Robert Habeck hält an seinen Kernkraftwerken fest

Robert Habeck Foto: rawpic@protonmail.com Lizenz: CC BY-SA 4.0

In Deutschland zwingt die Bundesregierung die Stromkonzerne aus der Atomkraft auszusteigen. Gleichzeitig betreibt der Bund seine eigenen Kernkraftwerke munter weiter.

In kaum einem Land wird Strom so sauber erzeugt wie in Schweden: 43% werden mit Wasserkraft erzeugt, 20% durch Windkraftanlagen und 32% steuern Kernkraftwerke dazu. 95% sauberer Strom. Und weil die Schweden größtenteils mit Strom heizen, wird auch die Wärme größtenteils sauber erzeugt. Doch nicht nur das: Im europäischen Vergleich ist schwedischer Strom auch noch preiswert.

Das alles haben die Schweden auch der deutschen Bundesregierung zu verdanken. Die 32% Atomstrom stammen aus drei Kernkraftwerken, die zumindest zum Teil dem deutschen Staat gehören. Das Kraftwerk Oskarshamn zur Mehrheit (54,5%), die anderen beiden Ringhals und Forsmark nur zu kleineren Anteilen. Im vergangenen Jahr hat der Bund den Mutterkonzern der Kraftwerke Uniper verstaatlicht. Habeck war dahinter die treibende Kraft. Nun gehören uns allen deshalb nicht nur drei Kernkraftwerke, sondern auch zwölf Gaskraftwerke und zwei Steinkohlekraftwerke.

Uniper kommt gar nicht auf die Idee, die Kraftwerke zu verkaufen, hat der Vorstand der Nachrichtenagentur dpa bestätigt. Im Gegenteil das Unternehmen, das zu über 98% dem Bund gehört, will wieder in Kernenergie investieren. Offenbar mit Rückendeckung seines Hauptaktionärs Bundesrepublik Deutschland.

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