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Querfront des deutschen Friedens: Jubel bei AfD und Linkspartei über den Abzug von US-Truppen

Deutsche Kriegsgefangene in Frankreich Foto: This image is a work of a U.S. Army Soldier Lizenz: Gemeinfrei

Die Ankündigung von US-Präsident Trump, Truppen aus Deutschland abzuziehen, findet  Unterstützung bei AfD und Linkspartei. 

Ohne die USA wäre der Nationalsozialismus nie besiegt worden. Amerikanische Soldaten kämpften an allen Fronten gegen die Achsenmächte, unterstützten die Sowjetunion und Großbritannien durch die Lieferung militärischer Güter und bombten mit ihren Fliegern die deutschen Städte und Industrieanlagen so lange in Grund und Boden, bis der Wehrmacht nichts anderes übrig blieb als zu kapitulieren und den meisten Deutschen sich in den Opportunismus zu flüchten. Erstaunt stellten US-Truppen 1945 fest, dass es in Deutschland auf einmal gar keine Nazis mehr gab. Ein  M1 Garand in der Hand eines GIs war offenbar ein überzeugendes Argument.   Das alles war natürlich zutiefst demütigend. Der größte Teil der Deutschen musste erkennen, dass sie einfach nur ein Haufen von Mördern und Versagern waren. Der Schmerz über diese Erkenntnis überschreitet ebenso wie die Verachtung für den Westen und Demokratie locker die Grenzen zwischen den politischen Lager:

Die deutsche Friedensfront steht fest. Die gute Nachricht: Deutsche Fronten ließen sich immer  gut zerstören.

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7 Kommentare zu “Querfront des deutschen Friedens: Jubel bei AfD und Linkspartei über den Abzug von US-Truppen

  • #1
  • #2
    Gerd

    Mit der Forderung nach dem Abzug der US Atomwaffen könnte man sich leider nicht mittiger in der deutchen Gesellschaft befinden. Erst vor einem Monat kam genau die vom Fraktionsvorsitzenden und beiden Parteichefs der SPD. 2010 waren auch CDU und FDP dafür. Die zusammen mit SPD und Grünen dafür verantwortlich sind, dass Deutschland seinen Verpflichtungen gegenüber den USA nicht nachkommt, weswegen diese mit dem Truppenabzug re-agieren. Die einzige Partei, die das Geld für eine einsatz- und bündnisfähige Armee ausgeben will ist, nicht die Linke.

  • #3
    Emscher-Lippizianer

    "…. dass Deutschland seinen Verpflichtungen gegenüber den USA nicht nachkommt …"
    Es ist keine Verpflichtung gegenüber den USA, sondern gegenüber der NATO.
    Nur zur Erinnerung: Vor fast dreißig Jahren haben die europäischen Laberköppe es nicht geschafft ohne die USA einen Völkermord auf dem Balkan und damit in Europa zu beenden.
    Die Partei, deren Gründungsmitglieder aus den KZ’s befreit wurden, hat sich auch hier wieder betont schwer getan. Zu solch einem Wahnsinn fällt mir nur Heiner Geißler ein: " Der Pazifismus der dreißiger Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht ".

  • #4
    Yilmaz

    Antiamerikanismus hin oder her – auch SPD-Kanzler Schröder hatte Ambitionen, die Nato nach Beendigung des Kalten Krieges aufzulösen und sich Russland anzunähern, weil dieses selbst im tiefsten Kalten Krieg ein verlässlicher Lieferant war.

  • #5
    Alpha O'Droma

    From Prussia with love!

    Liebe Meinungsjournalisten,

    kann mir jemand von euch erklären, was so furchtbar daran wäre, wenn die Amerikaner ihre Truppen abzögen, ihre ganzen Nukes und vor allem die Drohnenpiloten, die allein von Ramstein aus eine vierstellige Anzahl unschuldiger Zivilisten mit dem Joystick umbrachten? Alles Collateral Damage, schon klar, aber die können sie auch von zuhause aus killen.

    Ich bin in einer Zeit geboren, als der Russe vor der Tür stand. Da steht er nun, seit Ewigkeiten und hat nicht einmal angeklopft. Zugegeben: Betrifft nur NATO-Staaten. Warschauer Pakt-Staaten können wir da nur kondolieren.
    Chillaxt mal! Wir bleiben ja Mitglied der NATO, falls er doch klopft oder gar die Tür eintreten will, aber mal ehrlich: glaubt hier irgendwer ernsthaft daran? Wo ist das Problem?

    Wie immer wird nur mit Kampfbegriffen um sich geworfen, die Linken, die Rechten, Hufeisen, blablub – alles Unsinn, solange sich keiner von euch die Mühe macht, das, was z.B. Wagenknecht sagt, sachlich zu widerlegen. Also mit Fakten, nicht mit Meinung oder Dogma, denn Letzteres haben alle im Übermaß.

    Bin sehr gespannt.

    P.S.: Watzefack hat das mit Antiamerikanismus zu tun, wenn ein geisteskranker Wannabediktator Truppen aus deinem Land abzieht und du nicht unglücklich darüber bist, sondern dir wünschst, er möge den Rest und vor allem die verkackten Nukes gleich mitnehmen? Die USA verfügen über genug andere Militärbasen in Europa und mehr als genug Atomsprengköpfe allein auf Atom-U-Booten, um jeden Staat der Welt platt zu machen (von zweien käme eine ernst zu nehmende Antwort = Lose-Lose-Szenario), also kommt mir nicht mit dem lächerlichen Abschreckungsargument!

    Es ist auch kein "Ami go home!", was haben wir den Amerikanern nicht alles zu verdanken! Keine Ironie! Es ist ein "Dear americans, thanks for all you did for us, we owe you, but we live in peace now for more then 70 years, while you can’t even manage 5. We will always be grateful, but go home to your families, maybe defend your own democracy afainst dictatorship, anyway, we get along without you just fine. Toodles!"

    P.P.S: Im Verteidigungsfalle sind wir in der NATO. Wer hingegen regelmäßig Angriffskriege um Macht und Ressourcen führt, sollte sie nicht vom Boden eines Landes führen, dessen Verfassung dem widerspricht. Humanitäre Hilfsmission in Somalia?
    Bäm! Unsere Flughäfen gehören euch! Genau wie im tatsächlichen Verteidigungsfall.

    Catching my drift? Peace, mon!

    From Prussia with love!
    Alpha O’Droma

  • #6
    thomas weigle

    @Yilmaz Dass die SU ein zuverlässiger Lieferant war,war zutiest kapitalistisch: die wollten Geld verdienen,Devisen. Außerdem waren sie immer wieder auf Weizenlieferung aus den USA und Kanada angewiesen, weil die Kolchoslandwirtschaft nie so richtig funktionierte.
    Die SU war in Sachen Ernährung so manches Jahr auf Teufel komm raus vom Westen abhängig,die konnten es sich gar nicht leisten,"den Westen" durch Unzuverlässigkeit bei Lieferungen zu verärgern. Bezeichnend für die prekäre Lage der SU war die Kürzung der Öllieferungen an die DDR um ca 2 Millionen Tonnen um 1980 herum. Obwohl Honnecker darauf hin einen Bettelbrief schrieb und das Gespenst eines Zusammenbruchs der DDR andeutete, blieb Brechnew hart. Die Kürzungen blieben und die DDR aktivierte abgestellte Dampfer und rüstete für teuer Geld ölgefeuerte Dampfer auf Kohle um.
    Die Zuverlässigkeit resultierte zum allergrößten Teil aus der wirtschaftlichen Notlage. Das sollte man im Hinterkopf haben.Das war nicht anders als heute auch.

  • #7

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