Wer aber unter euch ohne Schuld is‘, der zeige den ersten Schuh!

Eigentlich wollte ich hier an diese Stelle watt über Gänseblümkes und Hoppelhäsken  schreiben, aber dann ist der Herr Wulff überraschend immer noch nich‘ zurückgetreten. Viele sind da ja nich mit einverstanden, aber ich sage, datt is‘ gut so und ich habe da Gründe für, sogar mehre.

 

1. Datt is‘ nich datt, wonach datt aussieht, Schatz!

Da wird doch nur wieder ein Socken aufgeblasen vonne Medien, weil die beleidicht sind, datt der denen nich‘ alles erzählt. Mal angenomm, Sie haben auffe Arbeit Murks gemacht, renn Sie da gleich zum Beichtstuhl– oder hoffen Sie, datt kein Schwein watt merkt und datt sowieso keiner sich wagt, Sie zu verpetzen? Ebent. Und wer von uns hat keine Freunde inne Wirtschaft, wo einem mal unter die Arme greifen, wenn man selbst zu besoffen is‘ um den Weg nach draußen zu finden zu klamm is‘, für um ein hässliches Backsteinhäusken zu finanzieren?

Außerdem, der Herr Wulff findet die Pressefreiheit ganz toll und auch wichtich und wollte den Artikel auch nich‘ verhindern, sondern nur verschieben und er hat auch nich‘ gedroht, sondern nur angekündicht, watt sonst passieren könnte, ne.

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Ausstellung: “Opfer rechter Gewalt”

In Dortmund kann man sich  von morgen bis zum 28.Januar die Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“ anschauen.

Das kam eben vom Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) rein:

Vom 11.01. bis 28.01.2012 ist in der Dortmunder Petrikirche die Ausstellung “Opfer rechter Gewalt” zu sehen. Zur Eröffnung findet am heutigen Dienstag, dem 10.01.2012, ein Vortrag mit dem Schwerpunktthema rechte Gewalt in Dortmund statt. Die Referent_innen sind im Dortmunder Antifa-Bündnissesorganisiert. Eine weitere die Ausstellung begleitende Veranstaltung findet am 17. Januar im Dietrich-Keuning-Haus statt: “Kein 10. Opfer!”? – Nationalsozialistischer Untergrund, Rechtsterror und die Rolle des Staates.

Gerade die aktuelle Debatte um die Morde des NSU zeigt einmal mehr, wie wichtig antifaschistische Aufklärung über rechte Strukturen und rechte Gewalt ist. Der heutige Vortrag setzt sich mit den Neonazistrukturen in Dortmund, den unterschiedlichen Formen rechter Gewalt und dem weitgehenden Versagen der Dortmunder Polizei und Justiz auseinander.

Vortrag: Rechte Gewalt in Dortmund
10.01.2012 | 18Uhr | Reinoldinum (Schwanenwall 34)
 

Nichtrauchen schadet vielleicht Ihrer (geistigen) Gesundheit!

Hier bei den Schlot…, äähhh, Ruhrbaronen wird in letzter Zeit wieder viel übers Rauchen diskutiert. Hhmm…, ich bin jetzt seit knapp 18 Jahren Nichtraucher. Gelegentlich rieche ich gern Zigaretten-, Pfeifen- oder Zigarrenrauch in meiner Umgebung. Nimmt die Konzentration aber Smog-Stärke an, verlasse ich Kneipen, Restaurants, besuche sie nie wieder, schneide mir vor dem Zuhause meine nikotinvergifteten Haare ab und verbrenne die geräucherte Kleidung auf dem Rasen, betrete nackt unsere Mietwohnung und dusche für Stunden.

Den letzten Halt und Schliff für lebenslange Nichtraucherei gab mir eine Körperwelten-Ausstellung des umstrittenen Prof. von Hagens. Da – so meine ich mich zu erinnern –  sah ich eine reine, eine unschuldige, eine unbefleckte, eine zarte weißrosa Lunge, welch‘ Locken, welch’ Eros, welch’ Glück!

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Religionsschule Waldorfschule: ein „Umkreisen Gottes“

Armillarsphaere Foto: Felix Steger Lizenz: PD

Bei den Ruhrbaronen streitet man darüber, ob es an öffentlichen Schulen bekenntnisorientierten Religionsunterricht geben sollte. An den Waldorfschulen gibt es ihn – als Ablenkungsmanöver von der alles durchdringenden religiösen Prägung durch die Anthroposophie. Von Andreas Lichte.

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”

Schwieriger wird es, will man die Religion Anthroposophie auch als solche erkennen, Prange führt aus: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist,

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Theater Lebendich sucht neue Räume

Seit 2007 gibt es das Theater Lebendich und seit dieser Zeit musste die Truppe um Melanie Schmitt-Nagler sich immer wieder auf die Suche nach neuen Räumen machen. Jetzt ist es wieder soweit.

Der Grund: Das Theater Lebendich muss bis zum 1. Februar aus dem Union-Gewerbehof raus, wo es eine Halle zwischennutzen konnte.

Was wird jetzt gesucht?

Ein Probenraum der mindestens 80-100 m² hat. Dort sollte es die Möglichkeit geben, die Requisiten stehen zu lassen. Es sollte dort auch möglich sein  laut zu sprechen  und Schwertkampf machen können. Die Probenzeiten belaufen sich hauptsächlich in der Woche auf 2-3 mal von 17-21 uhr und am wochenende oft ganztags. Kurz vor den Aufführungen  wird auch bis spät in die nacht geprobt. Der Raum  sollte beheizt sein und es muss Toiletten geben. Desweiteren braucht das Theater  ein Aufführungsraum – dort muss der Brandschutz gegeben sein. Ideal wären Räume in Dortmund, die gut mit dem Nahverkehr erreichbar sind.

Das Theater Lebendich existiert seit 2007 und hat im vergangenen Jahr den Petra Meuerer Preis  gewonnen.

Kontakt: Theater Lebendich

Duisburg: Sauerlands letzter Fan

Duisburg Oberbürgermeister Adolf Sauerland gehört zu den unbeliebtesten Politikern der Republik. Die Chancen stehen gut, dass die Duisburger ihn bis zum 12. Februar abwählen. Aber auch Sauerland hat noch Fans. Sogar ausserhalb seiner Partei.

Mit Trotz halten die Duisburger Christdemokraten an ihrem Oberbürgermeister Adolf Sauerland fest. Im Rest des Landes scheint die CDU nur froh zu sein, wenn Sauerland aus dem Amt und aus der Schlagzeilen kommt. Der muss sich am 12. Februar einem Abwahlverfahren stellen. Stimmen knapp 92.000 Duisburger gegen ihn, ist der Sauerland Geschichte, gibt es eine Chance dass der Stillstand unter dem die Stadt seit der Loveparade-Katastrophe leidet, ein Ende findet.

Aber auch Sauerland ist nicht allein. Auch er hat noch Anhänger und das sogar ausserhalb der eigenen Reihen. Einer ist der Duisburger Ratsherr Rainer Grün von der Duisburger Alternativen Liste (DAL). Irgendwann einmal hat Grün Mediengestalter gelernt, seine Leidenschaft sind seitdem selbstgebastelte Internetseiten und auf denen trommelt er für den Christdemokraten Adolf Sauerland und gegen eine angebliche Medienhetze, eine angeblich von der WAZ gesteuerte Kampagne. Die soll das Ziel haben, die SPD zurück an die Macht zu bringen.

Sauerland, das ist für Grün nicht der Loveparade-Versager,  sondern der Motor des Wandels:

Er hat seit 2004 viel für unsere Stadt getan und für neuen Aufbruch gesorgt nachdem die SPD in ihrer über 56 Jahre währenden Herrschaft unsere Stadt in den Abgrund führte und einen riesigen Schuldenberg wie auch eine sterbende

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Der Ruhrpilot

Adolf Sauerland

Duisburg: Ab heute Briefwahl im Abwahlverfahren von OB Adolf Sauerland (CDU) möglich…Pottblog

Duisburg II: Mit 91.478 Stimmen wäre OB Sauerland aktuell abgewählt…Der Westen

Duisburg III: Piratenpartei ruft zur Abwahl von OB Sauerland auf…Der Westen

NRW: Röttgen will Kraft zum Sparen antreiben…Bild

NRW II: Einkaufen wieder nur noch bis 20 Uhr?…WZ

Ruhrgebiet: Anreiz für mehr Kooperation…Der Westen

Ruhrtriennale: John Cage-Rarität zum Auftakt…Der Westen

Bochum: Stadtwerke ziehen grüne Strom-Bilanz…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Blockaden sind Meinungsäußerung…Ruhr Nachrichten

Duisburg IV: Die Geisterstadt…Bild

Essen: „Freie Schule“ öffnet dem Nachwuchs im Norden Tür zur Kunst…Der Westen

Essen II: Für mittlere Einkommen wird’s eng auf dem Wohnungsmarkt…Der Westen

Herne: Michelle Müntefering will in den Bundestag…Der Westen

Online: „Wulff-Witze im Internet können teuer werden“…Xtranews

Debatte: “Rassismus als eine tödliche Realität in Deutschland”…Publikative

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Essen: Freiraum-Initiative fühlt sich nicht ausgeschlossen

Mit einer Erklärung widerspricht  die Freiraum-Initiative, die 2010 das DGB-Haus an der Schützenstrasse in Essen besetzt hat,  Medienberichte der vergangenen Tage:

Wir fühlen uns aus der RTL-Immobilie (bitte nicht zu verwechseln mit dem DGB-Haus) weder ausgeschlossen, noch spielt „verletzte Eitelkeit“ eine Rolle bei unserer Entscheidung, diese Räume als Freiraum nicht zu beziehen. Im Vordergrund standen zunächst mal Finanzierungsprobleme, da auch bei einer Quadratmetermiete von nur 2,50€ bei etwa 1000qm, im Monat 2500€ plus Nebenkosten und Investitionskosten aufgebracht werden müssen. Ohne die Möglichkeit der Durchführung

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Wie war das mit den Hausbesetzungen im Ruhrgebiet?

Die AG Kritische Kulturhauptstadt und die Ruhrbarone wollen am 23. Februar in der Goldkante in Bochum über die aktuelle Bewegung für unabhängige Zentren im Ruhrgebiet diskutieren. Und dazu brauchen wir Eure Hilfe.

UZDO, Freiraum oder DU it Yourself – in den beiden vergangenen Jahren gab es verschiedenen Versuche zur Gründung unabhängiger Zentren im Ruhrgebiet. Bislang waren alle erfolglos. Ob in Dortmund, Essen oder Duisburg – egal ob über Verhandlungen oder Besetzungen, bis heute gibt es keines der geforderten Zentren. Das ist und war nicht immer so: Das Autonome Zentrum in Köln ist ein Beispiel für eine erfolgreiche Besetzung. Und auch die Geschichte des Bahnhof Langendreer in Bochum, des AZ in Mülheim und des Union Gewerbehof in Dortmund sind eng mit der Hausbesetzerbewegung verknüpft.

Neben ein- oder zwei  Diskussionsrunden – unter anderem zu der Rolle der Ordnungspolitik als Instrument gegen Besetzungen – wollen wir auch eine kleine Ausstellung über Hausbesetzungen im Ruhrgebiet machen. Und jetzt kommt ihr ins Spiel: Wir suchen Zeitungsausschnitte, Fotos und Flugblätter von möglichst vielen verschiedenen Besetzungen im Revier. Gerne auch über die Besetzungen ganzer Zechensiedlungen, die in den 70er und 80er Jahren dazu geführt haben, dass viele Siedlungen nicht abgerissen sondern erhalten wurden.

Also: Wer uns helfen kann bitte bei  info (at) ruhrbarone . de melden.