Ist ein Abgang von Pep Guardiola in München am Ende eine große Chance für die Bundesliga?

Sorgt sein Abgang für neue Spannung n der Bundeslige? Pep Guardiola. Quelle: Wikipedia: Foto: Rufus46, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Sorgt sein Abgang für neue Spannung n der Bundeslige? Pep Guardiola. Quelle: Wikipedia: Foto: Rufus46, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Erkenntnis ist zwar nicht neu, doch hat der gestrige Nachmittag die Situation noch einmal ganz klar und für jedermann deutlich sichtbar bestätigt: Die Bundesliga ist an der Spitze längst langweilig geworden. Das ist auch nach der Bundesliga-Hinrunde 2015/16 einmal mehr das traurige Zwischen-Fazit.

Während die personell am Limit befindlichen Münchener, welche gestern nur noch ganze 13 fitte Feldspieler im Kader hatten, in Hannover routiniert und ‚eiskalt‘ mit 1:0 siegten, kam eine ebenfalls erschöpft wirkende Dortmunder Borussia, in ihrem bereits 30. Pflichtspiel seit der Sommerpause, in den Schlussminuten noch mit 1:2 in Köln unter die Räder, nachdem man bis zur 83. Spielminute noch selber mit 1:0 geführt hatte. So kam es dann zur fünften Pflichtspielniederlage des Ruhrgebietsclubs. Die Münchener haben hingegen nur insgesamt zwei erlitten (in Mönchengladbach und bei Arsenal London).

Somit ist der schon zuvor als relativ klare Vorsprung der Münchener in der Bundesliga auf den ersten Verfolger aktuell auch schon wieder auf beachtliche acht Punkte angewachsen.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich durch diese aktuell (und schon seit Wochen) alles überstrahlenden Diskussion über die Vertragssituation von Pep Guardiola und dessen aktuell sehr zweifelhafte Zukunft bei den Bayern vielleicht auch die einzig vielleicht überhaupt noch denkbare Entwicklung, welche die Liga in näherer Zukunft noch einmal etwas spannender machen könnte. Macht ein Guardiola Abgang in München die Bundesliga endlich wieder spannender?

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Jüdische Fußballvereine im nationalsozialistischen Deutschland – Eine Spurensuche

Jüdische Vereine CoverEin wahrlich ambitioniertes Buch-Projekt, welches Lorenz Peiffer und Henry Wahlig da mit diesem Vorhaben angegangen sind. Und weil das Ergebnis nun tatsächlich durchaus bemerkenswert ist, das Buch aber vermutlich trotzdem nicht gerade zu den Verkaufsschlagern der nächsten Wochen gehören dürfte, möchte ich das Werk hier bei uns im Blog heute auch einmal kurz vorstellen, so einer etwas größeren Öffentlichkeit bekannt machen.

Das in dieser Woche ganz frisch im Verlag ‚Die Werkstatt‘ erschienene Werk befasst sich nämlich erstmals mit der Geschichte jüdischer Fußballvereine im nationalsozialistischen Deutschland. Eine Thematik, welche so zuvor noch nie angegangen wurde und sicherlich für sport- und politikinteressierte Leser grundsätzlich durchaus auch von einigem Interesse sein dürfte.

Dass da von den beiden vermutlich sehr viel Arbeit geleistet wurde, das merkt man diesem Buch von der ersten Seite an. Immerhin knapp 600 geschichtsträchtige Seiten sind es dann am Ende geworden. Prall gefüllt mit Zahlen, Fakten, Fotos und viel historischem Wissen.
Was liegt dem Buch genau zugrunde?

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‚Fanclub Nationalmannschaft‘: Wer plötzlich die Ticketvergabe für die EM 2016 kritisiert, der hat in den letzten Jahren wohl nicht richtig aufgepasst

Im DFB-Fußballmuseum. Foto: Robin Patzwaldt
Im DFB-Fußballmuseum. Foto: Robin Patzwaldt

Die Aufregung ist groß aktuell in weiten Teilen der Fußball-Fanszene. Der DFB vergibt Tickets für Spiele mit deutscher Beteiligung bei der Europameisterschaft in Frankreich aktuell nur noch an Mitglieder des offiziellen Fanclubs der Nationalmannschaft. Diese kostet 30 Euro Jahresgebühr und ggf. 10 Euro Aufnahmegebühr.

Viele regt das auf. Auch nebenan bei der WAZ gibt man sich heute nun relativ empört über diese ‚Marketingspielchen‘.

Als langjähriger Beobachter der Geschehnisse kann einen dies aber eigentlich weder überraschen, noch kommt einem das so wirklich neu vor. Die scheinbar plötzliche Empörung bei vielen Kritikern erscheint sogar eher naiv und künstlich. Denn das Phänomen ist so weder neu noch kommt es überraschend.

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Schwächste Bilanz nach 16 Runden in 5 Jahren – Ist die Stimmung auf Schalke dafür zu positiv?

Die Stimmung auf schalke ist noch immer überraschend gut. Foto: Michael Kamps
Die Stimmung auf Schalke ist aktuell noch immer überraschend gut. Foto: Michael Kamps

Einen Spieltag vor Ende der Bundesliga-Hinrunde hat die Tabelle natürlich schon so einige Aussagekraft. Und mit Tabellenrang 8 kann der FC Schalke 04 bisher so natürlich nicht zufrieden sein.

Nach der unglücklichen Last-Minute-Niederlage gestern in Augsburg (1:2) beträgt der Rückstand auf die angestrebten Champions League-Ränge für die Königsblauen zwar immer noch nur zwei bzw. fünf Punkte, doch ist dies eher der Schwäche der Konkurrenz aus Wolfsburg, Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen zuzuschreiben als der eigenen Kraft. Die Leistung der Schalker ist nämlich, obwohl man von der grundsätzlich noch immer positiven Stimmung her den gegenteiligen Eindruck haben könnte, sogar schwächer als in den letzten vier Jahren.

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Dortmund: Dem BVB drohen nun deutlich schwerere Gegner in der Europa League – Endlich!

Stürmer Adrian Ramos trat gegen Saloniki kaum in Erscheinung. Foto: Robin Patzwaldt
BVB-Stürmer Adrian Ramos trat gegen Saloniki kaum in Erscheinung. Foto: Robin Patzwaldt

Der BVB hat das schon vorher von einigen als ‚Spiel um die goldene Ananas‘ beschriebene Europa League-Spiel gegen PAOK Saloniki also mit 0:1 verloren. Da das Team ja bereits vorher als Teilnehmer an der Runde der letzten 32 Teams feststand, und der Gruppensieg durch die 0:1-Niederlage in Krasnodar zuletzt bereits in weiter Ferne schien, war das Interesse an diesem Spiel (was das Zuschauerinteresse im Stadion und auch die mediale Beachtung betraf) auch entsprechend bescheiden.

Zwar bemühte sich Trainer Thomas Tuchel am Mittwoch bei der Pressekonferenz vor dem Spiel noch etwas Bedeutung in die Begegnung hineinzuinterpretieren, auf ‚Spannung‘ zu machen, doch glaubte er offenbar selber nicht wirklich daran, denn am Donnerstag änderte er die Mannschaft, im Vergleich zum Bundesligaspitzenspiel am Samstag in Wolfsburg, gleich auf acht (!!!) Positionen. Und unter den wenigen Verbliebenen in der Startelf war dann auch noch ausgerechnet Neven Subotic, der zuletzt nur höchst selten zum Einsatz kam. Der noch im Vorfeld des Spiel auf der PK sprechende Gonzalo Castro, der dort seine Entschlossenheit für dieses Spiel verbal kundtat, war plötzlich nicht einmal im Kader für das Spiel am nächsten Abend. Alles irgendwie sehr merkwürdig.

Und mit Rotationen in diesem Ausmaß hatte der BVB ja auch zuletzt schon häufiger größere Schwierigkeiten gehabt. So leider dann auch gestern. Das war harte Kost!

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#Elfmeterpunktkiller: Die unsportliche Seite des Marwin Hitz

Marwin Hitz. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Marwin Hitz. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es war, drei Wochen nach den Anschlägen von Paris, bisher ein Bundesliga-Spieltag, bei dem das sportliche Geschehen wieder eindeutig im Mittelpunkt stand: Borussia Mönchengladbach konnte als erster Club der Saison, beim spektakulären 3:1-Heimsieg, den Bayern eine Niederlage beibringen. Die erste Hinrunden-Niederlage des Clubs in der Ära Guardiola überhaupt. Unglaublich!

Der BVB konnte das Top-Spiel des zuvor Tabellenzweiten beim Dritten in Wolfsburg auf spektakuläre Art und Weise glücklich aber nicht unverdient in letzter sekunde noch mit 2:1 gewinnen, den Abstand auf den großen FC Bayern somit wieder etwas verkürzen, seinen zweiten Rang damit aber auch erst einmal auf Wochen festigen.

Der FC Schalke 04 gewann bereits am Freitag sein Heimspiel gegen Hannover 96 mit 3:1, beendete somit seine Serie von sieglosen Spielen, fand wieder den Anschluss an die Spitzengruppe.

Doch der wahre Aufreger des 15. Bundesliga-Spieltages war trotzdem ein ganz anderer. Zumindest bisher. Was sich Augsburgs Torhüter Marwin Hitz da am gestrigen Samstag geleistet hat, das verschlug einem als Fußballfan ja schon gehörig die Sprache.

Da trat dieser vor einem Foulelfmeter seelenruhig den Elfmeterpunkt kaputt, und hatte damit tatsächlich sogar Erfolg. Der Schütze rutschte aus, der verunglückte Elfmeter konnte von Hitz gehalten werden. Eine Frechheit! Auch das Netz tobt noch heute unter dem Hashtag #Elfmeterpunktkiller wegen dieser groben Unsportlichkeit des 28-Jährigen.

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Bibiana Steinhaus: Ständig in den Schlagzeilen, aber noch immer nicht im Oberhaus angekommen

Bibiana Steinhaus. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Bibiana Steinhaus. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Mal Hand aufs Herz, wie viele Schiedsrichter des deutschen Profifußballs können Sie aktuell namentlich nennen? Jetzt, so ganz spontan. Wie viele es auch sein werden, ein Name ist, wenn Sie sich für Fußball interessieren, bestimmt mit dabei: Bibiana Steinhaus. Stimmt‘s? Und dabei pfeift die inzwischen auch schon 36-Jährige noch nicht einmal in der 1. Bundesliga, darf dort nur als sogenannte „4. Offizielle“ an der Trainerbank dem Hauptschiedsrichter assistieren.

Spielleitungen sind ihr seit Jahren ‚nur‘ in Liga 2 gestattet. Am ‚Aufstieg‘ in die Eliteklasse des deutschen Profifußballs ist die Ostdeutsche bisher stets gescheitert. Und das, obwohl ihr bereits seit Jahren der Weg vorgezeichnet erschien, irgendwann einmal als erste Frau ein Herren-Bundesligaspiel in der Eliteliga des Landes zu leiten.

Doch die Dame ist trotzdem faktisch jedem Fußballfan in diesem Lande ein Begriff. Obwohl sie eben offenkundig noch immer nicht wirklich zu den allerbesten ihres Faches gehört. Woran liegt das?

Klar, als erste Frau die es auf die große Bühne des Profifußballs geschafft hat, ist ein gewisses mediales Interesse an ihrer Person wohl automatisch gesichert. Doch auch abseits dieses bisherigen Alleinstellungsmerkmals bestimmt die Dame seit Jahren häufig die Schlagzeilen. Immer wieder führt die Tatsache, dass sie eine Frau im sogenannten ‚Männerfußball‘ ist zu Diskussionen. Manche davon platt und von Vorurteilen geprägt, andere sind hingegen eher ihrem persönlichen Verhalten zuzuordnen.

Auch aktuell ist Steinhaus mal wieder groß in den Medien: Wegen eines extrem frauenfeindlichen Spruchs gegen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus droht Fortuna-Düsseldorf-Spieler Kerem Demirbay vom DFB-Sportgericht aktuell eine empfindliche Sperre. Der Verein erwägt zudem eine ungewöhnliche Strafe gegen seinen Angestellten, auch wenn dieser sich bereits für seine Aussagen entschuldigt hat. Was war geschehen?

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Wladimir Klitschko sollte sich und uns einen Rückkampf gegen Tyson Fury ersparen

Die Klitschko-Brüder im Jahre 2012 mit ihren 'Gürteln'. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Die Klitschko-Brüder im Jahre 2012 mit ihren ‚Gürteln‘. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Ich gebe zu, auch ich habe mich gestern mal wieder von dem medialen ‚Ballihu‘ im Vorfeld des Boxkampfes Wladimir Klitschko gegen Tyson Fury anstecken lassen, und habe zum ersten Mal seit einiger Zeit dann auch das angekündigte Boxspektakel live mit verfolgt.

Immerhin rund 50.000 Zuschauer sollen es im großen Düsseldorfer Stadion letztendlich dann auch gewesen sein, die es sich sogar nicht nehmen lassen wollten dem angekündigten ‚Zirkus‘ vor Ort beizuwohnen. Im mit relativ unbekannten und/oder abgehalfterten Rock- und Popstars zusätzlich aufgehübschten Rahmenprogramm zeigte sich dann auch mal wieder, mit was für einem Eventpublikum man es hier am Ring sehr häufig zu tun hat. Der Rubel muss schließlich rollen. Mehr oder weniger wohl nur irgendwelchen Insidern bekannte B- und C-Promis ließen es sich da in Massen auch nicht nehmen sich in unmittelbarer Ringnähe medial groß und ausführlich ablichten zu lassen, wollten die große Bühne wohl auch zumindest zu einem nicht unerheblichen Teil für ihr eigenes Karriere-Wohl nutzen. Man kennt das ja.

Doch auch sportlich wurde im Vorfeld ja so einiges versprochen. Im Kampf des 39-jährigen Ukrainers gegen den erst 27-jährigen Herausforderer wäre ganz großer Sport zu erwarten. So hieß es zumindest allenthalben. Die KO-Wahrscheinlichkeit wäre an diesem Abend sehr hoch.

Was dann folgte war allerdings, wenn man mal ehrlich ist, eher ernüchternd. Ein wenig inspiriert wirkender Champ machte es seinem frech und selbstbewusst auftretenden, aber auch keinesfalls wirklich spektakulär boxenden Herausforderer überraschend einfach die Punktrichter zu beeindrucken.

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Dortmund: Hummels und Gündogan beim BVB in der Diskussion – Stille hingegen um Neven Subotic

Neven Subotic steht beim BVB aktuell im Abseits. Foto: Robin Patzwaldt
Neven Subotic steht beim BVB aktuell im Abseits. Foto: Robin Patzwaldt

In diesen extrem schnelllebigen Zeiten im Profifußball kippt die Stimmung auch rund um die Dortmunder Borussia aktuell scheinbar mal wieder von einem Extrem ins andere. Zumindest bei Fans und Medien.

Nach sieben Pflichtspielen ohne Niederlage sahen viele im BVB schon wieder den einzig wahren ‚Bayernjäger‘, frohlockten vor dem Auftritt am Freitag in Hamburg bereits wieder mit der (über Nacht) lockenden Verkürzung des Punkteabstands auf den Ligaprimus auf zwei Zähler. Daraus wurde bekanntlich nichts. Im Gegenteil. Nachdem die Schwarzgelben in Hamburg mit 1:3 unterlagen und die Münchener ihr Spiel auf Schalke mit ebendiesem Ergebnis gewannen, beträgt der Vorsprung des Tabellenführers auf den ärgsten Verfolger schon wieder ernüchternde acht Punkt. Bitter genug.

Doch als wenn das an schlechter Stimmung im Umfeld der Dortmunder alleine noch nicht reichen würde, wurden auch zwei weitere Schlechte-Laune-Debatten rund um die Dortmunder gestartet.

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Dortmund: 5 Cent Dividende pro Aktie – Klasse, es gibt für mich ein Bier auf Kosten des BVB!

Beim BVB gibt es für die Aktionäre einmal wieder eine Dividende zu feiern. Foto: Michael Westerhoff/Colorfulcities.de
Für BVB-Aktionäre gibt es erneut eine Dividende zu feiern. Foto: Michael Westerhoff/Colorfulcities.de

Erfolgreich ist der BVB aktuell auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Das hat uns die Vereinsführung ja auf den jüngst durchgeführten Hauptversammlungen bestätigt. Sowohl Vereins-Mitglieder als auch die Aktionäre zeigten sich entsprechend zufrieden. Die BVB-Familie genoss die frisch vorgelegten Erfolgszahlen. Als Folge dessen bekommt u.a. jeder Aktionär jetzt eine Dividende von 5 Cent pro von ihm gehaltenen Wertpapier für das vergangene Geschäftsjahr.

Das betrifft erfreulicher Weise auch mich. Rund einen Euro darf ich daher jetzt bald neu mein Eigen nennen. Klasse, das reicht dann für ein Dosenbier o.ä.. Um den Gerstensaft in der Kneipe zu genießen dürfte es leider aktuell noch nicht reichen. Da muss ich dann doch noch auf eine Dividendenerhöhung in der Zukunft hoffen.
Warum ich das hier erzähle?

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