung mit Versatzstücken marxistischer Theorie. Das hatte einen doppelten Charakter, wie so vieles, was meine Parteiarbeit betraf: Einerseits hat es mein Bewusstsein geschliffen und mir den Marxismus näher gebracht, andererseits, und das war die Hauptseite, hat es meine Illusionen in den Apparat noch bekräftigt und angefeuert. 

Ich traf auf sogenannte „Marxisten-Leninisten“, die in der Lage waren ihre bürgerliche Politik mit proletarischen Phrasen zu rechtfertigen. Das führte dazu, dass ich mir in meiner Sache sehr sicher war. Und das ist auch das gefährliche an den sogenannten „Marxisten – Leninisten“ in der Linkspartei. Ich fühlte mich verstanden und mit meinem Zorn, meiner Energie und meinem Tatendrang an der richtigen Adresse. Unter vermeintlichen Gleichgesinnten. 

Doch auch in der Praxis hatte ich das Gefühl innerhalb der Linkspartei nun endlich wirklich revolutionäre Politik machen zu können. Ich begann mit Stadtteilarbeit in Langendreer West, einem proletarischen Viertel in Bochum. Es gelang uns relativ schnell an Räumlichkeiten für Treffen und Veranstaltungen zu kommen, wir schafften es uns mit den Massen zu vernetzen, sie zu politisieren, wir organisierten Kundgebungen und Demonstrationen, wir wurden zu einem politischen Faktor in Langendreer West. Doch während die Massen in meinem Viertel teilweise anfingen mich als „die Politikerin, der man vertrauen kann“ zu sehen, machte ich auf der anderen Seite viele Dinge, die mir zutiefst widerstrebten und von denen ich wusste, dass sie falsch, reaktionär und schädlich waren. 

Ein Beispiel von vielen dafür ist das KandidatInnen – Interview, das ich dem WDR als Bundestagskandidatin für die LINKE gab. Schon im Vorhinein wurde mir von der Partei klargemacht, dass ich keine „revolutionären Phrasen“ dreschen dürfe, weil das einen bundesweiten Skandal auslösen könnte. Ich solle bitte so „professionell“ und „politiker-mässig“ wie möglich auftreten. Das tat ich dann auch. Ich erzählte etwas von einer sich brutalisierenden Gesellschaft, gegen die „gute Polizei- und Gerichtsarbeit“, aber „vor allem Sozialarbeiter“ helfen würden. Ich wusste, dass diese Sätze nicht stimmten, ich wusste, dass sie verräterisch waren. Ich sagte sie trotzdem. Als ich aus diesem Interview ging, war mir klar: 
Wenn einer „Kommunistin“, die sich so verhält wie ich und so ein Zeug redet wie ich, die Massen vertrauen, dann ist das schlecht und nicht gut.
Jede Lüge, die sie erzählen, jeden kleinen wie großen Verrat erklären und rechtfertigen die Politiker mit dem Wörtchen „Taktik“. 

Taktik bedeutet in einer konkreten Situation die richtige Entscheidung zu treffen um im kleinen Rahmen eine Strategie zu verwirklichen. Eine Strategie ist „die Kunst Macht zu schaffen“, also so etwas wie ein langfristiger Plan. Ein Plan, der bei sogenannten Revolutionären also darauf hinauslaufen soll, dass das Proletariat die politische Macht erobert. Doch all diese Taktiken, von denen ständig die Rede ist, entbehren jeglicher Strategie solcher Art. Ihre kurzfristigen Ziele sind Facebooklikes und Reichweite, Aufmerksamkeit und den Bekanntheitsgrad zu steigern. Das langfristigste Ziel sind Wahlsiege und – je nach Grad des Rechtsopportunismus – Ministerposten. 

Niemand konnte jemals glaubwürdig erklären, wie all die Lügen und all das Geschacher eine reale Veränderung hin zum Kampf um die politische Macht erwirken können.

Mir war klar, ich musste etwas ändern. Wenn ich mit Jugendlichen im Viertel zu tun hatte, die längst jedes Vertrauen in die bürgerliche Demokratie verloren hatten, reden und sie für die Wahlen agitieren sollte, merkte ich, wie widersprüchlich meine „Taktik“ war. Die Massen meines Viertels hatten mich links überholt. Während ich versuchte Gründe dafür darzulegen die Linkspartei zu wählen, erklärten mir die Jugendlichen, dass sie einfach kämpfen wollten und es ihnen egal sei wer sie da oben gerade verarscht. Es war absurd. 

Als Reaktion auf diese Widersprüche, die sich während des Bundestagswahlkampfs in Bochum aufgetan hatten, fing ich an mich auf die Suche nach der revolutionären Bewegung zu machen. Ich traf Marxisten aus verschiedensten Organisationen und Parteien, ich führte Diskussionen im Internet, ich las einiges an marxistischer Theorie und versuchte es mal konkret auf meine Situation anzuwenden. Die Essenz, die ich aus den Debatten zog, brachte mich zum Nachdenken über die Positionen meiner Genossen: 

War es wirklich das, was Lenin als „Linksradikalismus“ bezeichnet hatte, wenn Kommunisten sich ausserhalb der Linkspartei organisieren? Sowieso, woraus resultierte diese panische Angst vor dem Gespenst des „linken Radikalismus“, bei diesen sogenannten Revolutionären in der Linkspartei? Es ist doch irgendwie absurd: Ist das größte Hindernis für das Gelingen der Revolution in Deutschland die individualterroristische Herangehensweise isolierter Verbände? Ist das Problem unserer Zeit, dass es zu viele kopflose Abenteurer gibt, die in ihrem blinden Hass den Staat auf dilettantische Art und Weise angreifen? Nein.

Das Problem ist doch viel mehr, dass nicht gekämpft wird. Dass ein Warnstreik mit der Trillerpfeife, bei dem der Ausgang für Chefetage und Gewerkschaftsvorstand vorher schon klar ist, von diesen Leuten in den Himmel gelobt wird, während sie jede Form der spontanen Gewalt verteufeln und verurteilen. Sie haben Angst vor den Massen in Rage. Sie haben Angst vor der Revolution und sie spielen den Puffer zwischen Staat und Volk, wenn sie jede militante Aktion aus dem Volk verurteilen. Sie sind damit ein Teil des Problems und kein Teil der Lösung. Um auf meinen Punkt zurück zu kommen. Das Problem unser Zeit ist nicht der linke Radikalismus, sondern der rechte Opportunismus. Es wird nicht zu viel gekämpft, sondern zu wenig. In der Praxis hat man wütende Menschen besänftigt anstatt sie anzuführen und zur Tat zu schreiten. 

Als ich mich dieses Jahr auf der LLL Demonstration befand, fühlte ich mich nicht mehr an die „Taktik“ der Linkspartei Funktionäre gebunden den Massen gegenüber beschwichtigend und politikermässig aufzutreten. Als ich sah wie die kurdischen Genossen von den Bullen aus der Demonstration herausgezogen und malträtiert wurden, setzte ich kurze Zeit danach einen Post auf Facebook ab, der meine Wut und meinen Hass zum Ausdruck brachte. Mir war klar, es würde Konsequenzen seitens der Parteibürokratie geben, aber es war mir egal geworden. 

Ich bin damals in die Linkspartei eingetreten um zum Proletariat zu gehen. Das Proletariat hab ich in Langendreer West gefunden und nicht in der Linkspartei. 

Ich wollte die PdL als Werkzeug für die Revolution benutzen. Die PdL hat meine revolutionäre Energie als Werkzeug für Wählerstimmen benutzt. 

Die Revolution war für mich ein spontaner Aufstand der zu Bewusstsein gekommenen Massen. Ich weiß heute, die Revolution ist der Kampf des Proletariats um die politische Macht. Dieser Kampf wird militärisch geführt und braucht entsprechende Werkzeuge. Es gibt das schwammige Gelaber der reformistischen Politiker und ihrer pseudorevolutionären Helfer, die unsere Sehnsucht und unseren Hass missbrauchen. Sie sprechen vom Aufstand und dem richtigen Zeitpunkt in vielleicht 5000 Jahren, ohne eine konkrete Strategie zu haben. Und es gibt den langandauernden Volkskrieg als einzige Strategie, die konkret ist und die Aufgabe die Revolution zu machen annimmt und nicht vor sich wegschiebt. Niemand der sogenannten „Kommunisten“ in der Linkspartei bereitet sich darauf vor, oder arbeitet darauf hin. 

Die Revolution ist kein schwammiger Begriff am Firmament, mit dessen Benutzung sich die Politiker der Sozialdemokratie radikal fühlen dürfen. Die Revolution ist etwas ganz greifbares und konkretes. Sie stellt uns vor ganz reelle und unbequeme Aufgaben. Die Revolution diktiert uns den Kampf um die politische Macht. Sie hat uns durch die Geschichte hindurch die Ideologie des Proletariats in die Hände gegeben um diese Welt „nicht nur zu interpretieren, sondern zu verändern“. Diese Ideologie heißt heute Marxismus Leninismus Maoismus. Sie lehrt uns, dass das Proletariat siegt, wenn es kämpft, unter Führung seiner Partei, welche eine militarisierte Kriegsmaschine und Kaderpartei ist und kein Wahlverein. 

Die Ideologie des Proletariats gibt uns keine komfortablen Antworten und es ist ihr egal ob die Revolution in die Lebensentwürfe und Karrieren meiner ehemaligen Parteigenossen passt. Sie setzt uns die Politik als Befehl. Diese Politik bedeutet für uns hier in Deutschland aktuell dem Wiederaufbau einer wahren kommunistischen Partei zu dienen, damit wir wieder ein Hirn und ein Herz haben. 

Meine Arbeit in den Massen bestätigt: Die Massen dürsten nach Führung und Macht und nicht nach demokratischer Vertretung. Diese kommunistische Partei wird dann hier in Deutschland dem BRD Imperialismus den Dolch ins Herz rammen und diesen Staat, mit all seinen Verteidigern und Helfern, wie rot sie sich auch lackieren mögen, dorthin werfen wo er hingehört: Auf den Müllhaufen der Geschichte. Das ist die aktuell anstehende Aufgabe. Ihr will ich mich zukünftig widmen. 
An die ehrlichen Herzen, die noch in der Linkspartei sind, behaftet mit denselben Illusionen wie ich in den letzten Jahren: 

1. Man kann in dieser Partei nicht einfach „sein Ding machen“. Alles was man macht, jede Stunde Arbeit, jedes bisschen Kraft das man investiert, macht man im Endeffekt für die Linkspartei.

2. Die Arbeit in der Linkspartei läuft nicht auf die Gründung einer kommunistischen Partei hinaus, sondern geht ihr entgegen. Der Reformismus spielt mit den Hoffnungen und dem Zorn der Massen. 

3. Wer in der Linkspartei arbeitet, verarscht das Proletariat und bindet es an dieses System. Ob er will oder nicht. Ich fordere euch auf es mir gleich zu tun, diese Partei zu verlassen und euch der revolutionären Bewegung anzuschließen. 

Tretet in Kontakt mit den richtigen proletarischen Revolutionären und werdet aktiv in eurer Stadt. Studiert die Ideologie des Proletariats und überlegt euch wie ihr an der Hauptaufgabe, dem Wiederaufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands mitarbeiten könnt.
Ich glaube nicht, dass mein Austritt eine Welle des Massenaustritts mit sich bringen wird und ich weiß, dass meine Feinde sich darüber freuen. Aber ich weiß auch, dass der Sieg der Revolution ein geschichtliches Gesetz ist. Ich weiß, dass die politische Überlegenheit meiner Gegner daraus resultiert, dass sie mit diesem Staat verknüpft sind. Doch ich stelle meine Arbeit in den Dienst der wütenden und desillusionierten Volksmassen. Lassen wir die Zeit entscheiden, wer am Ende gewinnt. 

Wehrt euch und kämpft! 

Für die Rekonstitution der KPD! 

Nieder mit der Linkspartei und allen Illusionen!“

Bruns war auch innerparteilich in die Kritik geraten, nachdem sie im Januar Polizeibeamte nach einem Einsatz gegen Kurden als „Bullenhunde“ beschimpfte. Anfang Februar trat sie dann als Kreissprecherin zurück.

RuhrBarone-Logo

49 Kommentare zu “Linke NRW: Bundestagsnachrückerin tritt aus der Partei aus

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jürgen Klute: Ich bin nicht so oft in Langendreer und halte mich daher mit Analysen über die Revolutionäre Situation dort zurück 😀

  • #3
  • #4
  • #5
  • #6
    thomas weigle

    @ Stefan Laurin ist bestimmt einem Troll von der TITANIC auf den Leim gegangen, hehe!!

  • #7
    Jan M

    Ich wohne dort und habe von Demos und den politisierten Massen nichts bemerkt. Wahrscheinlich Arbeit im Untergrund. Haha

  • #8
  • #9
    Jan M

    @Stefan Laurin: Das wäre dann wohl fast Revolution. Oder sie macht die Revolution gleich in den eigenen vier Wänden direkt am Laptop, wo es schön warm und bequem ist.

  • #10
    Bochumer

    Wenn das die Linken von heute sind, ist der Sieg der AfD wohl nicht mehr aufzuhalten. Zeit, sich um ein Visum zu kümmern.

  • #11
  • #12
    Henk

    "But if you go carrying pictures of chairman Mao
    You ain’t gonna make it with anyone anyhow."

  • #13
  • #14
    Arnold Voss

    "Die Massen dürsten nach Führung und Macht und nicht nach demokratischer Vetretung"

    Die Nazis waren exakt der gleichen Meinung und Teile der AFD erhoffen sich das heute auch.

  • #15
    Sebastian Michaelis

    Die Frau ist offensichtlich ein Fall für den Staatsschutz. Sowohl der Bundestag als auch die Partei DIE LINKE tun daran sie nicht als Mitglied zu haben. Derlei Köpfe gibt es ja schließlich noch genug.

  • #16
    Thorsten Stumm

    @Arnold
    Ja genau, der Text liest sich wie mein Kampf…..Bruns Edition…..Ich aber beschloss, Politikerin zu werden…

  • #17
    Origenes Seran

    Euer Europa lasst ihr an den Grenzen mit Blutzoll schützen, aber wehe, jefraud redet davon. Dann wird ihre Militanz gebrandmarkt, nicht eure!

  • #18
    Klaus W.

    Naja, schon ein wenig – so ca. 160 – 80 Jahre- aus der Zeit gefallen – aber sprachlich und grammatikalisch kein schlechter bilderreicher – "den Dolch ins Herz rammen" – Text. Es fehlt halt letztlich an den Massen.

    Hat sich auf jeden Fall Mühe gegeben. Mal sehen, was aus ihr wird.Hoffentlich bleibt – oder wird- sie gesund.

  • #19
    thomas weigle

    "Aber ich weiß auch, dass der Sieg der Revolution ein geschichtliches Gesetz ist." Zwei Zeilen weiter: " "Lassen wir die Zeit entscheiden, wer am Ende gewinnt." Was denn nun?

  • #20
    Michael

    Was in diesem Thread gut funktioniert ist – neben dem hämischen Tonfall – der antikommunistische Beißreflex der meisten Schreiber. An denen die Frage: Habt ihr schon den Brief mit dem Ja zur Großen Koalition abgeschickt, damit die Welt nicht untergeht und der Vorstand böse wird?

  • #21
    Jan M

    Gesund oder nicht gesund ist scheinbar echt die Frage.. Ihr geht jeder Realitätssinn flöten. Gute Besserung!

  • #22
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Da ich nicht Mitglied in einer der beiden sozialdemokratischen Parteien bin, die die Regierung stellen, hatte ich keinen Brief abzuschicken.

  • #23
    thomas weigle

    @ Michael Mir ist nicht erinnerlich, dass hier bei den Ruhrbaronen groß Werbung für die kleine GroKo gemacht worden ist, eher doch ist das Gegenteil der Fall.
    "Antikommunismus", auch von links, ist keine unehrenhafte Haltung, sondern eine gut begründete politische Grundhaltung, die durch die obige Erklärung der Frau Bruns Bestätigung erfährt.
    Ach ja, immer wenn Kommunisten argumentativ nicht mehr weiter wussten, wurde "antikommunistisch" nicht immer nur im übertragenem Sinne, zum Totschlagargument, millionenfach von Magdeburg bis Wladiwostok.

  • #24
    Wolfgang Wendland

    Ich habe "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" noch damals 79/80 in der Inszenierung von Peymann in der Bo-Fabrik gesehen.

  • #25
    Helmut Junge

    Auch wenn ihr Abgang nur ein Pubs während des revolutionären Sturms der Massen ist, werde ich doch nachdenklich. Denn ausgerechnet die Nummer 13 geht! Was mag das nur zu bedeuten?

  • #26
    Manfred Michael Schwirske

    Lohnt nicht, jede private oder politische Verirrung zu kommentieren. Irren ist eine menschliche Konstante.

  • #27
    Arnold Voss

    Irren schon, Manfred, aber irre sein nicht. Da hat Jemand jeden Kontakt zur Wirklichkeit verloren.

  • #28
    thomas weigle

    Wieso wurde die Dame nicht längst von ihren Genossen zu den revolutionären Massen verabschiedet? Wie konnte sie überhaupt auf einen aussichtsreichen Nachrückerplatz in Kenntnis ihrer wirren Ansichten gelangen?

  • #29
    Lilo Start

    "Meine Arbeit in den Massen bestätigt: Die Massen dürsten nach Führung und Macht und nicht nach demokratischer Vertretung."
    Wow! Warum denke ich anhand des Pathos, der sprachlichen Auflösung Degradierung vom Individuum mit eigenem Wiilen und Individualität zu "Massen" im Gegensatz zu "Führung" ständig an "Volkskörper" und "Führer", sowie an 1949 zur Gründung der DDR? Erklär mir das mal jemand?

  • #30
  • #31
    thomas weigle

    @ Lilo Start Die Kommunisten hatten es eher selten mit der Demokratie. Die SED bspw. sah sich und ihre Genossen als "kampfgestählte Vorhut der Arbeiterklasse." Eine "Vorhut" führt und wird nicht gewählt. Sie sahen sich und die von ihnen geführte Arbeiterklasse als "Sieger der Geschichte", während sie ihre Gegner auf dem "Müllhaufen der Geschichte" verortete.
    Diesem Hochmut folgte mitgliedermäßig ein ganz tiefer Fall. Hatte die SED in 9/89 ca. 2,3 Millionen Mitglieder, so hatte die Nachfolgepartei im Mai/Juni 90 noch um die 300.000 Mitglieder, die Linkpartei als SED-Nachfolgepartei hat heute etwa 60-70.000 Genossen. Bei der Volkskammerwahl im März 90 hatte die SED/PDS bereits weniger Stimmen als Mitglieder ein halbes Jahr zuvor.
    Angesichts solcher Zahlen und der nicht berauschenden Wahlergebnisse der PdL kann man als gläubige Kommunistin schon mal an der tristen Realität verzweifeln. Dann halluziniert man halt "revolutionäre Massen, denen es nach Macht und Führung" gelüstet."

  • #32
    Walter Stach

    Meinung
    Äußerung
    Freiheit

    Eine 23 Jährige hat eine Meinung, äußert diese öffentlich. Sie war so frei.

    Und was geht dazu jetzt und hier bei den Ruhrbaronen ab ? Und W i e!

    Ich zitiere ‚mal dazu Schopenhauer:
    -Aphorismen zur Lebensweisheit VI-

    "An einem jungen Menschen ist es in intellektueller und auch in moralischer Hinsicht ein schlechtes Zeichen , wenn er im Tun und Treiben der Menschen sich recht früh zurechtzufinden weiß, sogleich darin zu Hause ist und wie vorbereitet in dasselbe eintritt:
    Er kündet Gemeinheiten an.
    Hingegen deutet in solcher Beziehung ein befremdetes, stutziges, ungeschicktes und verkehrtes Benehmen auf eine Natur edlerer Art. hin."

    Ich jedenfalls hoffe sehr, daß die junge Frau sich aufgrund des Kommentars/der Beiträge hier bei den Ruhrbaronen -und wo anders?- nicht davon abhalten lassen wird, weiterhin offen und öffentlich ihre politische Meinung zu bekunden, nicht trotz, sondern gerade wegen der heftigen Widersprüche , die sie jetzt erfährt.

    "Irrewerden " kann ich jedenfalls nicht angesichts solcher politischer Meinungsbekundugen einer 23 Jährigen. Dass ich diese Meinungsbekundungen ganz und gar nicht teile, ist dieserhalb völlig belanglos.

    "Irrwerden" könnte ich allerdings an einer politischen Jugend, in der sich niemand mehr darum bemüht , sich in der Realitätswahrnehmung, in der Realitätsbewertung, im politischen
    Bewußtsein , in der politischen Grundeinstellung radikal abzugrenzen von Establishment, vom Mainstream, von den "Alten", den " Altklugen", den "Erfahrenen", den "Allwissenden", den "Oberlehrer"!

  • #33
    thomas weigle

    Walter Stach Wenn es nach der Junkkommunistin geht, sollst auch Du auf dem "Müllhaufen der Geschichte" landen. "Dieser Müllhaufen" bedeutete allein in 40 Jahren DDR Haft unter schlimmsten Bedingungen für mehr als 200.000 Menschen, von denen viele vorher durch die Stasi "zersetzt" wurden, soll heißen verleumdet und von Familienangehörigen/Freunden/Bekannten bespitzelt.
    "Die Massen dürsten…" ist faschistisch und zeigt einmal mehr die Gemeinsamkeit von Kommis und Nazis. Wenn ich glaubhaft gegen die "braune Brut"(SGE Präsident Peter Fischer) argumentieren will, kann ich diese u.a. Äußerungen dieser Junkkommunistin nicht unter Meinungsfreiheit ablegen.

  • #34
    😱

    Hannah Bruns neue politische Heimat ist allem Anschein nach der „Jugendwiderstand“ – eine maoistische Straßenschlägertruppe. Das sind wohl die „Jugendlichen im Viertel (…), die längst jedes Vertrauen in die bürgerliche Demokratie verloren hatten“. Und von denen stammt wohl auch der Sprachgebrauch von „Bullenhunde“ bis „Volkskrieg“. Gute Nacht!

  • #35
    Helmut Junge

    @Walter Stach, jetzt muß ich aber doch mal fragen, ab wann du Menschen als erwachsen genug siehst, um sie als vollwertig ernst zu nehmen.
    Ich sag mal gleich, daß ich mir in dem Alter der jungen Frau als überzeugter Marxist so viele dämlichen Belehrungen Älterer, also Leute die 10 oder mehr Jahre älter als ich waren, anhören mußte, daß das, was diese junge Frau sich hier über sich selbst durchlesen kann, doch recht harmlos ist.
    Vielleicht warst du damals unter meinen Kritikern sogar zufällig dabei.
    Aber glaubst du ernsthaft, daß mich diese ungewünschten Belehrungen irgendwie irritiert haben? Ich war 19 Jahre alt, als ich einen Vorgesetzten einen Faschisten genannt habe, worauf der mich als Kommunist bezeichnet hat, was ich übrigens als Glücksfall einstufen mußten, weil ich auch meine damalige Ausbildung hätte canceln können. Damals war ich nicht einmal politisch auf dieser Linie. Das kam später. Aber als Kind, das schützenswert ist, habe ich mich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht gesehen. Damals haben Freunde von mir mit 21 Jahren geheiratet und Familie gegründet. Die waren gerade nach damaligem Gesetz volljährig. Heute sind die Jugendlichen mit 18 Jahren volljährig, aber man nimmt sie erst ernst, wenn sie viel älter sind.
    Wie kommt das, und warum denkst du so?
    Aber daß ihre Handlungen nicht mehr als ein Pups sind, ist für mich sicher.

  • #36
    Christian Perl

    Verdammt, und ich hatte bei der Überschrift noch gehofft das da einedie "Die Link" verlässt weil sie gemerkt hat das es ein ziemich autoritärer Saftladen ist…. nicht weil man noch autoritäre und radikaler sein will.

    Das sie sich jetzt um Kopf und Kragen redet… geschenkt, jeder darf sich zum Umsympat und Affen machen.
    Was mich aber aufhorchen lässt sind solche Sätze wie "Und es gibt den langandauernden Volkskrieg als einzige Strategie…." und "Sie lehrt uns, dass das Proletariat siegt, wenn es kämpft, unter Führung seiner Partei, welche eine militarisierte Kriegsmaschine und Kaderpartei ist und kein Wahlverein. "
    Noch lauter hätte sie sich nicht dafür stark machen können das der Verfassungsschut ein Auge auf sie wirft… und hoffen wir mal nicht dass das SEK und co. benötigt werden.

  • #37
    abraxasrgb

    #33 d´accord!

    @all
    Das ist ja nun mal kein Mein-liebes-Tagebuch Revolutions-Phantasien, mit Elfenstaub.
    Das ist ein absichtlich veröffentlichtes „Glaubensbekenntnis“.
    Die Deutschen dramatisieren oft damit, dass sie (vor)schriftliche Regeln niederschreiben.
    So in der Art: Wer das hier liest, ist doof!

    Ich habe auch sofort an den Jargon der völkischen gedacht, als ich den Text – zugegebenermaßen laut lachend und amüsiert – National- und InternationalSOZIALISTEN sind sich oft nicht nur sprachlichen, Formen, sondern auch den gedanklichen Inhalten, ähnlich bis identisch.

    Walter Stach … Gedankenexperiment. Stellen sie sich den Fall mit einem männlichen AfD-Jugend Mitglied (weiss nicht, wie die heißen, Nachwuchs für Deutschland, oder so), der austritt, weil ihm die AfD nicht völkisch genug sei. Ersetzen sie die einschlägigen Worte, wie „Klasse“, durch Worte, wie „Rasse“ und sagen sie mir, ob die Apologie der Jugend dann auch so aus ihrer Tastatur käme 😉 #scnr

  • #38
    dritte Reihe

    1) Es gibt weder eine "Chefin", noch eine "Vorsitzende" des Jugendverbands.
    2) Hannah Bruns ist nicht im Bundessprecher*innenrat.
    3) Hannah Bruns war nie im Bundessprecher*innenrat.
    4) All diese Informationen sind in 3 Minuten im Internet recherchierbar.

  • #39
    discipulussenecae

    Mich würde ernsthaft interessieren, in welcher politischen Splittergruppe HB von nun an ihr Heil sucht. Bitte bleibt am Ball und haltet uns auf dem Laufenden!

  • #40
  • #41
    Walter Stach

    Helmut,
    mein kurzer Einwurf zu einem "politisch-persönlichem Getöse", denn mehr erkenne ich hier nicht, ist ausschließlich meiner Auffassung geschuldet, nach der "die Jugend" anders ist, anders sein muß und hoffentlich stets anders bleiben wird -u.a. auch im politischen Denken und Tun- als "die Älteren".

    Das hat nichts, gar nichts zu tun mit der Frage, ob und wie sich "die" Jugend zeitlich eingrenzen läßt oder ob und wie sich "Jugend" definieren lassen könnte. Das hat auch nichts mit einem mir unterstellten Bemühen zu tun, "die Jugend " bei Attacken auf was auch immer schützen zu wollen oder damit, sie nicht "ernstnehmen" zu wollen. Ganz im Gegenteil.
    Solange es junge Menschen gibt, die sich vehement und radikal gegen "alles Ältere" und gegen "die Alten" auflehnen- u.a. im politischen Leben- bange ich nicht um ihre Zukunft und um die freiheitlich-pluralistischer Gesellschaften.

    Und an Letzteres anknüpfend
    -abraxasrgb- 37-

    Je mehr ich mich , z.B. im Politischen, errege, aufrege, je mehr ich mich zu heftigen Gegenattacken herausgefordert sehe aufgrund von Worten und Taten junger Menschen, z.B dann, wenn ich diese als rassistisch einstufe, je mehr registriere ich, daß es sie noch gibt: "Die" Jugend", die eben anders ist, anders sein will, anders denkt, anders agiert -u.a. im Politischen- als ich das als alter Mensch für wünschenswert, für moralisch-rechtlich vertretbar, ja dann und wann sogar für geboten halte.

    Das Alles sind für mich sehr, sehr simple und sehr triviale Einsichten.
    Insofern mußte ich "eigentlich" Schopenhauer nicht bemühen.

  • #42
    jürgen schwipper

    ich habe die linke in den Landtagswahlen aktiv unterstützt weil ich mit meinen 66 Jahren zu alt für viele andere Organisation bin. bei diesem Wahlkampf habe ich mit einem Genossen gearbeitet und wir haben viel diskutiert worauf ich meinte ist doch nicht alles so schlecht wäre und wir in vielem übereinstimmten, was mich dann dazu veranlasste am 14.6.17 in die Linke einzutreten, aber kurz nach meinem Eintritt wurde mir klar, in was für eine reaktionäre sozialdemokratische Partei ich da eingetreten bin, während wir im Wahlkampf, Wahlkampf mit den in vielen Fragen schon rechts stehenden Wagenknecht/Gysi machten, und uns gesagt wurde, die bringen Stimmen und je mehr Stimmen desto mehr Stimmen auch für linke Kandidaten ein paar stimmen mehr, dann hätte es auch für Hannah gereicht. ich erinnere mich Sahra Wagenknecht war in den 90ern auch verboten alles zu sagen was sie dachte und es wurde genau so auf sie geschimpft wie heute auf Hannah, aber es fing mit einem kleinen Kompromiss an und sie machte immer mehr Kompromisse, bis sie da ankam wo sie heute ist. erinnert mich an ein buch von Wagenknecht "antisozialistische Strategien". ich hoffe ich werde keine 6 Jahre in diesem verein bleiben, mir wurde damals gesagt tritzt du ein, kannst du auch wieder austrete. es wurde zwar bei der Wahl gesagt man kann danach auch linke Repräsentanten einladen aber, jetzt wurde auf Kreisebene beschlossen das jetzt bei uns eine eher rechte führend Repräsentantin in der Partei bei uns auftritt und alle außer mir sagen, wir können ja mit ihr diskutieren, aber ich denke sie ist sehr retorich geschult und wird die eher schwankenden vom sozialdemokratischen Inhalt der linken überzeugen, aber ich denke es ist Aufgabe von linken, Menschen von der Funktionsweise dieses kapitalistischen Klassenstaats zu überzeugen und nicht Aufgabe von linken die sich selbst antikapitalistisch nennen Menschen durch das auftreten dieser frau vom Reformismus zu überzeugen. ich denke diese Frau hat egal was die Reformisten in der Partei für einen scheiß machen, alle retorischen Kniffe drauf und bei eher kritischen Menschen läuft sie erst zu Hochform auf. ich habe mich dazu entschlossen ich werde mich an keiner Arbeit mehr beteiligen und meine Aufgabe ist nur noch Aufklärung.

  • #43
    thomas weigle

    @ Jürgen Schwipper
    Als Ex-Genosse und Gleichaltriger kann ich Dir sagen, dass die Erfahrung, die Du gemacht hast, habe ich nicht nur in der PdL, sondern auch nach jeweils in etwas als einem Jahrzehnt in SPD und bei den Grünen erlebt. Das ist ärgerlich. dass diese Parteien, darunter auch die PdL sich offenbar grundsätzlich nach rechts bewegen.
    Das könnte einem egal sein, gäbe es erfolgreiche Gegenbeispiele inner-oder außerhalb unserer Grenzen. Die gibt es leider nicht. Von Russland über China, Nicaragua, Angola oder Südafrika etablierten sich einst als fortschrittlich und antikapitalistisch angesehene und/oder marxistisch-leninistische Regimes. Sie alle endeten als autoritäre, tw.blutigste Diktaturen, versanken in Korruption oder sind dabei.
    Daher bewerte ich die Parteien hierzulande nicht mehr so streng wie einst, abgesehen von den Armleuchtern für Deutschland und den Blaugelben.

  • #44
    Ralf Feldmann

    Nein, TITANIC ist das nicht. Auch nicht das Bekenntnis einer jungen Führerin der Revolution in Bochum-Langendreer. Die Abteilung Sprachmüll in der neuen Sekte, zu der Hannah Burns nun gefunden hat, liefert solche Texte für jedes Bedürfnis.. Nehmt Hanna Bruns endlich ernst: sie fleht um Welpenschutz!

  • #45
    thomas weigle

    Es muss doch ein Fake der TITANIC sein. Ich habe gestern auf den NRW-und Bochumseiten der "Partei für absolute Transparenz für Alles und Jeden", auch bekannt unter dem Namen Linkpartei, nachgesehen. Da steht nix von irgendeinem Austritt einer Hannah Bruns. Die Ruhrbarone sind auch nicht mehr das, was sie mal sein wollten. TSTSTSTSTSTS!!!!!!

  • #46
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @thomas weigle: Du kennst ihr Vice-Interview? https://www.vice.com/de/article/7x7qyz/interview-wie-aus-einer-bundestagskandidatin-eine-linksextremistin-wurde

  • #47
    thomas weigle

    @ Stefan Laurin. Es sollte doch auch in Bochum bekannt sein, dass vice ein von dem langjährigen TITANIC-Volonteur Sondermann und entlaufenen Stasimitarbeitern gegründetes Fake-und Desinformationsportal ist, das angeblich werbefinanziert und zunächst in Übersee gegründet wurde. In Wirklichkeit stecken die verschwundenen SED-Billarden hinter dem dubiosen Unternehmen. Oder die Dunkelmänner der "Atlantikbrücke".

  • #48
    Lilith

    Bezugnehmend auf #46 Stefan Laurin:
    Es ist ein Armutszeugnis, dass ihrer Austrittsbegründung diese Aufmerksamkeit geschenkt wird, dass diese in der Linkspartei diskutiert wird – geschenkt, aber in überregionalen Medien? Ich finde nicht, dass Maoisten diese Aufmerksamkeit verdient haben. Damit suggerieren diese einen Einfluss, welcher faktisch nicht existiert. Es wird auf die negativen Aspekte des Jugendwiderstands nicht eingegangen. Es bleibt bei dem traurigen Aufmerksamkeitszugewinn für menschenverachtende K-Gruppen. Es mag dem bundesweiten Wahlkampf der AfD gegen links geschuldet sein, dass der mediale Diskurs sich gegen links richtet und deshalb dem Austritt einer Linken große Aufmerksamkeit zuteil wird, aber zu begrüßen ist dieser nicht. Kritischer Journalismus = Fehlanzeige.

    Um weg von dem Ruhrbarone Artikel zu kommen und auf den VICE Artikel zurückzukommen der Interviewer geht so weit, dass er Hannah Bruns Positionierung mit dem Verfassungsschutz in Verbindung bringt, welchem sie auf den Leim geht in dem sie den Begriff des Linksextremismus nicht demaskiert, den Kommunismus mit Gewalt gleichsetzen lässt und diesen damit kriminalisiert und deligitimiert.

    Sie berücksichtigt des Weiteren in ihren politischen Analysen nicht, dass Thüringen im Gegensatz zu vielen anderen CDU regierten Ländern ein Flächenland ist. Prozentual werden dahingehend weniger Geflüchtete abgeschoben – geschenkt.

    Darüber hinaus fehlt in ihrer politischen Analyse, dass Gesetzesänderungen auf parlamentarische Entscheidungen zurückzuführen sind, d.h. es müssen Abgeordnete eine Gesetzesänderung formulieren, dann einen Antrag einbringen, Abgeordnete aus anderen Parteien für Mehrheiten überzeugt werden und diese Gesetzesänderungen müssen beschlossen und in Kraft treten, dass dies nicht immer innerhalb einer Legislatur durchzusetzen ist – geschenkt.

    Der Journalist lässt ihr des Weiteren das Linkenbashing offen und sie steigt darauf ein, denn das Gesprächsthema mit positivbezug wird plötzlich die AfD welche Wähler*innen anspräche, die abgehängt seien und auf den Putz haut, ihre Message: Sollte die Linke auch tun. Des Weiteren folgt auf die Abgehängten zugehen, welches sie an Sahra Wagenknecht bereits zuvor so schätzte, dass dies suggeriert die AfD sei keine rechtskonservative Partei, sondern eine die soziale Missstände aufdeckt. Dann, lässt er ihr offen, dass sie sich mit ihren Aussagen starfbar macht und sie stimmt darin ein.

    Dann, sind ihre politischen Analysen völlig verkürzt was sich z.B. bei der Aufforderung zum Wahlboykott deutlich macht, sowie "die Reichen" und nicht "der Kapitalismus" welche schuldig seien. Subjekte bzw. Symptome werden bekämpft während die eigentliche Promblematik weiterhin besteht. Dahingehend fehlt auch der kritische Journalismus erneut.

    Abschließend ist zu sagen, dass wenn etwas Negatives zu der aktuellen politischen Situation von linker Seite gesagt wird, dann, und dafür steht auch Hannah Bruns stellvertretend suggeriert wird, dass Kritiker*innen außerhalb der Demokratie stehen und dem Linkenbashing wird als Solches stattgegen und auch in der Kommentarspalte von den Ruhrbaronen wird hämisch darüber berichtet, dass der Kommunismus abzulehnen ist und nicht differnziert die Ansichten von Hannah Bruns. Warum sollten sonst Facebookäußerungen solche Wellen schlagen?

  • #49
    A. Braun

    Aus der Geschichte müsste man eigentlich gelernt haben, das der Marxismus und Kommunismus nicht funktioniert. Wir leben in demokratischen Land und Frau Bruns hatte die Linkspartei und die Wähler getäuscht, ja sie versuchte die Partei zu unterwandern um Ihre Marxistischen Idee zu verbreiten. Auf jeden Fall hatte Frau Bruns sich strafbar gemacht. Gewalt bringt nur Gegengewalt. Und Gewalt bringt nur Zerstörung.. Viele Millionen Menschen verloren ihr Leben durch Stalin.

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