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Drei Gründe für die Waldorfschule

Wir dokumentieren einen Vortrag zum Thema „Sekten und Psychogruppen“, den unser Gastautor Andreas Lichte am 5. Mai auf  Einladung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt hielt. Lichte ist einer der prominentesten Kritiker von Waldorfschulen in Deutschland – und ebenso prominent sind auch seine Kritiker. Am Ende befindet sich ein Text von Waldorf-Gründer Rudolf Steiner zum Thema Masern. Interessant für alle, die sich überlegen, ihre Kinder in die Hände von Anthroposophen zu geben.

Warum entscheiden sich Eltern für eine der 217 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland?

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Manchen reicht schon die ganzheitliche Zauberformel der Waldorfschulen „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Andere sind gründlicher. Aber: Je mehr man sich informiert, desto weniger weiss man – Eltern-Informations-Abende der Waldorfschulen sind reine Werbeveranstaltungen.

Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter

Diese These sei am Beispiel der nordrhein-westfälischen Gesetzgebung für die Waldorfschulen erläutert. Am 13. Februar 2008 traf sich der Ausschuss für Schule und Weiterbildung des nordrhein-westfälischen Landtags, um über die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ zu informieren.

Landesministerialrat Marietrud Schreven gab im Auftrag von Bildungsministerin Barbara Sommer einen Bericht ab. LMR‘ Schreven stellte zunächst allgemein die Ziele der neuen, zentralen Abschlussprüfungen vor. Es gelte, Zitat, „sich an nationalen Bildungsstandards zu orientieren, Bildungsstandards, die die Anforderungen für den mittleren Abschluss transparent machen sollen, die Abschlüsse über die Länder hinweg vergleichbar machen sollen.“ Knapp gesagt: Die neue Gesetzgebung solle Chancengleichheit gewährleisten.

Dann folgte eine kurze Darstellung der Waldorfschulen und deren Sonderbehandlung durch das NRW-Bildungsministerium, LMR‘ Schreven sagte, dass „sich die Waldorfschulen besonderer Privilegien erfreuen“, wie beispielsweise „den Unterricht durch Klassenlehrer – der Klassenlehrer ist in Waldorfschulen aufgrund des pädagogischen Konzepts sehr wichtig –, obwohl diese Klassenlehrer keine staatlichen Lehramtsprüfungen haben und nicht an einer staatlichen Hochschule unterrichtet wurden.“

Im Grundgesetz Artikel 7, Absatz 4, Satz 3 heißt es aber: „Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen (…)“

Der Schulrechtler Prof. Hermann Avenarius sagt zu einer vergleichbaren Baden-Württembergischen Sonderregelung für die Waldorfschulen: „Es widerspricht dem Grundgesetz. Auch die an Waldorfschulen tätigen Lehrkräfte benötigen eine wissenschaftliche Ausbildung, die nicht hinter den öffentlichen Schulen zurücksteht. Von diesem Qualifikations- und Qualitätsniveau können sie nicht entbunden werden.“

Schließlich erläuterte LMR‘ Schreven die Besonderheiten des neuen Gesetzes für die Waldorfschulen, hier nur einige entscheidende Passagen wiedergegeben, Zitat Ausschuss-Protokoll:

Seite 8: „Diese [anderen Privat-] Schulen legen eine komplette externe Prüfung ab. Das bedeutet, in allen abschlussrelevanten Fächern finden externe Prüfungen statt. Demgegenüber verfahren wir an Waldorfschulen anders. Die Prüfungen werden an den Waldorfschulen selbst durchgeführt.“

Seite 9: „Die Klausuren werden von Waldorflehrkräften selbst erstkorrigiert. Auch das gibt es in anderen Fällen nicht.“

Seite 10: „Denn es werden nur zwei bis drei schriftliche Prüfungen zentral gestellt. Alle anderen Noten sind waldorfeigene Noten, die auf dem Abschlusszeugnis erscheinen und die, soweit sie den Fächern des Regelsystems entsprechen, natürlich abschlussrelevant sind. Das heißt, sie haben ein Abschlusszeugnis mit dem kompletten Spektrum ihrer Noten, wobei lediglich die Noten in Deutsch, Mathematik bzw. Deutsch, Mathematik und Englisch auf zentralen Prüfungen beruhen.“

Seite 11: „Da wir [wie von den Waldorfschulen gefordert] Vornoten nicht anerkennen können, können wir dieses Verfahren „Vornote und Abweichungsprüfung“ nicht durchführen. Wir haben dafür aber die Möglichkeit eröffnet – diese Möglichkeit haben die Schüler im Regelsystem nicht –, dass eine Nachprüfung gemacht wird. Das heißt, Schülerinnen und Schüler, die punktuell in einer schriftlichen Prüfung versagt haben, können nach den Sommerferien nochmals eine schriftliche Prüfung in diesem Fach machen. Mit dieser schriftlichen Prüfung können sie ihre Note entsprechend verbessern. Das heißt, die bessere Note der Nachprüfung ersetzt die schwächere Note im ersten Durchgang.“

Konnte es NRW den Waldorfschülern noch leichter machen? Die Abgeordnete der Grünen, Sigrid Beer, meint ja. Zitat Beer: „Hinsichtlich der anderen Bundesländer verweise sie auf Niedersachsen, wo 70 % der Abschlussnote, sowohl hinsichtlich der schriftlichen als auch hinsichtlich der mündlichen Prüfung, durch die Vornote zustande komme.“

Chancengleichheit? Wie vom Gesetzgeber beabsichtigt? Deutlicher kann die Bevorzugung der Waldorfschulen nicht sein, und das offensichtlich nicht nur in NRW.

Die strengste Prüfungsordnung für Waldorfschulen gibt es in Bayern, aber auch dort wissen sich Waldorfeltern zu helfen: Für das Abitur wechselt Kind einfach auf eine Waldorfschule in einem anderen Bundesland. Hier ein Interview aus der Jugendsendung „Südwild“ des Bayerischen Rundfunks vom 17. September 2008:

Mirko M.: „Ich war 12 Jahre hier in Coburg auf der Waldorfschule und den restlichen Teil dann in Marburg, also in Hessen, und hab‘ mein Abitur dort gemacht.“

Moderatorin: „Warum bist du nach Hessen gegangen?“

Mirko M.: „Also in Bayern ist es ein bisschen schwierig, da sind die Waldorfschulen staatlich nicht anerkannt (…) Für mich waren es 3 Gründe, warum ich gewechselt bin:

– dass wir keine Vorzensuren hatten, was wirklich schwierig war

– dann auch die externen Abschlüsse, z.B. hier am Gymnasium (…)

– und wir hatten natürlich noch Russisch als zweite Fremdsprache, wo man als Jugendlicher natürlich auch nicht so gern mitmacht.“

„Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

Spricht man mit Eltern über deren Beweggründe, sich für eine Waldorfschule zu entscheiden, so hört sich das oft so an, als lese man eine Imagebroschüre der Waldorfschulen. Fragt man freundlich aber beharrlich nach, so lösen sich die pastellfarbenen Traumbilder nach und nach in Luft auf. Und schliesslich hört man: „Ich wohne in (Berlin) Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil!“

Richtig, das hat der Autor so erlebt. Nur ein „Einzelfall“? Der ehemalige Waldorfschüler und Anthroposoph Sebastian Gronbach schreibt im anthroposophischen Magazin „info 3“, Zitat:

„Ich konnte vor einigen Tagen erleben, wie die neuen Erstklässler eingeschult wurden. Zwei Schulen, zwei Bilder: Die Grundschule, eine Regelschule, feierte diesen Tag und begrüßte unter den Neuen ein gutes Drittel Kinder, mit dem, was man heute »Migrationshintergrund« nennt. (…)

Der gleiche Tag, wenige Kilometer weiter. Eine Waldorfschule. Auch hier werden die neuen Kinder begrüßt. Das Bild unterscheidet sich kaum von dem in den vergangenen Jahren an dieser Waldorfschule: Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch; vor einiger Zeit gab es mal das Kind einer Anwaltsfamilie. Alle Kinder sprechen reines Deutsch. (…)

Heute sind Waldorfschulen Eliteschulen (…)“

Was Gronbach schildert, bestätigt auch eine Statistik des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ (KFN). In der „Studie 2005 – spezielle Befunde zu Waldorfschulen“ wurde der ethnische Hintergrund der Schüler erhoben.

In der 4. Klasse der untersuchten Schulen betrug der Ausländeranteil:

– staatliche Grundschule: 22,6 %

– Waldorfschule: 2,8 %

In der 9. Klasse der untersuchten Schulen betrug der Ausländeranteil:

– Gesamtschule: 30,3 %

– Waldorfschule: 4,0 %

Die Studie des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ belegt auch, dass es in Waldorfschulen kaum Kinder aus „sozial benachteiligtem Milieu“ gibt. Waldorfschulen liegen meist in einer „besseren Gegend“, aber selbst auf der Clay Allee im Villenviertel Berlin-Dahlem bildet sich ein allmorgendlicher Stau, wenn die reichen Mamas ihre Kinder in die Rudolf Steiner Schule Berlin bringen und in der zweiten Reihe halten.

Wie sieht es aber im „Märkischen Viertel“ in Berlin aus, in einem Hochhausviertel, das eher von sozial schwachen Bürgern und Ausländern bewohnt wird (50 % sozialer Wohnungsbau)? An der Waldorfschule Märkisches Viertel machte ich mein Praktikum während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer und … Ausländer oder Kinder aus dem Viertel konnte ich dort nicht entdecken.

Eine ehemalige Schülerin schreibt mir dazu in einer e-mail:

“Hallo Andreas,

also ich kann Ihre Wahrnehmung durchaus bestätigen. KEIN Schüler kam aus dem Märkischen Viertel oder aus benachteiligtem Milieu. Ich hatte mal eine Mitschülerin in der sechsten oder siebten Klasse, doch diese war genauso schnell wieder dort wo sie herkam: Nämlich auf einer Schule im MV. (…)”

Im Grundgesetz heisst es aber, GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: „Die Genehmigung [von Privatschulen] ist zu erteilen, wenn (…) eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird.“

Natürlich würden die Waldorfschulen niemals zugeben, dass sie gegen das Grundgesetz verstossen. Gründe, Schüler abzulehen, finden sich viele, zum Beispiel dieser von der Psychologin Aiga Stapf beschriebene:

„Eltern berichteten wiederholt, dass Kinder vom Waldorfkindergarten und der Waldorfschule abgelehnt wurden. Die Kinder mussten u. a. bei dem Aufnahmegespräch etwas malen: ein Sechsjähriger malte z.B. ein Haus ohne Tür, wozu er kommentierend auf Nachfrage der Waldorfpädagogin sagte: »Die Tür ist hinten.« Dies wurde von ihr als ein »Anzeichen« dafür gedeutet, dass das Kind seine Seele nicht öffnen will, sie lehnte die Aufnahme ab.”

„Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

Wie ermittelt man, ob eine bestimmte „Soziale Gruppe“ die selben Überzeugungen teilt? Mit umfangreichen Befragungen? Für die Waldorfschule – bzw. Anthroposophen – könnten das beispielsweise solche Fragen sein:

– „Glauben Sie an Karma?“

– „Glauben Sie, dass Ihr Kind, als es noch ein Geistiges Wesen war, Sie für seine Inkarnation als Eltern ausgewählt hat, weil Sie ihm die besten Voraussetzungen für die Erfüllung seines Karmas bieten?“

Wer antwortet darauf wahrheitsgemäss? Dieses Verfahren scheint doch sehr fehleranfällig. Gibt es vielleicht irgendein objektives, gemeinsames Kennzeichen, das man wissenschaftlich, statistisch, erfassen könnte? Ja:

Im März 2008 reist das Schulorchester einer Schweizer Rudolf-Steiner-Schule, der „Freien Oberstufenschule Baselland“ in Muttenz, zu einem Konzert in die Salzburger Rudolf Steiner Schule. Der Gastauftritt findet internationale Beachtung: Nicht nur in Salzburg, nein, in ganz Österreich, in Deutschland und Norwegen – überall brechen die Masern aus.

Im April 2010 lese ich von Masern in Mettmann, NRW. Als ich der Pressestelle des Kreisgesundheitsamtes sage, dass ich mich für den Masernausbruch interessiere, fragt man: „Wieso? Die Masern sind doch schon wieder vorbei.“ Ich sage: „Das mag sich vielleicht merkwürdig anhören, aber ich möchte wissen, ob eine Waldorfschule betroffen war.“ Am anderen Ende der Leitung macht es „aaah“, man weiss sofort Bescheid und sagt: „Dann ist es wohl am besten, wenn Sie Frau Kohnert zurückruft.“ Das tut Regina Kohnert, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Mettmann, und bestätigt mir, dass alle Masernfälle in Waldorfschulen aufgetreten sind. Die Kinder hätten Kontakt zur Waldorfschule in Essen gehabt, auch dort gibt es die Masern …

„Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“, aber da sage ich Frau Kohnert wirklich nichts neues.  J E D E R  der mit Impfprävention zu tun hat, weiss das.

So warnt Dr. Axel Iseke vom Gesundheitsamt Münster Ende April: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es über die Waldorfschule auch in Münster zu einem größeren Masernausbruch kommt.“ Denn in Essen sind die Masern ja schon, und Zitat Presseerklärung Münster: „Familien aus dem Umfeld von Waldorfschulen seien häufig überregional vernetzt.“

Doch wer weiss genaueres über die Infektionskette Waldorfschule? Doch sicher das „Robert Koch Institut“ (RKI), „die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention“. Dort müssen seit der Einführung der Masern-Meldepflicht im Jahr 2001 alle Fälle gemeldet werden. Ich spreche mit der Epidemiologin Dr. Anette Siedler. Doch sie überrascht mich, meint, dass das RKI nicht den Verursacher der Krankheit ermittetele, der weltanschauliche Hintergrund einer Schule nicht berücksichtigt werde. Auch die entscheidende Information kann Dr. Siedler nicht liefern, sie sagt: „In Deutschland gibt es keine verlässlichen Zahlen zur Impfrate in Waldorfschulen bzw. öffentlichen Schulen.“

In der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ werden Zahlen genannt, sie sollen hier als Orientierung dienen, auch wenn sie sich auf Schweden beziehen:

Geimpft waren gegen MMR (Masern-, Mumps-, Röteln- Kombinationsimpfung):

– in öffentlichen Schulen: 93 %

– in Waldorfschulen: 18 %

61 % der Waldorfschüler hatten eine Masernerkrankung durchgemacht.

Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

Masern sind nämlich keinesfalls eine „harmlose Kinderkrankheit“:

– bei etwa 20–30 % der Masern-Fälle kommt es zu Komplikationen. Durchfall, Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen sind dabei am häufigsten, oft ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

– Die Meningoenzephalitis ist selten (bei 0,1 % der Erkrankungen), verläuft jedoch in 15–20 % der Fälle tödlich. In weiteren 20–40 % bleiben dauerhafte Schädigungen des Gehirns zurück.

– Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine sehr seltene Spätkomplikation nach Maserninfektion, verläuft nach langem Siechtum aber immer tödlich.

In Waldorfschulen treffen sich 2 Gruppen von Impfverweigerern, Zitat Dr. Georg Vogt, Gesundheitsamt Duisburg: die „ideologisch verhärteten Anthroposophen“ und die „oberkritischen Gebildeten“.

Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen.

Und was ist mit der zweiten Gruppe der Waldorf-Impfverweigerer, den „oberkritischen Gebildeten“, für die Entscheidungen von Medizinern und Gesundheitsbehörden nicht gelten?

Im Januar 2010 durften rund 260 Kinder der Rudolf Steiner Schule Berlin zu Hause bleiben. Als Quarantäne-Massnahme wurde der Schulbesuch vom Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf untersagt, nachdem in der Waldorfschule Masern aufgetreten waren. Ein Vater, von Beruf Anwalt, klagte gegen den Ausschluß der Schüler beim Verwaltungsgericht und verlor:

„Das Gericht gab der Behörde Recht. Die Kinder könnten bei einer Erkrankung Mitschüler anstecken, bevor sie selbst sichtbare Symptome zeigen, hieß es zur Begründung. Ihr Interesse am Schulbesuch müsse angesichts der Ansteckungsgefahr der mitunter sogar tödlich verlaufenden Krankheit zurücktreten.“

Vorher hatte der Vater der zuständigen Berliner Stadträtin in einem Brief geschreiben:

„Allein die Tatsache, dass Masern auch tödlich verlaufen können, gibt der Gesundheitsverwaltung meines Erachtens nicht das Recht, derartig einschneidende Maßnahmen zu ergreifen.“

Fazit und Fragen

– Kultusministerien beschließen Gesetze, die die Waldorfschulen bevorzugen. Das Grundgesetz findet bei den Waldorfschulen keine Beachtung.

– Eine „Elite“ lebt auf Kosten der Allgemeinheit: Waldorfschulen werden zum grössten Teil aus öffentlichen Steuermitteln finanziert, sind aber eine geschlossene Gesellschaft von Privilegierten.

– Aus ideologischen Gründen setzen die Waldorfschulen die Gesundheit von Menschen aufs Spiel. Die Gesundheitsbehörden engagieren sich zwar sehr bei der Minimierung der Risiken für die Allgemeinheit, bekämpfen aber nicht die eigentliche Ursache des Problems.

Kann sich eine demokratische Gesellschaft wie die Bundesrepublik Deutschland eine Parallelgesellschaft Waldorfschule leisten? Ist diese Parallelgesellschaft politisch gewollt?

Anhang:

Rudolf Steiner begründet, warum Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss:

„Nehmen wir an, im späteren Leben bekommt eine Persönlichkeit Masern, und wir suchen nach dem karmischen Zusammenhang dieses Falles. Wir finden dabei, daß dieser Masernfall aufgetreten ist als eine karmische Wirkung von solchen Vorgängen in einem vorangegangenen Leben, die wir etwa so beschreiben können: Die betreffende Individualität war in einem vorhergehenden Leben eine solche, die sich nicht gern um die äußere Welt bekümmert hat, sich nicht gerade im grob egoistischen Sinne, aber doch viel mit sich selber beschäftigt hat; eine Persönlichkeit also, die viel nachgeforscht hat, nachgedacht hat, aber nicht an den Tatsachen der äußeren Welt, sondern die im inneren Seelenleben geblieben ist. Sie finden auch heute sehr viele Menschen, welche glauben, daß sie durch In-sich-abgeschlossen-Sein, durch Grübeln und so weiter zur Lösung von Welträtseln kommen können. Bei der Persönlichkeit, die ich meine, handelte es sich darum, daß sie mit dem Leben so fertigzuwerden suchte, daß sie innerlich nachgrübelte, wie man sich in diesem oder jenem Falle verhalten soll. Die Schwäche der Seele, welche sich daraus ergeben hat im Verlaufe des Lebens, führte dazu, daß im Leben zwischen Tod und neuer Geburt Kräfte erzeugt wurden, welche den Organismus in verhältnismäßig später Lebenszeit noch einem Masernanfall aussetzten.

Jetzt können wir uns fragen: Wir haben auf der einen Seite den Masernanfall, der die physisch-karmische Wirkung ist eines früheren Lebens. Wie ist es denn aber nun mit dem Seelenzustand? Denn das frühere Leben gibt ja als karmische Wirkung auch einen gewissen Seelenzustand. Dieser Seelenzustand stellt sich so dar, daß die betreffende Persönlichkeit in dem Leben, wo sie auch den Masernanfall hatte, immer wieder und wieder Selbsttäuschungen unterworfen war. Da haben Sie also die Selbsttäuschungen anzusehen als die seelisch-karmische Folge dieses früheren Lebens und den Eintritt der Masern als die physischkarmische Folge jenes Lebens.

Nehmen wir nun an, dieser Persönlichkeit wäre es gelungen, bevor der Masernfall eintrat, etwas zu tun, um sich gründlich zu bessern, das heißt, um eine solche Stärke der Seele sich anzueignen, daß sie nicht mehr ausgesetzt wäre allen möglichen Selbsttäuschungen. Dann würde diese dadurch heranerzogene Seelenstärke dazu geführt haben, daß die Masernerkrankung hätte unterbleiben können, weil das, was im Organismus schon hervorgerufen war bei der Bildung dieser Organisation, seinen Ausgleich gefunden hätte durch die stärkeren Seelenkräfte, welche durch die Selbsterziehung herangezogen worden wären. Ich kann natürlich nicht ein halbes Jahr über diese Sachen reden; aber wenn Sie weit im Leben herumschauen und alle Einzelheiten, welche sich als Erfahrungen darbieten, von diesem hier gegebenen Ausgangspunkt aus betrachten würden, so würden Sie immer finden, daß das äußere Wissen voll bestätigen würde – bis in alle Einzelheiten -, was hier gesagt worden ist. Und was ich jetzt gesagt habe über eine Masernerkrankung, das kann zu Gesichtspunkten führen, die erklären, warum Masern gerade zu den gebräuchlichen Kinderkrankheiten gehören. Denn die Eigenschaften, die genannt worden sind, kommen in sehr vielen Leben vor. Insbesondere in gewissen Zeitperioden haben sie in vielen Leben grassiert. Und wenn dann eine solche Persönlichkeit ins Dasein tritt, wird sie so schnell wie möglich Korrektur üben wollen auf diesem Gebiet und in der Zeit zwischen der Geburt und dem gewöhnlichen Auftreten der Kinderkrankheiten, um organische Selbsterziehung zu üben, die Masern durchmachen; denn von einer seelischen Erziehung kann ja in der Regel in diesem Alter nicht die Rede sein.

Daraus sehen Sie, daß  wir wirklich davon sprechen können, daß die Krankheit in gewisser Beziehung wieder zurückverwandelt werden kann in einen geistigen Prozeß. Und das ist das ungeheuer Bedeutsame, daß wenn dieser Prozeß in die Seele als Lebensmaxime aufgenommen wird, er eine Anschauung erzeugt, die gesundend auf die Seele wirkt. In unserer Zeit braucht man sich nicht besonders zu wundern, daß man so wenig auf die Seelen wirken kann. Und wer die Zeit heute vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus durchschaut, der wird es begreifen, daß so viele Mediziner, so viele Ärzte Materialisten werden (…)“

Rudolf Steiner, „Die Offenbarungen des Karma“, GA 120, FÜNFTER VORTRAG, Hamburg, 20. Mai 1910, S. 102ff

Die Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart vom Anthroposophen Emil Molt, Besitzer der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, als Betriebsschule gegründet. Molt beauftragte Rudolf Steiner mit der pädagogische Leitung der neuen „Waldorf“-Schule.

Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 mit der schlechtmöglichsten Note „rite“ in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen   „Anthroposophie“ neu gründete.

Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu  S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“ Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen, okkulten Quellen, die für Nicht-Anthroposophen reine Fiktion sind.

Die Waldorfschule war für Steiner von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“. Und die „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule, Rudolf Steiner deren unangefochtene Autorität. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände.

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142 Kommentare zu “Drei Gründe für die Waldorfschule

  • #101
    Masern durch Waldorfschule

    “Experte kritisiert „missionarische Blindheit“: Waldorfschulen als Zentren von Masernausbrüchen

    (…) Waldorfschulen waren dabei in den letzten Jahren mehrfach Ausgangspunkt von Masern-Ausbrüchen (…)

    (…) Den Grund für die Ausbrüche sieht Professor Ernst in der niedrigen Impfrate der Kinder. Anhänger der von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Medizin betrachten Kinderkrankheiten als wichtige Meilensteine in der Entwicklung einer Persönlichkeit. Professor Ernst: Sie glauben, dass die Kinder physische und mentale Stärke gewinnen, wenn sie sich mit Masern infizieren. Dies beuge späteren Krankheiten, inklusive Krebs vor. Diese Behauptung ist aus Sicht des Experten weder plausibel noch durch Studien schlüssig belegt.

    „Anthroposophen sind ähnlich wie andere Impfgegner häufig durch eine missionarische Blindheit gegenüber den Fakten gekennzeichnet“, wirft Professor Ernst den Eltern der Waldorfschüler vor. Die ablehnende Haltung zur Impfung müsse kritisch hinterfragt werden, da Masern zu sehr ernsten Komplikationen führen können. Außerdem könnte es zum Verlust der Herdenimmunität der Gesamtbevölkerung kommen. Damit meint Professor Ernst, dass Ausbrüche an Waldorfschulen auf ältere Menschen mit nicht ausreichendem Impfschutz übergreifen könnten. Den Ärzten rät der Experte, durch intensives Aufklären der Eltern Schäden zu vermeiden.

    Edzard Ernst wurde 1948 in Wiesbaden geboren. Nach Lehrtätigkeiten in Hannover und Wien, wurde er an das Peninsula College of Medicine and Dentistry in Exeter berufen, wo er ab 1993 den weltweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin innehatte.

    E. Ernst:
    Anthroposophische Medizin verursacht Masern-Ausbrüche.
    DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (44):
    S. 2271-2272.
    DOI 10.1055/s-0031-129204″

    Quelle: http://www.thieme.de/SID-A6472491-C0644283/presseservice/38558.html

  • #102
    Andreas Lichte

    Leseempfehlung:

    “Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

    (…) Rudolf Steiner (1861–1925) war ein populärer Scharlatan und größenwahnsinniger Sektenführer, dessen „Anthroposophie“ so gut wie keinen Lebensbereich unberührt lässt. Seine Heilslehre, die in Anthroposophenkreisen auch irreführend als „Geisteswissenschaft“ bezeichnet wird, gründet sich praktisch vollständig auf den hellseherischen Eingebungen Steiners. Neben bio-dynamischem Gemüse, Heileurythmie und Waldorfschulen haben wir ihm so auch eine anthroposophische „Medizin“ zu verdanken. (…)

    (…) In der Konsequenz werden auch Impfungen von vielen Anthroposophen abgelehnt, man will den Sprösslingen ja keine wichtige entwicklungsfördernde Krankheit vorenthalten. Waldorfschulen und -Kindergärten sind daher bekannt als Brutstätten für die immer wieder aufflammenden Masernepidemien in Deutschland, die Durchimpfungsraten liegen hier weit unter dem Durchschnitt. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern können schwerste Komplikationen – bis hin zum Tode – nach sich ziehen (…)“

    zum Artikel von Martin Ballaschk: http://www.ruhrbarone.de/techniker-krankenkasse-laesst-versicherte-fuer-anthroposophische-pseudomedizin-bezahlen/

  • #103
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)

    (…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)”

    weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • #104
    Oh Gott!

    Ich gedenke gerade, mein Kind (noch klein) zur Waldorfschule anzumelden und will mich über die Nachteile informieren, und was find ich? SO einen Schrott!

    Erstens:
    Die Schulabschlüsse der Waldorfschulen in NRW sind staatlich anerkannt, das Abi bei uns zentral, und führt sogar eher zu nem schwächeren NC, da nur die Prüfungen gelten und die Schulnoten nicht berücksichtigt werden.

    Zweitens:
    Das mit dem Unter-Sich-Bleiben ist ja wohl in anderen Schulen auch so. Die Prozentigkeiten der staatlichen sind ein DURCHSCHNITT!!! Geh mal in n Gymnasium in nem besseren Stadtteil. Oder in die Grundschule. Und dann geh in ne Grundschule in Duisburg Marxloh. Und dann errechne den Durchschnitt. Als ne Freundin von mir aus ihrem Lehramtsreferendariat erzählte, eine Lehrerin am Gymnasium hätte sich über die Problematik der vielen ausländischen Schüler an der Schule beklagt – in jeder Klasse saßen 1-2 ausländische Schüler – ist mir ja fast die Kinnlade runtergefallen.
    Und das unter-sich-bleiben mit den Ökos – Das ist so wie sagen: An der katholischen Mädchenschule sind fast ausschließlich katholische Mädchen. Oder: an der Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt sind fast nur Kinder von Eltern, die Wert auf einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt legten. Oder oder oder. An der Waldorfschule gibt es gesunde Ernährung, eine starke Förderung von Kreativität, eine Anbindung an Natur- und Gartenarbeit und Werken. Das ist mir wichtig, wo liegt bitte das Problem? Da ich selbst an ner Multikultigesamtschule war, in der die Integration total versagt hat, die türkischen Kinder mit den türkischen Kindern abhingen, die Oberstufenkandidaten mit den Oberstufenkandidaten etc… und die Stimmung unter den Schülern total beschissen war, bin ich durchaus geneigt zu sagen, dass das unter-sich-bleiben nicht unbedingt die schlechtere Wahl ist, auch wenn die schöne Mischung natürlich ein erstrebenswertes Ideal ist. Sollte ich eine Schule finden, in der das WIRKLICH funktioniert, bin ich durchaus gewillt, mein Kind dort anzumelden. Tatsächlich habe ich gerade sehr positives über UNESCO-Schulen gehört und überlege, meinem Kind alternativ dort etwas zu suchen. Ansonsten fördert gemeinsame Schule ja noch lange nicht was weiß ich bitte. Und klar, gutsittuierte (da schulgeldzahlende) Nazis ziehen immer am liebsten in die Multikultiviertel wie Berlin Kreuzberg. Das Zitat aus dem Bericht, das Waldorfschulen als Eliteschulen bezeichnet, ist außerdem n Fake. Zwischen der Erwähnung der Eliteschule und der Beobachtung stehn nämlich n paar Pünktchen, und es ist gar nicht klar, ob das eine auf das andere bezogen ist. Der Satz mit dem reinen deutsch ist vielleicht ein Ärgernis. Punkt. Übrigens werden viele Schulen, die quasi ausschließlich eine Gemeinschaft von Priveligierten bilden, ausschließlich von Steuergeldern bezahlt. So wie die Marxloher Hauptschule eine geschlossene Gemeinschaft von ausschließlich unpriveligierten bildet und ebenfalls ausschließlich aus Steuermitteln bezahlt wird.

    NB bemerkt, mein Kind ist geimpft. Ich kenne zwei Waldorfkinder, eines davon geimpft, eines nicht. Ersteres ist auch kein Ökokind, sondern geht zur Waldorfschule, weil die Mutter erhoffte, der Kleinen den Spaß am Lernen zu bewahren. Das hat bislang geklappt. Ungeimpfte Kinder würde es übrigens auch ohne Waldorfschulen geben, sofern die Impfungen nicht gesetzlich vorgeschrieben werden. Ich kenne auch ein NICHT-Waldorfkind, das nicht geimpft wird. Ich habe mich über das Impfen, so wie jetzt auch über die Waldorfschule, informiert, und fand die Argumente dagegen nicht standhaft. Aber das muss jeder selber wissen. Wie auch immer kommt mir die Verbindung von Waldorfschulen und Impfkindern aufgrund meiner Erfahrung schwer verallgemeinernd vor.

    Die Waldorfschule, von der hier gesprochen wird, hat nb bemerkt Abschlüsse, die mit denen an anderen Schulen deckungsgleich sind. Der Anteil an Kindern, die Haupt- oder Realschulabschluss oder Abi machen, ist mit dem der Kinder an Regelschulen durchschnittlich deckungsgleich. Im Abi erzielen die Kinder dieser Schule einen durchschnittlich erheblich besseren Abschluss in Sprachen als an Regelschulen. Die Abschlüsse in den naturwissenschaftlichen Fächern schneiden im Durchschnitt minimal schlechter ab als die Vergleichsschulen. Die Leistungen der Schüler beim Real- und Hauptschulabschluss sind erheblich besser als an den Vergleichsschulen. Das wird an Waldorfschulen sicherlich utnerschiedlich sein, so wie an anderen Schulen auch. Die sind nämlich schon etwas unterschiedlich, die Waldorfschulen. Na so was.

    Ach und noch was. Ich mache hier keine Werbung, sondern eine Gegendarstellung. So wie die Eltern von Gymnasiasten wahrscheinlich auch eine Gegendarstellung machen würden, wenn ihre Schulform angegriffen würde.

  • #105
    Andreas Lichte

    @ Oh Gott! #104

    Sie schreiben: „Und klar, gutsittuierte (da schulgeldzahlende) Nazis ziehen immer am liebsten in die Multikultiviertel wie Berlin Kreuzberg.“

    Wie kommen Sie auf „Nazis“? Wollen Sie die Zusammenarbeit der Waldorfschulen mit den Nationalsozialisten thematisieren?

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Berlin, 24. Februar 2012 – Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird:

    Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischem Staat im Großen anstrebt“.1

    Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“2 ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“3 zu verwirklichen. Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses grossen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“4 (…)“

    zum vollständigen Artikel mit einer Darstellung der Forschungsergebnisse des Historikers Prof. Peter Staudenmaier: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #106
    Andreas Lichte

    @ Oh Gott! #104

    Sie schreiben: „An der Waldorfschule gibt es (…) eine starke Förderung von Kreativität (…)“

    Der bestgepflegte Mythos der Waldorfschulen …:

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    „(…) Hopmann: … Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? (…)“

    zum Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #107
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    „(…) Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)“

    zum Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • Pingback: 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ | Ruhrbarone

  • #109
    Andreas Lichte

    Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

    Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

    „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

    Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

    Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

    „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

    O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

    „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

    SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben und links: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #110
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“

    Ein einfaches und sicheres Mittel, zu sehen, was in der Waldorfschule wirklich unterrichtet wird, ist ein Blick in die Epochenhefte der Schüler. Dies erklärt sich so:

    Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner (1861–1925) in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“:

    – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt,

    – von 8–14 Jahre der Ätherleib,

    – von 15–21 Jahre der Astralleib,

    – vom 21 Lebensjahr an endlich das ‘Ich’1 – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

    Für die Unterrichtspraxis bedeutet das, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt laut Rudolf Steiner noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Waldorflehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“ in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen … schreibt nur ab, was ihm der Lehrer vorgibt: In den Epochenheften liegt also eine unmittelbare Wiedergabe des Lehrstoffes der Waldorfschulen vor.

    Man sollte erwarten, dass Eltern, die sich bewusst für die Waldorfschule entschieden haben, – also für eine „andere“ Pädagogik entschieden haben –, dieses „andere“ auch kennen, oder kennenlernen wollen, also in den Epochenheften nachlesen, was ihre Kinder in der Schule gelernt haben. Dazu ein kurzer O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, ‘Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?’:

    „Mutter: ‘Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.’

    SWR: ‘Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …’“

    „Atlantis“. In einem Geschichtsepochenheft der 5ten Klasse. Ist Atlantis „Geschichte“? Und wie geht die Geschichte in der Waldorfschule weiter? So, die Überschriften aus einem anderen Geschichtsepochenheft:

    – Urindische Kulturepoche, 7200 v. Chr. bis 5100 v. Chr.

    – Die 2. nachatlantische Kulturepoche, Die Urpersische Kulturepoche, 5100 – 2900 v. Chr.

    – Die 3. nachatlantische Kulturepoche, chaldäisch-babylonische-assyrische Epoche, 3000 – 750 v. Chr.

    Ist das Geschichte? Nein. Es gibt keine „nachatlantischen Kulturepochen“, wie sollte es auch, wenn Atlantis ein Mythos ist? Und was sind das für absurde Datierungen? Die auch im Detail nicht besser werden:

    Im Geschichtsepochenheft wird Buddha der „Urindischen Kulturepoche“ von 7200 – 5100 v. Chr. zugeordnet. Im Standardwerk „Philosophie und Religion Indiens“ werden für Buddha folgende Lebensdaten genannt: 563 – 483 v. Chr.: Differenz ca. 5000 Jahre …

    Die Lebensdaten Zarathustras sind umstritten, in Frage kommt ein Zeitraum von ca. 1800 v. Chr. bis ca. 600 v. Chr.. Im Geschichtsepochenheft ist für die „Urpersische Kulturepoche”, der Zarathustra zugerechnet wird, aber 5100 – 2900 v. Chr. angegeben, was in jedem Fall falsch ist.

    An diesen wenigen Beispielen wird deutlich, dass im Geschichtsunterricht der Waldorfschule keine „Geschichte“ unterrichtet wird, was für jeden Laien ersichtlich ist, auch ohne Vorkenntnis der Anthroposophie. Hier würde man eigentlich kritische Nachfragen der Eltern erwarten – „Was soll das?!?” „LERNT mein Kind auch etwas in der Waldorfschule? Etwas anderes als diesen Humbug …”, aber offensichtlich werden diese Fragen nicht gestellt.

    Wenn man die Grundlagen der Anthroposophie kennt, weiss man, dass in der Waldorfschule anthroposophische Geschichtsschreibung unterrichtet wird: Die „Kulturepochen“ und ihre Datierung – die in den Schülerheften lediglich kindgerecht gerundet ist –, sind Anthroposophie. Das Nachschlagewerk „ABC der Anthroposophie“ erklärt:

    „Großeinteilung für die Bestimmung der historischen Rhythmik der Menschheitsgeschichte auf der Erde ist das Platonische Weltenjahr von 25920 Jahren. (…) Alles, was zeitlich angeordnet ist, das ist nach dem Maße und nach der Natur der Siebenzahl angeordnet. (…) Jede der sieben Kulturepochen entspricht nach Steiner der Zeit, die der Frühlingspunkt braucht, um ein Tierkreiszeichen zu durchwandern, also 2160 Jahren.“2

    Die sieben anthroposophischen Kulturepochen im Überblick:

    1. Urindische Kultur (7227 – 5067 v. Chr.)

    2. Urpersische Kultur (5067 – 2907 v. Chr.)

    3. Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 – 747 v. Chr.)

    4. Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. – 1413 n. Chr.)

    5. Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche)

    6. Slawische Kulturepoche (3573 – 5733 n. Chr.)

    7. Amerikanische Kulturepoche (5733 – 7893 n. Chr.)

    Anthroposophische Zahlenmystik bestimmt den Geschichtsunterricht der Waldorfschule. Aber natürlich ist auch der Inhalt des Geschichtsunterrichts anthroposophisch.

    Vielleicht – hoffentlich! – hat sich schon der ein oder andere gefragt, warum in der 5ten Klasse überhaupt „Buddha“ und „Zarathustra“ auftauchen. Ist das nicht eine hoffnungslose Überforderung der Schüler? Ist ein Zwölfjähriger in der Lage, das Wesen des „Buddhismus“ zu erfassen? Ich sage „ja“ – wenn man das wirklich will, und viel Zeit hat –, aber sicher nicht in der Form, wie in der Waldorfschule „Buddha“ unterrichtet wird: die Schüler erfahren im Geschichtsunterricht nicht wirklich etwas über den Buddhismus – oder den Zoroastrismus (die Lehre Zarathustras) – vielmehr haben die Schilderungen das Gepräge von Mythen und Märchen, ohne dass ein Fünftklässler aber in der Lage wäre, klar zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Lernziel ist es wohl, zu „erahnen“ – unbewusst zu verinnerlichen – dass die „Menschheitsentwickelung“ höheren, kosmischen Gesetzmäßigkeiten folgt: Geschichte als Religion.

    Und das Motiv dafür, dass Buddha und Zarathustra in der Waldorfschule auftauchen, ist eindeutig religiös:

    „Laut Steiner gab es nicht nur einen Jesus, sondern zwei, die beide um die Zeitenwende geboren wurden – einer in Bethlehem, der andere in Nazareth. Die Eltern hiessen in beiden Fällen Maria und Joseph. Der eine Jesus war eine Reinkarnation des alt-iranischen Religionsstifters Zarathustra, der andere stand mit Buddha in Verbindung. Mit 12 Jahren verliess die «Ichheit» des Zarathustra-Jesus seinen Körper und drang in den anderen Jesus ein. Dieses Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. Er formuliert ein 5. Evangelium, das die vier biblischen ergänzt, sie in ihrer Bedeutung laut Steiner aber übertrifft, weil er als Hellseher unmittelbare Erkenntnis beansprucht. Die biblischen Evangelien stammten zwar auch aus der Akasha-Chronik, seien durch fehlerhafte Abschriften aber verfälscht worden.“3

    „Jesus“ – oder anthroposophisch, der „Christusimpuls“ –, ist für Rudolf Steiners „Menschheitsentwicklung“ unabdingbar, und im Geschichtsunterricht der Waldorfschule werden die Grundlagen für seine Geburt behandelt: Ohne es zu wissen, vollziehen Waldorfschüler also Steiners „5tes Evangelium“ nach, „lernen“, was der selbsternannte Hellseher Rudolf Steiner gesehen haben will …

    Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule

    Historiker wie Peter Staudenmaier und Helmut Zander stellen die Rassenlehre Rudolf Steiners als ZENTRAL für die Anthroposophie heraus. Steiners esoterische Evolutionslehre – die „Menschheitsentwickelung“ – ist Beweggrund und Ziel der Anthroposophie, Zitat Staudenmaier:

    (…)“

    weiterlesen (dort auch Quellenangaben): http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • Pingback: Psiram » Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

  • #112
    Jasmin

    @ Andreas Lichte #93:

    Sie schreiben „…mag funktionieren, muß aber nicht: gibt es doch bei eltern, die ihre kinder nicht impfen lassen, auch immer noch die unsitten der masern- und windpockenparties, damit die kids „mal so richtig in der entwicklung vorankommen…“

    Ich würde gerne von Ihnen wissen, warum in aller Welt ich mein Kind gegen Windpocken impfen lassen sollte? Nur weil die STIKO das so empfiehlt? Ich bin weiß Gott keine Imfgegnerin, meine Kinder sind u.a. auch gegen MMR geimpft, aber es erschließt sich mir wirklich nicht der Sinn, auch noch die Impfung gegen die Windpocken dazu zu nehmen. Ich bin Jahrgang 1974 und bin nicht gegen Masern geimpft worden, ich habe Mumps und Windpocken gehabt und es überlebt. Wenn man mal die Impfbücher aus unserer Zeit mit denen der heutigen Kinder vergleicht, ist es schon erschreckend, wie hoch die Impfrate gestiegen ist. Ich habe da max. 4 Einträge bis zu meiner Jugend und meine Eltern waren wahrlich keine Impfgegner. Obwohl ich durchaus impfkritisch eingestellt bin, haben meine Kinder bis jetzt trotzdem schon mehr Impfungen über sich ergehen lassen müssen als ich in meinem ganzen Leben. Viele Impfstoffe, die es zu meiner Zeit problemlos in Einzeldosen oder 3-fach gegeben hat (ich denke z.B. an Diphterie/Tetanus/Pertussis), sind auf dem deutschen Markt gar nicht mehr erhältlich, sodass man als Mutter gezwungen ist, andere Stoffe dazu zu nehmen, die man eigentlich nicht impfen wollte. Dass da eine wahnsinnig große Lobby der Pharmaindustrie dahintersteckt – um das zu erkennen, muss man doch kein Anthroposoph sein. Man muss auch kein Anthroposoph sein, um zu erkennen, dass ein Kleinkind natürlich eine Entwicklung durchmacht, wenn es eine Kinderkrankheit durchmacht und das Immunsystem dadurch gestärkt wird. Warum also in aller Welt sollte ich gegen Windpocken impfen, ausser aus dem Grund, dass es „lästig“ ist, ein krankes Kind 1-2 Wochen zuhause betreuen zu müssen? Das ist nämlich so ziemlich der einzige Grund, der mir von anderen Müttern genannt wird, wenn ich sie frage, warum sie blind nach den Empfehlungen der STIKO impfen lassen, u.a. gegen Windpocken… Mir ist klar, dass der Verlauf der Krankheit mit steigendem Alter schwerer wird, deshalb überlege ich ernsthaft, meinen Sohn von einem anderen Kind mit WP anstecken zu lassen, sobald ich davon höre. Diese panische Angst vor jeglichen ansteckenden Kinderkrankheiten ist mir höchst suspekt, deshalb kann ich Ihren ebenfalls panikmachenden Worten überhaupt nichts abgewinnen, tut mir leid….

    Noch eine Frage zu Ihren Ausführungen bezüglich der Waldorf-Schulen:
    Mich würde sehr interessieren, warum Sie die Ausbildung zum Waldorflehrer absolviert haben? Basierte das auf ernsthaftem Interesse, dass dann durch den Einblick in die Waldorf-Pädagogik in Kritik umgewandelt ist? Oder war das ein Experiment à la „Günther Wallraff“, um danach noch kompetenter gegen die Waldorfschulen wettern zu können? Nach einigem Querlesen Ihrer Artikel würde mich dieser Punkt wirklich sehr interessieren.

  • #113
  • #114
    Andreas Lichte

    @ Jasmin #112

    ich habe die Ausbildung zum Waldorflehrer aus echtem Interesse begonnen – damals gab es noch nicht so viele kritische Artikel zur Waldorfpädagogik wie heute, wie hier:

    Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #115
    Jasmin

    Wie „veritabel“ so ein Kinderarzt tatsächlich ist, der in seinem BLOG nichts über sich preisgeben möchte, aber sich über alles und jeden auslässt, sei mal dahin gestellt. Auch ist es gar nicht mein Anliegen, mit Ihnen über Fragen der Impfung zu diskutieren, denn da habe ich meine eigene impfKRITISCHE Meinung dazu und halte Sie – mit Verlaub – nicht für kompetent.
    Mich stört an Ihren Beiträgen diese Verallgemeinerung, alle Eltern an Waldorfschulen seien Imfpgegner bzw. diese seien nur an Waldorfschulen zu finden. Das ist völliger Quatsch, denn die gibt es überall in der Gesellschaft und auch an staatlichen Schulen. Wenn man selber Kinder hat und sich einmal mit dem Thema Impfen eigenverantwortlich beschäftigt hat (und damit meine ich NICHT die Eltern, die ihrem KiA blind vertrauen und drauf losimpfen lassen, ohne das zu hinterfragen), dann muss man zu der Erkenntnis kommen, dass das Thema Impfen kritisch betrachtet werden sollte. Das sagt einem schon der reine Menschenverstand, dass es nicht gut sein kann, einem 9 Wochen alten Säugling eine 7-fach Impfung zu verpassen. Da kann man getrost auch noch ein paar Monate mit warten und abwägen, ob es wirklich ALLE von der STIKO empfohlenen Stoffe sein müssen.
    Wie gesagt: Es gibt natürlich auch an Waldorfschulen Impfkritiker und sicher auch -gegner, aber eben nicht nur da. Ihre Kritik an den Waldorschulen in allen Ehren, aber wenn Sie derart verallgemeinern, wird man Ihre Kritikpunkte auch nicht wirklich ernst nehmen können….

  • #116
    Andreas Lichte

    @ Jasmin #115

    fragen Sie doch einfach den kinderdok, ob er „veritabel“ ist, hier seine e-mail-Adresse: kinderdok (klammeraff) yahoo.de

    Wenn Sie, wie Sie schreiben, gar nicht mit mir diskutieren wollen, Ihre „eigene impfKRITISCHE Meinung“ haben, was wollen Sie dann hier?

    Gehen Sie mit Ihrer „Impfkritik“ an Waldorfschulen, dort sind Sie höchst willkommen – viele Waldorf-Eltern und der anthroposophische Schularzt sind schon überzeugt:

    natürlich gibt es eine statistisch signifikante Häufung von Masernausbrüchen an Waldorfschulen.

  • #117
    Andreas Lichte

    Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie?

    Christian Füller beginnt seinen Artikel so: „Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, was die staatliche Waldorfschule in Hamburg anlangt. Ein Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen sammelt Unterschriften, um die Schule zu verhindern.“ Quellenangaben – z.B. einen einfachen link – hält Christian Füller offensichtlich nicht für nötig, um die „Nachrichtenlage“ zu verbessern, stattdessen versucht er es mit einer Unterstellung: „Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen …“.

    Nein, André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, und Initiator der Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist kein „Steiner-Hasser“. Sebastiani interessiert sich als Lehrer einer öffentlichen Schule in Bremen für „Bildung“. Irgendwann stiess er auf das Thema „Waldorfschule“ und hat sich seitdem intensiv damit auseinandergesetzt, wie bei den Ruhrbaronen hier nachzulesen ist: Waldorfschule: Versteinerte Erziehung (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

  • Pingback: Masernausbruch an einer Waldorfschule in Essen › Detritus › SciLogs - Wissenschaftsblogs

  • #119
    Andreas Lichte

    Die Waldorfschule Hildesheim nennt „12 gute Gründe“ für die Waldorfschule. Gleich der erst genannte Grund ist ein Bekenntnis zur Sekte Anthroposophie, Zitat:

    „1. Anthroposophie ist gut

    In der Anthroposophie geht es um die Einheit von Wissenschaft, Kunst und Religion. Rudolf Steiner hat ein ganzheitliches Menschenbild entwickelt, das heute noch aktuell ist. Viele seiner Impulse führten in der Pädagogik, der Medizin, der Landwirtschaft, im Sozialen, der Kunst, der Musik und der Wirtschaft zur Bildung eines neuen Bewusstseins und zu tiefgreifenden Veränderungen.“

    Zu den restlichen 11 Gründen siehe das „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ des ehemaligen Waldorfschülers Lukas Böhnlein.

  • #120
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiner, ‘Philosoph’?

    (…)

    Vor allem Rudolf Steiners Waldorfschulen sind beim „Bildungsbürger“ sehr beliebt, von überzeugten Eltern hört man wahre Wunder-Dinge. Seltener wird offen darüber geredet, dass die Waldorfschule als Privatschule eine quasi „ausländerfreie“ Umgebunggarantiert. Und mit „Schmuddelkindern“ müssen die Elite-Kinder auch nicht spielen, „Sozialbenachteiligte“ gibt es an Waldorfschulen kaum. Viele Eltern können in der anthroposophischen Schule auch ihre überkritische Haltung ausleben: Auffallend häufig kommt es an Waldorfschulen zu Masern-Ausbrüchen, da Eltern der „Schulmedizin“ misstrauen, und ihre Kinder nicht impfen lassen. Noch Unentschlossene werden gerne vom anthroposophischen Schularzt „beraten“.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/01/rudolf-steiner-philosoph/

  • #121
    Andreas Lichte

    MASERN IN BERLIN – Gesundheitsminister Gröhe kritisiert Impfgegner

    (…) Die beim staatlichen Robert-Koch-Institut für Impfungen zuständige Sabine Reiter erklärte die Impfskepsis bei Masern, Mumps und Röteln jüngst im Deutschlandfunk so:

    “In den deutschsprachigen Ländern, also auch in der Schweiz und Österreich, ist die Skepsis in weiten Teilen der Bevölkerung sehr verbreitet. Das kommt vor allen Dingen daher, dass viele denken, das sei eine harmlose Kinderkrankheit und das Durchmachen würde das Immunsystem stärken.”

    Ferner wies Reiter auf den starken Einfluss von Anthroposophen in dieser Frage hin: “In den letzten Jahren, wenn wir Masernausbrüche in Schulen und Kindergärten hatten, waren die oft in Waldorf-Kindergärten oder anthroposophischen Schulen.”

    http://www.deutschlandfunk.de/masern-in-berlin-gesundheitsminister-groehe-kritisiert.1818.de.html?dram:article_id=312349

  • #122
    mina

    Ich kenne noch viel schlimmeres als die Masern: fadenscheinige Ablehnungen bei Geschwister Kindern an der Waldorfschule.
    Alles was ich hier lese, hat nichts mit unseren Einrichtungen zu tun.
    Kindergarten eine Katastrophe und nun wird er auf Grund mangelnder Erfahrungen mit gleichaltrigen Kindern und wirklich fadenscheinigen Begründungen als nicht aufnahmefähig abgestempelt.
    Nur weil er bei der Aufnahme nicht das gemacht hat was er sollte.
    Alle Atteste und Berichte oder Bilder die er gemacht hat, wurden beim heutigen Klärungsgespräch nicht einmal angeschaut.
    Dieses Kind ist vollkommen normal.
    Jetzt habe ich zwei Kinder auf der Schule(7 und 14 Jahre alt) habe mir diesen Kindergarten angetan, mit dem Wissen das er ja bald auf die Schule kommt und seit heute das Wissen: Ich stehe nun alleine dar. Ich bin nicht mobil und kann nur hoffen, das mich die nächste Grundschule nimmt.
    Das nenne ich Waldorf!! Bravo!
    Wahrscheinlich erwartet man von mir das ich meine Klappe halte, weil ich ja noch zwei Kinder auf der Schule habe, aber das werde ich nicht tun.
    Auf Kindeswohl pellt man sich dort sowieso ein Ei. Wurde ja schon bei einer anderen Mutter gemacht.
    Mir wurde im Aufnahme Gespräch auch deutlich gesagt, das es im nachhinein ein Fehler war, meinen grossen Sohn auf diese Schule zu schicken.
    Was macht er denn?? Nichts!! Er ist ein Kind in der Pubertät! Und er macht keinen Unfug, erledigt alle Aufgaben. Er ist ein wenig träge und das ist das Problem?
    Ich dachte, ihr seid so offen und nehmt jedes Kind so wie es ist??
    Wenn ich mir alles von Henning Kullak- Ublick so durchlese, dann habe ich das Gefühl, er redet von einer anderen Schulform.
    Autonomie ist in diesem Fall nicht angebracht.
    Selbst mein Mann der heute dabei war, hat schon nach 5 Minuten gemerkt, das egal was man vor bringt, es nichts nützt.
    Mein Sohn ist nicht dumm laut Kinderarzt so wie er sein soll.
    Sorry, ich kenne mittlerweile mehr als 3 Gründe seine Kinder auf keine Waldorfschule mehr zu schicken.
    Wenn ich heute nochmal vor der Wahl stehen würde, dann keine Waldorfschule sondern direkt privat. Früher war es ein Muss Geschwisterkinder mit anzumelden, heute werden Geschwisterkinder einfach nicht mehr genommen und man kann nichts machen!
    NICHTS!
    Ist ja eine Autonomie!
    Wir sind sicherlich kein Einzelfall!

  • #123
    mina

    Und was ich noch einwerfen wollte: Mein gesamtes Ur- Vertrauen in diese Schule ist weg. Mich hat das so dermaßen ins Mark getroffen, das ist unbeschreiblich.
    Es gab mal eine Diskussion im Netz, wo die Frage im Raum stand, warum die Geschwisterkinder vorrangig sind.
    Dort hat jemand geantwortet( der durch seine Antworten sehr Waldorfkundig schien):

    Wie soll das denn sonst in diesen Familien funktionieren?
    Wie soll eine Familie denn zwei Schulformen in einer Familie miteinander verbinden?
    Wie soll man denn 2-3 Schulformen miteinander vereinbaren? Mit allen Terminen, Veranstaltungen und Verpflichtungen?

    Genau vor der Frage stehe ich jetzt.

    Im übrigen habe ich eine Bekannte. Diese erfuhr durch mich, dass es eine Waldorfschule in der Nähe gibt. Ihr Kind hat einen Sprachfehler, hört kein Stück und ist zumindest zu uns, absolut frech.
    Jetzt dürfen sie mal raten, ob sie genommen wurde.
    Genau!
    Deswegen die Frage nach welchen Aufnahmekriterien diese Schule geht, wenn ein Kind mit Förderung genommen wird und unser Kind, ein Geschwisterkinder nicht.
    Ich durfte mir dann noch Aufnahmetipps meiner Bekannten anhören, die bis letztes Jahr nicht einmal wusste, was eine Waldorfschule ist.

  • #124
    Andreas Lichte

    @ mina #123

    Sie schreiben: „Ich durfte mir dann noch Aufnahmetipps meiner Bekannten anhören, die bis letztes Jahr nicht einmal wusste, was eine Waldorfschule ist.“

    Und? Was ist eine Waldorfschule?

    Einverstanden damit: Die Waldorfschule ist ein Ort, wo sich Menschen treffen, die auf den Hochstapler / Scharlatan Rudolf Steiner hereingefallen sind. Und diese Menschen halten sich auch noch selbst für die geistige Elite …:

    „‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte

    (…)

    Wer wie Waldorferzieher und Waldorfeltern bestätigt, dass Steiner Recht hat, und seine „Erkenntnisse“ tatsächlich aus „übersinnlicher Anschauung“ schöpft, der hat erfolgreich gelernt, „einem menschlichen Manu frei zu folgen“ – sprich: Steiner zu folgen –, und ist ein Teil der Waldorfbewegung geworden, die der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann als „Sekte“ bezeichnet.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/02/08/unsere-atlantischen-vorfahren-im-waldorfkindergarten-schwerte/

  • #125
    Thomas Weigle

    Im 78er Jahr habe ich mit dem Kollegium meiner Schule die Waldorfschule in Bremen besucht. Ich wusste bis dato nix von Waldorfschulen und war durchaus angetan. Allerdings störte mich, materiell wie ich nun mal bin, die Bezahlung und die Arbeitszeiten. Letztere lag deutlich über der Arbeitszeit öffentlicher und auch meiner Schule für Verhaltensgestörte im Landkreis DH. Wer also als Eltern nur auf die Informationen setzt, die man von denen bekommt, wird in den allermeisten Fällen also zunächst ein positives Bild von diesen „Bildungsorten“ bekommen.
    Manche werden dann durch Erfahrung klug, viele aber nicht, wie ich in meiner Zeit bei den Bündnisgrünen feststellen konnte. Dort hatten diese Schulen größtenteils einen guten Ruf, Kritik wurde durchaus ungnädig aufgenommen.

  • #126
    Andreas Lichte

    @ Thomas Weigle #125

    Danke für Ihre Schilderung der Waldorf-Blümchen-Tapete in den späten Siebzigern !

    Die Waldorf-Blümchen-Tapete wird immer wieder erneuert, an den Zeitgeist angepasst, es sind schon Dutzende Lagen, auch die Grünen haben fleissig mitgeklebt –

    Aber es gibt da Menschen – also wirklich! – die mögen die Waldorf-Blümchen-Tapete einfach nicht, wollen die Heile Welt einfach nicht sehen – unglaublich! – besser selber lesen:

    „Waldorfschule: ‘Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein’

    (…)

    Prof. Hopmann: … Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.

    (…)“

    zum vollständigen Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #127
    mina

    Hallo Herr Lichte,

    Die Thesen Steiners werden dort wenig angewandt. Es war immer mehr das Zusammen sein, das gemeinsam auf die Beine stellen . Meinem Kind Zeit zum lernen geben. Dieses nicht materielle Denken gefiel mir. Das war Waldorf für mich. Mit den Lehren habe ich wenig zu tun.
    Ich lese viel über das Für und Wider dieser oder jenen Schulart, aber manchmal lese ich auch, woher diese Menschen kommen. Aus sehr viel besseren Gegenden. Würde ich woanders wohnen, wäre auch eine staatliche Schule in Betracht gekommen, aber ich wohne und lebe mitten im schlimmsten Teil des Ruhrgebiets. Hier sind die Schulen wirklich miserabel. Wir haben sogar eine Hartz 4 Schule. Das kann es nicht sein.
    Es war Jahre lang in Ordnung so, nun nicht mehr.
    Aussortiert.
    Vor die Tür gesetzt.
    Mich interessiert Waldorf im Moment gar nicht mehr.
    Nicht Rudolf Steiner und seine Thesen sind das schlimmste an diesen Schulen, sondern die Autonomie.
    Falsches Werben um neue Schüler.
    Das Lügen und einfach entledigen.
    Rudolf Steiner kann ich annehmen oder nicht. Es ist meine Entscheidung. War aber nie ein Thema für mich. Praktiziert wurde es an der Schule kaum.
    Es war also meine/unsere Entscheidung.
    Einfach dort raus gekickt zu werden, nicht! Kann man nicht entscheiden.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Waldorf wirbt mit Lügen und sind teils schlimmer als staatliche Einrichtungen.
    Was ich von den Thesen gelesen habe, muss ich Ihnen bei Pflichten. Man das so liest, schauderts einen.
    Leider habe ich nun noch 2 Kinder auf dieser Schule und kann nicht einfach das Thema abhaken.
    Ich bin Mutter und denke alleine an das Wohl meiner Kinder.
    Die Menschen sehen nur Waldorf, sehen das gemeinsame Lernen. Sehen das es finanzierbar ist.
    Wachrütteln kann man sie nur mit Erfahrungen wie es meine sind. So etwas passiert nämlich nicht selten.
    Plötzlich interessiert den Lehrer das Wohl des Kindes nicht mehr.
    Dass ist dann doch wohl schlimmer, als die Lehren des Rudolf Steiners:-)
    Ich schreibe leider im Moment auch nicht neutral, sondern sehr konfus. Zu tief sitzt im Moment die Wut.
    Kleine Anmerkung noch am Ende, für alle die meinen Waldorf wäre das A und O: es sind Handwerker die dort lehren. Man bezahlt also Geld, das die Kinder von Handwerkern unterrichtet werden. Die halbwegs richtigen Lehrer kommen ab der 8/9 Klasse und dann werden die Kinder so richtig in den Allerwertesten getreten. Wer jetzt versagt, kommt nicht weit.
    Mein Kind wurde von zwei Handwerkern knapp 3 Jahre vor der Rente als dumm eingestuft. Haben es 30 Minuten gesehen.
    Sowohl Gesundheitsamt und Kinderarzt sagen, das mein Kind absolut normal ist.
    Wenn ich das jetzt alles so lese, merke ich jetzt erst, wie bescheuert ich doch war und bin….

  • #128
    Andreas Lichte

    @ mina #127

    Sie schreiben: „Rudolf Steiner kann ich annehmen oder nicht. Es ist meine Entscheidung.“

    Eben nicht: Waldorfschulen sind durch und durch anthroposophisch geprägt, durch Rudolf Steiner geprägt. Natürlich kann man das ABSICHTLICH übersehen. Sollte man aber nicht. Sonst schreibst man irgendwann so etwas, Zitat Mina:

    „Plötzlich interessiert den Lehrer das Wohl des Kindes nicht mehr.“

    Hat es denn jemals interessiert? Ich zitiere noch einmal (wie oben) den Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann:

    „Waldorfschule: ‘Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein’

    (…)

    Lichte: Ein Werbeslogan der Waldorfschulen lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch“. Im Standard sagen Sie über die anthroposophische Pädagogik: „Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht.“

    Prof. Hopmann: Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den Steinerschen Lehren zu formen bzw. sein „Wesen“ zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist.

    (…)“

    zum vollständigen Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #129
    Andreas Lichte

    @ mina #127
    Sie schreiben: „Mein Kind wurde von zwei Handwerkern knapp 3 Jahre vor der Rente als dumm eingestuft. Haben es 30 Minuten gesehen. Sowohl Gesundheitsamt und Kinderarzt sagen, das mein Kind absolut normal ist.“

    Es gibt bei den Ruhrbaronen einen Erfahrungsbericht einer Mutter, vielleicht lesen Sie ihn mal, könnte allerdings schockierend sein:

    Wie gut sind Waldorfschulen?

  • #130
    mina

    Hallo Herr Lichte,

    Ich bin wachgerüttelt. Sogar sehr. Doch was kann ich tun? Mir selber hat ein Schulwechsel seelischen Schaden zugefügt. Einen sehr grossen Schaden.
    Der Groll sitzt schon länger. Wenn ich ihnen erzählen würde, was alles schief läuft… Sie würden mich für durchgeknallt halten, das ich das alles mitgemacht habe. Ich habe nur keine Möglichkeit mehr, keine Alternativen.
    Eine gute Bekannte arbeite als Sozialpädagogin in den hiesigen Kindergärten. Laut ihrer Meinung sollte ich alles Mögliche tun, um mein Kind nicht auf diese Grundschulen schicken zu müssen. Im Moment sieht alles danach aus.
    Es geht hierbei nur ums Geld. Das sagt alles.
    Laut dem Bund der Waldorfschulen sind es Autonomien. Nun ja, dann sollten sie auch die öffentlichen Gelder ablehnen, aber diese werden ja dankend angenommen.Ich bin recht jung Mutter geworden.
    Mein Sohn ist 14 ich bin selber 34. Ich kann mich an meine Schullaufbahn sehr gut erinnern. Es war nie schön. Ich bin gemobbt worden, meine Schwester von Lehrern und Schülern. Das sollte bei meinen Kindern an der sein. Natürlich gibt es hier auch Waldorffreie Schulen, aber die liegen ganz woanders. Für uns nicht erreichbar.
    Ich bin im Moment selber sauer auf mich, das ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe und das ich ihre Seite so spät entdeckt habe. Dann wäre meine Entscheidung eindeutig gewesen:-(((
    Und mal ganz unter uns: Wer wirklich Geld hat, meldet seine Kinder an richtigen Privatschulen an.
    Ich hoffe inständig, das jeder das hier liest. Wer sich unschlüssig wegen Rudolf Steiner ist: Dieser ganze Mist ist hinfällig. Wer sein Kind trotzdem anmeldet, kam seine Freizeit nur noch dort verbringen. Geschwisterkinder werden nicht automatisch genommen. Aufnahmekriterien gibt es nicht und wenn sie nicht mehr ins Bild passen, werden sie rausbefördert. Ohne das man etwas dagegen tun kann. Es sind autonomien. Entscheiden also selber.
    Ich bin seit 2006 Waldorfmutter unsere Schule gehört zu den besten in der Umgebung und genau dort passiert so etwas jedes Jahr.
    Jede Waldorfschule ist anders. Das mag stimmen, aber sie praktizieren alle diese Methoden, denn im Vordergrund steht das Geld und nicht das Kind.
    Ich war jedoch erstaunt, das man selbst das Schulamt noch schocken konnte:-)
    Ich bin jedenfalls immer nur ein bisschen Waldorf gewesen und dass hat man sicherlich gemerkt.
    Ichnwerde mir jetzt erstmal den von ihnen empfohlenen Bericht der Mutter durchlesen und ich kann sagen, das ich Angst habe ihn zu lesen.
    Manchmal will man die Wahrheit nicht akzeptieren.

  • #131
    mina

    Ich habe ihren Bericht gelesen und habe zu meinem Erschrecken festgestellt, das ist unsere Laufbahn.
    Abhängigkeit. Ich komme schwer raus. Was soll man tun, wenn keine Alternativen vorhanden sind?

  • #132
    Andreas Lichte

    @ mina #130 / #131

    wenn Sie mittlerweile mit der Waldorfschule so große Probleme haben, dann bleibt doch nur ein Schulwechsel ?

    Die Autorin des Erfahrungsberichts aus der Waldorfschule „Wie gut sind Waldorfschulen?“ war über den Schulwechsel ihres Sohnes an eine öffentliche Schule glücklich …

    Ich habe im Sommer 2014 kurz in einer öffentlichen Grundschule im „sozialen Brennpunkt“ hospitiert, die Kinder kamen aus der ganzen Welt … sehr bunt: mir hat es Spaß gemacht !

  • #133
  • #134
    Andreas Lichte

    Masernausbruch in der Waldorfschule Ludwigsburg:

    “Zwei Schüler an Masern erkrankt

    Stuttgarter Zeitung, von meb/tim 13. März 2015

    In der Freien Waldorfschule in Ludwigsburg sind die Masern ausgebrochen: Offenbar sind zwei Schüler an dem Virus erkrankt.

    In der Freien Waldorfschule in Ludwigsburg sind die Masern ausgebrochen: Zwei Schüler einer dritten und einer zehnten Klasse sind an dem ansteckenden Virus erkrankt. Deshalb dürfen in den betroffenen Klassen nun nur noch Kinder zur Schule kommen, die geimpft sind – oder bereits an Masern erkrankt waren und deshalb gegen eine erneute Infektion geschützt sind. Das führt dazu, dass diese Klassen zurzeit zur Hälfte leer bleiben. „Es gibt bei uns recht viele Elternhäuser, in denen die Kinder nicht geimpft wurden“, erklärt Markus Fuhlendorf, der Geschäftsführer der Schule (…)”

    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ludwigsburg-zwei-schueler-an-masern-erkrankt.84ba2e8d-7535-4270-92ca-a3e8a51632a6.html

  • #135
    mina

    Hallo Herr Lichte,

    In eine ordentliche Grundschule wird er nun auch gehen müssen.
    Mir ist eine staatliche Einrichtung lieber, als eine Privatschule die sich um die Kinder nicht kümmert.
    Ich werde auch versuchen meinen mittleren Sohn auf eine andere Schule zu bringen. Nur leider hat er die Brückenklasse mitgemacht. Das heisst, offiziell wurde er erst mit 7 Jahren eingeschult. Wenn ich ihn jetzt runter nehmen, wird er wieder zurück gestuft.
    Ich habe trotzdem versucht Infos rauszufinden, ob sich diese Schule alles rausnemen darf und sie darf es. Ich habe mit dem Schulamt probiert und habe bis Arnsberg angerufen. Das ist ja mal wirklich traurig.
    Trotzdem gehe ich mittlerweile leichter an die Sache ran. Ich lasse jetzt die Schule bei meinem mittleren Sohn die Veranstaltungen alleine machen. Werde mich um nichts mehr kümmern und alleine die Tatsache, das ich mit meinen Kindern endlich Karneval, Weihnachten und andere Feste ohne schlechtes Gewissen so feiern kann, wie ich es möchte, hilft ungemein.
    Auch dass es eine Zuckertüte gibt und ich Fotos bei der Einschulung machen kann, wie ich es will, ist sehr schön.
    Waldorf ist Zwang und macht bei diesem Programm auch keine Freude mehr.
    Gerne würde ich Henning-Kulak Ublig ( der bei uns im September eine Lesung hatte) sagen, wie sehr sich doch die wahre Waldorf Welt von seinen kleinen Geschichten unterscheidet.
    Ich denke, in keiner staatlichen Schule sind die Kinder dem Lehrer so egal, wie in einer Waldorf Schule. Das hat auch nichts mit beleidigt sein zu tun, weil wir mit dem dritten nicht genommen wurden, sondern weil es genau die Erfahrungen sind, die ich gemacht habe, genau wie einige andere Familien die auf Zwang raus musste oder es selbst gemerkt haben.
    Was ich noch zu ihren Masern sagen wollte: wir hatten ständig die schlimmsten Krankheiten dort. Zeitgleich waren es drei. Hand-Mund-Fuss Krankheit, Scharlach und Masern. Zeitweise musste ich meine Kinder 4 Wochen am Stück draussen lassen.
    Den Erziehern war es egal. Genauso sah es auch bei Läusen aus.
    Beitrage bekam man aber nicht zurück:-)
    Eigentlich kann es nur besser werden.
    Traurig bin ich eigentlich nur, das ich ihre Seite nicht eher gefunden habe. Das hätte mir letztes Jahr viel Ärger erspart und meine Entscheidung offensichtlich.
    Dann hätte ich lieber die Holzgrundschule genommen ohne Waldorfeinfluss:-)
    Ich drücke ihnen die Daumen, das sie noch viel mehr Eltern aufklären, mit diesen Infos hätte ich diese Schule nicht mal in Betracht gezogen.

    MfG

    mina

  • #136
    mina

    Ich habe mir die Masern Diskussion durch gelesen und musste bei e Schlagabtausch recht schmunzeln. Andre Sebastiani hat sehr gut gekontert.
    Gut, das alle meine Kinder ihre Impfungen vorschriftsmäßig erhalten haben:-)
    Ein Satz war jedoch erschreckend: Das die Waldorfschulen wie schleichendes Gift sind und es erst gemerkt sind, wenn es zu spät ist….
    Mich lässt das erschaudern….

  • #137
    mina

    Bitte entschuldigen Sie die Rechtschreibung, aber ich schreibe mit Tablet und Autokorrektur:-)

  • #138
    Andreas Lichte

    Michael Mentzel, Anthroposoph, scheint einen sehr schweren Impfschaden zu haben.

    Michael Mentzel wurde mit Rudolf Steiner geimpft.

    Michael Mentzel deliriert:

    „Impfen gegen Esoterik?

    16.03.2015

    Impfpflicht einmal anders beleuchtet. „Impfung gegen Esoterik müsste gesetzlich verordnet werden“

    wv/mm- tdz. – Der österreichische „Standard“(1) veröffentlichte am 11. März 2015 einen Artikel mit der Überschrift: „Die Masern – ein Esoterikschaden“ von Christian Kreil. Dieser macht hauptsächlich die Anthroposophen und ihre „rassistischen“ Lehre für Masernausbrüche verantwortlich (…)“

    weiter zu Mentzels Steiner-Delirium: http://www.themen-der-zeit.de/content/Impfen_gegen_Esoterik.1939.0.html

  • #139
    Andreas Lichte

    Ansgar Martins beschreibt im folgenden Artikel Michael Mentzels Steiner-Delirium im Detail:

    “Löffelchen voll Zucker”. Impfschäden, Mary Poppins und die Geister der Finsternis

    Mit verstörender Regelmäßigkeit tauchen im Waldorfmilieu Masernfälle auf (im März 2015 gab es bestätigte in Erfurt, Sankt Augustin und Ludwigsburg). Wer aber einen Zusammenhang zwischen Masern und Waldorf postuliert, wird von Anthroposophen für gewöhnlich beleidigt zurückgewiesen: “pauschale” Vorwürfe seien das. Parallel plädiert man aber für “individuelle Impfentscheidung”, was, sofern es keine Tautologie sein soll (natürlich entscheiden faktisch Individuen darüber, sich bzw. ihre Kinder impfen zu lassen), ja wohl heißt, dass man sich “individuell” auch gegen Impfungen und dann im Zweifelsfall eben für Masern (bzw. eventuell tödliche Folgeerkrankungen) entscheiden solle. Die offizielle Begründung für diese “individuelle Impfentscheidung” sind reale und/oder vermeintliche “Impfschäden” und “Nebenwirkungen”.

    In der Anthroposophischen Medizin freilich gibt es zusätzliche Gründe: “Karma” zum Beispiel oder der (gegenläufige, weil nicht wie “Karma” retrospektive, sondern proskeptive) Glaube, dass Kinderkrankheiten ganz wunderbare Reifungs- und Entwicklungschancen darstellen. Es sei daran erinnert, dass um’s kosmische Kindeswohl bemühte Eltern zumindest früher einmal regelrechte “Masernpartys” abhielten – wie ja auch Dr. Michaela Glöckler, Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum, ausführt, der Kranke erlebe “in der Krankheit unbewusst die Schritte zu seiner Höherentwicklung”, wozu sie gleich ein Beispiel beisteuert: “Die Hunderttausende [sic], ja Millionen, die in Afrika von der AIDS-Epidemie hingerafft werden, bereiten sich vor, der Menschheit von morgen, die am Egoismus zu zerbrechen droht, die notwendige Hilfe und Inspiration für lebensfreundlichere Kulturgewohnheiten zu bringen.” (Glöckler: Sexualität und Menschenkunde, in: Bart Maris/Michael Zech: Sexualkunde in der Waldorfpädagogik, Stuttgart 2006, S. 62) Wozu Masern gut sein sollen, gilt es gleich zu diskutieren.

    (…)“

    weiter (zu Michael Mentzels Steiner-Delirium): https://waldorfblog.wordpress.com/2015/03/17/impfschaden/

  • #140
    wisse-was-du-sagst

    Also mal abgesehen davon das an der Waldorfschule die selben Prüfung abgelegt werden, ist das geschriebene hauptsächlich erfundener quatsch. Natürlich müssen die Lehrer an einer Waldorfschule das ganz normale Studium an einer staatlich anerkannten Hochschule machen?!
    Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema beschäftigen würden, dann hätten Sie auch ein mehr Ahnung.

  • #141
    Andreas Lichte

    @ wisse-was-du-sagst #140

    ich bin ausgebildeter Waldorflehrer: die Ausbildung zum Waldorflehrer macht man an anthroposophischen Waldorfseminaren, das hat nichts mit einem Pädagogikstudium – einer "normalen" Ausbildung zum Lehrer – zu tun.

    eine Beschreibung der Ausbildung ( Steiner-Gehirnwäsche ) zum Waldorflehrer:

    "Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’"

    http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/23428

  • #142
    Typ

    Danke für diesen Artikel, der auch im Januar 2016 noch immer extreme Relevanz besitzt.
    Homöopathie, Anthoposophie, etc. sind Gelddruckmaschinen zum Ausnehmen leichtgläubiger Menschen.
    Allein das Wort "Alternativmedizin" ist schon so irreführend, dass ich schreien möchte.
    Es kann keine alternative Wissenschaft geben, es gibt keine "Alternativmedizin".
    Wissenschaft revidiert sich selbst und ist somit immer automatisch auf dem neuesten Stand.
    Das liegt in der Methodik der Wissenschaft an sich: Etwas ist als nicht existent anzunehmen, bis es bewiesen wurde. Und sollten sich neue Erkenntnisse nach einiger Zeit ergeben, so muss auch die revidierte These wieder neuerlich falsifiziert werden.
    Dieser Prozess sondert automatisch und evidenzbasiert (meist nach Statistik) falsche Axiome aus.
    Annahmen wie "Ätherleib" und "Astralleib" wurden schon vor über einem Jahrhundert "debunkt". Sie sind zum Verständnis der Vorgänge nicht relevant und können daher als unwahr angenommen werden.
    Jetz bleibt noch der letzte Anker: "Aber Galileo wurde auch erst nicht ernst genommen aber dann!"
    Das hier lesen:
    http://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-19-das-galileo-gambit

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