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Wuppertal: 2:0 für die Antifa

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Die “Alternative für Deutschland” (AfD) hatte für den heutigen Abend eigentlich eine Saalveranstaltung in einer Gaststätte geplant. Doch schon im Vorfeld informierten Antifaschisten aus Wuppertal den griechischen Wirt darüber, wer da bei ihm tagen möchte. Der Wirt kündigte den Rechtspopulisten den Raum. Die AfD stand auf der Straße. In ganz Wuppertal wollte wohl auch kein anderer Gastronom seine Räume für die “Hatefucker” und Rassisten der AfD hergeben. Im Stile rechter Kleinstparteien meldete die AfD-Jugend also eine spontane  Demonstration gegen die Antifa und für Meinungsfreiheit an.

Die Rechtspopulisten versuchten zwar den Ort ihrer Demonstration geheim zu halten, scheiterten allerdings. So gesellten sich in Barmen gut 40 Gegendemonstranten zu den 60 AfD-Anhängern. Die Polizei war nur mit einigen Streifenwagen präsent, die AfD-Gegner konnten ihren Unmut in der Nähe der Rechten äußern.

Und so kaperten die Antirassisten die Demonstration der AfD. Direkt vor dem Demozug der Rechten liefen Menschen mit einem antirassistischen Transparent, an den Rändern der AfD-Versammlung waren Gegendemonstranten. Die Rechten wurden übertönt und ausgelacht. AfD-Anhänger provozierten zwar wiederholt körperliche Auseinandersetzungen mit den linken Demonstranten, diese ließen die Versuche aber ins Leere laufen.

Die AfD erreichte nichtmal ihren Kundgebungsort am Alten Markt und musste in einer Seitenstraße stoppen. Auch die herbei gerufene Bereitschaftspolizei konnte da nicht helfen. Frauke Petry musste also auf einer Bank in einer Seitenstraße stehend ihren Anhängern Mut machen. Sowas wie in Wuppertal habe sie noch nie erlebt und es müsse endlich Schluss mit Rot-Grün sein, sagte die Sächsin.

Nach einer 15-minütigen Kundgebung hatte die AfD genug. Die Demonstration wurde beendet, die Rechtspopulisten gingen heim. Für Wuppertaler Antifaschisten ein 2:0-Sieg. Erst verhinderte man den Auftritt Petrys in einer Kneipe und auch auf der Straße bekamen die Rechten kein Bein auf den Boden. “Refugees Welcome” dürfte das einzige sein, was zufälligen Beobachtern des Abends im Gedächtnis bleibt.

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59 Kommentare zu “Wuppertal: 2:0 für die Antifa

  • #1
    Bernd

    Sorry, guys: So hat die SA gehandelt, ob ihr es wahr haben wollt oder nicht (Selbstkritik erwartet eigentlich niemand mehr).

    Auseinandersetzung mit Argumenten, die Essenz jeder Demokratie, sieht anders aus. Man muss mit der AfD nicht übereinstimmen um zu erkennen, dass die Vorgehensweise der Antifa zutiefst undemokratisch ist.

  • #2
    Sebastian Weiermann Beitragsautor

    Lieber Bernd, der Gegenprotest war völlig friedlich. Das hat nix mit SA zu tun, sondern gehört zur Demokratie.

  • #3
    Meinungsfreiheit?

    Ich bin kein Fan der AfD und sehe mich eher als links. Aber das Stören von politischen Gegnern durch übertönen und auslachen als politischen Sieg zu verkaufen funktioniert nicht. Die Gegendemonstranten haben die Spielregeln der Demokratie nicht verstanden. Sie haben den offenen Diskurs verlassen und agieren wie ein Mob, der einen Machtbereich markiert. Diese Leute sind die Linksfaschisten, von denen Habermas schon 68 gesprochen hat.

  • #4
    Peter

    Der Gegenprotest war vielleicht frei von körperlicher Gewalt, aber friedlich oder demokratisch kann man die Aktion trotzdem nicht bezeichnen. Das Blockieren und Niederschreien ist absolut antdemokratisch. Demokratie bedeutet nämlich, dass auch andere Meinungen zu Wort kommen können, was bei der Kundgebung nicht der Fall war. Was Rosa Luxemburg mal dazu gesagt hat, dürfte euch ja bekannt sein…

  • #5
    Rainer Möller

    Art. 8 GG: "Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln."
    Wo dieses Recht nicht real eingelöst werden kann, sondern zum bloßen Papier-Paragraphen wird, da haben wir eben auch keine reale Demokratie, sondern bloß eine Demokratie, die auf dem Papier steht.

    Wenn Leute wie Weiermann einen derart reduzierten Demokratiebegriff propagieren und die von den Vätern des GG gewollte reale Demokratie als unwichtig darstellen, dann richten sie sehr viel mehr politischen Schaden an als die AfD.

  • #6
    Klaus Muecker

    "Sorry, guys: So hat die SA gehandelt, ob ihr es wahr haben wollt oder nicht (Selbstkritik erwartet eigentlich niemand mehr)."

    Stimmt, Selbstkritik seitens der AfD erwartet eigentlich niemand (mehr), aber ist der SA-Vergleich nicht doch ein bisschen hart? SA-Stil ist doch eher Pepita, Hogesa und Co, da sind die AfDler nur als Mitläufer dabei, oder?

    "Auseinandersetzung mit Argumenten, die Essenz jeder Demokratie, sieht anders aus. "

    Genau, da kennt man sich bei der AfD und deren Jungstu^^Jugendorganisation ja auch nicht mit aus:

    http://www.ruhrbarone.de/polizei-ermittelt-gegen-afd-jugend-funktionaer-maximilian-kneller/113516

    "Man muss mit der AfD nicht übereinstimmen um zu erkennen, dass die Vorgehensweise der Antifa zutiefst undemokratisch ist."

    Ach, Sie reden gar nicht über die "Hatefucker" von der AfD? Die SA hat also also dafür gesorgt, dass Kommunisten und Sozialdemokraten sich nicht mehr in Kneipen treffen konnten? Sind Sie da ganz sicher?

  • #7
    Eric Bonacci

    Sorry Bernd. Die #AfD ist keine demokratische Partei und mit ideologisierten AfD’lern diskutieren, ist genauso sinnlos wie Fliegen auf einem Scheißhaufen vertreiben wollen. Den AfD-Nazis keine Plattform für Ihr rechtes Gedankentum überlassen, war genau die richtige Aktion. Denn da gibt es nix zu diskutieren!

  • #8
    Dogbert

    Unter "friedlich" und Gegenprotest verstehe ich keine massiven Störungen einer angemeldeten Versammlung. Auch die aggressive Wortwahl im Artikel spricht eher für eine Schlägertruppe. Es wurden ganz offizell Buchungen vorgenommen und die Lokalitäten bereitgestellt. Danach wurden die Gastronomen massiv bedroht. Also, schon die Darstellung im Artikel entspricht nicht den Tatsachen.

  • #9
    dot tilde dot

    nein, bernd. die afd-demonstranten waren nicht opfer einer faschistischen terrororganisation, sondern ihrer wirren ansichten in einer gesellschaft, die meinungsfreiheit ermöglicht. schutz vor widerspruch wäre das gegenteil davon.

    .~.

  • #10
    Ricardo

    Und selbst wenn der Protest nicht "völlig friedlich" gewesen wäre, hätte das wohl kaum etwas mit der SA zu tun. Bernd möchte gerne den historischen Faschismus relativieren und spielt das Übliche rinks=lechts-Spielchen..

  • #11
    Rainer Möller

    Ganz offensichtlich sind das Methoden, mit denen schon die Weimarer Republik zugrunde gerichtet wurde. In diesen Methoden lernten die SA und ihre Gegner wechselseitig voneinander. Die historische Priorität lag allerdings bei der Linken (d.h. die Linke begann zuerst damit, die erst langsam aufkommenden rechten Versammlungen zu stören und zu sprengen), dann kam es zu einem allmählichen Eskalationsprozess.

    Zu den Rechtfertigungsvorschlägen von Erich Bonacci (Versammlungsrecht gilt nur für in meinem Sinn "demokratische" Parteien) und von dot Tilde dot (AfD-Demonstranten waren aufgrund wirrer Ansichten selbst schuld): Ja, so kann man das natürlich rechtfertigen. Aber wenn man das Versammlungsrecht an solche (übrigens außergesetzlichen) Vorbehalte knüpft, dann landet man in einer "Demokratie" eines völlig anderen Typs.

  • #12
    Daniel

    Ich sehe mich auch als Antifaschisten an, kann dieses Vorgehen aber – ebenso wie die meisten Vorkommentatoren – nur lächerlich, undemokratisch und abstoßend bezeichnen. Die AfD ist ein Häuflein völkisch angehauchter, frustrierter Christen. Die sind nervig, werden im Artikel richtig als Rechtspopulisten beschrieben und werden bald wieder in der Versenkung verschwinden.
    Aber da die "Wir sind die Guten, egal was wir tun, weil wir ja "gegen Faschismus" sind"-Antifa sich hier offensichtlich eher traut, Stellung zu beziehen, als beispielsweise gegenüber homophoben, sexistischen und antisemitischen Migranten, zeigt man mal wie laut man schreien und lachen kann.
    Armselig.
    Aber da sich auch hier wieder die üblichen "WIR SIND DIE GUTEN"-Rechtfertiger mit Immunisierungsstrategien und Relativierungen beweisen müssen, ist hier wohl keine Veränderungspotential zu erkennen. Schönes Leben noch in Eurer kleinen, guten Welt…

  • #13
    sanza

    @eric bonacci
    in welcher welt leben sie denn? einen durchideologisierteren haufen als die antifa gibt es wohl kaum. alles was denen nicht in den kram passt, wird gnadenlos nieder gebrüllt und wenn sie es für nötig halten, mit flaschen und steinen beworfen. mir sind leute lieber, die kritisch das zeitgeschehen beobachten und unbequeme fragen stellen, auch wenn afd drauf steht.

    der abschließende satz ihres kommentars ist bezeichnend für das fehlende demokratieverständnis der antifa und das fehlen von nachvollziehbaren argumenten. nichts als hohle phrasen ohne substanz und reine rabulistik.

  • #14
    Dogbert

    Ein fundamentales Wesensmerkmal der Demokratie ist die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Wer also Demokratie fordert und sich darauf beruft, diskreditiert sich mit Verhaltensweisen wie im Artikel dargestellt. Man muß keiner Partei besonders nahestehen, um demokratische Werte oder andere Wertvorstellungen zu respektieren. Das bedeutet schließlich nicht, daß man andere Ansichten übernehmen müßte. Eine zielführender Dialog sieht anders aus als im Artikel dargestellt. Das Aufstellen von Schlägerverbänden und Störern ist wenig überzeugend. Ich habe aus den Reihen der Antifa-Gruppen bisher noch keinen einzigen problemlösenden Gedanken vernommen. Immer dagegen zu sein, löst keine Probleme. Ich höre mir grundsätzlich alle Argumente an und wäge sie gegenüber meiner Meinung ab. So, wie sich die Antifa-Gruppen seit geraumer Zeit aufführen, sind sie ein reines Schläger- und Störer-Kommando. Wer keine Argumente hat, bedient sich der Gewalt.

  • #15
    Klaus Lohmann

    "…gegenüber homophoben, sexistischen und antisemitischen Migranten". Da fehlen die antifaschistischen Migranten, oder machen die euch braunen Brüdern etwa Angst?

    "Ich bin kein Nazi, aber…" Nee, is klar. Dass Ihr echt noch glaubt, das würde Jemanden interessieren, ist schon sehr dämlich.

  • #16
    Jont Musiteur

    Es ist ganz einfach: Ich darf in einer Auseinandersetzung jemanden dazu auffordern, die Klappe zu halten. Das mag nicht besonders fein oder höflich sein, aber es ist kaum ein Bruch mit der Demokratie. Weil: wo ein Recht auf freie Meinungsäußerung gilt, gilt auch das Recht auf die Äußerung einer Gegenmeinung. Es muss nicht schön, freundlich, höflich, leise, gesittet oder sonst zu meinem oder irgend einem persönlichen Geschmack passen. Die Meinungsfreiheit verpflichtet auch niemanden, zuzuhören oder sich mit den gegnerischen Argumenten auseinanderzusetzen.

    Andererseits wäre es sehr wohl ein Bruch mit der Demokratie, wenn der Staat für mich und in meinem Namen einschreiten würde, damit andere nicht reden bzw. demonstrieren können.

    Kleiner feiner Unterschied.

  • #17
    Klaus Lohmann

    "mir sind leute lieber, die kritisch das zeitgeschehen beobachten und unbequeme fragen stellen," – Und warum reden Sie dann über die Volltrottel-Rentner, die Homo- und Xenophoben von der AfD??

    Immer wieder spannend, wie schnell "das Volk" einen unzusammenhängenden Mulm aus Stammellauten, Hassparolen und asigem Proll-Gehabe als Äußerungen "kritischer Bürger" einordnet;-))

  • #18
    Löckchen

    schließe mich den kritischen vorrednern an. es kann und darf nicht sein, das die gegenseite durch blockieren, auslachen, und quasi einkesselung mundtot gemacht werden sollen. das ist keine demokratie mehr. so erreicht man nur, das diese rechten strömungen unter einer scheinbar ruhigen oberfläche weiter schwelen. mir sind sichtbare, laute rechte deppen lieber, als unsichtbare, im leisen agierende.

  • #19
    Klaus Brunner

    Typisch Antifas, völlig diskussionsresistent.
    Eric Bonacci ist dan schönes Beispiel. Du behauptest einfach: "Die #AfD ist keine demokratische Partei und mit ideologisierten AfD’lern diskutieren, ist genauso sinnlos wie Fliegen auf einem Scheißhaufen vertreiben wollen." Bist Du so meinungsfaschistoid, dass Du glaubst, nur weil Du Horst das behauptest sei das Fakt? Nach dem Motto: "Wer nicht meiner Meinung ist, hat unrecht, "da gibt es überhaupt nix zu diskutieren". Lass Dich nicht auslachen. Das mit dem Scheißhaufen scheint wohl eher auf Dich zuzutreffen. Du wirfst den AfDlern genau das vor, was Du im gleichen und nächsten Satz für Dich selbst zugibst.
    Oder Klaus Lohmann: "Und warum reden Sie dann über die Volltrottel-Rentner, die Homo- und Xenophoben von der AfD??"
    Leute, ihr glaubt doch nicht dass man Euch ernst nehmen kann, wenn ihr euch so äußert?
    Grundsätzlich gehe ich mit Euch schon in eine Richtung, aber euren demokratiefeindlichen Kindergarten anschauen zu müssen, tut echt weh.

  • #20
    Daniel

    @15: Nein, die machen mir keine Angst. Außer sie verstünden "Antifaschismus" so wie du:
    Ich bin gut und edel, alle anderen sind Volltrottel, "braun", stammeln oder sind "Prolls" (ist das nicht von Proletarier abgeleitet?)
    Dass dann noch implizit kommuniziert wird, es gäbe ein trennscharf abgrenzbares "wir" und "ihr" in diesen Fragen, zeigt imhO nochmals klar auf, wie (ver)einfach(t) dein Weltbild ist:
    Ich bin und bestimme was "gut" und "richtig" ist, alle anderen sind nazi-volltrottel. So fühlt man sich dann offensichtlich besser und in seiner Sekte gut aufgehoben.
    Ich kann es nur wiederholen: armselig.

  • #21
    Jont Musiteur

    @Löckchen

    Wer was darf bestimmt immer noch das Gesetz, und das BVG Berlin hat bestätigt, dass eine Gegendemo in Hör- und Sichtweite zulässig ist. Das ist Demokratie. Einzig das Blockieren ist nicht zulässig, stellt aber in den meisten Fällen eine Ordnungswidrigkeit da.

    Ansonsten: nette Argumentation, gäbe es nicht zwei recht ähnliche Städte:

    Dresden: "Nette" Gegensdemonstranten, die nicht blockieren und nicht hetzen, nicht schreien und auch sonst, ja, nett sind und mit lustigen, fantasievollen Ideen daherkommen, wie man nett demonstriert. Gegendemonstranten nach Ihrem Geschmack, würde ich mal sagen. Ergebnis: Tausende Rechte an Demos, rechtes Gedankengut lodert in und um Dresden. Angst vor Rechten ist spürbar, rassistische Angriffe häufen sich.

    Leipzig: Unangenehm laute, blockierende Gegendemonstranten, die dem Stadtvolk fast genau so auf den Geist gehen wie die Rechten. Ergebnis: Nicht mehr als 800 an rechten Demos, wenig rechtsradikale Aktivität. Angst vor Rechten… wenig, außer montags. Rassistische Angriffe sind eher selten.

    Ja kann sein, dass die Kräfteverhältnisse anders sind, dass es weniger Rechte und erst recht weniger gewalttätige Rechte in Leipzig gibt… nein nicht wirklich, die Verhältnisse sind ähnlich, nur die Rechten und ihre Gegner sind je anders mobilisiert worden in den beiden Städten. Wahrscheinlicher ist, dass die Rechten sich nicht in einer Stadt in Sicherheit wiegen können, wo die Gegenseite so demonstrativ auftritt. Egal auf welcher Seite man steht, es ist nämlich richtig schwer, aktiv zu werden, wenn man weiß, dass gefühlt die ganze Stadt gegen einen steht. Mit dem Strom schwimmen ist immer einfacher. Deshalb machen’s auch die meisten Menschen so, wenn sie was vom Leben haben wollen. Die Regierung – so überfordert sie in Dresden sein mag – kann auch nicht anders, sie kann ganz schlecht regeln und verkünden und agieren, wenn es nicht von der (gefühlten) Basis getragen wird. Und diejenigen, die sich dagegen stemmen, sind so überschaubar, dass man die auch leicht rankriegt. Überfall, Auto ausgebrannt, Fensterscheiben eingeschmissen, Bürgermeister aus dem Amt gejagt… also das ganze Schwelende schwelt eben nicht mehr, es lodert.

    Demokratie ist nicht immer Kaffee und Kuchen und nette Gespräche. Insbesondere wenn sie in Gefahr ist, untergraben zu werden. "Die da oben" können es nicht richten, die sind ja der Demokratie im Guten wie im Schlechten genau so ausgeliefert wie alle anderen auch.

  • #22
    karah anastasia

    Einen AfD Aufmarsch (ich nenne das bei diesen durch und durch rechten Gruppierungen ,nicht Demonstration) mit Blockieren,Pfeifen und lautem rufen zu verhindern,halte ich für absolut legitim.
    Eine Partei,deren Ideologie oder deren Programm,von einem undemokratischen und nicht freiheitlichen Geist beseelt ist,sollte Mensch auch hindern dürfen zu marschieren.
    Macht man sich die Mühe das Programm der AfD durchzulesen und einmal prüft wer denn alles da im Vorstand sitzt,wird man feststellen das ehemalige DVU’ler REP’s und allerlei Durch Rechte Propaganda auffällig gewordene Bauernfänger sitzen.Auch ist die AfD eine der wenigen Parteien die Doppelpartei Mitgliedschaften nämlich von NPD und AfD Mitgliedschaften zulassen.
    Will jemand wirklich wissen,was denn für "Volk" bei der AfD vertreten ist ,kann einmal eben hier :
    http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/was-ist-eigentlich-rechtsextrem-der-afd-9749
    nachschauen und dann noch einmal darüber nachdenken,ob die denn wirklich "Demokratisch"sind und damit das Recht haben zu demonstrieren.
    Mehr ist dazu nicht zu sagen !

  • #23
    Jont Musiteur

    Ups. BVerG 1 BvR 1423/07… wäre noch schöner, wenn die Berliner Verkehrsbetriebe alles regeln könnten!

  • #24
    ArticM0nk3y

    Die Kommentare sind interessanter als der Artikel selbst [sorry Autor 😉 ] und sind schon fast symptomatisch für Diskussionen im rechten politischen Spektrum.

    Gerne werden sofort grundlegende Werte wie unsere Demokratie oder unsere Meinungsfreiheit in Frage gestellt, wenn rechte Kundgebungen friedlich (!) sabotiert/gestört/verhindert werden, was natürlich absurd ist, denn genau das macht Demokratie und Meinungsfreiheit aus!

    Jeder kann seinen Senf in die Welt schreien, egal ob es die anderen interessiert oder nicht und nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird. Der- oder diejenige, in dem Fall die AFD und deren Anhänger, muss es aber aushalten, wenn nicht alle Zuhörer applaudieren oder gar mit Ablehnung reagieren!

    In diesem Zusammenhang zu sagen es sei undemokratisch eine Kundegebung zu stören, oder sogar einen Vergleich zu den Praktiken der SA herzustellen, entlarvt den wahren Feind der Demokratie und Meinungsfreiheit.

    LG vom Linksgrünversifftenbiogutmenschen!

  • #25
    Klaus Lohmann

    @#19 Klaus Brunner: Sie glauben doch nicht etwa, dass man die AfD ernstnehmen kann? Falls doch – gibt bestimmt was von Ratiopharm…

  • #26
    Klaus Muecker

    @Dogbert:

    "Auch die aggressive Wortwahl im Artikel spricht eher für eine Schlägertruppe"

    Spricht die aggressive Wortwahl in Ihren Kommentaren dann für einen Schläger?

    "Ein fundamentales Wesensmerkmal der Demokratie ist die Meinungs- und Versammlungsfreiheit."

    Ausser natürlich für die Antifa und andere "Linskversiffte", gelle? Da wird die Meinungs- und Versammlungsfreiheit dann schnell zur Majestätsbeleidigung und ruft Reaktionen hervor, die zwischen dem üblichen Jammergelappe und der ebenso üblichen Übergriffigkeit oszillieren:

    "Eine zielführender Dialog sieht anders aus als im Artikel dargestellt."

    Und was Sie unter dem "zielführenden Dialog" verstehen, zeigen Sie uns dann netterweise wiederholt:

    "Das Aufstellen von Schlägerverbänden und Störern ist wenig überzeugend. (…) Schläger- und Störer-Kommando. Wer keine Argumente hat, bedient sich der Gewalt."

    Sie bedienen sich gerade der verbalen Gewalt. Aber dieses ‘Niederbrüllen’ gehört bei Ihresgleichen ja dazu. Gerne auch ganz dümmlich ad hominem, wie bei "sanza":

    "der abschließende satz ihres kommentars ist bezeichnend für das fehlende demokratieverständnis der antifa"

    Ihr abschließender Satz hätte besser als Überschrift über Ihrem Beitrag stehen sollen:

    "nichts als hohle phrasen ohne substanz und reine rabulistik."

    Und das ‘mimimi’ nicht vergessen.

  • #27
    sanza

    @klaus lohmann
    "Immer wieder spannend, wie schnell "das Volk" einen unzusammenhängenden Mulm aus Stammellauten, Hassparolen und asigem Proll-Gehabe als Äußerungen "kritischer Bürger" einordnet"

    immer wieder spanndend, wie schnell eine pöbelnde und geifernde minderheit meint, die deutungshoheit zu besitzen.

    im übrigen sind es leute wie sie, die gerade dabei sind, begriffe wie nazi, faschist, rassist und rechts bis zur unkenntlichkeit zu verwaschen.

    vous êtes pack

  • #28
    Hartmut Stöckmann

    Ich denke, die Frage nach dem demokratischen Verhalten der Antifa erübrigt sich wohl. Jeder der für die aktuelle politische Szene beobachtet weiß, daß diese radikale Guppierung mit Demokratie nichts aber auch garnichts am Hut hat. Ob sie aus den sogenannten schwarzen Blöcken heraus auf Maikundgebungen, G7/8 Gipfeln etc. Steine werfen, Geschäfte plündern, Polizisten brutal attaktieren,
    oder nur Politiker niederschreien, oder Asylanten mit "nie wieder Deutschland" begrüßen. Menschen, die in diesem Deutschland ihr Paradies sehen.
    Wer in diesem Verhalten eine Form der politischen Auseinandersetzung sieht, stellt sich tatsächlich in die Tradition der SA.

  • #29
    abraxsrgb

    Zitat Harald Martenstein:
    "Gutsein ist, wie alles, eine Frage der Dosis, wenn man es übertreibt, wird es totalitär"

    Was den SA-Vergleich anbelangt: Es gab (insbesondere in Berllin) die sogenannten "Buletten-Brigaden" (außen braun innen rot), die von internationalsozialistisch zu nationalsozialistisch übergelaufen sind. Wer die Gemeinsamkeit(en) beider Ideologien findet, wird auf ein Glas Rot(sic!)wein eingeladen. Also ideengeschichtlich vielleicht nicht generell falsch?

    Bei den Anti-Israel-Demos war DieLinke doch gut vertreten: Auf dem Podium 😉

  • #30
    Klaus Muecker

    @sanza: "immer wieder spanndend, wie schnell eine pöbelnde und geifernde minderheit meint, die deutungshoheit zu besitzen."

    Und was folgt jetzt aus Ihrer im gewohnten Gossenjargon vorgetragenen Selbsterkenntnis?

  • #31
  • #32
  • #33
    Jont Musiteur

    Und wieder sind wir bei diesem Links=Rechts-Ding angekommen. Kommt irgendwie auffällig oft bei denen vor, die nicht rechts sein wollen, die nicht Rassisten sind aber…

    Faschismus: Eine nationalistische Ideologie, die sich durch Schlägertrupps (Italienisch Fascio, ursp: Bündel, im übertragenen Sinne: Kampftruppe) durchsetzen lassen will. Das waren damals gewaltbereite junge (hauptsächlich) Männer und wären jetzt die "Hools" (auch wenn der Name sich ändert).

    Es gab tatsächlich so was wie den roten Faschismus! Nur jetzt heißt es Querfront, Strasserismus, 3. Weg udgl., und ist unter denen, sie mit den ganzen Gidas mitlaufen, äußerst beliebt. Ultrarechte mit Revoluzzeranstrich und manchmal auch mit Pali-Tuch und Che-Guevara-T-Shirt… ja das alles hat’s auch gegeben.

    Wenn auf der heutigen linken Seite tatsächlich Schlägertrupps organisiert werden, um die linke Ideologie durchzusetzen, dann darf man vom Linksfaschismus reden. Auf Demos laut Parolen skandieren und so im Allgemeinen ungehalten und unangenehm sein reicht da nicht so ganz, das macht man halt so auf einer Demo, ist ja auch Ziel und Zweck der Sache, auf sich aufmerksam zu machen.

    Alles Quatsch! Faschismus heißt natürlich das, was ich persönlich überhaupt nicht mag, und darum muss es weg, weil ich mich furchtbar angegriffen fühle, wenn die irgendwas gegen meine Meinung sagen, was automatisch der Versuch ist, mir meine kleine Nurmeinemeinung zu verbieten, und darum gehören die verboten und so…

  • #34
    Dogbert

    @Herr Klau Muecker

    Da Sie mich direkt angesprochen haben, an dieser Stelle eine Erwiderung. Im Grunde hat z. B. Herr Hartmut Stöckmann meine grundsätzliche Haltung zu der Thematik dargelegt. Gewaltanwendung und vorsätzliche Zerstörungen von Eigentum hat bei Antifa-Gruppen Tradition, gehört zum Grundrüstzeug und ist Grundvoraussetzung für eine Aufnahme. Ich bin mit vielen Vorgängen im Lanfe auch nicht einverstanden. Das ist aber keine Frage der politischen Orientierung, sondern im Vordergrund stehen bei mir sachbezogene problemorientierte Lösungen.

    Ich lehne erst recht jegliche Form der Gewaltanwendung bei Demonstrationen ab. Im Rahmen des im Grundgesetz verankerten Recht auf Demonstrationen gestehe ich jeder Interessengemeinschaft die Wahrnehmung dieser Form der Meinungsäußerung/Kundgebung zu. Damit ist jedoch keine Anwendung von Gewalt jeglicher Art gemeint und damit auch keine Meinungseinschränkung durch
    Gewaltanwendung gemeint.

    Was die Zitatsammlung in Ihrem Text betrifft, stellt man fest, daß Sie offensichtlich meinen Beitrag nicht verstanden haben. Ich habe an keiner Stelle dem linken Spektrum das Recht auf Demonstrationen abgesprochen. Selbiges gilt auch für die Versammlungsfreiheit. Stören und Sabotieren gehört nicht dazu. Ich spreche von sachlichen Feststellungen und bediene mich nicht eines rhetorischen Stilmittels wie das Niederbrüllen. Dieses überlasse ich anderen, die es mangels Argumenten dringend zu benötigen scheinen.

  • #35
    Klaus Lohmann

    @sanza: Pöbeln und Geifern ist laut VersammlungsG nicht verboten, wie man ja bei Nazidemos immer wieder exemplarisch feststellen kann. Da Leute wie Sie einem Vernunftappel ja schon fast instinktiv ausweichen, um bloß nichts mit Bildung zu tun zu bekommen, bleibt halt nur noch Ablachen über soviel selbsteingebildete "Kritikfähigkeit".

    Nochmal: Die AfD ist allerspätestens seit Luckes Abgang zu einem Stall voller hirnloser, sabbernder xxxPhoben jeglicher Coleur und jeglicher Hirnleistung unterhalb der von Amöben verkommen. Wer bei solchen Ansammlungen von Hass- und Gammelfleisch nicht automatisch zum Gegenprotest antritt, der war entweder gaaanz lange zum Fischen auf den Aleuten oder hat schwerwiegende gesundheitliche Probleme mit Sinneswahrnehmungen.

  • #36
    Klaus Lohmann

    @sanza: Ach so, ja – Ihre Shift-Taste klemmt. Oder Sie tippen schon auf dem ultraneuen "Reichsschlüsselbrett" mit DIN-Runen.

  • #37
    Klaus Lohmann

    @Dogbert: " Stören und Sabotieren gehört nicht dazu."
    Doch. Warum zweifeln Sie das an? Keine demokratischen Eier in der Hose?

    "Das Gesetz [VersG; Anm. des Verfassers] stellt drei Tathandlungen unter Strafe: Das Vornehmen von Gewalttätigkeiten, das Androhen von Gewalttätigkeiten und das Verursachen einer groben Störung. Es ist rechtlich nicht mehr zweifelhaft, dass auch Sitzblockaden von Art. 8 Abs. 1 GG umfasst sind und als solche nicht als Nötigungsgewalt im Sinne des § 240 StGB anzusehen sind. Die Versammlungsfreiheit von Gegendemonstranten beinhaltet eben auch die reine körperliche Anwesenheit. Insoweit kann jedoch für den Gewaltbegriff des § 21 VersG nichts anderes gelten. Wer keine Gewalt i. S. des § 240 StGB (Nötigung im allgemeinen Strafrecht) ausübt, begeht mit derselben Handlung auch keine Gewalttätigkeit i. S. des § 21 VersG." (http://www.anwalt.de/rechtstipps/legaler-widerstand-gegen-rechte-demonstrationen_018574.html)

    PS, lieber Dogbert: Im obigen Absatz muss man ohne Brüllen ein wenig *nachdenken*, um den Inhalt zu verstehen.

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  • #39
    Klaus Muecker

    "@Herr Klau Muecker"

    Da fehlt ein "s", Herr Komma-Kommissar.

    @sanza: "dass bei ihnen zwei kommas fehlen und ich der selbstreflexion fähig bin."

    Aha, aus Ihrer Selbstreflexion folgt also, dass Sie zur Selbstreflexion fähig sind. Jaja.

    "edit: meinen abschließenden satz kommentieren sie wohl nicht?"

    Nö. Ich muss nicht jeden Schwachsinn von Ihnen kommentieren.

    "Ich spreche von sachlichen Feststellungen und bediene mich nicht eines rhetorischen Stilmittels wie das Niederbrüllen. Dieses überlasse ich anderen, die es mangels Argumenten dringend zu benötigen scheinen."

    Ihre Behauptung ist nicht nur grammatikalisch falsch, Herr Komma-Kommissar (_Wie des Niederbrüllens_) sondern auch gelogen. Aber vermutlich merken Sie das nicht, denn Pöbeleien wie Ihre, dümmlich und ad hominem, fallen sicherlich unter diese spezielle Art ‘Besorgte-Bürger- Meinungsfreiheit’ und gelten in Ihren Kreisen als ‘Argument’:

    – "Das Aufstellen von Schlägerverbänden und Störern ist wenig überzeugend. (…) Schläger- und Störer-Kommando. Wer keine Argumente hat, bedient sich der Gewalt."

    – "der abschließende satz ihres kommentars ist bezeichnend für das fehlende demokratieverständnis der antifa"

    – "nichts als hohle phrasen ohne substanz und reine rabulistik."

    Das sind Ihre tollen ‘Argumente’. So ‘argumentiert’ das Pack.

  • #40
    abraxsrgb

    Sagt der eine Individualist zu einem anderen Individualisten: "Igitt, Du bist ja ganz anders, als ich es bin!
    Der andere sagt passionslos: "Na und?"
    😉

  • #41
    sanza

    @klaus&klaus
    ihre lächerlichen anwürfe treffen mich nicht. eben aus o.a. grund, dass leute wie sie es sind, die begrifflichkeiten ad absurdum führen und durch inflationären und falschen gebrauch bis zur unkenntlichkeit verstümmeln. sie müssen sich bald was neues einfallen lassen, wenn nazi, rassist und pack ihre wirkung verfehlen. ich wünsche ihnen weiterhin viel spass bei ihrer selbstbeweihräucherung am antifa stammtisch.

  • #42
    Klaus Muecker

    @sanze: "ihre lächerlichen anwürfe treffen mich nicht."

    Ihre Reaktion beweist das Gegenteil.

    "viel spass bei ihrer selbstbeweihräucherung am antifa stammtisch."

    Viel Spaß beim Jammerlappen und Hassen am Pegida-Stammtisch.

  • #43
    Daniel

    Ich kann hier Sanza nur Recht geben. Wenn es nicht so traurig wäre, zu welchem Verhalten Menschen in der Lage sind, die sich selbst wohl als aufgeklärt, reflektiert und tolerant bezeichnen, könnte ich über die Ausführungen von Klaus (egal welchem) lachen…. Lässt man die Beleidigungen, Unterstellungen und Zuordnungen in die rechte Ecke weg – was bleibt dann von ihren Beiträgen übrig? Ist es ihnen nicht selbst unangenehm, wie verbohrt sie sind? Hier wird – von verschiedenen Seiten und mit differenzierten Begründungen – das Vorgehen bei der Störung einer angemeldeten Demonstration kritisiert. Mich würde interessieren, wie sie die gleichen Handlungen bewerteten, wenn Faschisten eine "linke" Demonstration unterwandern und sabotieren würden. Wäre das dann in ihren Augen auch ein akzeptables Mittel der demokratischen Auseinandersetzung?
    Dass man die eigene Anschauung als edel, gut und richtig ansieht ist kein Hinweis darauf, Recht zu haben. Auch Faschisten und Rassisten sind der subjektiven Ansicht, dass ihre Ideologie dem Menschen gerecht wird und zu positiven Effekten führt. Jede abweichende Meinung zu dämonisieren und die Person und nicht die Ideologie anzugreifen, ist aber offensichtlich nicht nur in reaktionären Kreisen, sondern auch bei Menschen beliebt, die sich selbst als "links" bezeichnen. Das macht mich wirklich traurig. Nicht nur, weil ich es persönlich angenehmer fände – es erleichtert den Rassisten und Faschisten Kritik zu üben, sich benachteiligt und unterdrückt zu fühlen und andere Positionen nicht ernst zu nehmen. Darüber hinaus stärkt es auch Binnenstruktur und Zugehörigkeitsgefühl der politischen Rechten.
    Aber das Alles wiegt wohl weniger schwer. Klaus beweihräuchert (dieser Begriff beschreibt es imO sehr gut) sich hier lieber selbst, beleidigt, unterstellt und geht dann mit dem guten Gefühl ins Bett, der Welt mal wieder bewiesen zu haben, dass alle schlecht, dumm und faschistisch sind – außer er selbst und alle die ihm hundertprozentig und ohne Abweichung folgen.
    Kein Wunder, wenn sich dann für eine solche Aktion nur 40 Menschen finden. Das gibt mir dann doch wieder Hoffnung.
    Die Ruhrbarone sollten aber ggf. nochmal darüber nachdenken, in welcher Form solche Aktionen beschrieben und auch kritische Töne erlaubt sind. Nach meinem Empfinden stehen ALLE Vorkommentatoren der AfD ablehnend gegenüber. Vor diesem Hintergrund hier als Rassist, Faschist, Nazi oder wie auch immer diffamiert zu werden, führt lediglich dazu, dass man sich über die geistige Beschränktheit seiner "Mitstreiter" Gedanken macht. Die AfD ist nicht ernst zu nehmen und wird sich mittelfristig selbst zerlegen. Gerade, wenn man sie "nicht so wichtig" nehmen soll, frage ich mich, warum eine solch kindisch-aggressive Aktion hier gefeiert wird wie der Tag der Befreiung……

  • #44
    Klaus Lohmann

    @Daniel: Mir ist es relativ schnurz, wenn Kritik an der Kritik gegen braune AfD-Propaganda geübt wird. Und wenn Sie die AfD selbst schon nicht ernst nehmen…

    PS: Wenn Sie das VersammlungsG nicht kapieren – was Ihre Ausführungen nahe legen -, worüber schwadronierne Sie dann? Dass man die braune Brut – eagl unter welchem Parteinamen – schön in Ruhe durch unsere Städte marschieren lassen soll, um verfassungsfeindliche Propaganda, Pöbeleien und Fremdenhass zu transportieren? *DAS* wiederum wäre von den Müttern und Vätern unserer Verfassung garantiert nicht beabsichtigt und toleriert worden.

  • #45
    sanza

    @daniel
    >AfD ist nicht ernst zu nehmen und wird sich mittelfristig selbst zerlegen.
    da bin ich mir nicht so sicher. die flüchtlingspolitik wird uns auch 2017 noch beschäftigen. das problem ist zu nachhaltig, zu allgegenwärtig und für alle sichtbar, als das es totgeschwiegen werden könnte. entsprechend wird es sich in den ergebnissen der bundestagswahl widerspiegeln.

    @klaus
    >Ihre Reaktion beweist das Gegenteil.
    >Viel Spaß beim Jammerlappen und Hassen am Pegida-Stammtisch.
    dumpfe rabulistik *gähn*. aber mehr habe ich von ihnen auch nicht erwartet.

  • #46
    Klaus Muecker

    @sanza: "dumpfe rabulistik *gähn*. aber mehr habe ich von ihnen auch nicht erwartet."

    Getroffene Hunde bellen, q.e.d. Und so entlarvend:

    "viel spass bei ihrer selbstbeweihräucherung am antifa stammtisch."

    "Viel Spaß beim Jammerlappen und Hassen am Pegida-Stammtisch."

    Das eine ist ein ‘Besorgte Bürger/sanza’-‘Argument’, das andere "dumpfe Rabulistik" …

    Mimimi.

  • #47
    Daniel

    @sanza: ich würde eher diese lucke-Abspaltung (Alfa?!) als Sammelbecken der proteststimmen sehen. Die afd lebte bisher ja auch von dessen nimbus und der Abgrenzung zu radikaleren Positionen. Das werden die fundamentalistisch-christlichen und völkisch angehauchten Reste der Partei nicht hinbekommen. Sollte die Situation in Bezug auf die Flüchtlinge weiter eskalieren und die Merkel-CDU nicht reagieren, werden imO die rechts-konservativen und frustrierten Nichtwähler eher diese Option wählen. Wenn man Petri und gauleiter mit Henkel und Lucke vergleicht, ist das aus meiner Sicht nachvollziehbar.

  • #48
    Jens

    @#43 Daniel:

    Die AfD wird bei vorgezogenen Neuwahlen sicherlich zweistellig in den Bundestag einziehen.

  • #49
    Daniel

    @48 warum sollte es "vorgezogene Neuwahlen" denn geben? Die Regierung verfügt über eine sichere Mehrheit. Und weder SPD noch CDU haben derzeit Interesse an Wahlen. Insofern bleibt diese Möglichkeit wohl Theorie. Ich denke, viele Menschen warten erst noch ab, auch wenn sich bei der Sonntagsfrage schon relativ eindeutige Bewegungen ergeben. Ich gehe davon aus, dass die afd ohne Flüchtlingskrise längst unter 3% gefallen wäre. Falls sich zukünftig weniger Menschen durch die Merkel-CDU vertreten fühlen, werden diese Menschen ihre Entscheidung gut abwägen. Und lucke wird ebenfalls einen repressiven Kurs vertreten und hat dich mit seinem afd-Austritt ja von extremeren Einstellungen distanziert. Meine Glaskugel ist aber derzeit in der Werkstatt, insofern sind Prognosen immer mit Unsicherheit behaftet. Besonders bei dynamischen und komplexen Entwicklungen, wie sie derzeit zu beobachten sind. Evtl hat der Russe ja bald Syrien von den faschisten befreit und alle Syrer können zurückkehren. (Sorry, der letzte Satz ist eine Reminiszenz an das diskussionsniveau)

  • #50
    Jens

    @#49 Daniel:

    Ich glaube nicht, dass Merkel die Flüchtlingskrise übersteht und vermute da einen Rücktritt vor 2017.

    Im Osten steht die AfD bei 13% gleichauf mit der SPD und die Lucke-Partei Alfa spielt doch überhaupt keine Rolle mehr.

  • #51
    Arnold Voss

    Ob Frau Merkel die Fluechtlingskrise uebersteht ist mir relativ egal. Sie ist so oder so bestens versorgt. Aber es werden, so wie sie jetzt angegangen wird, eine Menge Fluechtllinge sie nicht ueberstehen.

  • #52
    Rainer Möller

    Im Nachgang zu den hier vorliegenden Kommentaren:
    Die Gefährlichkeit der Antifa liegt nicht dort, wo sie sich offen antidemokratisch gebärdet. Die Gefahr der Antifa liegt darin, dass sie Begriffe wie Verfassung, Demokratie usw. systematisch umdeutet, bis am Schluss etwas herauskommt, dass sich von der freiheitliche Demokratie des realen GG prinzipiell unterscheidet.
    Und hier bei den "Ruhrbaronen" sammeln sich viele Leute, die der Antifa auf den Leim gegangen sind. Z.B. Klaus Muecker: Forderung nach einem "grundgesetzkompatiblen" Volk, Klaus Lohmann: Unterdrückung aller "verfassungsfeindlichen" (d.h. rechten) Propaganda, ArticM0nk3y’s selbstkontradiktorische Formulierung, die Verhinderung von Kundgebungen gehöre zum Wesen der Meinungsfreiheit oder Jont Musiteurs Idee, Blockieren sei bloß eine Ordnungswidrigkeit.

    Das BEVerfG hat dagegen im Grunde schon in den fünfziger Jahren alles Wesentliche gesagt, als es schrieb: Wesenskern der freiheitlichen Demokratie sei das Recht (sc. jedermanns Recht) auf Opposition. Damals, beim Lüth- und Blinkfüer-Urteil, ging es um den Schutz der Linksopposition. Die Linksopposition hätte das honorieren dürfen, indem sie die freiheitliche Demokratie unterstützt. Aber sie hat sich – als Antifa – entschlossen, die freiheitliche Demokratie umzudeuten und auszunutzen, um sie abzuschaffen.

  • #53
    Klaus Lohmann

    @#52: Nazis und Faschismus-Realtivierer sind keine "Opposition", Nazis sind laut den Vätern und der Intention unserer Verfassung Verfassungsfeinde. Punkt.

  • #54
    Daniel

    Natürlich.
    Jeder der von Kläuschen als "Nazi" oder "Faschismus-Realtivierer " (sic!) bezeichnet wird, verliert damit jedes Recht, sich öffentlich zu äußern. Der Klaus kannte nämlich schon "die Väter" unserer Verfassung (Mütter interessieren ihn wohl nicht) uns hat als Einziger deren Intention vollumfänglich verstanden. PUNKT. (Keine drölfzig Ausrufezeichen, dass machen ja nur Aluhüte und Reichsbürger.
    Ich verspreche aber hiermit, dass dies meine letzte Reaktion auf Klaus ist. Mit Querulanten und wahnhaft Gestörten habe ich schon genug zu tun. Hier greift offensichtlich nur die biologische Lösung.
    PUNKT. 😉

  • #55
    Rainer Möller

    Der Begriff des Verfassungsfeinds mag ja schon 1949 in gewissen Kreisen üblich gewesen sein, aber ins Staatsrecht ist er erst sehr viel später eingedrungen. Das Parteienverbot fordert bekanntlich nur die "Verfassungswidrigkeit", die juristisch eng und streng definiert ist.
    Der vage und denunziatorische Begriff "Verfassungsfeind" spielte in Recht und Verwaltung überhaupt keine Rolle, bis dunkle Gestalten (vor allem in der SPD) eine Handhabe zur Durchsetzung ihrer Berufsverbote suchten. Ich denke, wir sollten in die hellen Zeiten vor Beginn dieser SPD-Berufsverbotspolitik zurückkehren.
    Abgesehen davon: Eine faschistische Meinungsäußerung ist eine Meinungsäußerung. Eine faschistische Opposition, ob Partei oder außerparlamentarisch, ist eine Opposition. Man kann nicht alle moralisch-juristischen Probleme lösen, indem man sie wegdefiniert. (Da fällt mir immer Heinrich Mann ein: Er könne mit einem Mann wie Ulbricht nicht diskutieren, der behauptete, der Tisch, an dem sie sitzen, sei kein Tisch, sondern ein Ententeich.)

  • #56
    Klaus Muecker

    "Und hier bei den "Ruhrbaronen" sammeln sich viele Leute, die der Antifa auf den Leim gegangen sind. Z.B. Klaus Muecker: Forderung nach einem "grundgesetzkompatiblen" Volk, "

    Nicht "Volk" mein Lieber, Bevölkerung. Und die Forderung haben Sie auch frei erfunden (ist Lügen eigentlich in Ihren Kreisen eine Tugend?, ich habe einen Ist-Zustand beschrieben. Zum Nachlesen:

    "Dass das Erzgebirge eine "Problemzone" ist, sehe ich auch so. Das liegt aber nicht an den praktisch nicht vorhandenen Ausländern, Flüchtlingen usw., sondern an dem Nicht-in- diesem-Staat-angekommen-sein großer Teile der dort autochthonen, aber nicht wirklich grundgesetzkompatiblen Bevölkerung."

    http://www.ruhrbarone.de/fdp-schneeberg-spielt-pegida/115033/comment-page-1#comment-1003692

    Aber jenseits Ihrer Lügerei geht das natürlich gar nicht, verstehe schon: Die deutsche Verfassung ist nicht für Deutsche gemacht, ausser vielleicht für die "Antifa" und die "linksversifften Grüninnen". Also nur für die, die keine ‘besorgten Bürger’ sind oder eben sächsische Neonazis. Für die gilt sowieso kein Gesetz, die zünden auch aus reiner Selbstverteidigung mal wieder Häuser und Menschen an oder bringen sie reihenweise um (wo kam noch mal der NSU her? Ei verbibschd …)

    Ihr Beitrag folgt dem alten Muster: ‘Meinungsfreiheit gilt nur für mich! Und wer die AfD oder die ‘Weiße Bruderschaft Erzgebirge’ zum kotzen findet, hat gefälligst die Schnauze zu halten und die Straße frei zu machen für den gefühlten gesunden Volkswillen …’

  • #57
  • #58
    Klaus Lohmann

    @55: Trotz der Penetranz, die ihr Braunen immer an den Tag legt, wenn es um die generelle Legitimität des Grundgesetzes geht, besteht der Art. 139 GG halt unberührt und mit der Coolness einer Eiche, an deren Rinde sich eine Sau schrubbern will, weiter. Eine *faschistische* Opposition ist damit weder möglich noch diskutabel. Das Gegenteil wird halt nur noch ab und an von Verfassungs*feinden* behauptet.

  • #59
    lohnann

    Das kann doch nicht ihr ernst sein! Die denken nur weil sie etwas als faschistisch benennen, ist es dann auch so? So kann man sich die Welt auch selbst backen!! Kommen sie mal von ihrem Ross runter, das ist ja nicht auszuhalten!!!

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