Piratenpartei: Bundesparteitag kommt nach Bochum

Jetzt ist es offiziell. Der Bundesparteitag der Piraten im November findet in Bochum statt. Am  24. und 25. November entern die Piraten dann den  Ruhrcongress. Beworben hatte sich die Piratenpartei Bochum Anfang März – nun kam der Zuschlag.

Die Piraten in Bochum sind im Moment im Aufwind: Sie haben mit ihrem Vorschlag, über das geplanten Konzerthaus die Bürger abstimmen zu lassen die Diskussion um den Bau der Philharmonie neu angefacht. Ein Bundesparteitag in der eigenen Stadt wird diesen Trend sicherlich unterstützen.

 

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11 Kommentare

  1. #1 | Mao aus Duisburg sagt am 13. März 2012 um 16:02 Uhr

    Internet-Volkserzieher!

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 13. März 2012 um 16:06 Uhr

    @Mao aus Duisburg: Da hat aber eine nicht aufgepasst: Die Piraten kommen nach Bochum, nicht die Grünen 🙂

  3. #3 | Klaus sagt am 13. März 2012 um 19:12 Uhr

    Die Piraten in NRW sollten vorbereitet sein:

    https://www.rp-online.de/politik/nrw/rot-gruen-droht-vorzeitiges-scheitern-1.2752080

    Rot-Grün droht vorzeitiges Scheitern

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 13. März 2012 um 19:20 Uhr

    @Klaus: 🙂

  5. #5 | Gertrud sagt am 14. März 2012 um 12:04 Uhr

    Wirklich lustig an dieser Nachricht ist, dass es den „räumlich und preislich alle Erwartungen erfüllenden“ RuhrCongress (siehe WAZ von heute) in Bochum womöglich gar nicht geben würde, wenn die Piratenpartei bereits eine längere Geschichte aufzuweisen hätte – die hätte doch ziemlich sicher auch gegen diesen Bau ein Bürgerbegehren angestrebt.

  6. #6 | Stefan Laurin sagt am 14. März 2012 um 12:21 Uhr

    @Gertrud: Und villeicht hätte der Ruhrcongress ja eine Mehrheit bekommen. Aber sie bringen einen interessanten Aspekt ein: RuhrCongress, Jahrhunderthalle – und noch Philharmonie – wie viele Hallen braucht eine schrumpfende Stadt?

  7. #7 | Gertrud sagt am 14. März 2012 um 14:06 Uhr

    @Stefan Laurin:
    Philharmonie?

    Weil zur Frage der schrumpfenden Städte schon alles (nur nicht von jedem) gesagt wurde, zitiere ich lieber auszugsweise einen feinen Beitrag von Arnold Voss aus einem vorangegangenen Thread:

    „Wenn die Bevölkerung dauerhaft sinkt, dann kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, das wir weniger Schulen, Krankenhäuser u.ä. brauchen. Das gilt aber nicht für Kulturstädten wie z.B. ein Konzerthaus bzw. ein Musikzentrum. Seine Nutzung hängt davon ab, wieviele Menschen sich z.B. für klassische Musik interessieren.

    Diese Menge ist nämlich relativ unabhängig von der Gesamtzahl der Bevölkerung, wenn denn z.B. das Interesse an dieser Musik systematisch geweckt und gepflegt wird. Während also die Anzahl der Schulen kleiner werden könnte, könnte bei wirklich umfassender und guter Bildung an weniger Bildungseinrichtungen erheblich mehr Menschen sich z.B. für klassische Musik, oder aber auch fürs Theater u.ä. interessieren.“

  8. #8 | Stefan Laurin sagt am 14. März 2012 um 14:21 Uhr

    @Gertrud: Das Interesse an der klassischen Musik ist bei den unter 60jährigen – auch unter den gebildeten – seit Jahrzehnten rückläufig:
    https://www.welt.de/print-wams/article135336/Klassische_Musik_ohne_Zuhoerer.html
    Da die Menschen aber weiterhin begeistert Musik hören, sehe ich da kein Problem. Der Geschmack hat sich geändert.
    Was sich auch geändert hat ist vielleicht auch die Funktion von Konzerthäusern: Ihre Bedeutung bei der Akkumulation von sozialem Kapital dürfte geringer geworden sein. Somit fällt ein bedeutender Grund die Spielstätten zu besuchen weg.

  9. #9 | Arnold Voss sagt am 14. März 2012 um 14:57 Uhr

    Stefan, der von dir verlinkte Artikel hat in der Realität ein Fragezeichen hinter der Überschrift. Er zeigt auf, was getan wird und getan werden kann, um jüngeres Publikum wieder in sogenannte klassische Konzerte zurück zu holen. Die, die es richtig anstellen, haben damit, wie dieser Artikel ebenfalls aufzeigt, großen Erfolg.

    Klassische Musik hat übrigens, im Gegenteil zu einem großen Teil der Popmusik, den Langzeittest erfolgreich bestanden. Erst recht da, wo sie in sich moderne Tendenzen aufnimmt, ja Crossoverkonzepte erprobt. Du machst es dir , wie viele die über klassische Musik reden, etwas zu leicht.

    Auch Jazz wird keine schlechtere Musik, wenn weniger jüngere Leute ihn hören. Aber auch da sind Erneuerungen und Crossoverkonzepte in Gang, die ihn wieder in die junge Clubszene integrieren. Es gibt immer ein Auf und Ab für gute, sprich langlebige Musik.

    Am über hundert Jahre alten argentinischen Tango kann man es am besten studieren. Vom weltweiten Erfolg zum fast völligen Verschwinden bis zum erneuten globalen Siegezug. Auch hier die Tendenz zur (Über)Alterung und dann wieder zur Verjüngung. Also mal halblang!

  10. #10 | Gertrud sagt am 14. März 2012 um 15:23 Uhr

    @Arnold Voss
    Lieber Herr Voss, darf ich demnächst auch aus diesem Beitrag zitieren 🙂 ?

  11. #11 | Arnold Voss sagt am 14. März 2012 um 15:49 Uhr

    Natürlich, Gertrud. Hier gibt es kein Copyright.

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