Was ist eigentlich Anarchie?

Über viele politische Gruppen kursieren die absonderlichsten Vorurteile: Die SPD gilt vielen als links, die Grünen als unkonventionell, die FDP als liberal –  von solchen Problemen können die Anarchisten ein Lied singen: Der Anarchismus, eigentlich eine große Erzählung über die Freiheit, gilt vielen als Synonym für Chaos und Gewalt. Die Anarchistische Gruppe Östliches Ruhrgebiet will helfen, ein paar der Vorurteile abzubauen:

Insbesondere von den Herrschenden, den Medien, aber auch von den meisten Menschen um uns herum wird Anarchismus mit Regellosigkeit, Chaos, Gewalt oder im besten Falle noch mit Träumerei gleichgesetzt. Warum geben sich die Herrschenden so viel Mühe den Begriff Anarchismus negativ zu besetzen und die Idee des Anarchismus zu verunglimpfen? Warum haben sie Angst vor der Idee des Anarchismus? Mit diesen Fragen und den gängigen Vorurteilen wird sich der Vortrag beschäftigen und leicht verständlich die Idee des Anarchismus erklären. Vorkenntnisse über die Philosophie des Anarchismus oder anarchistische Literatur sind nicht notwendig. Der Vortrag wurde aus Sicht von Anarchist*Innen erarbeitet und soll sehr persönlich und praxisnah aufzeigen warum wir AnarchistInnen sind und was wir wollen. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Strömungen des Anarchismus erläutert.

Termin: Freitag. 30. August, 19:00 Uhr, Witten, Trotz Allem, Augustastraße 58

 

Wolfgang Gehrcke und die Jubelsyrer

Screenshot aus dem Mobi-Video zur Demo
Screenshot aus dem Mobi-Video zur Demo

Einer der engagiertesten Friedensopis in der Linkspartei, Wolgang Gehrcke, wird am Samstag auf einer Demonstration für den syrischen Präsidenten Assad in Frankfurt als Redner auftreten. Auf der Propaganda-Veranstaltung werden sich neben deutschen Friedensfreunden vor allem Anhänger des syrischen und des iranischen Regimes tummeln. Die Stoßrichtung ist klar: Der Westen ist Schuld.

„Nach dem Gesetz des Dschungels bombardiert die israelische Luftwaffe Syrien entgegen jedem internationalen Recht – und droht mit der militärischen Zerstörung, sollte Syrien es wagen, sich zu wehren“, fassen die Organisatoren die Situation in Syrien, dessen Regime selbstverständlich moralisch einwandfrei metzelt, zusammen. Die westlichen Alliierten hätten nichts anderes im Sinn, als Syrien zu „zerstören“.

Und wie das bei der sogenannten Friedensbewegung™ so ist, fehlt es auch diesmal nicht an apokalyptischen Endzeitszenarien, die – wie üblich – erst durch westliche Interventionen hervorgerufen werden. In Augstein/Grass-Manier stellt ein etwaiger Angriff auf das syrische Mörderregime für die Verfasser des Aufrufs „eine akute Bedrohung für den Weltfrieden dar. In ihrem Streben nach Macht und Einfluss setzen die Kriegstreiber das Schicksal der Menschheit aufs Spiel.“ Drunter machen’s die Friedensfreunde nicht.

Assads willige Vollstrecker

Am Samstag wird also Wolfgang Gehrcke, Mitglied im Vorstand der Linken-Bundestagsfraktion, das Mikro ergreifen und zu Syrien-Fahnen und Assad-Portraits schwenkenden Pazifisten sprechen.

Mit Mörderbanden und ihren Fans hat Gehrcke Erfahrung. Als die EU vor einigen Monaten einen „militärischen Arm“ der antisemitischen Terrorgruppe Hisbollah auf eine entsprechende Terrorliste setzte, meldete sich Gehrcke zu Wort. Er wolle, „daß der Dialog auch mit schwierigen Partnern fortgesetzt wird.“ Alles andere sei nur „Demonstrationspolitik“, und damit hat seine Partei, die quasi aus Berufsdemonstranten besteht,

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Sieben Zwerge protestieren gegen „Die Rechte“

zwerge

Zu einem ungewöhnlichen Protest gegen die Nazipartei „Die Rechte“ kam es in der vergangenen Nacht in Dortmund. Vor dem Parteibüro zogen sieben Zwerge auf und forderten die Rechtsradikalen auf, am Samstag zu tanzen statt zu schreien. Die Namen der Zwerge, auf die Zipfelmützen geschrieben, waren Andeutungen der Namen bekannter Dortmunder Rechtsradikaler. In einem Bekennerschreiben, das diesem Blog vorliegt, heißt es: „wir sind eine Gruppe genervter Dortmunderinnen und Dortmunder, die keine Lust mehr auf die ewigen Naziaufmärsche in unserer Stadt haben. Daher fordern wir die stadtbekannten Kameraden auf, diesmal doch einfach zu tanzen, statt schon wieder ihre ausgelutschten Parolen zu gröhlen.“

Frühstück

Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz. CC.20
Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz. CC.20

TU: Rektorin Ursula Gather wird Chefin der Krupp-Stiftung…Spiegel

Politik: Zehn-Millionen-Sparpaket rettet Dortmunder Haushalt…Ruhr Nachrichten 

Protest: „Pro Deutschland“-Demo in der Nordstadt…Ruhr Nachrichten

Glücksspiel: Neues Gesetz könnte Aus für viele Spielhallen bedeuten…Ruhr Nachrichten

BVB: Der Film „Wir die Wand“ erkundet das Phänomen der Fußballfans in Dortmund…WA

BVB II: Testspiel – Borussia Dortmund feiert Schützenfest…Goal

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Der Ruhrpilot

Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz. CC.20
Ursula Gather Foto: Gert-Martin Greuel Lizenz: CC.20

Ruhrgebiet: Ursula Gather wird Chefin der Krupp-Stiftung…Der Westen

NRW: Kommunalwahlen am 25 Mai 2014…RP Online

Ruhrtriennale: Die Verwaltung unserer Gegenwart...taz

Bochum: Plagiatsvorwurf gegen Lammert – Vorprüfung an Uni Bochum dauert an…Spiegel

Dortmund: Neues Gesetz könnte Aus für viele Spielhallen bedeuten…Ruhr Nachrichten

Duisburg: OB Link hält Bürgerbegehren zum Erhalt der Platanen für unzulässig…Der Westen

Duisburg II: Polizei befürchtet Krawalltouristen bei Demos am Problemhaus…Der Westen

Umland: Bayern-SPD kämpft mit Kraft…Welt

Die ‚Toten Hosen‘ wollen keine unfreiwilligen Wahlkampfhelfer von SPD und CDU sein



Um ihr Einverständnis gefragt hat Sie offenbar niemand. Trotzdem wird das Lied ‚Tage wie diese‘ der ‚Toten Hosen‘ offenbar aktuell im Wahlkampf eingesetzt.

Dies moniert die Band aktuell zumindest. Wie sie auf Ihrer Facebook-Seite vor wenigen Minuten mitteilten, wollen die Düsseldorfer Punkrocker jedoch nicht mit CDU und SPD in Verbindung gebracht werden und distanzieren sich von den Vorgängen:

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Den Zeitpunkt des Todes selbst bestimmen

 

Caspar David Friedrich: Der Abend
Caspar David Friedrich: Der Abend

 

Wolfgang Herrndorf hat sich das Leben genommen. In den Abendstunden des 26. August 2013, am Ufer des Berliner Hohenzollernkanals, hat sich der Autor seine letzte Würde erhalten, indem er den Zeitpunkt seines Todes selbst wählte und nicht der Krebserkrankung überließ, die bei ihm 2010 diagnostiziert wurde. Von unserem Gastautor David Johansson.

Obwohl ich nur Herrndorfs „Tschick“ gelesen habe, und das auch noch sehr spät, als dieses grandiose Coming-of-Age-Roadmovie-Buch sich längst etabliert hatte, hat mich die Meldung unerwartet getroffen und tief bewegt.

Klar, wie viele habe ich nach der Lektüre von „Tschick“ die Recherche-Maschine angeworfen und bin bei Herrndorfs Blog gelandet, habe seine Einträge eine Weile verfolgt, mitgetrauert, aber irgendwann auch wieder das Ganze aus den Augen verloren. Das Leben geht schließlich weiter. Sagt man so, und so lange man das sagen kann, stimmt es ja auch, irgendwie.

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Der Westverbund der ‚Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte‘ (BAG) fordert Dialogbereitschaft der Politik mit den Fußball-Fans ein

Das Stadion der Gelsenkirchener. Quelle: Wikipedia Foto: Friedrich Petersdorff Lizenz: cc
Das Stadion der Gelsenkirchener. Quelle: Wikipedia Foto: Friedrich Petersdorff Lizenz: cc

Die in letzter Zeit vermehrt umstrittenen Polizeieinsätze in Fußballstadien bewegen weiterhin die Fanszene im Lande.

Nun tritt auch die ‚Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte‘ (BAG) mit ihrem Westverbund in die Öffentlichkeit. Ihre Sprecher rufen die Politik zu einem verstärkten Dialog mit den Fans auf:

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