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Nazis trauen sich nicht mit Ankündigung in die Nordstadt

Foto: Felix Huesmann

Foto: Felix Huesmann

Am Nachmittag fand eine Kundgebung von 21 Anhängern der neonazistischen Partei “Die Rechte” in der Nordstadt statt. Die angemeldete Versammlung, die um 15 Uhr begann und um 16 Uhr auch wieder endete, wurde im Vorfeld nicht von den Neonazis beworben. Auch die Polizei verzichtete darauf, die Dortmunder Bürger über die Zusammenrottung der Nationalsozialisten zu informieren. Trotzdem formierte sich spontaner Protest, und über 40 Menschen protestierten in der Münsterstraße gegen die Nazis.

Die Rechtsextremen feiern ihre Mini-Kundgebung als Erfolg, und freuen sich, ihre Kundgebung vom vergangenen Sonntag nachgeholt zu haben. Da war es ihnen nicht möglich, in der Nordstadt zu protestieren. Autonome Antifaschisten und das Bündnis Blockado leisteten so viel Widerstand, dass die Polizei keine rechte Kundgebung durchsetzen konnte.

Im Anschluss empörte sich die Polizei Dortmund über “linksextremistische Straftäter”, und präsentierte zwei Pflastersteine. Polizeipräsident Lange wünschte sich in der Meldung demokratischen und rechtsstaatlichen Protest. Der heutige Protest blieb friedlich, hat allerdings einen bitteren Beigeschmack. Die Polizei informierte nicht über die Veranstaltung der Nazis, so dass fast “nur” Anwohner gegen die Rechtsextremen protestieren konnten. Für das demokratische Dortmund ist es so sehr schwierig, dort Flagge zu zeigen, wo Nazis auftauchen.

In letzter Zeit lässt die Polizei Dortmund die Nazis an der langen Leine. Unverhohlene Verherrlichung des Nationalsozialismus, Zustimmung zu neonazistischen Morden. Alles konnte man in nicht einmal einer Woche in der Stadt erleben. Mit dieser Linie ist es kein Wunder, wenn die Neonazis sich in der Stadt wohl fühlen und wieder zunehmend dreister hetzen.

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14 Kommentare zu “Nazis trauen sich nicht mit Ankündigung in die Nordstadt

  • #1
    Essen stellt sich quer

    Man beachte den kompletten Text des Transpis…
    Schweinebacken von der NSDAP…

  • #2
    Sebastian Weiermann Beitragsautor

    @Essen stellt sich quer

    Man darf auch NSU lesen. NSU, NSDAP für jeden was dabei. So stiftet man Identifikation…

    Wäre ich Nazi, ich würde nach Dortmund ziehen, da hat man Freude und darf Sachen schreiben und schreien für die man woanders eingebuchtet wird.

  • #3
  • #4
    Narit

    Was für ein erbärmlicher Trümmerhaufen! Ist schon echt peinlich, wenn man wie so ein Haufen Sch..ss. auf einer Grünfläche herumsteht. “Möchtegern-Nationalsozialisten” ist wirklich begrifflich sehr verfehlt bei der Menge an Straftätern, die sich da versammelt hat.

  • #5
    Sebastian Weiermann Beitragsautor

    Ich habe den Begriff “Möchtergern-Nationalsozialisten” gewählt weil ich denke, dass ein Großteil der Dortmunder in der NSDAP nicht mal hätte Schuhe putzen dürfen.

  • #6
  • #7
    Becca

    Das war damals wie heute der Bodensatz der Bevölkerung –
    da haben sich schon immer die übelsten Gestalten der Gesellschaft vereint.
    Mit der Aussage “ich denke, dass ein Großteil der Dortmunder in der NSDAP nicht mal hätte Schuhe putzen dürfen.” erhöhst du ja die gruseligen Gestalten von damals. (Ich möchte dir wirklich nichts unterstellen, dieses liest sich, für mich, einfach so)
    Die sind:
    Heute SCH…, immer SCH… – Braun eben.

  • #8
    Sebastian Weiermann Beitragsautor

    Hallo, ich habe über die Kritik an dem Begriff Möchtegern-Nationalsozialisten nachgedacht und verstehe sie. Deswegen habe ich das Möchtegern aus dem Text gestrichen.

  • #9
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  • #12
    Kloppek

    Dass Prinzip, dass Versager bzw. Menschen die mit ihrer Bedeutungslosigkeit nicht klar kommen einfache Beute für radikale Organisationen sind, zeigt sich leider immer wieder. So haben die Nazis schon beim ‘letzten’ mal rekrutiert. So rekrutieren sie neben anderen extremistischen Organisationen wie Isis wieder. Schade dass es für diese Leute keine weniger schädlichen Hobbys zum zeitvertreib zu geben scheint.

  • #13
    Arnold Voss

    Bedeutungslos sind die meisten Menschen. Selbst viele von denen , die für sich das Gegenteil annehmen. Deswegen werden sie aber nicht gleich alle zu Nazis. Ebenso sind die, die Nazis werden, nicht alle Versager. Wenn das so richtig wäre, dann hätte es das Dritte Reich nicht gegeben.

  • #14
    Kloppek

    Wer lesen kann ist hier wie auch woanders klar im Vorteil. Ich sagte lediglich, dass Leute, die mit ihrer Bedeutungslosigkeit nicht klar kommen einfachere Beute sind für radikale Organisationen, indem diese Ihnen eine scheinbare Bedeutung bieten. Ich habe weder implizit noch explizit gesagt, dass sich diese Organisationen ausschließlich aus diesen Leuten zusammensetzen oder dass alle “Bedeutungslosen” Nazis werden. Vielmehr werden diese einfach zu rekrutierenden Menschen als bereitwillige Opfer vor den Karren gespannt und ausgenutzt. Die wahren Übeltäter stehen dabei meist in der 2. Reihe.

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