Ruhr Uni/AStA: Ariya Fehrest-Avanloo legt Mandat nieder

Eine der gestern von der Juso HG gestellten Bedingungen für eine Zusammenarbeit mit der Internationalen Liste wurde soeben erfüllt. Ariya Fehrest-Avanloo hat sein Mandat niedergelegt: 

Liebe Mitglieder der Internationalen Liste,
liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
lieber Sprecher des Studierendenparlaments,

ich erkläre hiermit meinen Rücktritt aus dem Studierendenparlament und der Internationalen Liste.Wie viele von Euch in den letzten Tagen mitbekommen haben, stehe ich im Mittelpunkt einer auch öffentlich ausgetragenen Debatte, die dem Ansehen des Studierendenparlaments und der Studierendenschaft an der Ruhr-Universität im Ganzen erheblichen Schaden zugefügt hat. Ich trete zurück, damit die Debatten um meine Person beendet werden können und der Weg für konstruktive Gespräche zur Bildung eines neuen AStA frei wird.Um weiteren Schaden von der Studierendenschaft abzuwenden, habe ich mich entschlossen zurückzutreten und mich aus der Hochschulpolitik zurückzuziehen. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, weil vieles ungeklärt im Raum stehen bleibt. Meine Verantwortung als Parlamentarier des Studierendenparlaments der Ruhr-Universität gebietet mir aber im Sinne aller Studierenden der RUB, mehr Rücksicht auf das Ansehen der Studierendenschaft als auf mein eigenes zu nehmen und die Konsequenzen zu ziehen.Beste Grüße,

Ariya Fehrest-Avanloo

 

Mehr zu dem Thema:

Ruhr Uni/AStA: Juso HG verlangt von der Internationalen Liste den Rücktritt von Ariya Fehrest-Avanloo und keine Beteiligung an antiisraelischen Veranstaltungen

Update: Ruhr Uni/AStA II: Referenten der Internationalen Liste entlassen

Ruhr Uni/AStA: Nawi fordert Rücktritt der AStA-Vorsitzenden

Ruhr Uni/AStA: Internationale Liste bietet ehemaligen Partner Gespräche an

Ruhr Uni/AStA: Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Ruhrbarone

Ruhr Uni/AStA: Lasterhaft? Na klar!

Ruhr Uni/AStA: Interview mit der Grünen Hochschulgruppe

Ruhr Uni/AStA: Internationale Liste verlangt “hiermit eine öffentliche Entschuldigung seitens der Ruhrbarone”

Stellungnahme der Koalitionslisten des AStA der Ruhr-Uni: IL Referenten sollen Büros räumen!

Ruhr Uni/AStA: “Das Problem beim Namen nennen: Keine Koalition mit Antisemiten!”

Ruhr Uni/AStA: Linke Liste fordert Rücktritt der IL-Stupa-Mitglieder

Ruhr Uni/AStA: Stellungnahme der Juso-Hochschulgruppe

Ruhr Uni/AStA: “Ich bin entsetzt über die Berichterstattung”

Update: AStA der Ruhr Uni: Geld für Religion und gegen Israel

Die Ruhr Uni, die Israelhasser, die Jusos und die SPD

Bochum: AStA-Gelder für Israelhasser?

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Yaron
Yaron
11 Jahre zuvor

Spät aber besser als nie….

BAT-KF
BAT-KF
11 Jahre zuvor

Das ist ein mutiger, aber notwendiger Schritt von dem Kollegen – ich hoffe, dass man sich jetzt auf die Themen der Studis konzentrieren kann.

Klaus
Klaus
11 Jahre zuvor

Und tschüss!

RUB-Studentin
RUB-Studentin
11 Jahre zuvor

Ein Bauernopfer unter großem Druck, das nun wahrscheinlich darüber hinweg täuschen soll, dass in der ganzen Liste der Wurm drin ist. Wenn die Jusos trotzdem mit denen zusammenarbeiten sollten, dann ist denen auch nicht mehr zu helfen.

Tipp zur Erinnerung: Einfach nochmal die unverschämte Presseerklärung der IL lesen, mit der die hochoffiziell auf die Vorwürfe reagiert haben, und in der sie schimpfen, den Ruhrbaronen drohen und kackdreist „jegliche Vorwürfe und Anschuldigungen zurück“ weisen: https://www.ruhrbarone.de/ruhr-uniasta-internationale-liste-verlangt-hiermit-eine-oeffentliche-entschuldigung-seitens-der-ruhrbarone/ Eine kritische Aufarbeitung der wirklich ekligen Positionen in den eigenen Reihen sieht wahrlich anders aus!

Meine Meinung: Solche politischen Amokläufer haben nun wirklich nix im AStA zu suchen. (Hätten sie auch nicht, wenn sie nicht nur durch die Täuschung der Wähler sechs Sitze im Studierendenparlament ergattert hätten, aber das setzt der Geschichte natürlich die Krone auf: Siehe den offenen Brief der grünen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich hinters Licht geführt fühlten – und zwar noch deutlich bevor das tatsächlich radikalreligiöse Gesicht der Liste sichtbar geworden ist: „Wahlbetrug an der Ruhr-Uni?“: https://www.ruhrbarone.de/wahlbetrug-an-der-ruhr-uni/ )

van Keulen
van Keulen
11 Jahre zuvor

Kann dies ausreichen? Die IL verliert ihren „Leitwolf“ aber ist mit den anderen (grauen?) Wölfen?

Guten Abend Yaron (Weitere Beiträge sind mir beim Editieren dieses Beitrages nicht bekannt…)

Durch den Rücktritt und Austritt des „Leitwolfes“ der IL hat sich die Situation sicherlich etwas entspannt.

Aber betrachten wir die Situation doch einmal aus der Perspektive der koalitionswilligen Listen und ihrer Mitglieder, die möglicherweise an einer (un)-politischen Karriere nach ihrer RUB-Zeit interessiert sind…

Bei Wahlen gilt eine einfache schlichte Regel: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“ Die Amtszeit des Studentenparlamentes beträgt dabei nur ein Jahr. In etwa 10 Monaten dürfen die Studenten die verantwortlichen ungestraft an der Wahlurne abstrafen.

Was halten die Wähler eigentlich von Bündnissen mit möglichen Islamisten? Sind wir nicht alle „kleine Sünderlein“ im muslimen Sinne? Haben wir nicht alle schon einmal schon schwerere Verbrechen begangen als das zu den örtlichen „unislamischen barbarischen“ Bräuchen gehörende übliche Trinken von Alkohol? Haben wir nicht schon mal enge Jeans oder „lange“ nicht einmal die Ohren bedeckende Haare getragen? Gewiss waren das alles nur Jugendsünden und wir laufen jetzt alle mit einem korrekten „islamischen(militärischen)“ Haarschnitt herum und hüllen uns alle in die praktischen „Kartoffelsäcke“ in denen nach Einbruch der Dunkelheit die örtlichen Salafisten herumschleichen?

Bis gestern wäre diese dumme Sache nicht wichtig gewesen, aber inzwischen wurde die massenhafte Hinrichtung von bis jetzt mehr als 100 Kindern und Jugendlichen aus der „Emo-Szene“ im Irak bekannt. Vermutlich wegen dem für Jungen liberaleren Strafrecht als bei uns oder gar in den USA (Mädchen sind ab 9 Jahren und Jungs erst ab 15 Jahren strafmündig.) wurden nicht einmal die dortigen Gerichte bemüht. Offizielle irakische Polizisten mit Erfahrungen in schiitischen Milizen haben erst Namenslisten von Mitgliedern der punkähnlichen Emo Jugendkultur erstellt und diese dann bei „Nacht und Nebel“ verschleppt um sie dann durch das Fallenlassen von Betonbrocken zunächst auf Arme und dann die Beine und schliesslich den Kopf zu steinigen. Danach wurden die Kinder und Jugendlichen dann auf örtlichen Müllkippen „entsorgt“.
Inzwischen ist dies herausgekommen. Der Innenminister des von Bush „befreiten“ Irak hatte dies einfach mal so angeordnet. Die Mehrheit der hohen Geistlichkeit im Irak hat sich entsetzt gezeigt, während eine radikale Minderheit diese selbstverständlich nach der Scharia illegalen Morde öffentlich rechtfertigt. (Die Taten waren illegal weil: Ein Teil der Ermordeten war noch nicht strafmündig, es gab keine Gerichte, die konkrete Durchführung der Steinigung war grausamer als vorgesehen und das Verscharren von Menschen auf Müllkippen war auch nicht rechtens.)
Da macht sich das gemeinsame gepflegte Mahl mit „potentiellen Islamisten“ an den von studentischen Beitragsgeldern bereitgestellten Fleischtöpfen nicht so sehr prächtig bei den Wählern. Wenn ich an der RUB kandieren würde, dann würde ich lieber möglicherweise den Beginn des Ramadans oder des Wahlkampfes mit einem gemeinsamen Essen von ein paar Schweinshaxen feiern.

Eine simple Google-frage mit den Stichwörtern Emo und Irak wird weiterhelfen, wenn die Antwort nicht noch nicht in der gedruckten Zeitung auf dem Frühstückstisch liegt. Alle Beteiligten an der RUB wären gut beraten eine Koalition mit der IL zu vermeiden. Gibt es da nicht sogar eine ¾ Mehrheit gegen die IL?

Achim

Dietmar F.
Dietmar F.
11 Jahre zuvor

Nur noch fünf! Nur noch fünf! Schließe mich dieser Forderung an: https://lili-bochum.de/Jetzt-erst-Recht-IL.html

van Keulen
van Keulen
11 Jahre zuvor

Hilfe für arme Sozialdemokraten

Icj habe viel „Sonne im Herzen“ (Bin ich Emo?) und glaube daran, dass man der Juso-HSG und natürlich allen anderen potentiellen Koalitionspartner und deren Mitgliedern wirklich helfen kann.

Sie brauchen nichts weiter als einenen geeigneten Anlass gegen eine Koalition mit der IL. Gründe gibt es genug.
Wie wären es z. B. mit bis jetzt etwa 90 von irakischen Milizen gesteinigten Jugendlichen, die getötet wurden. nur weil sie möglicherweise schwul sind.

Es ist einfach zum Kotzen.
Als aufgeklärte Menschen wissen wir doch alle, dass der innere und äussere Frieden so gut funktioniert weil eine ausreichende Zahl von Menschen diverse „heilige“ Bücher nicht ernst nimmt.

Achim

G.R.
G.R.
11 Jahre zuvor

Sorry, aber bei dem Kommentar von van Keulen musste ich mich grad fast übergeben. Seit wann dürfen hier NPD Parteikader posten?
Ich meine, Redefreiheit hin oder her, ich stimme hier ja oft mit vielen Leuten nicht überein, aber halte alle Poster hier für legitim in einer demokratischen Gesellschaft mit freier Meinungsäußerung.
Aber Faschos sollte man hier nicht dulden oder freischalten!

paule t.
paule t.
11 Jahre zuvor

Was haben denn irgendwelche Gräueltaten im Irak mit der Internationalen Liste an der Uni Bochum zu tun? Das „Argument“ soll wohl heißen: „Es sind Muslime (bzw.: auch dabei bei der IL), und das ist doch wohl alles dasselbe.“ Von solcher islamfeindlichen Hetze lässt sich ja wohl hoffentlich niemand erntshaft beeinflussen.

Natürlich: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der IL weitere merkwürdige Gestalten, möglicherweise auch Islamisten gibt (unter denen es dann auch noch Unterschiede gäbe). Nur wäre das im Einzelfall nachzuweisen und nicht per derartiger Verdachtsrhetorik zu unterstellen.

G.R.
G.R.
11 Jahre zuvor

Hallo Herr Laurin,
wer hinter dem Poster vanKeulen sitzt, weiß ich natürlich nicht. Es ging um die Äußerungen bzw. die geschickten Überblendungen von einer Gruppierung, die lediglich eine antireligiöse AStA Politik ablehnt und eine säkularisierte, religiös neutrale Gesellschaft favorisiert zu islamistischen, menschenverachtenden Taten, die rein gar nichts mit der Thematik des Themas zu tun haben. Sowas kenne ich nur von übelsten Rechtspopulisten oder -radikalen.
Daher meine Vermutung des NPD Parteikaders.
Grüße

Johann
Johann
11 Jahre zuvor

Ist nicht grundsätzlich das Kennzeichen von politischen Gruppen an Hochschulen, dass sie sich mit allem beschäftigen, nur nicht mit den konkreten Themen ihrer Hochschule? Sind die Asten nicht einfach eine Spielwiese, auf welcher sich lauter linke Gruppen um Themen zanken, die für die Mehrzahl der Studenten schlicht irrelevant sind, auch weil sie bereits ausreichend außerhalb von Hochschulen behandelt werden. Am besten schafft man die Asten komplett ab bzw. macht deren Finanzierung für die Studierenden freiwillig.

Klaus
Klaus
11 Jahre zuvor

Ich frag mich grad, ob Bochum ein Einzelfall war, oder ob es an anderen Unis ähnlich abgeht ?

alter hase
alter hase
11 Jahre zuvor

@Johann
Gilt das in gewisser weise nicht für den kompletten Politikbetrieb. Demokratie ist kein einfaches Geschäft aber notwendig, gerade von unten.

Ich schätze das die Aussicht auf die ASTA Übernahme die Jusos Beratungsresistent macht.

Die angestrebte Koalition aus Nawi IL Jusos gewi vielleicht noch Julis und rcds eint doch nur der Frust auf die linken Kräfte. Das reicht offensichtlich. Glaubt den wirklich jemand das sie im Dienste der studierenden handeln?

Guido
Guido
11 Jahre zuvor

@Klaus: Ich verweise auf die Uni Duisburg/Essen: Mutmaßliche Veruntreuung, Klau von Wahlurnen, Betrug, Korruption… Auch ein Ratsmitglied Duisburgs geriet in Bedrängnis.

Also, neben fundamental politischen Diskussionen bieten die Unis im Pott auch guten Vorlagen für Krimis. …oder besser gesagt den ganz „normalen“ Klüngel der in jedem Kleingartenverein bis zur „großen“ Politik betrieben wird.

Nur Schade, dass wir – Bürger – immer davon ausgehen möchten, dass Politik – egal wo diese stattfindet – frei von Klüngel sein sollte…

Ich glaube, das Gegenteil entspricht der Realität.

Frank
Frank
11 Jahre zuvor

@G.R

das Thema Irak/Emo hat tatsächlich nur am Rande mit der Ruhr Uni zu tun. Dies zu kritisieren, hätte ausgereicht. Statt dessen den Poster als Nazi zu bezeichnen (und damit von der Sach- auf die Personenebene zu gehen und die Person diskursunfähig zu labeln), kenne ich wiederum nur von übelsten Linkspopulisten oder -radikalen. Daher meine Vermutung Ihres Nicks als der eines Antiimp-Parteikaders.

Student
Student
11 Jahre zuvor

Stimmt, das Thema Thema Irak/Emo hat nur am Rande mit der Ruhr-Uni zu tun, und die Postings von „van Keulen“ gehen mir auch auf den Zeiger. Das hat mit aufgeklärter Religionskritik wenig zu tun, finde ich.

Aber: Am Rande hat das Thema Irak/Emo schon was mit der Ruhr-Uni zu tun. Siehe zum Beispiel dieser Artikel (https://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/739239/Irak_Terror-gegen-suendige-Teenager), in dem zu lesen ist: ‎“Ein Sprecher des radikalen Schiitenführers Moqtada al-Sadr nannte die Emos ‚verrückt‘ und eine ‚Plage für die Gesellschaft‘.“

Und da sind wir wieder bei Ariya Fehrest-Avanloo, der den Radikalislamisten al-Sadr als seine Inspiration bezeichnet, und bei der Internationalen Liste, die es nicht geschafft hat, sich aus freien Stücken von Fehrest-Avanloo zu distanzieren. Stattdessen hat die Gruppe sich voll hinter ihren jetzt zurückgetretenen Parlamentarier gestellt, bis dieser sich gezwungen sah, aufgrund von äußerem Druck zurückzutreten. Ein Armutszeugnis, denn dadurch wird deutlich: Entweder sind die IL-Mitglieder politisch nicht zurechnungsfähig oder sie finden die Ansichten ihres Kollegen nicht so schlimm. Oder beides.

Beides sollte aber für sich genommen schon Grund genug sein, mit solchen Leuten NICHT zusammenzuarbeiten, unabhängig davon, ob nun ein Parlamentarier (übrigens ohne ein Wort der Einsicht!) zurücktritt, oder ob es von der IL doch noch irgendwelche unter Druck entstandene Erklärungen geben wird. Glaubwürdig kann das alles nicht mehr sein, dafür war zum Beispiel die Pressemitteilung der Liste zu eindeutig. Jusos: Bitte lasst den Unsinn, das wäre echt richtig, richtig übel!

Historiker123
Historiker123
11 Jahre zuvor

Man sollte jetzt auch mal locker lassen. Der Herr hat die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Dabei sollte man es belassen…

Lea
Lea
11 Jahre zuvor

Ich finde es sehr schade dass angeblich eigenständig denkende Menschen sich von einseitiger, subjektiver Berichterstattung dermaßen beeinflussen lassen. Fällt es denn wirklich niemandem auf, dass diese Äußerungen von Ariya seltsamerweise gerade jetzt in der Luft zerissen werden, wo GHG und LiLi nicht mehr die Unterstützung der IL erhalten? Warum wird in diesem Zusammenhang immer nur die IL genannt wobei die GHG in den letzten Jahren ebenfalls mit Ariya Hand in Hand gegangen sind? – zumindest nach dem, was sie mit ihrer Propaganda des „erfolgreichen und in sich stimmigen AStAs“ den Studierenden weißmachen wollen. Vorher hat es anscheinend auch niemanden gestört was er auf seinem Facebook-Profil postet und was nicht. Nun auf derartige Art und Weise das Leben von einem ehemaligen Koalitionskollegen dermaßen in den Dreck zu zerren und den Machtverlust der ehemaligen Koalition auf seinem Rücken auszutragen ist meiner Meinung nach nur feige und absolut schamlos. Wann hört diese Schlammschlachterei endlich mal auf?

van Keulen
van Keulen
11 Jahre zuvor

#17 | Student

Eigentlich geht es bei der Astabildung nur um Religionskritik.
Alle bisher strittigen Themen sind religiöse Themen.

Es geht um:
– Essen nach den islamischen Speisevorschriften im Astacafe
– Studentische Gelder für islamische Vereinigungen
– islamisch begründete Israelkritik(Selbstverständlich haben die Palästinenser ein Recht auf einenen oder gleich zwei Nationalstaaten(Gaza/Westbank) und sie hätten sie auch schon längst, wenn sie nicht in ihrer religiösen Verblendung auf den Frieden und ihreren eigenenen Staat verzichten würden. Der demokratische Friede ist der einzige sichere Friede. Der Ball liegt in dfer palästinensischen Hälfte. Sie haben das freie Recht eine echte Demokratie einuzuführen. Keine bösen isralischen Soldaten klauen ihnen die Wahlurnenen. Sie könnten einfach mal auf die Ermordung von diveresen Liberalen und sonstigen Pazifisten verzichten. Tun sie aber nicht und das ist nicht die Schuld des Westens.
– Ein paar islamistische Duftmarken auf Facebook

Ein paar Typen scheinen hier noch in der Zeit zu leben, als „liberale Scheisser“ sie willig fütterten.
Heute sitzten überall „Scheissliberale“ mit einer ganz klaren Ansage. „Du sagst mir. Du bist legal hier und anderswo und dann können wir über alles reden.“

Aber in dieser islamisch geprägten Region sind Liberale halt nur in Israel legal und deswegen ist man halt etwas islamkritisch.

Wir leben hier in einer Demokratie und dieser Lebensstil gefällt uns. Aber keine der Parteien, die hier bei Wahlen auf den vorderen Plätzen auf dem Stimmzettel stehen und die wir alle so lieb haben, wären in irgendeinem islamischen Land legal. Wenn die Jusos das nicht begreifen würden, dann würden sie von der SPD ausgekotzt.

Das mit der staatlich organisierten bestialischen Ermordung von ein paar weiteren unschuldigen Opfern Emos ist nicht neu. Neu ist nur die extreme Anzahl der Betroffenen, wenn nach diesen Kriterien hier gemordet wprde.

Und genau deswegen habe ich der IL und allen potentiellen Hiwis die Emos um die Ohren geschlagen.

Achim

van Keulen
van Keulen
11 Jahre zuvor

#11 | G.R.

Ach G:ttchen,

ein bischen Islamkritik, die auch noch geschickter ist als das übliche Geblubber in den üblichen Zeitungsforen und schon muss es gleich ein „Kader“ sein. Und dieser Kader muss dann gleich von der NPD sein, man gönnt sich ja sonst nichts.

Hey diese auch so harmlosen Leute, die dieser Mensch auf Facebook so nett als „Inspirationsqzelle“ bezeichnet hat, sie haben Hunderttausende umgebracht und wenn sie könnten…

Rechnen Sie einfach mal mit einer ganz normalen linken Kritik. Aber ich verrate Ihnen mal was.
Die Rote Antifa Duisburg „Wir sind die Antifada“
ist wirklich nicht mein Ding.

Student
Student
11 Jahre zuvor

#19 | Lea sagt am 13. März 2012 um 12:50

„Warum wird in diesem Zusammenhang immer nur die IL genannt wobei die GHG in den letzten Jahren ebenfalls mit Ariya Hand in Hand gegangen sind?“

Ganz einfach: Weil die sich bereits vollständig von der IL und Ariya Ferest-Avanloo distanziert haben. Deutlich zu spät, aber sie haben es getan. Und sie haben auch selbstkritisch schwere Fehler eingeräumt und Aufklärungsarbeit geleistet: https://www.ruhrbarone.de/ruhr-uniasta-interview-mit-der-gruenen-hochschulgruppe/ . Das ist das genau Gegenteil von dem, wie die IL mit den krassen Äußerungen ihres Mitglieds umgegangen ist. Bis zum bitteren Ende wurde Ariya Ferest-Avanloo von denen in Schutz genommen. Weder bei dem jetzt zurückgetretenen IL-Parlamentarier noch bei der Liste insgesamt ist irgendwo erkennbar, dass es da ein ein Umdenken gibt, und dass auch nur ansatzweise so kritisch mit den radikalreligiösen und israelfeindlichen Positionen in ihrer Mitte umgegangen wird, wie das bei der GHG aktuell durchaus der Fall ist. Und weil das, Rücktritt einer Einzelperson hin oder her, unerträglich bleibt, wird in diesem Zusammenhang hauptsächlich über die IL gesprochen. Und über die Jusos, die mit denen offensichtlich gemeinsame Sache machen wollen.

Auf „van Keulen“s Postig geh‘ ich nicht mehr weiter ein, denn rechte Trolle mit ihrem Pro-NRW-Gelaber muss man echt nicht füttern. Jungs, versucht ruhig weiter, die Grenze zwischen emanzipatorischer Religionskritik und dem von euch verbreitenen antimuslimischen Rassismus mit einfachen kollektivistischen Feindbildern („wir“ gegen „die“, hahaha) zu verwischen. Wird euch hier eh nicht gelingen.

Noch besser fänd‘ ich übrigens, wenn die Ruhrbarone rechtes Pro-NRW-Gelaber über „unseren Lebensstil“ und „Scheißliberale“ erst gar nicht freischalten würden.

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Lauren,

in einem nur zwei Sätze umfassenden Vorwort lassen Sie Ihre maßlose Überinterpretation miteinfließen: Der Rücktritt sei auf Druck der JuSo’s hin erfolgt. Der Korrektheit halber möchte ich anmerken, dass der Zeitpunkt des Rücktritts mit dem erst gestern stattgefundenen Listentreffen zusammenhängt und Ihre Schlussfolgerung falsch ist.

Auch in der Vergangenheit enthielt Ihre Berichterstattung zu dieser „Serie“ Verzerrungen und Unwahrheiten:

Sie berichteten, die IL habe sich aus „islamistischen“ Gründen gegen die alte Koalition entschieden – tatsächlich aber geschah dies aus (bürgerlich) demokratischen Bedenken und Zweifeln, ob die ehemaligen Koalitionspartner wirklich auf dem Boden der Verfassung stehen, auch wenn dies verständlicherweise den Sondierungsprotokollen nicht zu entnehmen ist. In den internen Protokollen der GHG ist das sehr deutlich ausgeführt.

Die IL hat sich immer für Säkularität und religiöse Gleichberechtigung ausgesprochen. Die „antireligiöse“ Präambel wurde jedoch als Diskriminierung Studierender aller Konfessionen (z.B. evangelische Wohnheime) betrachtet und im Hinblick auf die Geschichte des autoritären Kommunismus und seiner Religionsverbote als untragbar für eine linke demokratische Politik bewertet. Die Linke Liste drückt diesen Zusammenhang in ihrer Stellungnahme absichtlich missverständlich aus. Das lässt sich auch klar anhand der Sondierungsprotokolle belegen.

Die IL veranstaltet keine Anti-Israelischen Events. Der besagte „Montag Kontrovers“ stammt von den Grünen und zwar von Leuten, die immer noch Grüne sind. Der Charakter der Veranstaltung war meiner Meinung nach primitiv antithetisch und erinnerte eher an ein pro-kontra Basketballspiel. Es war trotzdem weder ein anti-Israel Event, noch ein Projekt der IL.

Was die Halal-Sache betrifft, fordert die IL das zusätzliche (!) Angebot von Kosherem Fleisch, da dies auch nach muslimischen Speisegesetzen akzeptiert ist und eine breitere Kundschaft anspricht – nur um das richtigzustellen.

Insgesamt ist ihre Berichterstattung sehr dreist verzerrend und enthält Unwahrheiten und Fehlinterpretationen, ob diese auf Sie, Ihren Kollegen, oder Ihre Informant*Innen zurückgeht wird nicht ersichtlich, aber offensichtlich haben Sie kein Interesse an klärender Berichterstattung, sondern wollen lediglich das politische Mandat der Linken Liste um jeden Preis verlängern. Ihr Engagement gegen Nationalismus und Antisemitismus ist sehr lobenswert, aber eine solche Instrumentalisierung von Skandalen wird diesem sehr ernsten Thema nicht gerecht. Bezeichnend ist, dass Ihre Informant*Innen offenbar schon länger über diese Facebook-Statements bescheid wussten, dies aber stillschweigend tolerierten und es nicht einmal für angebracht hielten die IL darüber zu informieren.

M.f.G.
Alex

P.S.: Zu den rechtspopulistischen islamfeindlichen Äußerungen in den Kommentaren beziehe ich keine Stellung – aber ich gewinne einen Eindruck von Ihrer Leserschaft.

Yaron
Yaron
11 Jahre zuvor

Hier wurden genau die Kommentare gepostret, die ich erwartet hätte. Aufrufe jetzt zum tagesgeschäft überzuegehn, Islam-bzw. Religionskritiker, jene die sich als Opfer und falsch verstanden fühlen…

Eine Sache ist doch nun Fakt: Ariya Fehrest-Avanloo hat sich durch seine Aussagen selbst diskreditiert und die IL hat es bis zuletzt versäumt sich von ihm zu distanzieren. Dafür wird sie nun die Verantwortung tragen müssen.

Rudi
Rudi
11 Jahre zuvor

Ja Alex! Dann zeig doch mal ein paar Zitate aus den internen Protokollen.

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Laurin,

1. Würde ich mich freuen, wenn Sie zu den inhaltlichen Vorwürfen gegen Sie Stellung beziehen, aber ich bin mir sicher dass Sie dies in wenigen Minuten tun werden.

2. Dass Sie diesen van Keulen in Schutz nehmen ist wirklich unglaublich !!! Äußerungen, die „van Keulen“ zuverlässig diskreditieren:

„Kann dies ausreichen? Die IL verliert ihren “Leitwolf” aber ist mit den anderen (grauen?) Wölfen?“
– Eine linke multinationale Liste wie die IL mit rassistischen türkischen Gruppen zu vergleichen ist beleidigend.

„Was halten die Wähler eigentlich von Bündnissen mit möglichen Islamisten?“
-no comment

„Was halten die Wähler eigentlich von Bündnissen mit möglichen Islamisten? Sind wir nicht alle „kleine Sünderlein“ im muslimen Sinne? Haben wir nicht alle schon einmal schon schwerere Verbrechen begangen als das zu den örtlichen „unislamischen barbarischen“ Bräuchen gehörende übliche Trinken von Alkohol? Haben wir nicht schon mal enge Jeans oder „lange“ nicht einmal die Ohren bedeckende Haare getragen? Gewiss waren das alles nur Jugendsünden und wir laufen jetzt alle mit einem korrekten „islamischen(militärischen)“ Haarschnitt herum und hüllen uns alle in die praktischen „Kartoffelsäcke“ in denen nach Einbruch der Dunkelheit die örtlichen Salafisten herumschleichen?“

-Das ist antiislamische Verschwörungstheorie in ihrer klassischen Form.

„Es geht um […] islamisch begründete Israelkritik“

-Ja genau, van Keulen hat genau begriffen worum es geht.

Herr Laurin,
diesen vanKeulen nur als „Religionskritiker“ zu bezeichnen ist wirklich sehr verherrlichend. Was er herausgegeben hat ist dabei ziemlich unwichtig.

M.f.G.
Alex

Frank
Frank
11 Jahre zuvor

@Alex Z,

Islamfeindlichkeit ist auch bei einigen arabischen und europäischen Linken eine anerkannte Position. Schließlich schrieb schon Lenin:

„In Bezug auf die zurückgebliebenen Staaten und Nationen, in denen feudale oder patriarchalisch-bäuerliche Verhältnisse überwiegen, muß man insbesondere im Auge behalten … die Notwendigkeit, die Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluß haben; …. die Notwendigkeit, den Panislamismus und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegungen gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen.“ (Lenin Werke Band 32, S.137)

Immerhin sind Kommunisten und Sozialisten meist die ersten Opfer, wenn Islamisten mal an die Macht kommen.
Leider vergessen und verdrängen das viele unserer hiesigen Salon-Umma-Sozialisten, Herr Alex 😉

„Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse.“ Robert Kurz, „Der Krieg gegen die Juden“ 2009

Arnold Voss
11 Jahre zuvor

@ Alex Z.

Alex, denken sie über uns was sie wollen, aber tun sie sich selbst einen Gefallen und halten uns nicht für dämlich.

paule t.
paule t.
11 Jahre zuvor

#24 | Stefan Laurin sagt am 13. März 2012 um 14:53
„@all: van Keulen ist kein Rechtspopulist sondern ein Religionskritiker. Er ist mir bekannt und war einer der Mitherausgeber von Salman Rushdies “Satanischen Versen”. Ihn ohne Kenntnis zu denunzieren zeugt von einem eher operativen Verhältnis zur Wahrheit.“

Hiesige Muslime verbal in Haftung zu nehmen für Greueltaten, die irgendwo auf der Welt im Namen des Islams begangen werden, ist nun einmal ein typisch rechtsextremes Argumentationsmuster, wie man es von PI-News, Pro Köln etc. kennt – sprich von dem Teil der rechtsextremen Szene, der vom Feindbild „Jude“ zum Feindbild „Muslim“ umgeschwenkt ist (was ja auch insofern praktisch ist, als es viel besser zum Feindbild „Ausländer“ passt) oder sich an diesem Feindbild neu gebildet hat. Dass van Keulen dieses Argumentationsmuster auch dann noch (und gegen andere Personen) benutzt, nachdem die Person, gegen die das Argument anwendbar wäre (wie #17 zeigt), zurückgetreten ist, zeigt, dass es ihm eben nicht um eine konkrete Kritik nachweisbarer Äußerungen geht, sondern um eine undifferenzierte Schuldzuweisung von allem Bösen, was irgendwo auf der Welt im Namen „des Islam“ geschieht, an alle Muslime, ob sie irgendetwas damit zu tun haben oder nicht. Mit derselben „Logik“ könnte man die Gräueltaten Konys und seiner LRA nehmen und argumentieren, „deswegen“ dürfe ein protestantischer Pfarrer nicht Bundespräsident werden.

Indem van Keulen es ferner als verdächtig hinstellt, dass die IL sich für ein Halal-Angebot einsetzt und Gelder nicht mehr speziell religiösen Gruppen verweigert sehen will, denunziert er vollkommen legitime Forderungen. Wenn eine hinreichende Anzahl von Studenten ein Interesse an einem bestimmten Speiseangebot hat – warum sollte man sich nicht dafür einsetzen? Veganer, für die es das an der RUB schon gibt, gibt es dort gewiss weniger als Leute, die muslimische Speisevorschriften beachten möchten. Und der „antireligiöse“ Passus des alten AStA-Koalitionsvertrages und der Initiativenförderung ist vom Benachteilgungsverbot des Grundgesetzes her sowieso sehr fragwürdig.
Wenn das schon verdächtig sein soll, sagt er damit im Umkehrschluss nicht viel anderes als: Muslime dürfen solange bei der Demokratie mitspielen, wie sie keine eigenen Forderungen formulieren; also eigentlich: nicht wirklich. Auch diese „Demokratie unter Vorbehalt“ für die „Fremden“ – solange sie nicht lästig sind – ist ein typisch rechtspopulistisches Argumentationsmuster.

Es sind solche Beiträge wie die von van Keulen, die bei muslimischen Studierenden den Eindruck erwecken, dass es „eigentlich“ eben nicht um die tatsächlich skandalösen Äußerungen Fehrest-Avanloos gehe, sondern doch nur um das sattsam bekannte antiislamische Ressentiment, das hier nur einen geeigneten Anlass gefunden habe, und sich dann zu Wort meldet, wenn es politisch nützlich ist.
Wenn man bei dem tatsächlichen Problem nicht stehenbleibt, sondern auch nach dem Rücktritt dieser Person weiter gegen „die Muslime“ in der IL hetzt, beweist man, dass es zumindest bei einem Teil der Kritiker genau so ist. So befördert man auch die falsche Solidarität, wie sie in der dummen Erklärung der IL zum Ausdruck gekommen ist.

Es mag sein, dass van Keulen sich bei anderer Gelegenheit – dem Fall Rushdie – löblicherweise als Verteidiger der Meinungsfreiheit betätigt hat und ihm die rechtspopulistische bis rechtsextreme Gesellschaft, in die er sich mit seinen Argumentationsmustern begibt, überhaupt nicht gefällt. Insofern ist es sicher nicht korrekt, ihn voreilig als „NPD-Kader“ zu bezeichnen.
Nichtsdestotrotz ist er selbst es, der sich mit seinen Argumentationsmustern in die Gesellschaft von Rechtsextremen begibt, und niemand anders. Da geht es ihm nicht anders als zB dem bis dahin hoch achtbaren Ralph Giordano, der dann beim Moscheebau auf einmal denkt, Religionsfreiheit hinge von der Zustimmung der Mehrheitsgesellschaft ab, und sich dann sehr abmühen muss zu zeigen, dass es, wenn er solche Positionen vertritt, etwas „ganz anderes“ ist, als wenn Pro Köln das Gleiche sagt …

paule t.
paule t.
11 Jahre zuvor

Nachtrag: Es kann ja sein, dass sich in der IL weitere Islamisten tummeln. Nur wäre das dann konkret zu zeigen und nicht nur per Ressentiment (wollen Halal! böser Islam!) zu unterstellen.

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

@Voss: Darf ich das als Drohung verstehen? Würden Sie das genauer erläutern?

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

Zu meinen Vorwürfen gegen die Berichterstattung wurde immer noch kein Kommentar abgegeben. Stattdessen wird nun über Islamfeindlichkeit diskutiert, was auch sinnvoll ist, aber meine Kritik nicht befriedigt.

Arnold Voss
11 Jahre zuvor

@ Paule T.

Nein, man kann nicht alle Muslime für Taten einzelner Muslime in Haft nehmen. Das gilt auch für jede andere Religion.

Aber man kann erwarten, dass die Mehrheit der Religiösen egal welchen Glaubens sich gegen die Vebrechen einer Minderheit zur Wehr setzt und wenn das nicht möglich ist, diese zumindest öffentlich kritisiert, dagegen demonstriert und sich vor allem innerhalb der eigenen Gemeinschaft dagegen offensiv äußert.

Wenn dies nicht geschieht, und das war im Falle der Muslime nicht nur beim religiösen Todesurteil gegenüber Salman Rushdie der Fall, dann gibt es sehr wohl Grund, die Religionsgemeinschaften als solche für diesen schweren Verstoß gegen die Menschenrechte in Haft zu nehmen.

Das besonders Widerwärtige war gerade bei Rushdie, dass selbst der Papst seine Klappe gehalten hat, weil die katholische Kirche es mit sogenannten Ketzern sehr lange ähnlich gehalten hat wie ein gehöriger Teil der Muslime, und es Teile von ihr heute noch so halten würde, wenn sie es nur dürften.

Auch die Steinigung von Frauen wegen sogenannter Eheverbrechen z.B. ist schiere Barbarei , egal welche religiösen Mehr- oder Minderheiten das jetzt aus Glaubensgründen für richtig oder falsch halten. Und natürlich nehme ich dafür alle die in Haft, die sich dagegen nicht aussprechen. Wer dazu aus Glaubensgründen schweigt, begibt sich in religiöse Mittäterschaft, auch wenn er es selbst nicht gut heißt.

Arnold Voss
11 Jahre zuvor

@ Alex

Wo sehen sie eine Drohung, Alex? In der Aufforderung uns nicht für dämlich zu halten? Würden sie das bitte erläutern?

Deno
Deno
11 Jahre zuvor

Stefan, das interessiert mich wirklich sehr. Ich freu mich schon auf die Recherche-ergebnisse. Gerne biete ich meine Hilfe an, wenn es darum geht, Sachen aus dem Türkischen zu verstehen, oder iranisch, leider spreche ich nur Zaza-Gorani, das ist nicht neupersisch, und arabisch. Aber ich habe ja viele säkulare Freund_innen, die da bestimmt helfen werden, das zu übersetzen. Im Gegensatz zu Alex möchte ich betonen, das man nicht so blauäugig sein sollte und diese „wir-tolerieren-alles“-Tour fahren soll. Ich wiederhole: Mir als Deutsche_r mit Wurzeln aus dem Orient macht der undemokratische Impact einfach nur Angst, der bei Anhängern dieser Religion sogar im Mainstream fundamentalistisch rüberkommt. Wie schön, viele kennen die Kultur nicht, den Druck, den man da erfährt. Man hat keine freie Entscheidung, alles muss konform sein mit der patriachalen Tradition. Es sind nicht alle so, natürlich nicht, aber viele nutzen die demokratischen Freiheiten in Deutschland aus, um sie für ihr Zwecke zu missbrauchen. Und wenn man dann mal Anti ist, heisst es sofort: ich fühle mich diskriminiert. Aber das gerade eben diese Gruppe alles andere diskriminiert, ist eine Farce an sich: nicht immer freie Wahl der Partner, wenn sie eine andere Religion oder Nation haben, Schwulen- , Lesben-, Transenhass, kaum feministisch, unreflektiert. Das Individuum da muss sich der Allgemeinheit unterordnen. Leider wird der „wahre“ Islam da missbraucht. An sich ist die Religion nicht so, wie wir sie vorgelebt bekommen. Habe schon auf der IL-Facebookseite Links dazugeposted. Und ihr könnt auch die Sprachen nicht, ihr versteht es nicht. Was man für ein Juden-, Christen-, Deutschen-, Westenhass mitbekommt, kotzt mich an und zieht alle reflektierenden modernen Moslems und Menschen wie mich in den Dreck. Und darauf hab ich kein Bock. Und deshalb begrüsse ich die Recherchen der Ruhrbarone…

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

Deno, ganz ehrlich,
ich respektiere und teile Deine religionskritische Position und deine Bedenken gegenüber reaktionären patriarchalischen Strukturen. Gerade im Orient ist es sehr sinnvoll da besonders genau hinzusehen und es gibt tatsächlich großen Entwicklungsbedarf.

Wenn Du Dir aber mal die hier geposteten Beiträge ansiehst, wirs Du feststellen dass Du dich mit einem sehr intoleranten Millieu aus rechtspopulisten (#5) und religionsfeindlichen Leninisten (#28) solidarisierst.

Die plötzliche Entscheidung der IL nicht mit der LiLi koalieren zu wollen ist mir genauso bitter aufgestoßen wie den meißten, aber deswegen die IL als „graue Wölfe“ oder „islamisten“ zu bezeichnen und Muslime zu veralgemeinern finde ich sehr unangebracht.

Als Mitglied bin ich auch enttäuscht über reaktionäre Positionen in einer Liste, die sich als eine Liste der Toleranz und Vielfalt begreift und an deren Aufdeckung interessiert, aber es wird ein völlig verdrehtes Bild dieser Liste gezeichnet durch Gelaber der LiLi und ausländerfeindliche Stereotypen die hier reproduziert werden.

Ich bitte Dich einmal alle Kommentare hier durchzulesen und zu überlegen, ob es sich wirklich um emanzipatorische Standpunkte handelt, die z.B. von van Keulen vetreten werden und die Herr Laurin hier in Schutz nimmt.

Liebe Grüße
Alex

P.S.: Ich habe gerade mit Karsten telefoniert und möchte etwas richtigstellen, was ich falsch geschrieben habe. Der Montag Kontrovers war eine GHG Veranstaltung, diese Veranstaltung „Israel und Palästina. Perspektiven für den Frieden“ (oder so ähnlich) wurde aber doch von vielen IL-Mitgliedern mitorganisiert. Wie gesagt war es zwar eine meiner Meinung nach dumm organisierte, aber keine israelfeindliche Veranstaltung.

Student
Student
11 Jahre zuvor

#24 | Stefan Laurin sagt am 13. März 2012 um 14:53

„@all: van Keulen ist kein Rechtspopulist sondern ein Religionskritiker. Er ist mir bekannt und war einer der Mitherausgeber von Salman Rushdies “Satanischen Versen”. Ihn ohne Kenntnis zu denunzieren zeugt von einem eher operativen Verhältnis zur Wahrheit.“

Also, wer emanzipatorische Religionskritik betreibt, der missbraucht sie normalerweise nicht dazu, um eigene Kollektividentitäten zu konstruieren bzw. schönzureden. Aber genau das tut „van Keulen“, wenn er so scheinbar selbstverständlich den Anlass nutzt, um das eigene Kollektiv abzufeiern: „Wir leben hier in einer Demokratie und dieser Lebensstil gefällt uns.“

Emanzipatorische Kritiker würden niemals ein Feindbild aufbauen, um die eigene Gesellschaftsform schönzureden, denn sie sind sich bewusst, dass auch in den westlichen bürgerlichen Demokratien längst keine Zustände herrschen, in denen alle ohne Angst verschieden sein können. (Dass es woanders schlimmer ist, war noch nie ein valides Argument.)

Emanzipatorische Kritiker würden in ihrer Kritik auch jeweils so konkret bleiben, dass ihre Kritik nicht zur Befeuerung rechter Diskurse über eine angebliche Frontstellung verschiedener Kulturkreise missbraucht werden kann. Sie würden sich allen Diskussionen verweigern, die einen Widerspruch zwischen einem angeblich pauschal demokratisch-guten westlichem „wir“ und einem schlechten außerwestlichen „die“ aufbauen. Denn emanzipatorische Kritiker wissen, dass solche Kollektivargumente rechten Populismus befeuern.

Stattdessen würden sie betonen, dass sich ihre Kritik gegen alle Formen von Unterdrückung richtet, und dass sie jede Form von autoritären Strukturen und Herrschaft erst einmal kritisch sehen. Angesichts zum Beispiel der demokratisch legitimierten und tausendfach tödlichen EU-Außengrenzen-Politik und angesichts diverser immerhin mehr oder weniger demokratisch legitimierten Zumutungen im Inland würde ein emanzipatorischer Kritiker niemals auf die Idee kommen, mit platt-populistischen „wir“-gegen-„die“-Argumenten zu kommen.

Er würde vielmehr konkrete Solidarität immer dann üben, wenn sich Menschen sich gegen Unterdrückung und autoritäre Strukturen wehren – und immer dann Kritik üben, wenn Leute Unterdrückung und autoritäre Strukturen verharmlosen, gutheißen oder ausbauen wollen. Und weil es in allen Gesellschaften immer beides gibt, wären einem emanzipatorischen Religionskritiker der Kram im Halse stecken geblieben, den „van Keulen“ hier vom Stapel gelassen hat.

Genauso falsch ist es natürlich, die Kritik an diesem vielleicht einfach nur unüberlegt vorgetragenen kollektivistischen Populismus dazu einzusetzen, die politisch-religiösen Einstellungen zu verharmlosen, die in der „Internationalen Liste“ existieren. Das scheint mir nämlich sowohl das Ziel von „Alex Z“ als auch von „G.R.“ zu sein.

Die Vorwürfe gegen die „Internationale Liste“ bleiben gut belegt und schwerwiegend, auch wenn man sich dagegen wehrt, dass Leute wie „van Keulen“ eine Regierungsform zur „Lebensweise“ verklären und im gleichen Atemzug auch noch festlegen wollen, was „uns“ denn zu gefallen hat.

Fritz
Fritz
11 Jahre zuvor

Also Alex:
Die Veranstaltung „Montag Kontrovers“ war eine Veranstaltung des AStA. Ich wundere mich ohnehin, wie krass der AStA an der RUB listendominiert ist. Da stehen auch mal Listen-Pressemitteilungen auf der Internetseite, verschiedene Referate bereiten Initiativen-Veranstaltungen vor…

Wenn das eine GHG-Veranstaltung war, hätten die Grünen diese auch bezahlen müssen. So einfach ist das.

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

@Fritz: Du hast tatsächlich recht. Es ging in dem Kontext aber um den Umgang mit Kritik an der Veranstaltung.

Da sich die Diskussion nun noch weiter diversifiziert hat und Herr Laurin zu meinen konkreten Vorwürfen offenbar keine Stellung bezieht, verabschiede ich mich an dieser Stelle von den Beteiligten und wünsche einen schönen Abend.

Johann
Johann
11 Jahre zuvor

@ alter hase: Ja, wahrscheinlich ist Politik häufig so. Allerdings habe ich das politische Treiben an der Uni als viel schlimmer erlebt. Da flüchten sich viele in Politikfelder, die vom Alltag der meisten Studenten nicht weiter entfernt sein könnten. Das ist praktisch, weil die Wirkungslosigkeit der eigenen Politik so von vornherein eingebaut ist. Wer kann einem Asta schon übel nehmen, dass er gegen Klimawandel, Irakkrieg oder Armut in der Welt nichts ausrichten konnte. Würde sich die Studierendenvertretung um echte lokale Probleme kümmern, könnte jedermann bei der nächsten Wahl Bilanz ziehen, wer was bewirkt hat. Die Wahlen, die ich an der Uni erlebt habe, waren aber reine Gesinnungswahlen, die zu Recht von 90% ignoriert wurden. Ein Politbetrieb, der sich so von den Menschen entfernt hat, verkommt dann aber zur Spielwiese der politischen Extremisten, die in den Parlamenten von Ländern und Bund zu Recht keine Rolle spielen. Dafür aber dürfen meines Erachtens die Zwangsbeiträge der Studenten nicht missbraucht werden. Ich weiß auch nicht, ob man die Asten besser abschaffen sollte oder, ob sie als eine Art Studibetriebsrat eine sinnvolle Rolle spielen könnten. So wie es jetzt ist, produziert das System fast zwangsweise die Skandale, wie sie im obigen Artikel und den Kommentaren beschrieben sind.

Alex Z
Alex Z
11 Jahre zuvor

Hallo Johann,
die Referent*Innen des letzten AStA aus al, GHG/IL, LiLi und SWiB haben sich eigentlich sehr intensiv mit konkreten Themen der Studierenden befasst, darunter: Anwesenheitspflicht, Frequentierung der U35, kritische Begleitung der Campussanierung und Exellenzinitiative, Protest gegen militärische Forschung und Tierversuche an der RUB uvm. . Desweiteren wurden die „gewöhnlichen“ Aufgaben des AStA, wie Service- und Beratungsarbeit, Unterstützung von Studierendeninitiativen, Fachschaften und Gremienarbeit usw. sehr gewissenhaft ausgeführt und das Campusleben mit einem vielseitigen Kulturprogramm bereichert.
Nur weil das nicht spannend und skandalträchtig genug ist um Eure Aufmerksamkeit in Onlineblogs zu erhaschen, heißt das nicht die AStA-Arbeit an der RUB bestünde nur aus brisanter und nichts-bewegender Weltpolitik.
Liebe Grüße
Alex

van Keulen
van Keulen
11 Jahre zuvor

Guten Tag,

angesichts diverser Hochschulgruppen an der RUB, die unbedingt mit einer irgendwie „islamistisch angehauchten“ Liste zusammen studentische Gelder verwalten bzw. „umleiten“ wollen, habe ich etwas „Emo“ reagiert. Dies hat nichts mit einer eventuellen Sympathie mit diversen „anti“islamischen Populisten oder einer möglichen politischen Dummheit zu tun.

Ich sag es mal ganz deutlich den ganzen Populisten wie „Pro-X“ ist der Islam eigentlich völlig scheiss egal. Der reale Zweck der Nazipartei ist immer die Machtergreifung der Nazipartei, danach gibt es eh keine Auswahl auf den Stimmzetteln mehr. Die historische NSDAP hat immerhin 1933 auch den Koalitionspartner DNVP mitverboten.

Konservative und Nazis haben in zwei Weltkriegen Waffenbrüderschaft mit dem Islam gehabt. Im Ersten Weltkrieg waren die Mittelmächte mit dem islamischen osmanischen Reich verbündet. Während dieser Zeit ermordeten die „Jungtürken“ unter dem ideologischen Einfluss völkischer Ideen aus Deutschland etwa 1.5 Millionen Armenier. Aus deutscher Sicht muss man dies eine Art „Generalprobe“ nennen. Immerhin waren deutscghe Militärs wie Liman von Sanders und Hermann von Goltz da als höchste Militärberater tätig.

Im Zweiten Weltkrieg kämpften dann muslimische Kriegsfreiwillige wie die „Arabische Legion“, „Skanderbeg(Albaner)“, „Handschar(Bosnier)“ und die aus sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutierten Muslime auf deutscher Seite.

Ach da hab ich noch etwas vergessen: Zu Anfang des spanischen Bürgerkrieges stand es für General Franco gar nicht so gut, da er auf dem spanischen Festland nicht genug ausgebildete Soldaten hatte. Da halfen ihm islamische Rechtsgelehrte aus der Patsche, die die muslimischen Kolonialsoldaten zum „Heiligen Krieg“ gegen die legitime spanische Regierung aufriefen.

Islamkritik ist bei den Populisten nur ein Mittel zum Zweck der Machtergreifung. Möglicherweise sind diese geistig gestörten Spinner bald die „Raucherpartei“ oder die „Autifahrerpartei“. Es bleibt immer derselbe Haufen von Verhaltensgestörten.

Doch nun zu meiner etwas emotionalen Islamkritik.

Selbstverständlich bin ich beim Thema Islam kein neutraler objektiver Beobachter. Ich behauote nicht einmal. Dass ich in irgendeiner Art und Weise ein neutraler Beobachter des Islams sein könnte.
Eine einzige jahrelange Mordsfatwa(Rechtsgutachten) reicht für lebenslange Islamkritik.

Dabei bin ich zu meiner persönlichen Fatwa ohne irgendein eigenes Tun gekommen…

Das kam so: Der britisch-indische Autor Salman Rushdie hatte ein ganz dickes Buch über das innere Gefühlsleben britisch-indischer Migranten geschrieben. Dieses Buch wurde unter dem Titel „Die Satanischen Verse“ vrtöffrntlicht. Dieser Titel ist eine Anspielung auf eine nach einem Teil der islamischen Überlieferung nachträglich geänderte Koransure. Nach der angeblichen ersten Fassung war die Fürbitte bei drei traditionellen weiblichen arabischen Göttinnen erlaubt, aber nach der endgültigen Fassung als Götzenanbetung strikt verboten. Die ursprüngliche Fassung sei Mohammed von Satan untergeschoben worden, während Gott dies später nach ein paar Wochen korrigiert habe. Für die Anhänger einer Offenbarungsreligion ist das alles ein ganz gefährliches Problem. (Auch bei den Mormonen gibt es ein ähnliches Problem. Der erste Mormone war Analphabet und ein alphabetisierter Nachbar musste da aushelfen. Die Frau des Nachbarn war da skeptisch und gab ihrem Mann den Tipp doch einmal etwas Offenbarung zu unterschlagen, damit man mal die erste Offenbarung mit der zweiten Offenbarung zum gleichen Thema vergleichen könne. Und siehe da…) Ausserdem gibt es in dem Roman eine Figur, die dem Imam Chomenie sehr ähnlich sieht. Deswegen fühlten sich iranische Politiker beleidigt und riefen – auch mit Hilfe eines Kopfgeldes – zur Ermordung von Herrn Salman Rushdie und seiner Helfer auf. Es gab Dutzende von Pogromen auf der ganzen Welt. Das Buch wurde nach meiner Erinnerung in sämtlichen muslimischen Ländern, sowie in Indien, Israel, Spdafrika und Zypern verboten. Dies geschah dort ohne eine inhaltliche Prüfung. Das Buch selbst entält selbst keine unzulässigen Inhalte, es ging nur darum dass sich bestimmte Leute beleidigt fühlten. In Deutschland traute sich kein Verlag an das Buch heran. Deswegen wurde ein Gemeinschaftsverlag gegründet und das Buch durch eine lange Liste von Herausgebern verlegt. Ein grosser Teil des gesamten „linken Spektrums“ stand auf dieser Liste.

Auch ich geriet sogar ohne eigenes Zutun auf die Liste. Wie genau dass geschah, kann ich hier im Forum nicht offenbaren ohne meinen Namen zu offenbaren. Das Mordsrisiko schätzte ich damals aufgrund der Kette von Mordanschlägen im Ausland für mich persönlich auf etwa 1% pro Jahr ein.

Sollte ich nun meine Distanzierung von einer „Tat“, die ich gar nicht begangen hatte nach Theheran schicken, um mich aus der Schusslinie zu entfernen und dadurch die Aufmerksamkeit der Mordbanden von mir auf Andere zu lenken?

Da wäre ich mir extrem feige und schmutzig vorgekommen…

Die hier im Forum geäusserte Behauptung ich sei fremdenfeindlich und deswegen gegen den (Mehrheits)-Islam ist falsch. Das genaue Gegenteil ist richtig.

Ich bin nicht fremdenfeindlich und kenne deswegen die Opfer der Islamisten. Das macht mich nicht sanft…

Ich habe schwarze Freunde aus Afrika. Wenn diese das Revierverhalten türkischer Jugendlicher gegenüber Schwarzafrikanern bewerten, dann kriege selbst ich rote Ohren. Die Jugendlichen fürchten um die „Familienehren“ sämtllicher Familien der Strasse, wenn es möglicherweise zu einem Kontakt zwischen einem schwarzen Mann und einer weissen (muslimischen) Frau kommt, der irgendwie sexuell gedeutet werden könnte. Diese Typen muss man nicht lieb haben…

Ich habe selbstverständlich engere soziale Kontakte mit Muslimen? gehabt, z.B. bei einem abendmahlähnlichen Treffen mit Aleviten am 3. Oktober, wo einer der von mir mitgebrachten „Biodeutschen“ einen ehemaligen Arbeitskollegen wiedertraf, dessen Vater nach einem Kurdenaufstand bei Dersim wegen einem Alter von etwa 10 Jahren im letzten Moment noch von der Erschiessungsmauer mit den älteren Dorfbewohnern weggenommen wurde. Kurz gesagt der Vater des Arbeitskollegen von einem Freund hatte eine „Selektion“ überlebt.

(Vor längerer Zeit habe ich mich übrigens mal mit einem ehemaligen „Sternträger“ über sein Leben mit ehemaligen und nichtehemaligen Nationalsozialisten unterhalten. Er war genau wie sein Sohn mein Parteifreund und sein Sohn war mein Freund…)

An der Wand des Versammlungsraumes hingen 35 schlichte schwarzweisse Porträtfotos mit rotem Rahmen, einem roten Geburtsjahr, einem roten Bindestrich und sonst nichts. Ein Todesjahr war nicht angegeben. Es war auch nicht erforderlichm denn es waren die Gedenkbildfer der Shahids von Sivas in der Türkei. Die Täter bestanden aus einem grossen Mob von aufgehetzten sunnitischen türkischen Islamisten. Bei dem staatlich unterstützten Pogrom von Sivas ging es übrigens unter anderem um die „satanischen Verse“ und um einen alevitischen „Kulturkongress“.

Nur in der Diaspopra wie in Deutschland sind religiöse Vereinigungen und Treffen von Aleviten wegen unserer Religionsfreiheit erlaubt. In der Türkei sind diese aufgrund von gewissen völkischen Vorstellungen aus dem Kaiserreich schlichtweg verboten. Allenfalls alevitische „Kulturveransrtaltungen“ sind erlaubt. Angeblich gibt es in der Türkei ein „völkischhomogenes“ Staatsvolk aus Türken und „Bergtürken“ und alle sind gläubige sunnitische Muslime, die teilweise alevitische „Folklore“ betreiben.

All diese Bürger und auch Exbürger(auch Deutsche) werden von der staatlichen türkischen Anstalt für Religion und dessen deutschem Ableger DiTiB betreut.

Zu den etwas mehr als zwanzig Anwesenden gehörte übrigens auch ein ehemaliger Oberbürgermeister und ein zukünftiger Landtagsabeordneter.

Das Haus war statt mit irgendwelchen Fahnen mit einer blauen Friedentaube auf weissem Grund geschmückt. Eine türkische Nationalfahne habe ich dort nirgends entdeckt, nicht einmal als …

An einer Weltreligion kann nicht alles schlecht sein, auch im Islam gibt es vernünftige Leute und nicht nur vernünftige „Exmuslime“.

Es stellt sich nur die Frage wer über die notwendige Macht und ggf. sogar über demokratische Mehrheiten verfügt.

Es ist halt etwa ein Vergleich zwischen sozialistischen Idealen und dem damaligen „realen Sozialismus“. An der bösen Realität litt auch das Ansehen der Ideale. Wer das Ansehen einer Religion wie des Islam fördern möchte, der muss die real existierende Religion verbessern. Aber beim Islam sieht es da zappenduster aus. Ich weise daraufhin, dass es im Irak dank westlicher „Befreiung“ sogar (halbwegs) „Freie Wahlen“ gibt. Jeder darf wählen, es gibt eine reale Auswahl auf den Stimmzetteln und die Auszählung funktioniert. Nur der Wahlkampf ist nicht frei.

Die IL will studentische Gelder und sonstige Ressourcen von Bochumer Studenten einsetzten um den Islam irgendwie zu fördern.

Ist dies von einer Perspektive von auuserhalb der IL vertretbar?

Ich bin da mal ganz subjektiv, denn ich schreibe in einem Blog.

Ich erlaube mir aufgrund von Greueltaten in islamischen Ländern mal ganz einfach etwas „Emo“ zu reagieren und dies bis zu einem durchaus möglichen Gegenbeweis zu verneinen.

Die muslimischen Menschenrechtsverletzungen sind klar erkennbar.

Wer sich davon dann nicht glaubhaft distanziert, der braucht ein sehr sehr dickes Fell.

Im Falle der von staatlichen schiitischen Milizen unter einer schiitischen Regierung ermordeten Emo-Jugendlichen erwarte ich dabei die klare Aussage: „Es ist bereits (religiös) verwerflich diese ganz normalen Jugendlichen zu diskriminieren oder umzuerziehen.“ Es reicht nicht aus nur die
extralegalen besonders gausamen Steinigungen zu verurteilen. Bereits die religiös motivierte Verfolgung von erkennbar Unschuldigen befleckt die betroffenene Religion. Was hindert denn die Muslime der IL mit einem gewaltfreien Widerstand gegen die Verfolgung der unschuldigen Emos im Irak zu protrostieren. Sie könnte sich z.B. ganz einfach mal Bilder von ermordeten Emos aus dem Netz besorgen und sich dann als Muslime der IL mal ganz öffentlich auf YouTube und Facebook und offline an der RUB auf Emo umstylen lassen. Also einen öffentlichen Event im Klamottenladen, beim Frisör und ggf. im Piercingladen. Aber keine Angst vor dem Schmerz nicht jeder Emo ist gepierct und ein einzelner Ohrring im Ohrläppchen tut nach meiner Erfahrung gar nicht so weh. Diese ganze Aktion kann die IL dann im Netz offline an der RUB und im Netz durchführen. Das würde sicherlich die Verfolger der Emos öffentlich ins Unrecht setzen und die islamische Religion etwas vom Schmutz der Verfolgung erkennbar Unschuldiger befreien und für den Islam und die Anliegen der IL werben. Aber möglicherweise könnten eine oder mehrere der Beteiligten deswegen irgendwelche Probleme mit ihren Familien bekommen oder gar beim Heimatbesuch gesteinigt werden.

Die Förderung der berechtigten Interessen des palästinensischen Volkes ist offensichtlich ein besonderes Anliegen der IL. Aufgrund der in der westlichen Öffentlichkeit allgemein bekannten Christenverfolgung in der muslimischen Welt verschliessen die meisten Menschen in der christlich geprägten Welt ihre Herzen selbst für die berechtigten Anliegen der Palästinenser. Die IL kann dies ändern. Die IL könnte die weltlichen und religiösen Autoritäten des saudischen Staates auffordern zum Gedenken an das Leiden des palästinensischen Volkes jeweils in den wichtigen Städten Riad, Dschidda, Mekka und Medina gut sichtbare Informationszentren zu errichten. Das ist selbstverständlich kein Problem für die saudischen Autoritäten und ist für die palästinensische Sache so wichtig wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Aber was wäre denn wenn die IL fordern würde in jedes dieser Zentren ganz unauffällig und dezent eine „Al-Kuds-Kapelle“ zu intergrieren um es dort zu ermöglichen auch an das Leiden der christlichen Palästinenser zu gedenken. Selbstverständlich ist dies eigentlich strikt verboten, weil in dem Land, dass die heiligsten Stätten des Islams behütet, die Ausübung des christlichen Glaubens strikt verboten ist und es in diesem Land keine einzige christliche Kirche ausserhalb von Botschaftskellern gibt. Das ist dumm für das Ansehen der Palästinenser, die in der Öffentlichkeit als Muslime wahrgenommen werden. Wie wäre es wenn die IL mal z.B. einen Haufen Ziegelsteine für diese ersten christlichen Kapellen vor der Uni ausstellt und alle gläubigen Muslime auffordert jeweils einen ganz privaten Stein öffentlich zu kaufen, diesen zu beschriften und ihn mit einem Begleitbrief versehen nach Saudiarabien zu schicken? Wieviel Prozent der Muslime in der westlichen Welt würden da wohl mitmachen und welchen Einfluss hätte dies auf das Ansehen des Islam? Wann würde die bestehende oder eine neue saudische Regierung das Ansehen der armen Palästinenser und des Islams durch die Gewährung wenigstens von Toleranz statt Religionsfreiheit mehren? Der Ball liegt in der Hälfte der IL oder jeder anderen muslimischen Gruppe in der westlichen Welt. Aber…

Nunja es ist ja nicht mein Wasser und mein Land und als Nichtmuslim kann ich da eh nichts machen.

Wer Unterstützung für seine noch so berechtigten Anliegen haben will, der soll doch einmal hier über seinen eigenen Schatten springen, auch wenn er danach ein paar Jahre oder auch bis zur Revolution seine Verwandten im Heimatland aus berechtigten Sicherheitsgründen nicht besuchen kann, oder von der Pilgerfahrt ausgeschlossen bleibt.

Hier stehe ich, ich kann nicht anders.

Ach ich möchte noch erwähnen das kein einziger der Islamkritiker aus der rechten Ecke oder gar der Drecksecke damals bei der Auseinandersetzung und dieses Buch die Meinungsfreiheit unterstützt hat.

Achim

PS: Den Vergleich von verhüllten Frauen mit Pinguinenen durch Ralph Giordano fand ich menschenverachtend. In der Ehrenfelder DiTiB Moschee war ich schon einmal und ich fand es befremdend, dass dort eine übergrosse türkische Fahne zusammen mit der Vereinsfahne die Gebetsnische verhüllt. Im deutschen Kulturfernsehen hörte ich dazu mal einenen Integrationsbeauftragten kurdischer Abstammung der Ehrenfelder CDU der dazu bemerkte, dass dort offentlich nicht Gott, sondern die türkische Fahne angebetet würde.

Arnold Voss
11 Jahre zuvor

@ van Keulen # 44

Herr van Keulen, vergessen sie die Reform der Religionen. Der letzte große Reformator der christlichen Religionen, Martin Luther z.B., sprach sich für die massenhafte Ermordung renitenter Bauern und für die bestialische Folterung und Verbrennung von sogenannten Hexen aus und die Gläubigen folgten ihm mit Begeisterung.

Auch für den Islam gilt: Es mag irgendwann einen Islam ohne Islamismus geben, aber nie einen Islamismus ohne Islam.

Fundamentalismus war immer ein Teil der Religion und wir es auch immer bleiben. Der Glaube ist ein tief sitzendes Bedürfnis vieler Menschen und er lässt sich deswegen im Ernstfall auch nicht begrenzen, geschweige denn verbieten.

Die Religionsfunktionäre dieser Welt wissen das nicht nur, sie wissen es auch zu ihren Zwecken auszunutzen. Deswegen wird es auch immer Greueltaten mit religiösen Begründungen und Motiven geben.

Es ist traurig, aber es ist leider wahr.

van Keulen
van Keulen
11 Jahre zuvor

#45 | Arnold Voss

Guten Abend oder Guten Morgen,

Alles Menschenwerk also auch Religion ist reformierbar.

Zu Dr. Martin Luther ist zu sagen, dass er ein Kind seiner Zeit war und viel Scheisse gemacht hat. Im wesentlichen wären dies:

Vorhersage von mehreren Weltuntergängen zu seinen Lebzeiten

Judenverfolgung aus verschmähter Liebe, da diese auch seine reformierte christliche Religion nicht annehmen wollten.

Hexenverfolgung

Zustimmung zur Bauernverfolgung in den Bauernkriegen

Trotzdem hat doch einiges geleistet:

Abschaffung des Ablasshandels durch die „Drückerkollonnen“ von Tetzel „Wenn die Münze in den Kasten klingt – Die Seele in den Himmel springt“

Abschaffung des Zölibates und Massenbefreiung von Mönchen und Nonnen aus den Klöstern

Erste Übersetzung der Bibel in irgendeine westliche Sprache „Dem Volk auf das Maul schauen“. Dies hat weitere Emanzipationsschritte erst möglich gemacht. „Als Adam grub und Eva spann wo war denn da der Edelmann?“ Der Erwerb von Bildung wurde erstmals in der christlichen Geschichte zu einer religiösen Pflicht und damit auch zu einem Menschenrecht des einfachen Christen ohne kirchliche Funktionen, denn nur wer lesen kann, der kann auch in der Bibel lesen.

Im Islam ausserhalb der arabischen Welt ist dies anders. Wenn ein türkischer Koranschüler den in arabischer Schrift und arabischer Sprache auswendig lernt, so fördert dies nicht seine weitere Emanzipation.

Die dringend notwendige religiöse Reform des Islam könnte entweder nach dem Modell des zweiten vatikanischen Konzils oder der Deutschen Islamkonferenz erfolgen.

Das zweite vatikanische Konzil wurde von der obersten Autorität der katholischen Kirche einberufen und es war durchaus ein Erfolg. Die katholische Kirche anerkannte immerhin erstmalig offiziell die Religionsfreiheit.

Die Deutsche Islamkonferenz ist der Versuch des deutschen Staates nach den Vorstellungen der CDU/CSU den Islam im Sinne eines „Euroislam“ zu reformieren. Der von der definitiv christlich/säkularen/atheistischen deutschen Mehrheitsgesellschaft getragene deutsche Staat versucht über Instrumente wie die Einführung des islamischen Religionsunterrichtes den deutschen Islam zu reformieren. Heinrich der Achte hat ja auch seine Kirche reformiert und von der römisch-katholischen Kirche abgespalten. Dabei bewegen sich alle Beteiligten auf ganz glattem dünnen Eis. Dies gilt um so mehr, als dass die proportionale politische Integration der Migranten angesichts des dafür sehr praktischen Verhältniswahlrechtes sehr gut gelingt, dies jedoch unter einem totalen Ausschluss des orthodoxen Problemislam passiert. Rein proportional gesehen müsste es längst Kopftuchabgeordnete bzw. deren nicht so auffälliges männlich Gegenstück geben. Ganz offensichtlich ist dies nicht der Fall. Als Arbeitshypothese nehme ich mal an, dass dieses an den Ortsvereinen aller irgendwie wichtigen politischen Parteien liegt, die fast alle Treffen in Gaststätten mit Alkoholausschank durchführen. Wer dort nicht hingeht, der kommt nicht auf den Wahlzettel und wird daher auch niemals gewählt. Der deutsche Staat wird sich wohl kaum eine eigene islamische Landeskirche backen können.

Bleibt die Frage nach der weltweiten Reform des Islams.

Selbstverständlich könnte eine saudische Regierung nach dem Vorbild des Vatikans zu einem „islamischen Konzil“ einladen. Doch offen gesagt dies ist so ausgeschlossen wie der Beitritt der estnischen, lettischen und litauischen Sowjetrepubliken in die EG und die NATO. Es geht ganz offensichtlich nicht.

Bleibt nur noch eine von anderen eingeladene „internationale islamische Konferenz“. Bei der OIC wäre es nicht sinnvoll, weil das Ergebnis keinen Fortschritt brächte. Die UN könnte es erst dann, wenn sie sich auch auf die moralische Autorität eines halbwegs demokratisch legitimiertes Weltparlament stützen könnte. Aber dies kann es ja erst nach den Reformen geben. Ein internationales demokratisches Weltparlament, dass sich nur auf die USA, Lateinamerika, Europa und ein paar asiatische und afrikanische Staaten stützt, hätte nicht genug Autorität. Und die EU wird noch viele Jahre damit beschäftigt sein den in ihrem westbalkanischem Innenhof teilweise selbst angerichteten Scherbenhaufen aufzuräumen…

Bleibt nur noch der jüdische Staat Israel. Er gehört sicherlich in der gesamten islamischen Welt zu den 5 unbeliebtesten Staaten. Allerdings verfügt er halt über Jerusalem und könnte selbstverständlich eine von ihm in ihrer Zusammensetzung bestimmte internationale Islamkonferenz einberufen. Ziel wäre dann ähnlich wie bei der Deutschen Islamkonferenz die theologisch begründete Einführung von Religionsfreiheit und Menschenrechten im Islam. Als Belohnung gäbe es dann für diese internationale „islamische Weltkirche“ dann die staatliche Kontrolle über gewisse Teile von Jerusalem, die nicht beim jüdischen Staat verbleiben und auch nicht im Rahmen eines eines eventuellen Friedensvertrages in einen palästinensischen Staat eingebracht werden könnten.

Achim

Frieden ist eh nur demokratisch machbar:

https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratischer_Frieden

Helmut Junge
Helmut Junge
11 Jahre zuvor

Hallo @G.R. , @Alex Z.
Sie haben sich ja im Verlaufe der Diskussion ziemlich herausgehängt, wenn auch versteckt hinter Nicknamen. Aber immerhin.
Besonders in Bezug auf @van Keulen.
Nur jetzt, nachdem @van Keulen einiges getan hat, um seine Position zu erklären, kommt von Ihnen beiden nichts. Keine Entschuldigung, keine Antwort, rein gar nichts.
Dabei wird es für mich als Beobachter jetzt doch erst richtig spannend.
Hat van Keulen doch etliches gesagt, was in Ihren Bereich gehören sollte.
Zumindest liegt der Gedanke nahe.
Also, was isss gezz?
Was meinen Sie dem, was der Herr van Keulen geschrieben hat?
Oder schwingen sie sich nur zum Spezialisten, gar zum Repräsentanten einer Religion auf, wenn es nur um Unverbindlichkeiten für Sie geht?
Sie entscheiden jetzt selbst.
Wie ernst wollen Sie genommen werden?

Arnold Voss
11 Jahre zuvor

@ Van Keulen # 46

Ihr Reformvertrauen in allen Ehren. Aber das Priester heiraten und Menschen die Bibel lesen dürfen/können ändert nichts am Fundamentalismus der in jeder Art von dauerhaftem Gottesglauben steckt. Im Guten wie im Bösen.

Die Entschuldigung, dass Jemand ein Kind seiner Zeit war, kann ich nicht mehr hören. Es gab auch andere Kinder in Luthers Zeit, die nichts von Bauernmorden, Antsemitismus und Hexenverfogung hielten.

Auch die Islamisten sind in gewisser Weise Kinder ihrer stehengebliebenen Zeit. Wie überhaupt die Zeit innerhalb der Religionen sich, wenn überhaupt, sehr sehr langsam bewegt. Ich habe nicht vor, darauf zu warten, bis sie in meiner Zeit angekommen sind, weil ich und auch meine Tochter das garantiert nicht mehr erleben werden.

Religion gehört nicht (nur) reformiert sondern privatisiert. Und zwar so schnell wie möglich. Und da, wo das nicht gelingt, gilt es alle Gläubigen zumindest zu lehren, dass auf der Erde die Menschen- und nicht die Gottesrechte gelten. Egal wie sie persönlich bzw. ihr jeweilige Kirche, dazu stehen. Notfalls auch per gesetzlicher Strafe.

Arnold Voss
11 Jahre zuvor

@ Helmut # 47

Hast du von denen was anderes erwartet, Helmut? So Jemand wie G.R. traut sich nicht mal seinen richtigen Namen zu schreiben, wenn er mich öffentlich der Verleumdung bezichtigt. Dahinter steckt die Mentalität eines miesen kleinen Denunzianten und nicht die eines aufrechten Demokraten.Alex Z.hat mir bis jetzt nicht erklärt, wieso er mein Aufforderung, die Ruhrbarone nicht für dämlich zu halten, für eine Drohung hält.Das Wort Entschuldigung ist für solche Leute ein Fremdwort.

Helmut Junge
Helmut Junge
11 Jahre zuvor

@Arnold (49),
die werden in einer Klausur stecken. Ich gebe ihnen darum noch etwas Zeit für Ihre Antwort. Wenn die allerdings im Verlauf des Tages nicht mehr antworten sollten, muß ich dir allerdings zustimmen. Dann steht auch für mich fest, dass diese Leute, menschlich betrachtet, einigen Aufarbeitungsbedarf haben.
Aber noch bin ich in der Warteschleife.
Die Kommilitonen werden denen sicher sagen, dass bei den Ruhrbaronen Fragen auf sie warten, denn einige Kommilitonen kennen ja wohl die Nicknamen. Wie könnte sonst @Alex.Z zu @Deno sagen, dass er grade mit Karsten telefoniert hätte.(38)

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