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Prognose: Union legt zu, SPD vor den Grünen

Olaf Scholz und Angela Merkel Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nach einer aktuellen Prognose des Berliner Instituts Wahlkreisprognose haben CDU und SPD in der Gunst der Wähler stark zugelegt. Grüne und AfD müssen Verluste hinnehmen.

Schlechte Zeiten für Populisten: In der Coronakrise setzen die Bürger vor allem auf CDU und SPD. AfD und Grüne sacken ab. Zu dem Ergebnis kommt eine Trendprognose des  Berliner Instituts Wahlkreisprognose.

Auch die Wahlkreise teilen sich zurzeit CDU und SPD. Während die AfD nur mit dem Gewinn wenige Wahlkreise rechnen kann, können Direktkandidaten der Grünen zurzeit nicht damit rechnen, direkt in den Bundestag einzuziehen.

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7 Kommentare zu “Prognose: Union legt zu, SPD vor den Grünen

  • #1
    Arnold Voss

    In Zeiten der Unsicherheit sind Wahlprognosen nichts anderes als Angstbarometer. Da sich in den letzten 3 Wochen die Parteien weder vom Personal noch vom Programm geändert haben, heißt das in diesem Fall nur, dass zu Zeit die Angst vor dem Corona Virus größer ist als die vor den Flüchtlingen und dem steigenden Meeresspiegel. Spätestens wenn ein Impfstoff gefunden ist, wird sich das wieder ändern.

  • #2
    Michael Merkel

    Warten wir mal die Entwicklung der Umfragen ab.
    Mein Tip die Union legt sukzessive zu, die Sozen steigen maximal auf 15- 16%. Die Grünen fallen in den nächsten 2 Monaten auf ca 18-20.
    Nach der Coronakrise innerhalb von 2 Monaten wieder wie vorher, nur die Union 2-3% mehr zu Lasten aller anderen.
    Und dann mal schauen.

  • #3
  • #4
    Gerd

    Die wichtigste Information fehlt:

    Wie groß ist die Fehlertoleranz? Die kann zwischen plus/minus 1 bis 3 Prozentpunkte liegen.

    Weiterhin sollte man bedenken, dass etliche Wähler der AfD so vorsichtig sind ihre Wahlabsicht zu verschleiern, wie man sehr deutlich in Hamburg gesehen hat. Ich empfehle das:

    https://www.wahlrecht.de/umfragen/

    Schnitt 12,6% also keine Veränderung und keine fette Schlagzeile.

  • #5
    bob hope

    #4 Gerd: Man muss nicht immer von sich auf Andere schließen. Obwohl das mit dem Verschleiern bei Ihnen auch nicht immer klappt. Und was Hamburg angeht: In den Umfragen lag die AfD stets bei 6-8 Prozent, am Ende hat sie den Einzug mit 5,3 Prozent knapp geschafft. Wahrscheinlich wurden sie nach Halle und Hanau nur noch von den überzeugten Rechtsradikalen gewählt.

    Zum Wahlkreis-Trend: Zumindest weicht er von der aktuellen Sonntagsfrage der diversen Institute ab. Da ist fast alles unverändert: Lediglich die Union legt leicht zu – auf Kosten der AfD. Sozis (14-16) und Grüne (22-23) bleiben stabil, FDP (6-7) und Linke (8-10) auch.

    Daraus einen Stimmungsumschwung abzuleiten, halte ich für übertrieben, da es in den Wahlkreisen ja eher um Personen und Gesichter geht als um Parteien. Für mich scheint das ausschlaggebend zu sein.

    Ähnliches hat sich ja auch bei den Kommunalwahlen in Bayern abgezeichnet. Söder hat anschließend von einem großen Sieg der CSU und einer Niederlage des erklärten Hauptgegners, den Grünen, gesprochen. Was die OB-Wahlen angeht, mag das stimmen, in den Wahlen zu den Kommunalparlamenten haben die Grünen aber massiv zugelegt – auf Kosten von CSU und SPD. In München sind sie erstmals sogar stärkste Kraft.

    Und die Grünen unter dem Begriff „Populisten“ laufen zu lassen – zumindest habe ich das in dem Text so verstanden – ist auch eher fragwürdig. Ich würde sie eher als zutiefst bürgerlich bezeichnen – in Teilen liberal (was Gleichberechtigung und Rechte von „Minderheiten“ angeht), in Teilen aber auch autoritär (was die zahlreichen Verbotsforderungen im Alltag angeht). Macht die Sache nicht viel besser, aber sie auf eine Stufe mit der AfD zu stellen, ist schon einigermaßen bemerkenswert.

  • #6
    Gerd

    Schon vergessen, dass sich alle über den Auszug der AfD aus der Bürgerschaft gefreut haben, weil die erste Prognose sie bei 4,8% gehen hat? Halle? Hanau? Beide hatten ganz und gar nichts mit der AfD zu tun, egal wie oft aus politischen Gründen das Gegenteil behauptet wird. Was der Partei aber nicht geschadet hat. Sie hat in Hamburg keine Stimmen verloren. Der prozentuale Rückgang war lediglich Folge der höheren Wahlbeteiligung.

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