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WDR: Nazi-PR zur Kommunalwahl

Der WDR lebt weniger davon Zuschauer zu überzeugen als Politikern zu beweisen, wie wichtig er ist, denn die bestimmen am Ende über die Höhe der Gebühren. Und wie schafft man es, sich bei möglichst vielen Politikern beliebt zu machen? Man gibt ihnen die Chance, sich zu präsentieren. Allen. Und zwar ohne irgendeine Auswahl. So macht man sich ganz viele Freunde – und die braucht der WDR in den Parteien dringender als Zuschauer, denn um die “Haushaltsabgabe” gibt es Streit. Der WDR macht das seit ein paar Jahren so, es hat mit redaktioneller Arbeit nicht viel zu tun, es wird nichts ausgewählt und es wird nichts eigeordnet. Kandidatencheck nennt sich das. Es gibt nicht einmal einen Link zu Wikipedia, wo man sich ja informieren könnte, wer da gerade bräsig in die Kamera labert. Und so kann dann der OB-Kandidat der Nazi-Partei „Die Rechte“ gegen Virologen und Ausländer hetzen – in einem Sender, der mit  Zwangsgebühren finanziert wird. Geld, mit denen man auch so schöne Dinge wie ein Abo bei Prime, Netflix oder Disney abschließen könnte.

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11 Kommentare zu “WDR: Nazi-PR zur Kommunalwahl

  • #1
    Realmika

    Das muss man aushalten, sofern die Partei zur Wahl zugelassen ist und die Plattform Nicht direkt zur Begehung von Straftaten genutzt wird.

  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Realmika: Aushalten tue ich eine ganze Menge – aber ich will nicht alles bezahlen müssen. Und den WDR muss ich bezahlen.

  • #3
    thomas weigle

    Wenn ich mich über einen Beitrag im ÖR ärgere,dann weiß ich,dass anderen genau dieer Beitrag gefällt, und dass diese Hörer/Seher die gleichen Rechte haben wie ich. Meist ist dann der Ärger weg,denn der ÖR in seiner unendlichen "Zwangsgüte" ist für alle da. Da kann/muss man auch mal einen Nazi aushalten,auch wenn es natürlich äußerst unschön ist.Es bleibt immer noch genug,was mich interessiert und mir gefällt. Dafür ist GEZ-Gebühr lächerlich gering.

  • #4
    FrankN.Stein

    Wenn Sie sich in Zukunft bei Netflix oder Disney+ über die NRW Kommunalwahlen informieren wollen, steht Ihnen das natürlich frei…

  • #5
    Nansy

    Im Rahmen der Wahlwerbung muss der WDR das wohl zulassen.
    Aber keine Sorge, der WDR ist bestimmt nicht rechtslastig geworden. Es ist noch nicht so lange her, dass der Sender seine politische Richtung mit dem Liedchen "Meine Oma ist ne alte Umweltsau" kundgetan hat und gegen jede Kritik in Schutz genommen hat. Wenn ich mich richtig erinnere, waren laut Redakteuren des WDR alle Kritiker von rechts gesteuert.
    Aushalten kann ich als "Opa" auch eine ganze Menge – aber auch ich will nicht alles bezahlen müssen. Und den WDR muss auch ich bezahlen.
    Also, der WDR bleibt den Rot/Grünen auch weiterhin treu ergeben…

  • #6
    Ralf und Reiner Bender

    Wir möchten hier in aller Entschiedenheit feststellen: Nazis durften und dürfen nie eine Chance haben, auch keine publizistische! Nazis galt und gilt es zu jeder Zeit, an jedem Ort und in aller Entschiedenheit zu bekämpfen! Die Verbrechen der Nazis in den Jahren zwischen 1933 und 1945 durfte es nie geben, sie mussten ausnahmslos alle verhindert werden/sein! Die Kinder, Frauen und Männer, die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen wurden, mussten alle, ausnahmslos alle, gerettet werden/sein!

  • #7
  • #8
    Yilmaz

    Ich frag mich eher, warum es bisher noch kein Verbotsverfahren gegen Die Rechte gab ?

    Mehr Nazi geht doch nicht mehr !

    🙁

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Yilmaz: Das liegt an der Rechtssprechung der EU: Verboten werden können nur Parteien, die eine Chance haben, die Macht zu ergreifen. Davon ist Die Rechte weit entfernt. Europa schützt in diesem Fall die Nazis.

  • #10
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @FrankN.Stein: Über die Wahl kann ich mich auch sehr gut bei der WAZ, den Ruhr Nachrichten, den Westfälischen Nachrichten, dem Kölner Stadtanzeiger, der Rheinischen Post und vielen anderen informieren.

  • #11
    Ruhr Reisen

    Genau das habe ich gerade den WDR gefragt; wie er dazu kommt, Politikern jeglicher Coleur ungefiltert, mit selbst gedrehten Handyfoto so eine Plattform zu bieten. Keine Antwort bisher. Allerdings am Beispiel soziale Liste, Bochum. Der arme Mann, der sich da präsentiert, tut sich damit weiss Gott keinen Gefallen.
    Ich erwarte für meine Zwangsgebühren an den WDR auch, dass sie dafür Sorge tragen, dass sich medienunerfahrene Kandidaten nicht unbewusst zum Deppen machen. Nur weil anscheinend das viele Geld für vernünftige Wahlberichterstattung in die überzahlten Gehälter der Führungskräfte bzw. Renten fließt. Ich bin für den ÖR – aber sicher nicht für diesen stetig steigenden Betrag, der Alleinlebende mit Familien und WG-Bewohner gleichsetzt – ohnmächtig ausgeliefert und der vom Staat auch noch eingetrieben wird, aber nicht als Steuer gilt.

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