Petition: Stoppt die Öl- und Gasimporte aus Russland – SOFORT!!

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Sie können sich hier der Petition „Kein russisches Gas“ an die Bundesregierung zum sofortigen Stopp der Öl- und Gasimporte aus Russland anschließen. Viele Stimmen helfen, den politischen Druck zu erhöhen.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, wie sehr mich der Krieg in der Ukraine bedrückt. Wir blicken in ein tiefes schwarzes Loch. Putin macht aus dem größten Land der Welt eine bittere Diktatur. Er schwadroniert von Säuberungen, lässt Städte bombardieren und Menschen ermorden. Das Ganze ist nicht zu ertragen. Putin ist nicht alleine. Er hat die Unterstützung vieler Menschen in Russland – und leider auch noch immer von Leuten wie Gerhard Schröder und dessen politischen oder gekauften Verbündeten in Deutschland.

Ich saß vor wenigen Tagen mit dem Chef des Sacharow Zentrums aus Moskau zusammen. Er musste mit seiner Familie aus Russland fliehen. Ein Intellektueller, ein Feingeist, ein Denker. Alles wofür er bis zum Schluss dort stand, Ausgleich, Demokratie, Freiheit, ist in Russland erdrosselt. Es ist vorbei. 500.000 Menschen wie er sind in wenigen Tagen aus Russland geflohen.

Russland fällt in einen Abgrund. Auf Türen von kritischen Menschen wird das Wort „Verräter“ geschmiert. Es gibt willkürliche Verhaftungen. Es gibt Lager, die wir uns nicht vorstellen können. Russland ist ein Land, das wieder zum Gulag wird. Es ist schlimm und es wird alles schlimmer.

In meinen Augen reicht unser deutscher Beitrag zur Verteidigung der Freiheit in Europa bislang nicht aus. Wir müssen aufhören, das Mordbrennen in der Ukraine und die Diktatur in Russland mit unserem Geld zu bezahlen. Wir müssen aufhören, russisches Gas und Öl zu importieren. Wir müssen aufhören, Milliarden nach Russland zu überweisen und Putins Gewaltherrschaft zu finanzieren.

Ich habe deswegen meine erste Petition an die Bundesregierung gestartet. Nicht als Journalist, sondern als Staatsbürger. Ich habe mich damit dem Aufruf von Ralf Fücks und Norbert Röttgen angeschlossen. Ihrer Forderung wurde im Manager-Magazin und im Zentrum Liberale Moderne veröffentlicht. Vielen Menschen haben den Aufruf bereits unterstützt. Und er verdient die Unterstützung vieler weiterer Menschen. Die Bundesregierung muss einen sofortigen Importstopp beschließen

Ihr könnt die Petition auch unterschreiben. Wenn viele Menschen den Öl- und Gasimportstopp fordern, kann das einen Effekt haben. Vielleicht lässt sich unsere Regierung aus SPD, Grünen und FDP beeindrucken.

openpetition.de/!keinrussischesgas

Unterschreibt bitte auch und teilt die Petition und den Link weiter in Euren Netzwerken. Wir brauchen sehr viele Unterschriften, damit sich etwas in Deutschland bewegt.

Natürlich wird ein Importstopp auch Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und unser Leben haben. Aber wahrscheinlich ist dies der Preis, den wir zu zahlen haben. Eine Wirtschaftskrise ist immer noch besser, als wenn Putin seine Armeen, seine Bomben und seine blutige Diktatur weiter bezahlen kann. Wir müssen einen Krieg stoppen, von dem wir so oder so betroffen sind. Und das können wir nicht, ohne bereit zu sein, schwere Lasten auf uns zu nehmen, die auch uns wehtun können.

Dante Alighieri schrieb in seinem Buch „Die Göttliche Komödie“: „Die dunkelsten Orte der Hölle sind für die reserviert, die in Zeiten moralischer Krisen neutral bleiben.“

In meinen Augen brauchen wir eine Regierung, die hier ehrlich zu uns ist. Sie muss uns erklären, dass es nicht reicht, darauf zu hoffen, dass der Alptraum bald vorbei ist. Sie muss uns sagen, dass wir nicht weiter machen können, wie bisher.

Denn nichts ist mehr, wie es war.

Die Regierung muss uns sagen, dass wir harte Zeiten vor uns haben. Dass wir durchhalten müssen und können. Dass es um alles geht. Um unsere Zukunft in Freiheit in Europa. Wir können diese Ehrlichkeit ertragen und Grosses leisten.

Die Lasten, die auf uns zukommen, werden wir teilen. Wir müssen uns und Europa helfen, die dunklen Stunden durchzustehen. Denn ohne Putin zu stoppen, werden wir nichts bewahren können. Es kommt auf uns an.

Ohne Öl- und Gasstopp wird Putin seine Armeen mit unserem Geld weiter aufrüsten – und zuerst die Ukraine vernichten. Dann kann er die baltischen Staaten überfallen, Polen bedrohen und Europa tiefer angreifen. Dann kann alles nichts werden.

Wir haben in meinen Augen tatsächlich nur noch eine Chance, die undenkbare Katastrophe für Westeuropa zumindest für uns unblutig zu verhindern und das Abschlachten im Osten zu stoppen. Wir müssen Putin das Geld wegnehmen und seine blutige Herrschaft damit aufhalten.

Deswegen bitte ich Euch, unterschreibt die Petition. Je mehr wir werden, je schneller wir die Finanzierung des Krieges unterbrechen, desto eher können wir den Krieg beenden.

openpetition.de/!keinrussischesgas

Alles ist besser als Bomben auf Europa.

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9 Kommentare

  1. #1 | Georg Hofrichter sagt am 27. März 2022 um 18:04 Uhr

    Bitte beschäftigt euch mit dem Ergebniss von Lükex18. Eine Simulation aus dem Jahr 2018, in der ergründet wurde, welche Folgen der vollständige Ausfall von Gaslieferungen für Süddeutschland zur Folge häte. Wer nach diesen Erkenntnissen weiterhin den Gashahn aus Russland schließen möchte, wird das nur noch schwer argumentieren können:

    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/versorgungssicherheit-kein-brot-menschen-in-notunterkuenften-ueberlastete-kliniken-was-passiert-wenn-das-erdgas-ausgeht/28189504.html

    https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/LUEKEX/luekex18-tagungsband4.pdf?__blob=publicationFile&v=5

    https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/LUEKEX/luekex18-auswertungsbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=5

  2. #2 | Robert Müser sagt am 27. März 2022 um 18:57 Uhr

    Hört sich erstmal nachvollziehbar an,
    aber wo bleibt ein rationale Betrachtung der Möglichkeiten der Energiereduzierung auf
    der Seite Deutschlands vor einem Embargo?
    Bisher hat man doch den Eindruck, dass alles so bleiben soll wie es ist.
    Wo ist der mutige Verkünder, der der Gesellschaft die unbequeme Wahrheit bei einem Embargo erzählt?
    In der bundesdeutschen Politik sehe ich aktuell nur Politiker, die eher rumdrucksen um bei den kommenden Landtagswahlen nicht abgestraft zu werden.

  3. #3 | Innovation statt Verzicht | Ruhrbarone sagt am 28. März 2022 um 10:39 Uhr

    […] Gas sollte nicht mehr importiert werden. Wir dürfen Putins Kriege nicht weiter finanzieren. Aber deswegen ist Gas nicht knapp. In der EU […]

  4. #4 | Mawa sagt am 28. März 2022 um 11:29 Uhr

    Die ganze Welt einladen und beherbergen wollen und gleichzeitig alle Lebensgrundlagen vernichten wollen – was für ein Wahnsinn. Größenwahn scheint wieder angesagt in Deutschland.

  5. #5 | Stefan Laurin sagt am 28. März 2022 um 11:52 Uhr

    @Mawa: Das Ziel jeder extremistischen Politik ist nun einmal die Destabilisierung der demokratischen Gesellschaft. Und folgt man diesem Ziel ist vieles logisch, was auf den ersten Blick als widersprüchlich erscheint.

  6. #6 | Georg Hofrichter sagt am 28. März 2022 um 14:19 Uhr

    Stefan Laurin, der Verzicht auf das russiche Gas würde genau die Destabilisierung bringen, die sich Putin erhofft.

    Sie sind bereit alle Fortschritte über den Haufen zu werfen, nur um dem russischen Gas zu entgehen. Wie hoch ist eigentlich der Anteil unserer Zahlungen für Gas & Öl an Russlands Einkommen? Glauben Sie allen Ernstes, Russland können den Krieg nicht mehr finanzieren, wenn wir kein Gas und Rohöl mehr abnehmen? Eher wird Putin Russland aushungern lassen, als dass er diesen Krieg wegen mangerlnder finanzieller Mittel beendet.

    LNG Gas ist einer Zumutung!
    Um das Methan zu verflüssigen, muss es auf unter minus 160 Grad Celius gekühlt werden. Der dafür aufgebrachte Energiebedarf ist riesig. Ein Terminal wird im Minimum mit 1 Milliarden € zu Buche schlagen. Die Tankerflotte für den Transport um die halbe Erdkugel muss aufgestockt werden, fährt mit Diesel oder Schweröl. Das ist wirtschaftlich wie ökoligisch der völlig falsche Weg.
    Es ist pure Illusion zu glauben, man können die Menge an Gas, die aus einer Pipeline mit einerm Durchmesser um die 2 Meter und einem Betriebsdruck von bis zu 120 bar befördert werden, über LPG / LNG auch nur im Ansatz kompensieren.

  7. #7 | Stefan Laurin sagt am 28. März 2022 um 23:01 Uhr

    @Georg Hofrichter: Deswegen wäre doch Fracking eine gute Sache. Wir brauchen natürlich auch LNG, Kernenergie und die Erneuerbaren. Und klar: Erst einmal weiter Kohle und Braunkohle. Wir müssen von Putin unabhängig werden und dürfen nie wieder in eine so starke Abhängigkeit geraten.

  8. #8 | Ruhr Reisen sagt am 29. März 2022 um 11:24 Uhr

    Prima. Dann spenden doch bitte die Petitionsunterschreiber miit "durchschnittlichen" Gehältern von über 100.000 Euronen aufwärts jährlich wie u.a. der Artikelschreiber – dem Rest der Bürger die nächsten Jahre die explodierenden Energiepreise.
    Dann unterschreibe ich gern – bei Interesse sende ich die Kontonnummer.

  9. #9 | OliverBenjamin sagt am 5. April 2022 um 01:24 Uhr

    Das ganze Ruhrgebiet ist untertunnelt mit Stollen aus dem Bergbau, die Stollen zu großen Teilen intakt hier werden 1000 Kubikliter von warmen Wasser in die Flüsse geleitet. Selbst wenn man ein Röhrensystem in den Stollen installieren würde, würde sich das Wasser in den Röhren durch die Tiefenwärme erwärmen, in den tiefen Schichten gibt es Temperaturen von über 40 Grad.
    Das Wasser aus den tiefen Schichten könnte man aus den Röhren mit Wasser heben, dazu bräuchte man nichtmals eine Pumpe die das Wasser aus den tiefen Schichten fördert. Durch Solar auf den Häuser könnte das Wasser ins Heizsystem des Hauses gepumpt werden. Dazu würde selbst die 30% Solarleistung im Winter reichen. Die Zahl der Stollen und Schächten im Ruhrgebiet und Aachener- Revier beträgt ca. 60000 km. Wahrscheinlich könnte man Jene Gebiete dadurch komplett heizen. Darüber sollte einmal ernsthaft diskutiert werden!

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