Palästina-Botschafterin Daibes in Witten

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Am morgigen Donnerstag, den 25. Februar wird die Stadt Witten die zweifelhafte Ehre haben, von Palästina-Botschafterin Dr. Khouloud Daibes einen Besuch abgestattet zu bekommen. Als Referentin im Johanneszentrum wird die vermeintliche Christin aus Bethlehem über den „Israel-Palästina-Konflikt und das Schweigen der Kirche“ reden. Die Verantstaltung beginnt um 19.30 und verspricht heuchlerisch zu werden.

Das Argument von einem angeblichen Schweigen oder Wegschauen über den meistdiskutierten Konflikt unserer Zeit ist ein altbekanntes. Warum Daibes es sogar noch der Kirche vorwirft, deren oberste Vertreter sich in der Regel stets auf die palästinensische Seite geschlagen haben, wird sie morgen nicht erst erklären müssen. Ebenfalls als Referentin gelistet war sie schließlich auf der Hamas-Konferenz in Berlin, im April 2015. Die Loyalität die sich Dr. Khouloud Daibes von ihren Anhängern wünschen würde, endet bei der Anerkennung ihres Staates genauso wenig wie bei einigen Millionen Dollar für Hilfsprojekte.

In einem offenen Brief vom 19. Januar, in welchem Daibes Objektivität, Mitleid und Unschuldsvermutungen fordert, äußert sie sich zur aktuellen Konfliktsituation in Nahost:

„In den letzten Monaten gab es viele Palästinenser die nach angeblichen Angriffen auf Israelis erschossen wurden. In einigen Fällen haben die Ermittlungen bisher keinen eindeutigen Beweis ergeben, abgesehen vom Hörensagen.“

Aufgestachelt von palästinensischen Politikern und Imamen greifen seit Oktober 2015 Muslime in Israel wieder vermehrt zu Waffen und attackieren wahllos jüdische Zivilisten. Arabische Medien maßen es sich nie an, dieses Vorgehen zu leugnen, sondern feiern die Täter als Märtyrer.

Über den regelmäßig wiederaufkochenden Konflikt mit Gaza, der im wesentlichen darin besteht, dass die Hamas Spielzeugraketen auf Israel schmeißt und sich in Tunneln vergräbt, sagt sie der islamischen Zeitung im Juli 2014:

„Tatsache ist, dass immer wieder Kriege aus rein wirtschaftlichen Interessen heraus geführt werden.“

Bei diesem Verständnis von Objektivität ist nicht damit zu rechnen, dass Daibes morgen das Geheimnis um den andauernden Rückgang des christlichen Bevölkerungsanteils in der Westbank lüften wird. Es geht wie immer nicht um Zusammenarbeit, sondern gegen Juden.

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nussknacker56
nussknacker56
8 Jahre zuvor

Man könnte sich fragen, warum Darbietungen palästinensischer Propaganda in Deutschland so liebend gerne gehört werden und verständnisvoll-ergriffene Zuhörer dabei im Takt auf-und-ab nicken. Man könnte überlegen, warum von dieser Seite nie ein ernsthaftes selbstkritisches Wort zu hören ist. Über all das könnte man nachdenken, wenn das Ergebnis nicht schon bis zum Überdruss bekannt wäre.

Dr. Daibes weiß genau, wie sie die ihre deutsche Klientel anzusprechen hat und was diese hören wollen. Die evangelische Gemeinde in Witten bietet sich bereitwillig und in bewährter Tradition an, ihren „Erklärungen“ ein noch breiteres Publikum zu verschaffen.

Walter Müller
Walter Müller
8 Jahre zuvor

Ich hatte gerade die "zweifelhafte Ehre" diesen Artikel zu lesen. Das ist ja wirklich ein Hammer, was diese "vermeintliche" Journalistin aus dem Palästinenser-Hasser Club hier abdrückt und "heuchlerisch" bis zum Abwinken. Frau Nabert hat es offensichtlich gar nicht nötig zu der angekündigten Veranstaltung zu gehen, sie schreibt den Totalverriss schon im Voraus. Leute mit solch einer Sprache sind widerlich und bleiben widerlich, ganz egal auf welcher Seite sie politisch stehen.

Helmut Junge
8 Jahre zuvor

" Warum Daibes es sogar noch der Kirche vorwirft, deren oberste Vertreter sich in der Regel stets auf die palästinensische Seite geschlagen haben, wird sie morgen nicht erst erklären müssen."
Weil ich selber nach Vorwürfen, ich hätte in der oder der Angelegenheit nicht genügend getan, zumeist bockig readiere, wundert mich diese Aussage schon.
Wieso reagiert die evangelische Kirche da anders?
Es ist ja immer die evangelische Kirche, nie die katholische.
Als Laie, der ich in religösen Fragen bin, glaube ich, daß es zwischen den Evangelen und den Muslimen wegen des kompletten Fehlens von Frauen in religiös wichtigen Funktionen, eine größere Nähe zueinander gibt, als zwischen Katholiken und Moslemen. Die Idee mit der Gottesmutter ist für den Islam vermutlich eine Hürde, die die Evangelen nicht haben. Vielleicht ist das der Grund.
Schade eigentlich, daß der Presbyter aus einer der Wittener Gemeinden, der sich seit Jahren immer mal als Kommentator bei den Ruhrbaronen zu Wort meldet, diesmal nicht mitliest. Der könnte sicher vieles erklären, was ich nicht verstehe.

Gerd
Gerd
8 Jahre zuvor

"Dr. Daibes weiß genau, wie sie die ihre deutsche Klientel anzusprechen hat und was diese hören wollen."

Wobei man zur Ehrenrettung der Zuhörer sagen muß, dass man von Seiten der hiesigen Medien massiv desinformiert wird. Wer hört Radio, wer schaut Tagesschau/Heute an, aber wer liest die Webseiten israelischer Tageszeitungen oder Nahost-Blogs?

Kanaan Toufik
Kanaan Toufik
8 Jahre zuvor

Warum fühlen sich viele Deutsche noch verpflichtet bei den Israelis den scleimlecker zu spielen ? !
Das ist nicht mehr nötig. Viele wissen scheinbar noch nicht, dass die Amerikaner schon aufgehört haben diese funktion auszuüben.
Warum müsste man doch noch königlicher sein als der König selbst?

Stefan Laurin
Admin
8 Jahre zuvor
Reply to  Kanaan Toufik

@Kanaan Toufik: Ich stehe schlicht zum einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten.

Arnold Voss
8 Jahre zuvor

Und was ist nach ihrer Ansicht das Gegenteil von „Schleimlecken“, Herr Toufik? Totale Vernichtung a la Hamas und Konsorten? Oder Iraelis wahllos einzeln abstechen, a la neueste Intifada?

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