WR-Aus: WAZ-Gruppe beteiligt sich nicht an Transfergesellschaft

wrNach Angaben des Deutschen Journalistenverbandes NRW (DJV) will sich die WAZ-Mediengruppe nicht an einer Transfer- oder Beschäftigungsgesellschaft  für die über 120 Mitarbeiter der Westfälischen Rundschau beteiligen, die heute ihren letzten Arbeitstag als Redakteure für das Blatt hatten.  Helmut Dahlmann, Vorsitzender des DJV-NRW:„Immer wenn wir denken, es geht menschlich nicht noch kälter, setzt die WAZ- Geschäftsführung einen neuen Minusrekord.“

Morgen wird die letzte Westfälische Rundschau mit Artikeln aus eigenen Lokalredaktionen erscheinen. Die WAZ-Mediengruppe wird künftig lokale Inhalte für die WR von Wettbewerbern wie den Ruhr Nachrichten beziehen. Der Mantelteil wird von der WAZ-Zentrale in Essen erstellt.

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68er
68er
10 Jahre zuvor

Wofür bräuchte man eine Transfergesllschaft, wenn es das gute alte Arbeitslosengeld noch gäbe?

Im übrigen scheinen Transfergesellschaften ziemlich ineffektiv zu sein:

https://www.iza.org/en/webcontent/press/releases/IZAPress20070108_HartzEval.pdf/

Dank Agenda 2010 bekommen die WRler nun die Chance dass sie von unseren vorzüglichen Arbeitsagenturen „gefördert“ und „gedrängt“ werden.

Hier ein Zitat von Herrn Laurin (über die Jusos):

„Und was mich bei einigen auch stört ist, dass sie politisch deutlich konservativer als Schröder, Müntefering und die Stones sind, die mit der Agenda 2010 einen anspruchsvollen Paradigmenwechsel begonnen haben – statt versorgen fördern und drängen. Anstatt solche Konzepte kritisch zu begleiten und weiter zu entwickeln kommen mir die meisten Jusos vor wie Leute, die gerne ‚Zurück zu Willy Brandt‘ möchten. Eine triste Vorstellung.“

Also liebe WRler,

Fragt mal die älteren WR-Redakteure (die haben ja demnächst viel Zeit), ob sie hier bei den Baronen mal eine Rückschau wagen. Wäre es nicht für 95 Prozent unserer Mitbürger besser, wenn es „zurück zu Willy Brandt“ ginge?

Ich würde einen Kasten Hövels, Fiege oder Füchschen Alt (oder Gott weiß was für ein Bier) für den anregendsten Artikel stiften, der zum Thema „Zurück zu Willy Brandt“ geschrieben wird.

Wer Hartz IV bezieht, müsste den Kasten Bier natürlich bei der Arbeitsagentur als Einnahme melden:

https://www.heise.de/tp/artikel/30/30050/1.html

Achim
Achim
10 Jahre zuvor

Im SPD-Parteibuch gab es mal eine feste Rubrik zum
nachhaken.

„Der Genosse bezieht die Westfälische Rundschau“

Ob das Konkurenzprodukt der WAZ da eine Alternative ist?

Ich zweifel da mal an den Markensachverstand der WAZ-Gruppe.

Ein Verzicht auf Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter
der Westfälischen Rundschau bedeutet doch die doppelte
Freiheit für diese.

1.)Sie werden „freigesetzt“ und verlieren ihr Einkommen.
2.)Sie dürfen sich ein neues Einkommen suchen. Natürlich
können sie einzeln „Flachen sammeln“. Andererseits können sie
auch mal solidarisch sein. Die Behauptung einer Schliessung der
WR-Redaktion ist angesichts der heute „real existierenden virtuellen Welt“
recht verwegen.
Was ist eigentlich eine Zeitungredaktion?
Früher war eine Zeitngsredaktion eine Summe
von Schreibtischen an denen Zeitungsredakteure arbeiten um
damit eine Zeitungsdruckerei zu „füttern“.
Später gab es noch ein zusätzliches „onlineprodukt“.
Die Titelschutzrechte „Westfälische Rundschau“ liegen
wohl bei der WAZ-Gruppe und werden wohl nicht frei gegeben.
Aber jeder ehemaliger Redakteuer der Westfälischen
Rundschau darf sich natürlich immer noch als „ehemaliger
Redakteuer der Westfälischen Rundschau“ bezeichnen.
Was wäre denn, wenn diese sich alle in einem neuen Projet sammeln würden?
Eine Zeitungsredaktion besteht doch nur aus einer Ansammlung
oder gar einer Gruppe von Menschen, die in der
Summe über die notwendigen „Connections“ verfügt
um eine Zeitung zu erstellen.
Ein bessere Alternative zu „der Westen“ ist leicht erstellt.
Die WAZ-Gruppe würde dann wohl bald die
Folgen einer naturgemäss „doppelten Freisetzung“ spüren.

Achim

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