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Warum Facebook die 10-Year-Challenge nicht braucht

Auch die Musikerin Tina Turner machte bei der 10-Year-Challenge mit. Foto: Screenshot.

Auch die Musikerin Tina Turner machte bei der 10-Year-Challenge mit. Foto: Screenshot.


Facebook braucht die 10-Year-Challenge nicht. Der Konzern hat bereits mehr als genug Bilder für seine Zwecke. Und es werden täglich mehr.

Das Tech-Magazin Wired wirft die Frage auf, ob Facebook die so genannte 10 Year Challenge nur deshalb macht, um Daten für einen Algorithmus zu sammeln. Etliche äußerst kritische Geister wiederholen diese Vermutung nun in den sozialen Medien – unter anderem auf Facebook. Facebook selbst hat diese Vermutung zurückgewiesen und darauf hingewiesen, dass das Meme von Benutzern selbst ins Leben gerufen und von Facebook nur aufgegriffen wurde.

Fakt ist, dass Facebook das auch überhaupt nicht nötig hat. Auf Facebook sind 250 Milliarden Bilder hochgeladen, täglich kommen 350 Millionen neue hinzu. Auf Instagram, das zu Facebook gehört, sind 40 Milliarden Bilder hochgeladen, täglich kommen 95 Millionen hinzu. Seit Facebook What’sApp gekauft hat, wurden auf What’sApp 8,2 Billionen (ja, richtig gelesen, kein Übersetzungsfehler) Bilder versendet, täglich kommen 4,5 Milliarden hinzu.

Um ein mit Bilderkennung beauftragtes oder via transfer learning arbeitendes prädiktives neuronales Netzwerk zu trainieren, braucht man einen Datensatz von grob 1000 Bildern.

Facebook stehen 8,45 Billionen Bilder zur Verfügung. Selbst der dümmste KI-Ingenieur bräuchte nicht so viele Bilder um das zu erreichen, wofür nach Vermutung der kritischen Geister diese Fotochallenge dient. Facebook hat schon alles was es braucht. Kriegt euch wieder ein. Und viel Spaß bei der 10 Year Challenge!

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2 Kommentare zu “Warum Facebook die 10-Year-Challenge nicht braucht

  • #1
    ke

    Zum Thema Gesichtserkennung in Deutschland:
    https://netzpolitik.org/2018/ueberwachungstest-am-suedkreuz-geschoente-ergebnisse-und-vage-zukunftsplaene/

    Dann stelle ich mir die Frage, was der "dümmste KI-Ingenieur" mit 8 Billiionen Bildern machen soll. Wie soll er sie bewerten und Algorithmen verifizieren?
    Viele Daten bedeuten auch viel Müll. Das Bild mit der Nadel im Heuhaufen suchen gibt es schon lange.
    Viele Daten bedeuten nicht, dass viele nützliche Infos dabei sind.

  • #2

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