Toni Turek – „Fußballgott“: Eine Biographie

Am 18. Januar 2019 wäre der ‚Fußballgott‘ Toni Turek 100 Jahre alt geworden. Rechtzeitig zu diesem Jahrestag erschien kürzlich die erste umfassende Biographie des Torhüters der Weltmeisterschaftmannschaft von 1954 im Arete Verlag.

Die Lebensgeschichte Tureks, der von der Reporter-Legende Herbert Zimmermann nach dem „Wunder von Bern“ seinerzeit im Überschwang der Gefühle als „Fußballgott“ bezeichnet wurde, ist dabei mehr als reine Fußballgeschichte. Sie spiegelt zugleich vor allem die Nachkriegsgeschichte Deutschlands mit dem Leben im beginnenden Wirtschaftswunder wider. Zahlreiche schwarz-weiß Fotos vervollständigen den ausführlichen Blick auf Toni Tureks bemerkenswertes Leben.

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Vom Stadion zur Arena – Eine Hommage an 22 unvergessene Plätze des deutschen Fußballs

stadion-zur-arena-titelSchon wieder einmal in einer dieser unbeliebten Länderspielpausen mit der Fußball-Bundesliga angekommen. Die günstige Gelegenheit also, die plötzlich freigewordene Zeit nun für die Lektüre eines neuen Sportbuches zu nutzen.

Daher heute hier mal wieder eine Neuerscheinung für Fußballromantiker:  „Vom Stadion zur Arena“ führt den Leser zurück in eine Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt, aber inzwischen doch bereits sehr historisch wirkt.

Gemeint ist die Zeit in der der Profifußball noch in Stadien mit ihrem ureigensten Charakter gespielt wurde und nicht in recht gleichartig daherkommenden, modernen Arenen.

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Dortmund: „BVB und Rock’n’Roll“ – Ein Leben zwischen Westfalenstadion und Rockpalast

DSC06416 (504x600)So langsam wartet auch das Jahr 2016 endlich mit den ersten wirklich interessanten Entdeckungen und Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt auf: Fußball und Musik begleiten ja gefühlt fast schon naturgemäß das Leben vieler Menschen hierzulande. Gerade eben und ganz besonders auch hier bei uns im Ruhrgebiet, wo diese Leidenschaften dann auch häufig deutlich emotionaler als andernorts ausgelebt werden. Dass man aus diesen beiden großen Leidenschaften auch durchaus ein gemeinsames Buch machen kann, das beweist gerade eine nette, kleine Neuerscheinung aus dem gerade zu Ende gegangenen Februar, welche ich hier heute einmal kurz vorstellen möchte:

Das unterhaltsame Werk: „BVB und Rock ’n‘ Roll: 09 Geschichten eines Lebens zwischen Westfalenstadion und Rockpalast“ erzählt auf seinen knapp 200 Seiten von den ganz persönlichen Vorlieben von Tom.

Tom, der bereits als Siebenjähriger im Jahre 1975 zum ersten Mal ein Spiel des BVB im großen Westfalenstadion erlebt, ist von dieser Erfahrung seinerzeit auf Anhieb so fasziniert, dass die Borussia zu seiner ersten großen Liebe im Leben wird. Das kann man nachvollziehen, ist das doch eine Erfahrung wie sie sicherlich auch sehr viele andere Menschen hier im Revier auf ähnliche Art und Weise gemacht haben, und sei es bei einem benachbarten Traditionsverein. 😉

Wenige Jahre nach dem Fußball treten dann auch die Rock-Giganten Deep Purple, Queen und AC/DC in das Leben unseres Protagonisten. Fortan pendelt er emotional permanent zwischen Fußballstadion und Rockpalast hin und her. Auch dies sicherlich eine Erfahrung, die Tom so hier längst nicht alleine haben dürfte.

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Buchtipp: Fußball leben im Ruhrgebiet

Fußball leben im RuhrgebietDass der Fußball hier im Ruhrgebiet häufig eine besonders große und ungewöhnliche Rolle im Alltag der hier lebenden Menschen einnimmt, welche man in anderen Regionen des Landes so vielleicht auch gar nicht nachvollziehen kann, das ist mir persönlich spätestens seit Anfang der 1990er-Jahre klar geworden, als ich für gut zwei Jahre in Frankfurt am Main lebte, und mich dort doch sehr über die relativ geringe Rolle welche z.B. die dortige Eintracht (zur damaligen Zeit immerhin ein echtes Spitzenteam des deutschen Fußballs) für die dort lebenden Menschen spielte wundern musste.

Für mich, der ich in den 1970er Jahren selber im Ruhrgebiet aufwuchs, war Fußball in meinem Leben schon seit frühester Kindheit eine große Sache. Man sprach über die Spiele des Wochenendes in der Schule, auf der Arbeit, quasi überall und mit (fast) jedem.

In Frankfurt konnte ich dies alles so nicht wiederfinden. Dort widmete man sich beim ‚Smalltalk‘ mit Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten viel häufiger anderen Themen.

Ähnlich muss es wohl auch der 1973 in Unna geborenen Autor Klaus-Hendrik Mester empfunden haben, als er die besondere Fußballtradition des Ruhrgebiets nun jüngst anhand von kleinen Anekdoten und Höhepunkten aus der Geschichte von insgesamt neunzehn Teams aus dreizehn Städten, von großen und kleinen Vereinen des ‚Potts‘ in dem Büchlein ‚Fußball leben im Ruhrgebiet‘ zusammenzufassen versuchte.

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