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Bochum: Raucherverbot im Bermudadreieck – 600 Arbeitsplätze in Gefahr.

bermudadreieckGerüchte machen unter den Angestellten im Bermudadreieck die Runde. Als Reaktion auf die mit dem Rauchverbot zusammenhängenden Umsatzrückgänge könnten die Wirte gezwungen sein, etwa ein Drittel aller 1600 Stellen  in dem Kneipenquartier zu streichen.

Wenn Umsätze einbrechen, dann haben Gastronomen wenig Möglichkeiten dies zu kompensieren. An der Energie kann man nicht sparen, auch wenn keine Gäste kommen, muss das Licht brennen, die Kühlungungen laufen oder die Herde brennen, könnte ja doch sein, dass sich doch noch ein Gast in das Lokal verirrt. Ein Lokal kann man nicht innerhalb von wenigen Minuten hochlaufen lassen. Genauso verhält es sich mit dem Wareneinsatz. Speisen und Getränke müssen vorgehalten werden, macht der Laden auf, dann muss die mise en place stehen. Naturgemäß ist es auch Vermietern in der Regel egal, wie es um ihre Mieter steht, die wollen am Ende des Monats ihr Geld sehen und wenn das nicht kommt… tscha… man kann sich denken was dann passiert.

Und die Preise erhöhen, um den fehlenden Umsatz durch fehlende Gäste, auszugleichen, das geht auch nicht, denn dann blieben noch mehr Gäste aus als eh schon, seit Anfang Mai. „Das Thekengeschäft ist mir um 50% zurückgegangen“, sagt Dirk Steinbrecher, Betreiber des „Mandragora“ und Sprecher der Interessengemeinschaft Bermudadreieck. Ein Blick in den Tresenbereich lässt das noch optimistisch erscheinen, in der nun sauberen, dafür leicht nach Öl und Majo riechendenden Luft, sitzen zwei Unverzagte. „Die sind immer hier!“

Die einzige Schraube an der Wirte ein wenig drehen können sind die Personalkosten. Da könnte man Löhne und Gehälter kürzen oder, wenn es gar nicht anders geht, Leute entlassen. Und es scheint nicht anders zu gehen. Konfrontiert mit der, gerüchteweise kolportierten, Zahl von 800 möglichen Entlassungen wiegt Leo Bauer, der Gründer von Bochums Kneipenmeile, den Kopf und leitet die Frage gleich an Dirk Steinbrecher weiter. „Nein! So viele sind es wohl nicht… aber so um 600 dürften es sein!“ 600 drohende Entlassungen alleine im Bermudadreieck, Putzpersonal, Bedienungen, Zapfer, Aushilfen, die sich einen neuen Job suchen müssen… aber wo?

Klar ist nur, bei wem sich die Betroffenen und die Gäste bedanken können.  Drei der fünf Bochumer Landtagsabgeordneten stimmten für das radikale Rauchverbot der rot-grünen Landesregierung. Neben Carina Gödecke (SPD),   Serdar Yüksel (SPD) gehört zu denen mit Thomas Eiskirch (SPD) auch der Wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag. Simone Brand (Piraten) und Monika Pieper (Piraten) stimmten dagegen.

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79 Kommentare zu “Bochum: Raucherverbot im Bermudadreieck – 600 Arbeitsplätze in Gefahr.

  • #51
    storch3

    Die Aussage maßgeblicher Bochumer Gastronomen, hier stünden 600 bzw. 800 Arbeitsplätze zur Disposition, muss man sicher auch als politische Äußerung verstehen. Auch hier gehört Klappern (nicht nur mit Gläsern) zum Geschäft.
    Mein persönlicher Eindruck aus dem letzten Besuch des 3Ecks vor ein paar Tagen:
    Pinte: rappelvolll (trotz Rauchverbot),
    Mandra: gähnend leer (wegen Rauchverbot) – die Aussage wurde vom Personal bestätigt.
    Shop und Zacher: wie immer um die Uhrzeit (ca. 0:30 Uhr).
    Pfingstferien und beginnende Reisezeit sollten hier kein Maßstab sein.
    Kurzum: Abwarten – und die Anregung an die schreibende Zunft, das Ganze mit einigem zeitlichen Abstand genau und großflächiger zu recherchieren – besser auch in den Eckkneipen.
    Mit den dann gewonnenen Erkenntnissen kann man besser und glaubhaft darlegen, ob es zu einem Kneipensterben kommt. Das wäre guter Journalismus und zudem verwertbar.
    P.S.: Das schreibt eine Gegnerin des Rauchverbots.

  • #52
    Mike O.

    Traurig aber wahr – Grün ist das neue braun 🙁 Freiheit & Vielfalt werden verboten..
    Und das dicke Ende für die Wirte kommt erst noch – wartet mal ab wenn der Herbst kommt und Aussengastronomie kein Thema mehr ist.. Denke der Zeitpunkt 1.Mai wurde auch von Grünen & SPD bewusst gewählt um die schlimmsten Folgen nicht sofort sichtbar werden zu lassen.. Hätte das Rauchverbot am 1.Januar gestartet weren die sofortigen Folgen noch heftiger..

    Und was ich als Raucher jetzt mache – am WE war war ich auf einer privaten Raucherfete – zusammen mit vielen Nichtrauchern.
    Kneipe – nee,sorry.. So leid es mir für die Wirte tut – aber ich gehe nicht weg um es ungemütlich zu haben 🙁

    Würde mir nur wünschen das die Gastronomie mehr tut um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen – Flugblätter,Unterschriftenlisten,Aufkleber usw..

    Wenn an einigen Läden Schilder mit dem Schriftzug „Kein Einlass für Wähler von SPD & Grünen“ auftauchen würden auch die Medien das Thema öfter aufgreifen..

  • #53
    Marc T

    Dass der Start des Rauchverbots von ursprünglich 01.01.2013 auf den 01. Mai verschoben wurde, war natürlich politisches Kalkül von den Grünen und Roten. In der Sommersaison und bis zur Bundestagswahl fällt es hoffentlich wenigen auf, dass man Indoor nicht mehr rauchen darf und nach der Wahl bzw. wenn es dann allen auffällt, weil Outdoor geschlossen wird, erinnert sich hoffentlich niemand daran, wer das Gesetz beschlossen hat. Man kann übrigens etwas dagegen tun: Es laufen aktuell etliche Online-Petitionen gegen dieses totale Rauchverbot. Muss man nur googlen Petition gegen das neue Nichtraucherschutzgesetz. U.a. hier:
    https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-den-nichtraucherschutz-in-nrw
    https://www.openpetition.de/petition/online/aufhebung-des-nichtraucherschutzgesetzes-in-der-aktuellen-fassung
    Teilen, Abreisszettel ausdrucken und in Kneipen verteilen, damit noch mehr auf diese Gängelung durch die Grünen und eine mitmachende Frau Kraft und ihre SPD aufmerksam werden und mitmachen bei der Petition oder der danach vielleicht kommenden Volksabstimmung. Die Speisegastronomie war bereits rauchfrei, Eckkneipen hatten die Wahlmöglichkeit. Es gab ein akzeptiertes Gesetz, wo es für alle genug Wahlmöglichkeiten gab in den letzten vier Jahren und vor allem war die große Mehrheit zufrieden mit diesen Regelungen und es gab ein akzeptiertes Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern.
    Dieses neue Gesetz, von den Grünen, v.a. Ministerin Steffens durchgedrückt dient nicht mehr dem Schutz der Nichtraucher (die waren bereits geschützt!), dieses Gesetz dient einzig und allein der Gängelung des mündigen Bürgers, er soll umerzogen werden zum Nichtraucher. Das gibt Frau Steffens sogar selbst zu, dass das ihr Ziel ist. Nachdem aber Frau Steffens keinen legitimierten Erziehungsauftrag hat in das Privatleben der Bürger einzugreifen, sollte man sich dagegen wehren, dass die Politik anfängt sich ins Privatleben einzumischen! Wenn wir dieses Gesetz akzeptieren, werden weitere Gesetze folgen, die noch mehr Einschnitte im Privatleben zum Ziel haben.

  • #54
    georg

    Ich kann die Wut vieler Gastronomen sehr gut nachempfinden – auf dem Rücken der Gastronomen wird ein Kampf gegen den Tabakkonsum ausgetragen, an den sich die Politik wegen der enormen Lobby keiner rantraut. Die Argumente, Nichtraucher oder Angestellte könnten sich dem „Gruppenzwang“ kaum entziehen, mögen zum Teil stechen. Allerdings laufen sie spätestens da ins Leere, wo eine Eckkneipe seit Jahr und Tag vom Eigentümer geführt und die Gäste alle für Pils und Kippe kommen. Komischerweise wird da nichts ausgeklammert. Ist ja auch viel einfacher, dem Gastronomen mit enormen Strafen zu drohen, als sich dem Kernproblem selbst zu widmen.

    Klar ist: Im europäischen Ausland, allen voran den skandinavischen Ländern, ist die Bevölkerung schon deutlich besser sensibilisiert, was die Risiken des Rauchens betrifft. Dort darf in der Öffentlichkeit praktisch nirgends mehr geraucht werden und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich die anfänglichen Einbußen in der Gastronomie nach und nach wieder eingependelt haben. Das würde bei uns auch passieren, wenn die Akzeptanz in der Bevölkerung stiege. Bei gefühlt 16 verschiedenen deutschen Lösungen kann das aber nicht funktionieren.
    Meine feste Überzeugung ist: Über kurz oder lang werden sich auch die Raucher mit den Einschränkungen abfinden und zu ihrem gewohnten „Kneipenkonsum“ zurückkehren. Dass bis dahin einige Wirte über die Klippe gehen und der Weg hochgradig ungerecht ist, sehe ich aber auch so.

  • #55
    TuxDerPinguin

    @Gogan:
    kannst du die wissenschaftliche Studie mal verlinken, nachdem die 25% der Bevölkerung, die rauchen, für 80% der Umsätze in der Gastronomie verantwortlich sind?
    mich würd ja interessieren, wo Nichtraucher dann ihr Geld verprassen.. Theater, Museum, Golf?

  • #56
    Marc T

    Dass der Start des Rauchverbots von ursprünglich 01.01.2013 auf den 01. Mai verschoben wurde, war natürlich politisches Kalkül von den Grünen und Roten. In der Sommersaison und bis zur Bundestagswahl fällt es hoffentlich wenigen auf, dass man Indoor nicht mehr rauchen darf und nach der Wahl bzw. wenn es dann allen auffällt, weil Outdoor geschlossen wird, erinnert sich hoffentlich niemand daran, wer das Gesetz beschlossen hat. Man kann übrigens etwas dagegen tun: Es laufen aktuell etliche Online-Petitionen gegen dieses totale Rauchverbot. Muss man nur googlen Petition gegen das neue Nichtraucherschutzgesetz. U.a. hier:
    https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-den-nichtraucherschutz-in-nrw
    https://www.openpetition.de/petition/online/aufhebung-des-nichtraucherschutzgesetzes-in-der-aktuellen-fassung
    Teilen, Abreisszettel ausdrucken und in Kneipen verteilen, damit noch mehr auf diese Gängelung durch die Grünen und eine mitmachende Frau Kraft und ihre SPD aufmerksam werden und mitmachen bei der Petition oder der danach vielleicht kommenden Volksabstimmung. Die Speisegastronomie war bereits rauchfrei, Eckkneipen hatten die Wahlmöglichkeit. Es gab ein akzeptiertes Gesetz, wo es für alle genug Wahlmöglichkeiten gab in den letzten vier Jahren und vor allem war die große Mehrheit zufrieden mit diesen Regelungen und es gab ein akzeptiertes Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern.
    Dieses neue Gesetz, von den Grünen, v.a. Ministerin Steffens durchgedrückt dient nicht mehr dem Schutz der Nichtraucher (die waren bereits geschützt!), dieses Gesetz dient einzig und allein der Gängelung des mündigen Bürgers, er soll umerzogen werden zum Nichtraucher. Das gibt Frau Steffens sogar selbst zu, dass das ihr Ziel ist. Nachdem aber Frau Steffens keinen legitimierten Erziehungsauftrag hat in das Privatleben der Bürger einzugreifen, sollte man sich dagegen wehren, dass die Politik anfängt sich ins Privatleben einzumischen! Wenn wir dieses Gesetz akzeptieren, werden weitere Gesetze folgen, die noch mehr Einschnitte im Privatleben zum Ziel haben.

  • #57
    Mogelpackung

    Der Landtag in Düsseldorf ist z.B. von diesem Rauchverbotsgesetz nicht betroffen,wie geht das denn zusammen??? Und von den „Grünen“ eine klare Stellungnahme zu bekommen ist auch nicht möglich, fragt man sie, bekommt man zur Antwort………..wir waren das nicht,wir sind nur Kommunalpolitisch tätig, wie witzig.
    In unserer Kneipe rauchen wir weiter, solange keine Gefahr im Verzug ist, 2 Spitzelgäste waren auch schon dort, in Anwesenheit der „Grünen“, sie tranken ein Bier, wir die Raucher standen draussen und sie sassen bzw. standen alleine an der Theke. Was ich beobachten konnte ist, das nichts mehr los ist, weder in dieser noch in anderen Kneipen, vielen DANK ihr h………v…….brannten Nichtraucher.
    Ich hab da noch nen Vorschlag, am besten teilt ihr unsere 16 Bundesländer z.B. folgendermassen auf:
    1.NRW für die Raucher, da es hier,jedenfalls meine Meinung,am schönsten ist und ich hier nicht weg will, bleiben noch 15 andere: 1 für die Nichtraucher,1 für die Dicken,1 für die Alten, 1 für die Demenzkranken und was euch Spinnern sonst noch so einfällt. Oder noch besser wäre es 2 Enklarven zu bilden, so alla Ex-DDR, Mauer hoch Raucher links und Nichtraucher rechts, na wär das was?? Noch etwas: Gerade heute war ich beim Doc und habe ihm erzählt das ich nicht mehr rauche, er freute sich (grins), als ich draussen war, fiel mir ein, oh Gott, lass dich bloss nicht beim Rauchen vor der Kneipe erwischen.

  • #58
    Mogelpackung

    Wir rauchen weiter:Punkt und lassen uns von Blockwarten und Denunzianten überraschen.

  • #59
    Stefan Laurin

    @Mogelpackung: Der Landtag ist nicht vom Rauchverbot ausgenommen. Die Dinkelteetrinker haben sich auch dort durchgesetzt…

  • #60
    William-James

    Die kleine Kneipe an der Ecke war ein sozialer Raum, Begegnungsstätte usw.. Dort wurde über die neusten Entwicklungen in der Nachbarschaft, Fußballergebnisse und politische Grundsatzdiskussionen geführt.
    Eben alles, was einen so gerade bewegt, kam auf den (Stamm)tisch und wenn man sich wohl fühlt kommt man wieder.

    Wenn aber nun eine Gruppe ausgegrenzt wird, denkt man schon darüber nach, warum das so sein soll. Will man die Menschen nicht mehr selbst denken lassen? Will man ihnen der letzte Selbstbestimmung berauben? Will man die Menschen noch weniger direkt aufeinander treffen lassen und die Generation Internet an die eigenen 4 Wände ketten?

    Eine traurige Entwicklung und wenn das so weitergeht, wird das Nasebohren auch verboten. Ich hoffe, dass man dafür nicht ins Gefängnis muss. Für das Rauchen in der Kneipe muss man jetzt wohl sogar ins Gefängnis, wenn man die Strafe nicht bereit ist zu zahlen. Wohin geht unsere freiheitliche und offene Gesellschaft?

    Etwas Angst bekomme ich schon als Nichtraucher!

  • #61
    Oliver

    Ich hätte nie gedacht, das es so konsequent durchgezogen und eingehalten wird. Sei Freibeuter oder Intershop, die Leute stehen lieber vor der Tür und Klammern sich um den Wärmepils.

    In meinem Blog, hab ich versucht meine Eindrücke zu schildern. Als gebürtiger Saarländer, hab ich selbst gesehen, wie die Kneipenkultur – bzw. die Einnahmen der Wirte weg bricht. Bei jedem „Heimatbesuch“ fehlt eine weitere Kneipe bzw. wird durch ein Restaurant ersetzt. Besitzer müssen ihre Angestellten wegschicken, weil die Gäste ausbleiben. Sogar die saarländischen Landespolitiker gingen auf Kontrollgang und verpetzen die Wirte beim Ordnungsamt.

    Eigentlich blieb doch jedem Nichtraucher die Wahl, ob er eine Lokalität betritt oder nicht. Beim Personal, ok sieht es anders aus. Aber habe ich als Angestellter, doch auch die Wahl meinen Arbeitsplatz und Arbeitgeber zu wählen….

    Wenn es nicht die Einbrüche der Einnahmen sind, dann bald die Anwohner, die sich über den Lärm auf den Strassen beschweren, weil die Leute draußen rauchen!

  • #62
    Thomas

    Serdar Yüksel wir sind selber Schuld das wir dich gewählt haben meine Freund und ich sind ca 60 die dich gewählt haben und das war ein Fehler danke für das Rauchverbot

  • #63
    mark8568

    Hier mal eine Statistik des MIFM zur Auswirkung der Rauchverbote in Bayern
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=582234735140430&set=o.345598552205589&type=1&relevant_count=1&ref=nf
    Ein Rückgang seit 08/10 um 30 %. Woanders klappts doch auch.

  • #64
    Nansy

    In welche Richtung die Entwicklung nach dem radikalen Rauchverbot in NRW gehen wird, kann man auch aus den bayerischen Erfahrungen ableiten – zwar gibt es Unterschiede (ländlicher Raum in Bayern, städtischer Raum im Revier), aber die generelle Richtung läßt sich schon erkennen.

    Stichwort Wirtshaussterben in Bayern: Eine Studie besagt, jedes dritte Dorf in Bayern hat keine eigene Schankwirtschaft mehr. Das Land ist stärker betroffen als die Stadt.

    Die Gründe: Die Leute trinken ihr Bier heutzutage lieber daheim oder treffen sich zum Kartenspielen zu Hause – es kommt zu einem „Rückzug in die eigenen vier Wände“.
    Hinzu kommt, dass immer mehr Familien- oder Tauffeiern wegen des Rauchverbotes in Vereinsräumen oder in Feuerwehrhäusern abgehalten werden.
    Diese sogenannte „Schwarzgastronomie“ ist wiederum den Gastronomen und der Obrigkeit ein Dorn im Auge – was zwangsläufig zu mehr Kontrollen und strengeren Gesetzen führen wird.

    http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/studie-kneipensterben-bayern-haelt-2813360.html

    Die Erfolgsbranchen in der Gastronomie sind nun Catering, Imbissstuben und Fast-Food-Lokale.

    Mag sein, dass die Auswirkungen in großen Städten in NRW etwas anders sein werden, in ländlichen Gebieten NRW´s wird das radikale Rauchverbot aber zu ähnlichen Ergebnissen führen – die Kneipe als sozialer Raum wird verschwinden.
    Aber vielleicht ist das ja auch die Absicht der rot/grünen Volkserzieher…

  • #65
  • #66
    Stefan Laurin

    @ Hui-Buh: Auch wenn Tabak verboten wird, wirst Du ein einsamer und verbitterter Mensch bleiben. Das weißt Du so gut wie ich.

  • #67
    Nansy

    Stefan, das „Schlossgespenst“ Hui-Buh ist bereits ein einsamer und verbitterter Mensch!
    Eine Suche in Google ergibt, dass der Poster Hui-Buh quer durch die Republik in allen Zeitungen und Blogs auftaucht, wenn es um Rauchverbote geht.
    Dabei sind seine Kommentare meistens kurz und voller Verachtung für Raucher, häufig fallen sie auch so aus, das sie vom Moderator gelöscht werden müssen.

  • #68
    Bernd

    Ab 1986 war ich in einer Partei. Wir setzten uns mit unserer Ortsgruppe damals mit der Möglichkeit einer Freigabe des Kiffens in ausgewählten Lokalen auseinander. Zur Debatte standen in unserer internen Diskussion zum Beispiel das alte Oblomov und das (damals gerade zugemachte) Rotthaus in Langendreer. Die Aussichten auf eine Kiff-Regelung nach holländischem Vorbild standen exzellent, es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis man die Tüte in seiner Lieblingskneipe rauchen konnte. Ohnehin tat man dies gelegentlich, wenn nur noch die Unverzagten dort herum hingen. Die „Konkurrenten“ von der Jungen Union am Nachbartisch ließen damals auch so ungefähr alles dampfen, was man zwischen Blättchen packen konnte. Nicht wahr, Herr HesXXX, oder etwa nicht, Herr FabXXX, und Herr HaXX?

    Nun bin ich in der gleichen Partei und Raucher. Meine Partei befürwortet nun ein totales Rauchverbot. Hätte man die Diskussionen zwischen Angehörigen ALLER politischen Strömungen (und wir waren weiß Gott politisch, damals!) von 1986 auf Tonband, so könnte man beobachten, welchen Schwenk von Freiheit zu Reglementierung alle Strömungen auf allen Sachgebieten vollzogen haben.

    Nun, da das Rauchen zum amoralischen Charakterfehler gemacht wurde, kann man sicher auch das Trinken bändigen. Warum nicht bei einem Orangensaft in frischer Luft lustig sein? Braucht es denn immer Drogen? JA. Ich und meinesgleichen wollen nicht im Kreise fesch gestylter Lehrerinnen Limonencocktails trinken. Ich und meinesgleichen wollen in dreckigen Jeans mit ungewaschenen Haaren saufen, rauchen und im Rahmen der rechtlichen Duldungsregelung auch nicht immer nur Tabak. Wir wollen Euch dabei nicht stören; 10 Läden über Bochum verteilt reichen uns, wenn Ihr uns darin in Ruhe lasst.

    Daran hat sich nichts geändert; nur: Im Gegensatz zu 1986 haben wir keine politische Lobby mehr.

  • #69
    KClemens

    #55 | TuxDerPinguin

    Guck mal in diesen Link, da ist zwar nicht nach Rauchern oder Nichtrauchern unterschieden, aber es zeigt, wie oft bestimmte Altersgruppen ausgehen.

    http://www.vuma.de/fileadmin/user_upload/VuMA_2013/VuMA_2013_Berichtsband.pdf

    Und hier die Homepage:

    http://www.vuma.de/

  • #70
    KClemens

    #65 | Hui-Buh

    Ist Dir beim Netwerk Rauchen und bei Rachow langweilig geworden, daß Du jetzt hier herumgeistern musst?

  • #71
    KClemens

    #68 | Bernd

    Daran hat sich nichts geändert; nur: Im Gegensatz zu 1986 haben wir keine politische Lobby mehr.

    Doch, die Grünen sind immer noch ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht Cannabis zu legalisieren.

    Aber bitte nicht rauchen, sondern als Keks oder Tee konsumieren…….. 🙂

  • #72
    mark8568

    An alle, auf Hui-Buh nicht weiter eingehen. Ein trauriger Mensch. Dont feed the troll

  • #73
    Nansy

    Zitat aus dem Blog „Herrenzimmer“: „Das Geschäft nach Mitternacht hat nicht abgenommen, es ist zusammengebrochen.“ So klagt ein Düsseldorfer Wirt in der Zeitung, und er ist bei weitem nicht der Einzige. Nicht einmal einen Monat nach dem grünroten Rauchverbot in der NRW Gastronomie sind in vielen Lokalen des Landes die Gästezahlen derart zusammen gebrochen, dass sie dem Wirkstoffgehalt einer homöopathischen Medizin entsprechen. Also gleich Null sind.
    ….Am 15. Juni gibt es daher in Düsseldorf eine Protestdemonstration gegen die Regelung, an der neben Gastronomen ebenso betroffene Karnevalisten und Vereinsschützen teilnehmen werden.“

    http://www.herrenzimmer.de/2013/05/24/rauchzeichen-setzen/

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  • #75
    Jens

    Mal ein konkretes Beispiel aus dem Bermuda3eck:

    Gestern (nach dem Tote Hosen-Konzert, das um ca. 23 Uhr endete) strömten einige tausend Konzertbesucher ins 3eck, auch unsere Gruppe.

    Wir suchten ein gewisses Café auf, das recht gut gefüllt war. Im vorderen Bereich waren nur ein paar Tische frei, so dass wir nach hinten gingen. Dort blätterten wir dann in den Speisekarten (man war ja ab ca. 16 Uhr im Stadion) und mussten dann feststellen, dass die Küche jetzt geschlossen sei.

    Wir verließen dann diesen Laden und gingen in einen anderen wo es noch was gab – und wo es so voll war, dass wir, kaum dass wir aufgegessen und ausgetrunken hatten, schon den Tisch an Nachfolger übergeben konnte.

    Jetzt ist natürlich nicht jeden Tag ein Hosen-Konzert im Stadion, aber ein wenig erhellend finde ich das schon, vor allem weil das besagte Café schon in Berichten wie diesem hier (aber nicht konkret in diesem!) erwähnt wurde.

  • #76
    Bodo Krispin

    Da hilft kein Jammern und Zähneknirschen. Die NRW-Wirte, -Freiheitsliebenden und -Raucher sollten den Roten und Grünen schon bei der Bundestagswahl im September zeigen, wo der Hammer hängt. Wählt sie nicht. Geht aber bitte wählen, das ist sehr wichtig für den Wahlausgang. Jeder der zu hause bleibt verschenkt seine Stimme.

  • #77
    Marc T

    Die Grünen und allen voran Frau Steffens haben die „angeblichen“ Umsatzeinbußen bei der Anfrage der FDP zum Nichtraucherschutzgesetz im Landtag vergangenen Freitag umgedeutet zu Umsatzzuwächsen in der Gastronomie und man könne doch eh nicht den Gesundheitsschutz zurückschrauben wegen eventuellen Umsatzeinbußen.
    Ich denke, dass die Grünen langfristig vor allem die Kneipenkultur und die dortigen Stammtische platt machen wollen, weil dort oft konservative oder zumindest gegen die Grünen Ideen gerichtete Ideen diskutiert oder ersonnen werden. Die typische Wählerklientel der Grünen geht eh nicht in Kneipen, raucht nicht, ist Lehrer oder verbeamtet, fährt Porsche Cayenne oder zumindest einen anderen SUV und hat es zu seinem Ziel gemacht anderen doch klar zu machen, wie sinnlos sie leben bzw. wie man besser zu leben hat. Wenn die Grünen jetzt über das Rauchverbot diese unliebsamen Stammtische mitausschalten kann und die Verbindungen zwischen den meist gegen Grüne Ideen gerichtete Diskussionen unterbinden kann könnte das logischerweise ein lohnendes Ziel sein für die Grünen… Die Frage bleibt allerdings, ob wir alle das mit uns machen lassen?!
    Es hat jeder Mensch die Freiheit auch sich selbst zu schädigen. Wer Glasknochen hat, dem darf nicht verboten werden Kampfsport zu machen, wer einen BMI von 70 hat, dem darf nicht verboten werden sich trotzdem mehr als sinnvoll an Essen zu sich zu nehmen, wer Risikosportarten betreibt wird es auch nicht verboten damit weiterzumachen. Mit welchem Recht soll dann Rauchern, das Rauchen in ausgewiesenen, abgetrennten Bereichen oder in Raucherclubs verboten werden dürfen??
    Man kann Barbara Steffens auch googlen, dann dürfte einem klar werden, dass diese Frau nicht Wählers Wille im Sinn hat, sondern einfach ihre persönliche Sichtweise der Dinge (siehe oben „typische Wählerklientel der Grünen“) durchdrücken will! u.a. „Barbara Steffens ordnete im Oktober 2012 den Neubau von fünf FORENSISCHEN KLINIKEN des Maßregelvollzugs in Nordrhein-Westfalen an. Diese sollen wohnortnah in den jeweiligen Landgerichtsbezirken der Eingewiesenen gebaut werden, um eine schnelle Resozialisierung der Patienten zu erreichen. Dabei ist laut ihrer Stellungnahme eine Bürgerbeteiligung der Anwohner der von ihr ausgesuchten Standorte oder eine Rücksichtnahme auf deren Befürchtungen und Ängste nicht vorgesehen.“
    Mit anderen Worten: Dieser Frau ist es egal, was der Wähler denkt oder wenn Bürger Bedenken haben, das Risiken für die eigenen Kinder oder für einen selbst bestehen könnten! Diese Frau will ihren Willen durchgesetzt haben, um welchen Preis interessiert sie nicht! Sie ist ja gewählt!
    Mein Appell an alle: Googlet „Raucher töten“, dann sollte einem die Wissenschaftsjournalistin, die schon 2005 vor dieser unwissentschaftlichen Hetzjagd auf Raucher gewarnt hat in „Der Zeit“ etwas die Augen öffnen welche Unwahrheiten hinter all der Raucherhatz stehen. Und vor allem sollte man hinterfragen welche Gutsherren- oder Selbstherrlichkeitsdenken hinter dem Ansinnen von Frau Steffens steckt, dass sie doch besser wüsste, wie jeder besser leben müsste in NRW und im gleichweg diese eigentlich freie Entscheidung des Einzelnen direkt abnimmt mit ihrem absolutistischen Gesetz!

  • #78
    TEO

    Rauchverbot: NEIN DANKE

    Findige Menschen fanden bislang noch für jedes Gesetz eine zumeist legale Umgehungsmöglichkeit, sprich Lösung. Z.B. endete ein ähnlicher Versuch von Moralisten in den USA, die sogenannte Prohibition, für die Regierenden in einem Desaster.

    Hierzu ein Denkansatz:
    Infiltration
    Die Grünen sind eine basisdemokratische Partei (Vorsicht: Basisdemokratisch meint nicht demokratisch, sondern nur, daß die eigene Basis, die eigenen Mitglieder, die Entscheidungen der Partei bestimmen, nicht aber der deutsche Wähler). Ihre Mitgliederzahl liegt zur Zeit bei ca. 60.000 bundesweit.
    Die Mitgliederzahl in NRW liegt bei 12675.
    Dem gegenüber stehen 1.048.000 abhängig Beschäftigte ohne Praktikanten, AZuBis, Gelegenheitsbeschäftigte in bundesweit 168.470 angemeldeten Betrieben des Gaststättengewerbes sowie ,zzgl. da hier nicht mitgezählt, deren Eigentümer. Selbst Hotels und Touristikbetriebe fanden in dieser Zahl keine Erwähnung.
    Würde auch nur jeder dritte Gastronomiebetriebsbetreiber und jeder zwanzigste Arbeitnehmer dieser Branche dieser ökofaschistischen und menschenfeindlichen Partei beitreten, so mutierten die Grünen schlagartig zu DER Interessensvertretung des Gastronomiegewerbes.
    Per Mehrheitsentscheidung ließe sich so jedwede raucherfeindliche Artikulierung dieser Partei im Keime ersticken. Die zu besetzenden Posten in der Parteihierarchie wären in der Hand der Gastronomielobby und eine Barbara Steffens könnte ihre Rückreise nach Nordkorea anvisieren.

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