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Streit um J.K. Rowling: „Buntglitzernde Bullies schaffen ein Klima der Angst“

Von unserer Gastautorin Naida Pintul.

Twitteristan steht also Kopf, weil Rowling findet, dass eine Frau für ihre Haltung zu Gender ihren Job nicht verlieren sollte. At this point ist nicht einmal primär (!) relevant, ob man die Haltung dieser Frau teilt, also ob man denkt, dass das biologische Geschlecht änderbar ist oder nicht. Es wird von buntglitzernden Bullies ein Klima der Angst geschaffen, die eigene Existenzgrundlage entzogen zu kriegen, wenn man ihre Dogmen nicht wiederholt. Nun hat Rowling allerdings geschätzt schon eine Millarde Flocken mit ihren Büchern verdient, so dass diese Leute sie weder canceln noch ihr den Job abspenstig machen können, womit als letzte Maßnahme nur noch bleibt, sie misogyn zu beschimpfen, emotional zu erpressen und in ewigen Anfällen infantiler Wut sich dabei zu filmen, wie man ihre Bücher verbrennt (!). Der alten TERF hat man es natürlich richtig gegeben damit, stunning and brave. Ich applaudiere Rowling für ihr Rückgrat, aber noch mehr jeder einzelnen Frau, für die mit solchen Statements wirklich etwas auf dem Spiel steht. Diese Frauen sind mutiger als jede einzelne akademische Kulturschwafeltasche, die sich ganz akribisch an die Sagbarkeitsgrenzen in linken Räumen schmiegt, um damit ihre 200 Eu pro Vortrag zu erhalten.
Anbei für die Hintergründe zum Fall:
https://www.theguardian.com/society/2019/dec/18/judge-rules-against-charity-worker-who-lost-job-over-transgender-tweets

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7 Kommentare zu “Streit um J.K. Rowling: „Buntglitzernde Bullies schaffen ein Klima der Angst“

  • #1
    Ke

    Jetzt sind wir beim Thema freie Meinungsäußerung.
    Dann stellt sich noch die Frage, warum es im Sport Wettbewerbe für Frauen und Männer gibt, was die Frauenförderung soll, und warum es in Parteien Doppelspitzen gibt.
    Wenn alles beliebig und egal sein soll, dann bitte konsequent.
    Dann hätten wir weniger Komplexität in der Gesellschaft und müssten uns auch keine Gedanken machen, wie man mit biologisch nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen umgeht.

  • #2
    Thomas

    Traurig, eigentlich würde ich mir wünschen das die Linke sich solidarisch Maya Forstater zeigt. Da würde mich auch interessieren was das für ein Vertrag war, Wie lange hat sie dort schon gearbeitet, warum keinen Festvertrag. Ist das in Großbritannien erlaubt den Vertrag immer wieder zu verlängern. Viele Hintergründe sind mir noch unklar. Die Linke (nicht die deutsche Partei) sollte da die Hintergründe klären. Die sollte für Arbeitnehmer da sein, nicht für die Arbeitgeber.

  • #3
    Nina

    Ich frage mich, warum man als Steuerexpertin sich überhaupt derart politisch äußern muss. "Muss" sich jeder auf seiner Arbeit positionieren und wichtig nehmen? Oder kann man nicht einfach wie die meisten anderen Menschen auch einfach seine Arbeit machen und gut ist? Daraufhin gekündigt? Selbst Schuld.
    Ich persönlich mag es nicht, dass von allen, aber auch wirklich allen Seiten, herummanövriert und diktiert wird, was eine Frau sei, wie eine Frau sei etc. Die engen Vorgaben und Diktate verbindet sowohl Rechte als Linke, Konservative als Feministinnen verschiedenster Prägung.
    Ich möchte so sein wie ich bin und gestehe dies jedem Mann und jeder Frau zu. Manchmal denke ich, dass manche Menschen es nicht zu schätzen wissen, dass sie in einem freien Land leben. Da wird gekräht und sich ereifert wie im Sandkasten und alle Gebote und Vorstellungen, die man selbst hat, müssen natürlich für alle anderen auch gelten. Ich denke wer anderen meint vorzuschreiben, was sie zu seien haben respektive was sie nicht seien, der ist in einer autoritären Gesellschaft besser aufgehoben. In Afghanistan, Iran oder Irak sind bestimmt noch Plätze frei für all diejenigen, die es nicht aushalten, dass Freiheit auch immer die Freiheit meines Gegenübers bedeutet.

  • #4
    Irene

    "Ich frage mich, warum man als Steuerexpertin sich überhaupt derart politisch äußern muss"

    Muß man nicht, aber es das Recht einer Steuerexpertin sich zu gesellschafts-politischen Themen zu äußern. Das nennt man Meinungsfreiheit. Das was Sie wollen sind Arbeitssklaven, die ihr Maul zu dem zu halten haben, was "die da oben" bestimmen.

    "… Daraufhin gekündigt? Selbst Schuld."

    Ja, so war das und ist es in diktaorischen Staaten, wie z.B. in Nordkorea.

    "Ich persönlich mag es nicht, …"

    Ich mag auch vieles nicht, streite aber anderen nicht das Recht ab, es anders zu sehen als ich.
    Ich – und Sie – sind nicht der Nabel der Welt …..

    "Manchmal denke ich, dass manche Menschen es nicht zu schätzen wissen, dass sie in einem freien Land leben. … In Afghanistan, Iran oder Irak sind bestimmt noch Plätze frei für all diejenigen, die es nicht aushalten, dass Freiheit auch immer die Freiheit meines Gegenübers bedeutet."

    Sie reden von Freiheit und wünschen anderen – die diese verbürgte Freiheit in Anspruch nehmen – in die Hölle, respektive Afghanistan oder dem Irak, beides Länder die von den USA überfallen und dem Erdboden gleichgemacht worden sind.

  • #5
    Ann M.

    Forstater ging es um das biologische Geschlecht (sex), nicht um das soziokulturelle Konstrukt (gender). Alles was sie wollte und sagte war, daß selbst eine Geschlechtsumwandlung aus einem biologischen Mann keine biologische Frau macht, sondern eben eine Transfrau (= ein biologischer Mann, der mehr oder weniger wie eine Frau aussieht).

    Um das alles zu verstehen, muß man außerdem wissen, daß es um einen Gesetzentwurf geht, der es noch einfacher macht, daß Menschen – ohne jede ärztliche Begutachtung und auch ohne irgendwelche Hormone zu nehmen oder OPs zu haben und auch ohne als Frau zu leben – einfach ins andere Geschlecht wechseln können, mit allen legalen Konsequenzen. Dies hier ist die Person, die Forstater mit "er" ansprach (Gregor Murray, lebt als Mann, war SNP-Mitglied als Mann, hat keinen weiblichen Namen):

    https://www.thecourier.co.uk/wp-content/uploads/sites/12/2017/05/49368803-e1495634690317-1024×660.jpg

    Ich denke, daß Frau Forstaters Nutzung eines männlichen Pronomens und der Klarstellung, daß ein biologischer Mann immer ein solcher bleiben wird, schon auf dem Boden der Tatsachen fundiert. Daß ihr jetzt Prominente wie JK Rowling und Ricky Gervais beispringen, ist nur zu begrüßen. Zeit daß Vernunft in diese Diskussion zurückkehrt.

    Übrigens – an den ersten Poster gericht – es gibt bereits jede Menge biologische Männer, die – ebenfalls ohne OP – als Transfrauen am Frauensport teilnehmen, alles abräumen, Stipendien gewinnen (und biologischen Frauen wegnehmen) und sogar derart massiv Frauen in Martial Arts Sportarten verprügeln, daß diese sich die Gesichtsknochen mit 7 Schrauben wieder antackern lassen müssen.

  • #6
    Ann M.

    Und hier der funktionierende Link:

    https://www.thecourier.co.uk/fp/news/local/dundee/891789/exclusive-dundee-councillor-gregor-murray-quits-snp-over-partys-institutional-transphobia/

  • #7
    Sven Türpe

    Schön, dass noch jemand Mobbing als Mobbing bezeichnet, während andere schamlos die Sicht der Täter und Rädelsführer übernehmen und schreiben, J. K. Rowling habe einen Shitstorm ausgelöst. Nach Auffassung der Täter ist ja das Mobbingopfer stets selbst schuld an dem, was ihm widerfährt. Es kann diese Schuld auch nicht abstreifen, sondern man lässt ihm nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: alte Schuld einzugestehen oder neue auf sich zu laden.

    Bei Lichte betrachtet durchschauen wohl die meisten Menschen dieses Spiel und wissen, dass es unanständig ist und sich nicht gehört. Sie strafen die Mobbing-Plattform Twitter zu recht mit Nichtbeachtung und lassen sie ein Randgruppenmedium für digitalen Sadomasochismus bleiben. Nur die sieche Klatschpresse berichtet von den Scharmützeln einiger Twitter-Warlords und ihrer Clans als handelte es sich um Ereignisse von Bedeutung.

    Gregor Murray ist übrigens als Cyberbully aufgefallen (https://www.bbc.com/news/uk-scotland-tayside-central-48295000).

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