„Wer sich dem antisemitischen Zeitgeist entgegenstellt, riskiert etwas“

Grigory Rabinovich, Volker Beck by (c) Emanuela Danielewicz

Am Mittwoch wurde Volker Beck in der Synagoge Bochum mit der Otto-Ruer-Medaille der Jüdischen Gemeinde geehrt, die Laudatio hielt Richard C. Schneider: „2024 brauchen Juden in Deutschland viele Volker Becks.“

Eine Stadtgesellschaft, die feiert in einer Zeit, „in der wir der antisemitischen Attacken in diesem Land nicht mehr Herr werden“? Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, stellte vor die Frage, die sich seit 10/7, den Massakern der Hamas, jeden Tag stellt: Wer ist Wir? 19 % der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen leugneten den Holocaust oder relativierten ihn, erinnerte Lehrer an die Ergebnisse der kürzlich vorgelegten Studie „Antisemitismus in der Gesamtgesellschaft NRW“, 12 % seien überzeugt, die jüdische Religion erlaube den rituellen Mord an Kindern. Und geben dies ungeniert zu Protokoll. Offenbar, so Lehrer in seinem Grußwort zur Verleihung der Dr.-Otto-Ruer-Medaille an Volker Beck, den Präsidenten der Deutsch-israelischen Gesellschaft (DiG), „haben wir etwas grundlegend falsch gemacht“.

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The Cure XIII – The Cure (S/T)

Ich begann diese Reihe unter der etwas mutigen Prämisse, dass jedes Cure-Album gut ist. Und mit der nagenden Frage, ob ich diese These auch beim selbstbetitelten The Cure aufrechterhalten könnte. Bei allen anderen Alben wusste ich schon ungefähr, was ich schreiben würde. Ja, manche hatte ich seit einer zweistelligen Zahl von Jahren nicht mehr gehört und musste mir manche Songs erst wieder in Erinnerung rufen oder noch mal überprüfen, ob mein Eindruck mit zeitlichem Abstand geblieben ist, aber ich wusste sehr genau, was mich erwartet. Die The Cure hingegen hatte ich wirklich nicht mehr im Ohr und keinen greifbaren Charakter vor Auge. Diese Platte hatte damals offenbar nicht richtig gezündet. Ich erinnerte mich, dass ich sie anfangs gut fand und ich erinnerte mich, dass ich irgendwann im Laufe der Jahre mal dachte: Die ist wirklich nur mittelmäßig. Und dann las ich unlängst, das Robert Smith selbst sie als sein schlechtestes Album bezeichnet hätte.

Ich hörte diese Platte also mit etwas Sorge für dieses Review erneut.

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Steinmeier verteidigt den großen Betrug Deutschlands an Griechenland

Bundespräsident Steinmeier in Kandamos Foto: Bundesregierung/Guio Bergmann


Drei Tage lang besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Griechenland, hielt Reden und verteidigte den großen Betrug der Bundesrepublik an Griechenland.

Am 20. Mai 1941 begannen die Barbaren ihren Angriff auf Kreta: Deutsche Fallschirmjäger landeten auf der Insel. Doch sie mussten nicht nur gegen die dort stationierten Truppen des britischen

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Der BVB ist vom eigenen Anspruch kilometerweit entfernt

Marcel Sabitzer gehört inzwischen zu den Stammspielern im Kader des BVB | Foto: wikipedia / Sandro Halank / CC BY-SA 4.0

Gerade die drei großen Ruhrgebiets-Fußballclubs haben arge Probleme: Bochum ist Tabellenletzter, der BVB flog im DFB Pokal in Wolfsburg raus und Schalke taumelt von der einen Katastrophe zur nächsten. Thommy Junga und Peter Hesse philosophieren dazu über den Ballon d’Or, Jürgen Klopp und Manchester United.

Thommy Junga: Wir müssen leider schon wieder über Borussia Dortmund sprechen! Den Saisonstart holprig verbaselt, jetzt das Pokalaus gegen Wolfsburg. Trainer-Projekt Nuri Sahin wirkt angezählt, der vereinsinterne Moderator Sebastian Kehl verfängt sich Parolen und nun sorgt eine angebliche durchaus prominente Streichliste hinsichtlich des balltretenden Personals für Aufsehen. Gefühlt wird es jeden Tag schlimmer. Wieviel Druck hält der schwarz-Gelbe Kessel noch aus, bis dem Westfalenstadion das Dach wegfliegt?

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Faszination Himmel ‑ Die November-bodo

Susanne Hüttemeister feiert 60 Jahre Planetarium, Linda Rennings erzählt von weiblicher Obdachlosigkeit, Tim Kramer schafft Begegnungsformen gegen Einsamkeit, Ika Sperling wird erste Dortmunder Comic-Stadtschreiberin, Matthias Frense wechselte aus der freien Szene auf den Posten des Bochumer Kulturbüro-Chefs ‑ das Straßenmagazin im November.

Zu den Sternen: Mit fünf Jahren weiß Susanne Hüttemeister, dass sie Astronomin werden möchte. Heute ist sie Vizepräsidentin der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und leitet das Bochumer Planetarium, dasdiesen Monat sein 60-jähriges Bestehen feiert. Ein Gespräch über die Faszination Himmel sowie über Geschichte und Zukunft der Planetarien.

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