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Smart City Index: Dortmund ist der einzige Lichtblick im Ruhrgebiet

Commodore PET Foto: Rama Lizenz: CC BY-SA 2.0 fr

Bitkom, der Branchenverband der Telekommunikationsindustrie, hat den Smart City Index veröffentlicht. Untersucht wurden alle deutsche Städte über 100.000 Einwohner – insgesamt 81. Gemessen wurden 35 Indikatoren wie die Breitbandanbindung der Haushalte, Online-Bürgerservice oder auch die Ladeinfrastruktur für E-Autos.  

Was Bitkom also gemessen hat, sind Kriterien für die Zukunftsfähigkeit der Städte. Das Ruhrgebiet, seit Jahrzehnten abgehängt, hätte daran arbeiten können, zumindest im Digitalbereich eine fordere Position einzunehmen. Hat es aber offensichtlich nicht: Nur Dortmund schaffte es in die Top-Ten. Bochum, Duisburg, Hamm und Gelsenkirchen sind zumindest Mittelmaß.   Über die Ergebnisse für Herne, Mülheim an der Ruhr, Hagen, Recklinghausen oder Oberhausen möchte man den Mantel des Schweigens legen: Sie gehören, deutschlandweit gesehen, zu den Versagerstädten.

Die Top Ten:

1. Hamburg
2. Karlsruhe
3. Stuttgart
4. Berlin
5. München
6. Heidelberg
7. Bonn
8. Köln
9. Dortmund
10. Darmstadt

Die Plätze der übrigen Ruhrgebietsstädte:

32. Bochum
33. Duisburg
42. Hamm
45. Gelsenkirchen
52. Essen
53. Bottrop
64. Herne
72. Mülheim an der Ruhr
74. Hagen
76. Recklinghausen
77. Oberhausen

Die gesamte Studie

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5 Kommentare zu “Smart City Index: Dortmund ist der einzige Lichtblick im Ruhrgebiet

  • #1
  • #2
    Björn Wilmsmann

    Dummheit. Armut. Ruhrgebiet.

    Die Vermutung liegt mittlerweile nahe, dass Absicht dahinter steckt.

    Indem sie es versäumen, Städte für zukünftige Chancen und Möglichkeiten adäquat vorzubereiten, sorgen Kommunalregierungen und -verwaltungen dafür, dass sie auch in Zukunft weiter das Narrativ vom hilfsbedürftigen, unterprivilegierten Ruhrgebiet spinnen können.

    So werden Subventionen und entsprechende Posten auch für die nächste Generation der Lokalpolitik gesichert.

  • #3
  • #4
    Klaus Lohmann

    @Robin: Immer, wenn ich lesenderweise über Altlasten-Skandale, kommunale Geldverschwendung oder Nazis im Alltag stolpere, muss ich das Gleiche denken;-)

    @Frank #1: Dortmund hat das mit dem Techno-Park und Phoenix-West schon durchexerziert. Im IKT-Sektor fehlt beiden Städten der "Cupertino-Kick" und die Silicon-Valley-Historie, um neben den üblichen Webmarketing-Buden etwas Wachsendes zu installieren.

  • #5
    Björn Wilmsmann

    #3: Womit wir wieder beim eigentlichen Selbstverständnis des Ruhrgebiets wären: Alles ist gut, so lange es woanders noch schlechter is‘! Oder eben: Woanders is auch Scheiße!

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