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Der Ruhrpilot

Anis Amri Foto_ BKA


NRW:
Neuer Amri-Untersuchungsausschuss…Tag24
NRW: AfD hat keinen Platz im Landtagspräsidium…RP Online
NRW: Landtag wählt CDU-Politiker Kuper zum Parlamentspräsidenten…Zeit
Debatte: Das Pariser Abkommen ist Vergeudung von Zeit und Geld…Welt
Debatte: Religion berauscht nicht mehr…Jungle World
Debatte: Der Unterschied zwischen wahren Konservativen und AfD-Schreihälsen…Welt
Debatte: Dekadenz endet im Verfall…Cicero
Debatte: Deine Lebensmittelallergie ist wahrscheinlich pure Einbildung…Zeit
Debatte: „Es gibt keine rechte Islamkritik“…Antifa-Infoblatt
Debatte: Warum eine Energiewende mit Windkraft nicht gelingen kann…Novo Argumente
Debatte: Zeit der Nächstenliebe, Zeit des Mordens…NZZ
Ruhrgebiet: Freibäder öfter zu wegen fehlender Rettungsschwimmer…WAZ
Ruhrgebiet: Die 17. Extraschicht…WAZ
Bochum: Freie Kulturszene stellt Festival BO-Biennale auf die Beine…WAZ
Bochum: Hausbesetzer suchen Gespräch mit der Stadt…Bo Alternativ
Dortmund: Kunst in hoher Zahl aus städtischem Besitz verschwunden…WAZ
Duisburg: Weißer Riese in Hochheide wird später gesprengt…WAZ
Essen: Jugendliche sind in Katernberg an Masern erkrankt…WAZ

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Dortmund: Nordstadt-Paradies

 

Sonnenaufgang in der Nordstadt


Nach der Uni sitze ich gemeinsam mit einer Kommilitonin im Zug von Bochum nach Dortmund. Der Tag ist sehr schön und sonnig, die Atmosphäre im Ruhrgebiet ist großartig, sehr belebt, weltoffen und metropolitan. Von unserer Gastautorin Rachma Ayu. 

Ich kenne mich noch wenig aus, da ich relativ neu hier bin, besonders in Dortmund, wo ich derzeit wohne. Ich meine damit nicht die allgemeine geographische Information über Dortmund, sondern eher den Charakter des Stadtteils von Dortmund, wo ich wohne – in einem Backsteinhaus, das im Hinterhof eines Gründerzeithauses steht. Es ist ein freistehendes Gartenhaus, das an die Hofhäuschen in Berlin erinnert, weil die Lage so versteckt, heimlich und ruhig ist. Ich nenne diese Hütte „Uhlandvilla“, weil sie sich in der Uhlandstraße befindet. Obwohl es keine richtige Villa ist, gebe ich ihr einfach den Namen, um ein wenig Feenstaub darauf zu streuen. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot


Dortmund:
Vier Vorstellungen im Schauspiel fallen aus…WAZ
NRW: CDU und FDP wollen das Handwerk stärken…RP Online
NRW: Schwarz-Gelb beerdigt Hygieneampel und Frauenquote…WAZ
NRW: „Die lecken immer noch ihre Wunden“…Focus
Debatte: Zeitalter der Identität…NZZ
Debatte: Will die SPD Volkspartei bleiben, braucht sie mehr Buschkowsky…Welt
Debatte: „Grund­lagen einer Geschlechterapartheid“..Jungle World
Debatte: Populismus gefährdet den Frieden in Europa…Welt
Ruhrgebiet: Abschied vom „Theaterarbeiten“…RP Online
Bochum: Ehrenamtliche übersetzen bei Pro Familia für Flüchtlinge…WAZ
Dortmund: Vermieter will Künstler rausekeln…Bild
Duisburg: Abschiebung – Schule ruft Notarzt und Seelsorger…WAZ
Essen: SPD verspielt Neuanfang…WAZ

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Tolle Frikadelle: Endlich wieder ein Meistertitel für den FC Schalke 04

Auf Schalke wird gefeiert. Foto: Michael Kamps

Vorbei sind seit heut endlich die Zeiten, in denen der ruhmreiche FC Schalke 04 nur als mitleidiger ‚Meister der Herzen‘ betitelt werden musste. Seit gerade ist nämlich offiziell klar, dass die Königsblauen eine neue Meisterschaft tatsächlich ihr eigen nennen können:

Die umstrittene Tierschutzorganisation PETA kürte Schalke nun zum offiziellen ‚Veggie-Meister‘. Die großen Bayern nur auf Rang Drei, der BVB gar nur auf Rang Sieben. Was für eine Erleichterung bei den Königsblauen!

Die Korken dürfen nun also auch in Gelsenkirchen, nur wenige Tage nachdem der ungeliebte Nachbar Borussia Dortmund jubelnd mit dem DFB-Pokal durch seine Innenstadt fahren durfte, endlich mal wieder in Serie knallen. Diesen Titel kann den ‚Knappen‘ nämlich diesmal tatsächlich niemand mehr nehmen. Weiterlesen

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No-Go-„Journalismus“ – Das große Mimimi des Dortmunder Wut-Oberbürgermeisters Sierau

Dortmunds Wut-Oberbürgermeister Ullrich Sierau Foto: Itti Lizenz: CC BY-SA 3.0

Anfang Mai erschien in der Zeit ein Artikel über die Dortmunder Nordstadt. Viele Dortmunder kritisierten ihn als zu düster und von Vorurteilen geprägt, ich habe ihn hier im Blog verteidigt. Heute nun hat sich  auch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) zu Wort gemeldet. Mit einer langen Pressemitteilung im Wutbürger-Stil. Von No-Go-„Journalismus“ schreibt Sierau. Die beiden Kollegen der Zeit, erfahrene und qualifizierte Kollegen, nennt er arrogant „zwei junge Nachwuchskräfte“.  Weiterlesen

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Der plappernde Affe

Gabriel Cornelius Max – Návštěva v ateliéru – gemeinfrei

Engine Hedda (AutorenVerlag Matern) ist auf den Ruhrbaronen bereits durch einige Videos aufgefallen. Hier ihr erster Text, der während ihres Pfingsturlaubs entstanden ist: Weiterlesen

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Unstatistik des Monats: Trend nach Wunsch bei Pflanzengift

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2016): Absatz an Pflanzenschutzmitteln in der Bundesrepublik Deutschland – Ergebnisse der Meldungen gemäß § 64 Pflanzenschutzgesetz für das Jahr 2015, Tabelle 3.2.

Die Unstatistik Mai ist eine in vielen Medien wiedergegebene Warnung vor einer steigenden Nutzung von Pflanzengift in der deutschen Landwirtschaft. So titelte die Berliner Zeitung am 12. Mai „Über 34 000 Tonnen – Bauern spritzen immer mehr Pflanzengift“. In Wahrheit gibt es aber keinen Nachweis, dass die Nutzung ansteigt.

Die Zeitreihe der jährlich in Deutschland verkauften Pflanzengifte schwankt nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – vor allem witterungs- und preisbedingt – zwischen 30.000 und 35.000 Tonnen. So erhält man beim Vergleich der Jahre 2009 (30.162 Tonnen) und 2015 (34.752 Tonnen) einen positiven Trend. Vergleicht man hingegen die Jahre 2008 (34.664 Tonnen) und 2014 (34.514 Tonnen), erhält man einen leicht negativen Trend. Und der würde mit den neuen Zahlen aus 2016 – noch nicht in den obigen Meldungen enthalten – sogar noch stärker, da sich nach Angaben des Industrieverbands Agrar e.V. (IVA) der Absatz im Jahr 2016 stark rückläufig entwickelt hat. Offizielle Daten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für das Jahr 2016 liegen bisher nicht vor.

Jede Zeitreihe, die zufällig um eine Konstante herum schwankt, hat, wenn man in einem Tal anfängt und auf einem Berg aufhört, einen positiven Trend. Und umgekehrt erzeugt man einen negativen Trend beim Start auf einem Berg und Ziel in einem Tal. Wie man an der unten stehenden Abbildung leicht erkennen kann, kann man damit sehr unterschiedliche Aussagen erzeugen, je nachdem, welches Jahr man zum Vergleich heranzieht.

Die gleiche Methode – ein Tal auszuwählen und oben am Berg aufzuhören – wird auch gerne von Investmentfirmen verwendet, die bei potenziellen Kunden den Eindruck erwecken möchten, dass der Wert ihres Produkts stets nach oben geht. Die Moral der Geschichte ist: lassen Sie sich immer die ganze Kurve zeigen.

Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de .

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Bullshitbingo mit Urbane Künste Ruhr

Es ist Sommer. Man trinkt an lauen Abenden Bier und verachtet die Grünen für ein paar Momente etwas weniger als sonst, weil man im Warmen vor der Kneipe rauchen kann. Kinder jagen sich mit Stöcken in der Hand durch die Parks, grüne Blätter verdecken die gebrauchten Kondome und Spritzen in den Büschen und nur  die Hippies sind genauso scheußlich wie im Winter. Unterm Strich also eine gute Zeit, wenn da nicht Urbane Künste Ruhr wäre. Nachdem sie sich von ein paar Jahren schon gemeinsam mit dem  Schauspielhaus Bochum bei der Aktion „This is not Detroit“ lächerlich gemacht haben,  wurde in diesem Jahr ein neues Projekt gestartet. Es heißt Coop3000. Aber lest selbst:

Julius Hagen sagte, als er das vorhin auf Facebook sah, treffend über den Text: „Als seien die Bullshitsprache der Gegenwartslinken und die Bullshitsprache des Werbemilieus eine Liaison eingegangen.“ Das geht dann nahtlos weiter auf der Webseite. Klar, man ist gegen Neoliberalismus, weil sich das irgendwie gehört und auch gut klingt, aber lädt dann Leute wie Tönnis von der GLS ein, die in der Tradition der extrem dummen und reaktionären Lehre Rudolf Steiners steht und gerne Privatschulen und private Kindergärten finanziert, an denen Buchstaben getanzt werden. Und Post Money Utopien gab es immer schon und wird es immer geben. Ein paar Probleme mit diesem blöden Ding, das Wirklichkeit heißt, sorgten bislang dafür, dass es bei beschriebenem Papier blieb. Und Botopia?  Ist kaum mehr als ein billiger, gehypter Abklatsch von Bo-Alternativ.

Das Ärgerliche an solchen natürlich vollkommen subventionierten Shows mit pseudorevolutionärem Duktus ist, dass sie immer eine vergebene Chance sind. Denn mit dem Geld hätte man spannendere Sachen machen können. Ich würde mir immer noch wünschen, dass im Ruhrgebiet etwas Neues entsteht, dass man sich mit den Themen dieser Region ernsthaft beschäftigt und sie nicht nur zum Anlass nimmt, irgendwo für irgendwas Geld zu schnorren.

Vielleicht kann man ja hier was mit den Ideen von Armen Avanessian anfangen – wie wärs mal mit Beschleunigung statt den immer gleichen Öko-Kram? Was können wir hier mit den leeren Flächen alles anfangen? Wie sie als Lebens-, Arbeits- und Wachstumsraum nutzen – und bitte mal für alle, die hier leben und nicht nur für ein paar subventionierte Künstler? Wie können wir den lähmenden Paternalismus überwinden, der das Ruhrgebiet prägt? Und wie werden wir mit den Konflikten umgehen, die wir hier haben? Mit der wieder größer gewordenen Bedeutung von Religion, die ja purer gegenaufklärerischer Sprengstoff ist? Und was ist eigentlich mit einer Politik jenseits der geschredderten Identitätslinken?

Ach, was rege ich mich auf. Es ist gutes Wetter, heute Abend trinke ich ein Bier in der Goldkante und bald fahre ich wieder nach Berlin. Die Jungle World wird 20 und auf der Party treffe ich dann viele nette und kluge Menschen.

 

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