69

Update: Hol Dir den Barsch: Wie teuer wird das Musikzentrum in Bochum?

Der Preis: Ein Barsch Foto: Noel Burkhead Lizenz: CC

Der Preis: Ein Barsch Foto: Noel Burkhead Lizenz: CC

Update: Und weiter geht es. Nun, im November 2015 ist alles noch einmal teurer geworden: 41.3 Millionen Euro wird das Konzerthaus jetzt mindestens kosten. Natürlich geht unser fröhliches Wettspiel weiter. Und David Schraven wird den Preis eigenhändig angeln: Einen Barsch!

Update: Nun haben wir Juni 2015 und aus den 33 Millionen sind nun schon über 35 Millionen geworden. Damit ist zumindest ein Mitwetter aus dem Rennen raus: Jens Matheuszik  tippte auf 33 Millionen plus Inflationszuschlag. Und noch geht es weiter: Wer es schafft den Preis des Konzerthauses richtig zu tippen, gewinnt einen Barsch. Schaut Euch bitte unten an, wie das Spiel läuft.

Update: Im Dezember 2012 starteten wir ein kleines Tippspiel. Wir baten unsere Leser zu tippen, wie hoch die Kosten des Konzerthauses Bochum werden. Die Stadt sprach von 33 Millionen, aber es war schon damals klar, dass das Unfug ist. Nun, wenige Tage nach der Kommunalwahl, ist klar,  durch Öl-Funde – leider handelt es sich um Altölreste eine Tankstelle, Bochum wird nicht das neue Dubai – wird es mindestens ein paar 100.000 Euro teurer. Und wenn die Stadt durch die Bauverzögerungen es nicht schafft pünktlich fertig zu werden, muss sie vielleicht sogar auf sieben Millionen EU-Förderung verzichten. Was aber nichts an der Gesamtsumme ausmacht – die Stadt muss dann einfach mehr zahlen, obwohl sie eigentlich pleite ist.

Alles zusammen ein guter Grund, wieder  an unser kleines Tippspiel zu erinnern – es läuft ja bis zum Tag der Eröffnung des Konzerthauses: Die dann genannte Summe zählt. Also: Holt Euch den Barsch!!!

Hier der Aufruf:

Gestern erhielt die Stadt Bochum den Förderbescheid für den Umbau der Marienkirche – sie wird Teil des Konzerthauses für die Bochumer Philharmoniker, das jetzt Musikzentrum genannt wird, weil man so besser an Fördergelder rankommt. In der Pressemitteilung zum Förderbescheid  stand der wagemutige Satz:

Die Kosten für das Musikzentrum sind auf annähernd 33 Millionen Euro festgeschrieben.

Nun wissen wir ja alle, dass die Bauvorhaben von Städten und Ländern ab und an mal etwas teurer werden als geplant – übrigens unabhängig davon, ob in einer Pressemitteilung das Wort „festgeschrieben“ stand. Der neue Berliner Flughafen sollte einmal 1,7 Milliarden Euro kosten. Im Moment ist von knapp über vier Milliarden Euro die Rede, aber da der Flughafen längst noch nicht fertig ist, wird sicher noch etwas oben drauf kommen. Bei der Elbphilharmonie in Hamburg sollte am Beginn der Planungen 77 Millionen Euro kosten – jetzt wurde ein Anteil der Stadt Hamburgs von  575 Millionen festgeschrieben.  In Dortmund   sollte das U einmal 46 Millionen kosten – ganz zu Beginn der Planungen lag der Preis sogar noch deutlich darunter – jetzt läuft es auf 100 Millionen Euro zu.

Die 33 Millionen für das Musikzentrum sind also nicht viel mehr als PR. Und nun möchte ich gerne mit Euch ein etwas länger angelegtes Spiel beginnen: Schätzt doch einmal den Preis des Musikzentrums am Tag seiner Eröffnung – was dann noch drauf kommt, lassen wir einfach unter den Tisch fallen. Wir müssen hier ja auch mal fertig werden. Wer am Ende richtig schätzt oder am nächsten dran liegt, bekommt einen von David Schraven geangelten Fisch – einen Barsch! Viel Glück!

RuhrBarone-Logo

69 Kommentare zu “Update: Hol Dir den Barsch: Wie teuer wird das Musikzentrum in Bochum?

  • #1
    Mozart

    Ich halte den Widerstand gegen das Musikzentrum für überzogen und absolut lächerlich, denn wenn Bochum über kurz oder lang Konkurrenzfähig bleiben will, reichen Schauspielhaus und Politikerreden nicht aus. Des weiteren ist eine Ablehnung des Musikzentrums eine Ablehnung der Kultur und nicht zu rechtfertigten!

  • #2
  • #3
  • #4
    Christian Karpus

    Ich tippe auf ca. 46 Millionen 345 Tausend 423 Euro und 53 Cent.

    Und wenn ich richtig liege, würde ich mich freuen, wenn der Barsch schon ausgenommen wäre, da ich einmal aus Versehen bei einem Karpfen die Galle zerschnitten habe. Das war dann ein leicht bitteres Silvester.

    Aber es wird ja wohl auch für die Bochumer Bürger ein finanziell bitteres Konzerthaus.

  • #5
  • #6
    Hans Meier

    Die Kosten-Steigerungen, die sich regelmäßig bei öffentlichen Bauvorhaben einstellen, haben einfache Ursachen.
    Im Unterschied zu erfahrenen Projektmanagern, wie in der realen Wirtschaft, wo mit „privatem Geld“ hausgehalten wird, wo Konventional-Klauseln das Risiko begrenzen und verbindliche Konsequenzen schaffen, finden bei öffentlichen Bauten jeweils „Premieren“ für die beteiligten Politiker statt.
    Es stehen quasi Laien, die bisher durch politische Karrieren aufstiegen, völlig neuen Aufgaben gegenüber und haben darum auch nicht die Erfahrung, die notwendig wäre, zu Festpreisen Bauvorhaben realisieren zu können.
    Bisher lavierten diese politischen Entscheider schon immer und trugen nie persönliche Konsequenzen bei Ausuferung der Kosten oder Fehlentscheidungen.
    Es liegt schlicht an der fehlenden Kompetenz und der Haftung der Politiker.
    Wenn in der Privatwirtschaft, siehe Thyssen-Krupp, die Konsequenzen für falsches Management erfolgen, dann ist die Politik eine andere „Spielwiese“ wo sich schon immer die tummelten, die in der Privatwirtschaft schon zuvor nicht als Fachleute gesucht wurden, darum gingen sie ja in „die Politik“, also dorthin wo das Versagen üblicherweise kaum Konsequenzen hat. Wo das politische Netzwerk keinen fallen lässt, denn die Einnahmen zur Finanzierung kommen nicht von den Kunden, sondern werden der Bevölkerung aufgebrummt.

  • #7
    TuxDerPinguin

    also @6:
    beim Bau so mancher Atomkraftwerke haben sich die privaten Energiefirmen auch mal um paar Milliarden verschätzt. (jetz als Beispiel, weil das die teuersten Privatvorhaben sind, die mir grad so einfallen)

    ich sach ma 52 Mio

  • #8
    Peter Podewitz

    @Mozart
    Was ist das denn: Musikzentrum oder Tod? Also ich habe nichts gegen Kultur im allgemeinen, ich verdiene damit sogar mein Geld und trotzdem bin ich gegen das MZ. Mit wem von uns beiden stimmt was nicht?
    Zum Wettbewerb: ich tippe auf schöngeredete 46 Mio und erhöhe um eine Sardine.

  • #9
    Herr Bauckhorn

    Oder um es mal mit dieser alten Weisheit auf den Punkt zu bringen: wären Politiker gute Geschäftsleute, blieben sie Geschäftsleute und würden sich Politiker kaufen…

  • #10
    Christian Karpus

    @ TuxDerPinguin

    Aktuell hat sich ThyssenKrupp mit seinem Stahlwerk in Brasilien um schlappe 6,1 Milliarden Euro verkalkuliert. Ursprünglich sollte es 1,9 Milliarden kosten. Letztlich hat es mehr als 8 Millarden gekostet. Das ich mehr als das 4,2-fache.

    http://de.wikipedia.org/wiki/ThyssenKrupp#Neues_Stahlwerk_in_Brasilien

    Auf die Bochumer Fidelbude umgerechnet, müssten wir mit ca. 139 Millionen rechnen. Ich tippe, dass das selbst der deppertste Bochumer Beamte vom Bauamt nicht überbieten kann. Aber vielleicht sollte ich nach dieser Rechnung meine obige Prognose noch einmal etwas aufstocken.

    Zur besonderen Qualität privatwirtschaftlicher Leistungen verweise ich immer gerne auch auf folgende Tragödie, bei der die Eigner des Schiffes bei der Namensgebung ein besonderes Händchen bewiesen haben:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Herald_of_Free_Enterprise

  • #11
  • #12
    Bochumer

    300 millionen. Hier plant die spd. Den bsrsch habe ich gerettet. David soll einfach am ufer bier trinken. Wenn er die rute ins wasser haengt, rufe ich veganer!

  • #13
    David Schraven

    Ich darf als Barschspender ja nicht mittippen – sagt Stefan.

    Aber ich schätz das mal so:

    Bei der Zeche Zollverein hieß es immer, das Ding habe so rund 170 Mio gekostet. Ursprünglich war mal die Rede von irgendwas mit 50 Mio.

    Dann haben wir gegen unglaubliche Schwierigkeiten und Behinderungen mal nachgerechnet und kommen auf eine Summe von über 500 Mio. Tendenz steigend.

    Ich tippe, wir werden die wahren Kosten für das Zentrum nur sehr schwer und sehr kompliziert erfahren. Da werden jetzt schon Löcher gebuddelt, in denen Rechnungen verschwinden sollen.

    Und wenn das nicht klappt, werden auch schon mal in Bochum Akten einfach geschreddert. Ihr erinnert Euch an die Verkehrsnummer?

    Also ich tippe, offiziell so 58 Mio Euro. Begründung: Stahlpreise sind gestiegen, oder unvorhersehbare Betonknappheit. Oder Blätter auf den Schienen. Im Herbst.

    Inoffiziell werden die Kosten deutlich drüber liegen. Eher bei 120 Millionen Euro.

    Wir werden versuchen, dass dann rauszukriegen.

  • #14
  • #15
    Norbert

    Meine Glaskugel sagt vorher, dass die OB zurücktritt, Stefan Laurin als OB kandidiert, gewinnt und die Baukosten unter der Prognose bleiben … 😉

    Ok, wenn das nicht kommt: Vielleicht 120 Millionen Euro …

  • #16
    Thorsten KaPunkt

    42 Millionen wird es bei der Eröffnung gekostet haben, aber es wird bis dahin bestimmt noch nicht fertig sein. Bis zur endgültigen Fertigstellung kommen nochmal 5 Millionen drauf.

  • #17
    Mozart

    @ Peter Podewitz:

    Von „bei wem von uns beiden stimmt was nicht“ muss hier gar nicht geredet werden. Ich habe mích während der Planung mit dem MZ beschäftigt, mir Informationen in beiden Lagern geholt. Ich kann versichern, dass es sich bei den Gegnern oft genug um (ein wenig polemisch gesagt) unzivilisierte Pöbelbrüder handelt. Natürlich gab es auch sehr viel fundierte Kritik, ja ich sehe diese sogar in der großen Überzahl, doch viele Gegner des MZ kamen mit Totschlagargumenten wie „So einen Scheiß brauchen wir in Bochum nicht“ oder „wer interessiert sich schon für deren Musik“. An solchen Punkten sehe ich Handlungsbedarf bei der Ratio der entsprechenden Protestierer. Es handelt sich nur noch um eine unglaublich inhaltslose Anti-Haltung, egal wogegen, Hauptsache dagegen. Wo bleibt da der fundierte Protest? Eine inhaltliche Auseinandersetzung kann unter solchen Umständen niemals stattfinden, wenn diese nicht stattfindet, werden in Zukunft vielleicht wirklich unnütze Bauten errichtet.

  • #18
    Volker Steude

    @Mozart: Wenn Sie sich tatsächlich mit dem Thema beschäftigt hätten, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass gerade der Protest gegen das MZ sehr differenziert war:

    http://buergerbegehren-musikzentrum.de/
    http://www.steuerzahler-nrw.de/Teurer-Tausch-Musikzentrum-gegen-Jahrhunderthalle/44969c53432i1p131/index.html
    http://www.facebook.com/Buergerbegehren.Musikzentrum?ref=hl
    http://www.lokalkompass.de/bochum/profile/dr-volker-steude-21593.html (Pressemitteilungen zum Bürgerbegehren)

    Allerdings haben sich die Befürworter des MZ nie einer Diskussion mit den Gegnern gestellt. Nur daher hat eine öffentliche Diskussion nicht so statt gefunden, wie es wünschenswert gewesen wäre.

    Nun zu der Wette: Ich bin ja grenzenloser Optimist. Das Musikzentrum wird nur 12 Mio. kosten.

    Das Bürgerbegehren gewinnt vor Gericht. Der Bürgerentscheid kommt. Die Bürger stimmen gegen das Musikzentrum und die bereits verbauten 11,5 Mio. Euro werden für 0,5 Mio. wieder abgerissen. Alle Spendengelder sind damit futsch, nur weil man vor dem Begehren die Bürger nicht über das Projekt abstimmen lassen wollte.

  • #19
    noch' n Norbert

    Ich hätt dann gerne son kleinen Barsch, nen Barschel, sozusagen.

    Weiss denn schon wer, wie diesbezüglich die Tarife beim Konzerthaus sind?

  • #20
    Andreas Sierigk

    Ich finde dass bei derartigen Planungsfehlern auch der allgemeine Schulabschluss aberkannt werden sollte.

    Ich schätze, dass das Musikzentrum real 112 Mio. Euro kosten wird.

    Das beinhaltet die Platanenfällung, den Stromanschluss, die Baudesaster und eventuelle stabilisierungsmaßnahmen für die Marienkirche.

  • #21
    hanskollekta

    am ende wird man erstaunt sein das der bau nur knapp 43millionen gekostet hat.
    den barsch gäbe es mit fenchel und orange.

  • #22
    Jens

    Gut, dass ich keinen Barsch mag. 😉

    Ich tippe auf 33 Mio Euro + Inflationszuschlag. Wie hoch die sein wird, kann ich ja jetzt noch nicht wissen.

  • #23
  • #24
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: Ach komm, wir wissen doch beide wer in Bochum regiert – und in welcher Qualität hier gearbeitet wird. Ich mache zwar auch nicht mit, denke aber das bei 50 Millionen alle sehr glücklich sein können – ich tippe aber auf 70.

  • #25
    Jens

    @68er (23):
    Keine Ahnung, war nicht da zum Glühwein trinken. 😉

    @Stefan (24):
    Was war eigentlich das letzte Großprojekt in Bochum? Das neue Gymnasium, oder? Hast Du mal recherchiert wieviel teurer das geworden ist als ursprünglich geplant?

  • #26
    Volker Steude

    @Jens: Sie glauben also (auch) nicht, dass die Stadt die Inflation mit einkalkuliert wurde. Von einem Mitglied der SPD eine interessante These. Denn damit würden Sie (endlich) zugeben, dass auch Sie der Meinung sind, dass die Kalkulation der Baukosten nicht seriös erfolgt ist.

    Gem. DIN 276 und 18960 und der Finanzordnung des Landes ist bei der Kalkulation der Bau- wie der Betriebskosten bereits die Inflation mit einzukalkulieren! Es ist auf Basis der Kosten von 2014/15, bei Eröffnung des Bauwerkes zu kalkulieren.

  • #27
  • #28
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: Schulen sind sogenannte Standardbauten und die Politiker ändern nicht ständig etwas während der Bauphase. Ansonsten wird Bochum so erfolglos und ideenlos reagiert wie kaum eine andere Ruhrgebietsstadt. Was Bochum ausmacht, ist in den 60er und 70er Jahren enstanden. Danach kam nichts mehr:
    http://www.welt.de/print/wams/nrw/article112043880/Bochum-was-machst-du-nur.html

  • #29
    Jens

    @Volker Steude (26):
    Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich redete von einem Inflationszuschlag X. Wie hoch die Inflation ist, kann man ja schlecht vorher wissen – oder haben Sie eine Kristallkugel aus der das hervorgeht?

    Inwiefern hier meine Parteimitgliedschaft wichtig ist, sei auch mal dahingestellt.

    @Stefan (28):
    Den Artikel des guten Autoren kenne ich schon. 😉
    War übrigens auch in den Links anne Ruhr.

    Ansonsten kann es auch bei Schulbauten zu Preissteigerungen kommen.

  • #30
    Helmut Junge

    137 Millionen Euro am Tag der Eröffnung, ohne die verdeckten 48 Millionen die nirgendwo auftauchen und nur von Verschwörungstheoretikern (ver)mutet werden.
    Muten wäre schön, fällt mir spontan ein.

  • #31
    Heide

    Riecht der Barsch nicht inzwischen etwas? Der ist immerhin bald zwei Jahre alt.

  • #32
    Exbochumerin

    Als Vergleich nehme ich mal die Baukosten des Dortmunder Konzerthauses. Da hieß es alles belaufe sich im Kostenrahmen, da waren die Kosten um nur 35 Millionen leicht überschritten, siehe hierzu wikipedia.

    Ich schätze die Kosten für Bochums Konzerthaus auf 70 Millionen!

  • #33
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Heide: Der Barsch wird frisch geangelt wenn es soweit ist 🙂

  • #34
  • #35
    Nansy

    Sagt mal, wie kommt ihr eigentlich auf den „Barsch“?
    Hat das was mit diesem alten Kalauer zu tun?:
    „Er wollte fangen einen Barsch – da stand ihm das Wasser bis zum A….“
    😉

  • #36
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Nansy: Es musste ein Fisch mit einem lustigen Namen sein, den man hier in der Gegend angeln kann 🙂

  • #37
    Wolfgang Wendland

    Ich finde das aber jetzt unfair, woher sollte die Stadtden wissen dass auf dem städtischen Grundstück mal eine Tankstelle war?

  • #38
    Helmut Junge

    Der Fisch auf dem Foto müßte ein Zander sein. Barsche haben gedrungenere Formen.

  • #39
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Helmut: Wikipedia sagt, es ist ein Barsch. Ich erkenne nur Dosenthunfisch, Fischstäbchen und Calamaris 🙂

  • #40
  • #41
    Grabotki

    Offiziell 30 millionen + 15 % Zuschlag = 34,5 millioen + 14,4 millionen inoffiziele Eigenleistung (siehe meinen Kommentar vom 20.12.2013 zu dem Thema). Summa summarum 48,9 € millionen.

  • #42
  • #43
    Jens

    @Stefan – zum Update:

    Nun, wenige Tage nach der Kommunalwahl, ist klar, durch Öl-Funde – leider handelt es sich um Altölreste eine Tankstelle, Bochum wird nicht das neue Dubai – wird es mindestens ein paar 100.000 Euro teurer.

    Das mit dem Altöl war schon vor Wochen, wenn nicht gar Monaten bekannt und dass es dadurch teurer wird auch. Selbst die Anzahl der Ziffern war meines Wissens vor der Kommunalwahl bekannt.

    Ich bleibe übrigens bei meinem Tipp: 33 Mio Euro + X und X ist die Steigerungsrate der Inflation vom Baubeschluss bis zur Fertigstellung. Also ein Wert, den man jetzt noch nicht festmachen kann. 🙂

  • #44
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: So gewinnst Du ein Belobigung der Partei, aber keinen Barsch 🙂

  • #45
    Jens

    @Stefan:
    Ich mag eh keinen Barsch. 😉
    Und eigentlich hatte ich ja gehofft, das der erste Teil meines Kommentars dazu beiträgt, dass der etwas in die Irre führende Update-Text korrigiert wird.

  • #46
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Jens: das die Nummer die Stadt 7 Millionen Euro teurer werden könnte, wurde nach der Wahl verkündet:
    http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/bochum/Musikzentrum-Foerdergelder-wegen-Bauverzoegerung-in-Gefahr;art932,2378838
    Ich sehe da aber kein Problem – die Stadt kann das Geld locker in der Jugendarbeit und bei der freien Szene einsparen – oder mehr Schulden machen. Bis zur nächsten Wahl ist das alles vergessen.

  • #47
    Volker Steude

    Das eigentlich Schlimme ist, dass jetzt heraus kommt, dass es offensichtlich entgegen allen Beteuerungen gar kein Projektcontrolling gibt. Denn warum weiß Townsend nicht, wie viel die Maßnahme zur Entsorgung der verseuchten Erde ungefähr gekostet hat?

    Oder gibt es doch ein Controlling und man will nur nicht die wahren Zahlen veröffentlichen?

    Ehe man wen beauftragt, fragt man doch eigentlich erst nach dem Preis und beauftragt ihn danach, konkret eine bestimmte Leistung zu erbringen. Da weiß man vielleicht nicht auf 10.000 genau, was es am Ende kostet, aber zumindest eine gewisse Größenordnung kennt man.

    Eigentlich holt man doch auch ein paar Angebote verschiedener Anbieter an, ehe man jemanden beauftragt.

    Vielleicht weiß man vor der Maßnahme auch nicht wie viel Erde entsorgt werden muss und wie viel des Fundamentes wieder abgebrochen werden muss. Da die Maßnahme aber bereits vor Wochen erfolgt ist, sollte man das aber mittlerweile wissen. Die Kosten pro t Erde entsorgen und pro qm Fundament zurück bauen kennt man ja auch, wenn man jemanden beauftragt. Also sollte man auch ziemlich genau kalkulieren können wie viel das ganze jetzt gekostet hat, oder?

    Was heißt denn ein paar hunderttausend Euro? 300.000 bis 1 Mio?

  • #48
    Jens

    @Stefan (46):
    Sicher? Das mit dem Altöl ist lange bekannt. Das wird teurer. Wegen der Altöl-Entsorgung verzögert sich das ganze ein bisschen, sprich: der Terminplan wackelt. Das ist auch bekannt.
    Das es eine Deadline gibt ist auch bekannt. Wenn die nicht eingehalten wird, gibt es Stress mit den Fördermillionen. Das ist ungefähr seitdem Tag bekannt, seitdem das mit der Förderung bekannt ist.

    Jetzt muss man nur noch 1+1 zusammenzählen…

    … ceterum censeo halte ich den Text in Deinem Update immer noch für irreführend. Aber vermutlich werden wir zu diesem Punkt keine Einigung erzielen.

  • #49
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Volker Steude: So würde man vorgehen, wenn es um das eigene Geld geht. Aber es ist ja nicht das eigene Geld der Verantwortlichen.

  • #50
    Helmut Junge

    @Stefan (39), ich habe jetzt einen Tag und eine Nacht über die schwierige Frage nachgedacht, ob der Fisch ein Zander oder ein Barsch ist, und wie wir das im Zusammenhang mit den drei Fischarten, die du kennst, in Verbindung bringen können. Das Ergebnis dieses Grübelns will ich euch allen auch nicht vorenthalten. Denn nur dem Angler ist der Unterschied wichtig, nicht aber dem guten Koch oder gar dem Endverbraucher. Denn wichtig ist, daß alle genannten Fischarten, Barsch, Zander, Dosenthunfisch oder auch Fischstäbchen in unseren modernen Zeiten, am besten mit Ketchup gegessen werden. Evtl. noch einen Schuß Majo dazu.

  • #51
  • #52
  • #53
  • #54
  • Pingback: Betteltour oder berechtigte Forderungen? Bürgermeister kämpfen heute in Berlin um finanzielle Unterstützung der Kommunen | Ruhrbarone

  • Pingback: Konzerthaus Bochum wird zwei Millionen Euro teurer | Ruhrbarone

  • #57
    Klaus Lohmann

    Sorry, aber 2 Mio. Steigerung über der ursprünglichen Planersumme in 3 Jahren ist im Vergleich zum Dortmunder U nebenan (fast 50 Mio. mehr innerhalb der gleichen Zeit plus irrsinnig hoher Unterhaltskosten pro Jahr, also mehr als eine Verdoppelung der ursprünglichen Plansumme von knapp 50 Mille trotz massiver Fördergelder (oder evt. gerade deswegen?)) noch nicht mal ein Fliegenschiss.

    Da würd ich dann auf mind. 60 Mios in Summe (ohne Unterhaltskosten) tippen;-)

  • #58
  • #59
  • #60
  • #61
  • #62
    steckel

    Es ist immer 10 mal schlimmer als von den Verantwortlichen zugegeben.

    sind wir also bei:

    33 Mio Euro ursprünglich veranschlagte Kosten
    plus
    2 Mio. Steigerung x 10
    = 53 Mio

  • Pingback: Webservice-Prognose: Musikforum Ruhr (Musikzentrum Bochum) wird 72 Millionen Euro kosten » Pottblog

  • #64
    Bürger C.

    Bochum ist die Stadt mit der sozial verwahrlosesten Stadtverwaltung und politischen Führung, in der ich je gelebt habe. Das gilt natürlich nicht für jeden, aber nach den "Auslassungen" von Townsend und Busch zur Abschiebung von Flüchltlingen bei "Nacht und Nebel", der Schulpolitik, der Musikhaus-Frechheit, der Selbstbedienungsmentalität bei den kommunalen Töchtern etc. pp., habe ich die Nase gestrichen voll.

    Wieso sind gerade in Bochum die meisten Turnhallen mit Flüchtlingen besetzt? Es gibt diverse leerstehende Gebäude, die genutzt werden könnten. Zum Beispiel das leerstehende RWE-Gebäude auf der Wielandstraße. Und wenn ich mir die Folgekosten für das Musikhaus anschaue, wäre es mir fast lieber, wenn man es gar nicht erst in Betrieb nimmt sondern direkt in ein Asylbewerberheim oder zentrales Obdachlosenasyl umbaut. Der parkhausähnliche Klotz sieht zwar nicht sehr einladend aus, aber so hätte er wenigstens einen sozialen Wert.

  • #65
    Arnold Voss

    @ Bürger C.

    "Und wenn ich mir die Folgekosten für das Musikhaus anschaue, wäre es mir fast lieber, wenn man es gar nicht erst in Betrieb nimmt sondern direkt in ein Asylbewerberheim oder zentrales Obdachlosenasyl umbaut. "

    Auch Flüchtinge und Einwanderer hören gerne Live-Konzerte, und das werden sie bald auch im neuen Muskizentrum von Bochum tun können. Oder geht das über ihre Vorstellungskraft?

  • #66
    Bürger C.

    @ Arnold Voss

    Geht nicht über meine Vorstellungskraft. Die Flüchtlinge und Einwanderer können schon heute Live-Konzerte in den Konzerthäusern in Dortmund und Essen, im Schauspielhaus oder dem Audimax an der RUB erleben.

    Anders als der geneigte Konzertbesucher im vor (imaginierten) Reichtum strotzenden Ruhrgebiet sind die Flüchtlinge durchaus mit weniger komfortablen Einrichtungen vertraut (Sarkasmus) und längere Reisen gewöhnt (/Sarkasmus).

    Das geht offennbar an Ihrer Vorstellungskraft vorbei.

    Ich brauche auch keinen zigmillionenteuren Musentempel, um mich an einem Konzert der Bochumer Symphoniker zu erfreuen. Wenn die Kassen voll wären, fände ich so ein Konzerthaus durchaus OK. Sind sie aber nicht und in diesem Fall setze ich gerne Prioritäten, erst kommt das Fressen, dann die Muse. Erst kommt die Pflicht und dann die Kür. Und daher würde ich zunächst würdige Flüchtlichngsunterkünfte bereitstellen, dann z. B. alle Schultoiletten und Turnhallen sanieren und dann erst, wenn allen Menschen in Bochum ein menschenwürdiges Dach über dem Kopf haben und eine zukunftsichernde Bildung der Kinder gewährleistet ist, schauen, wie viel Geld ich übrig habe, um mich schmückende Protzbauten zu errichten.

  • #67
    Arnold Voss

    Bürger C. , man kann für oder gegen das Musikzentrum sein. Aber es ist schon im Bau und wird sicher auch fertiggestellt. Spielen sie es also bitte nicht gegen das aktuelle Flüchtlingselend aus. Aus Flüchtlingen werden Bochumer Bürger werden. Kann sein, dass sie dann anderer Ansicht sind als sie.

  • #68
    Bürger C.

    Hä? Der Musik-Klotz wird immer teurer und das Geld fehlt in Bochum an allen Enden. Offensichtlich auch bei der Unterbringung der Flüchtlinge. Und Sie verteilen also in den Turnhallen hübsche Bildchen vom Musikzentrum an die dort untergebrachten Familien und trösten Sie, das Sie wenn sie diese herzliche Willkommensphase durchstehen, demnächst im schönen Musikzentrum Haydn und Mozart genießen können? Wie zynisch sind Sie denn? Und die Kinder unserer neuen Mitbürger dürfen dann auf versifften Schulklos lernen, dass es auch in Bochum zwei Seiten gibt? Vorne hui, hinten pfui!

    Sie sind ja ein ganz sonniges Gemüt!

  • #69

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.