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Ruhrbarone-Buchtipp: Von Mougins nach Baden-Baden: Frieder Burda und die Kunst

Was für eine Hitze da draußen! Da mag man ja kaum noch freiwillig vor die Tür gehen. Genau der richtige Zeitpunkt also, um sich mal wieder ein Buch zu schnappen und sich mit extra viel Muße und Ruhe mit etwas zu beschäftigen, wozu einem sonst häufig die notwendige Zeit oder die innere Ruhe fehlt.

Genau das habe ich jetzt getan. Das gerade erschienene Buch „Von Mougins nach Baden-Baden: Frieder Burda und die Kunst“, welches erst Mitte des Monats frisch im Hatje Cantz Verlag veröffentlicht wurde, zog aus irgendwelchen Gründen direkt mein Interesse auf sich.

Dabei sind solche kulturell eher hochtrabenden Werke ansonsten gar nicht unbedingt mein ‚Beritt‘. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme kann ich jetzt aber sagen, die dafür investierte Zeit hat sich vollends gelohnt.

Mit etwa 1.000 Werken moderner und zeitgenössischer Kunst–darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte, Fotografien und Arbeiten auf Papier –gehört die Sammlung Frieder Burda zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas. Der nun erscheinende Band erzählt, was den Sammler Frieder Burda dazu bewogen hat, eine einzigartige Kollektion von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zusammenzutragen“ heißt es einleitend in der dazugehörigen Pressemeldung.

Das hat ungewöhnlicher Weise meine Aufmerksamkeit erweckt. Ich habe mich kurz darauf den vorgestellten Werken von Gerhard Richter über Sigmar Polke bis Georg Baselitz, von Picasso bis Fontana mal für einige Stunden zugewandt, und ich habe es wahrlich nicht bereut.

‚Von Mougins nach Baden-Baden‘ von Bernadette Schhog zeichnet inhaltlich den Bogen eines Lebens für die Kunst nach. Den Bogen des Lebens von Frieder Burdas, der als Spross eines großen deutschen Medienunternehmens die Möglichkeit hatte eine herausragende Kunst-Sammlung aufzubauen. Da lässt sich, für einen relativen Laien wie mich, noch einiges lernen, vieles an neuen Details erfahren.

Und das tolle daran: Hier wird aus der Erzählung der Geschichte Burdas Lebenswerks zugleich auch zu einer grundlegenden Erzählung über die Kunst im 20. Jahrhundert.

Das Buch vermittelt dem Leser/Betrachter eben die Geschichte dieses ungewöhnlichen Lebenswerks, bietet aber zugleich auch einen Überblick über das Schaffen vieler wichtiger Künstler der Sammlung und stellt zusätzlich einiges an Verbindungen und Kontexte des hier Dargebotenen her. Eine Kombination, wie ich sie zuvor so noch nicht in gedruckter Form gesehen hatte. Den informativen, recht verständlich geschriebenen Text des nun erscheinenden Bandes ergänzen übrigens über 100 Abbildungen von Kunstwerken aus der Sammlung von Frieder Burda.

Kein ganz alltägliches Buch, wie ich finde. Eines, das ich sicherlich auch in Zukunft hin und wieder noch einmal zur Hand nehmen werde. Und das nicht nur bei großen Hitzwellen direkt vor meiner Haustür. 😉 Anlass genug es hier unseren Lesern auch einmal kurz im Blog vorzustellen.

  • Gebundene Ausgabe: 228 Seiten
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag
  • ISBN-13: 978-3775745604
  • Preis: 34 Euro

 

 

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