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Michael Skibbe und Otto Addo kehren zu Borussia Dortmund zurück

Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Mit zwei Rückkehrern stärkt Borussia Dortmund die sportliche Kompetenz in der eigenen Nachwuchsabteilung: Michael Skibbe als Trainer der U19 und Cheftrainer aller Jugend-Mannschaften sowie Otto Addo in einer neu geschaffenen Funktion als „Talente-Trainer“ in der Schnittstelle zwischen Junioren und Profis nehmen zum 1. Juli 2019 ihren Dienst beim BVB auf.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärt die Personalien wie folgt: „Mit Michael Skibbe und Otto Addo professionalisieren wir uns im elementar wichtigen Übergangsbereich der Altersklassen U17 bis U23, um eine konstant hohe Durchlässigkeit zu der Profi-Abteilung zu gewährleisten.“ Und Nachwuchs-Koordinator Lars Ricken betont: „Mit diesen Personalien stellen wir uns nachhaltig und strategisch für die Zukunft auf, um unsere jungen Spieler bestmöglich auszubilden.“

Skibbe löst den aktuellen U19-Coach Benjamin Hoffmann ab, der künftig in anderer Funktion eine wichtige Rolle innerhalb des BVB-Nachwuchsleistungszentrums einnehmen wird – als Sportlicher Leiter des Aufbaubereichs. Unter der Leitung von Hoffmann gewann Borussia Dortmund im Sommer 2017 die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft; eine von insgesamt fünf nationalen Meisterschaften der U19 und der U17 in den zurückliegenden fünf Jahren. „Durch diese Erfolge herrscht keine Zufriedenheit. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und eine Vorreiterrolle im deutschen Nachwuchsfußball einnehmen“, führt Ricken die Gründe für die Umstrukturierungen weiter aus. „Und ein Punkt dabei ist, Michael Skibbe als ehemaligen Trainer aus dem Nachwuchsbereich, der lange Zeit im Profibereich gearbeitet hat, mit seiner Erfahrung und seinem Wissen zurück ins Nachwuchsleistungszentrum zu holen, um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben.“

An der Schnittstelle zu den Profis setzt die Arbeit von Otto Addo an. Der 43 Jahre alte frühere Stürmer stand beim BVB – übrigens als eine der ersten Verpflichtungen des damals noch neuen Sportdirektors Zorc – von 1999 bis 2005 (u.a. 98 Bundesligaspiele, 16 Tore) unter Vertrag, wurde 2002 mit den Schwarzgelben Deutscher Meister. Allen Fans nachhaltig in Erinnerung ist das UEFA-Pokal-Spiel im September 2003, als er mit gerissenem Kreuzband ein Traumtor erzielte, das am Jahresende von den Fernsehzuschauern der ARD-Sportschau zum „Tor des Jahres“ gewählt wurde. Addo, der in vergleichbarer Position seit 2017 für Borussia Mönchengladbach tätig war und zuvor u.a. als Trainer im Nachwuchsbereich beim Hamburger SV wirkte, soll Borussia Dortmunds Top-Talente an die Lizenzspielermannschaft heranführen und ist für die Betreuung und zusätzliches Training dieser Spieler zuständig.

Skibbe kehrt beim BVB quasi zu seinen Wurzeln zurück. Er arbeitete bereits von 1989 bis Anfang 2000 für Borussia Dortmund, zunächst als Nachwuchs-Koordinator, später als Trainer der U19, die er in den Jahren 1995, 1996 und 1997 zum Gewinn der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft führte. Nach einem Jahr als Trainer der U23 (damals noch: BVB-Amateure) übernahm er von Nevio Scala den Posten des Cheftrainers und führte Borussia Dortmund von Tabellenplatz zehn zurück in die UEFA Champions League. Am 4. Februar 2000 endete diese Tätigkeit, und Skibbe wechselte zunächst zurück in die Nachwuchsabteilung. In der Folge bildete er gemeinsam mit Rudi Völler eine Doppelspitze beim DFB. Größter Erfolg war hier die Vizeweltmeisterschaft 2002. Mit Galatasaray Istanbul gewann der 53-Jährige 2009 den türkischen Supercup. Zuletzt trainierte er die Nationalmannschaft Griechenlands.

Ricken betont zudem: „Ich weiß – auch aus persönlicher Erfahrung –, dass Michael Skibbe den Spielern den letzten Schliff für den Senioren-Bereich geben wird und gleichzeitig unseren jungen Trainer-Teams bei ihrer weiteren Ausbildung unterstützend und begleitend helfen kann.“

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