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Update: AStA der Ruhr Uni: Geld für Religion und gegen Israel

In Glaube, Sitte, Heimat | 70 Kommentare | Von Georg Kontekakis

 

Bereits in diesem Artikel haben wir darüber berichtet, dass an der Ruhr-Uni Bochum sechs ehemals grüne Parlamentarier eine links-grüne AStA-Koalition verhindern wollen. Der Streit ergab sich, nachdem die Studierenden, die sich jetzt „Internationale Liste“ nennen, in der bisherigen AStA-Koalition mit der Forderung gescheitert sind, dass der AStA zukünftig islamische Vereinigungen und anti-israelische Veranstaltungen finanziell unterstützen soll. Jetzt ergeben weitere Recherchen: Mitglieder der „Internationalen Liste“ sind offensichtlich noch weit tiefer in islamistische und israel-feindliche Aktivitäten verstrickt als bisher bekannt. Trotzdem könnten sie eine noch größere Rolle in der Studierendenschaft spielen – wenn die Jusos an der Uni das zulassen.

Die „Internationale Liste“ will nämlich eine AStA-Koalition mit den Jusos und der „Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure“ (Nawi) bilden. Auf jeden der sechs Parlamentarier der „Internationalen Liste“ wäre eine solche AStA-Koalition wegen der knappen Mehrheit unbedingt angewiesen. Einer dieser Mitglieder des Studierendenparlaments, die dort neuerdings unter dem Namen „Internationale Liste“ auftreten, ist Ariya Fehrest-Avanloo. Bei Facebook nennt er sich Ariya Al-Farsi, wohnhaft in Bochum.

Zunächst fiel bei den Recherchen über die Hintergründe der „Internationalen Liste“ auf, dass Fehrest-Avanloo anscheinend der Organisator der einer anti-israelischen Mahnwache gegen den Besuch des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert in Bochum war. Jedenfalls steht fest, dass Ariya Fehrest-Avanloo der Gründer des dazugehörigen Facebook-Events ist. Bereits in dieser öffentlich zugänglichen Facebook-Seite setzt er deutliche Duftmarken. Unter anderem zitiert der Studentenpolitiker das höchst umstrittene Gedicht „Höre, Israel!“ von Erich Fried, das Täter und Opfer des Holocaust gleichsetzt: „Eure Sehnsucht war, wie die anderen Völker zu werden die euch mordeten. Nun seid ihr geworden wie sie.“ Kein Wunder, dass bei diesen Vorlagen nach eigenen Angaben auch Vertreter der Bochumer NPD an der Mahnwache teilnahmen, und der offizielle Twitter-Account der NPD Bochum-Wattenscheid Fotos von der Veranstaltung verbreitete. Auf der Facebook-Terminseite selbst denunzierte Ariya Fehrest-Avanlo derweil einen kritischen Artikel als „Artikel aus einem zionistischen Blatt“, um im nächsten Satz das deutsch-israelische Online-Nachrichtenmagazin halOam.de mit Nazis gleichzusetzen: „Das ist als würde jemand aus faschistischen Programmen zitieren, um zu beweisen, dass die weiße Rasse den übrigen überlegen sei“. Dem Poster des Links zu dem deutsch-israelischen Nachrichtenmagazin wirft er vor: „Ich denke, dass ihr in einem Auschwitz-Revival gute Wärter abgeben würdet!“

Solche Instrumentalisierungen und Verharmlosungen des Holocaust machen neugierig. Wer ist dieser Ariya Fehrest-Avanloo, der zusammen mit seinen Kollegen der „Internationalen Liste“ die Förderung von islamischen Organisationen und anti-israelischen Veranstaltungen durch Gelder der Studierendenschaft durchsetzten will? Wer ist dieser Parlamentarier, von dessen Wohlwollen ein AStA aus „Internationaler Liste“, Nawi und Jusos wegen der knappen Mehrheit zu jeder Zeit angewiesen wäre? Aufschluss darüber gibt das private Facebook-Profil von Ariya Fehrest-Avanloo, alias Al-Farsi. Was dort zu lesen ist, erweckt den Eindruck, dass es sich um einen Aktivisten mit einem gefestigt islamistischen Weltbild handelt.

Als seinen „Arbeitgeber“ hat Fehrest-Avanloo bei Facebook „Allah“ angegeben. Als Personen, die ihn inspierieren, nennt er den radikalislamistischen irakischen Geistlichen und Milizenführer Muqtada as-Sadr und den Gründer der islamistischen Muslimbruderschaft. In seinen Status-Updates finden sich nicht nur haufenweise Koran-Zitate, sondern eine Menge weitere politische Aussagen. Zum Beispiel kann man dort lesen, dass der studentische Parlamentarier

- sich den Tod der USA wünscht: „Death to USA!“ (28.02.2011)

- den obersten Rechtsgelehrten und iranischen Hardliner Seyyed Ali Khamene’i als seinen Führer bezeichnet: „Long live our Leader in Iran Sayyid Khamenai“ (19.02.2011)

- die „Zurückdrängung bis hin zum endgültigen Niedergang des Kemalismus in der Türkei“ fordert (13.07.2011)

- antiisraelische Cartoons wie „Hat dieser Esel mehr Fans als Israel“ gefallen (26.06.2011 + 16.11.2011)

- darüber hinaus ein Sexist ist: „Frauenfußball ist wie Pferderennen mit Eseln“ (26.06.2011)

- das Wort „Staat“ in Bezug auf Israel in Anführungszeichen schreibt, anscheinend, weil er das Existenzrecht Israels nicht anerkennt (01.07.2011)

- darüber schwadroniert, dass Israel den Holocaust angeblich als „Druckmittel“ gegen Deutschland verwende (01.07.2011)

- anderen Studierenden rät, allein aus taktischen Gründen in Hausarbeiten Israel nicht als die „semitische Besatzungsmacht“ zu bezeichnen, ansonsten aber die Formulierung und die damit ausgedrückte „Ehrlichkeit“ lobt (11.08.2011)

- in Bezug auf einen möglichen UN-Beitritt der palästinensischen Gebiete schreibt: „Holocaust hin oder her, irgendwann muss auch mal Schluss sein mit der Dreistigkeit.“ (14.11.2011)

- immer wieder die industrielle Judenvernichtung der Nazizeit durch abseitige Vergleiche verharmlost: „So fängts an… erst Burka, dann Gebet… Als nächstes darf man keine Moscheen mehr bauen, nicht mehr selbständig sein, kein Fahrrad mehr fahren, keinen Besitz mehr haben und einen sichtbaren gelben Halbmond + Stern auf der Jacke tragen…“

- schreibt, dass Achmadineschad zwar auch manchmal Unsinn rede, dass er aber „nicht Unrecht“ habe, wenn er sagt, dass „die Medien jeden totschweigen, der den Holocaust und den 11. September hinterfragt“.

- fordert, dass endlich die “wirklichen Schuldigen” für 9/11 zur Rechenschaft gezogen werden (23.09.2011)

 

Mehrere Bochumer Studenten aus dem Umfeld der Studierendenvertretung bestätigen unabhängig voneinander die Einschätzung, dass es sich bei dem Parlamentarier Ariya Fehrest-Avanloo, nicht um eine randständige Figur innerhalb der „Internationalen Liste“, sondern vielmehr um einen der Meinungsführer handelt. Gleichzeitig zeigen sie sich schockiert, wenn man sie mit den Rechercheergebnissen konfrontiert. Noch nicht einmal, dass Fehrest-Avanloo die antiisraelische Kundgebung zum Besuch von Ehud Olmert zumindest mitorganisiert hat, soll innerhalb der Grünen Hochschulgruppe beim Aufstellen der Wahlliste zum Studierendenparlament bekannt gewesen sein.

Inzwischen hat sich die Grüne Hochschulgruppe von Fehrest-Avanloo und den anderen Mitgliedern der „Internationalen Liste“ getrennt – wegen „starker politischer Differenzen“, wie es in der Erklärung heißt. Worin die inhaltlichen Differenzen allerdings genau bestanden, darüber schweigt sich die Erklärung aus, und betont vor allem, dass es in dem Konflikt um „unterschiedliche Vorstellungen zur Bildung eines neuen AStAs“ gegangen sei, insbesondere um die strategische Frage, mit wem ein Bündnis eingegangen wird. Ob andere Mitglieder der „Internationalen Liste“ ähnlich radikalislamistische Aktivisten sind, wie Ariya Fehrest-Avanloo im Internet darstellt, ist bisher unklar. Die Linke Liste an der Ruhr-Uni hat bereits vor Bekanntwerden dieser neuen Vorwürfe den Rücktritt der Parlamentarier der „Internationalen Liste“ gefordert, vor allem mit dem Argument, dass es sich um „frechen Stimmenklau“ handeln würde, wenn Fehrest-Avanloo und seine Kollegen die im Namen der Grünen Hochschulgruppe erworbenen Parlamentssitze für eigene Zwecke missbrauchen würden.

Wie es jetzt an der Ruhr-Uni weitergeht, das haben vor allem die Jusos in der Hand. Denn Ariya Fehrest-Avanloo und seine „Internationale Liste“ wollen mit dem Hochschulableger der SPD und der „Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure“ eine Koalition bilden. Andererseits wäre auch eine Koalition aus Linker Liste, Jusos, Grüner Hochschulgruppe (ohne „Internationale Liste“), der Liste „Schöner Wohnen“ und den Piraten möglich. Dem Vernehmen nach hat die Linke Liste, die bisher das Versprechen eines antiklerikalen und nicht-religiösen AStAs besonders hoch gehalten hat, genau diese Listen bereits zu gemeinsamen Gesprächen eingeladen. Ein solcher AStA könnte mit Sicherheit verhindern, dass studentische Gelder für religiöse Ziele und Israelhass zweckentfremdet werden. Die Jusos haben es allem Anschein nach also in der Hand, ob sie durch ein Bündnis mit der „Internationalen Liste“ religiöse Aktivisten, Israelhasser und Islamisten in den AStA holen und sich wegen der knappen Mehrheit gleichzeitig völlig von ihnen abhängig machen – oder ob sie sich in ein breites linksdemokratisches Bündnis begeben.

Update:

Update: Die “Internationale Liste” hat auf unsere Veröffentlichung bisher nicht mit Erklärungen darüber reagiert, wie sie zu den Positionen ihres Parlamentariers steht. Stattdessen werden aktuell anscheinend Beweise vertuscht: Die bis vor kurzem öffentliche Facebookseite zum der anti-israelischen Mahnwache ist gelöscht, und auch “Ariya Al-Farsi” ist bei Facebook plötzlich unauffindbar. Screenshots, die alle im Artikel getroffenen Aussagen belegen, liegen den Ruhrbaronen natürlich vor.

Mehr zu dem Thema:

Die Ruhr Uni, die Israelhasser, die Jusos und die SPD

Bochum: AStA-Gelder für Israelhasser?



70 Kommentare und 11 Ping(s) zu »Update: AStA der Ruhr Uni: Geld für Religion und gegen Israel«

  1. #51 | Arnold Voß sagt am 4. März 2012 um 19:06

    @ Fabian # 45

    Aus der Tatsache, dass ich nicht an Gott glaube, sollten sie nicht schließen, dass ich Religion lächerlich finde. Ich nehme sie selbst nicht ernst, die Menschen die, welcher auch immer, angehören, schon. Und ich kritisiere Religion und religiöses Verhalten da, wo sie/es gegen die Menschenrechte verstößt oder in sonstiger Weise inhuman ist.

  2. #52 | Arnold Voss sagt am 4. März 2012 um 19:57

    @ Lörke # 49

    “Wie hier schon einige Kommentatoren geschrieben oder angedeutet haben, bin ich genauso der Meinung, dass die Einstellung, Religionen auszuschließen, schlimmer ist, als dass alle Menschen egal welchen Glaubens und auch Menschen ohne Glauben gleich behandelt werden sollten.”

    Herr Lörke, wenn sie Menschen mit und ohne Glauben gleich behandeln wollen, dann geht das nur, wenn der Glaube als das genommen wird, was er ist: als Glaube eben und d.h. nicht als Wissen.

    Der Glaube hat deswegen in der Politik auch nichts zu suchen. Auch nicht in der studentischen Politik. Wenn er nämlich Privatsache des Gläubigen ist, dann kann und darf er kein Kriterium für öffentliche Entscheidungen sein, weil genau dann gläubige und ungläubige Menschen nicht mehr gleich behandelt werden.

    Wenn dazu noch ein bestimmter Glaube zum Kriterieum politischen Handelns wird, dann werden auch die Menschen anderer Glaubensrichtungen nicht mehr gleich behandelt.

    Haben sie mich jetzt verstanden?

    Und noch mal sorry dafür, dass ich ihre geistigen Fähigkeiten bestritten habe. Aber sie sind in politischen Dingen ziemlich blauäugig, darauf muss ich weiterhin bestehen.

  3. #53 | KEV sagt am 4. März 2012 um 22:00

    Das war natürlich rein politisch gemeint…

    es bleibt jedoch dabei, dass das hier völlig übertrieben ist und man basierend auf Facebookeinträgen und in Anbetracht der Tatsache, dass diese Artikel an Rufmord grenzen und sehr fatale Folgen für die Betroffenen haben können, nicht so eine Hatz betreiben sollte. Wie gesagt, es geht hier nicht um den Bundestag!

  4. #54 | Laura sagt am 5. März 2012 um 15:17

    Also ich muss wirklich sagen, dass ich diese hetzerei unmöglich finde. Es geht nur um gekränkte eitelkeit. Ich kenne die IL und A. Fehrest Avanloo und habe zuerst auch so über seine Ansichten gedacht, aber wenn man sich mit ihm austauscht und nicht den ersten plakativen satz aus dem zusammenhang gerissen anschaut, wird einem ganz schnell klar, dass es sich um sehr reflektierte aussagen handelt, denen eine tiefgehende analyse der inhalte vorausgeht. Es ist gerade sehr in mode gekommen, jeden, der nicht den kapitalismus, die menschenverachtung und den imperealismus der USA verdrängt, als israelhasser, amerikahasser etc. hinzu stellen. Ich frage mich auch, warum man saddam hussein hassen darf aber nicht die amerikanische regierung? “Tod den USA” heißt ja nicht, dass man die bevölkerung sterben sehen will. Aber die amerikanische regierung wird man wohl noch ablehnen dürfen, oder wie sehe ich das jetzt?? Muss ich hier wirklich erklären, wie amerika die welt ausbeutet? Geht es hier darum, amerika und israel nicht kritisieren zu dürfen? Oder gehört auch das wieder zu einer “verschwörungstheorie”? Wieso darf jemand, der mit der amerikanischen Politik nicht einverstanden ist oder auch mit der israelischen POLITIK (es geht nicht um die juden als glaubensgemeinschaft!!!) nicht an der hochschulpolitik teilnehmen? Soviel zum thema demokratie. So kennt man es ja. Die Menschen werden auch hier offensichtlich noch gehalten wie champignons: schön im dunkeln halten, ab und zu ein bisschen kacke drüber streuen und wenn einer mal den kopf zu weit rausstreckt: ABSCHNEIDEN!
    Stoppt den Islamhass und wir Deutschen sollten uns auch mal überlegen, ob wir nicht doch wieder das christentum anstelle des kapitalismus als religion wählen sollten, damit wir wieder moralische werte entwickeln…

  5. #55 | Stefan Laurin sagt am 5. März 2012 um 15:20

    @Laura: Seitdem wir den Kapitalismus als Religion haben, geht es uns besser. Ich würde ihn – gemeinsam mit der Demokratrie – als Glaubensrichtung empfehlen :-)
    Und zu Saddam und den USA: Saddam war ein Diktatur und Massenmörder. Die USA sind die älteste funktionierende Demokratie der Welt. Naja, San Marino kann ist wohl auch noch ganz ok, spielt aber in einer anderen Liga.

  6. #56 | K sagt am 5. März 2012 um 15:47

    @Laura: Ich befürchte das es sich bei Ihrem Kommentar leider nicht um eine (nicht besonders geschmackvolle) Satire handelt…

  7. #57 | Arnold Voss sagt am 5. März 2012 um 15:59

    @ Laura # 60

    ““Tod den USA” heißt ja nicht, dass man die bevölkerung sterben sehen will. ”

    Ne, iss klar, Laura. Tod hat natürlich nichts mit Sterben zu tun. Das sagt man heutzutage so, wenn man einen nicht so mag. Dann wünscht man ihm den Tod. Und wenn es ein ganzer Staat ist, halt dem ganzen Staat. Und der hat natürlich nichts mit seinen Einwohnern zu tun, so ein Staat. Nee, is klar.

    Wollen sich mich verscheissern Laura !!!???

    Wenn man die amerikansiche Regierung ablehnt, dann kann man das auch genauso schreiben. Z.B.”Ich lehne die amerikanische Regierung ab und zwar weil usw. usw. Man kann sie sogar abwählen, wenn man amerikanischer Staatsbürger ist. Wäääählen,Laura. Sagt ihnen das was?
    Wenn es ihnen nichts sagt, dann sollte ihnen als Christin zumindest der Wert eines jeden einzelnen Menschenlebens etwas sagen.

  8. #58 | Laura sagt am 5. März 2012 um 17:11

    Danke für diese wunderschöne (wiederholte) Darbietung, wie man Sätze völlig aus dem Zusammenhang reißen und inhaltlich verzerren kann :) Man versteht ja bekanntlich auch nur das, was man verstehen will. Und was ist schöner als ein Thema, über das man sich mal so richtig aufregen kann? :D
    Ja, der Kapitalismus ist super für uns, solange wir unsere neuen Autos fahren und nicht UNSERE Kinder für die 3€-Tshirts arbeiten müssen, nicht wahr :D ? Ja, die USA sind sehr demokratisch. Solange die Mehrheitsentscheidung ihren Vorstellungen entspricht. Ich verteufele nicht ALLE amerikanischen Politiker und VOR ALLEM verherrliche ich NICHT die Politiker anderer Staaten (ebenso wie A. Fehrest-Avanloo) . Aber ich lasse mir nicht den Mund verbieten, weil die selbsternannte Weltpolizei meint, das Thema Israel oder Amerika tabuisieren zu dürfen. Redefreiheit, solange man nicht aneckt? Wohin soll das führen?
    Wie auch immer. Jedenfalls handelte es sich bei diversen Aussagen um PRIVATE Nachrichten für facebook Freunde. Freunde, die differenzieren können, wann eine Nachricht sarkastisch gemeint ist, wann provozierend, um Diskussionen zu bestimmten Themen anzuregen usw. In politischen Diskussionsrunden werden extreme Aussagen von Moderatoren bewusst als Aufhänger in den Raum geworfen, um Diskussionen zu entfachen.
    Die Diskrepanz zwischen dem hier präsentierten Bild den IL-Parteimitglieds und der wahren Person ist schier unerträglich. Wie ich bereits sagte, handelt es sich um eine rein emotional motovierte und vorsätzlich verzerrende Berichterstattung, die sich aus gekränkter Eitelkeit speist.
    Wenn wir uns auf dieser Argumentationsebene bewegen, ist es mir dann auch erlaubt anhand eines Party-Fotos mit einem nicht mehr ganz nüchternen Parteimitglied der LiLi auf sein fehlendes Verantwortungsgefühl, seine gestörte Impulskontrolle, seine Selbstwertdefizite etc. zu schließen? Alles eine Frage der Einrahmung nicht wahr? Diese Tricks kennt man ja auch von der Bildzeitung. Billige Tricks wie selektive Berichterstattung, Priming und Framing werden offensichtlich auch hier großzügig eingesetzt.
    Und zum Abschluss möchte ich noch Nelson Mandela zitieren: “Die USA
    bedrohen den Weltfrieden!” Aber Mandela ist ja bekanntlich auch nur ein Verschwörungstheoretiker…

  9. #59 | Stefan Laurin sagt am 5. März 2012 um 17:16

    @Laura: “Es gibt zum Antizionismus nur eine Parallele: den Antiamerikanismus. Der ist sogar noch älter, er entstand schon Anfang des 19. Jahrhunderts zur Zeit der deutschen Romantik.” Broder http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13901851/Die-Endloesung-der-Israel-Frage.html

  10. #60 | Yaron sagt am 5. März 2012 um 17:38

    @Laura

    Möglicherweise ist der Student A. Fehrest-Avanloo ja ein super netter Typ, das ändert allerdings nichts an seiner zweifelhaften Einstellung und seinen Äußerungen, die an der Grenze des Strafbaren kratzen. Und wer sich so undifferenziert zum Nahostkonflikt, den USA etc. äußert, wer Terroristen auf seinem Profil feiert und den Holocaust relativert, der kann noch so nett sein. Er ist und bleibt eine Unperson, die beobachtet werden muss.

  11. #61 | Arnold Voss sagt am 5. März 2012 um 17:42

    @ Laura

    Sorry, ich weiß einfach nicht welchen Buchstaben am Wort Tod man falsch verstehen könnte.

    Ach ja, und aus welchen Zusammenhang haben sie den jetzt den Satz von dem mir hoch verehrten Nelson Mandela gerissen? Oder hat der immer nur diesen einen gesagt? Zu jeder amerikanischen Regierung?

  12. #62 | Laura sagt am 5. März 2012 um 17:50

    Man muss nicht jeder Meinung einen übergeordneten Titel geben und sie damit in eine Schublade stecken oder sie einem ideologischen Trend zuteilen. Das Wort “Anti” beeinflusst die Verarbeitung des darauffolgenden Wortes durch seine eigene negativ assoziierte Färbung. Man nennt es ja auch nicht “Antifundamentalismus” oder “Antidiktaturismus”. Die “Antifa” hat dieses Prinzip aufgegriffen und bewusst (provokativ) eingesetzt.
    Mir ist die Relevanz der Tatsache, wie lange der Antiamerikanismus (den ich, wie ich bereits zu sagen versuchte, NICHT vertrete) schon andauert? Resultiert daraus zwangsläufig, dass man jetzt keine Kritik mehr an der amerikanischen Politik ausüben darf? Diese Denkweise scheint mir sehr zensiert und ich lehne auch POSITIVE Diskriminierung ab. Das bedeutet, dass ich niemanden aus Gründen der politischen Korrektheit NICHT kritisiere. Wenn ich alle gleich behandeln soll, muss man auch die Konsequenzen ertragen können und dementsprechende Aussagen bzw. Meinungen tolerieren. Ich bin gerne bereit zu diskutieren und mir gegensätzliche Meinungen anzuhören und meine Meinung zu überdenken! Ebenso wie A. Fehrest-Avanloo und genau das ärgert mich an der Berichterstattung hier. Dass aus der Diskutierfreudigkeit einer Person am Ende ein Strick gedreht wird.
    Ich denke, dass es sehr wichtig ist, zu verinnerlichen, dass Nachrichten, die bei facebook für FREUNDE geschrieben werden, von einem Außenstehenden nicht auf die Goldwaage gelegt werden dürfen. A. Fehrest-Avanloo hat einfach gerne Diskussionen und brisante Themen provokativ, sarkastisch und teils ironisch in den PRIVATEN facebook-Raum geworfen, von denen nun eine kleine zugespritze Sammlung hier veröffentlich und im vollkommen falschen Licht abgebildet wurde.
    Vielleicht überprüft jeder Anwesende einmal, wie viel Dreckwäsche man mit seinen eigenen Zitaten (egal ob über facebook oder in Gesprächen) waschen könnte, wenn man wollte.

  13. #63 | Yaron sagt am 5. März 2012 um 18:29

    @Laura:
    Also ich habe noch nicht den Holocaust relativiert, noch nie Terror befürwortet oder jemandem (egal ob Einzelperson oder Staat) den Tod gewünscht. Und wenn man sich auf ein (hochschul-)politisches Amt bewirbt, dann muss man mit Öffentlichkeit leben.

  14. #64 | Arnold Voss sagt am 5. März 2012 um 18:57

    @ Laura # 68

    Sorry, mit dem Tod macht man keine Scherze Laura. Auch nicht mit dem Terrorismus. Und man schwärmt auch nicht im Spaß oder aus Ironie für politische oder religiöse Führer, die in einer der brutalisten religiösen Diktaturen dieser Welt z.B. kritische (junge) Menschen, wie sie selbst offensichtlich einer zu sein scheinen, bedrohen, einsperren und foltern lassen. Machen sie endlich die Augen auf, Laura.

  15. #65 | Laura sagt am 5. März 2012 um 19:04

    Was die Meisten nicht verstanden haben: Es geht nicht immer nur darum eine Sache zu kritisieren, sondern die Tatsache, die Sache nicht kritisieren zu dürfen, zu kritisieren. Und genau dieser Punkt hat in diesem Zusammenhang meiner Ansicht nach zu den schwerwiegenden Missverständnissen geführt. Vor allem, weil Aussagen umso radikaler ausfallen, je stärker man sich im Unrecht bzw. in seiner Meinungsfreiheit eingeengt fühlt. Aussagen werden provokativer, um den wahren Argumenten auf den Kern zu kommen. Eine Brutstätte für Misverständnisse.
    Ich hoffe, dass sehr bald eine vernuftbasierte Kommunikation zwischen den Parteien zustande kommt, um diese Missverständnisse beizulegen. Und ich hoffe, dass persönliche Motive und emotionale Argumente an dieser Stelle bewusst und soweit wie möglich dem Wohl der Studierenden untergeordnet werden. Wenn wir das Ganze auf konkrete Handlungen runterbrechen, geht es ja am Ende darum, dass alle Minderheiten und auch die Mehrheit der Studierenden in Vorträgen, Diskussionen, Feierlichkeiten und anderen Veranstaltungen einbezogen werden möchten. Die Parteien sollten die Schnittpunkte fokussieren und einer “Nicht-Koalition” NICHT mit einem persönlichen Racheakt begegnen. Ich denke (und hoffe zumindest), dass das unter dem Niveau der LiLi ist. Es darf nicht sein, dass sich jetzt beide Seiten aufheizen und ein Teufelskreis entsteht. Viel Erfolg bei der Lösungsfindung.

  16. #66 | Stellungnahme der Koalitionslisten des AStA der Ruhr-Universität Bochum | Ruhrbarone sagt am 5. März 2012 um 19:33

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  17. #67 | Yaron sagt am 5. März 2012 um 19:48

    Fragt sich die ganze Zeit wo Laura das mit dem Racheakt henrimmt. Weder steht ruhrbarone im Verdacht mit Lili etwa szu tun zu haben, noch alle User hier die IL kritisieren. Verschwörungstheorien ohne Ende…

  18. #68 | Laura sagt am 5. März 2012 um 20:30

    Kaum ein Wort wurde in den letzten Jahren so inflationär gebraucht wie der Begriff “Verschwörungstheorie”… Damit kann man ganz auf einfache Weise PERSONEN (nicht nur Aussagen) in Frage stellen und lächerlich machen. Eine bequeme Taktik. Und universell einsetzbar. Und immer eine Frage der Perspektive. Man hätte mich ganz rational darüber informieren können, dass meine Aussage so rüberkommt. Alles eine Frage der Kommunikation. Aber: Ganz wie Sie meinen. Ich werde nicht versuchen, Stahltüren einzurennen.

  19. #70 | Lörke sagt am 6. März 2012 um 03:56

    Verschwörungstheorie hin, Verschwörungstheorie her … aber mal im Ernst: kann man von zeitlichem Zufall reden, wenn Beschuldigungen und Vorwürfe einer Liste und einer Person gegenüber erst NACH der Trennung der IL und der GHG auftauchen? Der angebliche Zufall stinkt nach einer gewollten Kampagne, die sich als Produkt der Situationsangst entpuppt, nämlich aus der Angst der derzeit koalierenden Listen, nicht mehr den AStA bilden zu können. Erbärmlich nur, dass die Verhandlungen nicht sachlich ausfallen und dass ein sich dem Grundgesetz bekennender Herr, nicht tragbaren und bodenlosen Anschwärzungen ausgesetzt wird.

  20. #71 | Ruhr Uni/AStA: Lasterhaft? Na klar! | Ruhrbarone sagt am 6. März 2012 um 13:20

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  21. #72 | Hochschulpolitiker gegen die Pressefreiheit – Solidarität mit den Ruhrbaronen! | Clarification of Fact sagt am 6. März 2012 um 17:47

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  22. #73 | Doktor sagt am 6. März 2012 um 21:53

    Naja irgendwie ist das hier ein Kindergartentreffen wollt ihr wirklich politik machen?? Bleibt einfach sachlich und nicht unfair…man postet keine persöhnlichen Dinge von jemanden online.

    Danke an Laura du hast den Nagel aufn Kopf getroffen, die anderen sollen sich eine Scheibe davon abschneiden…

  23. #74 | DerBöse sagt am 6. März 2012 um 23:16

    Ist ja Interessant, das Ihr Trackbacks von JihadWatch aka Fred Alan Medforth durchlasst und damit auch noch Werbung für den macht!

    Naja, ist nur ein antiislamistische Blogger, der sich da mir euch Solidarisiert..!

  24. #75 | Ruhr Uni/AStA: Nawi fordert Rücktritt der AStA-Vorsitzenden | Ruhrbarone sagt am 7. März 2012 um 17:55

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  25. #76 | Ruhr Uni/AStA: Referenten der Internationalen Liste entlassen | Ruhrbarone sagt am 8. März 2012 um 22:55

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  26. #77 | Studentin sagt am 11. März 2012 um 13:23

    @Doktor: Der AStA ist kein Kinderzimmer, und das Studierendenparlament auch kein privater Raum. Wer dort aktiv ist, muss schon damit rechnen, dass über seine politischen Einstellungen gesprochen wird. Und ob ein Parlamentarier radikalislamische Führer und Mörder “inspirierend” findet oder nicht, das ist überhaupt nix Privates, sondern originär politisch. Und dass die “Internationale Liste” ihm in Erklärungen zur Seite springt, auch. Und dass Nawis und Jusos darüber nachdenken, mit solchen Leuten gemeinsame Sache zu machen, erst recht.

    Da können IL-Mitglieder so viele Verteidigungs- und Rechtfertigungskommentare hier schreiben, das ändert nix an den Tatsachen: Erst als U-Boot über die Grüne Hochschulgruppe ins Parlament einziehen, dann Forderungen stellen, die nix mit dem GHG-Programm zu tun haben, dann sich abspalten und sich weigern, von den GHG-Parlamentssitzen zurückzutreten, und dann einfach alle (!) Vorwürfe trotz der Beweise zurückweisen (“Wir weisen jegliche Vorwürfe und Anschuldigungen zurück, da sie allesamt haltlos sind, und distanzieren uns davon.”) – das ist echt schon der Hammer. Eigentlich müsste es alleine schon deswegen Neuwahlen geben, weil sich die IL viel stärker ins Parlament gemogelt hat, als sie jemals mit ihren eigenen Stimmen hätten sein können. Aber dieses Kuscheln mit radikalislamischen Führern geht echt viel, viel zu weit.

  27. #78 | Ruhr Uni/AStA: Ariya Fehrest-Avanloo legt Mandat nieder | Ruhrbarone sagt am 12. März 2012 um 17:15

    [...] Update: AStA der Ruhr Uni: Geld für Religion und gegen Israel [...]

  28. #79 | muslimin sagt am 18. März 2012 um 12:00

    Ich möchte unbedingt erwähnen dass der Islam ın sich gespalten ist und ich das was ich unter Islam versteh niemals mit dem identifizieren kann was schiiten unter Islam verstehen.
    Solche Leute sollten vllt ın den Iran zurückkehren und dort mit gleichgesinnten glücklich werden anstatt hier die sunnitischen Muslime beschämen…
    Es gibt vllt auch schiiten die sich für Herrn ariya schämen, das möchte ich nicht ausschliessen.
    Aber ich möchte als muslimin gesagt haben dass ich nicht will dass meine Kinder sich mit Typen wie Herr ariya anfreunden!

  29. #80 | Wasabi sagt am 9. April 2012 um 16:18

    Studentin schrub:

    “Der AStA ist kein Kinderzimmer”

    Na da habe ich aber einen anderen Eindruck. Ich lese nur “Koalition”, “Parlament” – kommt mir doch reichlich albern vor und man hat den Eindruck, dass dort mehr pseudopolitische Sandkastenspiele, als Interessenvertretung der Studierenden stattfinden.
    Die “Erfolge” der letzten Jahre sprechen denn auch eine klare Sprache: Explodierender Sozialbeitrag, Zwangs-Semesterticket, 200.000€-Pleite nach vergeigtem Party-Konzept, weil man der irrigen Ansicht war, Studenten – Pardon, Studierende (oder muss man inzwischen StudentInnen und Studenten sagen?) – würden am Wochenende 28 € ausgeben, um auch noch ihre Freizeit im Betonklops zu verbringen.
    Aber spielt ruhig weiter große Politik, scheint ja wichtiger zu sein.

  30. #81 | "Kannst Du politisch neutral sein?" » Autorenwebsite von Hendryk C. Hollbeck sagt am 30. April 2012 um 10:34

    [...] Aus dieser Perspektive wäre also zunächst zu prüfen, ob ich Mitglied einer politischen Partei geworden bin, indem ich meinen Namen auf die StuPa-Wahllisten der GHG setzen ließ. Soviel ich das als juristischer Laie beurteilen kann, ist dies nicht der Fall. (Eine weitere Frage wäre, ob eine politische Hochschulgruppe überhaupt als “Partei” verstanden werden kann.) Doch wo zieht man hier eine Grenze? Wo beginnt ‘politisches Engagement’ in einem Sinne, indem es ein ‘guter Journalist’ nicht mehr vertreten könnte?  Als “politisches Engagement” im weitesten Sinne könnte man auch das Schreiben eines Blogs (u.a. auch das Schreiben dieses Textes) betrachten. Auch jede Äußerung in einem Facebook-Profil, das nur den vermeintlichen “Freunden” angezeigt wird, kann durchaus sehr politisch sein. Teile des heute amtierenden AStAs können diesbezüglich ja bereits aus quasi ‘eigener Erfahrung’ sprechen. [...]

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