Zum Papstbesuch: Richard Dawkins Begrüßungsrede

2010 besuchte  Papst Benedikt England. Begrüßt wurde er von Richard Dawkins. Dawkins

„Joseph Ratzinger is an enemy of humanity. He is an enemy of children, whose bodies he has  allowed to be raped and whose minds he has encouraged to be infected with guilt. It is embarrassingly clear, that the church is less concerned with saving their bodies from rapists, than saving priestly souls from hell. And at most concerned with the long term reputation of the church itself.

He is an enemy of gay people, bestowing on them the sort bigotry that the church used to reserve for Jews before 1962.

He is an enemy of women, barring them from the priesthood, as though a penis were an essential  tool for fulfilling pastoral duties.

He is an enemy of truth, promoting bare face lies about condoms not protecting against AIDS,  especially in Africa.

He is an enemy of the poorest people on the planet, condemning them to inflated families that they  cannot feed, and so keeping them in the bondage of perpetual poverty. A poverty which fits ill besides the obscene wealth of the Vatican.

He is an enemy of science, obstructing vital stem cell research on grounds not of true morality but  of pre-scientific superstition.

Ratzinger is even an enemy of the Queen’s own church, arrogantly dissing Anglican order as  ‚absolutely null and utterly void‘, while on the same time shamelessly trying to poach Anglican  vicars to shore up his own pitifully declining priesthood.

Finally, perhaps the most personal concern to me, Ratzinger is an enemy of education. Quite apart from the life-long psychological damage caused by the guilt and fear, that has made Catholic education infamous throughout the world, he and his church foster the educationally pernicious doctrine that evidence is a less reliable basis for believe than faith, tradition, revelation, and  authority. His authority!“

Dem ist  nichts hinzuzufügen.

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22 Kommentare

  1. #1 | Gerd Herholz sagt am 22. September 2011 um 08:28 Uhr

    Danke!

  2. #2 | Robin sagt am 22. September 2011 um 08:32 Uhr

    In dem Zusammenhang: Ich konnte gestern gar nicht glauben was für ein Begrüssungskommenmtar dazu auf ‚der Westen‘ zu lesen war:

    https://www.derwesten.de/nachrichten/Herzlich-willkommen-Heiliger-Vater-von-Ruediger-Oppers-id5085967.html

    Ich hielt das da erst für einen Scherz, aber ich glaube der Kommentar dort war durchaus sehr ernst gemeint. Wie weltfremd!

  3. #3 | Mak sagt am 22. September 2011 um 10:58 Uhr

    Weltfremd ist eher der Kommentar von Dawkins. Wer sich näher und offener mit den Fragen beschäftigt, wird feststellen, dass die Behauptungen so nicht zutreffend sind. Und durch beständige Wiederholungen werden sie nicht wahrer.

    Die Kirchenkritiker leiden unter genau der Blindheit, die sie der Kirche vorwerfen. Und sie merken es selbst nicht.

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 22. September 2011 um 11:07 Uhr

    @Max: Was ist denn an der Rede von Dawkins weltfremd? Und wo wirft er denn der Kirche Blindheit vor? Ist es nicht eher so, dass er ihr zynisches Kalkül und Menschenverachtung vorwirft?

  5. #5 | Walter Stach sagt am 22. September 2011 um 11:18 Uhr

    Die fundamental Kritik an der kath.Kirche und die z.Teil hämisch-dämlichen Polemiken gegen das Kirchenoberhaupt berühren mich als kath.Christen nicht im geringsten.“Warum seit ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen“ ? Ich bin nicht furchtsam,denn Furcht passt nicht zum Glauben, wäre aber auch deshalb fehl am Platze, weil ich Mitglied einer Gemeinschaft von weltweit rd. 1,2 Mrd (!!!)Katholiken bin. Daß es unter 1, 2 Mrd.katholischer Christen viele Sünder und nur wenige Gerechte gibt, die Priesterschaft einbezogen, ist menschlich. Daß sich alle Christen -die Priester, die Bischöfe, den Papst eingeschlossen- tagtäglich zu fragen hat,ob und wie sie es mit den 1o Geboten halten und sich stets dabei ertappen , sie nicht immer einzuhalten, ja , als fehlbare Menschen nicht stets einhalten können, und daß sich auch jede Organisation der kath.Kirche und ihr Personal permanent zu fragen haben, ob und wie sie organistorisch und personell den Grundprinzipien des kath.Glaubens und den Grundregeln ihrer Kirche in Gegenwart und Zukunft gerecht werden , ist selbstverständlich. Wenn es dazu stets und immer lauter „Begleitmusik“ von Außen durch all die „stets Gerechten dieser Welt“ gibt,dann ist das ein nicht zu ändernder Fakt,aber wirkungslos für die kath.Weltkirche,in der die deutschen Katholiken gerade ‚mal o,2 % ausmachen. Letzteres, also die nur 2%, scheint auch mancher kritische Katholik in Deutschland zu vergessen, der die Weltkirche zu reformieren gedenkt. Viele Kritiker der Person des jetzigen Papstes sollten sich zudem angesichts der intellektuellen und spirituellen Qualitäten des Papstes als einer deshalb auch von Nichtchristen weltweit hoch geschätzten und bewunderten Persönlichkeit fragen, ob ihre intellektuellen Qualitäten, ihre intellektuelle Redlichkeit ausreichen für ihre fundamentale Kritik an der kath.Weltkirche und an der Person des Papstes. Was ich derzeit dazu in Deutschland angesichts des Besuches des Papstes an oft polemsich-hämischer Kritik lese und gelegentlich höre-Ausnahmen bestätigen die Regel- , läßt mich diesbezüglich so manches Mal zweifeln.

  6. #6 | Peter Podewitz sagt am 22. September 2011 um 11:52 Uhr

    Was möchte uns #5 Walter Stach sagen? Wir sind viele, also haben wir recht? Und dafür, daß ihn die Kritik an am „intellektuellen und spirituellen“ SuperTollKlassePrimaPapst „nicht im geringsten“ berühren, also dafür läßt er sich aber erstaunlich ausführlich über die Kleingeistigkeit der Kirchenkritiker aus. Und die deutlich spürbare Arroganz kommt wahrscheinlich automatisch, wenn man meint im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit zu sein, wie es die Gläubischen oft und gerne und ohne jede ironische Brechung tun. Gehört ja auch zum Job.

  7. #7 | Antifa Medienzentrum Dortmund sagt am 22. September 2011 um 12:19 Uhr

    2000 Jahre Liebe?

    Immer wieder schön die Dokumentation über den Kirchenkritiker Karlheinz Deschner:

    Teil 1 hier: https://www.youtube.com/watch?v=7GuVff9timQ&feature=BFa&list=PL5865556F72DA1B46&lf=results_main&index=1

    Aus dem atheistischen Alltag heraus betrachtet wundert man sich schon darüber, was für anachronistische Figuren sich in der Republik rumtreiben.

  8. #8 | Robin sagt am 22. September 2011 um 12:24 Uhr

    @Walter: Aber wie viele der angeblich 1,2 Mrd. sind nur auf dem Papier noch Katholiken?
    Wer sonntags mal in eine Kirche schaut, der sieht ja wie wichtig den Leuten das hier in Deutschland noch ist. Die Bedeutung der Kirche ist in den Gesellschaften der Industrieländern doch schon seit Jahrzehnten rückläufig.
    Und die hunderttausende Kirchenaustritte in D seit dem Ratzinger Papst ist kommen ja auch nicht von ungefähr. Die Leute stimmen mit den Füssen ab.
    Und in Ländern wo es den Leuten schlecht geht, da sind sie halt, in Hoffnung auf bessere Zeiten, besonders gläubig.
    Hat hier im Mittelalter ja auch die Gesellschaft zusammengehalten und die Leute auf ein besseres Leben im Jenseits hoffen lassen, wenn sie hier auf Erden schön folgsam und brav sind. So hält man Unzufriedene ruhig.
    Klappt heute in vielen Regionen der Erde noch…

  9. #9 | Walter Stach sagt am 22. September 2011 um 12:43 Uhr

    Zu empfehlen: Augstein heute in SPIEGEL online zur Bedeutung der Religion und der Kirchen für die Gesellschaft, konkret für die Ethik als Fundament unseres Zusammenlebens und damit zur Bedeutung des Papstes als eine der wenigen reglionsübergreifend respektiereten Persönlichkeiten, die uns stets an die ethischen Grundlagen unseres Zuammenlebens und damit an die Bedeutung von Religion und Kirche erinnern, so auch heute und morgen in Deutschland.

  10. #10 | Arnold Voss sagt am 22. September 2011 um 12:53 Uhr

    @ Walter Stach #5

    „Ich bin nicht furchtsam,denn Furcht passt nicht zum Glauben,…“

    Doch Walter Stach. Was sie da an Borniertheit und Selbstgefälligkeit verbreiten ist nämlich zum Fürchten.

  11. #11 | Stefan Laurin sagt am 22. September 2011 um 12:55 Uhr

    @Walter Stach: „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne. “ Kant. https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ
    Für eine ethische Grundlage braucht es keine Religion. Religionen und Pfarrer schaden eher:
    In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer;
    Und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer.
    Victor Hugo

  12. #12 | Mak sagt am 22. September 2011 um 13:34 Uhr

    @Stefan (#5)
    Das Beispiel der Kondome wird immer gern genommen, ist aber so nicht richtig. Es ist inzwischen wissenschaftlich anerkannt, dass andere Maßnahmen besser geeignet sind, die Infektionsraten zu senken (wie z.B. Treue in der Beziehung). Kondome bieten – gerade in Afrika – nur eine Scheinsicherheit. Und kaum eine Gruppe kümmert sich so um HIV-Infizierte wie katholische Orden.
    Zum Kindesmißbrauch wurde in den letzten Jahren und Wochen viel geschrieben. Es gab und gibt viele Kirchenangehörige, die versucht haben, Missetäter zu decken, sie der weltlichen Strafe zu entziehen und Opfer zu ignorieren. Der Papst gehört NICHT dazu – er hat sich bei jeder seiner Reisen mit Opfern getroffen, deutliche Worte gegen die Vertuschung und die Tat an sich geäußert und arbeitet daran, die Mentalität gerade innerhalb der Organisation zu ändern.
    Zum Priestertum der Frau mag an stehen, wie man will. Aber wieso wird diese GLaubenslehre verachtet, während ein Mann nicht Gleichstellungsbeauftragter werden kann? Im „Mainstream“-Islam sind mir weibliche Vorbeter nicht bekannt, und die jüdische Orthodoxie lehnt Rabinerinnen ebenfalls ab.
    Die Gegnerschaft zu den Armen ist erst recht eine Lüge. Wer hat sich denn in den letzten Jahren gegen die „Marktgläubigkeit“ unserer Regierungen gestellt und eine gerechtere Verteilung der Ressourcen auf der Erde eingefordert? Wer verlangt Solidarität mit den Armen? Der Papst selbst verfügt übrigens über kein persönliches Vermögen und ist ein bescheidener Mann – das stünde einigen seiner Kritiker auch gut zu Gesicht.

    Diese einseitige Frontstellung, die in Dawkins Worten zum Ausdruck kommt, zeigt nur, dass eine Auseinandersetzung mit der „anderen Position“ nicht gewollt ist.

    Es wird keiner gezwungen, dem Papst zuzuhören oder ihm zuzuwinken. Aber deshalb sollten die, die es tun, nicht daran gehindert oder lächerlich gemacht werden. Glauben und Denken schließen sich nicht aus, wie durch die Geschichte immer wieder bewiesen wurde. Man denke nur an unseren Kalender.

  13. #13 | Arnold Voss sagt am 22. September 2011 um 14:24 Uhr

    @ MAK
    „Das Beispiel der Kondome wird immer gern genommen, ist aber so nicht richtig. Es ist inzwischen wissenschaftlich anerkannt, dass andere Maßnahmen besser geeignet sind, die Infektionsraten zu senken (wie z.B. Treue in der Beziehung). Kondome bieten – gerade in Afrika – nur eine Scheinsicherheit. Und kaum eine Gruppe kümmert sich so um HIV-Infizierte wie katholische Orden.“

    Habe ich das richtig verstanden? Kondome = Scheinsicherheit? Treue=Sicherheit? gerade in Afrika? Wissenschaftlich nachgewiesen?

    Um es mit Gerd Herholz zu sagen: Nie haben mir die Worte so sehr gemangelt!

  14. #14 | Mak sagt am 22. September 2011 um 14:46 Uhr

    @Arnold (#13):
    Siehe https://www.guttmacher.org/pubs/summaries/exs_abc03.pdf
    Drei Faktoren gibt es: A, B und C (Abstinenz, Beharrlichkeit [Monogamie], Condome. Alle drei Faktoren sind wichtig.
    Kondome spielen unstrittig eine wichtige Rolle, aber sie sind nicht alles.

    Als persönliches Schlusswort: Warum wird der Papst immer auf dieses eine Thema reduziert? Es gibt viel mehr und drängendere Fragen, zu denen er sich äußert, aber kaum wahrgenommen wird (die Ungerechtigkeit der Weltwirtschaft z.B. oder der Kampf gegen die Todesstrafe). Manchmal habe ich den Verdacht, dass bestimmte Kreise die Aufmerksamkeit auf die „Nischenthemen“ wie Zölibat oder Sexuallehre lenken, um von den anderen Themen abzulenken. Cui bono …

  15. #15 | Arnold Voss sagt am 22. September 2011 um 15:02 Uhr

    @ MAK #14

    Nichts gegen Abstinenz und Beharrlichkeit. Wers denn hinkriegt. Aber bei realistischer Betrachtung der Lage, nicht nur in Afrika, scheint mir in diesem Zusammenhang auf das Kondom noch am meisten Verlass zu sein. 😉

    Mag sein dass für sie, MAK, Sexualität ein Nischenthema ist. Ich glaube die überwiegende Mehrheit der Menschheit ist da, wie ich selbst auch, ganz anderer Meinung.

  16. #16 | Helmut Junge sagt am 22. September 2011 um 15:36 Uhr

    Heute morgen gegen 10 Uhr15 begannen die Glocken einer Kirche am Oberhausener Altmarkt laut zu läuten. Dieses Glockengeläut dauerte mindestens
    5 Minuten an. Ich saß während dieser Zeit in einem nahen Gebäude wegen einer Versicherungsache und konnte zwischenzeitlich kaum einen Satz verstehen. Der Versicherungsvertreter sagte zu mir:“Die freuen sich, weil der Papst kommt“.
    Ich habe das recherchiert. Zeitlich kommt das tatsächlich hin.
    Jetzt vermute ich, daß unsere Republik eine große Kirche geworden ist, und frage mich, ob es für solche Veranstaltungen, die mit zusätzlichem lauten Glockengeläut verbunden ist, nicht auch behördliche Genehmigungen geben muß.
    Frage an das Publikum: „Dürfen Kirchen jederzeit, wenn sie einen Anlaß sehen, das Volk, ob gläubig oder ungläubig, in voller Dröhnung darüber informieren?
    Immerhin ist ja dann zu erwarten, dass sich das nach der Predigt im Bundestag wiederholen wird.

  17. #17 | Walter Stach sagt am 22. September 2011 um 18:03 Uhr

    Stefan, lies doch ‚mal das vor Jahren geführte Gepräch zwischen Habermas und dem damaligen Kardinal Ratzinger über Glaube und Vernunft nach. Daraus habe ich seinerzeit entnommen, daß Glaube und Vernunft sich weder aus der Sicht von Habermas noch aus der von Ratzinger ausschließen, im Gegenteil. Und ethischen Prinzipien sich demnach nicht aus einem entweder oder begründen lassen, sondern aus dem Miteinander/Ineinander von Glaube und Vernunft.Ich weiß leider nicht, wo der Text des damaligen Gespräches zu finden ist.

  18. #18 | Gerd Herholz sagt am 22. September 2011 um 20:44 Uhr

    # 2 robin: unglaublich, wirklich. allein der satz: „Dagegen steht eine kleine, aber laute Minderheit obskurer Gruppen, die Proteste angekündigt hat. In einer pluralen, offenen Gesellschaft muss man das hinnehmen …“

    ich bin lebensfroh zu dieser minderheit zu gehören, die sich das nachdenken nicht verbieten lässt – und der es -„gottseidank“ – auch nicht verboten werden kann.
    mein Out-of-Bibel-Wort für heute, liebe Ungläubige, nehmet es denn zu Herzen, hallelujah, stammt vom ollen Goethe, aber auch den kippen die Bildungsbürger schnell auf den Müll, wenn’s um Glauben statt Wissenkönnen geht.
    „Es bleibt wahr: das Märchen von Christus ist Ursache, daß die Welt noch zehntausend Jahre stehen kann, und Niemand recht zu Verstand kömmt.“

    Wer einmal Unsinn glaubt, glaubt eben auch anderen Unsinn. Wem mag das nutzen? Cui bono?

  19. #19 | Gerd Herholz sagt am 22. September 2011 um 20:56 Uhr

    #11 stefan: da ziehe ich doch heute schon das zweite mal den hut vor dir. danke. was du da knapp skizzierst, kann man z.b. in einem kleinen reclam heftchen nachlesen, bei norbert hoerster: was ist moral. eine philosophische einführung.
    mit der lüge, dass nur religion ethik/moral begründe könne, argumentieren ausgerechnet religiöse, die vor gut 2000 jahren im nahen osten religiöse-vorläufer-systeme und philosophien des ostens wie westens gründlich geplündert und gesampelt haben, neues label drauf und von priester-dj’s überall gespielt: christentum. verkauft sich wie geschmiert.

    „Noch schöner wär’s, wenn sich später, in der Ewigkeit, herausstellte, daß Gott gar nicht ‚Gott‘ heißt. Sondern beispielsweise ‚Hottner‘ …“
    (Eckhard Henscheid)

  20. #20 | Gerd Herholz sagt am 22. September 2011 um 21:03 Uhr

    # 16 helmut: letztes lästern für heute.
    mit glocken wird ja auch gefoltert, lieber helmut, und auch die klassische konditionierung von hunden hat ivan petrowitsch pawlow damit geschafft.

    „Am Beginn des 20. Jahrhunderts führte Pawlow seine klassisch gewordenen Experimente durch: Ein Hund wurde in einem besonderen Apparat gestellt, in dem die Intensität des Speichelflusses als Reaktion auf bestimmte Reize gemessen werden kann. Dem Hund wurde ein unbedingter Reiz (UCS: Futter) präsentiert, woraufhin er den angeborenen Reflex (UCR: Speichelfluß) zeigte. Auf das Läuten einer Glocke (CS) zeigte der Hund keinerlei Reaktion, außer einer gewissen Neugier. Pawlow kombinierte die beiden Reize (UCS + CS), worauf der Hund mit Speichelfluß reagierte (UCR). Nach mehrmaligem Wiederholen dieser Reizpräsentation, reagiert der Hund schon auf das Glockenläuten mit Speichelfluß. Diese Reaktion nennt Pawlow bedingte Reaktion (CR). “

    quelle: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/KonditionierungKlassisch.shtml

  21. #21 | Helmut Junge sagt am 23. September 2011 um 08:37 Uhr

    #20 Gerd: es gab nach meiner Beobachtung durchaus zwei deutlich unterscheidbare Reaktionen. Zwei, drei strahlende Gesichter guckten aus der geöffneten Kirchentür heraus, und ein schmerzhaft verzogenes, verärgertes Gesicht eines Migranten konnte ich außen beobachten. Der lief wohl durch den Bereich des größten Schalldrucks. Außerhalb der Kirche, auf dem Markt, Du kennst die Gegend, sowie auf der Straße, konnte ich keine weiteren glückseligen Gesichter erkennen.
    Man darf nicht vergessen, dass el papa gar nicht in Oberhausen war, sondern 600km entfernt.
    Das war kein liturgisches Glockenschlagen, was juristisch kaum anfechtbar wäre. Das war auch kein Zeitschlagen. Das war eindeutig eine Begrüßungssalve, wie sie von offizieller Instanz häufig einem hochrangigen Besucher zugedacht wird. Und da glaube ich, hat diese einzelne Kirchengemeinde absolut keine Berechtigung zu.
    Angesichs der Veränderungen in unserer Gesellschaft wird das aber auf immer geringere Duldung seitens der Nachbarschaft stoßen. Das klärt sich in den nächsten Jahren. Da bin ich sicher.

  22. #22 | Arnold Voss sagt am 23. September 2011 um 17:15 Uhr

    Wie heißt es so schön im christlichen Volksmund: „Ach du heiliger BIM BAM.“

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