#1 | Berti sagt am 12. August 2020 um 17:00 Uhr

Man kann ja die Anti-Lukaschenko-Demonstranten verstehen, meinetwegen auch mögen. Aber ich will die Chose mal ganz pragmatisch beleuchten: In der Ukraine (nicht Belarus) ist die letzte "friedliche Revolution" fürchterlich in die Hose gegangen. Das entsprechende Investment der Amis und Briten bzw. ihrer Dienste hatte zunächst super gezündet – und was kam? Dieser Schlingel Putin drehte den Spieß um: Krim futsch, Ostukraine futsch, und alles mit der Begründung: dort leben mehrheitlich Russen und die wollen nicht in der gewendeten Ukraine leben. Und das war's. Ergo: Riesenrevolutionssummen der Amis und Briten sind verbrannt worden, und dazu der ungeheure geostrategische Schaden. Deshalb meine Prognose: eine Revolutionsnummer in Belarus wird nicht funktionieren, da traut man sich nicht mehr heran. Eher wird man geopolitisch die Nord Stream-Boykott-Karte spielen, damit die Pipeline nicht fertig wird. Das schadet dem "Iwan" und es schadet Deutschland und nutzt den Amis enorm (Flüssiggas mit Tankern aus USA). Aber ob die damit durchkommen, ist noch unsicher. Ich würde mich über die erfolgreiche Realisierung der Pipeline freuen und hoffe, dass unsere Politiker, v.a. Frau Merkel und Herr Maas, Druck gegen die USA ausüben. Am Rande: auch für Belarus und unsere Schalke-Fans (Gazprom) wäre ein Scheitern der Pipeline wirtschaftlich schlimm, viell. sogar ein Desaster. – So hängen die Dinge komplex zusammen: Weissrussland (Belarus), Ukraine, Amis, Briten, Pipeline, Geopolitik, Lukaschenko, Putin, Maas und Merkel, Schalke 04 ! Das Weltgeschehen ist komplex ! Gut, wenn wir miteinander sprechen.