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Ruhr Uni/AStA: Ariya Fehrest-Avanloo legt Mandat nieder

Eine der gestern von der Juso HG gestellten Bedingungen für eine Zusammenarbeit mit der Internationalen Liste wurde soeben erfüllt. Ariya Fehrest-Avanloo hat sein Mandat niedergelegt: 

Liebe Mitglieder der Internationalen Liste,
liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
lieber Sprecher des Studierendenparlaments,

ich erkläre hiermit meinen Rücktritt aus dem Studierendenparlament und der Internationalen Liste.Wie viele von Euch in den letzten Tagen mitbekommen haben, stehe ich im Mittelpunkt einer auch öffentlich ausgetragenen Debatte, die dem Ansehen des Studierendenparlaments und der Studierendenschaft an der Ruhr-Universität im Ganzen erheblichen Schaden zugefügt hat. Ich trete zurück, damit die Debatten um meine Person beendet werden können und der Weg für konstruktive Gespräche zur Bildung eines neuen AStA frei wird.Um weiteren Schaden von der Studierendenschaft abzuwenden, habe ich mich entschlossen zurückzutreten und mich aus der Hochschulpolitik zurückzuziehen. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, weil vieles ungeklärt im Raum stehen bleibt. Meine Verantwortung als Parlamentarier des Studierendenparlaments der Ruhr-Universität gebietet mir aber im Sinne aller Studierenden der RUB, mehr Rücksicht auf das Ansehen der Studierendenschaft als auf mein eigenes zu nehmen und die Konsequenzen zu ziehen.Beste Grüße,

Ariya Fehrest-Avanloo

 

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61 Kommentare zu “Ruhr Uni/AStA: Ariya Fehrest-Avanloo legt Mandat nieder

  • #1
  • #2
    BAT-KF

    Das ist ein mutiger, aber notwendiger Schritt von dem Kollegen – ich hoffe, dass man sich jetzt auf die Themen der Studis konzentrieren kann.

  • #3
  • #4
    RUB-Studentin

    Ein Bauernopfer unter großem Druck, das nun wahrscheinlich darüber hinweg täuschen soll, dass in der ganzen Liste der Wurm drin ist. Wenn die Jusos trotzdem mit denen zusammenarbeiten sollten, dann ist denen auch nicht mehr zu helfen.

    Tipp zur Erinnerung: Einfach nochmal die unverschämte Presseerklärung der IL lesen, mit der die hochoffiziell auf die Vorwürfe reagiert haben, und in der sie schimpfen, den Ruhrbaronen drohen und kackdreist „jegliche Vorwürfe und Anschuldigungen zurück“ weisen: http://www.ruhrbarone.de/ruhr-uniasta-internationale-liste-verlangt-hiermit-eine-oeffentliche-entschuldigung-seitens-der-ruhrbarone/ Eine kritische Aufarbeitung der wirklich ekligen Positionen in den eigenen Reihen sieht wahrlich anders aus!

    Meine Meinung: Solche politischen Amokläufer haben nun wirklich nix im AStA zu suchen. (Hätten sie auch nicht, wenn sie nicht nur durch die Täuschung der Wähler sechs Sitze im Studierendenparlament ergattert hätten, aber das setzt der Geschichte natürlich die Krone auf: Siehe den offenen Brief der grünen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich hinters Licht geführt fühlten – und zwar noch deutlich bevor das tatsächlich radikalreligiöse Gesicht der Liste sichtbar geworden ist: „Wahlbetrug an der Ruhr-Uni?“: http://www.ruhrbarone.de/wahlbetrug-an-der-ruhr-uni/ )

  • #5
    van Keulen

    Kann dies ausreichen? Die IL verliert ihren „Leitwolf“ aber ist mit den anderen (grauen?) Wölfen?

    Guten Abend Yaron (Weitere Beiträge sind mir beim Editieren dieses Beitrages nicht bekannt…)

    Durch den Rücktritt und Austritt des „Leitwolfes“ der IL hat sich die Situation sicherlich etwas entspannt.

    Aber betrachten wir die Situation doch einmal aus der Perspektive der koalitionswilligen Listen und ihrer Mitglieder, die möglicherweise an einer (un)-politischen Karriere nach ihrer RUB-Zeit interessiert sind…

    Bei Wahlen gilt eine einfache schlichte Regel: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“ Die Amtszeit des Studentenparlamentes beträgt dabei nur ein Jahr. In etwa 10 Monaten dürfen die Studenten die verantwortlichen ungestraft an der Wahlurne abstrafen.

    Was halten die Wähler eigentlich von Bündnissen mit möglichen Islamisten? Sind wir nicht alle „kleine Sünderlein“ im muslimen Sinne? Haben wir nicht alle schon einmal schon schwerere Verbrechen begangen als das zu den örtlichen „unislamischen barbarischen“ Bräuchen gehörende übliche Trinken von Alkohol? Haben wir nicht schon mal enge Jeans oder „lange“ nicht einmal die Ohren bedeckende Haare getragen? Gewiss waren das alles nur Jugendsünden und wir laufen jetzt alle mit einem korrekten „islamischen(militärischen)“ Haarschnitt herum und hüllen uns alle in die praktischen „Kartoffelsäcke“ in denen nach Einbruch der Dunkelheit die örtlichen Salafisten herumschleichen?

    Bis gestern wäre diese dumme Sache nicht wichtig gewesen, aber inzwischen wurde die massenhafte Hinrichtung von bis jetzt mehr als 100 Kindern und Jugendlichen aus der „Emo-Szene“ im Irak bekannt. Vermutlich wegen dem für Jungen liberaleren Strafrecht als bei uns oder gar in den USA (Mädchen sind ab 9 Jahren und Jungs erst ab 15 Jahren strafmündig.) wurden nicht einmal die dortigen Gerichte bemüht. Offizielle irakische Polizisten mit Erfahrungen in schiitischen Milizen haben erst Namenslisten von Mitgliedern der punkähnlichen Emo Jugendkultur erstellt und diese dann bei „Nacht und Nebel“ verschleppt um sie dann durch das Fallenlassen von Betonbrocken zunächst auf Arme und dann die Beine und schliesslich den Kopf zu steinigen. Danach wurden die Kinder und Jugendlichen dann auf örtlichen Müllkippen „entsorgt“.
    Inzwischen ist dies herausgekommen. Der Innenminister des von Bush „befreiten“ Irak hatte dies einfach mal so angeordnet. Die Mehrheit der hohen Geistlichkeit im Irak hat sich entsetzt gezeigt, während eine radikale Minderheit diese selbstverständlich nach der Scharia illegalen Morde öffentlich rechtfertigt. (Die Taten waren illegal weil: Ein Teil der Ermordeten war noch nicht strafmündig, es gab keine Gerichte, die konkrete Durchführung der Steinigung war grausamer als vorgesehen und das Verscharren von Menschen auf Müllkippen war auch nicht rechtens.)
    Da macht sich das gemeinsame gepflegte Mahl mit „potentiellen Islamisten“ an den von studentischen Beitragsgeldern bereitgestellten Fleischtöpfen nicht so sehr prächtig bei den Wählern. Wenn ich an der RUB kandieren würde, dann würde ich lieber möglicherweise den Beginn des Ramadans oder des Wahlkampfes mit einem gemeinsamen Essen von ein paar Schweinshaxen feiern.

    Eine simple Google-frage mit den Stichwörtern Emo und Irak wird weiterhelfen, wenn die Antwort nicht noch nicht in der gedruckten Zeitung auf dem Frühstückstisch liegt. Alle Beteiligten an der RUB wären gut beraten eine Koalition mit der IL zu vermeiden. Gibt es da nicht sogar eine ¾ Mehrheit gegen die IL?

    Achim

  • #6
    Dietmar F.

    Nur noch fünf! Nur noch fünf! Schließe mich dieser Forderung an: http://lili-bochum.de/Jetzt-erst-Recht-IL.html

  • #7
    van Keulen

    Hilfe für arme Sozialdemokraten

    Icj habe viel „Sonne im Herzen“ (Bin ich Emo?) und glaube daran, dass man der Juso-HSG und natürlich allen anderen potentiellen Koalitionspartner und deren Mitgliedern wirklich helfen kann.

    Sie brauchen nichts weiter als einenen geeigneten Anlass gegen eine Koalition mit der IL. Gründe gibt es genug.
    Wie wären es z. B. mit bis jetzt etwa 90 von irakischen Milizen gesteinigten Jugendlichen, die getötet wurden. nur weil sie möglicherweise schwul sind.

    Es ist einfach zum Kotzen.
    Als aufgeklärte Menschen wissen wir doch alle, dass der innere und äussere Frieden so gut funktioniert weil eine ausreichende Zahl von Menschen diverse „heilige“ Bücher nicht ernst nimmt.

    Achim

  • #8
    G.R.

    Sorry, aber bei dem Kommentar von van Keulen musste ich mich grad fast übergeben. Seit wann dürfen hier NPD Parteikader posten?
    Ich meine, Redefreiheit hin oder her, ich stimme hier ja oft mit vielen Leuten nicht überein, aber halte alle Poster hier für legitim in einer demokratischen Gesellschaft mit freier Meinungsäußerung.
    Aber Faschos sollte man hier nicht dulden oder freischalten!

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Beleg das mit den NPD-Kader – und wenn Du es nicht kannst, kotz künftig woanders…

  • #10
    paule t.

    Was haben denn irgendwelche Gräueltaten im Irak mit der Internationalen Liste an der Uni Bochum zu tun? Das „Argument“ soll wohl heißen: „Es sind Muslime (bzw.: auch dabei bei der IL), und das ist doch wohl alles dasselbe.“ Von solcher islamfeindlichen Hetze lässt sich ja wohl hoffentlich niemand erntshaft beeinflussen.

    Natürlich: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der IL weitere merkwürdige Gestalten, möglicherweise auch Islamisten gibt (unter denen es dann auch noch Unterschiede gäbe). Nur wäre das im Einzelfall nachzuweisen und nicht per derartiger Verdachtsrhetorik zu unterstellen.

  • #11
    G.R.

    Hallo Herr Laurin,
    wer hinter dem Poster vanKeulen sitzt, weiß ich natürlich nicht. Es ging um die Äußerungen bzw. die geschickten Überblendungen von einer Gruppierung, die lediglich eine antireligiöse AStA Politik ablehnt und eine säkularisierte, religiös neutrale Gesellschaft favorisiert zu islamistischen, menschenverachtenden Taten, die rein gar nichts mit der Thematik des Themas zu tun haben. Sowas kenne ich nur von übelsten Rechtspopulisten oder -radikalen.
    Daher meine Vermutung des NPD Parteikaders.
    Grüße

  • #12
    Johann

    Ist nicht grundsätzlich das Kennzeichen von politischen Gruppen an Hochschulen, dass sie sich mit allem beschäftigen, nur nicht mit den konkreten Themen ihrer Hochschule? Sind die Asten nicht einfach eine Spielwiese, auf welcher sich lauter linke Gruppen um Themen zanken, die für die Mehrzahl der Studenten schlicht irrelevant sind, auch weil sie bereits ausreichend außerhalb von Hochschulen behandelt werden. Am besten schafft man die Asten komplett ab bzw. macht deren Finanzierung für die Studierenden freiwillig.

  • #13
    Klaus

    Ich frag mich grad, ob Bochum ein Einzelfall war, oder ob es an anderen Unis ähnlich abgeht ?

  • #14
    alter hase

    @Johann
    Gilt das in gewisser weise nicht für den kompletten Politikbetrieb. Demokratie ist kein einfaches Geschäft aber notwendig, gerade von unten.

    Ich schätze das die Aussicht auf die ASTA Übernahme die Jusos Beratungsresistent macht.

    Die angestrebte Koalition aus Nawi IL Jusos gewi vielleicht noch Julis und rcds eint doch nur der Frust auf die linken Kräfte. Das reicht offensichtlich. Glaubt den wirklich jemand das sie im Dienste der studierenden handeln?

  • #15
    Guido

    @Klaus: Ich verweise auf die Uni Duisburg/Essen: Mutmaßliche Veruntreuung, Klau von Wahlurnen, Betrug, Korruption… Auch ein Ratsmitglied Duisburgs geriet in Bedrängnis.

    Also, neben fundamental politischen Diskussionen bieten die Unis im Pott auch guten Vorlagen für Krimis. …oder besser gesagt den ganz „normalen“ Klüngel der in jedem Kleingartenverein bis zur „großen“ Politik betrieben wird.

    Nur Schade, dass wir – Bürger – immer davon ausgehen möchten, dass Politik – egal wo diese stattfindet – frei von Klüngel sein sollte…

    Ich glaube, das Gegenteil entspricht der Realität.

  • #16
    Frank

    @G.R

    das Thema Irak/Emo hat tatsächlich nur am Rande mit der Ruhr Uni zu tun. Dies zu kritisieren, hätte ausgereicht. Statt dessen den Poster als Nazi zu bezeichnen (und damit von der Sach- auf die Personenebene zu gehen und die Person diskursunfähig zu labeln), kenne ich wiederum nur von übelsten Linkspopulisten oder -radikalen. Daher meine Vermutung Ihres Nicks als der eines Antiimp-Parteikaders.

  • #17
    Student

    Stimmt, das Thema Thema Irak/Emo hat nur am Rande mit der Ruhr-Uni zu tun, und die Postings von „van Keulen“ gehen mir auch auf den Zeiger. Das hat mit aufgeklärter Religionskritik wenig zu tun, finde ich.

    Aber: Am Rande hat das Thema Irak/Emo schon was mit der Ruhr-Uni zu tun. Siehe zum Beispiel dieser Artikel (http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/739239/Irak_Terror-gegen-suendige-Teenager), in dem zu lesen ist: ‎“Ein Sprecher des radikalen Schiitenführers Moqtada al-Sadr nannte die Emos ‚verrückt‘ und eine ‚Plage für die Gesellschaft‘.“

    Und da sind wir wieder bei Ariya Fehrest-Avanloo, der den Radikalislamisten al-Sadr als seine Inspiration bezeichnet, und bei der Internationalen Liste, die es nicht geschafft hat, sich aus freien Stücken von Fehrest-Avanloo zu distanzieren. Stattdessen hat die Gruppe sich voll hinter ihren jetzt zurückgetretenen Parlamentarier gestellt, bis dieser sich gezwungen sah, aufgrund von äußerem Druck zurückzutreten. Ein Armutszeugnis, denn dadurch wird deutlich: Entweder sind die IL-Mitglieder politisch nicht zurechnungsfähig oder sie finden die Ansichten ihres Kollegen nicht so schlimm. Oder beides.

    Beides sollte aber für sich genommen schon Grund genug sein, mit solchen Leuten NICHT zusammenzuarbeiten, unabhängig davon, ob nun ein Parlamentarier (übrigens ohne ein Wort der Einsicht!) zurücktritt, oder ob es von der IL doch noch irgendwelche unter Druck entstandene Erklärungen geben wird. Glaubwürdig kann das alles nicht mehr sein, dafür war zum Beispiel die Pressemitteilung der Liste zu eindeutig. Jusos: Bitte lasst den Unsinn, das wäre echt richtig, richtig übel!

  • #18
    Historiker123

    Man sollte jetzt auch mal locker lassen. Der Herr hat die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Dabei sollte man es belassen…

  • #19
    Lea

    Ich finde es sehr schade dass angeblich eigenständig denkende Menschen sich von einseitiger, subjektiver Berichterstattung dermaßen beeinflussen lassen. Fällt es denn wirklich niemandem auf, dass diese Äußerungen von Ariya seltsamerweise gerade jetzt in der Luft zerissen werden, wo GHG und LiLi nicht mehr die Unterstützung der IL erhalten? Warum wird in diesem Zusammenhang immer nur die IL genannt wobei die GHG in den letzten Jahren ebenfalls mit Ariya Hand in Hand gegangen sind? – zumindest nach dem, was sie mit ihrer Propaganda des „erfolgreichen und in sich stimmigen AStAs“ den Studierenden weißmachen wollen. Vorher hat es anscheinend auch niemanden gestört was er auf seinem Facebook-Profil postet und was nicht. Nun auf derartige Art und Weise das Leben von einem ehemaligen Koalitionskollegen dermaßen in den Dreck zu zerren und den Machtverlust der ehemaligen Koalition auf seinem Rücken auszutragen ist meiner Meinung nach nur feige und absolut schamlos. Wann hört diese Schlammschlachterei endlich mal auf?

  • #20
    van Keulen

    #17 | Student

    Eigentlich geht es bei der Astabildung nur um Religionskritik.
    Alle bisher strittigen Themen sind religiöse Themen.

    Es geht um:
    – Essen nach den islamischen Speisevorschriften im Astacafe
    – Studentische Gelder für islamische Vereinigungen
    – islamisch begründete Israelkritik(Selbstverständlich haben die Palästinenser ein Recht auf einenen oder gleich zwei Nationalstaaten(Gaza/Westbank) und sie hätten sie auch schon längst, wenn sie nicht in ihrer religiösen Verblendung auf den Frieden und ihreren eigenenen Staat verzichten würden. Der demokratische Friede ist der einzige sichere Friede. Der Ball liegt in dfer palästinensischen Hälfte. Sie haben das freie Recht eine echte Demokratie einuzuführen. Keine bösen isralischen Soldaten klauen ihnen die Wahlurnenen. Sie könnten einfach mal auf die Ermordung von diveresen Liberalen und sonstigen Pazifisten verzichten. Tun sie aber nicht und das ist nicht die Schuld des Westens.
    – Ein paar islamistische Duftmarken auf Facebook

    Ein paar Typen scheinen hier noch in der Zeit zu leben, als „liberale Scheisser“ sie willig fütterten.
    Heute sitzten überall „Scheissliberale“ mit einer ganz klaren Ansage. „Du sagst mir. Du bist legal hier und anderswo und dann können wir über alles reden.“

    Aber in dieser islamisch geprägten Region sind Liberale halt nur in Israel legal und deswegen ist man halt etwas islamkritisch.

    Wir leben hier in einer Demokratie und dieser Lebensstil gefällt uns. Aber keine der Parteien, die hier bei Wahlen auf den vorderen Plätzen auf dem Stimmzettel stehen und die wir alle so lieb haben, wären in irgendeinem islamischen Land legal. Wenn die Jusos das nicht begreifen würden, dann würden sie von der SPD ausgekotzt.

    Das mit der staatlich organisierten bestialischen Ermordung von ein paar weiteren unschuldigen Opfern Emos ist nicht neu. Neu ist nur die extreme Anzahl der Betroffenen, wenn nach diesen Kriterien hier gemordet wprde.

    Und genau deswegen habe ich der IL und allen potentiellen Hiwis die Emos um die Ohren geschlagen.

    Achim

  • #21
    van Keulen

    #11 | G.R.

    Ach G:ttchen,

    ein bischen Islamkritik, die auch noch geschickter ist als das übliche Geblubber in den üblichen Zeitungsforen und schon muss es gleich ein „Kader“ sein. Und dieser Kader muss dann gleich von der NPD sein, man gönnt sich ja sonst nichts.

    Hey diese auch so harmlosen Leute, die dieser Mensch auf Facebook so nett als „Inspirationsqzelle“ bezeichnet hat, sie haben Hunderttausende umgebracht und wenn sie könnten…

    Rechnen Sie einfach mal mit einer ganz normalen linken Kritik. Aber ich verrate Ihnen mal was.
    Die Rote Antifa Duisburg „Wir sind die Antifada“
    ist wirklich nicht mein Ding.

  • #22
    Student

    #19 | Lea sagt am 13. März 2012 um 12:50

    „Warum wird in diesem Zusammenhang immer nur die IL genannt wobei die GHG in den letzten Jahren ebenfalls mit Ariya Hand in Hand gegangen sind?“

    Ganz einfach: Weil die sich bereits vollständig von der IL und Ariya Ferest-Avanloo distanziert haben. Deutlich zu spät, aber sie haben es getan. Und sie haben auch selbstkritisch schwere Fehler eingeräumt und Aufklärungsarbeit geleistet: http://www.ruhrbarone.de/ruhr-uniasta-interview-mit-der-gruenen-hochschulgruppe/ . Das ist das genau Gegenteil von dem, wie die IL mit den krassen Äußerungen ihres Mitglieds umgegangen ist. Bis zum bitteren Ende wurde Ariya Ferest-Avanloo von denen in Schutz genommen. Weder bei dem jetzt zurückgetretenen IL-Parlamentarier noch bei der Liste insgesamt ist irgendwo erkennbar, dass es da ein ein Umdenken gibt, und dass auch nur ansatzweise so kritisch mit den radikalreligiösen und israelfeindlichen Positionen in ihrer Mitte umgegangen wird, wie das bei der GHG aktuell durchaus der Fall ist. Und weil das, Rücktritt einer Einzelperson hin oder her, unerträglich bleibt, wird in diesem Zusammenhang hauptsächlich über die IL gesprochen. Und über die Jusos, die mit denen offensichtlich gemeinsame Sache machen wollen.

    Auf „van Keulen“s Postig geh‘ ich nicht mehr weiter ein, denn rechte Trolle mit ihrem Pro-NRW-Gelaber muss man echt nicht füttern. Jungs, versucht ruhig weiter, die Grenze zwischen emanzipatorischer Religionskritik und dem von euch verbreitenen antimuslimischen Rassismus mit einfachen kollektivistischen Feindbildern („wir“ gegen „die“, hahaha) zu verwischen. Wird euch hier eh nicht gelingen.

    Noch besser fänd‘ ich übrigens, wenn die Ruhrbarone rechtes Pro-NRW-Gelaber über „unseren Lebensstil“ und „Scheißliberale“ erst gar nicht freischalten würden.

  • #23
    Alex Z

    Sehr geehrter Herr Lauren,

    in einem nur zwei Sätze umfassenden Vorwort lassen Sie Ihre maßlose Überinterpretation miteinfließen: Der Rücktritt sei auf Druck der JuSo’s hin erfolgt. Der Korrektheit halber möchte ich anmerken, dass der Zeitpunkt des Rücktritts mit dem erst gestern stattgefundenen Listentreffen zusammenhängt und Ihre Schlussfolgerung falsch ist.

    Auch in der Vergangenheit enthielt Ihre Berichterstattung zu dieser „Serie“ Verzerrungen und Unwahrheiten:

    Sie berichteten, die IL habe sich aus „islamistischen“ Gründen gegen die alte Koalition entschieden – tatsächlich aber geschah dies aus (bürgerlich) demokratischen Bedenken und Zweifeln, ob die ehemaligen Koalitionspartner wirklich auf dem Boden der Verfassung stehen, auch wenn dies verständlicherweise den Sondierungsprotokollen nicht zu entnehmen ist. In den internen Protokollen der GHG ist das sehr deutlich ausgeführt.

    Die IL hat sich immer für Säkularität und religiöse Gleichberechtigung ausgesprochen. Die „antireligiöse“ Präambel wurde jedoch als Diskriminierung Studierender aller Konfessionen (z.B. evangelische Wohnheime) betrachtet und im Hinblick auf die Geschichte des autoritären Kommunismus und seiner Religionsverbote als untragbar für eine linke demokratische Politik bewertet. Die Linke Liste drückt diesen Zusammenhang in ihrer Stellungnahme absichtlich missverständlich aus. Das lässt sich auch klar anhand der Sondierungsprotokolle belegen.

    Die IL veranstaltet keine Anti-Israelischen Events. Der besagte „Montag Kontrovers“ stammt von den Grünen und zwar von Leuten, die immer noch Grüne sind. Der Charakter der Veranstaltung war meiner Meinung nach primitiv antithetisch und erinnerte eher an ein pro-kontra Basketballspiel. Es war trotzdem weder ein anti-Israel Event, noch ein Projekt der IL.

    Was die Halal-Sache betrifft, fordert die IL das zusätzliche (!) Angebot von Kosherem Fleisch, da dies auch nach muslimischen Speisegesetzen akzeptiert ist und eine breitere Kundschaft anspricht – nur um das richtigzustellen.

    Insgesamt ist ihre Berichterstattung sehr dreist verzerrend und enthält Unwahrheiten und Fehlinterpretationen, ob diese auf Sie, Ihren Kollegen, oder Ihre Informant*Innen zurückgeht wird nicht ersichtlich, aber offensichtlich haben Sie kein Interesse an klärender Berichterstattung, sondern wollen lediglich das politische Mandat der Linken Liste um jeden Preis verlängern. Ihr Engagement gegen Nationalismus und Antisemitismus ist sehr lobenswert, aber eine solche Instrumentalisierung von Skandalen wird diesem sehr ernsten Thema nicht gerecht. Bezeichnend ist, dass Ihre Informant*Innen offenbar schon länger über diese Facebook-Statements bescheid wussten, dies aber stillschweigend tolerierten und es nicht einmal für angebracht hielten die IL darüber zu informieren.

    M.f.G.
    Alex

    P.S.: Zu den rechtspopulistischen islamfeindlichen Äußerungen in den Kommentaren beziehe ich keine Stellung – aber ich gewinne einen Eindruck von Ihrer Leserschaft.

  • #24
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @all: van Keulen ist kein Rechtspopulist sondern ein Religionskritiker. Er ist mir bekannt und war einer der Mitherausgeber von Salman Rushdies „Satanischen Versen“. Ihn ohne Kenntnis zu denunzieren zeugt von einem eher operativen Verhältnis zur Wahrheit.

  • #25
    Yaron

    Hier wurden genau die Kommentare gepostret, die ich erwartet hätte. Aufrufe jetzt zum tagesgeschäft überzuegehn, Islam-bzw. Religionskritiker, jene die sich als Opfer und falsch verstanden fühlen…

    Eine Sache ist doch nun Fakt: Ariya Fehrest-Avanloo hat sich durch seine Aussagen selbst diskreditiert und die IL hat es bis zuletzt versäumt sich von ihm zu distanzieren. Dafür wird sie nun die Verantwortung tragen müssen.

  • #26
  • #27
    Alex Z

    Sehr geehrter Herr Laurin,

    1. Würde ich mich freuen, wenn Sie zu den inhaltlichen Vorwürfen gegen Sie Stellung beziehen, aber ich bin mir sicher dass Sie dies in wenigen Minuten tun werden.

    2. Dass Sie diesen van Keulen in Schutz nehmen ist wirklich unglaublich !!! Äußerungen, die „van Keulen“ zuverlässig diskreditieren:

    „Kann dies ausreichen? Die IL verliert ihren “Leitwolf” aber ist mit den anderen (grauen?) Wölfen?“
    – Eine linke multinationale Liste wie die IL mit rassistischen türkischen Gruppen zu vergleichen ist beleidigend.

    „Was halten die Wähler eigentlich von Bündnissen mit möglichen Islamisten?“
    -no comment

    „Was halten die Wähler eigentlich von Bündnissen mit möglichen Islamisten? Sind wir nicht alle „kleine Sünderlein“ im muslimen Sinne? Haben wir nicht alle schon einmal schon schwerere Verbrechen begangen als das zu den örtlichen „unislamischen barbarischen“ Bräuchen gehörende übliche Trinken von Alkohol? Haben wir nicht schon mal enge Jeans oder „lange“ nicht einmal die Ohren bedeckende Haare getragen? Gewiss waren das alles nur Jugendsünden und wir laufen jetzt alle mit einem korrekten „islamischen(militärischen)“ Haarschnitt herum und hüllen uns alle in die praktischen „Kartoffelsäcke“ in denen nach Einbruch der Dunkelheit die örtlichen Salafisten herumschleichen?“

    -Das ist antiislamische Verschwörungstheorie in ihrer klassischen Form.

    „Es geht um […] islamisch begründete Israelkritik“

    -Ja genau, van Keulen hat genau begriffen worum es geht.

    Herr Laurin,
    diesen vanKeulen nur als „Religionskritiker“ zu bezeichnen ist wirklich sehr verherrlichend. Was er herausgegeben hat ist dabei ziemlich unwichtig.

    M.f.G.
    Alex

  • #28
    Frank

    @Alex Z,

    Islamfeindlichkeit ist auch bei einigen arabischen und europäischen Linken eine anerkannte Position. Schließlich schrieb schon Lenin:

    „In Bezug auf die zurückgebliebenen Staaten und Nationen, in denen feudale oder patriarchalisch-bäuerliche Verhältnisse überwiegen, muß man insbesondere im Auge behalten … die Notwendigkeit, die Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluß haben; …. die Notwendigkeit, den Panislamismus und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegungen gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen.“ (Lenin Werke Band 32, S.137)

    Immerhin sind Kommunisten und Sozialisten meist die ersten Opfer, wenn Islamisten mal an die Macht kommen.
    Leider vergessen und verdrängen das viele unserer hiesigen Salon-Umma-Sozialisten, Herr Alex 😉

    „Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse.“ Robert Kurz, „Der Krieg gegen die Juden“ 2009

  • #29
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Alex Z: Die IL ist alles nur keinen linke Liste. Schauen sie sich die Screenshots aus Ariya Fehrest-Avanloo Facebookaccaount an. Der AKP-Jubel und der Hass gegen den Kemalismus stehen dazu im Widerspruch. Auch andere Mitglieder der IL sind stark religiös geprägt – bis hinein ins fundamentalistisch-islamistische. Wir haben das dargelegt und können, wenn Sie und die IL darauf wert legen, gerne noch einmal nachlegen. Hatten wir eh in den kommenden Tagen vor. Wir recherchieren und sammeln gerade. Fehrest-Avanloo war schon in der richtigen Liste…

  • #30
    Arnold Voss

    @ Alex Z.

    Alex, denken sie über uns was sie wollen, aber tun sie sich selbst einen Gefallen und halten uns nicht für dämlich.

  • #31
    paule t.

    #24 | Stefan Laurin sagt am 13. März 2012 um 14:53
    „@all: van Keulen ist kein Rechtspopulist sondern ein Religionskritiker. Er ist mir bekannt und war einer der Mitherausgeber von Salman Rushdies “Satanischen Versen”. Ihn ohne Kenntnis zu denunzieren zeugt von einem eher operativen Verhältnis zur Wahrheit.“

    Hiesige Muslime verbal in Haftung zu nehmen für Greueltaten, die irgendwo auf der Welt im Namen des Islams begangen werden, ist nun einmal ein typisch rechtsextremes Argumentationsmuster, wie man es von PI-News, Pro Köln etc. kennt – sprich von dem Teil der rechtsextremen Szene, der vom Feindbild „Jude“ zum Feindbild „Muslim“ umgeschwenkt ist (was ja auch insofern praktisch ist, als es viel besser zum Feindbild „Ausländer“ passt) oder sich an diesem Feindbild neu gebildet hat. Dass van Keulen dieses Argumentationsmuster auch dann noch (und gegen andere Personen) benutzt, nachdem die Person, gegen die das Argument anwendbar wäre (wie #17 zeigt), zurückgetreten ist, zeigt, dass es ihm eben nicht um eine konkrete Kritik nachweisbarer Äußerungen geht, sondern um eine undifferenzierte Schuldzuweisung von allem Bösen, was irgendwo auf der Welt im Namen „des Islam“ geschieht, an alle Muslime, ob sie irgendetwas damit zu tun haben oder nicht. Mit derselben „Logik“ könnte man die Gräueltaten Konys und seiner LRA nehmen und argumentieren, „deswegen“ dürfe ein protestantischer Pfarrer nicht Bundespräsident werden.

    Indem van Keulen es ferner als verdächtig hinstellt, dass die IL sich für ein Halal-Angebot einsetzt und Gelder nicht mehr speziell religiösen Gruppen verweigert sehen will, denunziert er vollkommen legitime Forderungen. Wenn eine hinreichende Anzahl von Studenten ein Interesse an einem bestimmten Speiseangebot hat – warum sollte man sich nicht dafür einsetzen? Veganer, für die es das an der RUB schon gibt, gibt es dort gewiss weniger als Leute, die muslimische Speisevorschriften beachten möchten. Und der „antireligiöse“ Passus des alten AStA-Koalitionsvertrages und der Initiativenförderung ist vom Benachteilgungsverbot des Grundgesetzes her sowieso sehr fragwürdig.
    Wenn das schon verdächtig sein soll, sagt er damit im Umkehrschluss nicht viel anderes als: Muslime dürfen solange bei der Demokratie mitspielen, wie sie keine eigenen Forderungen formulieren; also eigentlich: nicht wirklich. Auch diese „Demokratie unter Vorbehalt“ für die „Fremden“ – solange sie nicht lästig sind – ist ein typisch rechtspopulistisches Argumentationsmuster.

    Es sind solche Beiträge wie die von van Keulen, die bei muslimischen Studierenden den Eindruck erwecken, dass es „eigentlich“ eben nicht um die tatsächlich skandalösen Äußerungen Fehrest-Avanloos gehe, sondern doch nur um das sattsam bekannte antiislamische Ressentiment, das hier nur einen geeigneten Anlass gefunden habe, und sich dann zu Wort meldet, wenn es politisch nützlich ist.
    Wenn man bei dem tatsächlichen Problem nicht stehenbleibt, sondern auch nach dem Rücktritt dieser Person weiter gegen „die Muslime“ in der IL hetzt, beweist man, dass es zumindest bei einem Teil der Kritiker genau so ist. So befördert man auch die falsche Solidarität, wie sie in der dummen Erklärung der IL zum Ausdruck gekommen ist.

    Es mag sein, dass van Keulen sich bei anderer Gelegenheit – dem Fall Rushdie – löblicherweise als Verteidiger der Meinungsfreiheit betätigt hat und ihm die rechtspopulistische bis rechtsextreme Gesellschaft, in die er sich mit seinen Argumentationsmustern begibt, überhaupt nicht gefällt. Insofern ist es sicher nicht korrekt, ihn voreilig als „NPD-Kader“ zu bezeichnen.
    Nichtsdestotrotz ist er selbst es, der sich mit seinen Argumentationsmustern in die Gesellschaft von Rechtsextremen begibt, und niemand anders. Da geht es ihm nicht anders als zB dem bis dahin hoch achtbaren Ralph Giordano, der dann beim Moscheebau auf einmal denkt, Religionsfreiheit hinge von der Zustimmung der Mehrheitsgesellschaft ab, und sich dann sehr abmühen muss zu zeigen, dass es, wenn er solche Positionen vertritt, etwas „ganz anderes“ ist, als wenn Pro Köln das Gleiche sagt …

  • #32
    paule t.

    Nachtrag: Es kann ja sein, dass sich in der IL weitere Islamisten tummeln. Nur wäre das dann konkret zu zeigen und nicht nur per Ressentiment (wollen Halal! böser Islam!) zu unterstellen.

  • #33
  • #34
    Alex Z

    Zu meinen Vorwürfen gegen die Berichterstattung wurde immer noch kein Kommentar abgegeben. Stattdessen wird nun über Islamfeindlichkeit diskutiert, was auch sinnvoll ist, aber meine Kritik nicht befriedigt.

  • #35
    Arnold Voss

    @ Paule T.

    Nein, man kann nicht alle Muslime für Taten einzelner Muslime in Haft nehmen. Das gilt auch für jede andere Religion.

    Aber man kann erwarten, dass die Mehrheit der Religiösen egal welchen Glaubens sich gegen die Vebrechen einer Minderheit zur Wehr setzt und wenn das nicht möglich ist, diese zumindest öffentlich kritisiert, dagegen demonstriert und sich vor allem innerhalb der eigenen Gemeinschaft dagegen offensiv äußert.

    Wenn dies nicht geschieht, und das war im Falle der Muslime nicht nur beim religiösen Todesurteil gegenüber Salman Rushdie der Fall, dann gibt es sehr wohl Grund, die Religionsgemeinschaften als solche für diesen schweren Verstoß gegen die Menschenrechte in Haft zu nehmen.

    Das besonders Widerwärtige war gerade bei Rushdie, dass selbst der Papst seine Klappe gehalten hat, weil die katholische Kirche es mit sogenannten Ketzern sehr lange ähnlich gehalten hat wie ein gehöriger Teil der Muslime, und es Teile von ihr heute noch so halten würde, wenn sie es nur dürften.

    Auch die Steinigung von Frauen wegen sogenannter Eheverbrechen z.B. ist schiere Barbarei , egal welche religiösen Mehr- oder Minderheiten das jetzt aus Glaubensgründen für richtig oder falsch halten. Und natürlich nehme ich dafür alle die in Haft, die sich dagegen nicht aussprechen. Wer dazu aus Glaubensgründen schweigt, begibt sich in religiöse Mittäterschaft, auch wenn er es selbst nicht gut heißt.

  • #36
    Arnold Voss

    @ Alex

    Wo sehen sie eine Drohung, Alex? In der Aufforderung uns nicht für dämlich zu halten? Würden sie das bitte erläutern?

  • #37
    Deno

    Stefan, das interessiert mich wirklich sehr. Ich freu mich schon auf die Recherche-ergebnisse. Gerne biete ich meine Hilfe an, wenn es darum geht, Sachen aus dem Türkischen zu verstehen, oder iranisch, leider spreche ich nur Zaza-Gorani, das ist nicht neupersisch, und arabisch. Aber ich habe ja viele säkulare Freund_innen, die da bestimmt helfen werden, das zu übersetzen. Im Gegensatz zu Alex möchte ich betonen, das man nicht so blauäugig sein sollte und diese „wir-tolerieren-alles“-Tour fahren soll. Ich wiederhole: Mir als Deutsche_r mit Wurzeln aus dem Orient macht der undemokratische Impact einfach nur Angst, der bei Anhängern dieser Religion sogar im Mainstream fundamentalistisch rüberkommt. Wie schön, viele kennen die Kultur nicht, den Druck, den man da erfährt. Man hat keine freie Entscheidung, alles muss konform sein mit der patriachalen Tradition. Es sind nicht alle so, natürlich nicht, aber viele nutzen die demokratischen Freiheiten in Deutschland aus, um sie für ihr Zwecke zu missbrauchen. Und wenn man dann mal Anti ist, heisst es sofort: ich fühle mich diskriminiert. Aber das gerade eben diese Gruppe alles andere diskriminiert, ist eine Farce an sich: nicht immer freie Wahl der Partner, wenn sie eine andere Religion oder Nation haben, Schwulen- , Lesben-, Transenhass, kaum feministisch, unreflektiert. Das Individuum da muss sich der Allgemeinheit unterordnen. Leider wird der „wahre“ Islam da missbraucht. An sich ist die Religion nicht so, wie wir sie vorgelebt bekommen. Habe schon auf der IL-Facebookseite Links dazugeposted. Und ihr könnt auch die Sprachen nicht, ihr versteht es nicht. Was man für ein Juden-, Christen-, Deutschen-, Westenhass mitbekommt, kotzt mich an und zieht alle reflektierenden modernen Moslems und Menschen wie mich in den Dreck. Und darauf hab ich kein Bock. Und deshalb begrüsse ich die Recherchen der Ruhrbarone…

  • #38
    Alex Z

    Deno, ganz ehrlich,
    ich respektiere und teile Deine religionskritische Position und deine Bedenken gegenüber reaktionären patriarchalischen Strukturen. Gerade im Orient ist es sehr sinnvoll da besonders genau hinzusehen und es gibt tatsächlich großen Entwicklungsbedarf.

    Wenn Du Dir aber mal die hier geposteten Beiträge ansiehst, wirs Du feststellen dass Du dich mit einem sehr intoleranten Millieu aus rechtspopulisten (#5) und religionsfeindlichen Leninisten (#28) solidarisierst.

    Die plötzliche Entscheidung der IL nicht mit der LiLi koalieren zu wollen ist mir genauso bitter aufgestoßen wie den meißten, aber deswegen die IL als „graue Wölfe“ oder „islamisten“ zu bezeichnen und Muslime zu veralgemeinern finde ich sehr unangebracht.

    Als Mitglied bin ich auch enttäuscht über reaktionäre Positionen in einer Liste, die sich als eine Liste der Toleranz und Vielfalt begreift und an deren Aufdeckung interessiert, aber es wird ein völlig verdrehtes Bild dieser Liste gezeichnet durch Gelaber der LiLi und ausländerfeindliche Stereotypen die hier reproduziert werden.

    Ich bitte Dich einmal alle Kommentare hier durchzulesen und zu überlegen, ob es sich wirklich um emanzipatorische Standpunkte handelt, die z.B. von van Keulen vetreten werden und die Herr Laurin hier in Schutz nimmt.

    Liebe Grüße
    Alex

    P.S.: Ich habe gerade mit Karsten telefoniert und möchte etwas richtigstellen, was ich falsch geschrieben habe. Der Montag Kontrovers war eine GHG Veranstaltung, diese Veranstaltung „Israel und Palästina. Perspektiven für den Frieden“ (oder so ähnlich) wurde aber doch von vielen IL-Mitgliedern mitorganisiert. Wie gesagt war es zwar eine meiner Meinung nach dumm organisierte, aber keine israelfeindliche Veranstaltung.

  • #39
    Student

    #24 | Stefan Laurin sagt am 13. März 2012 um 14:53

    „@all: van Keulen ist kein Rechtspopulist sondern ein Religionskritiker. Er ist mir bekannt und war einer der Mitherausgeber von Salman Rushdies “Satanischen Versen”. Ihn ohne Kenntnis zu denunzieren zeugt von einem eher operativen Verhältnis zur Wahrheit.“

    Also, wer emanzipatorische Religionskritik betreibt, der missbraucht sie normalerweise nicht dazu, um eigene Kollektividentitäten zu konstruieren bzw. schönzureden. Aber genau das tut „van Keulen“, wenn er so scheinbar selbstverständlich den Anlass nutzt, um das eigene Kollektiv abzufeiern: „Wir leben hier in einer Demokratie und dieser Lebensstil gefällt uns.“

    Emanzipatorische Kritiker würden niemals ein Feindbild aufbauen, um die eigene Gesellschaftsform schönzureden, denn sie sind sich bewusst, dass auch in den westlichen bürgerlichen Demokratien längst keine Zustände herrschen, in denen alle ohne Angst verschieden sein können. (Dass es woanders schlimmer ist, war noch nie ein valides Argument.)

    Emanzipatorische Kritiker würden in ihrer Kritik auch jeweils so konkret bleiben, dass ihre Kritik nicht zur Befeuerung rechter Diskurse über eine angebliche Frontstellung verschiedener Kulturkreise missbraucht werden kann. Sie würden sich allen Diskussionen verweigern, die einen Widerspruch zwischen einem angeblich pauschal demokratisch-guten westlichem „wir“ und einem schlechten außerwestlichen „die“ aufbauen. Denn emanzipatorische Kritiker wissen, dass solche Kollektivargumente rechten Populismus befeuern.

    Stattdessen würden sie betonen, dass sich ihre Kritik gegen alle Formen von Unterdrückung richtet, und dass sie jede Form von autoritären Strukturen und Herrschaft erst einmal kritisch sehen. Angesichts zum Beispiel der demokratisch legitimierten und tausendfach tödlichen EU-Außengrenzen-Politik und angesichts diverser immerhin mehr oder weniger demokratisch legitimierten Zumutungen im Inland würde ein emanzipatorischer Kritiker niemals auf die Idee kommen, mit platt-populistischen „wir“-gegen-„die“-Argumenten zu kommen.

    Er würde vielmehr konkrete Solidarität immer dann üben, wenn sich Menschen sich gegen Unterdrückung und autoritäre Strukturen wehren – und immer dann Kritik üben, wenn Leute Unterdrückung und autoritäre Strukturen verharmlosen, gutheißen oder ausbauen wollen. Und weil es in allen Gesellschaften immer beides gibt, wären einem emanzipatorischen Religionskritiker der Kram im Halse stecken geblieben, den „van Keulen“ hier vom Stapel gelassen hat.

    Genauso falsch ist es natürlich, die Kritik an diesem vielleicht einfach nur unüberlegt vorgetragenen kollektivistischen Populismus dazu einzusetzen, die politisch-religiösen Einstellungen zu verharmlosen, die in der „Internationalen Liste“ existieren. Das scheint mir nämlich sowohl das Ziel von „Alex Z“ als auch von „G.R.“ zu sein.

    Die Vorwürfe gegen die „Internationale Liste“ bleiben gut belegt und schwerwiegend, auch wenn man sich dagegen wehrt, dass Leute wie „van Keulen“ eine Regierungsform zur „Lebensweise“ verklären und im gleichen Atemzug auch noch festlegen wollen, was „uns“ denn zu gefallen hat.

  • #40
    Fritz

    Also Alex:
    Die Veranstaltung „Montag Kontrovers“ war eine Veranstaltung des AStA. Ich wundere mich ohnehin, wie krass der AStA an der RUB listendominiert ist. Da stehen auch mal Listen-Pressemitteilungen auf der Internetseite, verschiedene Referate bereiten Initiativen-Veranstaltungen vor…

    Wenn das eine GHG-Veranstaltung war, hätten die Grünen diese auch bezahlen müssen. So einfach ist das.

  • #41
    Alex Z

    @Fritz: Du hast tatsächlich recht. Es ging in dem Kontext aber um den Umgang mit Kritik an der Veranstaltung.

    Da sich die Diskussion nun noch weiter diversifiziert hat und Herr Laurin zu meinen konkreten Vorwürfen offenbar keine Stellung bezieht, verabschiede ich mich an dieser Stelle von den Beteiligten und wünsche einen schönen Abend.

  • #42
    Johann

    @ alter hase: Ja, wahrscheinlich ist Politik häufig so. Allerdings habe ich das politische Treiben an der Uni als viel schlimmer erlebt. Da flüchten sich viele in Politikfelder, die vom Alltag der meisten Studenten nicht weiter entfernt sein könnten. Das ist praktisch, weil die Wirkungslosigkeit der eigenen Politik so von vornherein eingebaut ist. Wer kann einem Asta schon übel nehmen, dass er gegen Klimawandel, Irakkrieg oder Armut in der Welt nichts ausrichten konnte. Würde sich die Studierendenvertretung um echte lokale Probleme kümmern, könnte jedermann bei der nächsten Wahl Bilanz ziehen, wer was bewirkt hat. Die Wahlen, die ich an der Uni erlebt habe, waren aber reine Gesinnungswahlen, die zu Recht von 90% ignoriert wurden. Ein Politbetrieb, der sich so von den Menschen entfernt hat, verkommt dann aber zur Spielwiese der politischen Extremisten, die in den Parlamenten von Ländern und Bund zu Recht keine Rolle spielen. Dafür aber dürfen meines Erachtens die Zwangsbeiträge der Studenten nicht missbraucht werden. Ich weiß auch nicht, ob man die Asten besser abschaffen sollte oder, ob sie als eine Art Studibetriebsrat eine sinnvolle Rolle spielen könnten. So wie es jetzt ist, produziert das System fast zwangsweise die Skandale, wie sie im obigen Artikel und den Kommentaren beschrieben sind.

  • #43
    Alex Z

    Hallo Johann,
    die Referent*Innen des letzten AStA aus al, GHG/IL, LiLi und SWiB haben sich eigentlich sehr intensiv mit konkreten Themen der Studierenden befasst, darunter: Anwesenheitspflicht, Frequentierung der U35, kritische Begleitung der Campussanierung und Exellenzinitiative, Protest gegen militärische Forschung und Tierversuche an der RUB uvm. . Desweiteren wurden die „gewöhnlichen“ Aufgaben des AStA, wie Service- und Beratungsarbeit, Unterstützung von Studierendeninitiativen, Fachschaften und Gremienarbeit usw. sehr gewissenhaft ausgeführt und das Campusleben mit einem vielseitigen Kulturprogramm bereichert.
    Nur weil das nicht spannend und skandalträchtig genug ist um Eure Aufmerksamkeit in Onlineblogs zu erhaschen, heißt das nicht die AStA-Arbeit an der RUB bestünde nur aus brisanter und nichts-bewegender Weltpolitik.
    Liebe Grüße
    Alex

  • #44
    van Keulen

    Guten Tag,

    angesichts diverser Hochschulgruppen an der RUB, die unbedingt mit einer irgendwie „islamistisch angehauchten“ Liste zusammen studentische Gelder verwalten bzw. „umleiten“ wollen, habe ich etwas „Emo“ reagiert. Dies hat nichts mit einer eventuellen Sympathie mit diversen „anti“islamischen Populisten oder einer möglichen politischen Dummheit zu tun.

    Ich sag es mal ganz deutlich den ganzen Populisten wie „Pro-X“ ist der Islam eigentlich völlig scheiss egal. Der reale Zweck der Nazipartei ist immer die Machtergreifung der Nazipartei, danach gibt es eh keine Auswahl auf den Stimmzetteln mehr. Die historische NSDAP hat immerhin 1933 auch den Koalitionspartner DNVP mitverboten.

    Konservative und Nazis haben in zwei Weltkriegen Waffenbrüderschaft mit dem Islam gehabt. Im Ersten Weltkrieg waren die Mittelmächte mit dem islamischen osmanischen Reich verbündet. Während dieser Zeit ermordeten die „Jungtürken“ unter dem ideologischen Einfluss völkischer Ideen aus Deutschland etwa 1.5 Millionen Armenier. Aus deutscher Sicht muss man dies eine Art „Generalprobe“ nennen. Immerhin waren deutscghe Militärs wie Liman von Sanders und Hermann von Goltz da als höchste Militärberater tätig.

    Im Zweiten Weltkrieg kämpften dann muslimische Kriegsfreiwillige wie die „Arabische Legion“, „Skanderbeg(Albaner)“, „Handschar(Bosnier)“ und die aus sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutierten Muslime auf deutscher Seite.

    Ach da hab ich noch etwas vergessen: Zu Anfang des spanischen Bürgerkrieges stand es für General Franco gar nicht so gut, da er auf dem spanischen Festland nicht genug ausgebildete Soldaten hatte. Da halfen ihm islamische Rechtsgelehrte aus der Patsche, die die muslimischen Kolonialsoldaten zum „Heiligen Krieg“ gegen die legitime spanische Regierung aufriefen.

    Islamkritik ist bei den Populisten nur ein Mittel zum Zweck der Machtergreifung. Möglicherweise sind diese geistig gestörten Spinner bald die „Raucherpartei“ oder die „Autifahrerpartei“. Es bleibt immer derselbe Haufen von Verhaltensgestörten.

    Doch nun zu meiner etwas emotionalen Islamkritik.

    Selbstverständlich bin ich beim Thema Islam kein neutraler objektiver Beobachter. Ich behauote nicht einmal. Dass ich in irgendeiner Art und Weise ein neutraler Beobachter des Islams sein könnte.
    Eine einzige jahrelange Mordsfatwa(Rechtsgutachten) reicht für lebenslange Islamkritik.

    Dabei bin ich zu meiner persönlichen Fatwa ohne irgendein eigenes Tun gekommen…

    Das kam so: Der britisch-indische Autor Salman Rushdie hatte ein ganz dickes Buch über das innere Gefühlsleben britisch-indischer Migranten geschrieben. Dieses Buch wurde unter dem Titel „Die Satanischen Verse“ vrtöffrntlicht. Dieser Titel ist eine Anspielung auf eine nach einem Teil der islamischen Überlieferung nachträglich geänderte Koransure. Nach der angeblichen ersten Fassung war die Fürbitte bei drei traditionellen weiblichen arabischen Göttinnen erlaubt, aber nach der endgültigen Fassung als Götzenanbetung strikt verboten. Die ursprüngliche Fassung sei Mohammed von Satan untergeschoben worden, während Gott dies später nach ein paar Wochen korrigiert habe. Für die Anhänger einer Offenbarungsreligion ist das alles ein ganz gefährliches Problem. (Auch bei den Mormonen gibt es ein ähnliches Problem. Der erste Mormone war Analphabet und ein alphabetisierter Nachbar musste da aushelfen. Die Frau des Nachbarn war da skeptisch und gab ihrem Mann den Tipp doch einmal etwas Offenbarung zu unterschlagen, damit man mal die erste Offenbarung mit der zweiten Offenbarung zum gleichen Thema vergleichen könne. Und siehe da…) Ausserdem gibt es in dem Roman eine Figur, die dem Imam Chomenie sehr ähnlich sieht. Deswegen fühlten sich iranische Politiker beleidigt und riefen – auch mit Hilfe eines Kopfgeldes – zur Ermordung von Herrn Salman Rushdie und seiner Helfer auf. Es gab Dutzende von Pogromen auf der ganzen Welt. Das Buch wurde nach meiner Erinnerung in sämtlichen muslimischen Ländern, sowie in Indien, Israel, Spdafrika und Zypern verboten. Dies geschah dort ohne eine inhaltliche Prüfung. Das Buch selbst entält selbst keine unzulässigen Inhalte, es ging nur darum dass sich bestimmte Leute beleidigt fühlten. In Deutschland traute sich kein Verlag an das Buch heran. Deswegen wurde ein Gemeinschaftsverlag gegründet und das Buch durch eine lange Liste von Herausgebern verlegt. Ein grosser Teil des gesamten „linken Spektrums“ stand auf dieser Liste.

    Auch ich geriet sogar ohne eigenes Zutun auf die Liste. Wie genau dass geschah, kann ich hier im Forum nicht offenbaren ohne meinen Namen zu offenbaren. Das Mordsrisiko schätzte ich damals aufgrund der Kette von Mordanschlägen im Ausland für mich persönlich auf etwa 1% pro Jahr ein.

    Sollte ich nun meine Distanzierung von einer „Tat“, die ich gar nicht begangen hatte nach Theheran schicken, um mich aus der Schusslinie zu entfernen und dadurch die Aufmerksamkeit der Mordbanden von mir auf Andere zu lenken?

    Da wäre ich mir extrem feige und schmutzig vorgekommen…

    Die hier im Forum geäusserte Behauptung ich sei fremdenfeindlich und deswegen gegen den (Mehrheits)-Islam ist falsch. Das genaue Gegenteil ist richtig.

    Ich bin nicht fremdenfeindlich und kenne deswegen die Opfer der Islamisten. Das macht mich nicht sanft…

    Ich habe schwarze Freunde aus Afrika. Wenn diese das Revierverhalten türkischer Jugendlicher gegenüber Schwarzafrikanern bewerten, dann kriege selbst ich rote Ohren. Die Jugendlichen fürchten um die „Familienehren“ sämtllicher Familien der Strasse, wenn es möglicherweise zu einem Kontakt zwischen einem schwarzen Mann und einer weissen (muslimischen) Frau kommt, der irgendwie sexuell gedeutet werden könnte. Diese Typen muss man nicht lieb haben…

    Ich habe selbstverständlich engere soziale Kontakte mit Muslimen? gehabt, z.B. bei einem abendmahlähnlichen Treffen mit Aleviten am 3. Oktober, wo einer der von mir mitgebrachten „Biodeutschen“ einen ehemaligen Arbeitskollegen wiedertraf, dessen Vater nach einem Kurdenaufstand bei Dersim wegen einem Alter von etwa 10 Jahren im letzten Moment noch von der Erschiessungsmauer mit den älteren Dorfbewohnern weggenommen wurde. Kurz gesagt der Vater des Arbeitskollegen von einem Freund hatte eine „Selektion“ überlebt.

    (Vor längerer Zeit habe ich mich übrigens mal mit einem ehemaligen „Sternträger“ über sein Leben mit ehemaligen und nichtehemaligen Nationalsozialisten unterhalten. Er war genau wie sein Sohn mein Parteifreund und sein Sohn war mein Freund…)

    An der Wand des Versammlungsraumes hingen 35 schlichte schwarzweisse Porträtfotos mit rotem Rahmen, einem roten Geburtsjahr, einem roten Bindestrich und sonst nichts. Ein Todesjahr war nicht angegeben. Es war auch nicht erforderlichm denn es waren die Gedenkbildfer der Shahids von Sivas in der Türkei. Die Täter bestanden aus einem grossen Mob von aufgehetzten sunnitischen türkischen Islamisten. Bei dem staatlich unterstützten Pogrom von Sivas ging es übrigens unter anderem um die „satanischen Verse“ und um einen alevitischen „Kulturkongress“.

    Nur in der Diaspopra wie in Deutschland sind religiöse Vereinigungen und Treffen von Aleviten wegen unserer Religionsfreiheit erlaubt. In der Türkei sind diese aufgrund von gewissen völkischen Vorstellungen aus dem Kaiserreich schlichtweg verboten. Allenfalls alevitische „Kulturveransrtaltungen“ sind erlaubt. Angeblich gibt es in der Türkei ein „völkischhomogenes“ Staatsvolk aus Türken und „Bergtürken“ und alle sind gläubige sunnitische Muslime, die teilweise alevitische „Folklore“ betreiben.

    All diese Bürger und auch Exbürger(auch Deutsche) werden von der staatlichen türkischen Anstalt für Religion und dessen deutschem Ableger DiTiB betreut.

    Zu den etwas mehr als zwanzig Anwesenden gehörte übrigens auch ein ehemaliger Oberbürgermeister und ein zukünftiger Landtagsabeordneter.

    Das Haus war statt mit irgendwelchen Fahnen mit einer blauen Friedentaube auf weissem Grund geschmückt. Eine türkische Nationalfahne habe ich dort nirgends entdeckt, nicht einmal als …

    An einer Weltreligion kann nicht alles schlecht sein, auch im Islam gibt es vernünftige Leute und nicht nur vernünftige „Exmuslime“.

    Es stellt sich nur die Frage wer über die notwendige Macht und ggf. sogar über demokratische Mehrheiten verfügt.

    Es ist halt etwa ein Vergleich zwischen sozialistischen Idealen und dem damaligen „realen Sozialismus“. An der bösen Realität litt auch das Ansehen der Ideale. Wer das Ansehen einer Religion wie des Islam fördern möchte, der muss die real existierende Religion verbessern. Aber beim Islam sieht es da zappenduster aus. Ich weise daraufhin, dass es im Irak dank westlicher „Befreiung“ sogar (halbwegs) „Freie Wahlen“ gibt. Jeder darf wählen, es gibt eine reale Auswahl auf den Stimmzetteln und die Auszählung funktioniert. Nur der Wahlkampf ist nicht frei.

    Die IL will studentische Gelder und sonstige Ressourcen von Bochumer Studenten einsetzten um den Islam irgendwie zu fördern.

    Ist dies von einer Perspektive von auuserhalb der IL vertretbar?

    Ich bin da mal ganz subjektiv, denn ich schreibe in einem Blog.

    Ich erlaube mir aufgrund von Greueltaten in islamischen Ländern mal ganz einfach etwas „Emo“ zu reagieren und dies bis zu einem durchaus möglichen Gegenbeweis zu verneinen.

    Die muslimischen Menschenrechtsverletzungen sind klar erkennbar.

    Wer sich davon dann nicht glaubhaft distanziert, der braucht ein sehr sehr dickes Fell.

    Im Falle der von staatlichen schiitischen Milizen unter einer schiitischen Regierung ermordeten Emo-Jugendlichen erwarte ich dabei die klare Aussage: „Es ist bereits (religiös) verwerflich diese ganz normalen Jugendlichen zu diskriminieren oder umzuerziehen.“ Es reicht nicht aus nur die
    extralegalen besonders gausamen Steinigungen zu verurteilen. Bereits die religiös motivierte Verfolgung von erkennbar Unschuldigen befleckt die betroffenene Religion. Was hindert denn die Muslime der IL mit einem gewaltfreien Widerstand gegen die Verfolgung der unschuldigen Emos im Irak zu protrostieren. Sie könnte sich z.B. ganz einfach mal Bilder von ermordeten Emos aus dem Netz besorgen und sich dann als Muslime der IL mal ganz öffentlich auf YouTube und Facebook und offline an der RUB auf Emo umstylen lassen. Also einen öffentlichen Event im Klamottenladen, beim Frisör und ggf. im Piercingladen. Aber keine Angst vor dem Schmerz nicht jeder Emo ist gepierct und ein einzelner Ohrring im Ohrläppchen tut nach meiner Erfahrung gar nicht so weh. Diese ganze Aktion kann die IL dann im Netz offline an der RUB und im Netz durchführen. Das würde sicherlich die Verfolger der Emos öffentlich ins Unrecht setzen und die islamische Religion etwas vom Schmutz der Verfolgung erkennbar Unschuldiger befreien und für den Islam und die Anliegen der IL werben. Aber möglicherweise könnten eine oder mehrere der Beteiligten deswegen irgendwelche Probleme mit ihren Familien bekommen oder gar beim Heimatbesuch gesteinigt werden.

    Die Förderung der berechtigten Interessen des palästinensischen Volkes ist offensichtlich ein besonderes Anliegen der IL. Aufgrund der in der westlichen Öffentlichkeit allgemein bekannten Christenverfolgung in der muslimischen Welt verschliessen die meisten Menschen in der christlich geprägten Welt ihre Herzen selbst für die berechtigten Anliegen der Palästinenser. Die IL kann dies ändern. Die IL könnte die weltlichen und religiösen Autoritäten des saudischen Staates auffordern zum Gedenken an das Leiden des palästinensischen Volkes jeweils in den wichtigen Städten Riad, Dschidda, Mekka und Medina gut sichtbare Informationszentren zu errichten. Das ist selbstverständlich kein Problem für die saudischen Autoritäten und ist für die palästinensische Sache so wichtig wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Aber was wäre denn wenn die IL fordern würde in jedes dieser Zentren ganz unauffällig und dezent eine „Al-Kuds-Kapelle“ zu intergrieren um es dort zu ermöglichen auch an das Leiden der christlichen Palästinenser zu gedenken. Selbstverständlich ist dies eigentlich strikt verboten, weil in dem Land, dass die heiligsten Stätten des Islams behütet, die Ausübung des christlichen Glaubens strikt verboten ist und es in diesem Land keine einzige christliche Kirche ausserhalb von Botschaftskellern gibt. Das ist dumm für das Ansehen der Palästinenser, die in der Öffentlichkeit als Muslime wahrgenommen werden. Wie wäre es wenn die IL mal z.B. einen Haufen Ziegelsteine für diese ersten christlichen Kapellen vor der Uni ausstellt und alle gläubigen Muslime auffordert jeweils einen ganz privaten Stein öffentlich zu kaufen, diesen zu beschriften und ihn mit einem Begleitbrief versehen nach Saudiarabien zu schicken? Wieviel Prozent der Muslime in der westlichen Welt würden da wohl mitmachen und welchen Einfluss hätte dies auf das Ansehen des Islam? Wann würde die bestehende oder eine neue saudische Regierung das Ansehen der armen Palästinenser und des Islams durch die Gewährung wenigstens von Toleranz statt Religionsfreiheit mehren? Der Ball liegt in der Hälfte der IL oder jeder anderen muslimischen Gruppe in der westlichen Welt. Aber…

    Nunja es ist ja nicht mein Wasser und mein Land und als Nichtmuslim kann ich da eh nichts machen.

    Wer Unterstützung für seine noch so berechtigten Anliegen haben will, der soll doch einmal hier über seinen eigenen Schatten springen, auch wenn er danach ein paar Jahre oder auch bis zur Revolution seine Verwandten im Heimatland aus berechtigten Sicherheitsgründen nicht besuchen kann, oder von der Pilgerfahrt ausgeschlossen bleibt.

    Hier stehe ich, ich kann nicht anders.

    Ach ich möchte noch erwähnen das kein einziger der Islamkritiker aus der rechten Ecke oder gar der Drecksecke damals bei der Auseinandersetzung und dieses Buch die Meinungsfreiheit unterstützt hat.

    Achim

    PS: Den Vergleich von verhüllten Frauen mit Pinguinenen durch Ralph Giordano fand ich menschenverachtend. In der Ehrenfelder DiTiB Moschee war ich schon einmal und ich fand es befremdend, dass dort eine übergrosse türkische Fahne zusammen mit der Vereinsfahne die Gebetsnische verhüllt. Im deutschen Kulturfernsehen hörte ich dazu mal einenen Integrationsbeauftragten kurdischer Abstammung der Ehrenfelder CDU der dazu bemerkte, dass dort offentlich nicht Gott, sondern die türkische Fahne angebetet würde.

  • #45
    Arnold Voss

    @ van Keulen # 44

    Herr van Keulen, vergessen sie die Reform der Religionen. Der letzte große Reformator der christlichen Religionen, Martin Luther z.B., sprach sich für die massenhafte Ermordung renitenter Bauern und für die bestialische Folterung und Verbrennung von sogenannten Hexen aus und die Gläubigen folgten ihm mit Begeisterung.

    Auch für den Islam gilt: Es mag irgendwann einen Islam ohne Islamismus geben, aber nie einen Islamismus ohne Islam.

    Fundamentalismus war immer ein Teil der Religion und wir es auch immer bleiben. Der Glaube ist ein tief sitzendes Bedürfnis vieler Menschen und er lässt sich deswegen im Ernstfall auch nicht begrenzen, geschweige denn verbieten.

    Die Religionsfunktionäre dieser Welt wissen das nicht nur, sie wissen es auch zu ihren Zwecken auszunutzen. Deswegen wird es auch immer Greueltaten mit religiösen Begründungen und Motiven geben.

    Es ist traurig, aber es ist leider wahr.

  • #46
    van Keulen

    #45 | Arnold Voss

    Guten Abend oder Guten Morgen,

    Alles Menschenwerk also auch Religion ist reformierbar.

    Zu Dr. Martin Luther ist zu sagen, dass er ein Kind seiner Zeit war und viel Scheisse gemacht hat. Im wesentlichen wären dies:

    Vorhersage von mehreren Weltuntergängen zu seinen Lebzeiten

    Judenverfolgung aus verschmähter Liebe, da diese auch seine reformierte christliche Religion nicht annehmen wollten.

    Hexenverfolgung

    Zustimmung zur Bauernverfolgung in den Bauernkriegen

    Trotzdem hat doch einiges geleistet:

    Abschaffung des Ablasshandels durch die „Drückerkollonnen“ von Tetzel „Wenn die Münze in den Kasten klingt – Die Seele in den Himmel springt“

    Abschaffung des Zölibates und Massenbefreiung von Mönchen und Nonnen aus den Klöstern

    Erste Übersetzung der Bibel in irgendeine westliche Sprache „Dem Volk auf das Maul schauen“. Dies hat weitere Emanzipationsschritte erst möglich gemacht. „Als Adam grub und Eva spann wo war denn da der Edelmann?“ Der Erwerb von Bildung wurde erstmals in der christlichen Geschichte zu einer religiösen Pflicht und damit auch zu einem Menschenrecht des einfachen Christen ohne kirchliche Funktionen, denn nur wer lesen kann, der kann auch in der Bibel lesen.

    Im Islam ausserhalb der arabischen Welt ist dies anders. Wenn ein türkischer Koranschüler den in arabischer Schrift und arabischer Sprache auswendig lernt, so fördert dies nicht seine weitere Emanzipation.

    Die dringend notwendige religiöse Reform des Islam könnte entweder nach dem Modell des zweiten vatikanischen Konzils oder der Deutschen Islamkonferenz erfolgen.

    Das zweite vatikanische Konzil wurde von der obersten Autorität der katholischen Kirche einberufen und es war durchaus ein Erfolg. Die katholische Kirche anerkannte immerhin erstmalig offiziell die Religionsfreiheit.

    Die Deutsche Islamkonferenz ist der Versuch des deutschen Staates nach den Vorstellungen der CDU/CSU den Islam im Sinne eines „Euroislam“ zu reformieren. Der von der definitiv christlich/säkularen/atheistischen deutschen Mehrheitsgesellschaft getragene deutsche Staat versucht über Instrumente wie die Einführung des islamischen Religionsunterrichtes den deutschen Islam zu reformieren. Heinrich der Achte hat ja auch seine Kirche reformiert und von der römisch-katholischen Kirche abgespalten. Dabei bewegen sich alle Beteiligten auf ganz glattem dünnen Eis. Dies gilt um so mehr, als dass die proportionale politische Integration der Migranten angesichts des dafür sehr praktischen Verhältniswahlrechtes sehr gut gelingt, dies jedoch unter einem totalen Ausschluss des orthodoxen Problemislam passiert. Rein proportional gesehen müsste es längst Kopftuchabgeordnete bzw. deren nicht so auffälliges männlich Gegenstück geben. Ganz offensichtlich ist dies nicht der Fall. Als Arbeitshypothese nehme ich mal an, dass dieses an den Ortsvereinen aller irgendwie wichtigen politischen Parteien liegt, die fast alle Treffen in Gaststätten mit Alkoholausschank durchführen. Wer dort nicht hingeht, der kommt nicht auf den Wahlzettel und wird daher auch niemals gewählt. Der deutsche Staat wird sich wohl kaum eine eigene islamische Landeskirche backen können.

    Bleibt die Frage nach der weltweiten Reform des Islams.

    Selbstverständlich könnte eine saudische Regierung nach dem Vorbild des Vatikans zu einem „islamischen Konzil“ einladen. Doch offen gesagt dies ist so ausgeschlossen wie der Beitritt der estnischen, lettischen und litauischen Sowjetrepubliken in die EG und die NATO. Es geht ganz offensichtlich nicht.

    Bleibt nur noch eine von anderen eingeladene „internationale islamische Konferenz“. Bei der OIC wäre es nicht sinnvoll, weil das Ergebnis keinen Fortschritt brächte. Die UN könnte es erst dann, wenn sie sich auch auf die moralische Autorität eines halbwegs demokratisch legitimiertes Weltparlament stützen könnte. Aber dies kann es ja erst nach den Reformen geben. Ein internationales demokratisches Weltparlament, dass sich nur auf die USA, Lateinamerika, Europa und ein paar asiatische und afrikanische Staaten stützt, hätte nicht genug Autorität. Und die EU wird noch viele Jahre damit beschäftigt sein den in ihrem westbalkanischem Innenhof teilweise selbst angerichteten Scherbenhaufen aufzuräumen…

    Bleibt nur noch der jüdische Staat Israel. Er gehört sicherlich in der gesamten islamischen Welt zu den 5 unbeliebtesten Staaten. Allerdings verfügt er halt über Jerusalem und könnte selbstverständlich eine von ihm in ihrer Zusammensetzung bestimmte internationale Islamkonferenz einberufen. Ziel wäre dann ähnlich wie bei der Deutschen Islamkonferenz die theologisch begründete Einführung von Religionsfreiheit und Menschenrechten im Islam. Als Belohnung gäbe es dann für diese internationale „islamische Weltkirche“ dann die staatliche Kontrolle über gewisse Teile von Jerusalem, die nicht beim jüdischen Staat verbleiben und auch nicht im Rahmen eines eines eventuellen Friedensvertrages in einen palästinensischen Staat eingebracht werden könnten.

    Achim

    Frieden ist eh nur demokratisch machbar:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratischer_Frieden

  • #47
    Helmut Junge

    Hallo @G.R. , @Alex Z.
    Sie haben sich ja im Verlaufe der Diskussion ziemlich herausgehängt, wenn auch versteckt hinter Nicknamen. Aber immerhin.
    Besonders in Bezug auf @van Keulen.
    Nur jetzt, nachdem @van Keulen einiges getan hat, um seine Position zu erklären, kommt von Ihnen beiden nichts. Keine Entschuldigung, keine Antwort, rein gar nichts.
    Dabei wird es für mich als Beobachter jetzt doch erst richtig spannend.
    Hat van Keulen doch etliches gesagt, was in Ihren Bereich gehören sollte.
    Zumindest liegt der Gedanke nahe.
    Also, was isss gezz?
    Was meinen Sie dem, was der Herr van Keulen geschrieben hat?
    Oder schwingen sie sich nur zum Spezialisten, gar zum Repräsentanten einer Religion auf, wenn es nur um Unverbindlichkeiten für Sie geht?
    Sie entscheiden jetzt selbst.
    Wie ernst wollen Sie genommen werden?

  • #48
    Arnold Voss

    @ Van Keulen # 46

    Ihr Reformvertrauen in allen Ehren. Aber das Priester heiraten und Menschen die Bibel lesen dürfen/können ändert nichts am Fundamentalismus der in jeder Art von dauerhaftem Gottesglauben steckt. Im Guten wie im Bösen.

    Die Entschuldigung, dass Jemand ein Kind seiner Zeit war, kann ich nicht mehr hören. Es gab auch andere Kinder in Luthers Zeit, die nichts von Bauernmorden, Antsemitismus und Hexenverfogung hielten.

    Auch die Islamisten sind in gewisser Weise Kinder ihrer stehengebliebenen Zeit. Wie überhaupt die Zeit innerhalb der Religionen sich, wenn überhaupt, sehr sehr langsam bewegt. Ich habe nicht vor, darauf zu warten, bis sie in meiner Zeit angekommen sind, weil ich und auch meine Tochter das garantiert nicht mehr erleben werden.

    Religion gehört nicht (nur) reformiert sondern privatisiert. Und zwar so schnell wie möglich. Und da, wo das nicht gelingt, gilt es alle Gläubigen zumindest zu lehren, dass auf der Erde die Menschen- und nicht die Gottesrechte gelten. Egal wie sie persönlich bzw. ihr jeweilige Kirche, dazu stehen. Notfalls auch per gesetzlicher Strafe.

  • #49
    Arnold Voss

    @ Helmut # 47

    Hast du von denen was anderes erwartet, Helmut? So Jemand wie G.R. traut sich nicht mal seinen richtigen Namen zu schreiben, wenn er mich öffentlich der Verleumdung bezichtigt. Dahinter steckt die Mentalität eines miesen kleinen Denunzianten und nicht die eines aufrechten Demokraten.Alex Z.hat mir bis jetzt nicht erklärt, wieso er mein Aufforderung, die Ruhrbarone nicht für dämlich zu halten, für eine Drohung hält.Das Wort Entschuldigung ist für solche Leute ein Fremdwort.

  • #50
    Helmut Junge

    @Arnold (49),
    die werden in einer Klausur stecken. Ich gebe ihnen darum noch etwas Zeit für Ihre Antwort. Wenn die allerdings im Verlauf des Tages nicht mehr antworten sollten, muß ich dir allerdings zustimmen. Dann steht auch für mich fest, dass diese Leute, menschlich betrachtet, einigen Aufarbeitungsbedarf haben.
    Aber noch bin ich in der Warteschleife.
    Die Kommilitonen werden denen sicher sagen, dass bei den Ruhrbaronen Fragen auf sie warten, denn einige Kommilitonen kennen ja wohl die Nicknamen. Wie könnte sonst @Alex.Z zu @Deno sagen, dass er grade mit Karsten telefoniert hätte.(38)

  • #51
    Deno

    van keulen!

    sehr schön! ihr Beitrag hat mir sehr gefallen. Schön, dass sie das mit den Aleviten angesprochen. Ich bin selber einer. Und iranischen Ursprungs. Und das in der Türkei. Meine Mutterseite sollte auch 38 in Dersim ausgelöscht werden, viele tausende Zazas( ein iranisches Volk aus Khorasan) und Kurden wurden umgebracht, auf eine menschenverachtende Art und Weise. ich trage keinen Hass in meinem Herzen und beschuldige den Sunnitismus oder die junge Republik Türkei. Ich finde aber, viele andere islamische Gruppen sind sehr nachtragend. Und an all die Menschen hier, die immer gegen die Barone wetterten. Euch ist einfach nicht bewusst, wie diese Religion instrumentalisiert wird und wieviele abertausende Menschen darunter leiden, und dabei meine ich jetzt eher die aus dem gleichen Kulturkreis, der Staat lässt zu, dass bei einer demokratischen, alevitischen, modernen Veranstaltung tausende Menschen Unschuldige umbringen. Es kam keine Polizei und keine Feuerwehr. Wie laut schreien die eigentlich, wenn in Europa was passiert? Mahnmahle! Denkmäler! Und was gab es in Sivas? Wo die Aleviten von dieser „Religion“ umgebracht worden sind? Es soll ein Metzger da hingestellt werden. Geht es noch menschenverachtender? Und viele dieser Menschen, die so sehr auf ihre Religion beharren, sind leider Kinder dieses Geistes, den ich gerade eben beschrieben habe. Auch nur angehauchter Fundamentalismus und Intoleranz sollte boykottiert werden. Und die IL hat sich nicht von Ariya distanziert. Und bei Facebook wurde er in Schutz genommen. Und ich wette meinen Arsch drauf, dass viele in der Liste hinter den Ideologien stehen. Auch unbewusst. Und sowas will ich nicht an der RUB! Wie ich schon tausendmal sagte. Jeder darf glauben was er will und soll es auch. Aber bitte für sich alleine, ohne latente Missionierung oder sich als die einzig wahre Religion darstellen oder gar die wahre Religion verfremden, um seine Macht auszuspielen.

  • #52
    Alex Z

    Liebe Leute,
    die Diskussion wird missverständlich, daher möchte ich betonen:

    Die IL ist KEINE islamische oder religiöse Liste, sondern eine säkulare Liste, mit Mitgliedern verschiedener kultureller und konfessioneller Hintergründe.

    Wir solidarisieren und mit allen Opfern religiöser Gewalt und wollen unsere interkulturellen Kompetenzen auch nutzen, um auf gesellschaftliche Probleme ethnischer und religiöser Minderheiten auf der Welt aufmerksam zu machen. In vergangenen Beiträgen wurden Probleme angesprochen, die durchaus in diesen Bereich fallen und gerne von uns aufgegriffen werden. Wenn Ihr weitere Themen oder Veranstaltungsvorschläge habt mit denen wir uns befassen sollten, sind wir jederzeit ansprechbar (Facebook/ E-Mail).

    Wir repräsentieren keine Religion und wenn Ihr den dialog mit Bochumer Muslimen sucht, dann empfehle ich, Euch an religiöse Gruppen oder Vereine zu wenden.

    Es ist mein gutes Recht, mich zu Eurer Islamdiskussion zurückzuhalten, wenn ich mich nicht als Repräsentant dieser Religion verstehe.

    Herr van Keulen,
    Wir bedauern Ihre persönlichen Erfahrungen mit Gewalt und Repression und sprechen unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl aus.
    Dies ist jedoch kein legitimer Grund unsere Liste, über die Sie offenbar sehr wenig wissen, als „islamisten“ oder „graue Wölfe“ zu beleidigen. Wir stehen für das genaue Gegenteil. Ihre Äußerungen empfinden wir weiterhin als diskriminierend, auch wenn Sie hier Ihre Biografie darlegen.

    Lieber Deniz,
    Ariya ist auf dem ersten (!) ordentlichen Listentreffen nach den Veröffentlichungen aus unserer Liste ausgetreten. Wir werden nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten. Was ist daran bitte keine Distanzierung?

    Herr Voss,
    ihre Äußerung, ich solle mir selber einen Gefallen tun…, könnte man als Drohung verstehen, ich habe mich nur deswegen erkundigt und bin nun überzeugt, dass es nicht Ihre Absicht war mir zu drohen.

    M.f.G.

  • #53
    Frank

    @ Alex Z,

    wie wäre es denn, statt hier Worthülsen abzusondern und rumzusalbadern und auf achwieliebsindwir zu machen, den praktischen Vorschlägen van Keulens zu folgen? Tun Sie mal was, was auch ein Risiko beinhaltet.

    Machen Sie mal ein Naktfoto ihrer Gruppe und tragen Sie ein Schild: „Solidarität mit Aliaa al-Mahdi – Nieder mit dem Sexismus in Agypten“. Sie nenne sich doch antisexistisch und international, oder? Und fordern Sie „Sofortige Freiheit für Hamza Kashgari – Apostasie ist ein Menschrecht!“ Sie treten doch für Religionsfreiheit ein, oder?

    @ van Keulen

    Ihre Hoffnung in allen Ehren, aber:

    „Es gibt keinen moderaten Islam. Moderate Muslime, ja, aber einen moderaten Islam? Nein.“
    http://www.profil.at/articles/1206/560/318878/syrien-ich-opposition

  • #54
    Helmut Junge

    @G.R.,(8)
    Sie hatten den Anfang mit der Denunzierung von @van Keulen als „NPD-Kader“
    gemacht. Das war sogar eine wissentliche Falschaussage.
    Falls Laurin Sie dafür nicht gesperrt hat, wäre mir Ihre jetzige Meinung auch wichtig. Da müßte sich doch das eine oder das andere in Ihrer Argumentation geändert haben, wo doch neue Informationen Ihren Wissensstand erweitert haben. So ist das jedenfalls bei vielen Leuten. Neuer Input, nachdenken, neue Meinung auf der Basis des neuen Wissens.
    Oder, natürlich ist es auch möglich, dass das frühere Denken durch die neuen Fakten bestätigt wird. Dann könnten Sie, in Ihrem speziellen Fall, ich erinnere mal die Allgemeinheit, dass Sie schrieben, dass Sie „kotzen“ mußten, als Sie den Kommentar von @van Keulen lasen, uns allen sagen, dass Sie immer noch „kotzen“ müssen. Nur das mit dem NPD- Kader, dafür müßten Sie sich meiner bescheidenen Meinung nach, bei @van Keulen, und bei allen Lesern eigentlich entschuldigen.
    Denn ich hatte zunächst vermutet, dass Sie @van Keulen kennen, und dass Sie wissen, was Sie schreiben. Letzteres ist eindeutig nicht der Fall, habe ich ja kapiert. Aber Sie haben auch nicht den Anstand, sich zu entschuldigen, und das sollten die Jusos, auch zur Kenntnis nehmen. Das ist deshalb wichtig, weil die nämlich dann später nicht sagen können, dass sie keine Ahnung von dem Charakter ihrer Mitstreiter hatten. (Falls später mal danach gefragt wird)
    Mir war so eine Einschätzung der Persönlichkeit von Verbündeten immer sehr wichtig, als ich Politik gemacht habe.
    Alles in allem neige ich mittlerweile dazu, die Position, die Arnold Voß (49) formuliert hat, zu verstehen. Und ich muß Ihnen auch sagen, dass ich froh bin, nicht mit Ihnen im Stupa zu sitzen. Aber vielleicht machen Sie ja mit diesem Verhalten noch Karriere.

  • #55
    Steffi

    Die NaWi hat auch mal wieder was zu sagen. Vielleicht möchten die Ruhrbarone das auch dokumentieren. Quelle: http://nawi-bochum.de/

    „Die letzten Wochen waren ein beispielloses Schauspiel von allgemeinpolitischen Possen, Schmutzwäsche und gegenseitigen Anschuldigungen an der hochschulpolitischen Landschaft der Ruhr-Universität. Inmitten dieser Querelen und Streitereien stehen die momentane AStA-Koalition und vor allem die ehemalige Grüne Hochschulgruppe (GHG).

    Durch das Auseinanderbrechen der GHG in die Internationale Liste und die Rest-GHG zerfiel die größte Liste im Studierendenparlament aufgrund unüberbrückbarer Differenzen hinsichtlich der zukünftigen Bündnispolitik. Darauf folgte eine lange Phase von gegenseitigen, teilweise unhaltbaren Anschuldigungen seitens des AStA gegen die ehemaligen langjährigen Partner der Internationalen Liste. Als Ergebnis besitzt der momentane AStA nur noch 13 der 35 Parlamentssitze im 45. Studierendenparlaments und ist in unseren Augen in keinster Weise mehr zu weiteren politisch motivierten Ausgaben legitimiert.

    Deshalb sieht die NAWI sich in der Pflicht, die demokratische Legitimation des Übergangs-AStAs zusammen mit allen anderen Oppositionslisten sicherzustellen und somit die Ausgabe von politisch motivierten Geldern auf eine breite demokratische Basis zu stellen. Daher brachte die Juso-Hochschulgruppe mit Unterstützung der NAWI, der Internationalen Liste und aller momentan nicht am AStA beteiligten Listen am vergangenen Freitag, den 9. März, im Hauptausschuss* einen Antrag ein. Dieser besagte, dass alle auszugebenden Geldsummen über 200€, welche nicht das laufende Geschäft sowie die Sozialberatungen, Ausgaben für Fachschaften, autonomen Referate usw. betreffen, durch die Mehrheit im Studierendenparlament oder im Hauptausschuss genehmigt werden müssen. Daher widerspricht die NAWI massiv der Darstellung in der durch den AStA geführten Bochumer Studierendenzeitung (BSZ), die ausschließlich die AStA tragenden Personen zu ihren Standpunkten diesbezüglich befragte. Durch den eingebrachten und beschlossenen Antrag wird jede größere politisch motivierte Ausgabe des kommissarischen AStAs demokratisch durch das Studierendenparlament legitimiert. Der AStA ist somit in keiner seiner Kernfunktionen beeinträchtigt oder gar lahmgelegt. Dass dies von manchen Mitgliedern der zerfallenen Grünen Hochschulgruppe als „un-, sogar antidemokratisch“ bezeichnet wird, lässt tief in das Demokratieverständnis dieser Personen blicken.
    Die NAWI distanziert sich von den Äußerungen der in der Kritik stehenden Person der Internationalen Liste, allerdings nicht von der Internationalen Liste als zuverlässige, sich zur säkularisierten Gesellschaft bekennende Partnerin. Die in der BSZ dargestellten Forderungen der Internationalen Liste, israelfeindliche Veranstaltungen und klare Pro-Palästina Veranstaltungen abhalten zu wollen, stellten sich als nicht haltbar heraus und wurden in ersten Klärungsgesprächen mit der Internationalen Liste ausnahmslos widerlegt.

    Die Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure wird daher in den kommenden Tagen zu Koalitionsgesprächen einladen, um den momentanen „Rest-AStA“ abzulösen.Die Frage nach einer Neuwahl aufgrund der bisherigen Geschehnisse stellt sich der NAWI nicht. Die Kosten von vielen tausend Euro auf die Studierenden abzuwälzen ist untragbar und für die NAWI nicht hinnehmbar. Ebenfalls muss die aktuelle Phase des Taktierens beendet werden, um diesen Streit nicht auf den Rücken der Studierenden auszutragen und schnell einen neuen AStA zu bilden. Daher ruft die NAWI noch einmal zur Besonnenheit und Ruhe auf.

    * = Vertretendes Organ des Studierendenparlaments, welches diesen Freitag, den 16. März, tagen wird. Den Antrag der Ausgabenkontrolle des kommissarischen AStAs unterstützten die NAWI (7 Sitze), die Jusos (4), die Internationale Liste (5), die GEWI (1), die Piraten (1), die JuLis (1) und der RCDS (1), insgesamt also 20 Mitglieder des Studierendenparlaments. „

  • #56
    Deno

    Lieber Alex,
    lies dir einfach die Erklärungen auf der IL wordpress – Seite durch. Da wurde er immer noch geschützt von der Liste. Ausserdem waren diese Leute mit ihm befreundet bei facebook und ausserdem hatte die IL auch eigene Listentreffen, von denen wir Grünen nichts wussten. Was meinst du, was da wohl besprochen wurde hmmm? Und nimmt man noch die anderen zusammen, die dann wahllos auf der IL-Seite mitgepostet haben und kommentiert haben, und ich erspare mir die Namen zu nennen, weil ich das nicht mag, Menschen namentlich dann zu denunzieren, sah man deutlich, wie diese Liste Geschlossenheit demonstrieren wollte und wie sie ja hinter der besagten Person standen, da ja alles nur sarkastisch und witzig aus aus dem Zusammenhang gerissen war. Ja genau, alles klar. Das glaubst du doch selber nicht?! Andere und ich haben hier genug Beweise gebracht, wohin das alles hinführen kann und welcher wirklicher Geist dahinter steckt. Ich bin Schwulenreferent im Asta und bis auf 2 Personen habe ich NIE einen von der IL bei uns gesehen. Schwule sind ja auch scheisse, oder was soll ich mir da für nen Mantra flüstern? Ergo, passt es nicht zu antisexistisch. Und viele Frauen, unter anderem muslimischen Hintergrunds, fühlen sich von der IL nicht vertreten, weil sie dafür gedisst werden, dass sie vorehelichen Sex haben, modern und offen leben, ihren Partner auch selber aussuchen, ob er nun aus Afrika ist, Christ, Deutscher oder whatever und das schmeckt vielen aus der Liste auch nicht. Wenn man dann noch Gespräche mitbekommt wie: ich darf nur jmd heiraten, der Moslem ist und am besten gleiche Nation, da frag ich mich, welche modernen Werte da noch von der IL ausgelebt werden hmmm? Harter Tobak ne Alex? Aber du wirst die ja weiter in Schutz nehmen. Ich sag es noch einmal! Viele aus der Liste sind oder wirken supernett, keine Frage. Und ich unterstelle nicht jedem da das, was ich der Liste vorwerfe. Aber die Strippenzieher, Rädelsführer und viele andere sind so, wie ich es in mehreren Postings beschrieben habe. Nein ioch akzeptiere keine verspätete Distanzierung zu den Vorfällen. Action speaks luder than words. Wenn die doch so international sind, antisextisch, antihomophob, feministisch, säkular, dann will ich es verdammt nochmal sehen. Sollen sie ihren Namen und ihr Gesicht auch bei Aktionen hinhalten wie alle anderen aus dem Asta: beim Weltaidstag zum Beispiel. Wieso sind die alle bei Montag Kontrovers, wenns um Palästina geht, aber Vorträge wie „schwuler Selbsthass“, „homosexualität und Kirche/Fussball/Islam“ oder Homosexualität und Migranten, wo war denn da die IL hmm? Fällt das nicht in deren Aufgabenbereich? Und Selbstverstädnis laut Satzung? Verarsch dich doch nicht selber Alex!

  • #57
    Deno

    Nachtrag!
    Meine Vorposter haben doch genug Anreize geschaffen: Alia in Ägypten etc pp. Kirchen in Palästina! Los IL. Macht da was, anstelle mit der islamischen Gruppe an der Rub gemeinsame Sache zu machen. Raus aus der Folklore: nicht immer nur Essen, Fressstände, Trommeln und Beten. Ändert mal was in der Welt. Die tausend Millionen Menschen, Frauen, Homos und Lesben werden sich freuen und euch dafür lieben! Schützt Frauen und Homos in Iran, damit sie nicht gesteinigt werden oder aufgehangen! Solidarisiert euch mit den Frauen in SaudiArabien, die mehr Rechte wollen. Kämft mit gegen das archaische Patriachat, das Männern Sex erlaubt, Frauen aber herbe bestraft. Macht was für Aleviten. Macht mit bei dem Kampf, das in Sivas eine Gedenkstelle am Hotel stehen soll, und keine Fleischerei. Schliesslich wurden diese Menschen ja von fundamentalistischen Menschen nach dem Freitagsgebet ermodert und verbrannt! zeigt doch, wie demokratisch und säkular ihr seid. Ich freu mich darauf! Falls ihr Anreize braucht, ich bin immer für euch da. Man muss gar nicht lange suchen, solche Aktionen liegen quasi auf der Strasse.

  • #58
    Arnold Voss

    @ Deno

    Ja, sie liegen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. Als ich noch in Essen an der Uni unterrichtete, hatten wir zusammen mit muslimischen Studenten und Studentinnen einmal die Idee geboren, bestimmte Szenen im öffentlichen Raum zu spielen und die Reaktion darauf zu beobachten. U.a.dass sich zwei Frauen mit Kopftuch lange und intensiv küssen.Ob diese Idee allerdings realisiert worden ist, habe ich nicht mehr mitbekommen.Wobei sich schon über die Idee selbst gut streiten lässt.

    @ all

    Wir wollen als Ruhrbarone mit unserer Berichterstattung, nicht nur in diesem Fall, auch und vor allem Diskussionen anregen. Jetzt findet eine solche, in all ihrer – speziell bei diesem Thema – unausweichlichen Heftigkeit, hier statt. Ich möchte mich, by the way, an dieser Stelle auch bei denen dafür bedanken, die ich hier vielleicht manchmal etwas (zu) hart angegangen bin.Sorry.

  • #59
    Alex Z

    Lieber Deno,
    Ich als Mitglied der IL, habe höchstersönlich Stände für die Frauenbibliothek besetzt und mich in gemeinsamer Arbeit mit dem Frauen-Lesbenreferat engagiert. Auf dem Weltfrauentag in Essen habe ich eine ergreifende Rede dafür gehalten, auch den anderen Opfern sexistischer Gewalt weltweit zu gedenken, nämlich vor allem Homo- und Transexuellen. Auch anderen Mitgliedern ist antisexistische Arbeit sehr wichtig. Beim AIDS-Tag hatte ich leider keine Zeit, nahm mir aber einige Minuten um den Stand aufzusuchen, den Betreibern „Hallo“ zu sagen und Passanten mit Eurem Riesendildo zu ärgern. Ich habe außer mir selbst bereits 3 weitere Mitglieder unserer Liste mit eigenen Augen in Eurem Büro gesehen, die sich sichtlich wohl fühlten. Ich habe allerdings noch nie SWIB oder al Leute im AAR gesehen – sind das jetzt etwa Rassist*Innen? Die Vernetzung mit allen autonomen Referaten liegt uns weiterhin sehr am Herzen.

    Wenn sich andere Mitglieder für „Essen, Fressstände, Trommeln und Beten“(#57) einsetzen wollen, ist das deren gutes Recht (interkulturelle Arbeit). Darüber hinaus gibt es noch Kernkompetenzen – wofür ein AStA eigentlich da ist – für die sich auch Mitglieder engagieren.

    Wenn Mädels Probleme mit ihrer traditionellen Kultur haben ist das nicht die Schuld der IL. Ich weis nicht, wie Du Dir diesen formulierten Zusammenhang herbeizauberst, aber wir sind eine Hochschulliste und weder ein Kulturverein noch eine Sittenpolizei. „Strippenzieher, Rädelsführer“ gibt es im gegensatz zu anderen Listen bei uns weniger, da wir unserem basisdemokratischen Grundsatz ziemlich gerecht werden und uns um eine gute Durchlässigkeit der Listenämter für neue Mitglieder bemühen. Der interne Diskurs ist (nach der forcierten Abspaltung) fair und wenig dominant, was ich sehr an dieser (neuen) Liste schätze. Es gibt keine autoritären Wortführer o.Ä..

    Ich freue mich auf eine gute politische Zusammenarbeit mit Dir und hoffe, dass wir auch deine Vorurteile uns gegenüber abbauen können. Wir werden unseren emanzipatorischen Anspruch durch künftige Arbeit beweisen!

    Ich schlage vor, dass wir unser Gespräch auf Facebook fortsetzen. Diese von Jihad-Watch importierte grundsätzliche Islam-Diskussion geht sehr am eigentlichen Thema vorbei.

    Liebe Grüße,
    Alex

  • #60
    paule t.

    @ #51 | Deno sagt am 15. März 2012 um 12:58
    Auch nur angehauchter Fundamentalismus und Intoleranz sollte boykottiert werden. Und die IL hat sich nicht von Ariya distanziert. Und bei Facebook wurde er in Schutz genommen. Und ich wette meinen Arsch drauf, dass viele in der Liste hinter den Ideologien stehen. Auch unbewusst. Und sowas will ich nicht an der RUB!

    Dass sie solche Ideologien ablehnen und aus politischen Institutionen heraushalten wollen, ist ihr gutes Recht, und ich würde das auch voll unterstützen. Nur: Mir als Außenstehendem hilft es wenig zur Beurteilung der Sachlage, wenn Sie Ihren Arsch drauf wetten – für mich steht da ein unbelegter Vorwurf gegen eine Beteuerung, dass es nicht so ist. Belegt sind für mich, der ich nur hier darüber lese, lediglich die Vorwürfe an das eine, jetzt zurückgetretene Stupa-Mitglied.

    Deswegen: Wenn sie da recherchieren wollen oder mit ihren Sprachkenntnissen dabei helfen wollen, dann nur zu, das ist eine löbliche Sache. So, wie Sie hier schreiben, traue ich Ihnen auch zu, über die sprachliche Kompetenz hinaus auch die kulturelle Kompetenz zu besitzen, Fundamentalismus und Intoleranz von unverdächtiger und verfassungsmäßig geschützter Ausübung der Religion zu unterscheiden.

    Solange entsprechende Rechercheergebnisse aber nicht vorliegen und stattdessen manche Leute schon völlig legitime Forderungen (wie ein Halal-Speisen-Angebot und die Beendigung eines mMn rechtlich höchst zweifelhaften speziellen Ausschlusses religiöser Gruppen von sonst alllgemein möglicher Förderung) als angebliche Merkmale fundamentalistischer Gefahren handeln, werde ich das als das betrachten, was es ist: islamfeindliche, rechtspopulistische Argumentationsmuster. Was immer die Leute, die sie verwenden, sonst auch (für micht allerdings nicht überprüfbare) an positiven Dingen für Demokratie und Menschenrechte geleistet haben mögen.

  • #61
    paule t.

    Gah. Großschreibung von „Sie“ und „Ihr“, wo im vorigen Beitrag nötig, bitte gedanklich ergänzen.

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