Der Ruhrpilot

Dortmund: Statt Envio geht Bezirksregierung PCB-Sanierung an…Der Westen

NRW: Herr Röttgen trifft die Basis…Welt

NRW II: Aus Schwarz mach Grün…RP Online

NRW III: Kommunen wollen nicht für Schulreform zahlen…RP Online

NRW IV: Deponieverordnung – Ist da der Bock zum Gärtner gemacht?…Zoom

Hamm: Bergwerk Ost wird nach China verkauft…Der Westen

Essen: RWE will Kronprinz küren…RP Online

Essen II: Wohnungen und Häuser so beliebt wie noch nie…Der Westen

Bochum: Zeltfestival Ruhr etabliert sich am Kemnader See…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Konzertreihe floppt trotz bekannter Stars…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Anwohner in Laar bedrohen entlassenen Sextäter…Der Westen

Umland: Der totale Geißler…Rot steht uns gut

Medien: Durchbruch bei der Tarifrunde für Tageszeitungen…Pottblog

 

Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen

Rudolf Steiner um 1905 (Quelle: wikipedia)

Wir haben ja immer mal wieder Auseinandersetzungen mit Waldorf Anhängern. Und wir haben immer wieder kritische Texte zu Steiner veröffentlicht. In unserer Reihe „Sommerlachen mit den Ruhrbaronen“ präsentieren wir einen Text des Begründers der Waldorfschulen und Detmold-Fans Rudolf Steiner.

Man kann Steiner kritisieren. Man kann sich über die Buchstabentänzer lustig machen. Man kann argumentieren, analysieren und diskutieren. Haben wir alles gemacht. Aber heute greifen wir zu einem ganz üblen Mittel: Dem Zitat. Nach der Lektüre des Steiner-Textes „Die Mission einzelner Volkseelen“  bin ich mir unsicher: Entweder hätte der arme Kerl damals einen  Arzt gebraucht oder wir haben es bei ihm mit einem Zyniker zu tun, der rausbekommen wollte, welchen Unfug man denn den Menschen so erzählen kann, ohne das ihr Gehirn platzt.

Hier ein paar Zitate:

Über Detmold:

Für die Außenwelt muß es, wie gesagt, als Narretei erscheinen, wenn wir als den Punkt, von dem ausstrahlt, was nach den verschiedensten germanischen Volksstämmen hinwirkt, dasjenige Gebiet bezeichnen, das heute über Mittel-Deutschland liegt, aber eigentlich über der Erde gelegen ist. Wenn Sie etwa eine Kreislinie zögen, so daß in diese Kreislinie hineinfallen würden die Städte Detmold und

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Friedensforscher Johan Galtung ist in der neuen Mitte Tübingens gut angekommen

Johann Galtung Foto: David Lisbona/cc/Wikipedia

Die Friedensstadt Tübingen sucht nach Verbündeten. Und lässt den Friedensforscher Johan Galtung hetzen. Man sollte das Angebot Tübingens großzügig ablehnen. Von unserem Gastautor Anton Brenner

Tübingen am 16. Juli 2011. Johan Galtung spricht auf dem Tübinger Marktplatz. Das Schwäbische Tagblatt berichtet am 18. Juli 2011 über Galtungs Rede, die mit großem Beifall bedacht wurde:

Oberbürgermeister Boris Palmer begrüßte die „Friedensstadt“. Tübingen zeichne sich auch dadurch aus, „dass die Menschen hier für andere Menschen einstehen“, so Palmer. Sein Folgeredner, der norwegische Friedensforscher Johan Galtung, kritisierte die westliche Außenpolitik, besonders die der Vereinigten Staaten: „Die USA haben seit 1805 weltweit 17 bis 20 Millionen Menschen getötet, das sind viel mehr als Hitler, wenn auch in einem größeren Zeitraum“, sagte der 80-jährige Träger des Alternativen Nobelpreises. Deutschland sei „Teil des US-Imperialismus“, fügte er an. „Der Herr Deutschlands sitzt seit 1945 in Washington und der heilige Geist ist die Nato.“ Auch Galtung betonte die wachsende Bedeutung von Städten bei Friedensinitiativen weltweit und appellierte an Palmer: „Verbünden Sie sich mit anderen Städten!“

Das führte zu unterschiedlichen Reaktionen. Nach der Zeitungslektüre schrieb ich an das Schwäbische Tagblatt, an Boris Palmer und an die Linke:

Nach Johan Galtung war die deutsche 68-er Bewegung „eine Unabhängigkeitsbewegung“ des teutonischen Denkstils gegen den angelsächsischen (Leviathan 3,83). Das greift die Neue Rechte freudig auf. Horst Mahler (NPD, früher SDS) schrieb 1998: „In der 68er Bewegung sind zwei

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Der Ruhrpilot

Trauer: Wir trauern um Joerg-Olaf Schaefers…Netzpolitik

Trauer II: Joerg-Olaf Schaefers ist tot…Pottblog 

Trauer III: Joerg-Olaf Schaefers ist tot…Wirres

Trauer IV: Jo…F!XMBR

Trauer V: R.I.P. Joerg-Olaf Schaefers…Indiskretion Ehrensache

Energie: Verdi fordert von Eon Klarheit für Ruhrgas…Der Westen

Bochum: Ruhrpott-Spezial mit Regisseur Adolf Winkelmann beim Fiege Kino Open Air…Pottblog

Dortmund: Envio klagt gegen die Sanierung des Gift-Geländes…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Literarisches bei Poesie im Puff…Ruhr Nachrichten

Dortmund III: Keine Nazi-Demo im Kreuzviertel…Der Westen

Dortmund IV: RWE braucht Kapital und Dortmund verliert Geld…Der Westen

Duisburg: „Stadtspitze lässt keine klare Linie erkennen“…Der Westen

Essen: Parteien in Essen streiten um das „Sozialticket“…Der Westen

Umland: Ist die Angst der Brauereien vor den Folgen von Fracking nur Populismus?…Zoom

Medien: Blogger im Gespräch mit Peer Steinbrück...FAZ

Die neue bodo: Themenheft Wasser

Heute erscheint die August-Ausgabe des Straßenmagazins. Eine guet Nachricht, denn dann kan man es ja auch kaufen!

In der August-Ausgabe des Straßenmagazins bodo dreht sich alles ums Wasser. Und ab heute gibt es das Heft  in Bochum und Dortmund zu kaufen: Die bodo-Redaktion hat uns schon einmal gesagt, was Euch erwartet:

„Was hat denn „Wasser“ mit einer Straßenzeitung zu tun, werden Sie vielleicht fragen. Manchmal gruppieren sich Geschichten die wir erzählen wollen wie von selbst um ein Thema. Für unsere Hochsommerausgabe ist es das kühle Nass, ob fließend oder stehend – Hauptsache nicht „von oben“, ergänzen wir mit Blick auf den verregneten Juli.

Vom Wasser ausgehend sind Porträts, Reportagen und Geschichten entstanden, die zu uns passen: Es geht um die Region, um Kultur und Soziales. Wir radeln bis zur Emscherquelle, porträtieren den Macher des Kneipenschiffs „Herr Walter“ und den Stahl-Künstler Frank Bartecki im Dortmunder Hafen, gehen mit blinden Menschen „Schnuppertauchen“, besuchen den Gebrauchtbootemarkt in Unna, lassen uns erklären was Fracking ist und erzählen die Geschichte von Otto, der ohne Obdach aber mit einem Boot nach Dortmund kam.“

Zusätzlich im Heft: Nachberichte zu „Unbehaust – 100 Zelte Kunst“, zum Alternativen Medienfestival, zum Internationalen Kongress der Straßenzeitungen in Glasgow und zu den bisherigen Veranstaltungen zum Thema „Roma in Dortmund“.

Klimaschutzgesetz NRW: „„Die meisten Unternehmen wollen nicht wahrhaben, dass es für sie gefährlich wird“

Windpark Bowbeat, in Großbritannien Quelle: E.ON UK

Die Energiewende hat begonnen, und jetzt soll alles ganz schnell gehen: Bund und Land wollen Kernkraftwerke abschalten, gleichzeitig CO2 einsparen und den Energieverbrauch drosseln. Und das alles am Besten gestern. Bürger und Unternehmer stehen vor schwierigen Zeiten.

Klimaschutz über alles – das ist, auf eine griffige Formel gebracht, der Inhalt des Klimaschutzgesetzes, das die Landesregierung auf den Weg gebracht hat. Sie sieht durch den Klimawandel bis zum Jahr 2050 50 Milliarden Euro Schäden auf das Land zu kommen und will nun energisch gegensteuern. Zu dem Gesetz, so steht es in der Vorlage des Kabinetts mit grimmiger Entschlossenheit, gäbe es keine Alternative.

Das sieht Prof. Manuel Frondel, Energiespezialist vom Wirtschaftsforschungsinstitut RWI, Essen, anders. Er hält den Gesetzentwurf der Landesregierung für befremdlich: „Man hat den Eindruck, in die Kleinstaaterei des 18. und 19. Jahrhunderts zurückgekehrt zu sein. Wir reagieren auf eine globale Herausforderung mit Landesgesetzen.“

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Neue RVR-Chefin hat ihren ersten Arbeitstag

Karola Geiß-Netthöfel tritt heute ihren Job als Regionaldirektorin des RVRs an. Damit könnte eine Phase der Lähmung des größten Kommunalverbandes Deutschlands zu Ende gehen.

Mit Karola Geiß-Netthöfel verbinden sich viele Hoffnungen. Heute hat die Juristin  ihren ersten Arbeitstag als Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr und auf sie wartet viel Arbeit: Der RVR ist seit der vergangenen Kommunalwahl für die Regionalplanung des Reviers zuständig. Die Reste der Kulturhauptstadt müssen ab- und weiterentwickelt werden und die Städte des Ruhrgebiets von dem Sinn weiterer Kooperationen überzeugt werden. Aufgaben, denen ihr Vorgänger Heinz-Dieter Klink nie gewachsen war. Klink war 2005 vom damaligen Dortmunder Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer als RVR-Chef durchgesetzt worden. Langemeyer wollte die Macht der Oberbürgermeister stärken. Wie kein zweiter stand er für die das Ruhrgebiet seit Jahrzehnten lähmende Kirchturmpolitik. Sein Ideal war ein möglichst schwacher RVR-Chef ohne Ideen. Klink erfüllte diese Anforderung so perfekt, dass er am Ende der rot-grünen Koalition im Ruhrparlament, die ihn wählte, peinlich war. Einen wie Klink, hörte man immer wieder aus den Kreisen von SPD und Grünen, will man auf keinen Fall wieder.  Die SPD machte sich auf die Suche nach einem profilierten Kandidaten und glaubte ihn in dem ehemaligen Evonik-Vorstand Christoph Dänzer-Vanotti gefunden zu haben. Dänzer-Vanotti trat allerdings kurz nach seiner Berufung aus gesundheitlichen Gründung von seiner Kandidatur zurück.

Karola Geiß-Netthöfel soll es jetzt richten. Die gebürtige Lünenerin war bislang stellvertretende Regierungspräsidentin in Arnsberg und somit auch für das gesamt östliche Ruhrgebiet zuständig. In der Bezirksregierung hat sie sich vor allem um die Kommunalfinanzen und die Regionalplanung gekümmert – Themen, die ihr auch in ihrem neuen Aufgabenfeld treu bleiben werden. 

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