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Erinnerung: Pink Slip Party im Mandragora

Vor einer Woche haben die Kollegen aus der  WAZ-Gruppe erfahren, dass in ihrem Betrieb über 200 Stellen abgebaut werden sollen. Es soll ohne "betriebsbedingte Kündigungen" ablaufen. Also wie gehabt: über Altersteilzeit, Abfindungen und Almosen. Oder wie es heute auf der Betriebsversammlung der WAZ hieß: "So sozialverträglich, wie möglich." Egal.

Floto: Flickr/kuddlyteddybear2004

Die WAZ-Kollegen sie sind nicht die einzigen, die freigesetzt werden. Es hat die Jungs von Gruner und Jahr erwischt. Es wird die Frankfurter Rundschau treffen und andere. Selbst die dpa ist nicht sicher. und beim WDR sind die Freien seit jeh her unter Druck und am Existenzminimum. Kurz: machen wir uns nichts vor, kaum einer von uns hat im Augenblick noch einen sicheren Job.

Im Dezember haben die Kollegen aus der  WAZ-Gruppe erfahren, dass in ihrem Betrieb über 200 Stellen abgebaut werden sollen. Es soll ohne "betriebsbedingte Kündigungen" ablaufen. Also wie gehabt: über Altersteilzeit, Abfindungen und Almosen. Oder wie es heute auf der Betriebsversammlung der WAZ hieß: "So sozialverträglich, wie möglich." Egal.

Floto: Flickr/kuddlyteddybear2004

Die WAZ-Kollegen sie sind nicht die einzigen, die freigesetzt werden. Es hat die Jungs von Gruner und Jahr erwischt. Es wird die Frankfurter Rundschau treffen und andere. Selbst die dpa ist nicht sicher. und beim WDR sind die Freien seit jeh her unter Druck und am Existenzminimum. Kurz: machen wir uns nichts vor, kaum einer von uns hat im Augenblick noch einen sicheren Job.

Erinnern wir uns an die Kollegen von den Ruhr Nachrichten und der Buerschen Zeitung, an das Team der taz-nrw und viele andere. Wir haben uns überlegt, für alle eine Pink Slip Party zu veranstalten. Pink Slips – das ist der spöttische Name der Kündigungsschreiben in den USA – und daher kommen auch die Pink Slip Partys: Auf ihnen treffen sich Jobsuchende und – wenn es klappt – Leute, die einen Job anzubieten haben. Oder einfach nur Kollegen, die Kollegen treffen wollen.

Wir laden jedenfalls alle Leute, die im Revier schreiben oder drehen, am 13. Januar 2009 ab 20.00 Uhr ins Mandragora im Bochumer Bermudadreieck ein. Bermudadreieck-Gründer Leo Bauer hat uns das Lokal zur Verfügung gestellt. Getränke muss man allerdings selber zahlen.

Wie es wird? Wir wissen es nicht. Wir haben so etwas noch nie gemacht. Man wird sehen. Wenn es klappt, haben ein paar Leute nach dem Abend einen neuen Job, vielleicht aber auch nur das gute Gefühl, nicht alleine zu sein, oder sie treten den Heimgang mit ein paar frischen Kontakten und Ideen an.

Wenn es nicht klappt, trinken wir ein paar Bier. Auch nicht schlimm. ūüôā

Es wäre schön, wenn Ihr Kollegen ansprechen könnt und mitbringt – und die Leser der Ruhrbarone, die Jobs für Presseleute haben, sind natürlich ganz besonders herzlich eingeladen.

 

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12 Kommentare zu “Erinnerung: Pink Slip Party im Mandragora

  • #1
  • #2
  • #3
    Arnold Vo√ÉŇł

    Kannnich! Bin in NYC. Hier gibt¬īs, wen wunderts, jede Menge solcher Partys. Wobei die massenhaft entlassenen Broker allerdings ein paar mehr Ersparnisse haben als die Kulturfuzzis, die sich im Mandra treffen werden. Die Banker auf der Wartebank haben jetzt endlich Zeit zum einkaufen. Feinste Designerklamotten kriegt man an der Fifth zur Zeit mit 70-80!% Nachlass, was es, wie Experten versichern, noch nie gab. Auch Luxuswohnungen und Luxusautos sind g√ľnstiger geworden. Allerdings nicht in der absoluten Oberklasse. Da ist nachwievor soviel Zaster, dass die wrirklichen Feinheiten des Lebens locker bezahlbar bleiben.

    Auch B√ľror√§ume werden billiger, denn die Leerst√§nde sind massiv angestiegen. Aber auch hier gilt: Die wirklichen Toplagen sind nachwievor auf New York Niveau. Das gilt nat√ľrlich auch f√ľr die Superwohnungen (Faustformel: Kaufpreis 1 Millionen Dollar pro Raum) um und am Central Park. Ganz Manhattan ist f√ľr die Masse der New Yorker Mieter immer noch unerreichbar (Faustformel : 1000 Dollar Miete pro Raum pro Monat, kann aber auch, z.B. in Soho, das doppelte bis dreifache sein). Aber z.B. in Brooklyn beginnen die Preise zu sinken (Faustformel 1/3 billiger als in Manhattan). Die Experten rechnen hier sogar in den manhattennahen Lagen mit einer dauerhaften Preissenkung um 20-30%, sofern auch in Manhattan die Preise nachgeben sollten.

    Also Baronessen und Barone, spart schon mal ein bisschen an!

    Ach ja, ich vergaß. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen sicheren respektive unbefristeten Job und ich bin Jahrgang 49.

  • #4
    Jens Kobler

    Soll ich Platten auflegen? Ich hab weder einen unsicheren Job noch einen anzubieten. ūüôā

  • #5
    Jens König

    “kaum einer von uns hat im Augenblick noch einen sicheren Job”
    Oh Mann, kein Angestellter hatte je einen sicheren Job. Sicher ist das Amen in der Kirche und ein Beamtenjob.

    Wenn ich allerdings lese, dass “Es (…) ohne “betriebsbedingte K√ľndigungen” ablaufen (soll)” st√∂rt mich das “soll”. Hallo? Entweder man sagt von vornherein “Nein, wir werden nicht betriebsbedingt k√ľndigen” (nur dann kann AN und AG gleichberechtigt verhandeln) oder man sagt “Ja, wir werden betriebsbedingt k√ľndigen”. Punkt. Mit dem “soll” ist Sprache wieder weichgesp√ľlt, ein Deckm√§ntelchen f√ľr die b√∂se Tat.

    Sollen doch genau sagen, in welchem Falle sie betriebsbedingt k√ľndigen werden. Z.B wenn ihnen die Abfindungen zu teuer werden. Fakten dazu! Wenn es zulange dauert? Bis wann muss denn, und dann auch sagen warum.

    Wenn man ohne betriebsbedingte K√ľndigungen die Leute los wird, ist ja sch√∂n und gut, dann haben alle Beteiligten “Ja” gesagt und zwar auf freiwilliger Basis. Dies wird aber nicht der Fall sein, es werden keine zwei Gleichberechtigten verhandeln. Die Arbeitnehmer sitzen am k√ľrzeren Hebel. Die Formulierung “soll” ist tats√§chlich keine Beschwichtigung sondern eine Drohung.

    Ich k√∂nnt kotzen, und f√ľr das “sozialvertr√§glich wie m√∂glich” geh√∂rt dem, der das gesagt hat, so sozialvertr√§glich wie m√∂glich die Existenzgrundlage entzogen.

  • #6
  • #7
    Ulla Bramsiepe

    @ Jens Gute Idee – falls ich bis dahin 11 Mio ? (oder mehr) gewonnen habe, komme ich als potentielle Arbeitgeberin, ansonsten auch gerne, um einfach mal wieder zu h√∂ren, was du so an neuen Platten hast (wenn ich das darf). Au√üerdem war das Treffen in der orangen Kantine echt zu kurz…

  • #8
    Jens Kobler

    @ Ulla:
    √Ąh ja, und ich hab nicht angerufen, ich wei√ü. Aber gute Intervention hier, ich hatte genau gestern das letzte mal die Kantine besucht und leg doch gerne Platten auf statt √§h mich mal vern√ľnftig auszuheulen. ūüėČ Insofern: Ja bitte, ja gerne!

  • #9
    Ulla Bramsiepe

    Sorry gibt keine 11 Mio ? – aber vielliecht fallen uns ja auch nette Ideen ein, die dann welche bringen … .
    @ jens: macht nix – und kannst dich auch gerne mal an meiner Schulter ausheulen, sp√§testens, wenn du merkst, dass im Mandra kein Plattenspieler vorhanden ist. Also CD’s o.√§. mitbringen, oder mir Bescheid geben, dann pack ich meinen ein.

  • #10
  • Pingback: Pottblog

  • Pingback: Ruhrbarone Magazin: Release Party im Freibad | Ruhrbarone

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