Nokias Fehler – Deutschlands Fehler

Ein Artikel im Manager-Magazin prophezeit Nokia indes Probleme am neuen Standort Rumänien. Ein Management, das schon die Einführung der Klapphandys verpasst hat, und auch nach einem Jahr als Marktführer noch keine Antwort auf Apples iPhone gefunden hat, ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Auch die Pläne Nokias, künftig mit Internetdienstleistungen statt mit Telefonen Geld verdienen zu wollen, zeugen von einer gewissen Selbstüberschätzung. Auf diesem Markt warten Google, ebay und Amazon als Wettbewerber, und die werden sich von den Finnen kaum die Wurst vom Brot nehmen lassen.

Aber unabhängig von der Frage der Subventionen, die sich wieder einmal als teuer und wirkungslos erwiesen haben, hat auch die Politik Schuld an der Nokia-Katastrophe. Die Lohnkosten in Deutschland sind nach wie vor extrem hoch – nicht unbedingt die ausgezahlten Löhne. Arbeitnehmer werden systematisch von der Politik ausgeplündert:  Steuern und Abgaben machen Ihre Arbeit teuer. Sie sind gezwungen, wie auch die Unternehmen, ein uneffektives Sozialsystem und eine überbordende Bürokratie zu finanzieren – im schlimmsten Fall verlieren sie auf diesem Weg ihre Wettberwerbsfähigkeit und landen in der Arbeitslosigkeit. Die Bereitschaft, diese Strukturprobleme zu lösen ist gering – allenthalben wird nach dem starken Staat gerufen, der sich bislang noch immer als teurer Pummel mit mehr Fett als Muskeln erwiesen hat. Auch die üppig gezahlten Subventionen machen den Standort unter dem Strich teuer. Ob Bauern oder Bergbau  – jeder Euro, der ausgeben wird, um wirtschaftliche Träumereien zu finanzieren, schwächt die Unternehmen, die erfolgreich wirtschaftten und die Rechnung bezahlen müssen und gefährdet Jobs.  

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