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Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?

Die Waldorfschule stellt ihr pädagogisches Projekt oft als eine soziale Frage heraus. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass die Waldorfschule aus einem sozialen, politischen Impuls entstand.Von unserem Gastautor von Ramon De Jonghe .

Mit seiner Idee der „Sozialen Dreigliederung“[1] behauptete Rudolf Steiner seinen Anspruch, die bestehende Gesellschaft reformieren zu können. Nicht nur die Deutsche Gesellschaft lehnte Steiners Plan ab. Selbst seine eigenen anthroposophischen Unterstützer zeigten wenig Interesse an Steiners politischen Ambitionen. Sie konnten nicht verstehen, dass ihr verehrter Meister, ein Eingeweihter in „Höheres Wissen“, sich mit „schmutziger Politik“ beschäftigte. Die soziale Revolution, oder Erneuerung, wie Steiner sie gern sehen wollte, blieb aus. Aber das bedeutete nicht, dass Steiner es aufgab, seine anthroposophische Heilslehre zu verbreiten. Er suchte nach anderen Wegen, die „Unerleuchteten“ zu erreichen.

Steiners guter Freund, der „Waldorf-Astoria“ Zigaretten-Fabrikant und Anthroposoph Emil Molt, gab Steiner dazu die Gelegenheit. Molt machte den Vorschlag, eine Schule für die Arbeiter seiner Fabrik zu gründen. Als Steiner klar wurde, dass er keinerlei Einfluss auf das politische Leben hatte, stimmte er zu, Leiter der neuen Schule zu werden. 1919 präsentierte Steiner die erste Waldorfschule als eng mit seiner Idee der „Dreigliederung“ verbunden:

„… Wir möchten diese neue Schule schaffen wie ein Beispiel; diese Schule, nach der sich eigentlich ahnungsvoll viele Menschen sehnen, die man aber nicht den Mut hat, wirklich ins Auge zu fassen. Glauben wird man müssen, verstehen wird man müssen, daß dasjenige, was man soziale Frage nennt, durchaus auch an der so charakterisierten Schulfrage hängt; daß dasjenige, was man soziale Umwandlung nennt, sich nicht zuletzt in der Weise wird vollziehen müssen, wie das bei der Waldorfschule versucht wird. Es würde ein ungeheurer Schaden sein, wenn gerade der soziale Impuls verkannt würde, welcher der Begründung der Waldorfschule zugrunde liegt. … „[2]

Man  M U S S  glauben und  M U S S  verstehen? Spricht hier der Autor der „Philosophie der Freiheit“? Jedenfalls konnten durch die Waldorfschule von Anfang an anthroposophische Prinzipien einen Platz in der Gesellschaft erobern, da die Schule ein Teil der „Dreigliederung“ war. Die Aussage des Erziehungswissenschaftlers Professor Klaus Prange: „Die Waldorfpädagogik und die Waldorfschule sind der Versuch, diese Heilsbotschaft über Erziehung auf Dauer zu stellen“, kommt wahrlich nicht aus heiterem Himmel.

Bis heute hat die Waldorfschule die Erwartungen ihres Begründers auf soziale Erneuerung nicht erfüllt. Im Gegenteil. Die Geschichte der Waldorfschule zeigt eine Spur von unsozialem Verhalten, in dem Intrigen, Einschüchterungen und Drohungen nicht fehlen. Wie sehr sich Steiners Verehrer auch bemühen, dies anders zu sehen, ist eine Waldorfschule doch weit von einem Beispiel für eine Gemeinschaft entfernt, die wirklich „sozial“ genannt werden könnte. Dies wird deutlich, wenn wir einen Blick auf das Zeugnis von Menschen werfen, die massive Auseinandersetzungen mit Waldorflehrern, Waldorfsprechern oder Anthroposophen hatten. Man könnte sich fragen: Wie kann es sein, dass eine Gemeinschaft, in der es so viele Menschen gibt, die die „Wahrheit“ gefunden zu haben glauben, solch ein Desaster an menschlichen Beziehungen hervorbringt?

Natürlich werden Waldorfschulen dieses Problem nicht eingestehen. Nein, sie sprechen lieber in ihrem blumigen Jargon von „Dingen, die ihren Weg auf ihrer Reise kreuzen“ oder von „karmischen Gesetzen, die Teil eines höheren Plans sind“. In vielen Fällen werden Entschuldigungen vorgebracht, um das unsoziale Verhalten zu „erklären“. Wie: „Die Waldorfschule ist ein soziales Experiment; vergleiche sie mit einem sozialen Laboratorium; unsere Schüler sind sozial kompetenter als andere; Arbeit für die Freiheit hat seinen Preis; Menschen, die in einem vorherigen Leben Feinde waren, kommen nun in der Waldorfschule zusammen und müssen ihr Karma bewältigen, was Spannungen mit sich bringt; …“ Diese Antworten sind nicht wirklich überzeugend, aber dies ist auch nicht wirklich wichtig: Die Menschen  M Ü S S E N  glauben und verstehen …

Wird vollständiges Leugnen das unsoziale Verhalten der Waldorfschulen ändern? Sind Anthroposophen wirklich solche Idioten, dass sie glauben, dass ein Problem durch Leugnung gelöst werden kann? Sicher, sie  M Ü S S E N  Probleme abstreiten. Sie  M Ü S S E N  etwas anderes glauben. Oder vielleicht besser: Sie  M Ü S S E N  dem „Volk“ etwas anderes glauben machen, was in der Tat bedeutet: eine „Mogelpackung“ verkaufen.

Ausser Hörweite der Öffentlichkeit sprechen die Verehrer der Waldorfschule eine andere Sprache. Der bekannte Niederländische Anthroposoph und ehemalige Waldorflehrer Wim Veltman schrieb eine Broschüre über die Probleme in Waldorfschulen. Diese Broschüre wurde nie veröffentlicht, wird aber als Flugblatt unter Anthroposophen und Waldorflehrern verbreitet. Veltman stellt klar, dass „wenn es einen Ort gibt, wo sich die unsoziale Strömung eingenistet hat, es in der Freien Schule ist [„Freie Schule“, d.h. Waldorfschule]“. Seine Kritk beschränkt sich nicht auf die Niederländischen Waldorfschulen, sondern gilt für die Waldorfschulen weltweit:

„In achtzig Jahren der Freien Schulbewegung in den Niederlanden und anderswo in der Welt ist die soziale Struktur der Freien Schule ein beständiges Problem gewesen. Wenn sich die „unsoziale Strömung“ im letzten Jahrhundert irgendwo hat ausleben können, dann war es in den Freien Waldorfschulen (eine vereinzelte Ausnahme nicht in Erwägung genommen). Und dies, obwohl die Waldorfschule, in gewissem Sinne, aus einem sozialen Erneuerungs-Impuls hervorging!“[3]

Es gibt ein Sprichwort: „The tools of improvement don’t always fit the hand in need“ [„Die Werkzeuge zur Verbesserung passen nicht immer zur Hand, die sie braucht“]. In diesem Fall sind die Werkzeuge Steiners „Einsichten“, die aus seiner okkulten Weltsicht stammen, während die Hand, die sie braucht, die Schüler repräsentiert. Dass die Hand nicht nur leer bleibt, oder nicht die richtigen Werkzeuge bekommt, um nach dem Waldorfschulleben weiter zu kommen, sondern sie auch sozial gelähmt wird, hat schon der Schulpsychologe Fritz Beckmannshagen in seiner kritischen Studie gezeigt.

Nach der Lektüre des Erziehungswissenschaftlers Prange und der anthroposophischen Autorität Veltman kann ich nur zu dem Schluss kommen – und dies auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen, als ich noch selber in der Waldorfbewegung aktiv war –, dass die soziale Umgebung einer Waldorfschule in keiner Weise Kindern die Grundlage bieten kann, eigenverantwortliche, soziale menschliche Wesen zu werden.

Zum Autor: Ramon De Jonghe arbeitete als Erzieher in einer Waldorfschule, war im Vorstand dieser Waldorfschule. Er war ehrenamtlich für die Rudolf Steiner Akademie tätig, studierte an einer anthroposophischen Hochschule. Drei seiner Kinder besuchten für einige Jahre zwei verschiedene Waldorfschulen. Er arbeitet zur Zeit als freier Mitarbeiter an der Universität von Antwerpen als Assistent für Prüfungen zur Sprachentwicklung von Kindern.
Homepage von Ramon De Jonghe…Klack

[1] vergleiche Klaus Prange, “Erziehung zur Anthroposophie”, S. 165:

“Das Einzige, was Steiner als Movens für die künftige Ordnung anerkennt, ist das »freie Geistesleben« [»freie Geistesleben«, d.h. die Anthroposophie]. Von diesem »Zufluß« werden »sowohl der politische Staat wie das Wirtschaftsleben« profitieren (R. Steiner, GA 23). Wenn alle vernünftig und anthroposophisch sind, wird auch die rechte Welt da sein:

»Auf dem Gebiete des politischen Staates werden sich die notwendigen gesunden Ansichten durch eine solche freie Wirkung des Geistesgutes bilden (ebd.).«

Insofern fällt bei aller Gleichwertigkeit der Einzelglieder doch dem Geistesleben eine Führerrolle zu, so wie sich Plato die Philosophen als Herrscher über die Restklassen der Gesellschaft dachte.”

[2] R. Steiner, „Vortrag für die Eltern der Waldorfschulkinder“, Stuttgart, 31. August 1919, GA 297

[3] W. F. Veltman, „De Vrije School – Ondergang en nieuwe geboorte?“, Den Haag 2000

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143 Kommentare zu “Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?

  • #101
    Andreas Lichte

    @ Waldorfschüler

    Richtig, an Ihren Aussagen lässt sich nichts, rein gar nichts, verifizieren. Deswegen hat es Ihre Aussagen nie gegeben.

    Und nicht, dass Sie meinen, ich überprüfte nur in Ihrem Fall, ob der Kommentator „echt“ ist, und das was er schreibt, plausibel ist: siehe meinen nächsten Kommentar.

  • #102
    Andreas Lichte

    „Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.“

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    ………………………………………………………….

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/comment-page-3/#comment-46066

    #19 | supercat sagt am 30. März 2010 um 17:43

    Der Bericht ist für mich wie ein Déjà-vu Erlebnis. Ich habe über 10 Jahre eine Waldorfschule in Süddeutschland, welche von meinen Eltern, Mitte der 70er Jahre mit gegründet wurde, besucht. Ich habe dort die schlimmsten Jahre verlebt, und jeden Tag den ich zur Schule musste gehasst. Hinter dem Schleier von natürlichen Farben und organischen Formen und der angeblichen Freundlichkeit, verbirgt sich ein System, was absolut Autorität ist, und einem in den Lerninhalten zum Teil den letzten Bockmist verzapft.
    Ich war unzählige Male Zeuge von Kindesmisshandlungen, wie Ohren ziehen, Haare rupfen, oder auch Ohrfeigen verteilen. Mitschüler und auch ich wurde gerne mal vor der Klasse erniedrigt, musste sich in die Ecke stellen u.v.m.. Niemand kann mir erzählen dies waren Ausnahmen, und anderen Waldorfschulen wäre dies anders. Das sind die Märchen die immer erzählt werden wenn es zu Kritik an Waldorfschule kommt, und ich hab Sie schon dutzende Male gehört. Seltsamer weise gibt es aber umso mehr Berichte von Ex Schülern, die alle von ähnlichen, schlechten Erfahrungen an Waldorschulen berichten. Natürlich sind das alles Einzelfälle, oder auch Behauptungen böser Eltern oder Kinder, die eine Wut auf das Waldorf-System haben.
    Es hängt aber nicht von der Schule oder den Lehrern ab, sondern von der Pädagogik. Und diese ist abstrus. Die angebliche Freiheit die ein Schüler genießt, gibt es gar nicht. Denn alles ist vorgekaut, und selbst die tollen Bilder, die die Lehrer an die Tafel malen, sind genau vorgeschrieben. Alles natürlich im Sinne von Rudi dem Gott. Sicher das ist vielleicht an vielen Schulen ähnlich, aber dort wird es nicht zur Religion erklärt. Das System teilt Kinder gerne auch in heimliche Hierarchien ein, auch wenn das gute Anthroposophen immer bestreiten. Die 4 Temperamente dienen dabei als Anhaltspunkte, und nur so viel: Wer Phlegmatiker ist hat die Arschkarte gezogen!
    .Das Wissen was vermittelt wird, ist teilweise sowas von unvollständig, und beruht oft mehr auf Behauptungen, als auf Erkenntnissen.
    Ich könnte Seiten voll schreiben, was ich für seltsame Dinge lernen musste. Hier mal ein paar Beispiele:
    -In Erdkunde lernte ich, dass es im Kongo primitive Stämme gibt, die nicht gesunde Kinder gleich nach der Geburt im Fluss ertränken.
    -Ich habe gelernt, dass die Erzvorkommen der Erde von Meteoriten stammen, die auf die Erde stürzten, dem sogenannten Sterneneisen.
    -Kartoffeln machen dumpf.
    -Ritter waren immer edel, so wie Parzival. Also, von der Leibeigenschaft keine Spur.
    -Und Bauern waren natürlich auch immer froh und genügsam, bis die schlimmen Maschinen kamen und der Kunstdünger.
    -Selbstverständlich war und ist jede Technologie des 20ten Jahrhunderts Ahrimanisch. Besonders natürlich das Fernsehen, aber auch das Radio, oder Musik aus der Konserve.
    Mein Abitur habe ich übrigens auf einer Gesamtschule gemacht. Leider reichten aber die Jahre dort nicht mehr ganz, mir beizubringen, was ein korrekter Zeichensatz und ein richtige Rechtschreibung ist. Naja, ich war halt schon immer, wie mal ein Klassenlehrer von mir sagte, ein großer Hans Guck-in-die-Luft.
    Dafür eine große Entschuldigung an alle Leser, und eine dicken Mittelfinger nach Dornach.

    ………………………………………………………….

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/comment-page-3/#comment-46069

    #20 | Andreas Lichte sagt am 30. März 2010 um 18:25

    @ supercat

    Sie sind, wie Sie sagen, nicht der einzige, der schlechte Erfahrungen in der Waldorfschule gemacht hat. Und ich sammle sie, habe auch für die Veröffentlichung des Artikels, oben, gesorgt.

    Es wäre super, wenn “supercat” mich kontaktieren könnte, via Stefan Laurin, Ruhrbarone:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

    Ihre Geschichte wird vertraulich behandelt.

  • #103
    Anke

    @ Waldorfschüler

    „… ich kann natürlich nur für meine Schule sprechen und meine eigenen persönlichen Erfah-rungen ohne Anspruch auf Verallgemeinerung.“

    Ach, in ihrer vorigen Wortmeldung steht aber ganz was anderes.

    Sie identifizieren sich persönlich mit einer Rudof-Steiner-Schule, plappern deren ideologische Rechtfertigung nach, bezichtigen andere, nur Vorurteile auf Lager zu haben und kommen dann mit ihrer „persönlichen Erfahrung“ als Maßstab der Beurteilung, die – wie Sie nun schreiben – nicht verallgemeinert werden könne, aber dennoch in Ihrer Selbstgewissheit alle anderen Argumente stumpf werden lässt, als böswillige Vorurteile, die durch Ihr subjektives Empfinden objektiv entkräftet werden.

    Merken Sie noch was? Selbst dann, wenn Ihnen jemand glauben sollte, Sie nicht wahlweise für einen Lügner oder Trottel hält, ist ihr ganzes Geschreibsel vollkommen neben der Kappe.

    Woher kommt eigentlich Ihre mehrfach geäußerte Behauptung, Waldorfschüler würden zahlenmäßig überdurchschnittlich Abitur machen? In der Schule hat Ihnen sowas ja sicher niemand erzählt. Und als kritischer Schüler hätten Sie auch sicher gefragt, ob das denn stimmt. Also müssen Sie es ja irgendwo gelesen haben. Welche verlässliche Quelle war das doch gleich?

    Sie schrieben ferner:

    „Im Nachhinein habe ich mir eher gewünscht, überhaupt etwas über den Gründer unserer Schule erfahren zu haben.“

    Rudolf Steiner – Der große Unbekannte in der Rudolf-Steiner-Schule. 😀

    Soll das heißen, Sie kennen dessen pädagogisches Konzept gar nicht, verbitten sich aber Kritik daran, weil Sie beispielsweise „Eurythmie“ sehr angenehm empfanden, überhaupt nicht lächerlich, sondern sehr nützlich (wie aus Ihrem ersten Kommentar hervorgeht)?

  • #104
    Waldorfschüler

    @ Lichte und Anke: Was wollen Sie denn? Eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema scheinbar nicht.
    Es ist doch egal was ich schreibe, sie nehmen es sowieso auseinander und zerpflücken es. Das hier ist doch keine Diskussion.

    „Selbst dann, wenn Ihnen jemand glauben sollte, Sie nicht wahlweise für einen Lügner oder Trottel hält, ist ihr ganzes Geschreibsel vollkommen neben der Kappe.“

    Ich habe meine Erfahrung geschildert, aber solche Aussagen machen jede sachliche Diskussion unmöglich. Derer zu Folge ist sowieso alles was ich sage, außer ich würde ihre Thesen stützen, erfunden und erlogen. Wenn ich im realen Leben in einer Diskussion als Trottel bezeichnet werde, meine Diskussionsbeiträge als „Geschreibsel“ und „Lügen“ bezeichnet werden, beende ich diese. Was soll das Ganze noch, ich bereue es hier meine Zeit verschwendet zu haben.

    Keine Sorge, Sie werden mich hier nicht mehr sehen.

  • #105
    Waldorfschüler

    Eins noch, ich hätte vor dieser Diskussion nach Andreas Lichte recherchieren sollen, dann hätte ich gewusst an wen ich hier geraten bin. Google macht mir nun einiges klar….

  • #106
    Andreas Lichte

    @ Waldorfschüler

    gefallen Sie sich in der Opferrolle?

    Ich habe Ihnen oben http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/comment-page-3/#comment-47996 dargestellt, dass ich Kommentatoren auf Glaubwürdigkeit prüfe.

    Ihre Entscheidung, sich noch bei mir zu melden, wie ich es Ihnen schon in meinem allerersten an Sie gerichteten Kommentar vorschlug. Dann können wir sehen, ob Sie „echt“ sind, ob Sie wirklich etwas zu sagen haben …

    und ja: es gibt mehrere persönliche Rückmeldungen zu den Artikeln der Ruhrbarone.

  • #107
    Anke

    „Das hier ist doch keine Diskussion.“

    😀

    Doch, das ist eine Diskussion, etwas, das Sie nicht gelernt haben, mit Informationen, kritischen Fragen und Argumenten.

    Unsinn zu reden, den als „Erfahrung“ zu deklarieren und alle anderen Informationen und Darlegungen damit vom Tisch wischen zu wollen sowie beleidigt zu sein, wenn das auffällt, hat hingegen nichts mit Diskussion zu tun, aber sehr viel mit Waldorf.

  • #108
    T. Berthold

    ist „waldorfschüler“ eine Reinkarnation von „Harald Effenberg“?

    für die Neuen: Harald Effenberg ist Didi Hallervordens sidekick (Handlanger). Das macht ihn für die Waldorfschulen zu einem „Prominenten“: http://www.diewaldorfs.waldorf.net/list.html

  • #109
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Während in München der Ökumenische Kirchentag stattfindet, bei dem auch viele Vertreter des Staates als Mitglieder der großen Kirchen zugegen sind und sich die Debatten dort auch um das Verhältnis von Kirche und Staat dreht – immerhin ist in der Präambel des Grundgesetzes von der Verantwortung vor Gott die Rede – hält die Christengemeinschaft, die personell und inhaltlich eng mit der Waldorfschule verbunden ist, ihren eigenen Weltkongress ab.
    „Future Now“ ist das Motto vom Weltkongress der Christengemeinschaft im Mai 2010. Zu Pfingsten (21.- 25. Mai) findet dieses internationale Treffen in Dortmund statt. Siehe dazu auch den Artikel „Wiederkunft Christi – nur für Sonderlinge?“ in der INFO 3 vom Mai des Jahres (S. 73).
    Schwierig ist es schon, wenn die Christengemeinschaft (wie vermutlich die Waldorfschulen auch) sektentypisch auf globale Netze setzt statt sich um ein vernünftiges Verhältnis zum (jeweiligen) Staat zu bemühen und den pädagogischen Dialog im eigenen Land voranzubringen.

  • #110
    Harald Effenberg

    Während in München der Ökumenische Kirchentag stattfindet, bei dem auch viele Vertreter des Staates als Mitglieder der großen Kirchen zugegen sind und sich die Debatten dort auch um das Verhältnis von Kirche und Staat dreht – immerhin ist in der Präambel des Grundgesetzes von der Verantwortung vor Gott die Rede – hält die Christengemeinschaft, die personell und inhaltlich eng mit der Waldorfschule verbunden ist, ihren eigenen Weltkongress ab.

    Das klingt irgendwie nach einem Vorwurf?
    Sind die Anhänger der Christengemeinschaft denn beim ökumenischen Kirchentag willkommen?
    http://www.kirche-oldenburg.de/aktuell/news-niedersachsen/article/kirchen-in-oldenburg-verwehren-christengemeinschaft-gaststatus.html

    Die Christengemeinschaftler selbst scheinen sich dem ja nicht entziehen zu wollen:
    http://www.christengemeinschaft.org/muenchen/gemeindebrief.html
    „Dabei wird Zeit und Gelegenheit sein, an Veranstaltungen des 2. ÖKT als Einzelne oder in kleineren Gruppen teilzunehmen, aber auch sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Wir haben im Gemeinderat beschlossen, in diesem Zusammenhang auch eine Plakataktion durchzuführen, um Menschen zu uns einzuladen. Wir wollen nicht aufdringlich missionieren, dürfen uns aber auch nicht verstecken.“

    Es gibt allerdings jemanden, der tatsächlich sein Fernbleiben ankündigt:
    http://www.zeit.de/2010/19/Reformation-Beistueck
    Offenbar gibt es noch protokollarische Probleme, was das gemeinsame Essen von Leichenteilen angeht.

    Wenn ich „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott“ lese, komme ich mir immer ein bißchen vor wie im Iran…
    Schade, daß wir in Deutschland keine Trennung zwischen Kirche und Staat haben.

  • #111
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Keine Ahnung, ob die Christengemeinschaft auf dem Ökumenischen Kirchentag willkommen ist oder ob sie sich dort nicht einbringen will, ich finde, es sollten die Debatten im Land geführt werden und nicht auf einer mehr oder weniger abgehobenen Weltebene.

    Ein weiteres Thema: Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart. Kunstmuseum Wolfsburg. Bis 3. Oktober 2010

    sowie

    Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags. Eine Ausstellung des Vitra Design Museums. Kunstmuseum Wolfsburg

    heißen die neuen Termine.

    Die Süddeutsche Zeitung hat heute im Feuilleton einen Artikel unter dem Titel „Glauben lässt es sich auch ohne Religion“ darüber veröffentlicht:
    Darin ist von dem lebendig gebliebenen fundamental erkenntniskritischen, antimaterialistischen und
    … antimodernen Impuls der frühen ästhetischen Moderne die Rede oder es heißt darin: „Man hölt die esoterischen Bewegungen der vorvergangenen Jahrhundertwende gerne für eine radikale Abwendung von den Erfordernissen des Alltags, für eine Art Gegenzauber zur wissenschaftlichen und indurstriellen Welt. Dass das späte neunzehnte und frühe zwanzigste Jahrhundert so viele apokryphe Glaubenslehren entstehen lässt, von der Theosophie bis zur Anthroposophie, von den zeugen Jehovas über G.I. Gurdjieff bis hin zu Carl Gustav Jung, erscheint wie ein Versuch, das Menschliche und Geistige vor den Ansprüchen einer zunehmend naturwissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Welt in Sicherheit zu bringen.“

    (Artikel von Thomas Steinfeld)

  • #112
    Harald Effenberg

    Zu Pfingsten (21.- 25. Mai) findet dieses internationale Treffen in Dortmund statt.

    ich finde, es sollten die Debatten im Land geführt werden

    Als ich das letzte Mal in Dortmund war, lag es noch genau da.

    Was ist jetzt das Problem?
    Warum soll jemand keinen Kongress organisieren?
    Warum soll eine christliche Glaubensgemeinschaft dafür nicht das Pfingstfest wählen?
    Warum nicht Dortmund?

    Und was genau hat das mit der Frage zu tun, ob eine Waldorfschule eine soziale Gemeinschaft ist?

    erscheint wie ein Versuch, das Menschliche und Geistige vor den Ansprüchen einer zunehmend naturwissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Welt in Sicherheit zu bringen.

    Wenn man derzeit einen Physiker nach seinem Weltbild fragt, erklärt er einem, daß die Welt zu 96% aus geheimnisvollem dunklem Zeug besteht, das noch nie einer gesehen hat und von dem keiner weiß woraus es besteht oder wo es herkommt.
    Man weiß nur, wozu es gebraucht wird: Weil sonst die Theorien der Physiker nicht mit der Realität übereinstimmen.

    Die restlichen (sog. „normalen“) 4% bestehen größtenteils aus Quark, der mitunter charmant oder seltsam sein kann und der bunt ist, weswegen man ihn nicht sieht.

    Generell existiert alles sowieso nur, wenn einer hinguckt, weil dann die über die Raumzeit verschmierten Wahrscheinlichkeitswellen kollabieren.

    Wer braucht da noch Esoterik?

  • #113
    theophilo

    @ Harald Effenberg

    für manche leute müsste man die waldorfschule erfinden, wenn es sie noch nicht gäbe: da treffen sich all die, die von nichts ne ahnung haben, es aber trotzdem besser wissen

    siehe den leiter des waldorf-zirkus harald effenberg: null ahnung von physik, sie aber mit esoterik gleichsetzen

  • #114
    theophilo

    rudolf steiner-ausstellung in wolfsburg und soziale frage

    man könnte fragen: wie kann das sein, dass der steiner-trash zu grosser kunst umdeklariert wird?

    ziehen da die grossen gönner der anthroposophie die fäden? macht doch mal vorschläge, wer das sein könnte.

    hier mal ins blaue, Porsche = VW = Stuttgart und Wolfsburg

    http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Daniell_Porsche

    Daniell Porsche (* 17. September 1973 in Stuttgart, Baden-Württemberg, Bundesrepublik Deutschland) gehört zur Porsche-Dynastie und macht in Salzburg mit außergewöhnlichen Projekten Schlagzeilen.

    Seine Verwandten sind Manager, Techniker, Vorstände.

    Mit der Waldorfideologie machte Daniell schon als Kind Bekanntschaft. Er besuchte in Salzburg den Waldorfkindergarten und anschließend die neu gegründete Rudolf-Steiner-Schule. Nach der Matura in Stuttgart studierte er in der Schweiz Waldorfpädagogik

  • #115
    Harald Effenberg

    @ theophilo

    null ahnung von physik, sie aber mit esoterik gleichsetzen

    Wie herrlich unkonkret. Typisch Waldorfkritiker.
    Wenn ich mich geirrt habe (abgesehen von einer Spur Polemik): In welchem Punkt genau? Ich lerne ja gern dazu.

    Sie glauben also, daß der oben zitierte Thomas Steinfeld Unrecht hat? Daß die Menschen kein Bedürfnis haben, „das Menschliche und Geistige vor den Ansprüchen einer zunehmend naturwissenschaftlich und ökonomisch bestimmten Welt in Sicherheit zu bringen“? Weil die Menschen sich wohl fühlen mit 96% dunklem Zeug und über die Raumzeit verschmiertem Quark, so daß sie keine weiteren Fragen haben?

    Wenn ich Ihr Pseudonym betrachte, nehme ich an, daß Sie zur Leichenesser-Fraktion gehören?
    Dann sind Sie natürlich geradezu prädestiniert, was die Diskussion naturwissenschaftlicher Themen angeht. Wie schrieb Robert Heinlein:
    „Wer die Dreifaltigkeit anbetet und dabei behauptet, seine Religion sei monotheistisch, wird alles glauben – man muss ihm nur Zeit geben, darüber nachzudenken.“

  • #116
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg, glühender Fürsprecher der Waldorfschule und Rudolf Steiners:

    „»null ahnung von physik, sie aber mit esoterik gleichsetzen« – Wie herrlich unkonkret.“

    es geht auch konkreter:

    …………………………………….

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    „Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    (…) Wer hats erfunden? Die Anthroposophen!

    Ein weiteres Beispiel für Geschichtsklitterung findet sich bei den Anthroposophen. Deren Oberindianer Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler:

    »Bemerkenswert ist u.a., daß er (Steiner) in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger „neu“ entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle.« Hardorps Äußerungen stammen ursprünglich aus der Publikation „Rudolf Steiner and Schrödinger’s equation“ von Detlef Hardorp and Ulrich Pinkall, in „Mathematisch-Physikalische Korrespondenz“, Nr. 201, Johanni 2000.

    Im Original liest sich das so:

    »Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only „formally equivalent“ to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation.«

    Der promovierte Physiker Andreas Krämer hat sich die Steiner-Publikation und deren Interpretation von Hardorp und Pinkall genauer angesehen. Das Fazit seiner Analyse: »Für den Physiker ist eine mathematische Formel ohne eine klare Beschreibung der enthaltenen Grössen keine Theorie. Nach meinem Verständnis der Grössen in der Steinerschen Formel (Kontext Wärmeleitung/Energieumsatz) wird daraus sogar eine falsche Theorie.«

    Beide, Pinkall und Hardorp haben zur Analyse von Andreas Krämer Stellung bezogen.

    Prof. Ulrich Pinkall, TU Berlin, rudert zurück:

    »Ich selbst habe auch ein etwas ungutes Gefühl dabei, das ganze Thema als Munition in Debatten um die Wissenschaftlichkeit der Waldorf-Pädagogik zu verwenden.«

    Dr. Detlef Hardorp schreibt in seiner Steiner-Verblendung:

    »[…] Das aber just Steiner eine Gleichung intuitiv an die Tafel schreibt, die einige Jahre später in der Physik zu den bedeutsamsten Gleichungen überhaupt werden wird, erscheint mir symptomatisch für Steiner zu sein. Denn das hat er doch in vielen Bereichen gemacht: von außen betrachtet stochert er unprofessionell in allen möglichen Gebieten herum, und trifft mit unverschämter Sicherheit immer wieder Goldadern, auch wenn er nicht den wissenschaftlichen Apparat bieten kann, mit dem das dann meist später von anderen wesentlich vollständiger gemacht wird.« (…)“

  • #117
    Harald Effenberg

    Harald Effenberg, glühender Fürsprecher der Waldorfschule und Rudolf Steiners:

    Sie sind ein Lügner, Herr Lichte, aber das merkt ja jeder, der Ihre Ergüsse längere Zeit erträgt.

    “Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    Was hat das jetzt wieder mit den vorherigen Kommentaren zu tun? Nichts.
    Sie hüpfen von einem Thema zum anderen, weil Sie zu einer ernsthaften Diskussion weder bereit noch in der Lage sind.
    Immer, wenn Sie nicht mehr weiterwissen, kommen Sie mit Ihrem Rudolf Steiner.
    Was würden Sie ohne den bloß machen?

  • #118
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg, glühender Fürsprecher der Waldorfschule und Rudolf Steiners

    Zitat Harald Effenberg: „(Steiner) ergibt für mich verblüffend viel Sinn, wenn ich ihm zugestehe, daß er viel später Geschehendes mit den Worten und in den Bildern seiner Zeit und seines eindeutig nicht-naturwissenschaftlichen Weltbildes auszudrücken versuchte.“

    Im übrigen ist jeder, der ein glühender Fürsprecher der Waldorfschulen ist, auch automatisch ein glühender Fürsprecher Rudolf Steiners.

    Höre Sebastian Gronbach, Anthroposoph und ehemaliger Waldorfschüler, Zitat:

    http://menschenklang.com/index.php?id=anthroposophieundihrschatten

    „Fakt ist zum Beispiel, dass deutlich über 90 Prozent der pädagogischen Impulse [der Waldorfschule] ausschließlich auf Rudolf Steiner zurückgehen. Als hätte die Welt zwischen 1919 und 2010 still gestanden.

    Der spirituell-esoterische Hintergrund der Waldorfschule wurde in den letzten Jahrzehnten kaum öffentlich, diskursiv und kritisch besprochen.“

  • #119
    Harald Effenberg

    Andreas Lichte steht wieder im Dunkeln

    Aha. Sie bestimmen also allein, wer „ein glühender Fürsprecher Rudolf Steiners“ ist? Man kann da zwangsverpflichtet werden?
    Tja, dann…
    Schade.
    Als ich Sie als Lügner bezeichnet habe, hatte ich gehofft, Sie würden mich verklagen. Aber Sie stecken das einfach so weg. Naja – keiner kennt einen besser als man sich selbst…
    Ich wäre gern dabei gewesen, wenn Sie einen Richter davon überzeugen, daß ich ein glühender Fürsprecher Rudolf Steiners bin. Man hätte es mit dem Handy aufnehmen können und Sie wären ein Star bei „Pleiten, Pech und Pannen“ geworden.
    Aber so…

    Höre Sebastian Gronbach

    Nee, danke. Ich lese gerade Andreas Lichte, das reicht mir im Moment.

  • #120
    Stefan Laurin

    @Effenberg; Sie sind nur ein kleiner Waldi. Niemand wird sie verklagen…

  • #121
    Ex-Steiner

    Comment 15. Mai 2010 um 01:08: „@Effenberg; Sie sind nur ein kleiner Waldi. Niemand wird sie verklagen…“

    Stimmt, der Angeklagte wird Wahnsinn zugeschrieben und bleibt unbestraft. Urteil: „Freispruch. Der Angeklagte litt an krankhaften Einbildungen“. 😉

  • #122
    Anke

    Hallo Herr Effenberg, da sind Sie ja wieder.

    Bestimmt haben Sie übersehen, dass ich eine Frage an Sie als Waldorf-Experten hatte:

    „Wissen Sie zufällig, warum die „Eurythmie“, die ihren Kindern beigebracht wird, das deutsche Alphabet zur Grundlage hat? (Ist der Kosmos deutsch?)“

    Jetzt können Sie doch bitte mal drauf eingehen, oder?

  • #123
    Harald Effenberg

    @ Anke

    Verzeihung, ich hatte nicht geglaubt, daß Ihre Frage ernsthaft gemeint war. Da Sie ja auch meine Frage an Sie aus Kommentar #4 nie beantwortet haben, dachte ich, Sie wollten gar nicht ernsthaft diskutieren.
    Der Zusammenhang Ihrer Frage mit dem Thema „Die Waldorfschule – eine soziale Frage“ ist mir auch nicht so Recht klar, ehrlich gesagt.

    Zunächst einmal bin ich kein „Waldorf-Experte“. Meine Kinder besuchen seit 12 Jahren eine Waldorfschule und von daher weiß ich einfach nur mehr über unsere Schule als andere Leute, die Waldorfschulen lediglich aus Internet-Foren kennen.

    Was nun die Eurythmie betrifft, so kenne ich mich damit gar nicht aus. Meine liebste Eurytmieaufführung fand bei „Zimmer frei“ zu den Klängen von „My Way“ statt und wurde von Harald Juhnke mit den Worten unterbrochen (sinngemäß aus meiner Erinnerung): „Ey, kommt, lasst uns juffhör’n. Ma ehrlich: Wir seh’n doch aus, als wär’n wa bei ’ner Razzia im Frisiersalong vahaftet worden…“

    Da die Frage Ihnen aber wichtig zu sein scheint, kann ich gern Vermutungen anstellen.

    Um Ihretwillen habe ich gerade http://de.wikipedia.org/wiki/Eurythmie aufmerksam gelesen und nirgends ein „Alphabet“ erwähnt gefunden. Es scheint darum zu gehen, nicht Buchstaben, sondern Laute in Bewegung umzusetzen.
    Bleibt die Frage, warum man zur Bezeichnung dieser Laute lateinische Buchstaben benutzt? Das könnte IMHO damit zusammenhängen, daß die Schüler hier in Deutschland mit anderen Schriftsystemen wie z.B. dem japanischen Katakana oder Hiragana wenig anfangen könnten.
    Ich vermute (aber fragen Sie lieber einen Experten, wenn es Sie wirklich interessiert), daß z.B. in den israelischen Waldorfschulen http://www.jweekly.com/article/full/40150/two-schools-one-purpose-israeli-women-tout-benefits-of-waldorf-education-in/ hebräische oder arabische Buchstaben benzutzt werden, um Laute zu bezeichnen.

    Ich hoffe, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.
    Und vielleicht finden Sie ja irgendwann auch die Zeit, mir die Frage zu beantworten, durch die ich in diesen skurrilen Gesprächskreis geraten bin: Was ist so schlimm daran, wenn Menschen ihre Zeit und ihr Geld für die Pflege Behinderter aufwenden? Wenn sie dafür von anderen geehrt werden und das Bundesverdienstkreuz bekommen? Warum ist das ein Beleg dafür, daß Waldorschulen unsozial sind?

  • #124
    Andreas Lichte

    Harald Effenberg, fanatischer Anhänger der Waldorfschule, schreibt: „Meine Kinder besuchen seit 12 Jahren eine Waldorfschule und von daher weiß ich einfach nur mehr über unsere Schule als andere Leute, die Waldorfschulen lediglich aus Internet-Foren kennen.“

    Harald Effenberg weiss mehr … hört, hört! … z.B.: „Es scheint darum zu gehen, nicht Buchstaben, sondern Laute in Bewegung umzusetzen.“

    Wie tief bringt Harald Effenberg die Nach Unten Offene Steiner Skala noch zum Ausschlag? Wie tanzen Waldorfschüler ihren Namen?

    ………………………………………..

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/

    „Rudolf Steiners Rassenlehre

    Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht. Von unserem Gastautor Ansgar Martins.

    „Ja, ich kann meinen Namen tanzen.“ Alles klar? Ich bin Waldorfschüler …“

  • #125
    Anke

    Nun bin ich aber doch überrascht, Herr Effenberg.

    Da feiern Sie die „Waldorfpädagogik“ und wissen nichts über deren Kernbestandteil namens „Eurythmie“? Man bringt Ihren Kindern okkulte Praktiken bei, die nebenbei auch Steiners Auffassungen von der besonderen “Mission“ des „deutschen Volksgeistes“ Rechnung tragen und das interessiert Sie gar nicht weiter? Das ist aber wirklich sehr verantwortungsvoll für einen Vater.

    „Ich hoffe, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.“

    Mit dem Bekenntnis Ihrer Ahnungslosigkeit? Nein, das kann ich so nicht sagen.

    Zu Ihrer „Frage“:

    „Was ist so schlimm daran, wenn Menschen ihre Zeit und ihr Geld für die Pflege Behinderter aufwenden? Wenn sie dafür von anderen geehrt werden und das Bundesverdienstkreuz bekommen? Warum ist das ein Beleg dafür, daß Waldorschulen unsozial sind?“

    Das ist weniger eine Frage als eine Aussage und angesichts der Tatsache, dass aus anthroposophischer Sicht Behinderte „minderwertige Trottelinkarnationen“ sind, die für Schandtaten aus einem früheren „Erdenleben“ von ihrem „Karma“ zur Rechenschaft gezogen werden, ist für mich dabei die Ekelgrenze deutlich überschritten. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes hatte selber deutlich zu Papier gebracht, dass es ihm nicht um die Pflege der Behinderten ging, sondern darum, anthroposophischen Lebensstil zu realisieren. Hierfür Behinderte zu instrumentalisieren verdient m.E. keine staatliche Auszeichnung. Dass Sie das damit vollkommen einverstanden sind, überrascht mich nicht. Pervers ist dafür eine freundliche Bezeichnung.

    Hier nochmal zum nachlesen:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/02/seelenpflege-bedurftige-kinder_17.html

  • #126
    Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    wie sich die Rudolf Steiner Sekte ins Kunstmuseum Wolfsburg einkaufte:

    „Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Kunstmuseen huldigen dem Hellseher und Sektenführer – Besucher und Öffentlichkeit werden gezielt getäuscht

    Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt seit Mai 2010 eine gemeinsam mit dem Vitra Design Museum organisierte Doppelausstellung zu Ehren Rudolf Steiners. „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart“ und „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“ lauten die Titel der Einzelausstellungen. (…)“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

  • #127
    Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    „Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Kunstmuseen huldigen dem Hellseher und Sektenführer – Besucher und Öffentlichkeit werden gezielt getäuscht

    (…) Kafka. Von letzterem wird ein kurzer Brief in Wolfsburg gezeigt, den Walter Kugler nicht zum ersten Mal präsentiert, um den gewünschten Eindruck zu erwecken. Kafka hatte Steiner 1910 auf dessen Wunsch eine „Arbeitsprobe“ seiner Prosa zugesandt und dazu ganze zwei Sätze geschrieben. Der „Geistesführer“ tingelte damals durch deutsche und europäische Großstädte, um für sich und seine „Bewegung“ zu werben, zeitweise organisiert von einer Berliner Konzertagentur. 1911 war Steiner in Kafkas Heimatstadt Prag zugegen. Kafka hörte sich einen Vortrag an und besuchte Steiner in seinem Hotelzimmer, um sich ein Bild aus der Nähe zu machen. In seinem Tagebuch notierte er anschließend, dass die Kleidung des Hellsehers Staub und Flecken aufwies und ihm fortwährend die Nase lief. (Franz Kafka: Tagebücher, Frankfurt a. M. 1983, S. 43 ff.) Das war alles, was dem Schriftsteller zu Steiner einfiel. Der „Erleuchtete“ war für Kafka eine äußerst banale Person, der er nichts abgewinnen konnte. (…)“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

  • #128
    Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Walter Kugler, Zitat Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie, „offiziell als „Berater“ des Gesamtprojekts“, der Ausstellung der Rudolf Steiner Sekte im Kunstmuseum Wolfsburg:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

    hat auch kein Problem mit Rudolf Steiners Antisemitismus:

    Im Bericht des Fernsehsenders Tele Basel vom 28.09.2007 zur Anzeige von Samuel Althof gegen den Rudolf Steiner Verlag Dornach wurde Walter Kugler zu diesem Zitat Rudolf Steiners interviewt:

    “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.”

    Walter Kugler antwortete:

    “Erschüttern tut’s mich nicht, ich meine es sind – es handelt sich um Äußerungen, um kritische Äußerungen zum Judentum, aus dem Jahre 1888, wohlgemerkt, und – das muss man ertragen können in einer wissenschaftlichen Ausgabe und das heißt ja nicht, dass jeder Leser identifiziert sich ja nicht so mit Rudolf Steiner, dass er jetzt das alles als Glaubenssätze nimmt, sondern das sind auch Aspekte zum Nachdenken. Außerdem halte ich diese Äußerung auch gar nicht für antisemitisch, sondern sie sind ja, sie sind judenkritisch und das müsste ja eigentlich auch erlaubt sein, sonst dürften wir gar keine Kritik mehr üben. Antisemitisch werden die Dinge erst, wenn dadrin verborgen ist schon eine Überlegenheitsstrategie, die den Anderen diskriminiert.”

  • #129
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

    Sehr geehrte Leser,

    wir wurden per Zuschrift auf die exzessive Verlinkung unseres jüngsten Artikels in dieser wie auch in anderen Diskussionen bei den Ruhrbaronen aufmerksam gemacht.

    Damit kein falscher Eindruck entsteht:

    Wir möchten, dass unsere Artikel gelesen werden und begrüßen es natürlich auch, wenn darauf hingewiesen wird. Nicht so angenehm ist es, wenn dabei die Überschriften von Artikeln anstelle von Klar- oder Nicknamen eingesetzt werden und für Leser leicht der Eindruck entsteht, wir würden selber äußerst penetrant auf unsere eigene Seite aufmerksam machen wollen, was gewöhnlich als Spam bezeichnet wird. Das ist nicht der Fall.

    Die vorstehenden Kommentare wurden von uns weder verfasst noch initiiert. Wir bitten die engagierten Kommentatoren, sich doch an die übliche Form zu halten, um solche Missverständnisse zu vermeiden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

  • #130
    Anke

    Walter Kugler ist natürlich keine Ausnahme unter den Anthroposophen. Deren Organisation steht fest zu Steiners Werk, inklusive des Rassismus und Antisemitismus.

    Gerade feierten die Anthroposophen noch einmal besonders genau jene Vorträge Steiners, denen von der Bundesprüfstelle 2007 manifester Rassismus bescheinigt wurde:

    „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.“

    Die Volksseelen Europas und das Ich des Menschen
    Michaelitagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland vom 24. bis 26. September 2010 in Nürnberg

    Zum Tagungsimpuls

    «Die fortschreitenden Volksgeister sind immer die Lenker der Gesamtkultur der Menschheit in ihrem Fortschritt. Aus dieser Kultur haben sich die verschiedensten Volksseelen und Volksgeister befruchten können und haben immer das Ich in andere Lagen gebracht, um es zu erziehen, das Ich, das sich herauswühlte aus dem Untergrunde dessen, was unter dem Ich des Menschen liegt.» Diese Worte Rudolf Steiners aus der 1910 von ihm in Oslo gehaltenen Vortragsreihe «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie », weisen auf eine Völkerpsychologie hin, die «verschiedene Seelenstrukturen» mit den unterschiedlichen Aspekten der europäischen Menschheit erschließt. In Kürze erscheint dieser Vortragszyklus neu und in kommentierter Fassung. Dies ist Anlass genug, um mit einer – von der deutschen Landesgesellschaft und dem Arbeitszentrum Nürnberg gemeinsam veranstalteten – Tagung neu auf die für das Werden und tiefere Verständnis der europäischen Entwicklung so wichtigen Motive zu schauen. Die Zusammenarbeit von Referenten aus verschiedenen Ländern Europas ermöglicht eine authentische Annäherung an das hoch aktuelle Thema.

    Mitteilungen der Anthroposophischen Gesellschaft, Sept. 2010

    Mit der angekündigten Neuausgabe wollen die Anthroposophen dem Urteil der Bundesprüfstelle Rechnung tragen, die eine Kommentierung dieses Pamphlets gefordert hatte, damit es nicht indiziert wird. Dass mit Kommentaren aus anthroposophischer Hand Abstriche von Steiners Darlegungen gemacht werden, ist nicht zu erwarten. Aber formal ist dann alles in Butter und die Mission der deutschen Volksseele wird nächstes Jahr in Museen, Theatern, Zügen der Bahn und überall, wo sich eine Möglichkeit bietet, fortgesetzt.

  • #131
    Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

    Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

    (…) Wie ist es möglich, dass der künstlerisch völlig untalentierte Rudolf Steiner, Begründer der esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“, gleich in zwei renommierten deutschen Kunstmuseen gezeigt wird? (…)

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiner-im-kunstmuseum-wolfsburg-und-im-kunstmuseum-stuttgart/

  • #132
    Rudolf Steiners Dreigliederung bei "Esowatch"

    „Dreigliederung

    (…) Heutige Anhänger der Dreigliederung favorisieren im Allgemeinen diverse alternative Formen von Demokratie, ohne sich bewusst zu sein, wie anti-demokratisch das ursprüngliche Dreigliederungssystem war.

    (…) Aber auch im politischen Bereich war Steiners Einstellung zur Demokratie manchmal bemerkenswert negativ. Im Oktober 1917 zum Beispiel verhöhnte er die “Einrichtungen der Demokratie” als bloße Werkzeuge der “dunklen Mächte”, die hinter den Kulissen beständig “die Fäden ziehen”. (GA 177, p. 265) Die Verschwörungstheoretiker unter seinen Anhängern glauben das noch heute.

    (…) Dieser Artikel stammt von Peter Staudenmaier und wurde bei waldorfcritics auf Englisch erstmals veröffentlicht. Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Übersetzung durch Esowatch.“

    zum Artikel von Esowatch: http://blog.esowatch.com/?p=2884

  • #133
    Harald Effenberg

    Demokratie ist ja nun auch nicht immer die optimale Form der Entscheidungsfindung.
    Wenn viele Menschen betroffen sind (und nicht wie im Kriegs- oder Katastrophenfall besondere Bedingungen gelten) funktioniert sie sicherlich besser als andere Methoden (auch wenn sie deutliche Schwächen hat, die sich z.b. zeigen, wenn die Bldzeitung dank ihrer Meinungsmacht bestimmt, wer als Kapitän abdankt und wer Verteidigungsminister bleibt).
    Aber in kleineren Gruppen wie Familien, kleinen Dörfern oder – und darum geht es ja in diesem Thread – Schulen ist Demokratie doch oft ätzend, oder? Soll man wirklich 10 Menschen zu etwas zwingen, das ihnen zutiefst zuwider ist, weil 11 andere das wollen? Ist es da nicht sinnvoller, ganz undemokratisch nach einer Lösung zu suchen, der alle zustimmen können (auch wenn das sehr viel länger dauert als eine demokratische Abstimmung und daher für die demokratische Mehrheit lästig ist)?
    Das ist übrigens keine Erfindung der bösen Waldorfschulen, das gab es schon bei den Indianern.

  • #134
    spotlight

    von Harald Effenberg, sidekick von Didi Hallervorden und Waldorf-Clown, erwartet hier niemand mehr, daß er irgendetwas versteht, oder die Demokratie zu schätzen weiß

    für diejenigen, die der Demokratie im Gegensatz zu Effenberg und Steiner etwas abgewinnen können – lesen!: http://blog.esowatch.com/?p=2884

  • #135
    "Der urspüngliche politische Kontext der Waldorf-Bewegung"

    „Der urspüngliche politische Kontext der Waldorf-Bewegung

    (…) In dem Ausmaß, wie sich die frühe Waldorf-Bewegung vor einer politischen Aufsicht fürchtete, befürchtete sie die demokratische Politik, nicht aber die nationalsozialistische Politik. Die Aufzeichnungen der frühen Waldorf-Geschichte spiegelt mehr oder weniger das Gegenteil dessen wider, was Stephen eingangs vermutete: Die Führer der Waldorf-Bewegung waren häufig gegenüber der demokratischen Weimarer Republik feindlich eingestellt, die ein Gegner des Nazimus war, während dieselben Waldorf-Führer dem Nazi-Regime in seinen frühen Jahren oft bemerkenswerte Sympathien entgegen brachten.

    (…) Hingabe an die Volksgemeinschaft und Feindschaft gegenüber der Weimarer Demokratie beschränkte sich nicht auf die offiziellen Aussagen der Führung der Vereinigung der Waldorfschulen. Ein Essay von 1934, geschrieben vom prominenten Anthroposophen Richard Karutz im Auftrag der Eltern der Stuttgarter Waldorfschule, bietet ein eindringliches Beispiel dafür, was die Waldorf-Anhänger von der neuen politischen Situation in Deutschland hielten. Er bezeichnet die Machtübernahme der Nazis von 1933 als „völkische Erhebung“ und verkündet auf der ersten Seite:

    “Die Waldorfschule in Stuttgart wurde im Jahre 1919 in der Zeit des grössten politischen und kulturellen Tiefstandes unseres Volkes als Bollwerk gegen die zersetzenden Mächte des Intellektualismus und Materialismus gegründet. […] Schon in jener Zeit vorherrschender internationaler Strömungen und trotz starker Anfeindungen hat die Schule nicht nur stets deutsches Geistesleben gepflegt, sondern geradezu die ganze Erziehung der Kinder darauf aufgebaut. Die Erfahrungen von 18 Jahren haben bewiesen, dass unsere Kinder durch die Waldorfschule zu tüchtigen, an Leib und Seele gesunden, vollwertigen Mitgliedern der Volksgemeinschaft herangebildet werden. Wir sind daher der Überzeugung, dass die erzieherische Arbeit der Waldorfschule im Rahmen des national-sozialistischen Staates mit Erfolg für den kulturellen Aufbau unseres Volkes fruchtbar gemacht werden kann.” (Eingabe der Elternschaft der Stuttgarter Waldorfschule, 14. März 1938, BArch R4901/2521: 9)

    Der Text fährt damit fort zu betonen, dass alle Waldorf-Lehrer der Stuttgarter Schule die gleichen „nationalen Überzeugungen“ teilen würden, eine vereinheitlichte Weltanschauung um die geistig-kulturelle Mission des deutschen Volkes. Als Folge dieses Bekenntnisses und dessen, was Karutz die „autoritären“ Methoden der Waldorfpädagogik nennt, traten viele Waldorf-Absolventen enthusiastisch der Nationalsozialistischen Bewegung bei. Karutz unterstrich die Hingabe der Schule an die Volksgemeinschaft, prahlte mit dem militärischen Hintergrund der Waldorf-Lehrer und zitierte wiederholt Hitler, um die Nähe der Waldorf-Ziele zu den Prämissen des Nationalsozialismus zu belegen. Die Führung der Stuttgarter Waldorfschule unterstützte Karutz Text und verteilte ihn im März 1934 unter ihren Mitgliedern.

    Es gibt viele weitere solcher Beispiele. Fast achtzig Jahre später hat die Waldorf-Bewegung diesen Aspekt ihrer Geschichte immer noch nicht bewältigt. Wir warten auf den Tag, an dem sich das ändert.

    Auch dieser Artikel stammt von Peter Staudenmaier und wurde bei waldorfcritics auf Englischerstmals veröffentlicht. Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Übersetzung durch Esowatch.“

    zum Artikel von Psiram: http://blog.psiram.com/2011/03/anthroposophie-dreigliederung-und-demokratie/

  • #136
    Paul

    wie heisst die sekte eigentlich korrekt:

    „rudolf-steiner-sekte“ ?

    „steiner-sekte“ ?

    „anthroposophen-sekte“ ?

    „sekte anthroposophie“ ?

    „waldorf-sekte“ ?

    „waldorfianer-sekte“ ?

    siehe zur „waldorfianer-sekte“: http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

  • #137
  • #138
    Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können. (…)”

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    derStandard.at, LISA AIGNER, 05. Juni 2011, “Mit Schlingenmalen zum Schreiben finden”

  • #139
    Hopman ziet een sekte bij de ‘Waldorfianer’

    “Hopman ziet een sekte bij de ‘Waldorfianer’

    Bovenal ziet hij dat de boeken van Steiner een mengelmoes zijn van wat in de 19de eeuw populair was. ‘De leer is een mix van rassentheorie, wereldtheorie, astraaltheorie, wereldondergang en Atlantis.’ Dat de aanhangers van Steiner zeggen dat het hen vooral om het kind gaat, klinkt weliswaar ‘vriendelijk’, maar bedoeld wordt daarmee dat ze het kind gebruiken als ‘speelveld voor de eigen pedagogiek’. ‘Die gaat het om het kind zoals het de bank om het geld gaat’, aldus Hopmann (Stefan Hopmann, professor in de School- en Onderwijswetenschappen aan de universiteit van Wenen).

    Wanneer men zijn kind wil toevertrouwen aan een sekte en men wil dat het volgens de leer van Steiner wordt onderricht, dan kan men dat natuurlijk doen. ‘Dat is het recht van de ouders’. Dat veel kinderen zonder schade uit de Waldorfschool [steinerschool, rdjv] is enkel een bewijs dat sterke kinderen en hun ouders de schade kunnen compenseren.” (…)

    “Kinderen als speelveld voor ideologische doelen”, http://www.antroposofia.be/steinerschool/wordpress/kinderen-als-speelveld-voor-ideologische-doelen/

  • #140
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)

    (…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • Pingback: Vertegenwoordigen steinerpedagogie Pieter HA Witvliet – Joost Alfrik « Ramon De Jonghe

  • #142
    Andreas Lichte

    “Antroposofie en fascisme

    Hitler, Steiner, Mussolini – Antroposofie en fascisme, gisteren en vandaag”

    http://www.antroposofia.be/steinerschool/wordpress/antroposofie-en-fascisme/

  • #143
    Andreas Lichte

    Ramon De Jonghe, Gastautor der Ruhrbarone – siehe oben – ist Autor eines kritischen Buches über die Waldorfschulen.

    Es gibt Verantwortliche der Waldorfschule, die Ramon De Jonghes Buch Recht geben, und damit den desaströsen Zustand der Waldorfbewegung dokumentieren.

    Ramon De Jonghe schreibt im ersten Kommentar zu seinem Artikel „Autoriteit steinerpedagogie: ‘Steinerscholen op het rechte pad krijgen’“:

    „I’ve been asked to give a summary of the above article in English. So here we go.

    An authority in the field of Waldorf education said he had read my book ‘Focus on the steinerschool’ and congratulated me with my efforts ‘to get Waldorf schools on the right track.’ It happens quite often that a Waldorf school authority confirms the content of my book.

    The insider recognizes a lot of things and tried over the years to change things from the inside: history education, math, reading method, ICT etc …

    However, people who want to change things from inside the Waldorf school movement often get dissapointed. Because of Rudolf Steiners obscure ideas on which the Waldorf system is based and who are followed too radical, there is not enough room for renewal. The intention to make a change turns out to be hopeless

    The insider notes that all the good efforts were in vain and that the slight movements of the past months are probably established under the pressure of inspectors of the Ministry of Education.

    Although this must not be taken for granted, because the anthroposophic movement has the habit of deceiving outsiders.

    Meanwhile the steinerschool rigidly adheres to the outdated ideas of its founding father, Rudolf Steiner (read: the pseudoscientific ideas) and ignores what is not in line with what ‘Herr Doktor Steiner’ has said.“

    Quelle: http://www.antroposofia.be/steinerschool/wordpress/autoriteit-steinerpedagogie-steinerscholen-op-het-rechte-pad-krijgen/

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