Pennywise, Donnerstag, 23. Juni, 19.30 Uhr, Zakk, Düsseldorf

NRW: Rot-grüner Streit ums schnelle Internet…Der Westen
NRW: Bald erstes Lokalradio ohne Rahmenprogramm?…Radiowoche
NRW: Kraft sieht Rot-Rot-Grün im Bund äußerst kritisch…Ruhr Nachrichten
NRW: Wie der Kohleausstieg das Land verändern wird…Welt
Debatte: AfD hat mehr mit Islamisten gemein als mit dem Abendland…Welt
Debatte: Die Briten sind anders…NZZ
Debatte: Die EU tut nichts für Arbeitnehmer…Novo Argumente
Debatte: Die Haftungsgemeinschaft…FAZ
Ruhrgebiet: Buch über Phoenix-Projekt…Der Westen
Bochum: Demonstrations-Leiter widerspricht der Polizei…Der Westen
Dortmund: So feiert das Subrosa seine Dichter…Der Westen
Duisburg: Staatsanwaltschaft kämpft um Loveparade-Prozess…Welt
Essen: Freisprüche im Prozess um angebliche Übergriffe im Groß-Asyl…Der Westen

Landgericht Essen. Quelle: Wikipedia (Lizenz CC)
Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe. Eine alte Binsenweisheit wenn es um Prozesse und deren Urteile geht. In Essen wurden heute vier Männer freigesprochen, die im September 2014 einen Geflüchteten in der Asylunterkunft im Opti Park verprügelt haben sollen.
Die vier Angeklagten im heutigen Prozess hatten es leicht. Eine Teileinlassung gab es von jedem von ihnen. Es habe eine Auseinandersetzung mit Badr Abboussi gegeben. Der sei aggressiv gewesen, habe sie bepöbelt und mit Steinen beworfen. Warum es die Auseinandersetzung gab wollte keiner erklären. Auch eine ehemalige Sozialarbeiterin der Unterkunft konnte nur das Ende schildern, als zwei Securitys den jungen Mann verfolgten und gegen eine Wand hämmerten.
Badr Abboussi hatte es schwer mit seiner Variante der Ereignisse. Er berichtete von Streit am Eingang der Kantine, ein Sicherheitsmann habe nur Frauen dort rein gelassen und ihm den Zugang verwehrt. Kurze Zeit später habe der selbe Mann ihn zu sich gerufen und in die leere Kantine gelockt. Dort seien mehrere Securitys über ihn hergefallen. Für diesen Sachverhalt fehlten allerdings die Zeugen. Außerdem widersprach sich Badr Abboussi zwischen der Aussage heute und einer polizeilichen Vernehmung kurz nach den Vorfällen. Hierbei trat allerdings auch ein Problem zu Tage über das Geflüchtete immer wieder klagen. Schlechte und mangelhafte Übersetzungen. Bei der Polizei wurde Badr Abboussi in arabisch vernommen, er spricht aber besser italienisch, denn in Italien verbrachte er seine Jugend.
Mit vier Angeklagten, die ihre Aussagen abstimmen konnten und einem Geschädigten der keinen Beleg, außer attestierten Verletzungen, für seine Geschichte hatte blieb der Richterin nichts anderes übrig als den von Staatsanwalt und Verteidigern geforderten Verteidigern zu fordern.
Wirklich unangenehm fiel einer der Verteidiger auf, der versuchte Badr Abboussi zu verunsichern und ihn in seinem Plädoyer als „Asylbetrüger“ bezeichnete. Das die Angeklagten sich vor dem Gerichtssaal immer wieder in bedrohlicher Weise vor Badr Abboussi und seinen Unterstützern aufbauten ließ erahnen welches Gefallen sie an einer Machtposition gegenüber den Geflüchteten haben. Drei der vier Angeklagten arbeiten übrigens auch heute noch als Sicherheitsmänner. Zwei von ihnen haben Einträge im Bundeszentralregister.

Am 19. Juni 2016 verstarb Wolfgang Welt, der Popliterat von der Bochumer Wilhelmshöhe. Seine größte Zeit als Autor hatte er vor 35 Jahren als Redakteur beim Stadtmagazin MARABO. Unser Gastautor Peter Krauskopf hat diese Zeit miterlebt.
Es muss nach 2005 gewesen sein, MARABO gab es schon nicht mehr, und Wolfgang Welt hatte seit über 20 Jahren dort nichts mehr geschrieben, als ich die Bochumer Buchhandlung Jansen betrat. Dort stand er und redete zu der Buchhändlerin so begeistert von seiner Arbeit bei dem Stadtmagazin, als sei das alles gestern erst passiert. Als er merkte, dass sein ehemaliger Chefredakteur hinter ihm stand, fielen die von den vielen Psychopharmaka aufgedunsenen Gesichtszüge von einer glücklichen Lebhaftigkeit zurück in eine indolente Starre, er sagte kurz

Es hat sich ja dann doch noch einige Wochen hingezogen, doch heute war es endlich soweit. Frei nach dem Motto ‚Was lange währt wird endlich gut‘ traten erstmalig in Gelsenkirchen Neu-Manager Christian Heidel und sein ausdrücklicher Wunschtrainer Markus Weinzierl gemeinsam vor die versammelten Medienvertreter.
Und im Blitzlichtgewitter bot sich nun für langjährige Schalke-Beobachter ein wahrlich ungewohnter Anblick. Diese beiden anerkannten Fachleute der Szene werden also ab sofort die Geschicke der Königsblauen mit zu verantworten haben. In gut 30 Minuten präsentierten sie den Anwesenden dabei ihre jüngsten Erkenntnisse und Absichten. Professionell, sympathisch. Doch, um es vorweg zu nehmen, wirklich viele neue Erkenntnisse boten ihre Aussagen dabei jedoch nicht.

NRW: Parteien streiten weiter über Wahlrecht ab 16…RP Online
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Ruhrgebiet: „Eine grundandere Art von Geschichtsschreibung“…Rolling Stone
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Essen: Der Serienmörder, der pädophil und sadistisch war…Welt

Der VfL Bochum 1848 hat Dominik Wydra unter Vertrag genommen. Der 22-jährige Österreicher wechselt ablösefrei vom SC Paderborn 07 an die Castroper Straße und erhält beim VfL einen Vertrag bis zum 30.06.2018.
Eine Saison lang spielte der Kapitän der österreichischen U21-Nationalmannschaft (14 Spiele, zwei Tore) für die Ostwestfalen und kam dabei auf 24 Einsätze in der 2. Bundesliga. Zuvor hatte Wydra, der in Paderborn zumeist im zentralen Mittelfeld eingesetzt wurde, in seiner Heimatstadt, beim österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien, 57 Spiele in der Bundesliga absolviert (zwei Tore) sowie vier Spiele in der Europa League (ein Tor).

Mit zehn Testspielen sowie zwei Pflichtspielen im DFB-Pokal und Supercup bereitet sich Borussia Dortmund auf die am letzten August-Wochenende startende 54. Spielzeit in der Fußball-Bundesliga vor.
Wenige Tage nach dem Trainingsauftakt Anfang Juli, der noch ohne die Nationalspieler und EM-Teilnehmer stattfinden wird, bestreitet Borussia Dortmund am Freitag, 8. Juli, das erste Testspiel der Saison in der Region beim Oberligisten Spvgg Erkenschwick. Anstoß im Stadion am Stimberg ist um 19 Uhr. Tags darauf gastiert der BVB beim Regionalligisten Wuppertaler SV. Die Anstoßzeit für die Partie im Stadion am Zoo ist noch nicht fixiert.

Macht, Kunst und Politik prallen beim Impulse Theater Festival im Rathaus von Düsseldorf aufeinander. In dem temporeichen Veranstaltungsformat, mit dem das Festival der freien Szene eine brisante Diskussion eröffnet, werden Kulturpolitiker aller Parteien auf besondere Weise herausgefordert. Statt langer Reden sollen sie ein knappes Jahr vor den NRW Landtagswahlen in 7-Minuten-Statements ihre kulturpolitischen Ziele formulieren. Ihnen gegenüber sitzen diejenigen, die Kultur schaffen und Kunst auf professionellem Niveau betreiben. Dass Kultur ohne die Förderung der öffentlichen Hand kaum möglich ist, ist an diesem Abend keine besonders neue Erkenntnis. Kulturpolitik wird an diesem Samstag Abend nicht neu verhandelt. Am Ende geht es wie immer vor allem um eines – Geld. Dennoch gelingt der israelischen Künstlergruppe Public Movement ein Veranstaltungsformat zu installieren, das eine innovative Dialogplattform zwischen Politik und Kultur schafft. Das ist weit mehr, als man von den üblichen Podiumsdiskussionen erwarten kann und könnte so manche Landtagsdebatte erfrischen.
Die Kulturschaffenden und Betroffenen der Sparpolitik dürfen in der Rolle des Publikums der Diskussion Kritik und Unmut, in Frageform verpackt auf handlichen Zetteln, beisteuern. Durch das Hochhalten von farbigen Karten können sie direkt intervenieren und den Redefluss der Politiker mit der Frage „Warum?“ und der Aufforderung „Sei konkret, gib ein Beispiel!“, stoppen. Begleitet werden die Unterbrechungen von getragen-melancholischer Musik (warum?) und einem fröhlichen Jingle (werde konkret!). Das führte selbst bei hartnäckigen Langrednern zur Unterbrechung des Vortrages – auch weil der Abend von der Reporterin und Autorin Ina Sonnenberg charmant und mit der notwendigen souveränen Autorität moderiert wird.

Die Kulturpolitiker der SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Piraten, der Linken und der FDP sind sich weitestgehend einig: Kunst braucht Förderung, damit sie der Aufgabe, intellektuelle Freiräume und künstlerische Diskurse jenseits von Wirtschaftlichkeit zu schaffen, nachkommen kann. So weit so gut. Dennoch wird der reale Druck auf die Kreativen und Kunstschaffenden angesichts leerer kommunaler Kassen und einem Minimalanteil am Landeshaushalt immer größer. An dieser Frage hakt Martin Maier-Bode (Die Linke) ein, der als Kabarettist nicht nur die Politbühne, sondern auch die harten Bretter kennt, die die Welt bedeuten.

Unser Gastautor Helmut Junge hat sich mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus beschäftigt. Die Reihe hatte ihren Ursprung in verschiedenen Diskussionen hier im Blog.
Seit das Christentum und später auch der Islam mit einem Machtanspruch in die Weltgeschichte eintraten kollidierten ihre Interessen mit den jeweiligen anderen Machtzentren der Welt, aber auch untereinander. Rund um das Mittelmeer, in Europa, Nordafrika und Kleinasien sind Christentum und Islam als letzte zwei Machtzentren verblieben. Ihre gegenseitigen Beziehungen sind geprägt, sowohl von kriegerischen, als auch friedlichen Zeiten. Häufig wird von den Geschichtsschreibern vergessen, dass es zwischendurch auch immer Phasen der gegenseitigen Kooperation gegeben hat, wie es auch Phasen kriegerische Auseinandersetzungen innerhalb jedes der beiden Blöcke gab und auch gibt. Häufig genug gab es in solchen Zeiten auch Bündnisse mit Bündnispartnern, die jeweils der anderen Religion