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Machs gut, BSZ

Nach dem Wechsel im AStA der Ruhr Uni im Frühling, der eine neue Mehrheit ergab, ändert sich nun auch die Redaktion der Bochumer Studentenzeitung (BSZ).

Dieses Blog und die BSZ verbindet eine ganze Menge und das wird sich nun erst einmal ändern: Niemand von der bisherigen Redaktion wird ab dem 1. Oktober mehr bei der Studentenzeitung mitmachen. Und unter denen, die nun bei der BSZ ausscheiden sind etliche Namen, die auch den Lesern dieses Blogs geläufig sind: Martin Niewendick, Carsten Marc Pfeffer und Chantal Stauder schrieben auch für die BSZ, Hanno Jentzsch gehörte der Redaktion früher einmal an.

Gemeinsam mit der BSZ und Bo-Alternativ veranstalteten wir im Sommer 2011 das Alternative Medienfestival –  eine sehr schöne Veranstaltung in der Rotunde in Bochum.

Auf einer Redaktionssitzung der BSZ war ich eingeladen um die aktuelle Ausgabe zu besprechen. Ich riet der Redaktion vor allem, das Layout zu überarbeiten und sich mehr auf die Online- anstatt auf die Print-Ausgabe zu konzentrieren. Für Begeisterung sorgte das nicht: Die Redaktion der BSZ hing mehr an der Papierausgabe als alle Mitglieder der Verlegerverbandes. Thomas Knüwer hätte nur noch mit dem Kopf geschüttelt.

Mit der jetzigen Redaktion verlässt ein Team die BSZ, das immer wieder mit Geschichten weit über die Uni hinaus in die Stadt wirkte. Eine Leistung, die nur wenigen Studentenzeitungen gelingt. Es bleibt abzuwarten, ob die  Nachfolger vergleichbares schaffen.

Am 29. September verabschiedet sich die Redaktion mit einer Party von ihren Lesern.

RuhrBarone-Logo

11 Kommentare zu “Machs gut, BSZ

  • #1
    Lonesome bsz Ranger

    Wirklich niemand von der bisherigen Redaktion? Nein! Ein einziges Mitglied hört nicht auf, die bsz fortzuführen.

  • #2
  • #3
    Lonesome bsz Ranger

    Der neueste im Bunde, der Marek, der sich eher der Studierendenschaft als politischen Dogmen verpflichtet sieht und deswegen ein vorläufiges Ende der bsz zu verhindern versucht

  • #4
  • #5
    Sören

    @Lonesome BSZ Ranger
    „politischen Dogmen“
    Ja das ist ganz die Sprache des aktuellen NaWi AStA. Der achso unpolitische AStA der nur unter Wahlbetrug gemeinsam mit einer zwielichtigen Gruppe (Internationale Liste) den AStA stellen konnte. Das es in der IL ekelhafte Frauen Feinde und bekennende Antisemiten gibt haben die Ruhrbarone dankenswerter weise überzeugend öffentlich gemacht. Das Bündnis mit dieser Liste die viel mehr eine islamische Lobby Gruppe ist ist natürlich völlig unpolitisch. Es wurde sich auf diese weise von der LinkenListe und der Grünen entledigt um, völlig unpolitisch, endlich die säkularität des AStAs aufheben zu können. So konnten endliche religiöse Veranstaltungen der IL finanziert werden. Dann sollte nach Vorbild von Kristina Schröder, völlig unpolitisch, die Extremismusklausel und der Beknenntniszwang gegen die eigenen Hochschul Initiativen durch den AStA eingeführt werden.
    Die BSZ hat ihre Aufgabe als unabhängig kritische Studierendenzeitschrift erfüllt: die Vorfälle öffentlich gemacht, kritisiert und die Entwicklungen angemahnt. Dafür wurden sie durch den AStA, völlig unpolitisch, abgesägt.
    Die BSZ war nicht nur journalistisch professionell sondern auch die älteste kontinuierlich erscheinende Studierendenzeitung Deutschlands (seit 1967!).
    Das Absägen des kompletten Redaktionsstammes wird nicht abgefedert werden können. Die BSZ wird entweder überhaupt nicht mehr regelmässig produziert werden können oder vom Niveau im Erdboden versinken. Doch eines wird sie ganz sicher nicht mehr: kritisch über den unpolitischen AStA berichten.
    Fort sind nun endlich all die bösen politischen Dogmen. Und endlich ist alles völlig unpolitisch.

    – ein langjähriger BSZ Leser

  • #6
    Lonesome bsz Ranger

    Es mag stimmen, Sören, was du schreibst. Und keineswegs habe ich etwas gegen linke Politik. Allein, ich kenne mich zu wenig darin aus. Hinzu kommt eine Abneigung gegen den praktischen Teil der Politik: Persönliche Differenzen und Anfeindungen, Kabale, Komplotte und Klüngel. Und das schon auf hochschulpolitischer Ebene. Da sollen sich andere drum kümmern. Ich bin von der FSVK gewählt, weil ich klar gesagt habe, dass ich mich aus der Politik raushalten wolle, weil ich meine Stärken und Interessen in Kultur und Wissenschaft sehe. Läuft.
    Was das Niveau der künftigen Ausgaben angeht: So richtig erfahrene Journalisten sind leider nicht mehr dabei. Das ist ein tatsächlicher objektiver Verlust. Das war aber von vornherein nicht vorhersehbar; wie viele nebenberuflich journalistisch tätige Studierende besuchen die Uni? Wenn du aber die Qualität einer Zeitung an der Frequenz der Berichterstattung über Antifa-Aktionen misst, dann hast du ein Verständnis von Journalismus, das dem der großen Mehrheit nicht entspricht, und zwar nicht im positiven Sinne von alternativ.
    So weit ich den AStA, auch anhand der Auswahl der neuen Redaktion, einschätze, steht er in seiner „unpolitischen Haltung“ für eine Offenheit gegenüber allen politischen Ansichten. Dass dabei mitunter eindeutig diskriminierende Bewegungen unterstützt werden, führe ich auf eine gewisse Naivität zurück. Ganz bestimmt wird er aber nicht der Redaktion reinreden, was sie zu schrieben hat. Die Zeitung geht nach wie vor ohne Vorkontrolle durch den AStA in den Druck. Die neuen Redakteurinnen und Redakteure und der Verbleibende haben (bis auf die AStA-Stellen, versteht sich) nie etwas mit dem ASta zu tun gehabt.
    Wer für eine tolerante Gesellschaft kämpft, dem steht eine Mit-uns-oder-gegen-uns-Mentalität schlehct zu Gesicht.
    Zum Ob des Erscheinens: Verlass dich drauf. Auf dieser Welt laufen viele Idioten herum, und in jeder Zeitung und in jeder studentischen Vertretung dieser Welt tummeln sich Idioten. Aber dann gibt es immer noch ein paar Tüchtige, die den Laden am Laufen halten.
    Ich hoffe, dass die bsz in Zukunft eine thematisch wie politisch in allen Farben schillernde Fee unter den Zeitungen sein wird, die gern gelesen wird, die keine zum Nachdenken und Diskutieren anregt und im Gespräch ist. Meinen Teil dazu zu leisten werde ich mir Mühe geben.

  • #7
    Lonesome bsz Ranger

    Selbstverständlcih ist das „keine“ im vorletzten Satz meines vorigen Kommentars zu streichen.

  • #8
  • #9
    Alex Z

    Liebe bsz,
    ich hoffe ich kann am Samstag kommen, um Euch zu verabschieden. Gut dass es alternative Medien gibt, wo ihr weiterhin wirkt und ich Euch lesen kann 🙂

    Lieber Sören,
    Du schreibst einen Haufen Unsinn. 🙂

    liebe Grüße
    Alex

  • #10
    Martin Niewendick

    Hach ja, es war eine schöne Zeit…. Aber: Da machste nix. Ich bin mir allerdings relativ sicher, dass die neue Redaktion die Zeitung komplett umkrempeln wird, was bei einer so radikalen Neubesetzung auch nicht groß wundert. Wie auch immer: der Marek ist ein Guter, zumindest ihm wünsche ich alles Gute!

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