Etliche großformatige Todesanzeigen für Münsters Ex-Bischof Dr. Reinhard Lettmann – Was hätte Jesus wohl darüber gedacht?

DSC06214In dieser Woche starb der Ex-Bischoff von Münster, Dr. Reinhard Lettmann, ausgerechnet auf einer Pilgerreise in Bethlehem. Wenn Menschen sterben ist das immer bedauerlich. So natürlich auch in diesem Fall.

Ich selber bin 1996 aus der Katholischen Kirche ausgetreten und seit Jahren nur noch erstaunter, außenstehender Beobachter der Geschichten und Entwicklungen rund um und über ‚unsere‘ Kirchen hierzulande. Wahrscheinlich bin ich wohl einfach zu pragmatisch um mich bei diesen Themen auch noch in lange Diskussionen zu verstricken. Aber das ist hier und heute auch gar nicht der Punkt. Dies erwähne ich hier auch nur, damit man meine gleich noch folgenden Gedanken vielleicht etwas besser verstehen und einordnen kann:

Da schlage ich doch am gestrigen Samstag, wie eigentlich jeden Tag, die örtliche Lokalzeitung auf, und finde dort diesmal diverse großformatige Traueranzeigen für ‚Herrn Bischoff em. Dr. Reinhard Lettmann‘ , den Bischoff von Münster, welcher mich quasi, als er noch aktiv im Amt war, mein ganzes Kirchenleben lang auch als der theoretisch für mich zuständige Bischof begleitet hatte.

Es finden sich u.a. großformatige Anzeigen zu seinem Tode von der Katholischen Kirche, der Caritas aus Münster und der DKM, der Darlehenskasse Münster (einer kirchlichen Bank) in der vorliegenden Zeitungsausgabe aus dem ‚Medienhaus Bauer (Marl)‘.

Sehr beeindruckend, könnte man denken. Der Mann muss ja wirklich ‚beliebt‘ und auch sehr wichtig gewesen sein, wenn man seiner mit einem so hohem (auch finanziellen) Aufwand gedenkt. Und das sogar hier im fernen Kreis Recklinghausen. Wie hoch wird das Anzeigenaufkommen da erst in und rund um Münster gewesen sein???

Und während ich die Anzeigen so bei einem gemütlichen Kaffee auf mich wirken lasse, frage ich mich insgeheim, wie Jesus das Anzeigenvolumen wohl beurteilen würde, wenn er so etwas noch erlebt hätte? Hätte er grundsätzlich wohl auch so viel Geld gerne in Anzeigen zu seinem Tode investiert gesehen? Eher unwahrscheinlich, oder?

Muss hier noch jemandem etwas bewiesen werden, das Andenken an Dr. Lettmann künstlich ‚gepusht‘ werden? Hätten es kleinere Anzeigen nicht genauso getan? Mussten es gleich so viele sein? Was nutzt das Alles so noch? Wo ist dabei der Sinn?

Was hätte man mit diesem Geld nicht alles an Gutem auf der Welt tun können? Fragen über Fragen…

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Vortragsreise: 18 Jahre unschuldig im Gefängnis

Fernando Bermudez  versuchte 18 Jahre lang seine Unschuld zu beweisen. / Foto: Chantal Stauder
Fernando Bermudez hat sich seinen Optimismus bewahrt: // Foto: Chantal Stauder

Nachdem Fernando Bermudez über 18 Jahre unschuldig in New Yorker Gefängnissen verbracht hat, wurde 2009 offiziell seine Unschuld bewiesen. Als 22-Jähriger wurde er beschuldigt, einen Teenager erschossen zu haben, den er noch nie zuvor gesehen hatte. Heute hält er Vorträge an Polzeihochschulen und internationalen Universitäten, um über die Verfahrensfehler und Manipulationen aufzuklären, die zu seiner Verurteilung geführt haben. Er erklärt, warum sie lange Jahre gängige Praxis in den USA waren. Fernando Bermudez ist noch bis zum 2. Mai auf Vortragsreise durch Deutschland. Schon bei seiner ersten Station an der Ruhr-Universität Bochum beeindruckte er seine Zuhörer mit der unfassbaren Tragik seiner Geschichte. Sie schenkten ihm im übervollen Hörsaal uneingeschränkte Aufmerksamkeit und einen riesigen Applaus.

Im August 1991 erhielt der damals 22-Jährige Fernando Bermudez gerade seine College-Zulassung. Wenige Stunden später nahm ihn die Polizei im Haus seiner Eltern fest. Bermudez wurde Opfer von falschen Zeugenaussagen sowie einer Reihe von Fehlverhalten der Polizei und Staatsanwaltschaft. Gegenüberstellungen und Zeugenbefragungen verliefen fehlerhaft. Der Hauptbelastungszeuge beging eine Falschaussage. Obwohl der Freund des erschossenen Opfers bei einer Befragung aussagte, wer der eigentliche Täter war und sogar seinen Namen nannte, wurde die Zeugenaussage, die als Videoaufzeichnung vorlag, nicht zum Verfahren zugelassen.

Das Problem hierbei war, dass die Zeugen vorbestrafte Jugendliche waren und die Beamten ihnen anboten, ihre eigenen Vergehen nicht weiter zu verfolgen, sollten sie gegen Bermudez aussagen. Im Laufe des Verfahrens wurde Fernando schuldig gesprochen, obwohl es weder DNA-Belege noch ein Motiv gab und mehrere seiner Freunde bestätigten, dass er zum Tatzeitpunkt nicht einmal in der Nähe des Clubs war, in dem es zur Schießerei gekommen war. Bereits 1992, also ein Jahr später, haben die fünf Zeugen ausgesagt, dass sie von der Polizei manipuliert wurden, damit Bermudez als Täter identifiziert wird.

„Ich habe gerade erst angefangen“

Bermudez sagt, er habe vergeben, aber nicht vergessen: „Ich habe mein Leben verloren und es hätte verhindert werden können. Damit klarzukommen war unfassbar schwer. So schwer, dass

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Amazon: „Größtmögliche Auswahl“ – Auch an antisemitischer Hetze…

rosenberg mythus

Antisemitische Hetze und  Nazitexte sind im Internet nur einen Mausklick entfernt. Doch braunes Gedankengut gibt es nicht nur auf dubiosen Download-Seiten sondern auch beim größten Online-Shop Deutschlands: Amazon.

Verbote von Texten, Bildern und Musik sind seit dem Beginn des Siegeszuges des Internets vor 20 Jahren kaum noch durchzusetzen: Ob Hitlers „Mein Kampf“ oder die Hetze gegen Juden einer seit 2003 verbotenen Band wie Landser  ist immer nur einen Klick entfernt. Mehr oder weniger dubiose Downloadseiten haben, neben Bestselleromanen, Filmen und aktueller Chart-Musik  fast immer auch rechtsradikale und antisemitische Inhalte im Angebot, die zumeist unkontrolliert von den Nutzern der Seiten hochgeladen werden. Auch auf eigentlich seriösen Angeboten wie Archiv.org finden sich Nazitexte. Archive.org ist ein US-Angebot, das in Deutschland übliche Verbot von rechtsradikalen und antisemitischen Inhalten gilt dort als Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Allerdings müssen sich an solchen Texten Interessierte nicht durch die Angebote verschiedener Betreiber von Downloadseiten klicken. Ein Besuch beim größten Buchhändler der Welt genügt: Auf amazon.de findet sich eine reichhaltige Auswahl an antisemitischen Büchern und es ist nicht schwer zu finden: Wer das Stichwort „Juden“ in die Suchzeile gibt, dem werden, neben einer großen Zahl seriöser Bücher, auch Nazitexte zum Thema angeboten. Vor allem im Bereich „Marketplace“, dem Marktplatz Amazons, auf dem Drittanbieter im Rahmen des Partnerprogramms ihre Angebote einstellen, werden Suchende rasch fündig:

Bücher von Alfred Rosenberg zum Beispiel. Rosenberg galt als Vordenker der Nazis, er verfasste mehrere antisemitische Schriften und raubte während des zweiten Weltkriegs mit seinem

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Fußball: Der BVB will deutlich in den Kader investieren – Aber wer soll dann gehen?

Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt
Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Die jüngsten Diskussionen um einen möglichen Abgang von Verteidiger Felipe Santana macht das Problem deutlich. Der BVB hat öffentlich angekündigt das zuletzt eingenommene Geld aus den Erfolgen in der Champions League zur nächsten Saison deutlich in Breite und Spitze seines Kaders zu investieren. Man wolle zum ersten Mal seit Jahren wirklich nennenswert Geld in die Hand nehmen, welches nicht nur aus Transfererlösen wiederinvestiert werden könnte, sondern in diesem Sommer deutlich mehr in den Kader investieren. Das hat u.a. Clubchef Aki Watzke öffentlich vor einigen Wochen so angekündigt. Doch wenn nun bald zusätzlich einige neue Hochkaräter und Talente zum BVB kommen sollen, wer soll dann auf der Gegenseite eigentlich das Team verlassen?

Die zurückliegende Woche, in der Sebastian Kehl seinen Vertrag verlängert hat, und in der ein öffentlicher Aufschrei durch die Region ging, das Felipe Santana doch bitte den Verein nicht in Richtung Gelsenkirchen verlassen dürfe/solle, machte das noch einmal ganz deutlich. Die derzeitigen Spieler sind bei den Fans offenbar alle beliebt. Wer soll also gehen?

Sollen alle bleiben und trotzdem ‚Neue‘ dazu kommen? Das dürfte erfahrungsgemäß nicht klappen, wenn der Kader nicht auf eine völlig unpraktikable Größe anschwellen soll. Also, wer soll gehen dürfen/müssen?

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Der Ruhrpilot

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Essen: Stadionbetrieb der neuen RWE-Arena wird deutlich teurer…Der Westen

Waltrop: Schwarze Sonne…FAZ

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Frühstück

Image: Rainer Knäpper, License: artlibre
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Verkehr: Skepsis vor Flughafen-Anhörung…Ruhr Nachrichten

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BVB III: Mourinho schont Khedira und kritisiert Klopp…Focus

Warum die SPD die Bundestagswahl gar nicht gewinnen will und Peer Steinbrück der ideale Kandidat ist

steinbrueck_LPA_kleinViele Sozialdemokraten in den Ländern werden das Fettnapf-Hopping von Peer Steinbrück mit heimliche Freude betrachten. Sein Scheitern sichert ihre Jobs.

1998 – was für ein Triumph: SPD und Grüne lösten CDU und FDP ab. Gerhard Schröder wurde Kanzler, Helmut Kohls Ära endete. der Tag ses Triumphs war allerdings auch der Tag, an dem die SPD zu einer sehr beeindruckenden Niederlagenserie ansetzte. Wir erinnern uns: Zum Beispiel in Hessen, Hamburg, Niedersachsen, dem  Saarland, und in NRW flog die SPD aus der Regierung heraus. Dutzende von Ministern und Staatssekretären verloren ihre Jobs. Aus vielen Ministerien und Staatskanzleien hörte man laustes Wehklagen. Und unter Schwarz-Gelb? Hamburg, NRW und Niedersachsen wurden zum Beispiel zurückerobert. Auch im Osten ist die SPD an mehreren Regierungen beteiligt.

Gewinnen CDU und FDP, können  sich viele Genossen  entspannt zurücklehnen: Ihre Chancen stehen gut, ihre Ämter in den Ländern  zu behalten. Niemand wird sie zwischen den Bundestagswahlen für die Patzer

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