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Querdenker: “Das wird nicht der letzte Mord dieser neu entstanden Terrorgruppierung gewesen sein”

Querdenken-Demo in Dortmund Foto: Sebastian Weiermann

Für jeden, der die Querdenkerszene beobachtet, war zu befürchten, dass nicht mehr nur mit Gewalt gedroht wird, sondern in die Tat umgesetzt wird. Von unserer Gastautorin Stefanie Galla.

Das Tragen von Masken wird von vielen dieser Gruppe nicht mehr primär verweigert, weil man gesundheitliche Nachteile befürchtet oder einfach keine Lust dazu hat, es ist Zeichen des Widerstandes. Wer sie trägt, ist ein Verräter, ein Mitläufer, macht sich schuldig, das Regime (unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat) zu unterstützen.

Mit dem Impfen verhält es sich ebenso. Unter den Querdenker wird diese nicht mehr nur aus Panik verweigert, auch wenn nach wie vor geglaubt wird, die Risiken bei einer Impfung seien größer als durch eine Infektion. Man lässt sich nicht impfen, um Widerstand gegen das Regime zu leisten. In den einschlägigen Telegramm-Kanälen wird von Selbstverantwortung gesprochen, die man übernehmen müsse. Angst vor Jobverlust etc. wird nicht gelten gelassen. Wer kein Systemtroll, Mitläufer, Verräter sein will, hat die Impfung gegen Covid zu verweigern. Gnadenlos.

Es geht aber darüber hinaus. Es wird diskutiert, wie man Schulpflicht der Kinder umgehen kann, Namen von Rechtsanwälten, die hierbei helfen, werden genannt. Wer „Selbstverantwortung“ übernehmen will, hat Widerstand zu leisten, und seine Kinder nicht in eine Systemschule zu schicken.

Es werden Anleitungen verschickt als PDF, wie man mit der anstehenden Bundestagswahl umgehen soll, um zu zeigen, man akzeptiert System nicht. Soll die Wahlbenachrichtigung zurück senden etc.
War für einige Monate QAnon dort sehr einflussreich, Trump als Retter vor dem Regime ist nicht ganz weg, aber Reichsbürgerideologie dominiert mehr und mehr.

Der Mord an dem jungen Mitarbeiter an der Tankstelle war Terror. Hier braut sich etwas zusammen, dessen Gefährlichkeit vielen nicht bewusst ist. Da sind viele keine harmlosen Spinner mehr. Da sind radikalisierte Gegner unseres System dabei, die nicht mehr davor zurück schrecken, Worten der Drohung dann auch Taten folgen zu lassen. Das wird nicht der letzte Mord dieser neu entstanden Terrorgruppierung gewesen sein.

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21 Kommentare zu “Querdenker: “Das wird nicht der letzte Mord dieser neu entstanden Terrorgruppierung gewesen sein”

  • #1
    Ein Gastautor

    Wie auch immer man zu Impfungen, Coronapolitik etc. stehen mag: So geht es nicht. Der Artikel ist nicht nur schlecht geschrieben, er strotz nur so vor Allgemeinerungen und Polemik. Es ist ein nicht unbeträchtlicher Anteil von Ungeimpften in der Bevölkerung zu finden, aus unterschiedlichsten Beweggründen. Manche davon sind nachvollziehbar, andere nicht. Alle gleichermaßen als Dummköpfe, Regimegegner und sogar Terroristen zu bezeichnen, ist da doch etwas anmaßend. Die Autorin scheint ganz offensichtlich irgendeine telegram (mit einem "m") – Gruppe "undercover" beobachtet zu haben und meint, sie kenne sich nun aus… Ein Mord ist immer furchtbar, untragbar und schrecklich. Das hat mit "den" Ungeimpften nichts zu tun. Bleiben wir doch sachlich, bitte.

  • #2
  • #3
    abraxasrgb

    Akuter Anfall von Coronoia … nicht das Atemwegs-Virus ist ein Problem, sondern der soziale, politische und psychologische Umgang damit.
    Mich würde ja mal die Meinung des Gastautoren zum Thema Kriminalität bei Asylanten/Migranten interessieren… da wäre es vermutlich ein bedauerlicher Einzelfall bzw. der Täter psychisch gestört?

    PS: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Schweden nicht ausgestorben sind.

  • #4
    Kateholli

    @abraxasrgb
    Nein, Relativierer und Whataboutisten wie Sie, die offenbar Verständnis für diese als “Widerstand” getarnten, gewalttätigen pro-faschistischen Umstürzler haben, sind das Problem.
    Dass der Täter anscheinend auch paranoide Züge zeigte-geschenkt. Immerhin hatte er offenbar einen klaren Plan mit seiner Tat. Er ging seine Waffe holen. Das war kein Reflex wie bei dem wahnhaften Eritreer, der im Frankfurter Hbf das Kind vor den Zug stieß. Das war ein politischer Mord.
    Und die Schweden haben 1449 Tote/Million, wir 1114.

  • #5
    Randy Yand

    @ abraxasrgb

    "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Schweden nicht ausgestorben sind."

    was man von den rechten Kommentatoren der Ruhrbarone leider nicht sagen kann … hey, fühlen Sie sich angesprochen? Hätte ich nie gedacht!

  • #6
    abraxasrgb

    Kateholli … ich habe für den Typen aus Idar Oberstein GAR KEIN Verständnis, aber bin gerne für Typen wie sie ein Problem bzw. Gedankenanstoss. Muss ja nicht immer klappen, die nächste Chance kommt bestimmt.

    Aluhut abnehmen, Maske abnehmen, tief durchatmen und keine Verschwörungstheorien verbreiten hilft. Ehrlich, ganz bestimmt!

    Den kleinen Hinweis auf eine gewisse Bigotterie / Schizophrenie in der öffentlichen Bewertung von Straftaten als whataboutism zu bezeichnen, zeugt von einem wirklich hermetisch dichten Weltbild / Standpunkt.

    Was den Weg durch die Coronoia anbelangt, wäre ich ausnahmsweise und nur in diesem einen Fall lieber mal Schwede … sie lieber hinter schwedischen Gardinen?

    Eine kleine Verständnisfrage hätte ich aber doch noch: Was bitte soll „pro-faschistisch“ sein? Ist das sozusagen anti-antifa? Two wrongs don‘t make a right 😉

  • #7
    sneaking_beauty

    #3: "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Schweden nicht ausgestorben sind."

    Schweden hat eine Impfquote von über 80 Prozent. Wenn wir diese Zahlen in Deutschland hätten, würden Sie doch garantiert von einer "Impfdiktatur" schadronieren. Da gehe ich jede Wette ein.

  • #8
    Susanne Scheidle

    @ Sneaking_beauty #7
    "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Schweden nicht ausgestorben sind."
    Lassen Sie abraxasrgb doch die Freude! Dieser überaus griffige Satz ist ihm schon vor 4 Tagen in anderem Zusammenhang vom Schädel in die Tastatur geflutscht und offenbar findet er ihn so gelungen, dass er ihn jetzt unter jeden Beitrag schreibt – egal ob’s gerade passt oder nicht.
    Wahrscheinlich auch unter Fußballthemen oder Rezepte für Apfelkuchen…

  • #9
    abraxasrgb

    Randy Yand
    Hey lustige Verballhornung einer teilweise lesenswerten Autorin,
    fühle mich nicht angesprochen … 😉
    Ich wünsche nicht mal den "linken" Kommentatoren die Extinktion, auch wenn sie dagegen rebellieren. …

    sneaking_beauty
    Wette verloren (wobei die Zahlen in Schweden anders ermittelt werden als hier, aber das ist scholastisch).
    Mir ist es sowohl egal, ob sich jemand impfen oder doch nicht impfen lässt, und wenn doch, wie oft er das möchte 😉
    Ich spreche eher vom Nudging-Nanny-State 😉

    Im Übrigen hatten die Schweden nie annähernd solche Einschränkungen, wie die Deutschen. Ausnahmsweise ist eine Sozialdemokratie mal besser 😉
    Aussterben werden die Schweden deshalb auch nicht, ebenso wenig, wie die Deutschen, wenn es hier irgendwann mal wieder halbwegs normal weiter geht … aber unbeschwerte Normalität im Verhalten unserer Landsleute erscheint mir in weiter Ferne.

    Bei mir im Ort machen die Menschen immer noch oft einen Bogen um andere Menschen auf den schmalen Bürgersteigen und gehen dann über den Fahrweg / Straße. Ich denke mir dann immer, das könnte böse ausgehen, wenn man einen Virus vermeiden will und dann vom E-Auto, das man nicht gehört hat, überfahren wird. Instant Karma …

  • #10
    abraxasrgb

    S. Scheidle
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ceterum_censeo_Carthaginem_esse_delendam

    Ist nur geklaut … bzw. variiert.

  • #11
    Randy Yand

    @ Susanne Scheidle

    lesen sich Kommentare von "abraxasrgb" nicht immer wie "Rezepte für Apfelkuchen":

    "und dann bei voller Hitze bräunen, ganz tief durchbräunen …"

  • #12
    Ein Gastautor

    Lesen Sie die Kommentare in chronologischer Reihenfolge durch, werden Sie feststellen, wie wenig man einander zuhört. Was als bissige Replik gemeint ist, verliert sich doch mehrheitlich in (falschen?) Unterstellungen. Ich bin zum Beispiel weder Impfgegner noch Querdenker noch in "einschlägigen" Telegram-Kanälen unterwegs. Ich bin nicht dafür, Kinder aus der Schule zu Hause zu behalten. Ich empfehle dringend, wählen zu gehen. Und ich verabscheue Straftaten wie einen Mord zutiefst. Ich habe auch nicht andeutungsweise zu verstehen gegeben, ich hätte irgendein Verständnis für diese Tat. Ich kann Ihnen auch durchaus folgen, wenn Sie diese als politisch motiviert und damit als einen Terrorakt werten, das kann man so sehen. Aber wer bitteschön sind "diese" Terroristen? Sind das "die" Querdenker? Und wer genau ist das? Wo fängt "Querdenken" an? Wo endet es? Muss man in einem "einschlägigen" Telegram-Kanal eingeschrieben sein, oder reicht das Prädikat "ungeimpft"? Und wieso darf überhaupt eine Partei unter diesem Namen in den Wahlkampf ziehen, wenn doch die Querdenker alle Terroristen sind?
    Verallgemeinerungen sind – und dabei bleibe ich – einfach schlechter Stil, auch wenn (was ich nachvollziehen kann) man irgendeiner Gruppierung nicht gerade nahesteht.

  • #13
    Susanne Scheidle

    @ Randy Yand #11
    Nein, da muss ich Ihnen widersprechen. Von abraxasrgb sind noch nie irgendwelche originären Rezepte gekommen, er kommentiert nur.

    Falls er nicht gerade damit beschäftigt ist, Karthago zu zerstören.

  • #14
    Susanne Scheidle

    @ Ein Gastautor #12

    Nein, lieber Gastautor, Sie widersprechen nur Behauptungen, die niemand aufgestellt hat und stellen Fragen, die entweder bereits bis zum Erbrechen beantwortet wurden oder nichts mit dem Thema zu tun haben.

  • #15
    Manfred Michel

    Die pauschalen vorschnellen Schuldzuweisungen an die Querdenker, obwohl man über den Täter und sein Motiv noch kaum was weiß, erfüllen die Kriterien einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

  • #16
  • #17
    Walter Stach

    Ein junger Mann wird vorsätzlich hingerichtet.
    Der Verbrecher begründet seine Tat mit exakt dem "Querdenker-motiv" schlechthin, nämlich mit unzumutbaren staatlich verordneten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, hier konkret mit dem sog. Maskenzwang.

    Zynisch, ja letztlich erbärmlich, was dazu u.a. hier bei den Ruhrbaronen "von Einigen" gesagt wird.

  • #18
    Manfred Michel

    Was man an den Querdenker kritisieren kann ist, dass sie Nazis tolerieren. Allerdings habe ich mal mitbekommen wie Nazis erfolgreich gegen den Ausschluss beim Ostermarsch geklagt haben. Und die Unteilbaren haben aber auch keine Probleme damit wenn Stalinisten und Maoisten mitdemonstrieren. Es geht mir
    nicht ums relativieren, sondern um die Frage warum das eine kritisiert wird, dass andere aber aber nicht. Warum es gute und böse Antidemokraten gibt. Ich kann es auch nicht verstehen warum ca. 100 Millionen Tote die auf das Konto der Kommunisten
    gehen so marginalisiert werden. Wenn man sich auf Stalin, Mao, und Pol Pot bezieht. Und mir konnte noch niemand erklären warum Ungeimpfte eine Gefahr für Geimpfte sein solln. Mitlerweile sollen deutsche Antifas von französischen Antifas kritisiert werden mit der Aufforderung die Impfskeptiker in Ruhe zu lassen. Mir kommt es ziemlich merkwürdig vor wenn sich Leute aus dem linken Spektrum sehr für die Interessen von Pharmakonzernen einzetzen. Die These, dass es sich bei dem Täter um einen Querdenker- Terroristen handeln soll, halte ich nach wie vor für ziemlich steil.

  • #19
    Walter Stach

    "Bluttat von Idar-Oberstein zeigt Radikalisierung der Coronaleugner."
    "……Marion N. war offenbar von rechter Ideologie und Verschwörungsphantasien beeinflußt….;
    ……seit Monaten radikalisiert sich die Szene; bis hin zu offenen Mordaufrufen. "

    Überschrift nebst Unterzeilen in einem Beitrag bei SPIEGEL-online v. 24.9. / 9.45 Uhr

    Auffallend die Ähnlichkeit in den aktuellen Distanzierungsbemühungen aus den Reihen der sog. Querdenker und Verschwörungsphantasten von dem Mordtat des Marion N. mit den Distanzierungsbemühungen aus den Reihen der Pegida-Anhängern, der NPD und der AFD von den Mordtaten gegenüber Flüchtlingen, Juden, Deutschen mit sog. Migrationshintergrund sh. u.a. NSU-.
    Umso wichtiger sind er-/aufklärende Kommentare wie der einleitende von Stefanie Galla und der zitierte Beitrag bei Spiegel-online.

    Faschisten und Nazis bleiben Faschisten und Nazis egal, in welchem politischen Gewand sie daherkommen und egal, was für sie der jeweilige konkrete Anlass ist, ihre Gesinnung in Wort und Tat -Morde eingeschlossen- zu offenbaren.

  • #20
    abraxasrgb

    Ein Spiegel ist immer gut, denn er bildet ja links als rechts et vice versa ab. Scheinbar auch ein physikalisches Gesetz (hilft mental mechanischen Menschen anscheinend ihren confirmation bias zu kultivieren). So ein wenig Reflexion des Selbstbildes soll angeblich die Sozialverträglichkeit erhöhen bzw. Erträglichkeit der Absonderung abstrus einseitiger Meinungen ungeheuer zuträglich sein – habe ich mal irgendwo gelesen.

    Der "Spiegel" ist doch ein wunderbares Beispiel für die mediale Wahrnehmungsverzerrung, die die Empörten hier als illegitim ansehen:

    Abdirahman J. A. ermordete drei Frauen mit einem Messer, soll dabei »Allahu akbar« gerufen und später von »Dschihad« gesprochen haben. Doch war der Gewaltakt wirklich ein islamistisch motiviertes Attentat?
    Aus SPON vom 2.7.2021
    Artikel "Terror, Wahnsinn oder beides?"

    Die mediale Maaßenvernichtungswaffe(sic!) im Kaliber einer Räuberpistole ist aber unterhaltsamer und unfreiwillig komischer als jede Comedy im öffentlich rechtlichen Rindfunk 😉

    Nationale SOZIALISTEN bleiben auch in braun, Sozialisten, dem stimme ich vollumfänglich zu 😉

    Ebenso bleiben Nationalliberale Liberale, auch wenn sie sich NICHT gegen Kontaktschuldvorwürfe positionieren, die einfach nur albern sind.

    Um die einseitige Argumentendiät mit einem kontrastierenden Ernährungszusatz aus der Zitaterubrik anzureichern und die Diskussion zu würzen:
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/mord-in-idar-oberstein-taeter-ist-ein-aggressiver-corona-leugner-17549383.html
    Corona-Leugner mit sehr kurzer Zündschnur
    Die Hypothese eines paranoiden cholerischen Schwachkopfs erscheint mir, der ungern Aluhüte trägt, bei dem derzeitigen Informationsstand deutlich valider. Das jemand, der mordet ohnehin einen an der Waffel hat, mithin für mich als psychisch gestört gilt, mal völlig außen vor. Der Typ ist ja nicht der Einzige komplett gestörte in diesem Land. Denn an einer ziemlich kleinen Echokammer leidet nicht nur der Mörder aus Idar Oberstein.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Schweden nicht ausgestorben sind 😉

  • #21
    abraxasrgb

    Ich gebe zu, ich muss mit vollem Respekt zugeben, dass auch SPON mal eine "kontroverse" Meinung publiziert 😉 erscheint mir aber leider eher ein Honeypot zu sein, wenn ich mir die Kommentare durchlese … wäre ich beim VS hätte ich Gänsehaut.
    "Heute ist freedom day" … wobei nicht einfach strunzlangweilig deutsch: jetzt ist wieder soziale Normalität möglich … macht ´was ´draus … Ihr seid das Volk … also mir läuft es eiskalt den Rücken herunter, in welchem fulminanten Kontrast die Kommentare zum Teil im Ton und offener Entsolidarisierung 🙁 mich hat es erschüttert, welche Qualität von Ausgrenzung derzeit als gesellschaftlich akzeptabel gilt.
    Jetzt mal etwas ganz Erschütterndes: Ich habe einen megalangen, aktuellen Impfausweis* 😉
    *virtueller Stinkefinger an alle Vorurteilsschnellschließer
    Man kann sich, immer mit der Rückversicherung eines gültigen Impfzertifikats, durchaus prätentiös durch diese Welt bewegen und so tun, als ob man ein "analog oder gar "nur" digital" aktuell Antigen-getesteter Mensch"sei, im Alltag bewegen kann. Das erweitert unter Umständen den Erkenntnishorizont beachtlich. Alte, bewährte Technik, also Handwerk, der philosophischen Rhetorik seit vorchristlicher Zeit. Scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein. 😉
    Wer mal Feldstudien in menschlichem Verhalten machen möchte, empfehle ich an dieser Stelle im besten Sinne Wallraffs, Mimese-Auftritte als teilnehmenden Beobachter, der "umgeimpft" nur mal zum Friseur möchte … oder an einer normalen behördlichen, zertifizierten Fort- bzw. Ausbildung teilnehmen will.

    Immer mit dem augenzwinkernden Hinweis darauf, dass eigentlich nur 1G, also lieber viel aktuell testen, vertrauenserweckender sei, als teilweise Monate zurückliegende Impfungen, die für den Einzelnen mehr Wahrscheinlichkeit auf einen ungefährlichen Covid-Verlauf geben, als epidemiologisch relevant sind. Kleine, feine, aber dummerweise diskursiv extrem dumme Vermischung von gesellschaftlichen Ebenen, die man thematisch nur verlieren kann, weil Äpfel mit Birnen verargumentiert bzw. zur Unkenntlichkeit vermust werden.
    Aaaaber, das, was da gerade in den Kommentarspalten an Aus- versus Eingrenzung abgeht, ist mehr als grenzwertig.
    Mit wieviel unreflektierter, mit sogenannter "sozialen Verantwortung für …irgendwen oder irgend etwas" völlig verschieden motivierte menschlichen "Gruppen" "..bzw. Individualisten als Vorwurf, geht es eigentlich noch übergriffiger?") geradezu entsozialisiert werden, wie ich es mir paradoxer, sich selbst so offenkundig widersprechenden Unlogik, nie hätte vorstellen können. Diese Diskurse leiden definitiv an "babylonischer Polyphrenie". Das ist eine ernstzunehmende Diagnose. 😉

    Wenn die Querdenker, die ich inhaltlich echt nicht kenne, genauso oder noch schräger exkludierend daherkommen, haben wir postcoronoia echt ein paar gesellschaftliche Baustellen … denn da haben sich tiefe Gräben aufgerissen … da sind eine Menge Erdarbeiten und ist fleissig Brücken bauen angesagt, um diese Abgründe zu überwinden.

    Wenn ich deutschen Diskursen derzeit etwas diagnostizieren würde, dann apokalyptische Heterophobie und Neophobie, bei akuter Präferenz zu panischer, paralytischer Homöostase bei gleichzeitig egalitär/totalitären dümmlichen Scheinfronten.
    Ehrlich? Wir sind vermutlich die Einzigen im Europa der Möglichkeiten, die sich intern so dümmlich selbst lähmen …

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