Osterschachturnier in Oberhausen

Schach. Foto: Roland Scheicher Lizenz: Public Domain
Schach. Foto: Roland Scheicher Lizenz: Public Domain

Donnerstag ab 19.oo Uhr beginnt in Oberhausen das diesjährige Osterschachturnier. Dazu hatten sich bereits 165 Teilnehmer angemeldet, aber bis 18 Uhr (Meldeschluß) werden es sicher noch mehr. Von unserem Gastautor Helmut Junge.

Von heute bis Montag werden insgesamt 7 Partien gespielt. Bisher haben sich insgesamt neun Schachmeister bzw. Großmeister angemeldet!
Das ist natürlich kleiner als beim Dortmunder Sparkassenturnier, aber immer noch eine Superlatave für den Pott.
Es ist ein „open“, d.h. jeder kann mit machen. Startgeldgeld zahelen und vielleicht einen der vielen Preise gewinnen, was aber schwierig sein dürfte.
Bekanntester Teilnehmer ist der mehrfache Deutsche Meister und zu seiner guten Zeit einer der besten Schachspieler der Welt, Vlastimil Hort, der seit fast zehn Jahren für den OSV 1887 spielt hat, jetzt aber nicht unbedingt die besten Aussichten auf den Sieg hat, denn es sind jüngere starke Spieler im Rennen. Der OSV1887 ist übrigens auch mein Verein. Ich werde vielleicht auch an einem oder zwei Tagen mal auftauchen, denn sehenswert ist solch ein großes Turnier allemal. Zuschauer sind übrigens immer willkommen und es kostet auch keinen Eintritt. Man muß natürlich die Klappe halten, wenn man neben den Spielern steht. Versteht sich ja irgendwie.
Die Veranstaltung findet in der Mensa der Gesamtschule Alt-Oberhausen statt. Da kommt man am besten hin:
Eingang Mülheimer Straße 155, links neben der Aral-Tankstelle

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5 Kommentare

  1. #1 | Wolfgang Kölnberger , Ehrenpräsident Schachverband Ruhrgebiet,Bezirksspielleiter EL sagt am 29. März 2013 um 11:45 Uhr

    Lieber Sf Junge,

    ich waf am Donnerstag zur Eröffnung des Osteropens beim OSV . Man kann sich doch als schachinteressierter Funktionär so ein „Event“ nicht entgehen lassen.
    Wegen anderer Verpflichtungen kann ich leider nicht als Teilnehmer(Patzer) an Turnier teilnehmen, aber irgendwann klappt das bestimmt mal.
    Der Start und das drumherum hat mir gut gefallen. Kein Riesenaufwand, stille
    aber eindeutige Organisation . Auf anderen großen Turnieren habe ich erlebt, daß
    man weniger Spieler lange nicht so gut und diszipliniert im „Griff“ hatte.
    Getränke – und Essenspreise sehr volkstümlich und erschwinglich.
    Fazit: Ich kann verstehen, daß ein neuer Teilnahmerekord erreicht wurde.

    Mit schachlichem Gruß
    Wolfgang Kölnberger , Marl

  2. #2 | der, der auszog sagt am 29. März 2013 um 12:51 Uhr

    Ich habe es immer geahnt. Schachspieler sind besonders clevere Menschen. In Oberhausen bekommen sie es sogar hin, das Gesetz zum Schutz der Sonn- und Feiertage, dass für den Karfreitag unter anderem ein Verbot von Sportveranstaltungen vorsieht, erfolgreich zu umgehen. Ich zieh meinen Hut und meinen Bauern von E2 auf E4.

  3. #3 | Helmut Junge sagt am 29. März 2013 um 22:37 Uhr

    @der, der auszog,
    heute hat es mehrere Schachturniere in Deutschland und der Welt gegeben gegeben.
    Beim weltweit wichtigsten Turnier aber, nämlich dem Kandidatenturnier in London, das den nächsten Gegner von Weltmeiister Anand ermittelt, kam es heute zu einer Sensation. Der haushohe Favorit, youngster Magnus Carlsen verlor und Exweltmeister Kramnik gewann gegen den zweiten Favoriten Aronian, so daß Kramnik zur Zeit sogar die Tabelle anführt. Für Carlsen-Fans wird das einer Tragödie gleichkommen.Ich hatte die Kämpfe live verfolgt.
    https://london2013.fide.com/

    Ich als Kramnik-Fan bin zufrieden.Sehr sogar, denn Kramnks Spielweise kann ich ich besser nachvollziehen, als die von Carlsen. Ich hoffe, dass er es schafft.
    Vlastimil Hort, der zur Zeit im Oberhausener Oster-Open spielt, war übrigens auch einmal im Kandidatenturnier, und ist dabei ziemlich weit gekommen. Um ein Haar, und er wäre der Herausforderer des damaligen Weltmeisters geworden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Vlastimil_Hort
    Für mich ist Vlastimil Hort eine absolute Schachlegende. Außerdem habe ich gegen ihn im Simultanturnier immer verloren! Dabei hat er mir sogar noch ein paar Züge mehr gelassen als nötig.
    Es lohnt sich also wirklich, dort hinzugehen.

  4. #4 | der, der auszog sagt am 30. März 2013 um 10:57 Uhr

    @Helmut
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich von Schach wenig Ahnung habe. Die Regeln sind mir zwar bekannt, aber das reicht bei weitem nicht, um ein Schachturnier zu bestehen.

    Ich habe diesen Artikel allerdings zum Anlass genommen, mal wieder einen meiner Lieblingssilberlinge in den CD Spieler zu schieben, Manuell Göttschings E2-E4, ein einstündiges elektronisches Musikstück aus dem Jahr 1981, welches lediglich aus zwei Arkorden besteht. Alten Krautrockern wird dieser Berliner Musiker noch ein Begriff sein, u.a. durch Ashra Tempel, wo er zusammen mit Elektronikpionier Klaus Schulze musizierte.

    Das Cover dieser Scheibe ist wie die Musik recht minimalistisch gestaltet und analog zum Titel ein einfaches Schachbrett. Die Unterteilung des Stückes, die mit Namen wie gemäßigter Aufbruch, Ansatz, Mittelspiel, Damen Eleganza, Hoheit weicht überschrieben sind, deute ich mal als die musikalische Simulation eines Schachspiels, welches in einem Remis als letzter Titel endet.

  5. #5 | Helmut Junge sagt am 30. März 2013 um 22:22 Uhr

    der, der auszog
    ich habe als Kind durch Zugucken Schach gelernt. Damals gab es noch so etwas, dass Väter und Onkel wie selbstveständlich miteinander regelmäßig Schach oder Skat spielten.
    Die Welt verändert sich im Kleinen sehr schnell.
    Aber für jemanden, der mit dem Kopf die ganze Welt verstehen will, reicht die Zeit nicht, um beim Schach weit zu kommen. Ich spiele im Verein nicht sonderlich stark, aber das macht nicht viel. Ich spiele gelegentlich und ganz gerne.
    Obwohl ich wenig Zeit dafür habe, möchte ich es nicht missen.
    Ich finde, du solltest Dich mehr dafür interessieren, weil es weniger Sport als Kunst ist. Historisch gesehen sogar ein wichtiges Element unserer Kultur.

    Aber dein Manuel Göttschings E2-E4 höre ich mir mal an, wenn ich Ruhe habe. Vielleicht ist es ja trancefördernd. Heute geht das nicht.

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