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Nazipartei darf nicht mit BVB-Farben werben

Siegfried Borchardt Foto: Indymedia Lizenz: CC

Siegfried Borchardt Foto: Indymedia Lizenz: CC

Die Nazi-Partei Die Rechte will im kommenden Jahr in Dortmund in den Rat einziehen. Spitzenkandidat ist Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt, einer der führenden Köpfe der Borussenfront. Und daraus wollte Die Rechte politisches Kapital schlagen. Mit dem Slogan  „Von der Südtribüne in den Stadtrat!“ auf schwarz-gelben Grund warb die Partei für sich und Borchardt. Der BVB ging dagegen vor und setzte sich heute vor Gericht durch, wie der Club in einer Pressemitteilung bekannt gibt:

Das Oberlandesgericht Hamm hat heute Borussia Dortmunds Rechtsauffassung geteilt und eine Einstweilige Verfügung gegen den Dortmunder Kreisverband der Partei „Die Rechte“ erlassen. Diese beabsichtigte, auf einem Wahlplakat ihres Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2014 – auf schwarzem und gelbem Grund – mit dem Slogan „Von der Südtribüne in den Stadtrat!“ zu werben.

Dies ist dem Kreisverband nunmehr gerichtlich untersagt worden.

Borussia Dortmund unterstreicht abermals und ausdrücklich, dass Toleranz und Vielfalt zentrale Werte im Selbstverständnis unseres Klubs sind. Der BVB ist stolz darauf, von der U9 bis zur Profimannschaft Spieler unterschiedlichster Nationalitäten, Ansichten und Glaubensrichtungen zu vereinen und zu integrieren. Borussia Dortmund lässt sich politisch durch niemanden instrumentalisieren.

Die Nazis wollen nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

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3 Kommentare zu “Nazipartei darf nicht mit BVB-Farben werben

  • #1
    Jenni

    Ausführlicher:

    http://www.olg-hamm.nrw.de/behoerde/presse/02_aktuelle_mitteilungen/150-BVB-gegen-DIE-RECHTE.pdf

  • #2
    68er

    War eigentlich Herr Brück heute auch in Hamm?

    Von welcher Kanzlei wurde die Partei denn dort vertreten?

    Ich glaube es wäre sehr interessant zu schauen, mit wem die Rechtsanwältin oder der Rechtsanwalt in der Vergangenheit alles so Kontakt hatte.

    Vielleicht würde den unbedarften Jurastudenten in Bochum dann ein Licht aufgehen und sie könnten Herrn Brück auch besser einordnen.

  • #3
    Klaus Lohmann

    Dumm nur, dass der BvB sich auf dieser Ebene engagiert zeigt, dies aber mit der „anderen Backe“ wieder mal gründlich umhaut: http://www.derwesten.de/sport/fussball/bvb/wdr-berichtet-von-massiven-sicherheitsluecken-beim-bvb-ordnungsdienst-id8754677.html

    Diese verlogene Verdrängungstaktik bei unangenehmen Wahrheiten, wie sie im WDR-Beitrag sehr deutlich von Hockenjos demonstriert wurde, ist mittlerweile nur noch zum Kotzen.

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