
Wer wissen will, was Islamismus bedeutet, sollte Joseph Anton und Knife von Salman Rushdie lesen. In Joseph Anton, seinem Codenamen, als er nach der Veröffentlichung des Romans Die satanischen Verse wegen einer von Ayatollah Khomeini ausgerufenen Mordfatwa versteckt leben musste, beschreibt er sein Leben während der Verfolgung durch die Schergen des iranischen Regimes. In Knife den Mordanschlag auf sein Leben, bei dem Rushdie ein Auge verlor und den langen Weg seiner Genesung. Nun hat der in den USA lebende britisch-indische Schriftsteller mit Die elfte Stunde ein neues Buch veröffentlicht, das er auf der Lit.Cologne am 20. März vorstellen wird.
Indien, England, Amerika – die großen Stationen in Salman Rushdies Leben bilden auch die Schauplätze seines jüngsten Buches: Zwei streitlustige und doch unzertrennliche alte Männer, eine Musikerin, die ihre Gabe nutzt, um eine Familie zu zerstören, der Geist eines Dozenten, der sich an seinem Peiniger rächen möchte. Die elfte Stunde umfasst fünf Erzählungen über Leben und Tod und die Zeit, in der beide näher aneinanderrücken. Mit Weitsicht und Klarheit blickt Rushdie auf unsere Welt und geht den großen Fragen des Lebens nach.
Salman Rushdie zählt zu den herausragenden Stimmen der Weltliteratur und wurde mit unzähligen Auszeichnungen, unter anderem mit dem Booker Prize, bedacht. Die elfte Stunde ist seine erste Buchveröffentlichung nach Knife – Gedanken nach einem Mordversuch, der literarischen Verarbeitung der auf ihn im Jahr 2022 erfolgten Messerattacke. Der Schauspieler Ulrich Noethen liest aus den neuen Erzählungen.
Tickets für die Veranstaltung „Salman Rushdie: Die elfte Stunde“ am 20.03.26
sind ab sofort unter www.litcologne.de erhältlich.
