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Warum die Teilnahme von Jadon Sancho am BVB-Trainingslager alleine keine gute Nachricht ist

Jadon Sancho. Foto: BVB

Auch wenn es in diesen von der Corona-Pandemie geprägten Tagen im Vergleich zu den Vorjahren kaum jemand wirklich wahrzunehmen scheint, die Fußball-Bundesliga beginnt gerade mit der Vorbereitung auf die Mitte September beginnende neue Saison.

Für die Anhänger des BVB gab es jetzt eine vermeintlich gute Nachricht, die sich beim näheren Hinsehen als eine gar nicht so schöne entpuppen könnte.

Dass der Spieler Jadon Sancho die Reise in das traditionelle Trainingslager der Borussen in Bad Ragaz (Schweiz) mit antrat, wurde allgemein als eine gute Nachricht aufgenommen.

Der junge Engländer war eigentlich mit einem Wechsel in die Premier League in diesem Sommer vorgesehen. Nun kam der Deal mit einem potenziellen Abnehmer, bis zum vom Klub gesetzten Termin, etwas überraschend doch nicht zustande und Sancho reiste mit den Westfalen in die Alpenrepublik um die Saisonvorbereitung mit seinem ‚alten‘ Team anzugehen.

Auch wenn Manager Michael Zorc im ‚Kicker‘ betonte, „Jadon wird in der kommenden Saison bei uns spielen. Diese Entscheidung ist definitiv.“ Und ergänzte, dass zwischen ihm und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestehe in dieser Frage ein „absolutes Agreement“ bestehe, droht dem BVB in dieser Frage eine Never-Ending-Story. Denn Spekulationen über einen Wechsel von Sancho gibt es rund um den Klub gefühlt schon ewig, und sie werden auch nicht beendet werden, nur weil der Manager sich dies vielleicht so wünscht.

In der Vergangenheit gab es doch schon schier unzählige Beispiele, auch im Dortmunder Umfeld, in dem sich ewige Wechselspekulationen negativ auf die Leistungen des von den Wechselgerüchten betroffenen Spieler, aber auch der gesamten Mannschaft auswirkten.

Es steht daher zu befürchten, dass die Sancho-Saga sich ebenso entwickeln könnte. Wer nämlich einmal genau auf die Details dieser Entwicklungen achtet, der bemerkt rasch, dass ein klares Bekenntnis zum BVB von Sancho selber bisher nicht zu vernehmen war.

Wenn der Kicker nun von entsprechenden Signalen des Sancho-Managements spricht, dann kann das den BVB nicht wirklich beruhigen. Es wäre für den Spieler doch ein Leichtes seinen Verbleib in einem Ein-Satz-Statement zu bestätigen. Doch dies erfolgte bislang nicht. Warum nicht?

So bleibt uns das Thema zwangsläufig noch eine Weile erhalten. Der Leistung der Schwarzgelben wird das, so oder so, am Ende nicht zuträglich sein. Bestenfalls schaden sie nicht. Was sich also auf den ersten Blick als ‚gute Nachricht‘ darstellt, ist in Wirklichkeit gar keine.

Und insbesondere der BVB ist mit den Beispielen Dembele, Aubameyang, Lewandowski und Hummels, die sich jeweils mit sich endlos hinziehenden Wechsel-Possen aus Dortmund verabschiedeten, die für viel Unruhe sorgten, bereits auf unrühmliche Art und Weise ‚gesegnet‘.

Da gibt es auch im Falle von Sancho jetzt eigentlich nur zwei Auswege: Ein klares Bekenntnis zum Verbleib im Verein vom Spieler selber, oder eben doch noch ein kurzfristiger Wechsel.

Solange das nicht erfolgt ist, belastet das Thema die Dortmunder auch weiterhin.  Das ist doch gar keine Frage… Oder? 😉

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