Schalke, Bochum, Dortmund droht wieder Finanzchaos

Man glaubt es kaum, aber  Milliarden-Pleitier Leo Kirch hat es wieder geschafft, die Bundeliga in eine gefährliche Lage zu schubsen. Und zwar hat er den Kickerfunktionären verkauft, dass seine Vermarktung neue Kohle Säckeweise in die Kassen der Fussballclubs spült. Nun hat das Kartellamt sein Modell der zentralen Vermarktung untersagt. Das bedeutet, die Planungen sind gescheitert. Gerade Clubs, die nah am Limit gerechnet haben sind nun bedroht in ein neues Kirch-Loch zu fallen. Vor eingen Jahren hatte die Pleite der Kirch-Gruppe viele Vereine zum ersten mal an den rand des Ruinbs geführt. Bleibt die Frage, warum die Fussballverwalter wieder auf Kirch gehört haben. macht Schaden doch nicht klug?

Foto: Flickr/der dennis

Nach Ansicht des Bundeskartellamt ist auch ein vor kurzem geändertes Modell nicht geeignet den kartellrechtlichen Anforderungen zu genügen. Sollte die Liga an ihren Plänen festhalten, würde das Amt nach eigenen Angaben das Vorhaben förmlich ablehnen, weil es Fernsehzuschauer nicht angemessen beteiligt sieht.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Ausstrahlung von Höhepunkten der Fußball-Bundesliga samstags vor 20.00 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen. Die DFL will mit Hilfe von Kirch  Pay-TV-Sendern mehr Exklusivität einräumen und damit einen höheren Preis für die Übertragung der Spiele erzielen. Würden die Bundesliga-Spiele nicht wie bisher in Höhepunkten vor 20.00 Uhr in der ARD-"Sportschau" gesendet, gäbe es für Fußball-Fans mehr Anreize, einen Bezahlsender zu abonnieren. die Hofnung ist, dass dann endlich Kanäle wie Premiere Millionen einspielen.

Bereits vor der Entscheidung warnten die DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor finanziellen und sportlichen Nachteilen für den deutschen Fußball. Die Clubs befürchten nach eigenem Bekunden, dass sie sich wegen fehlender Einnahmen keine Superstars mehr leisten können.

Solange der Konflikt andauert, kann die Liga nicht mit der Ausschreibung der TV-Rechte-Vermarktung für die Spielzeiten 2009 bis 2015 beginnen. Für ein exklusiveres Paket als bisher hat der Kirch-Vermarkters Sirius drei Milliarden Euro geboten.

Der jetzt gefährdete Vertrag zwischen Kirch und der Liga würde allein dem DFB nach eigenen Angaben drei Millionen Euro mehr pro Saison bringen.

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5 Kommentare

  1. #1 | Tom009 sagt am 25. Juli 2008 um 10:25 Uhr

    Tja meine Verstandsherren der Clubs.WIE sieht es mal aus mit Jugendförderung in den eigenen Reihen???
    Fast Fehlanzeige.
    Jeder normale Bertieb wäre schon lange Insolvent–BEI DEN SCHULDEN DIE DIE MEISTEN VEREINE HABEN.
    Daher kann ich die Justic nicht verstehen:Beim Kleinen Mann wird wegen Insolvensverschleppung Anzeige erstattet.
    NUR DIE „BERÜHMTEN“ VEREINE können Ihre Tätigkeit jahrelang unbeschadet fortführen.
    Soviel zum Grundgesetz alle sind Gleich.
    Es geht nur noch um GELD GELD GELD GELD und nochmals um Geld. Und teure Superstars bedeuten noch lange nicht
    guten Fußball.Pleiteinkäufe häufen sich ja leider.Eine zusammengekaufte Superstarmannschft klingt zwar gut aber ob diese aus Superstargut spielt…Ich mache 20 ??????

  2. #2 | Jens sagt am 25. Juli 2008 um 20:40 Uhr

    Ist es aber nicht so, dass die Finanzplanungen der drei genannten Clubs auch bei einem Verglühen von Sirius nicht eklatant betroffen sind?

  3. #3 | David sagt am 26. Juli 2008 um 07:08 Uhr

    Die Planungen der Clubs sind betroffen, da in den Mittelfrist-PLänen die höheren erlöse eingeplant waren. Interessant wäre es zu wissen, ob diese Planungen auch schon in den Lizenzunterlagen für diese Saison berücksichtigt waren.

  4. #4 | Frederik sagt am 26. Juli 2008 um 16:18 Uhr

    Ich denke, die Mittelfristplanung erfolgt unabhaengig von der Lizenzierung fuer die jeweils naechste Saison. Die Lizenz soll ja letztlich nur sicher stellen, dass den Vereinen nicht mitten in der Saison das Geld ausgeht, und somit der Spielbetrieb beeinflusst wird.

  5. #5 | Doc Rock sagt am 4. August 2008 um 11:26 Uhr

    Alle zwangsabsteigen lassen 🙂

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