Oliver Scheytt, Früher einmal Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, Foto: Ralf Schultheiss
Am Montag stellte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück weitere Mitglieder seines Kompetenzteams genannten Schattenkabinetts vor. Mit dabei der ehemalige Ruhr2010-Chef Oliver Scheytt.
Nach der Kulturhauptstadt war es es ruhig um Oliver Scheytt geworden. Im Gegensatz zu Dieter Gorny gelang es ihm nicht ein staatlich finanziertes Rettungsboot für sich und seine Mitarbeiter zu basteln. Scheytt wickelte die Kuturhauptstadt-Betreibergesellschaft ab, begab sich in die Selbständigkeit und wurde Personalberater für den Kulturbereich. Er hat die neue Kölner Kulturdezernentin vermittelt, half einen Intendanten für das gerupfte Theater in Wuppertal zu finden und berät Städte in ganz Europa bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt. Nebenbei war Scheytt aber auch immer Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und somit politisch auf immer aktiv und gut vernetzt.
So hätte es weiter gehen können, wenn ihn nicht vor knapp zwei Wochen Peer Steinbrück angerufen hätte. Der fragte ihn erst ob er eine Frau für den Kulturposten im Schattenkabinett kennen würde und dann, ob er nicht selbst Lust auf die Aufgabe hätte.
„Ich hab dann zwei Tage darüber nachgedacht und entschieden, dass ich das mache“, sagte Scheytt beim gestrigen Pressegespräch in Essen.
In Essen wird es heute zu Protesten gegen das Gewaltsame Vorgehen des Erdogan-Regimes gegen die antiautoritären Demonstranten in Istanbul kommen. Treffpunkt ist um 18.00 Uhr am Willy-Brandt-Platz:
Die Gewalt in der Türkei ist erneut eskaliert. Erdoğan hat anscheinend nicht vor deeskalierend einzuwirken. In einem Land, das Teil des europäischen Wertesystems ist oder zumindest sein will dürfen wir derartiges nicht zulassen.
Alle Menschen, die für Demokratie und gleiche Rechte für Alle einstehen sind -ohne Fahnen oder andere ideologisch zuordnenbare Symbole- herzlich eingeladen gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Je mehr wir sind, umso mehr werden wir gehört. Erdoğan muss erkennen, dass sich die Welt seine Taten nicht einfach nur ‚ansieht‘! Die Bundesregierung muss erkennen, dass sich die Menschen in diesem Land für die Geschehnisse, nicht nur interessieren. Es müssen klare Worte kommen, aus Deutschland, der EU und der ganzen Welt!
„Stoppt die Gewalt!“
Einen Tag, bevor es angeblich Gespräche mit den Protestlern geben sollte wird mit einer Härte durchgegriffen, die kein Menschenverstand verarbeiten kann.
Plötzlich sind Menschen mit Molotofcokteils unterwegs, wo die Protestierenden noch nicht einmal ahnen konnten, dass heute dieser Übergriff stattfinden wird.
Auf der anderen Seite wird die ‚Ülkücü‘ Jugend aufgerufen, sich am Wochenende zu postieren. Der friedliche Protest mündet in ein Gewaltbad. Niemand sollte das wollen!
Wir in Essen und Umgebung, wollen dazu aufrufen wieder Frieden herrschen zu lassen. Allen voran muss MP Erdoğan zeigen, was für eine Art Staatsmann er wirklich ist und ob er wirklich in der Lage ist ‚Gegenstimmen‘ zuzulassen. Ein gewaltsames Auflösen des Protestes zeugt nicht von demokratischem Bewusstsein. Im Gegenteil, es ist das Mittel eines Despoten.
Wir sagen nein, zur Gewalt gegen Protestierende!
Wir sagen nein, zur Okkupierung einer Bürgerbewegung durch etwaige Gruppierungen!
Wir sagen nein, zu antidemokratischen Mitteln!
Wir sagen nein, zur Ausnutzung der Lage für eigene Propaganda!
Die Bertelsmann-Stiftung teilte gestern wesentlich Ergebnisse und Erkenntnisse aus einer gemeinsamen Studie mit dem Institut für Demoskopie in Allensbach mit. Sie gehen von einem weiteren Sinken der Wahlbeteiligung aus. Gravierend neu ist der Inhalt der Studie allerdings nicht. Von unserem Gastautor Walter Stach.
Wenn ich die Ergebnisse der Studie auf die Entwicklung der Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen im Ruhrgebiet herunter breche und auf die dazu im Ruhrgebiet gewonnen Erkenntnisse, dann ergibt sich auch diesbezüglich eine weitgehende Übereinstimmung und eine weitgehende Bestätigung meiner Eingangsfeststellung zur Studie: „Gravierend neu ist das alles allerdings nicht.“
Ist deshalb gegenüber der Studie Gleichgültigkeit angesagt?
Nein, meine ich.
Da Gleichgültigkeit laut Studie stärkste Ursache für Wahlmüdigkeit ist, wäre Gleichgültigkeit gegenüber den Inhalten der Studie fehl am Platze, es sei denn, den politischen interessierten und engagierten Menschen, den politischen Parteien, den Medien ist es aus welchen Gründen auch immer gleichgültig, daß die Wahlbeteiligung stetig sinkt und laut .Studie weiter sinken wird.
„Nach einem ersten Blick“ in die Studie will ich erste Fragen aufwerfen und erste Anmerkungen machen, die möglicherweise zur Diskussion hier im Blog beitragen:
1. Wenn vor allem einkommensschwache und bildungsferne Teile der Bevölkerung nicht wählen gehen und die stärkste Ursache dafür deren Gleichgültigkeit ist und 45% dieser potentiellen Nichtwähler als Grund für ihre Zurückhaltung angeben, sie könnten ohnehin nichts ausrichten, dann frage ich mich nach dem Warum.
-Ist es Fakt, dass sie nichts ausrichten können oder ist es „nur“ ihre persönliche Wahrnehmung?
Ich muss einräumen meine Laune als BVB-Fan war schon einmal besser als derzeit. Da spielt der BVB zuletzt tollen Fußball, man ist seit Jahren eine scheinbar ständig wachsende positive Erscheinung auf der Fußballbühne des Landes und auch auf der in Europa. Aber innerhalb weniger Wochen droht die schöne heile Welt des BVB bedrohlich ins Wanken zu geraten. Ständige Spekulationen über Spielerabgänge, der tatsächliche Verlust von Mario Götze, die im Gegenzug vom Club angekündigte ‚Aufrüstung‘ des Kaders blieb bisher (noch) aus. Wird der BVB nun ein ‚Opfer‘ seiner eigenen Erfolge?
Nein, das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Ich, und wohl nicht nur ich, hatte, nach den Ankündigungen von Aki Watzke den Club im Sommer in Breite und Spitze kräftig verstärken zu wollen, an eine Schließung der offenkundig vorhandenen Lücke zu den Bayern gedacht.
Stattdessen begann die heile Welt des BVB zuletzt doch immer wieder bedrohlich zu schwanken. Seit dem für Außenstehende völlig überraschenden und terminlich selten dämlich bekanntgewordenen Wechsels von Mario Götze zum FC Bayern München mag den Schwarzgelben so wirklich nichts mehr gelingen. Seitdem sind sportliche Erfolge ebenso Mangelware wie Erfolge auf dem Transfermarkt.
Sowohl der Bundesligaendspurt als auch das CL-Finale waren nicht gerade vom Glück gekennzeichnet. Und nun seit Wochen diese Wechselspekulationen rund um den Club…
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